Verwirrung um neue EU-Regeln für Energieeffizienzklassen

Heizungen bekommen neues Label erst 2026

Die neuen Zuordnungen des Energieeffizienzlabels gelten noch nicht für Heizungen. © HEA

Für Heizungen und Warmwasserbereiter gilt die Neuordnung der EU-Energieeffizienzklassen frühestens 2026. Darauf weist die HEA Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung hin. Wie berichtet, sollen alle 16 bereits existierenden Energielabel in den nächsten Jahren auf die Klassen A bis G umgestellt werden.

Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Fernseher sowie Lampen und Leuchten sollen schon bis Ende 2019 mit dem neuen Label in den Geschäften stehen. Heizungen haben deswegen mehr Zeit, weil das Effzienzlabel für sie erst 2015 eingeführt wurde.

Grund für die Neuordnung war, dass die derzeitige Kennzeichnung mit der besten Energieeffizienzklasse A+++ an ihre Grenzen stieß. So liegen Waschmaschinen schon zu gut drei Vierteln in der besten Klasse A+++. Um Platz für den technischen Fortschritt zu lassen, soll die Klasse A, für sich schnell weiterenwickelnde Produkte sogar die Klassen A und B, anfangs frei bleiben.

Die Vereinheitlichung der Skala sei zwar positiv für die Verbraucher, aber erklärungsbedürftig, meint die HEA. Denn künftig sollen die Kunden C- oder D-Geräte kaufen, während sie bislang an A+, A++, A+++ gewöhnt sind. "Die aktuell verfügbaren Bestgeräte werden quasi auf dem Papier abqualifiziert. Der Kunde, der ein Bestgerät kauft, muss mit der Klasse C vorlieb nehmen - weil es zunächst noch gar kein A- oder B-Gerät geben soll", sagt Jan Witt, Geschäftsführer der HEA-Fachgemeinschaft.

Über lange Jahre werden zudem Geräte mit altem und neuem Energielabel parallel angeboten werden. "Um Verwirrung zu vermeiden, muss deshalb verdeutlicht werden, dass neue, energieeffiziente Geräte mit neuem Label trotz niedrigerer Energieeffizienzklasse sparsamer sind als Geräte mit altem Label", sagt Witt.

Bekanntheit und Einfluss des europäischen Energielabels sind groß: Bei Umfragen erkennen es rund 95 Prozent der Teilnehmer, bei 84 Prozent beeinflusst es die Kaufentscheidung von Haushaltgeräten. Quelle: HEA / sue

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