enbausa.de - Energetisch Bauen und Sanieren https://www.enbausa.de/ Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen de-DE EnBauSa Tue, 16 Jul 2019 02:34:30 +0200 Tue, 16 Jul 2019 02:34:30 +0200 TYPO3 EXT:news news-6479 Mon, 15 Jul 2019 12:30:00 +0200 „Optimierung der Energieberatung ist eine Daueraufgabe“ https://www.enbausa.de/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=6479&cHash=f48359bdefd892f62f91cccb857f880b Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat mit Andreas Feicht wieder einen Staatssekretär für Energiepolitik. Er kümmert sich um die für Energieberater wichtigen Themen. Energie Kompakt sprach mit dem 48-jährigen Bayern, der zuvor Vorstandsvorsitzender der WSW Energie & Wasser AG war. Energie Kompakt: Herr Feicht, das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) der Bundesregierung ist in der Mache. Wie ist hier der Sachstand?

Andreas Feicht: Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) befindet sich derzeit in der Ressortabstimmung. Der Koalitionsvertrag und der Wohngipfel für bezahlbares Bauen und Wohnen treffen für das GEG klare Festlegungen. Energieeffizienz und Klimaschutz bei Gebäuden werden wirtschaftlich, umweltfreundlich und sozial umgesetzt.

Eine weitere Steigerung der Bau- und damit auch der Wohnkosten wollen wir unbedingt vermeiden – Wohnen muss bezahlbar sein und bleiben. Der gemeinsame Referentenentwurf von BMWi und BMI für das GEG setzt den Koalitionsvertrag und die Beschlüsse des Wohngipfels um – das aktuelle Anforderungsniveau für Neubauten und Sanierung bleibt unverändert.

Nach unseren Informationen soll im GEG der derzeitige EnEV-Standard (in etwa KfW 70) als Niedrigstenergiestandard festgeschrieben werden. Glauben Sie, dass die Europäische Union, die ja auf einen Standard nahe Null abhebt, sich damit zufriedengeben wird?

Die aktuellen Neubauanforderungen erfüllen die EU-rechtlichen Kriterien für das Niedrigstenergiegebäude. Das gültige Anforderungsniveau ist das EU-rechtlich geforderte kostenoptimale Niveau. In ihrem jüngsten Kostenoptimalitätsbericht vom August 2018 hat die Bundesregierung der EU-Kommission mitgeteilt, dass der aktuelle energetische Standard das Kriterium der Kostenoptimalität nach der EU-Gebäuderichtlinie erfüllt.

Thema Energiewende: Glauben Sie, dass Deutschland die von europäischer Ebene vorgegebenen Ziele für 2030 erreichen wird? Und wie schätzen Sie, wird sich die Sanierungsrate hierzulande in den nächsten Jahren entwickeln?

Wir wissen, dass die Herausforderungen im Gebäudebereich sehr groß und die Ziele sehr ambitioniert sind. Wir brauchen auch für den Gebäudebereich einen umfassenden Modernisierungs- und Investitionsschub für mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Damit wird die Sanierungsrate steigen. Neben den etablierten und erfolgreichen Förderins-trumenten, die wir mit der geplanten Gebäudeförderung optimieren und ausbauen werden, brauchen wir auch einen neuen, verlässlichen ordnungspolitischen Rahmen.

Akzeptanz, Versorgungssicherheit, Kosteneffizienz, bezahlbares Wohnen und Bauen sowie Umwelt- und Klimaverträglichkeit sind dafür die Eckpfeiler, an der wir die Wärmewende messen müssen. Wir arbeiten derzeit gemeinsam mit dem Bauministerium an der Entwicklung von Maßnahmen, die dazu beitragen können, die gesetzten Ziele zu erreichen. Eine Maßnahme, die ich hier für sehr wichtig halte und die zusätzliche, bislang ruhende Investitionspotenziale in den Gebäudebestand heben würde, ist die steuerliche Förderung der energetischen Sanierung.

Vonseiten der Wohnungswirtschaft ist oft zu hören, dass höhere energetische Anforderungen Baukostentreiber seien. Es gibt aber auch wissenschaftliche Studien, die dem widersprechen. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Maßgeblich für ordnungsrechtlich vorgegebene Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden ist das Wirtschaftlichkeitsgebot. Die Ergebnisse unserer aktuellen Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen, die wir zur Vorbereitung des GEG durchgeführt haben, bestätigen die Beibehaltung des bestehenden Anforderungsniveaus.

Im Koalitionsvertrag ist zu lesen, dass die Bundesregierung die Energieberatung ausbauen und adressatengerechter gestalten will. Was ist hier in Planung oder bereits auf dem Weg und was wird sich für Energieberater absehbar ändern?

Die Optimierung der Energieberatung ist eine Daueraufgabe. So arbeiten wir mit der Förderstrategie an einem umfassenden und ganzheitlichen Reformprozess zur Modernisierung unseres Förderangebots in den Bereichen Gebäude, Anlagen und Produktionsprozesse sowie Wärmeinfrastruktur. Ziel ist insbesondere die Verbesserung der Effektivität und Adressatenorientierung der Förderprogramme.

Die Energieberatung ist ein wichtiger erster Schritt. Denn für den Verbraucher oder Unternehmer ist oft nicht erkennbar, welche Effizienz- und Einsparpotenziale an seinem Gebäude oder in der Produktion bestehen und mit welchen Kosten Effizienzmaßnahmen verbunden sind. Eine qualifizierte Energieberatung hilft, nachhaltige Maßnahmen zu erkennen, zu planen und letztlich Fehlinvestitionen zu vermeiden.

Um die Energieberatung auf eine breitere Basis zu stellen, wurde der Kreis der antragsberechtigten Energieberater erst kürzlich erweitert. So ist nun auch das Handwerk, wie zum Beispiel Schornsteinfeger oder Mitarbeiter kommunaler Energieversorger, zugelassen, sofern sie die hohen Qualifikationsanforderungen der Förderrichtlinien zur Energieberatung erfüllen.

Auch die vom Bund geförderte Energieberatung bei den Verbraucherzentralen wird kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert. So wurde das Beratungsangebot der Verbraucherzentralen erst kürzlich um einen „Solar-Check“ ergänzt und die Fördersätze für verschiedene Beratungsangebote verbraucherfreundlicher vereinfacht.

Wie sehen Sie die Zukunft des Energieausweises? Dieser wird ja aufgrund mangelnder Kontrollen und der Möglichkeit, sich günstig einen kaum objektiven Verbrauchsausweis erstellen zu lassen, gerne als zahnloser Tiger bezeichnet...

Der Energieausweis hat sich bewährt. Das mit der Energieeinsparverordnung 2007 eingeführte Konzept von Bedarfs- und Verbrauchsausweisen sorgt bei der Ausstellung von Energieausweisen für einen angemessenen Kompromiss zwischen fachlicher Genauigkeit und zumutbarer Kostenbelastung für die Bürgerinnen und Bürger.
Der Energieausweis dient der Information über die energetischen Eigenschaften eines Gebäudes und soll einen überschlägigen Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden ermöglichen.

Diese Funktion erfüllt der Energieausweis. So können potenzielle Mieter oder Käufer mit dem Energieausweis den energetischen Zustand eines Gebäudes in ihrer Entscheidung berücksichtigen. Eigentümern machen es der Energieausweis und die Modernisierungsempfehlungen leichter, den energetischen Zustand eines Gebäudes einzuschätzen und eine Entscheidung über eine Sanierung zu treffen.

Schon seit langem fordert der GIH ein an klare Qualifikationen gebundenes Berufsbild des Energieberaters – die Bundesregierung stand dem bislang ablehnend gegenüber. Wie ist Ihre Meinung dazu? Wäre es für Kunden nicht vertrauenerweckender, wenn nicht jeder als Energieberater firmieren könnte?

Das Aufgabenspektrum einer Energieberatung ist breit gefächert. Es umfasst beispielsweise die Stromberatung in Haushalten, die Energieberatung für Wohn- und Nichtwohngebäude, aber auch die energetische Optimierung betrieblicher Prozesse in Unternehmen. Ein entsprechendes Berufsbild wäre daher äußerst heterogen. Erhöht wird die Komplexität noch durch sehr unterschiedliche Qualifikationsvoraussetzungen potenzieller Energieberater. Hinzu kommen unter anderem Fragen der verfassungsrechtlichen Zulässigkeit und zum Titelschutz.

Die Bundesstelle für Energieeffizienz im Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle prüft daher die Möglichkeit, anstelle eines Berufsbildes einheitliche Qualifikationsprüfungen für Energieberater zu entwickeln. Das Projekt befindet sich derzeit in der Erprobungsphase. Ziel ist es, mit einem bundeseinheitlichen Qualitätsmaßstab die Transparenz für Energieberater und Verbraucher zu erhöhen.

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news-6508 Mon, 15 Jul 2019 07:44:00 +0200 Preise für kleine PV-Anlagen sind gestiegen https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/preise-fuer-kleine-pv-anlagen-sind-gestiegen-6508.html Dass Photovoltaik immer günstiger wird, stimmt für kleine Anlagen so pauschal nicht. Das belegt eine aktuelle Auswertung der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin im Auftrag der Verbraucherzentrale NRW. Danach sind die Endpreise pro kWp für Anlagen bis zu einer Leistung von 6 kWp von 2017 bis 2018 sogar leicht gestiegen. Oberhalb dieser Grenze seien allerdings Preisrückgänge zu verzeichnen – und zwar umso stärkere, je größer die Anlagen werden, berichtet die Verbraucherzentrale NRW. Die Wissenschaftler werteten circa 2.500 Original-Angebote von privaten Nutzern aus.

Anlagen von 4 kWp kosteten 2018 im Durchschnitt 1.854 Euro brutto pro kWp. Das sind gut zwei Prozent mehr als 2017. Die Installation einer 10-kWp-Anlage wurde hingegen um 1,5 Prozent günstiger, kostete noch rund 1.568 Euro pro kWp. Die Einkaufspreise für Module sanken unterdessen um 20 Prozent und mehr.

"Je größer die Anlage, desto stärker ist der Einfluss der Materialkosten auf den Preis pro kWp", sagt Thomas Wennmacher, Experte für Finanzierungsmodelle in der Energiewende bei der Verbraucherzentrale NRW. Auf Gründe für die Steigerungen bei den kleinen Anlagen lasse sich aus den Daten aber nicht schließen.

Die wichtigste Schlussfolgerung ist dem Experten zufolge ohnehin eine rein praktische: "Wer eine PV-Anlage kaufen will, sollte sich an realistischen Endpreisen der angestrebten Anlagengröße orientieren. Oft wird fälschlich aber mit dem gleichen Preis pro kWp für verschiedene Anlagengrößen kalkuliert. Hier bieten die für uns erhobenen Werte eine solide Basis. Und vor allem gilt die Devise: Angebote vergleichen!"

Bereits die im März veröffentlichte HTW-Studie zur Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen im Auftrag der Verbraucherzentrale NRW hatte extrem breite Preisstreuungen gezeigt. Teils seien diese sicherlich auf unterschiedlichen Installationsaufwand am Objekt zurückzuführen, so Wennmacher. Doch manch exorbitanter Preis deute auf zu wenig Wettbewerb unter den Installateuren und deshalb höhere Margen hin. Hier sollten Interessenten vorab prüfen, ob andere Betriebe ein günstigeres Preis-Leistungsverhältnis bieten. Schließlich riskiere, wer zu viel bezahle, letztlich die Wirtschaftlichkeit seiner Anlage.

Die zugrundeliegende Wirtschaftlichkeitsbetrachtung stammt aus einer Studie zur Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik, die die Verbraucherzentrale NRW beauftragt und die HTW Berlin durchgeführt hat: www.verbraucherzentrale.nrw/pv-wirtschaftlichkeit. Quelle: Verbraucherzentrale NRW / sth

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Solarenergie
news-6486 Mon, 15 Jul 2019 07:02:00 +0200 Umfrage zur kontrollierten Wohnraumlüftung https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/umfrage-zur-kontrollierten-wohnraumlueftung-6486.html Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online ruft zur Teilnahme an einer Umfrage zum Thema kontrollierte Wohnraumlüftung auf. Welche Erfahrungen haben Fachleute mit kontrollierter Wohnraumlüftung gemacht? Welche Informationen fehlen, um die effiziente Technik häufiger einzusetzen? Fragen wie diese stellt aktuell co2online. Sie sind Teil einer Umfrage, die sich an SHK-Handwerker, Elektriker, Architekten, Lüftungs-Fachplaner, Energieberater und Schornsteinfeger richtet. 

Die Umfrage auf www.co2online.de/umfrage-kwl dauert etwa zehn Minuten und ist anonym. Unter allen Teilnehmern wird eine Netatmo Wetterstation im Wert von 200 Euro verlost.

Die Ergebnisse sollen als Grundlage für neue herstellerneutrale Angebote zu kontrollierter Wohnraumlüftung dienen: von Infos zu verschiedenen Techniken, Kosten und Fördermitteln bis hin zur Fortbildung für Fachleute. Die Umfrage ist Teil des "Praxistest Wohnungslüftung" und soll vor allem Hemmnisse ermitteln – und Maßnahmen, um diese zu überwinden. Außerdem geht es um bestehende Informationsangebote sowie Erfahrungen der Fachleute mit Technik, Kunden, Fördermitteln und Beratung. Quelle: co2online

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Lüftung & Klima
news-6503 Sun, 14 Jul 2019 07:46:00 +0200 Smarte Fenster sind wichtiger als U-Wert-Rallye https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/smarte-fenster-sind-wichtiger-als-u-wert-rallye-6503.html Am 1. März 2019 hat Frank Lange die Nachfolge von Ulrich Tschorn als Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF) angetreten. Seit langem in der Fensterbranche tätig gilt er als Brancheninsider. Chancen für weitere Energieeinsparungen sieht er in der Vernetzung von Fenstern und Haustüren, die eine intelligente Steuerung möglich macht. Eine weitere Verschärfung der U-Werte für Fenster könne dagegen nur noch einen sehr eingeschränkten Beitrag zum Klimaschutz leisten, der in keinem Verhältnis zum Ertrag stehe, so Lange im EnBauSa-Interview. Wo sehen Sie derzeit die Schwerpunkte Ihrer Arbeit?

Neben dem klassischen Tagesgeschäft sind das drei Kernbereiche. Als Dienstleister für unsere Mitglieder geben wir Merkblätter und Richtlinien zu technischen und weiteren Themen, beispielsweise zur Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) heraus, außerdem Marketingmaterial und Marktinformationen. Diese aktuell zu halten und die Kommunikation mit den Mitgliedern zu verbessern ist einer dieser Kernbereiche. Ein weiterer ist das Thema digitale Kommunikation. Wir denken darüber nach, welche modernen Kommunikationsformen für unsere Mitglieder und für die Endkundenkommunikation in Frage kommen. Klar ist bereits, dass wir die Seiten für Endkunden auf unserer Webpräsenz  modernisieren und interessanter gestalten werden. Letzter Schwerpunkt ist die politische Kommunikation nach und in Berlin rund um das Thema transparente Gebäudehülle. Dazu zählen Fenster, Glas und Sonnenschutz.

Einer aktuellen Studie von Branchenradar zufolge sind die mit Fenstern erzielten Erlöse im Sanierungsmarkt zurückgegangen. Können Sie das bestätigen?

Unsere eigenen Marktzahlen sind im Wesentlichen mengenbasiert, wir schauen auf die produktübergreifende Gesamtentwicklung. Anhand dieser Zahlen können wir bestätigen, dass es im Sanierungsmarkt keine große Bewegung gibt. Dass die Preise oder die Summe der Investitionen im Sanierungsmarkt rückläufig sind, kann ich jedoch so nicht bestätigen. Klar ist, dass wir kein Wachstum in der Sanierung haben, obwohl wie das dringend bräuchten, sollen die Klimaziele der Bundesregierung noch erreicht werden. Deshalb sehen wir es als unsere Aufgabe, hier immer wieder Impulse einzufordern.

Welche Impulse sollten das sein?

Ich sehe das als Dreiklang aus Beratung, Förderung und Ordnungsrecht. Es gibt nicht das eine Allheilmittel. Zum einen müssen wir alle Beteiligten immer wieder darüber informieren, welche innovativen Produkte und finzanziellen Fördermöglichkeiten es gibt und welche Verbesserungen damit erreicht werden können. Da geht es darum, die Endkunden zu überzeugen, Geld in die Hand zu nehmen. Förderung ist der zweite Baustein. Hier ist die steuerliche Förderung der energetischen Sanierung ein wichtiges Instrumentarium, denn ohne Anreize wird es nicht funktionieren. Bleibt noch die Frage nach dem Ordnungsrecht. Wir diskutieren momentan über eine  CO2-Bepreisung, oder über verpflichtende Positionen bei den energetischen Standards, etwa in Form von U-Werten. Das Thema steuerliche Abschreibung hat der Verband schon sehr, sehr früh auf die Agenda gebracht. Wir gehen davon aus, dass das jetzt auch kommt, zumal es von Minister Horst Seehofer konkret ins Klimakabinett eingebracht worden ist.

Haben Sie einen Tipp, wann es so weit sein wird?

Wissen Sie, ich kann Ihnen noch nicht einmal sagen, ob die Regierung noch bis Ende des Jahres bestehen wird. Ich gehe davon aus, dass wenn das Klimakabinett das nächste Mal tagt, es hier konkrete Vorschläge geben wird, und dass die steuerliche Förderung von Sanierungsmaßnahmen am Ende des Jahres auf der Liste der klimapolitischen Maßnahmen der Bundesregierung stehen wird. Ein bisschen enttäuscht bin ich, dass sie in den Haushaltsentwurf für das nächste Jahr noch nicht aufgenommen wurde. Das ist natürlich ein schlechtes Zeichen. Aber ich glaube, dass das Klimakabinett sich damit auseinandersetzen wird und bin zuversichtlich, dass die steuerliche Förderung bald kommt.

Der Branchenradar-Studie zufolge sind die Preise im Neubaubereich gestiegen. Worauf sind die steigenden Preise zurückzuführen?

Wir haben im Bereich des Neubaus und im gesamten Baubereich eine gute Konjunktur. Eine Preissteigerung von 2,1 Prozent, wie sie in der Studie genannt wird, ist inflationsbereinigt im grünen Bereich und nicht ungewöhnlich. Eine Überhitzung des Marktes stellen wir nicht fest.

Im Januar hat der VFF vor Billigfenstern aus dem Internet gewarnt. Ist das ein Thema, dass Sie zunehmend beschäftigt?

Ja, das ist ein großes Thema. Aktuell kommen 25 bis 30 Prozent der Fenster auf dem deutschen Markt  aus dem europäischen Ausland, insbesondere aus Polen und darüber hinaus. Wir wollen die Endnutzer dafür sensibilisieren, dass eine reine Entscheidung über den Preis, also die Wahl des günstigsten Produktes, in der Langfristbetrachtung über den Lebenszyklus eines Produktes nicht immer die richtige und wirtschaftlich günstige sein muss. Es gibt Beispiele dafür, dass Produkte schon nach wenigen Jahren derartige Schäden aufweisen, dass sie im Extremfall auszutauschen sind. Und dann ist das vermeintlich günstig eingebaute Fenster doch teurer, als wenn ich gleich ein Qualitätsprodukt nehme.

Aber es werden ja nicht alle Fenster aus dem Ausland Billigfenster mit einer geringen Qualität sein.

Das wollte ich auch nicht sagen. Aber wir merken natürlich, dass Kaufentscheidungen, die hauptsächlich preisgetrieben sind, nicht immer die richtigen sind. Außerdem gehört zum Fenster ja auch die Montage. Nur wenn ich ein Produkt kaufe, das gewisse Qualitätsstandards erfüllt, was zum Beispiel die RAL Gütesicherung sicherstellt, und das dann auch noch fachgerecht montiert wird, kann ich mir sicher sein, dass es auch funktioniert. Diese Kette funktioniert leider nicht immer. Daher weisen wir in unseren Informationen für Endkunden darauf hin, dass der Einklang aus Qualitätsprodukt und fachgerechter Montage für eine dauerhafte Funktion wichtig ist. Das Fenster ist dann vielleicht etwas teurer, aber man kann sicher sein, dass es über den langen Lebenszyklus von 25 Jahren auch funktioniert.

Wie lässt sich denn die Qualität der Produkte aus dem Ausland sicherstellen. Wäre eine Mitgliedschaft in der RAL-Gütegemeinschaft denkbar?

Dafür müssten die Anbieter zunächst einmal bestimmte Qualitätsanforderungen des ift Rosenheim erfüllen. Aktuell sehe ich das nicht.

Lange Zeit haben sich die verschiedenen Fensterhersteller gegenseitig mit immer besseren U-Werten ihrer Produkte überboten. Ist die U-Wert-Rallye inzwischen zum Stillstand gekommen?

Es gibt nach wie vor Verbesserungen in diesem Bereich. Die Frage ist, ob der Aufwand, den man da reinsteckt, bei dem was es bringt am Ende wirtschaftlich sinnvoll ist. Aktuell  haben wir im Fensterbereich mit der Dreifachverglasung und den hochisolierten Rahmen eine sehr hohe Wärmedämmung erreicht. Daher glaube ich, dass eine weitere Verschärfung von U-Werten nur einen sehr eingeschränkten Beitrag zum Klimaschutz leisten wird. Außerdem würde das zu einer weiteren Verteuerung der Bauprodukte führen, was ja auch nicht gewollt ist. Daher glaube ich, dass die reine U-Wert-Rallye ein Stück weit zum Ende gekommen ist. Vielmehr geht es darum, flankierende Faktoren wie solare Gewinne von Isolierverglasung im Winter und moderne Verschattungssysteme für den sommerlichen Wärmeschutz zu nutzen. Da ist es ganz wichtig, dass die Konstruktionen ein Stück weit intelligenter werden, vernetzt und smart, so dass man zu einer optimalen Nutzung der Konstruktionen kommt, die am Ende auch zu einer deutlichen Absenkung des Energieverbrauchs im Gebäude führt.

Werden die smarten Komponenten am Markt bereits nachgefragt?

Es gibt eine Reihe von Komponentenherstellern, die entsprechende Produkte anbieten. Momentan ist das aber eher ein Thema im Objektgeschäft, also in großen Gebäuden mit Steuerungssystemen, und im hochwertigen Privatsegment. In der breiten Masse ist es noch nicht festzustellen, aber es wird kommen. Denn es ist eine Chance für unsere Branche, Mehrwerte in Form von Steuerungselementen einzubringen und über moderne, vernetzte Elemente einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz zu erbringen. von Silke Thole

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Dämmung & Fenster
news-6506 Sat, 13 Jul 2019 06:54:00 +0200 Pavatex bietet Online-Systemfinder für Holzfaserdämmung https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/pavatex-bietet-online-systemfinder-fuer-holzfaserdaemmung-6506.html Soprema hat ein Online-Tool entwickelt, mit dem Planer, Verarbeiter und Bauherren mit wenigen Klicks das richtige Dämmsystem mit Natureplus-zertifizierter Holzfaserdämmung für ihr Bauprojekt ermitteln können. Freilich beschränkt sich die Auswahl auf die Pavatex-Produkte des Herstellers. Mit dem Pavatex Online-Systemfinder stelle Soprema ein weiteres praktisches Tool für die sichere Planung von nachhaltigen Dach- und Wandkonstruktionen zur Verfügung, so der Hersteller. Die ökologischen Dämmstoffe der Marke Pavatex würden aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz gewonnen und ressourcenschonend hergestellt. Aufgrund ihrer Vielseitigkeit erlauben die Dämmplatten zahlreiche unterschiedliche Konstruktionen.

Damit Anwender jetzt noch schneller den passenden Aufbau für ihr individuelles Holzbauprojekt ermitteln können, hat "Pavatex by Soprema" jetzt einen Online-Systemfinder für die Dämmung von Dach und Wand entwickelt. Unter www.soprema.de/pavatex-systemfinder können Nutzer mit nur wenigen Klicks die wichtigsten Kriterien für ihr Bauvorhaben angeben.
Im Ergebnis erhalten sie eine detaillierte Systemempfehlung mit 3D-Konstruktionszeichnung sowie zahlreichen informativen Unterlagen zum Download: technische Datenblätter, Zulassungen, Broschüren und wichtige bauphysikalische Kennwerte wie U-Wert-Berechnungen. Quelle: Soprema / sth

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Dämmung & Fenster
news-6499 Fri, 12 Jul 2019 07:44:00 +0200 Holz-Fertighäuser liegen auf Rekordkurs https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/holz-fertighaeuser-liegen-auf-rekordkurs-6499.html Bundesweit entfielen von Januar bis März 20,9 Prozent der Prozent der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser auf ein industriell vorgefertigtes Haus. Somit lag die Fertigbauquote eines Quartals erstmals bei 20 Prozent. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres 23.605 neue Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt, davon 4.935 in Fertigbauweise. Mit einem Plus von 12,1 Prozent schnitt der Fertigbau dabei besser ab als der Gesamtmarkt, wo ein Anstieg um 1,6 Prozent registriert wurde. Entsprechend deutlich lag die Fertigbauquote jetzt über dem Vorjahreswert von 18,9 Prozent.

Die Geschäftsführer bleiben optimistisch. „In den sehr erfolgreichen Geschäftsjahren 2017 und 2018 haben wir die 20-Prozent-Marke noch knapp verpasst. Jetzt sind wir auf dem besten Weg, diese Hürde erfolgreich zu nehmen“, sagt Achim Hannott, Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF). Nach Angaben des BDF schätzen Bauherren vor allem die Energieeffizienz moderner Holz-Fertighäuser und daraus resultierende Fördermöglichkeiten, wie zum Beispiel der KfW-Bank.

Individualität immer wichtiger

Die individuelle Hausplanung und kurze Bauphase samt umfassenden Serviceleistungen bis hin zum schlüsselfertigen Eigenheim seien ebenfalls stark nachgefragt. Am beliebtesten sind Holz-Fertighäuser übrigens in Baden-Württemberg, wo der Marktanteil bereits 39,0 Prozent beträgt, gefolgt von Hessen mit 30,9 Prozent. In Nordrhein-Westfalen liegt die Fertigbauquote bei unterdurchschnittlichen 13,7 Prozent. Quelle: BDF/FT/wh

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Dämmung & Fenster
news-6509 Fri, 12 Jul 2019 07:11:00 +0200 Bauherren haben beim Baukindergeld länger Zeit https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/bauherren-haben-beim-baukindergeld-laenger-zeit-6509.html Die KfW hat die Bedingungen für das Baukindergeld geändert. Bauherren und Immobilienkäufer haben jetzt bis sechs Monate nach dem Einzug Zeit, den Antrag zu stellen. Die neue Frist gilt für Anträge seit dem 17. Mai 2019. Bislang lag die Frist zur Antragstellung bei drei Monaten. Da viele Unterlagen notwendig sind, war das für manche Antragsteller zu kurz. Wer die Frist nicht einhält und den Antrag zu spät abgibt, verliert den Anspruch auf Baukindergeld.

Das Baukindergeld ist umstritten. Haushalte aus den oberen Einkommensgruppen profitieren Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zufolge vom Baukindergeld besonders stark. Das Problem immer höherer Eigenkapitalanforderungen für weniger einkommensstarke Haushalte gehe die Politik damit nicht an, so die Experten. Eine vergleichsweise teure Förderung könnte in Mitnahmeeffekten und höheren Grundstückspreisen verpuffen.

Jeder Haushalt muss belegen, dass er Anspruch hat auf Kindergeld und das Kind oder die Kinder zum Zeitpunkt der Antragstellung jünger als 18 Jahre waren. Das zu versteuernde Einkommen darf bei Bauherren mit einem Kind bei maximal 90.000 Euro liegen. Für jedes weitere Kind erhöht sich die Einkommensgrenze um 15.000 Euro.

Bis zum Ende März 2019 haben rund 83.000 Familien einen Antrag auf Baukindergeld gestellt. Mit 18.000 Antragstellern kommen die meisten Antragsteller aus Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Baden-Württemberg.

Vorschläge zu einer Erweiterung des Baukindergelds gibt es mittlerweile auch. So schlug Baustaatssekretär Marco Wanderwitz in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ vor, Wohnungsbaugenossenschaften staatlich zu fördern. „Man könnte beispielsweise das Baukindergeld auf Genossenschaften ausweiten, damit diese mehr Eigenkapital für Neubauprojekte aufbringen können“, sagte er. Von Pia Grund-Ludwig

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Finanzierung
news-6492 Thu, 11 Jul 2019 08:02:00 +0200 Forschungsprojekt verbessert Lehmmauerwerk https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/forschungsprojekt-verbessert-lehmmauerwerk-6492.html Ein neues Projekt der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) erforscht die Nutzung von Lehmmauerwerk für den nachhaltigen Wohnungsbau. Ziel der Forschung ist es, das Tragverhalten von Lehmmauerwerk im Hinblick auf Versagensmechanismen zu untersuchen, um eine Bemessung nach der allgemeingültigen Mauerwerksnorm DIN EN 1996/NA zu ermöglichen. Gefördert wird das Vorhaben, an dem auch die Technische Universität Darmstadt und die ZRS Ingenieure GmbH beteiligt sind, fachlich und finanziell von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Mit dem stetig steigenden Bedarf an Wohnungen gewinnt das ökologische Bauen mehr und mehr an Bedeutung. Neue Wohnungen und Häuser sollen möglichst ressourcenschonend entstehen. „Gerade Lehm bietet als natürliches Baumaterial zahlreiche Vorteile“, so Marc Thiele, Projektleiter aus dem Fachbereich Ingenieurbau der BAM. Lehm benötige mit den geringsten Primärenergiebedarf, sei fast überall verfügbar und könne zu 100 Prozent recycelt werden, erklärt der Forscher. Aufgrund seiner hohen Masse biete er auch sehr gute Schallschutzeigenschaften und ist außerdem nicht brennbar. Intensive Forschungsarbeit zum Lehmbau hat in Deutschland zur Einführung der Produktnormen für Lehmsteine, Lehmmauermörtel und Lehmputze im Jahr 2013 und für Lehmplatten im Jahr 2018 geführt.

Lehmputz ist in allgemeine Anwendungsnorm integriert

Im Bereich der Lehmputze ist es bereits gelungen, Lehmputz in die allgemeine Anwendungsnorm für Putzmörtel zu integrieren. Selbiges gilt es für Lehmsteine und Lehmmauermörtel zu erreichen, um eine Breitenanwendung von Lehmmauerwerk auf Grundlage allgemeingültiger Bemessungsvorschriften zu ermöglichen.

Ziel des Vorhabens ist es, die bereits umfangreich erarbeiteten Kenntnisse zum Tragverhalten von Lehmmauerwerk so zu erweitern, dass eine vereinfachte Bemessung von Lehmmauerwerk analog zur konventionellen Mauerwerks-Bemessungsnorm DIN EN 1996/NA möglich ist. Vorstudien hätten gezeigt, dass Tragverhalten und Tragfähigkeit von Lehmmauerwerk mit konventionellem Mauerwerk vergleichbar sind. So liegen heute am Markt erhältliche, werksmäßig hergestellte Lehmsteine und Mörtel qualitativ im Bereich handelsüblicher, konventioneller Mauersteine und -mörtel.

Gezielte Untersuchungen sollen für Sicherheit sorgen

Im Rahmen des geplanten Vorhabens werden die vorhandenen experimentellen Untersuchungen an den Baumaterialien Stein und Mörtel erweitert und umfangreiche Untersuchungen an Bauelementen durchgeführt. Aufbauend auf den Ergebnissen sollen Baustoffeigenschaften (Festigkeit, Elastizitätsmodul, Verformungseigenschaften) und deren statistischen Kennwerte ermittelt werden, anhand derer das erforderliche Zuverlässigkeitsniveau kalibriert und somit eine Integration in das Sicherheitsformat der aktuellen Mauerwerksnormung erfolgen kann. Quelle: BAM/wh

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Dämmung & Fenster
news-6500 Wed, 10 Jul 2019 07:13:00 +0200 Neue Software verhilft zu besserem Überblick bei Renovierungskosten https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/neue-software-verhilft-zu-besserem-ueberblick-bei-renovierungskosten-6500.html Marode Schulen, verschimmelte Mehrzweckhallen, in die Jahre gekommene Rathäuser – in vielen Kommunen herrscht bei öffentlichen Gebäuden Sanierungsstau. Oft fehlen dabei auch der Überblick über den Zustand aller Gebäude und ein effektives Kosten-Management. Abhilfe schafft hier eine Software, die Bauingenieure der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickelt haben. Mit ihr lassen sich Schäden bei Gebäuden und Reparaturkosten schnell erfassen. So hilft sie, Sanierungsmaßnahmen effizient zu planen. Auch für Unternehmen mit einem großen Gebäudebestand ist die Technik interessant. Die Forscher vermarkten sie in ihrem Start-up LifeCycle-Competence, in dem sie auch Beratung anbieten.

„Viele Kommunen erfassen den Zustand ihrer Gebäude nicht systematisch“, sagt Professor Karsten Körkemeyer, der das Lehrgebiet Baubetrieb und Bauwirtschaft an der TUK leitet. „Gelder, die ihnen zur Verfügung stehen, werden daher nicht immer effizient genutzt.“ Hinzu komme, dass oft Gelder für teure Gutachten in Auftrag gegeben werden, um den Zustand einzelner Gebäude zu überprüfen und Kosten für eine mögliche Sanierung zu erfassen.

Datenbank hilft bei der Erfassung

Eine Software, mit der sich der Zustand von Gebäuden schnell und einfach erfassen lässt, hat Körkemeyer zusammen mit seinen wissenschaftlichen Mitarbeitern Ingo Besenbruch und Thomas Häßel entwickelt. Ihr System braucht dazu lediglich eine Reihe von Daten, die sich ohne großen Aufwand zusammentragen lassen. Dazu zählen zum Beispiel Nutzerverhalten, Gebäudetyp, Bauweise, technische Gebäudeausstattung und Baujahr. „Die Angaben zu den Gebäudeteilen werden in eine Art Notensystem von A bis D einsortiert und so bewertet“, erläutert Besenbruch. A steht dabei für einen sehr guten, D für einen schlechten Zustand.

Um diese Daten zu erfassen, stellen die Bauingenieure eine vorgefertigte Checkliste zur Verfügung, die bei einer Vor-Ort-Begehung einfach ausgefüllt werden kann. Im Anschluss müssen die Daten noch in die Software eingegeben werden. Möglich ist es aber auch, die Daten bei der Begehung schon in die Software einzupflegen, etwa auf einem Tablet, sodass man direkt eine Prognose erhält.

Algorithmus berechnet Sanierungskosten

Anhand der Angaben berechnet ein Algorithmus die ungefähren Kosten für eine Instandsetzung. Als Basis dafür dient eine Datenbank, in der eine Vielzahl von Informationen zu Gebäuden hinterlegt ist und die das Forscherteam in den vergangenen Jahren zusammengetragen hat. „Der Großteil der Kosten, rund 80 Prozent, fallen bei sogenannten Leitparametern an, die von Gebäude zu Gebäude unterschiedlich sein können.“ Die restlichen 20 Prozent der Kosten können die Forscher mithilfe statistischer Daten berechnen. „Mit minimalen Aufwand erhält man eine Analyse des Gebäudezustands“, fasst Körkemeyer zusammen.

Die Forscher vermarkten ihre Software in ihrem Start-up „LifeCycle-Competence“. Bei ersten Städten wie Trier und Mainz haben sie ihre Technik schon erfolgreich genutzt.  Mit der Technologie ist es für Gemeinden zudem einfach möglich, den Zustand von allen Gebäuden dauerhaft im Blick zu haben. Renovierungs- und Sanierungskosten lassen sich auf diese Weise langfristig in den Haushalt einplanen. Darüber hinaus können Information zum Zustand eines Gebäudes jederzeit abgerufen werden. Die Software der Kaiserslauterer Bauingenieure ist nicht nur für Kommunen von Interesse, sondern zum Beispiel auch für Unternehmen, die einen großen Gebäudebestand besitzen, wie zum Beispiel große Industriekonzerne oder Immobilienfirmen.

Bei der Software handelt es sich um eine webbasierte Datenbank, auf die die Kunden mit allen Browsern jederzeit Zugriff haben und die sie für ihre Arbeit nutzen können. Außerdem bieten die Gründer in ihrem Unternehmen an, Lebenszyklus-Kosten für einzelne Gebäude zu ermitteln. Diese Berechnungen sind beispielsweise für Neubauten interessant. Bei einem Kindergarten oder einer Schule können Gemeinden etwa von Bau- über Instandhaltungs- und Wartungskosten bis hin zu laufenden Betriebskosten schon bei der Planung alle anfallenden Kosten berücksichtigen. „Dabei ließen sich auch höhere Investitionskosten, etwa in energieeffiziente Heizungen, langfristig betrachten“, so Besenbruch. TUK/wh

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Dämmung & Fenster
news-6497 Wed, 10 Jul 2019 06:27:00 +0200 DESAX im Mai nahezu unverändert https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/desax-im-mai-nahezu-unveraendert-6497.html Die rasante Talfahrt bei den Angebotsanfragen in den Gewerken Heizung, Dach & Dämmung sowie Fenster seit Januar 2019 scheint nach dem besonders deutlichen Einbruch im April vorerst beendet. Für den Mai verzeichnet der DESAX im Vergleich zum Vormonat nahezu unveränderte Werte. Grundlage für den Index DESAX sind Online-Anfragen nach Sanierungsangeboten, die bei der Deutschen Auftragsagentur und ihrem Portal daemmen-und-sanieren.de eingehen. Die Marke 100 des DESAX kennzeichnet den Durchschnitt der Sanierungsanfragen im Referenzjahr 2012. Im April lag der Indexwert für das Segment Heizung bei 173, im Mai bei 171. Es gingen im Mai also 171 Prozent der durchschnittlichen Anfragen im Jahr 2012 ein, nach 173 Prozent im April.

Im Segment Dach & Dämmung ging der Wert ebenfalls ganz leicht um nur einen Punkt auf 111 zurück, während der Rückgang im Segment Fenster mit vier Indexpunkten etwas höher ausfiel. Im Vergleich zum Vorjahr wurden jedoch deutlich mehr Angebote für neue Fenster eingeholt, damals stürzte der DESAX für den Bereich Fenster von 206 im April auf 95 im Mai ab.

Auch in den Segmenten Heizung und Dach & Dämmung liegen die Mai-Werte über denen des Vorjahres. Heizungen kamen im Mai 2018 auf 145, Dach & Dämmung auf 138.

Der Sanierungsindex DESAX zeigt, wie hoch das Interesse der Online-Community an Sanierungsprojekten ist. Er gibt damit nur einen Teil des Marktes wieder, bietet aber dennoch Anhaltspunkte für die Entwicklung der Sanierungskonjunktur. Der DESAX wird gemeinsam von EnBauSa.de und Dämmen und Sanieren herausgegeben.sth

 

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Finanzierung
news-6501 Tue, 09 Jul 2019 07:20:00 +0200 Baden-Württembergs Wärmegesetz bleibt in der Diskussion https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/baden-wuerttembergs-waermegesetz-bleibt-in-der-diskussion-6501.html In einer Runde mit Landtagsabgeordneten diskutierte der Industrieverband Polyurethan im Stuttgarter Landtag die Ausgestaltung und Auswirkungen des Baden-Württemberger E-Wärmegesetzes. Das Gesetz ist nach wie vor bundesweit das Einzige, das für die Sanierung von Gebäuden Vorschriften zu deren energetischer Qualität macht. Aus Sicht des IVPU-Vorstandsvorsitzenden Andreas Linzmeier ist aber auch das baden-württemberger Gesetz nicht ausreichend, um die Landes-Wärmewende zu erreichen. Hindernisse kämen jedoch vor allem von der Bundesebene, insbesondere aufgrund der immer noch fehlenden Steuerförderung. Aber auch das Gebäudeenergiegesetz vergebe die Chance, die Einsparpotenziale mit höheren Standards zu heben, erklärte Linzmeier.

Dass die Politik durch die angekündigte, aber nicht erfolgte Umsetzung der steuerlichen Absetzbarkeit für Gebäudesanierung Schaden angerichtet habe, gab auch Paul Nemeth, CDU-Landtagsabgeordneter und umweltpolitischer Sprecher seiner Fraktion, zu. Bislang sei man bei der Erreichung der Klimaziele "auf allen Ebenen grandios gescheitert". Auch im Landtag werde nun erneut darüber diskutiert, wie man die Sanierungsquote, die derzeit nur bei 0,8 Prozent pro Jahr liegt, auf bis zu 3 Prozent erhöhen könne.

"E-Wärmegesetz funktioniert, wenn es angewendet wird"

Wenn das baden-württemberger Wärmegesetz angewendet werde, funktioniere es sehr gut, erklärte Sandra Boser, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Regierungspartei "Die Grünen." Die vorhandenen guten Werkzeuge wie der Sanierungsfahrplan müssten in der Fläche umgesetzt werden, daran hapere es im Moment. Eigentlich sie alles da, Förderung, Technik, Materialien, so SPD-Mann Daniel Born, wohnungspolitischer Sprecher der SPD. Man müsse eigentlich nur loslegen.

Gabriele Reich-Gutjahr, wohnungspolitische Sprecherin der FD,  erklärte das Wärmegesetz selbst zu einem Sanierungshemmnis, es sei kontraproduktiv, Heizkessel würden eher noch einmal repariert als ausgetauscht, um der Sanierungspflicht zu entgehen. "Ich glaube, dass Anreiz wichtiger ist als Zwang", so das Credo der Liberalen.

Nemeth schlug eine Erweiterung der Finanzierungsinstrumente vor allem für ältere Hausbesitzer vor. Sein Vorschlag: Investitionen in die Sanierung der Gebäude könnten aus dem Erbe herausgenommen werden. Boser verwies auf bestehende Förderung der L-Bank und der KfW, die besser kommuniziert werden müsse. Aus Sicht von Gutjahr wäre die immer wieder verschobene steuerliche Abschreibung die beste Lösung.

Baden-Württemberg bei Erneuerbarer Wärme vorn

Die Landesregierung selbst hat Ende 2018 eine Evaluierung des E-Wärmegesetzes vorgelegt. Seit der Novellierung würden durch das Gesetz je nach zugrunde liegenden Kriterien jährlich zusätzlich 110.000 bis 170.000 Tonnen CO2 eingespart. Zusammen mit Bayern sei Baden-Württemberg Vorreiter beim Ausbau der erneuerbaren Wärme. Das Ländle habe den Anteil der erneuerbaren Energien im Wärmesektor von 13,2 Prozent des Endenergieverbrauchs für Wärme im Jahr 2010 auf 16 Prozent im Jahr 2016 steigern können. Bundesweit lag der Anteil 2016  bei 13,2  Prozent.

Auslöser für den Sanierungszwang in Baden-Württemberg ist, wenn eine Heizung erneuert wird. 23 Prozent haben sich in diesem Fall für feste Biomass“ entschieden, 15 Prozent für Dämmung und 14 Prozent für elektrische Wärmepumpen. 12 Prozent der Gebäudeeigentümer haben eine Kombination aus Sanie-rungsfahrplan und Biogas gewählt. Dass der Anteil der Maßnahmen im Heizungssegment höher ist liegt auf der Hand, da der notwendige Tausch der Heizung der Auslöser der Sanierungsmaßnahmen ist.

Bei Nichtwohngebäuden reicht es zur Erfüllung des Gesetzes aus, einen Sanierungsfahrplan zu erstellen. Davon hat knapp ein Drittel der Gebäudeeigentümer von Nichtwohngebäuden Gebrauch gemacht. Insgesamt ist der Anteil an Beratungen in Baden-Württemberg sehr hoch. 17 Prozent haben im Nichtwohnbereich die Ersatzmaßnahme Photovoltaik und 16 Prozent feste  Biomasse gewählt. von Pia Grund-Ludwig

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Finanzierung
news-6481 Tue, 09 Jul 2019 06:20:00 +0200 Wissenschaftler entwickeln innovativen Sonnenschutz https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/wissenschaftler-entwickeln-innovativen-sonnenschutz-6481.html Wissenschaftler der TU Darmstadt haben einen innovativen Sonnenschutz entwickelt, der die Vorteile von Textilrollos und Jalousien vereint und gleichzeitig auch zur Lichtlenkung genutzt werden kann. Orchideenblüten lieferten das Vorbild für das neue System. Am Anfang stand der Blick durchs Mikroskop. Marvin Kehl, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Konstruktives Gestalten und Baukonstruktion am Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften der TU Darmstadt, studierte bestimmte Orchideenblüten und war fasziniert von den leichtgängigen und rückfedernden Gelenken der Blütenblätter. Wie könnte man diesen Effekt in das Bauwesen übertragen? Bald ergab sich eine Lösung: Das Prinzip lässt sich auf bestimmte Werkstoffe übertragen, zum Beispiel auf Stoff.

Am Ende vieler Tests und Versuche steht nun ein innovativer, variabler Sonnenschutz. Dafür wird eine Stofffläche im Lasercutting-Verfahren mit einem optimierten Muster aus kleinen, zueinander versetzten Kurven perforiert, die von der Form her an Zungen erinnern. Wird nun die gesamte Stoffbahn unter Zug genommen und gestreckt, klappen die so erzeugten "Gelenke" auf, die Stoffzungen wölben sich dreidimensional nach einer Seite auf, und es entstehen gleichförmige Öffnungen. Durch unterschiedlich starken Zug lässt sich die Lichtmenge, die das Rollo durchlässt, im Gegensatz zu herkömmlichen, flächigen Textilrollos stufenlos regulieren. Zudem werden Blendeffekte zuverlässiger ausgeschaltet.

Blüten sind Vorbild für Sonnenschutz

Die Schnittmuster sind dabei variabel. Dreht man sie etwa im oberen Teil des Rollos um 180 Grad, bilden sich bei Zugspannung dort kleine „Kelche“, die Tageslicht gezielt von außen in den Raum leiten können und auch dunklere Innenbereiche mit natürlichem Licht versorgen – während trotzdem der Blendschutz in Fensternähe gewährleistet ist. Gegenüber herkömmlichen, starren Lamellen-Jalousien hat der neue Sonnenschutz aus perforierten Textilien zudem den Vorteil, dass er einfacher konstruiert ist, weniger Bauteile benötigt und geringerer mechanischer Verschleiß auftritt.

"Sonnen- und Blendschutz sind in unseren Breiten Zukunftsfragen im Bauwesen", sagt Professor Stefan Schäfer, Leiter des Instituts für Konstruktives Gestalten und Baukonstruktion, der die Entwicklung des innovativen textilen Sonnenschutzes mitgetragen hat. "Trotz extremer jahreszeitlicher Schwankungen müssen sich die Menschen in den Gebäuden jederzeit wohlfühlen." So entstand unmittelbar die Idee, die mit bionisch-inspirierten Gelenken versehenen Textilien zu diesem Zweck nutzbar zu machen.

Prototyp überzeugt potenzielle Partner

Die neue Technologie wurde durch das Referat Forschungstransfer der TU Darmstadt mit Unterstützung der Wissenschaftler zum internationalen Patent angemeldet. Ein Prototyp überzeugte auf Messen Expertinnen und Experten aus der Sonnenschutz-Branche. Zurzeit sind die Wissenschaftler auf der Suche nach Industriepartnern, um den Sonnenschutz zur Anwendung zu bringen. Quelle: FU Darmstadt / sth

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Lüftung & Klima
news-6488 Mon, 08 Jul 2019 12:29:48 +0200 Energie-Startup: Neuartiges Material wandelt Industrie- und Sonnenwärme in Strom um https://www.enbausa.de/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=6488&cHash=fbc0b1f53c4ecbccf5c315e884ce36fd  

  • Umweltfreundlicher als Photovoltaik-Anlagen
  • Abwärme der Industrie rentabel verstromen
  • Awards von Chem Startup 2018, Handelsblatt u. a.
  • Ausgabe digitaler Wertpapiere seit 1. Juli 2019

Düsseldorf/04.07.19: Um den Klimawandel schneller bekämpfen zu können, muss grüne Energie für die Verbraucher und die Industrie deutlich günstiger werden. Die Lösung liefert nun der Wirtschaftschemiker Martin Huber mit einem neu entwickelten Kunststoff namens Bipolymer. Dieses neuartige Material kann die Umwandlung von Sonnen- und Industriewärme in Strom laut Experten revolutionieren. Um seine Technologie zur Marktreife zu bringen, hat sich Huber mit dem Unternehmer Artur Steffen zusammengetan und das Startup poligy gegründet.

 

Günstiger Strom aus Sonnenwärme und industrieller Abwärme

Die Bipolymere wandeln Wärme preisgünstig in Strom um, sowohl die Sonnenwärme auf Hausdächern als auch die Abwärme von Kraftwerken, Fabrikanlagen oder Rechenzentren. Laut Bundesumweltamt bleiben ca. 45% der industriellen Abwärme, die bei Produktionsprozessen anfällt, bisher ungenutzt (Quelle: Pressemeldung Bundesumweltamt). Hubers Ziel ist es, dass die Industrie ihre Abwärme Dank der Bipolymere profitabel in Strom umwandeln kann.

 

Funktionsweise der Bipolymere

Die Bipolymere sind zweilagige Kunststoffstreifen, die von dem Wirtschaftschemiker Martin Huber erfunden wurden. Sie bilden bei Wärmekraftmaschinen und Solarmodulen ein Rad oder Band. Durch Temperatureinflüsse verformen sich die Kunststoffstreifen, das Rad bzw. Band kommt in Schwung und erzeugt mittels eines Generators Strom.

 

„Bisher gibt es keine so preisgünstige Technologie, die bei Temperaturen von 50° Celsius bis 200° Celsius aus Abwärme grünen Strom produzieren kann. Zudem lassen sich die Wärmekraftmaschinen und die Bipolymere in großen Mengen und preiswert herstellen“, erklärt Huber. Beispielsweise entstehen kaum Kosten bei der Produktion der Bipolymere, da die Produktionsanlagen zum einen bereits bestehen und zum anderen kaum Energie zur Produktion aufgewandt werden muss.

 

Forschungsziel: Günstige Anschaffungskosten als für die Verbraucher

So sollen außerdem die Anschaffungskosten einer Bipolymer-Wärmekraftmaschine niedriger als die von Photovoltaik-Anlagen werden. Dazu forschen Huber und sein Team daran, dass die Bipolymer-Module in einem Strom, Warmwasser sowie Wärme produzieren und die produzierte Energie speichern können. Bei Photovoltaikanlagen hingegen müssen Verbraucher hierzu oft teure Zusatzsysteme wie spezielle Energiespeicher und Solarthermen zur Trinkwassererwärmung kaufen.

 

Huber erklärt weiter: „Zum anderen kann man die Bipolymere günstiger recyceln als Solarzellen, da die Bipolymer-Systeme im Gegensatz zu Photovoltaik-Anlagen beispielsweise keine Spuren giftiger Schwermetalle enthalten. Auch das schont die Umwelt.“

 

Milliardenschwere Schlüsseltechnologie für industrielle Abwärme

Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur könnte die Industrie alleine in Deutschland durch die Vermeidung und Nutzung der industriellen Abwärme jährlich rund 37 Millionen Tonnen klimaschädliches CO2 sowie fünf Milliarden Euro einsparen und ein Potenzial von 125 Terawattstunden Wärme erschließen (Quelle: Deutschen Energie-Agentur).

 

Laut einer Studie von Global Market Insights Inc. von Anfang 2019 wird der weltweite Abwärmmarkt von 40 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr 2018 auf mehr als 80 Milliarden Dollar Umsatz im 2025 Jahr wachsen. Für Deutschland rechnen die Marktforscher im Jahr 2025 mit einem Marktumsatz von fünf Milliarden Dollar (Link zur Studie).

 

Bedeutung für Pariser Klimaziele

Das Pariser Klimaabkommen von 2015 sieht vor, die globale Erderwärmung bis zum Jahr 2100 im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu reduzieren. Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, müssen nach Berechnungen der angesehen amerikanischen Fachzeitschrift Science die weltweiten Emissionen bis zum Jahr 2050 schrittweise auf fünf Milliarden Tonnen fallen (Quelle: Wikipedia).

 

Zum Vergleich: Nach Angaben des Umweltbundesamtes betrug der CO2-Ausstoß in Deutschland im Jahr 2018 insgesamt 865,6 Millionen Tonnen (Quelle: Umweltbundesamt). Weltweit beliefen sich die CO2-Emissionen im Jahr 2018 auf 33,1 Milliarden Tonnen (Quelle: Internationalen Energieagentur IEA).

 

Mehrfach ausgezeichnet: Bipolymere können Energieerzeugung revolutionieren

Poligy gewann mit seiner Erfindung unter anderem den „Future Materials“-Award vom Handelsblatt. Im Rahmen der StartupCon 2018, Deutschlands größter Gründermesse, erhielt poligy den international ausgerichteten Chem Startup Award in der Kategorie „New Materials“. Darüber hinaus wurde poligy als eines der weltweit wichtigsten Energie-Startups in die Top 100 Liste von „Start Up Energy Transition (SET)“ aufgenommen.

 

Finanzierung von Forschung und Entwicklung: Digitale Wertpapieremission seit 1. Juli 2019

Ab dem 1. Juli 2019 gibt poligy digitale Wertpapiere auf Basis der Blockchain-Technologie aus, um die Weiterentwicklung der Bipolymer-Systeme zur Marktreife finanzieren zu können. In die digitalen Wertpapiere, oder auch Security Tokens genannt, können qualifizierte Investoren und insbesondere Partner aus der Industrie – wie Energieerzeuger und Tech-Konzerne – investieren.

 

„Die Investments sind wichtig. Doch mindestens genauso wichtig sind das Knowhow und Engagement unserer Investoren, um unsere Produkte schnell zur Marktreife bringen zu können. Daher haben wir uns zur Entwicklung des Produktes unter anderem mit internationalen Energie- und Chemiekonzernen zusammengetan“, so Steffen, Mitgründer und CEO von poligy.

 

Die technische und rechtliche Infrastruktur für die Ausgabe der digitalen Wertpapiere liefert das FinTech-Startup Cashlink. Die Ausgabe der digitalen Wertpapiere ist ein Pilotprojekt mit STARTPLATZ, dem größten Startup Accelerator in NRW, zu dessen Alumni auch poligy gehört.

Freie redaktionelle Nutzung. v.l.n.r. Artur Steffen (CEO) und Martin Huber (Erfinder, CEO)

Bild unter solar und geothermie / poligy

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news-6470 Mon, 08 Jul 2019 08:15:00 +0200 PV-Montagelösung für Schrägdächer vorgestellt https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/pv-montageloesung-fuer-schraegdaecher-vorgestellt-6470.html Der Hersteller T.Werk hat das Solar-Montagesystem Zelos für geneigte Dächer auf den Markt gebracht. Mit der neuen Montageschiene und dem flexibel einsetzbaren Dachhaken erweitert der Hersteller seine Chronos-Produktfamilie. Beim Bauen und Verbauen von Solaranlagen kommt es ebenso auf die Schnelligkeit, wie auf die Sicherheit an. Beiden Situationen will sich T.Werk annehmen. Die  Click-Profile im oberen Kanal sorgen für eine schnell und sichere Befestigung der Module auf Schräg- und Ziegeldächern, so der Hersteller.

Optimierte Montageschiene spart Material

Das aus Aluminium gefertigte Zelos-Profil ist entweder mit 3,15 Metern, 5,15 Metern oder 6,15 Metern Länge erhältlich und dank der verschiedenen Kanäle und Anbindungen universell einsetzbar. „Im Vergleich zum Vorgängermodell ist die Montageschiene erheblich günstiger, da wir durch den optimierten Querschnitt viel Material einsparen konnten“, erklärt T.Werk-Geschäftsführer Markus Ziegler. Die Schiene ist für den Kreuzverbund konzipiert und hält normalen Schneelasten auf Welleternit- und Schrägdächern stand.

Statisch verbesserter Dachhaken für beliebige Dachformen

Ebenfalls neu im Produktportfolio ist der Dachhaken Alu Var. Dank der zehn Löcher in der Grundplatte kann er auf beliebigen Dachformen flexibel eingesetzt werden. Der Dachhaken ist zweifach höhenverstellbar und durch seine kraft- und formschlüssigen Verbindungen besonders stabil. Seine geriffelte Kontaktfläche verhindert, dass er sich nach der Montage verdrehen kann. Quelle: T.Werk/wh

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Solarenergie
news-6463 Mon, 08 Jul 2019 08:07:00 +0200 Schweizer Forscher optimieren Adsorptionswärmepumpe https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/schweizer-forscher-optimieren-adsorptionswaermepumpe-6463.html Ein Schweizer Forschungsprojekt, unterstützt von der Eidgenössisches Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), untersuchte ob man mit Abwärme auch kühlen kann. Es funktioniert. Nun läuft ein grösseres EU-Projekt an: industrielles Kühlen – dank der spanischen Sonne. Ein Team aus europäischen Forschern beginnt damit, Abwärme "einzusammeln", eininige von ihnen arbeiten an der Empa. Für Matthias Koebel begann das Interesse am Wärmesammeln mit dem Schweizer Forschungsprojekt Thrive (Thermally driven adsorption heat pumps for substitution of electricity and fossil fuels).

Angestossen hatte das Projekt IBM Research Zurich. Das Forschungslabor in Rüschlikon stelle sich die einfache Frage: Lässt sich mit der gewaltigen Abwärme eines grossen Rechenzentrums etwas Sinnvolles anfangen? Reicht die Energie vielleicht, um genau dieses Rechenzentrum aktiv zu kühlen? Als Partner holten die IBM-Forscher eine Reihe von Schweizer Material- und Systemspezialisten an Bord: Die ETH Zürich, die Hochschule für Technik Rapperswil (HSR), die Waadtländer Ingenieurhochschule HEIG-VD, das Paul-Scherrer-Institut (PSI) – und die Empa. Ziel war es, eine Adsorptionswärmepumpe zu entwickeln, die Abwärme in Kühlleistung verwandelt.

Wärmepumpen können helfen

Adsorptionswärmepumpen nutzen Hitze, um Kühlleistung zu erzeugen. In der Kühlzone der Anlage verdunstet Wasser und sorgt für Kühlung. Der Wasserdampf wird in der warmen Zone der Anlage von einem Absorbermaterial aufgefangen. Wenn das Absorbermaterial gesättigt ist, wird es durch Hitze von aussen wieder getrocknet und steht für einen weiteren Kühlzyklus zur Verfügung.

Im Rahmen von Thrive hatten die HSR-Forscher zunächst eine Forschungswärmepumpe mit einer Leistung von 1 kW (Kilowatt) und später einen Prototyp einer Adsorptionswärmepumpe mit zehnmal grösserer Leistung erstellt. Diese Leistung würde ausreichen, um ein Einfamilienhaus in Südeuropa im Sommer zu klimatisieren. Adsorptionswärmepumpen sind jedoch nicht nur für die Kühlung einzelner Häuser oder Serverparks nützlich, sondern könnten auch die Effizienz von Fernwärmenetzen verbessern, errechneten Forscher der HEIG-VD. Würde man sie künftig für die stationäre Wärmeversorgung einsetzen, ergäbe das schweizweit eine Energieersparnis von vier bis neun Prozent, im Bereich der Industrieabwärme noch weitere drei bis sechs Prozent, kalkulierten Forscher des PSI.

Neue Lösungen dank Absoprtion

Koebels Team gelang es, ein neues Absorptionsmaterial zu entwickeln. Die Kühlleistung des neuen Mittels ist mehr als dreimal grösser als die des Ausgangsmaterials zu Beginn des Projekts. Nun möchte der Empa-Forscher auf diesem neu entwickelten Material aufbauen. „Wir haben einen porösen Kohlenstoffschwamm entwickelt, der dank seiner Mikroporen extrem viel Wasser aufnehmen kann und sich daher sehr gut für  Adsorptionswärmepumpen eignet“, erläutert Koebel. Das Material wird mittels Pyrolyse aus einem Kunstharz hergestellt. „Mit dieser Methode sind wir in der Lage, das Material auf den gewünschten Einsatzzweck masszuschneidern.“

Anpassbar an jeden Zweck

Dadurch lassen sich Adsorptionswärmepumpen künftig an verschiedene Aufgaben anpassen. So liefert etwa eine Holzpelletheizung höhere Temperaturen als der Abwärmestrom einer Grossküche. Um die vorhandene Wärme möglichst effizient in Kühlleistung umzuwandeln, muss das Absorbermaterial der Wärmepumpe spezifisch auf die Wärmequelle und das erwünschte Kälteniveau abgestimmt werden. „Wir definieren das passende Material zuerst anhand von Materialparametern und stellen es dann her“, so Koebel. Mit dieser Expertise ist das Empa-Team nun an einem neuen EU-Forschungsprojekt namens „HyCool“ beteiligt, das im Mai 2018 startete und drei Jahre lang laufen wird. Das Ziel: Der Aromahersteller Givaudan und der spanische Lebensmittelproduzent Bo de Debò möchten den Kühlbedarf ihrer Produktionsanlagen so weit als möglich mit Hilfe von Abwärme und Solarenergie decken. Dazu wird die Adsorptionswärmepumpe mit einer herkömmlichen Wärmepumpe kombiniert. Es entsteht eine sogenannte Hybrid-Wärmepumpe, die zwar zusätzlich Strom verbraucht, dafür aber extrem flexibel ist.

Die notwendige Wärme für die Kühlung soll auf dem Dach einer spanischen Fabrik bei Barcelona solar erzeugt werden: Ein 400 Quadratmeter grosses Feld von Spiegeln bündelt Sonnenlicht auf ein Rohr. In diesem Rohr wird Wasserdampf erzeugt, der über die Adsorptionswärmepumpe die nötige Kühlleistung erbringt. Auf dem gleichen Weg erhält die Fabrik Prozesswärme von bis zu 180 Grad Celsius und Wärme von bis zu 65 Grad Celsius für die Heisswasserversorgung und die Heizung der Fabrikhallen im Winter. Auch in Zukunft wird es selbstverständlich notwendig sein, Dinge aufzuwärmen. Doch die Gesellschaft wird lernen müssen, sehr viel sorgsamer mit der erzeugten Abwärme umzugehen. Fossile Brennstoffe einsparen bedeutet auch: Energieverschwendung vermeiden, indem man Abwärme auf industriellem Niveau besser nutzt. Quelle empa/wh

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Heizung & Warmwasser
news-6461 Sun, 07 Jul 2019 06:51:00 +0200 Bei Grundsteuer droht ein Flickenteppich https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/bei-grundsteuer-droht-ein-flickenteppich-6461.html Die Länder sollen künftig die Art und Weise, wie die Grundsteuer berechnet wird. Damit droht ein Flickenteppich. Neben Bayern gebe es auch in Sachsen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen entsprechende Überlegungen, berichtet die „Bild“-Zeitung. Damit droht ein bundesweiter Flickenteppich bei der Grundsteuer.

Es hatte ohnehin lange gedauert, bis sich Bund und Länder nach einem Urteil des Bundsgerichtshofs auf eine neue Berechnungsmethode für die Grundsteuer geeinigt hatte. Insgesamt war die Forderung,d ass es durch die Reform nicht zu Erhöhungen kommt. Das wird in der Summe stimmen, aber nicht für jeden einzlenen Haushalt. Finanzminister Olaf Scholz will den Wert der Immobilie abbilden. Die Größe des Grundstücks und des Hauses zählt zum Wert - genauso wie alt die Immobilie ist und in welcher Lage es steht. Das heißt dann Bodenrichtwert. Hinzu kommt die durchschnittliche Nettokaltmiete. Wer viel Miete zahl, zahlt auch mehr Grundsteuer. Das Modell sei gerecht, so Scholz: "Ich möchte, dass jemand, der in einer preiswerten Wohnung in einer superteuren Wohngegend wohnt, nicht die Grundsteuer zahlen muss, die in den teuren Luxuswohnungen nebenan anfällt" zitiert ihn die Tagesschau.

Kritiker befürchten, es könne das Wohnen vor allem in Großstädten und in Ostdeutschland verteuern. Der von Scholz ausgehandelte Kompromiss sieht vor, dass seine Reform ab 2020 überall dort greift, wo Bundesländer keine eigenen Gesetze beschließen. Das führt nun dazu, dass viele Länder ausscheren.

Druck in Richtung Länderlösungen kommt auch von der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland. Er begrüßt Lösungen auf Länderebene. „Das ist die Chance für die Länder, zumindest auf Landesebene ein einfaches und bürokratiearmes Flächenmodell zu installieren. Aus Sicht der BID sollten sich die abweichenden Länder dann auf ein einheitliches ‚Alternativ‘-Flächenmodell verständigen“, sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD, derzeit geschäftsführender Verband der BID.

Außerdem fordert der BID Nachbesserungen. Völlig inakzeptabel und augenscheinlich verfassungswidrig sei die vorgesehene Grundsteuervergünstigung in Form einer ermäßigten Steuermesszahl lediglich für eine ausgewählte Gruppe von Wohnungsunternehmen aufgrund ihrer Anteilseignerschaft oder ihres steuerlichen Status'. Dieses Vorhaben benachteilige alle anderen Vermieter in ungerechtfertigter Weise.

„Der Bundesfinanzminister hat den schwarzen Peter an die Kommunen gereicht – sie sollen sein Versprechen einer aufkommensneutralen Reform umsetzen. Doch schon heute steht fest: Die Kommunen spielen nicht mit“, betonte Kai Warnecke, Präsident von Haus & Grund Deutschland, anlässlich der  ersten Lesung des Gesetzespakets im Bundestag. Der Eigentümerverband hat mehr als 1.600 Bürgermeister in Kommunen mit über 10.000 Einwohnern angeschrieben und gefragt, ob sie den Hebesatz der Grundsteuer nach einer Reform so anpassen werden, dass das Grundsteueraufkommen innerhalb der Gemeinde in etwa gleich bleibt. Aus nur 22 Prozent der bislang vorliegenden 619 Antworten geht hervor, dass die Kommunen eine solche Anpassung vornehmen und damit die Aufkommensneutralität sichern wollen. 63 Prozent der Antwortenden (ein Viertel aller Befragten) wissen hingegen nicht, wie sie im Falle einer Reform reagieren werden. „Das ist ein deutlicher Beleg für die Verunsicherung der Kommunen“, so Warnecke. „Es liegt nun bei Bund und Ländern, diese Verunsicherung zu beseitigen und die Kommunen auf die Schritte vorzubereiten, die im Falle der geplanten Reform dringend notwendig werden, um die Steuerlast auf Bundesebene konstant zu halten.“ pgl

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Finanzierung
news-6475 Sat, 06 Jul 2019 08:03:00 +0200 VDPM hat Verbandszulassung für WDVS-Aufdoppelung https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/vdpm-hat-verbandszulassung-fuer-wdvs-aufdoppelung-6475.html Der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel hat die Verlängerung Verbandszulassung zur Aufdopplung von WDVS erhalten. Das macht es für die Mitgliedsunternehmen des Verbands einfacher. Sie müssen nicht selbst langwierig und aufwändig eine Zulassung beim dafür zuständigen Deutschen Institut für Bautechnik beantragen. Die Zulassungsdauer wird bis 2024 verlängert. mit der Verbandszulassung können Unternehmen sich die eigene Zulassung ihrer Systeme über das Deutsche Institut für Bautechnik sparen.

Mit der Verbandszulassung wird umgestellt auf eine allgemeine Bauartgenehmigung. Mit der neuen Bauartgenehmigung können Unternehmen einen wachsenden Markt bedienen. Etwa die Hälfte der verlegten WDVS-Fläche wurde vor 2001 verlegt. In einer Zeit, als die mittlere Dämmstoffdicke in der Regel unter 8 Zentimeter betrug und 4 Zentimeter bis 5 Zentimeter keine Seltenheit waren. Ohnehin anstehende Renovierungen oder ein ansonsten erfolgender Fassadenanstrich stellen den kostenoptimalen Zeitpunkt dar, die Dämmung der Außenwand zu verbessern.

Beim Aufdoppeln eines WDVS wird der Wärmeschutz verbessert, indem ein bestehendes WDV-System mit einer weiteren Schicht versehen wird. Ist bereits ein WDVS an der Fassade installiert, ist das eine gute Möglichkeit, die energetische Bilanz der Fassade weiter zu optimieren. Die Aufdopplung bietet auch die Möglichkeit, bestehende Schäden wie Risse, abplatzenden Putz oder defekte Anschlüsse an bestehende Bauteile mit zu beheben. Damit ist eine Verbesserung bis hin zur Passivhaushülle möglich.

Beim Aufdoppeln eines WDVS wird der Wärmeschutz verbessert, indem ein bestehendes WDV-System mit einer weiteren Schicht versehen wird. Ist bereits ein WDVS an der Fassade installiert, ist das eine gute Möglichkeit, die energetische Bilanz der Fassade weiter zu optimieren. Die Aufdopplung bietet auch die Möglichkeit, bestehende Schäden wie Risse, abplatzenden Putz oder defekte Anschlüsse an bestehende Bauteile mit zu beheben. Damit ist eine Verbesserung bis hin zur Passivhaushülle möglich. pgl

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Dämmung & Fenster
news-6478 Fri, 05 Jul 2019 11:04:00 +0200 Es grünt so grün im Label https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/es-gruent-so-gruen-im-label-6478.html National und international gibt es heute einen nur schwer zu durchdringenden Dschungel von Bau- und Sanierungsstandards. Mit diesem Artikel bringen wir Licht ins Zertifizierungsdickicht. 3-Liter-Haus, BREEAM, CASBEE, Deutsches Gütesiegel Nachhaltiges Bauen, Deutsches Nachhaltigkeitszertifikat, Effizienzhaus, Effizienzhaus Plus, Energiesparhaus, Green Building, Green Star, HQE, LEED, LENOZ, NahWoh, Niedrigenergiehaus, Niedrigstenergiehaus, Nordic Swan Ecolabel, Nullenergiehaus, Passivhaus, Plusenergiehaus, Sonnenhaus: Hand aufs Herz, wer kennt sie alle?

Am Anfang stand eine ganz einfache Frage: Wie kann die Energieeffizienz von Gebäuden vergleichbar gemacht werden? Schnell zeigte sich, dass es nicht ganz leicht ist, eine Antwort darauf zu finden. Fast alle Energiestandards legen unter anderem fest, wie hoch der Energiebedarf eines Gebäudes pro Quadratmeter Energiebezugsfläche und Jahr sein darf. Im Wohnungsbereich findet man außerdem noch häufig den sogenannten Verbrauchsausweis, der den tatsächlichen Verbrauch von Wärmeenergie wiedergibt, aber kaum eine Aussage über die energetische Qualität des Gebäudes ermöglicht.

Seit den Anfängen der Energieeffizienzpolitik mit der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977 haben sich national und international viele Energiestandards und Bezeichnungen etabliert, die teilweise durch Verordnungen und Normen festgelegt sind. Viele Standards sind heute zertifiziert beziehungsweise qualitätsgesichert.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die übliche Maßzahl des Energiebedarfs Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr [kWh/(m²•a)]. Der Energiebedarf kann umgerechnet werden in andere Größen: 1 kWh/(m²•a) entspricht 3,6 MJ/(m²•a) beziehungsweise 0,114 W/m² beziehungsweise 0,1 l/(m²•a) Heizöläquivalent. Daher stammt der Begriff 3-Liter-Haus, was etwa 30 kWh/(m²•a) entspricht.

Doch ganz so einfach ist die Sache nicht, denn es gibt Abgrenzungsschwierigkeiten. Je nachdem, was gemeint ist, unterscheiden sich die Werte erheblich voneinander. Um aussagekräftige und vergleichbare Werte zu bekommen, müssen Art und Zweck der Energie, zum Beispiel Primär-, Nutz- oder Endenergie sowie Heizwärme bestimmt werden. Das gleiche gilt für die Art und Berechnung der Fläche. Im Laufe der Zeit sind je nach Zertifikat weitere Nachhaltigkeitskriterien hinzugekommen, wie Graue Energie1, die ökologische Qualität von Baustoffen, die Betrachtung des Gebäudes über den gesamten Lebenszyklus, aber auch die Qualität von soziokulturellen und technischen Faktoren sowie des Prozesses.

Von Platin bis Bronze:
Die Auszeichnungslogik der DGNB
  Platin Gold Silber Bronze
Gesamterfüllungsgrad ab 80% ab 65% ab 50% ab 35%
Mindesterfüllungsgrad 65% 50% 35% – %
*Diese Auszeichnung gilt nur für das Bestandszertifikat bzw. für das Zertifikat "Gebäude im Betrieb".

Niedrigenergiehaus

Eine einheitliche Festlegung über den Begriff Niedrigenergiegebäude gibt es in Deutschland nicht. Im Allgemeinen wird von Niedrigenergiegebäuden gesprochen, wenn der Energieverbrauch deutlich unter den rechtlich zulässigen Werten der EnEV liegt. In Norddeutschland gibt es den „Niedrig-Energiehaus-Standard Schleswig-Holstein“ für den spezifische Anforderungen gelten  – hier muss der nach EnEV für das Gebäude maximal zulässige Primärenergiebedarf [Q''p in kWh/(m²•a)] um mindestens 20 Prozent und der maximal zulässige spezifische (auf die Hüllfläche als wärmeübertragende Gebäude-Umfassungsfläche bezogene) Transmissionswärmeverlust [H'T in W/(m²•K)] um mindestens 30 Prozent unterschritten werden.

Die Gebäude müssen mit einer definierten Be- und Entlüftungsanlage ausgerüstet werden. Die Zertifizierung findet durch die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V. (ARGE) statt. Mit der Einführung des europaweiten Niedrigstenergiegebäudes (engl. nearly zero energy building, nZEB) verliert der Begriff zusätzlich an Bedeutung.

Niedrigstenergiehaus

Ein Niedrigstenergiegebäude hat nach Definition der Collaboration for Housing nearly zero-energy renovation (COHERNO) einen Jahresprimärenergiebedarf unter 40 kWh/(m²•a) und einen spezifischen Transmissionswärmeverlust (der Gebäudehülle) von unter 0,28 W/(m²•K). Der Niedrigstenergiestandard ist damit noch unter den Anforderungen eines Passivhauses mit einem Heizenergiebedarf von 15 kWh/(m²•a). Ab 2019/2021 müssen Neubauten gemäß EnEV als Niedrigstenergiehäuser gebaut werden.

Die Projektpartner in den EU-Ländern haben Definitionen für das Niedrigstenergiehaus entwickelt. Den Rahmen für die Definitionen gaben internationale Abkommen, vor allem aber die EU-Richtlinie 2010/31/EU vor. Demnach sind Niedrigstenergiehäuser Gebäude, die die Anforderungen für ein KfW-Effizienzhaus 55 nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 erfüllen oder noch energieeffizienter sind. Gebäude, die vor dem Jahr 2009 saniert wurden, werden als Niedrigstenergiehäuser bezeichnet, wenn der spezifische Jahresprimärenergiebedarf bei maximal 40 kWh/(m2a) liegt und der Transmissionswärmeverlust auf maximal 0,28 W/(m2K) begrenzt wird.

Damit wurde auch für Gebäude, die vor in Kraft treten der EnEV 2009 saniert worden sind, ein etwa gleichwertiger Wert festgelegt: Zum einen liegt der Wert für den spezifischen Jahresprimärenergiebedarf von KfW-Effizienzhäusern 55 nach EnEV 2007 beziehungsweise KfW-40-Häusern nach EnEV 2004 nicht über
40 kWh/(m2a). Zum anderen wird mit einem Transmissionswärmeverlust von 0,28 W/m2K ein 30 Prozent höherer Anforderungswert als für neu gebaute, freistehende Wohngebäude mit einer Wohnfläche kleiner/gleich 350 m² nach EnEV 2009 gefordert.

Das Energiesparhaus

Mit dem Begriff Energiesparhaus werden alle Haustypen bezeichnet, die im Vergleich zu einer ähnlichen Immobilie Energie einsparen. Dazu gehören zum Beispiel das 3-Liter-Haus, das Niedrigenergiehaus, das Passivhaus, das KfW-Effizienzhaus, das Nullenergiehaus und das Plusenergiehaus. Für jedes neu gebaute Energiesparhaus gelten die aktuellen Bestimmungen der EnEV. Energiesparhäuser sollten eine ausgeglichene Energiebilanz zwischen verbrauchter und selbst erzeugter Energie oder einen Energieüberschuss aufweisen.

Effizienzhaus

Ab 2003 betreibt die Dena das Modellvorhaben Effizienzhäuser. Damit wurden rund 460 Immobilien im Wohn- und Nichtwohnbereich nach den neuesten energetischen Erkenntnissen saniert, die als Best-Practice-Beispiele dienen. Wegen des deutlich höheren Aufwands werden die Sanierungsobjekte stärker mit Tilgungszuschüssen und zinsgünstigen Krediten gefördert als andere energetische Modernisierungen.

Mit dem Projekt sollten energetisch anspruchsvolle Neubau- und Sanierungsstandards definiert und erprobt werden. Daraus wurden wirtschaftlich tragfähige Empfehlungen abgeleitet und kommuniziert, um unter anderem die EnEV weiterzuentwickeln. Am Ende sollten auf diese Weise hocheffiziente Standards breitenwirksam im Markt eingeführt werden.

Die im Modellvorhaben sanierten Wohngebäude unterschreiten nach Aussage der Dena die Anforderungen der Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV) an vergleichbare Neubauten durchschnittlich um 45 Prozent und reduzieren die CO2-Emissionen rund 3,7 Millionen Tonnen pro Jahr. Im Vergleich zum unsanierten Zustand können im Mittelwert rund 80 Prozent Endenergie eingespart werden.

Zulässige Höchstwerte bezogen auf das EnEV 2009-Referenzhaus (Neubau und Sanierung)
Standard Primärenergie-
bedarf
Transmissions-
wärmeverlust
Effizienhaus 40 40 % 55 %
Effizienhaus 55 55 % 70 %
Effizienhaus 70 70 % 85 %
Effizienhaus 85 85 % 100 %
Effizienhaus 100 100 % 115 %
Effizienhaus 115 115 % 130 %
Effizienhaus Denkmal1 160 % 175 %
1 Zielwert bei denkmalgeschützten Gebäuden, hiervon kann unter Umständen auch abgewichen werden.
Obwohl seit dem 1. Mai 2014 die novellierte Einergieeinsparverordnung EnEV 2014 gilt, traten verschärfte energetische Vorgaben für Neubauten erst ab dem 1. Januar 2016 in Kraft (EnEV 2014 mit Änderungen ab 2016). Die KfW bezieht ihre Berechnungen jedoch weiterhin auf das Anforderungsniveau 2009 und vergleicht die Anforderungen mit dem Referenzhaus nach dem Stand der EnEV 2009. Daher muss die Förderung des KfW-Effizienzhaus 70 für Neubauten entfallen.
Zusätzlich zu den Förderstandards der KfW gibt es das Gütesiegel „Effizienhaus“ der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Das Siegel bestätigt den KfW-Standard durch ein qualitätsgesichertes Verfahren.

Effizienzhaus Plus

Seit Anfang 2011 hat die Dena das Effizienzhaus Plus entwickelt, die Grundlage für zukünftige klimaneutrale Neubau- und Sanierungsstandards. Das Bundesbauministerium hat ein Förderprogramm für Modellhäuser aufgelegt, die den sogenannten Effizienzhaus-Plus-Standard erfüllen. Mit dem Programm werden Bauherren unterstützt, die Gebäude errichten, die deutlich mehr Energie produzieren, als für deren Betrieb notwendig ist. Diese Energie soll vor allem für Elektromobilität genutzt werden.
Gebäude gelten als Effizienzhäuser Plus, wenn sie sowohl einen negativen Jahres-Primärenergiebedarf (ΣQP < 0 kWh/m2a) als auch einen negativen Jahres-Endenergiebedarf (ΣQE < 0 kWh/m2a) vorweisen können.

Die Bedingungen der EnEV 2014 mit Änderungen 2016 müssen ebenfalls eingehalten werden. Als Nebenforderung müssen Haushaltsgeräte der höchsten Effizienzklassen genutzt werden und Smart Meter – intelligente Zähler – eingebaut sein. Zusätzlich muss der pauschalierte Eigennutzungsgrad der auf dem Grundstück gewonnenen erneuerbaren Energien bilanziert werden.

Die laufenden Modellprojekte werden wie beim Effizienzhaus im Rahmen eines wissenschaftlichen Begleitprogramms ausgewertet. Mit den Ergebnissen soll das Energiemanagement von modernen Gebäuden verbessert werden. Außerdem sollen die notwendigen Komponenten für energieeffiziente Gebäudehüllen und das Nutzen erneuerbarer Energien fortentwickelt werden.

Im Jahr 2012 lobte das Bundesbauministerium in Kooperation mit der Wohnungsbaugesellschaft Neu-Ulm einen Wettbewerb für die Entwicklung eines Sanierungskonzepts für ein Effizienzhaus Plus im Altbau aus. Die Mehrfamilienhäuser wurden so modernisiert, dass sie mehr Energie produzieren als sie für ihren Betrieb benötigen. Seit 2016 stehen in Neu-Ulm die ersten sanierten Mehrfamilienhäuser, die mehr Energie erzeugen, als sie benötigen.

Das Passivhaus

Unter einem Passivhaus versteht man ein Gebäude, das aufgrund seiner guten Wärmedämmung und eines Wärmetauschers Lüftungswärmeverluste vermeidet, sodass in der Regel keine klassische Gebäudeheizung benötigt wird. Nach den Zertifizierungskriterien des Passivhausinstituts Darmstadt darf ein Passivhaus einen Heizwärmebedarf von 15 Kilowattstunden (Energiegehalt von etwa 1,5 Liter Heizöl) pro Quadratmeter in einem Jahr nicht übersteigen. Die maximal zulässige Heizlast beträgt 10 W/m² und muss auch im Winter an sehr kalten Tagen über die Zuluft erreicht werden können.

Zusätzlich definiert sich ein Passivhaus durch Grenzwerte im Bereich des Primärenergiebedarfs von 120 kWh/(m²•a), durch Luftdichtheit und maximale Wirkungsgrade. Solche Häuser werden passiv genannt, weil der überwiegende Teil des Wärmebedarfs aus passiven Quellen, wie Sonneneinstrahlung sowie Abwärme von Personen und technischen Geräten gedeckt wird. Das Ergebnis ist eine positive Raumwahrnehmung, gekoppelt mit einem niedrigen Energieverbrauch. Das Passivhaus ist keine neue Bauweise, sondern ein Baustandard, der besondere Anforderungen bezüglich Architektur, Technik und Ökologie festlegt und nicht auf einen bestimmten Gebäudetyp beschränkt ist. Es ist auch möglich, diesen Standard bei Bestandsimmobilien zu erreichen.

Internationale Bewertungssysteme für Green-Building
Australien Nabers, Green Star
Brasilien AQUA, LEED Brasil
China GBAS
Deutschland DGNB, BNB
Finnland PromisE
Frankreich HQE
Großbritannien BREEAM
Hong Kong HK-BEAM
Indien LEED India, TerriGriha
Italien Protocollo Itaca
Kanada LEED Canada, Green Globes
Malaysia GBI Malaysia
Mexiko LEED Mexico
Niederlande

BREEAM Netherlands

Neuseeland Green Star NZ
Österreich ÖGNB-TQB; klima:aktiv; DNGB, seit 2009 - adaptiert durch ÖGN
Philippinen BERDE, PHILGBC
Portugal Lider A
Schweiz Minergie, SNBS
Singapur Green Mark
Spanien VERDE
Südafrika Green Star SA
USA LEED, Green Globes


Weil es technisch und handwerklich anspruchsvoll ist, ein Passivhaus herzustellen, zertifiziert das Passivhausinstitut neben den Gebäuden auch Produkte und Systemlösungen sowie am Bauprozess Beteiligte. Zertifizierte Planer, Berater und Handwerker haben das nötige Fachwissen durch praktische Erfahrung bei einem Passivhaus- oder EnerPhit-Projekt erworben oder durch das Ablegen einer Prüfung nachgewiesen. Das Verwenden von zertifizierten Komponenten soll die Planung von Gebäuden erleichtern und wesentlich dazu beitragen, die einwandfreie Funktion des Passivhauses zu gewährleisten. Die Zertifikate „Zertifiziertes Passivhaus“, „EnerPhit – Zertifizierte Modernisierung“ und „Energiesparhaus“ werden ausschließlich nach genauer Prüfung vom Passivhaus Institut oder anderen akkreditierten Stellen vergeben. Sie sind Qualitätszeichen für das gesamte Gebäude.

Nullenergiehaus, Plusenergiehaus

Nullenergiehaus ist ein Energiestandard für Gebäude, deren externer Energiebezug im Jahresmittel durch den eigenen Energiegewinn aufgewogen wird. Technisch gesehen ist das Nullenergiehaus meist eine Weiterentwicklung der Passivhaus-Idee.

Nullenergiehäuser setzen neben der passiven Wärmerückgewinnung zusätzlich auf solartechnische Anlagen für die Warmwasser- und Stromgewinnung ausgestattet und gleichen damit externe Energielieferungen im Jahresverlauf aus. Wird mehr Energie erzeugt als das Haus selbst verbraucht, spricht man von einem Plusenergiehaus. Nicht berücksichtigt wird die Energie, die zur Erstellung des Hauses benötigt wird.

Bewertungssysteme für Green Building

Bisher haben wir uns mit Effizienz-Standards und energetischen Standards von Gebäuden befasst. Jetzt geht es einen Schritt weiter zum sogenannten Green Building. Als grünes Gebäude (engl. green building) wird ein Gebäude bezeichnet, das unter dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit entwickelt wurde.

Die Gebäude zeichnen sich unter anderem durch eine hohe Ressourceneffizienz in den Bereichen Energie, Wasser und Material aus, während gleichzeitig schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit und Umwelt reduziert werden. Der Leitgedanke wird dabei idealerweise über alle Phasen des Gebäude-Lebenszyklus von der Projektentwicklung, der Planung und der Konstruktion über den Betrieb, die Wartung und die Demontage verfolgt.

DGNB

Um die Qualität von nachhaltigem Bauen erfassen und bewerten zu können, hat die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) vor zehn Jahren ein ganzheitliches Zertifizierungssystem entwickelt. Das System schließt Umwelt, Menschen und Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus in seine Bewertung mit ein. Das Planungs- und Optimierungstool zur Bewertung nachhaltiger Gebäude und Quartiere hilft dabei, über alle Planungs- und Bauphasen hinweg die reale Nachhaltigkeit in Bauprojekten zu erhöhen.

Das DGNB-Zertifikat zählt heute zu den international bekanntesten Zertifizierungssystemen für nachhaltiges Bauen. Es berücksichtigt Themen, wie Responsible Sourcing (verantwortliche Materialbeschaffung), Circular Economy (Kreislaufwirtschaft), Innovation, Baukultur und Sustainable Development Goals (Entwicklungsziele im Bereich Nachhaltigkeit).

Das Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen war ein gemeinsam vom Bundesbauministerium und dem DGNB entwickeltes Bewertungssystem für nachhaltige Gebäude. Nach der ersten Pilotphase des Gütesiegels haben die Kooperationspartner Bundesbauministerium und DGNB die Bewertungssysteme für nachhaltiges Bauen getrennt fortgeführt. Damit entstanden zwei eigenständige Systeme: das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB) und die DGNB-Zertifizierung. Aus dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB) wurde 2015 das Ökobilanzierungswerkzeug für Gebäude eLCA, das sich 2018 noch in der Betaphase befindet.

Bei der Bewertung eines Gebäudes bezieht das DGNB-Zertifikat nicht nur ökologische, ökonomische und sozio-kulturelle Aspekte mit ein. Insgesamt wurden sechs Themenfelder definiert, die bei Planung und Bau eines nachhaltigen Bauwerks berücksichtigt werden müssen:

  • Ökologische Qualität
  • Ökonomische Qualität
  • Sozio-kulturelle Qualität
  • Technische Qualität
  • Prozessqualität
  • Standortqualität (fließt nicht in die Gesamtbewertung der Gebäudequalität ein)

Jedes Themenfeld beinhaltet spezielle Kriterien, die je nach Nutzungsprofil (abhängig von Bauwerkstyp, Neubau oder Bestandsbau) mit unterschiedlicher Gewichtung in die Gesamtbewertung einfließen. Grundsätzlich betrachtet das Zertifikat den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks. Je früher diese Kriterien in der Planungsphase berücksichtigt werden, desto konsequenter kann die zu erreichende Qualität eines Bauwerks beeinflusst werden.

Je nach Erfüllung der definierten Anforderungen erhält das Gebäude eine Auszeichnung in Bronze (ab einem Gesamterfüllungsgrad von 35 Prozent, nur im Bestand), Silber (ab einem Gesamterfüllungsgrad von 50 Prozent), Gold (ab einem Gesamterfüllungsgrad von 65 Prozent) oder Platin (ab einem Gesamterfüllungsgrad von 80 Prozent). Das Zertifizierungssystem wird kontinuierlich für unterschiedliche bauliche Nutzungen (Nutzungsprofile) und Varianten weiterentwickelt.
Neben den nationalen gibt es auch internationale Standards mit hoher Verbreitung.

BREEAM

Building Research Establishment Environmental Assessment Methodology (BREEAM) ist ein ursprünglich aus Großbritannien stammendes Bewertungssystem für ökologische und soziokulturelle Aspekte der Nachhaltigkeit von Gebäuden.

Das bereits aus dem Jahr 1990 stammende System wurde zuerst von Building Research Establishment (BRE) publiziert. Das System wurde von einem britischen Forschungsinstitut entwickelt. Heute sind mehr als 250.000 Gebäude nach BREEAM zertifiziert und mehr als 1 Million zur Zertifizierung registriert, die meisten davon in UK, der Rest verteilt sich auf mehr als 50 Staaten.

LEED

Die Leadership in Energy and Environmental Design (LEED) ist ein 1998 vom U.S. Green Building Council entwickeltes System zur Klassifizierung für ökologisches Bauen. Die weltweit verwendete Nachhaltigkeitszertifizierung definiert eine Reihe von Standards für umweltfreundliches, ressourcenschonendes und nachhaltiges Bauen.
In der Version LEED v2.2 für Neubauten und größere Renovierungen von Gewerbeimmobilien gibt es 69 zu vergebende Punkte. Dabei können die Gebäude in vier Qualitätsstufen eingeordnet werden:

  • Certified: 26–32 Punkte
  • Silver: 33–38 Punkte
  • Gold: 39–51 Punkte
  • Platinum: 52–69 Punkte

Im Jahr 2009 wurde die bis dahin gültige Version LEED v2.2 von LEED v3 (LEED 2009) abgelöst. 2013 wurde die neuste Version LEED v4 veröffentlicht. Im aktuellen Regelwerk sind 110 Punkte zu erreichen:

  • Certified: 40–49 Punkte
  • Silver: 50–59 Punkte
  • Gold: 60–79 Punkte
  • Platinum: 80 und mehr Punkte

Diese Punkteverteilung gilt für alle Systemvarianten der LEED-Zertifizierung. Gebäude verschiedenster Nutzungen können im Rahmen der Varianten Building Design + Construction, Interior Design + Construction, Existing Buildings - Operations & Maintenance, Neighbourhood Development und Dynamic Plaque zertifiziert werden.

Mit LEED v4 werden Immobilien anhand diverser Kriterien in den Kategorien Lage und Verkehr, Nachhaltiger Standort, Wassereffizienz, Energie und Atmosphäre, Materialien und Rohstoffe, Innenraumqualität und Komfort sowie Innovation und Regionale Prioritäten bewertet. In Deutschland ist seit 2012 der German Green Building Association (GGBA) offizieller Partner des U.S. Green Building Council (USGBC) und damit auf nationaler Ebene der zuständige Ansprechpartner für die komplette DACH-Region.

HQE – Haute Qualité Environnementale

Im Jahr 1996 wurde in Paris die Association pour la Haute Qualité Environnementale (ASSOHQE) als Plattform für Mitglieder der französischen Bauindustrie gegründet. Ziel des Netzwerks war es, Diskussionen in der Bauindustrie anzuregen und die Bauqualität langfristig zu verbessern. Seit 2005 bietet die ASSOHQE das Nachhaltigkeitszertifikat HQE (Haute Qualité Environnementale = hohe Umweltqualität) an. Es wurde zunächst als Standard für bestehende sowie neue Büro- und Schulgebäude eingeführt, lässt sich aber heute auch bei Einfamilienhäusern und größeren Wohnbauten anwenden. Jörg Bleyhl

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Dämmung & Fenster
news-6477 Fri, 05 Jul 2019 09:06:10 +0200 Großprojekte dank Contracting ermöglicht https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/grossprojekte-dank-contracting-ermoeglicht-6477.html Die Energiewende ist für alle Beteiligten eine Herausforderung – Bauherren, Architekten, Kommunen und Handwerker. Eine spannende Lösung sind Großwärmepumpen. Diese werden durch Contracting kostengünstiger und attraktiver. Beim Contracting Kongress der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) wurden relevante sowie effiziente Projekte präsentiert. Das Motto lautete „Contracting für Kommunen, Wirtschaft, Sozialeinrichtungen und Wohnungsbau“ und die KEA informierte mit Beispielen aus der Praxis. Unter Contracting versteht man eine Kooperationsform, bei welcher durch einen Vertrag zwischen Contractinggeber und Contractingnehmer Wärme, Kälte, Strom oder Dampf bereitgestellt werden.

Wärme-Contracting gewinnt seit den 1990er-Jahren auch in der Bundesrepublik an Bedeutung. Von mittelständischen Heizungsbauunternehmen oder öffentlichen und privaten Energielieferanten angeboten, trägt es dazu bei, Wohnungsunternehmer bei der Finanzierung zu entlasten. Durch eine Auslagerung der Investitionen für eine Modernisierung oder Errichtung einer Heizanlage werden die finanziellen Belastungen  vom Eigentümer an den Unternehmer geleitet. Im Gegenzug wird der Eigentümer dem Contractor in einem Wärmelieferungsvertrag mit einer Laufzeit von meist zehn bis fünfzehn Jahren das Recht geben, die Bewohner mit Heizwärme und eventuell Warmwasser zu beliefern.

Das Ziel soll eine Gewinnsituation für beide Seiten darstellen. Der Contractor übernimmt das Risiko und garantiert eine effiziente Betriebsführung. Dafür bekommt er sein Geld durch die Einsparung von Energie zurück. Denn er kann durch die lange Laufzeit seine Investition in die Anlage auf Jahresraten umlegen, das Konzept wird für zahlreiche Investoren interessant. Der Contracting-Kongress diente dazu, Best-Practice-Beispiele kennenlernen zu können.

Best-Practice-Beispiel aus Heilbronn

Viele Aufgaben waren letzter Zeit für Heilbronn zu meistern. Im Rahmen der Bundesgartenschau (Buga) wurde in Heilbronn das Projekt Neckarbogen von der Zeag Energie AG energieeffizient saniert. Das war nicht einfach – rechtliche Aspekte gewinnen an Bedeutung. Wichtig: Früher wurden Strom und Wärme getrennt geregelt. „Heute will man Energie miteinander erzeugen, sie nutzen wenn sie erzeugt wird und dabei vor allem auf erneuerbare Energie achten“, erläuterte Stefan Bärwald von der Zeag. „Strom muss in speicherbare Medien geleitet oder umgewandelt werden, fossile Energieträger sollen ersetzt sein. Eine zusätzliche Herausforderung war die hohe Anzahl der Beteiligten – Kommune, Investoren wollten mitgestalten“, führte er aus.

Die Projektlaufzeit war von 2014 bis 2019, 16 Objekte können beheizt werden. Die beheizte Fläche beträgt 23.463 Quadratmeter, der Pufferspeicher zweimal 5000 Liter in der Energiezentrale und Objektpufferspeicher. Die Zeag bietet im Rahmen des Projekts Nahwärmeversorgung, Mieterstrom, Glasfaseranbindung, innovative Beleuchtung und Infrastruktur für Elektromobilität. Außerdem gibt es auf dem Buga-Gelände W-LAN. Für das Konzept wurde der Contracting-Preis Wohnwirtschaft verliehen. Für die Bewohner bietet es Versorgungssicherheit.

Contracting am Rand des Bodensee

Die Stadtwerke Konstanz stellten ein Quartier mit Mieterstrommodell vor. Durch Energielieferer-Contracting gibt es geringere Investitionskosten und gesetzliche Anforderungen werden kostengünstig erfüllt. Dank einem zeitvariablen Preissystem ist es den Nutzern möglich, das Verbrauchsverhalten anzupassen und etwa in Zeiten hoher Eigenstromerzeugung Wasch- und Spülmaschine laufen zu lassen. „Dadurch können Mieter profitieren“, macht Olaf Westerhoff von Stadtwerke Konstanz Vorteile klar. Für Stadtwerke ist ein Contracting-Modell gerade aufgrund seiner bedarfsorientierten Ausrichtung planbar.  Mit KWK-Anlagen und durch den Ausbau regionaler Stromerzeugung steigt die Akzeptanz der Verbraucher für die Energiewende. Der erzeugte Strom wird direkt an die Mieter verkauft.

Der Gewinn für Mieter ist mehrfach. Einerseits senken sie ihre Energiekosten, andererseits haben sie ein geringeres Preisrisiko. Bisher wurden neun Projekte mit 40 Gebäuden so verwirklicht. 445 Wohneinheiten werden durch Photovoltaikanlagen mit 407 kWp versorgt. Die guten Argumente scheinen überzeugt zu haben. „Bei Neubauten liegt die Kundengewinnung für Mieterstrom bei bis zu 70 Prozent, dank einem breiten Produktangebot liegt die Kundenbindung bei 97 Prozent“, meint Westerhoff.

Nominierungen für Contracting-Preis

Die Maßnahme war erfolgreich. Was es gebracht hat? Neben der Einsparung von Kosten und CO2 vor allem auch einige Awards. 2016 gab es den Preis des BHKW des Jahres, 2017 folgte der VKU-Innovationspreis, 2018 wurde der zweite Platz beim Contracting-Preis erzielt. Noch kann man bis Oktober Beispiele für den Contracting-Preis des Konferenzzentrum Contracting sowie dem BFW Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Baden-Württemberg einreichen, gesucht werden Neubau- und Sanierungsprojekte, bei welchen Energie-, Umwelt- oder Nachhaltigkeitsziele durch Contracting erreicht wurden. von Wolfram Hülscher

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Finanzierung
news-6473 Fri, 05 Jul 2019 06:18:00 +0200 Sonderabschreibung Wohnungsbau ist verabschiedet https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/sonderabschreibung-wohnungsbau-ist-verabschiedet-6473.html Private Investoren erhalten Klarheit: Der Bundesrat hat am 28. Juni 2019 den Sonderabschreibungen beim Mietwohnungsneubau zugestimmt. Der Bundestag hatte die Neuregelungen bereits im Dezember 2018 verabschiedet. Das Gesetz ermöglicht privaten Investoren, befristet für vier Jahre fünf Prozent der Anschaffungs- und Herstellungskosten einer neuen Wohnung bei der Steuer geltend zu machen - zusätzlich zur bereits geltenden linearen Sonderabschreibung über zwei Prozent. Damit können in den ersten vier Jahren insgesamt 28 Prozent der Anschaffungs- und Herstellungskosten einer neuen Mietwohnung steuerlich abgeschrieben werden.

Voraussetzung für die Sonderabschreibung ist, dass die Anschaffungs- oder Herstellungskosten 3.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche nicht übersteigen. Hierdurch soll der Bau bezahlbarer Mietwohnungen angeregt werden.

Um sicherzustellen, dass die neuen Wohnungen nicht als Ferienwohnungen (unter-)vermietet werden, hat der Bundestag in seinem Gesetzesbeschluss klargestellt, dass die Wohnungen dauerhaft bewohnt sein müssen.

Vorgesehen sind darüber hinaus auch Steuerbegünstigungen für Investitionen in bestehende Gebäude. Auch sie greifen nur, wenn sie zu neuem Wohnraum führen.

"Die Zustimmung des Bundesrats ist ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings gilt es, spätestens nach Ablauf der auf vier Jahre befristeten Sonderabschreibung das investitionsfreundliche Klima beizubehalten und die lineare AfA dauerhaft zu erhöhen. Die baupolitischen Herausforderungen gehören zu den großen Aufgaben dieser Dekade und müssen über langfristige Maßnahmen gestützt werden, kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe (ZDB). Das Gesetz wird nun über die Bundesregierung dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet. Es tritt einen Tag nach der Verkündung in Kraft.

Änderungen beschloss der Bundesrat auch zum Thema Mieterstrom. Der Gesetzentwurf sei positiv, schließe aber nur Photovoltaik-Strom ein und Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) aus, kritisiert der Wohnungswirtschaftsverband GdW. Das müsse unbedingt nachgebessert werden. Darüber hinaus müsse es eine generelle Lösung der gewerbesteuerlichen Problematik geben: Wohnungsunternehmen, die Strom aus erneuerbaren Energien wie Photovoltaik oder aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) lokal erzeugen wollen, würden weiterhin gravierend steuerlich benachteiligt. Sobald sie den erzeugten Strom ins allgemeine Netz einspeisen oder den Mietern zur Verfügung stellen, wird die eigentlich gewerbesteuerbefreite Vermietungstätigkeit (erweiterte Kürzung) des Unternehmens gewerbesteuerpflichtig. "Wohnungsunternehmen, die Strom erzeugen, zahlen für das damit verbundene Geschäft wie jeder andere auch die Gewerbesteuer. Ihr Vermietungsgeschäft darf durch ein Engagement bei der Energiewende aber nicht benachteiligt werden", so die GdW- Hauptgeschäftsführerin Ingeborg Esser. pgl

 

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Finanzierung
news-6474 Thu, 04 Jul 2019 08:12:00 +0200 Senec lenkt bei allen kritisierten Klauseln ein https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/senec-lenkt-bei-allen-kritisierten-klauseln-ein-6474.html Der Solarstromspeicher-Hersteller Senec lenkte bezüglich seiner kritisierten Garantiebedingungen ein. Die abschreckende Kostenabwälzung auf die Kunden wurde gestoppt. Der Solarstrom-Hersteller Senec ändert die Garantiebedingungen. Per Anerkenntnisurteil wurde festgelegt, dass das Unternehmen  in seinen AGB nicht uneingeschränkt in Aussicht stellen darf, ihm entstehende Prüfkosten vom Garantienehmer zurückzufordern, wenn sich eine Inanspruchnahme der Garantie als unzulässig erweisen sollte. Außerdem darf eine Unterbrechung der Spannungsversorgung nicht pauschal zum Ausschlussgrund für die Garantie gemacht werden.

Nach Klage der Verbraucherzentrale NRW erklärte die hundertprozentige Tochter des Energiekonzerns EnBW nun für diese beiden strittigen Klauseln Unterlassung. Für einige weitere Punkte war dies außergerichtlich bereits im Januar geschehen.

Unterstützung durch die Verbraucherzentrale NRW

Die Angst vor zusätzlichen Kosten soll Verbrauchern damit genommen sein. „Gerade die Klausel zur Kosteneinforderung bei unberechtigter Garantieinanspruchnahme ist perfide“, erklärt Jurist Holger Schneidewindt von der Verbraucherzentrale NRW. „Sie kann Verbraucher davon abschrecken, berechtigte Ansprüche geltend zu machen, weil sie fürchten, dass sie auf Zusatzkosten sitzenbleiben.“ Bei der Klausel zur Spannungsversorgung verhalte es sich im Grunde ähnlich wie bei der bereits im Januar einkassierten Bedingung der permanenten Internetverbindung: Dieser Ausschlussgrund sei intransparent, und eine Spannungsunterbrechung dürfe nicht ohne Rücksicht auf einen Kausalzusammenhang mit dem jeweils entstandenen Schaden zum Ausschlussgrund für jegliche Garantieansprüche werden.

Die Verbraucherzentrale NRW versucht im Rahmen des Projekts Energie 2020, gefördert mit Mitteln aus Nordrhein-Westfalen und der EU, gegen unzulässige Klauseln in Garantiebedingungen für Batteriespeicher vorzugehen. Quelle: Verbraucherzentrale NRW/wh

 

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Solarenergie
news-6453 Thu, 04 Jul 2019 07:22:00 +0200 Neue SMT-Serie von Solarmax erhältlich https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/neue-smt-serie-von-solarmax-ab-sofort-erhaeltlich-6453.html Ab sofort ist die SMT-Serie des Speicher- und Wechselrichterherstellers Solarmax leiferbar, die auf der Intersolar vorgestellt wurde. Die kompakte SMT-Serie besteht aus fünf Gerätetypen, mit denen das Unternehmen die MT-Serie ablöst. Die Geräte leisten zwischen sechs und 15 Kilowatt und sind mit einem dualen MPP-Tracker für einen optimalen Energieertrag ausgestattet. Dank der hohen Eingangsspannung von 1.000 Volt lassen sich besonders lange Strings ohne Leistungsverluste realisieren.

Produkt ist leichter und günstiger

Für Anwender ist die neue Serie  leichter und günstiger als die Vorgängerversion.  Die neue SMT-Serie ist abwärtskompatibel zu allen Solarmax-Wechselrichtern, die bislang in diesem Leistungssegment installiert wurden. Das Repowering von Bestandsanlagen oder der Austausch defekter Geräte durch die neue Version sind daher problemlos möglich. Mit 19,8 beziehungsweise 21,8 Kilogramm sind die Inverter der SMT-Serie fast um die Hälfte leichter als die Vorgängerversion und zudem knapp 20 Prozent günstiger. „Auch in vielen weiteren Leistungsbereichen wie dem Wirkungsgrad oder dem Spannungsbereich haben wir technische Verbesserungen im Vergleich zur MT-Serie vorgenommen und das Gerät somit flexibler einsetzbar und effizienter gemacht“, erklärt Pierre Kraus, Geschäftsführer der Solarmax Sales and Service GmbH.

Leichtere Überwachung aufgrund der App

Gerade für Anwendungsbeispiele in größeren Einfamilienhäusern oder kleineren gewerblichen Betrieben eignet sich die Serie. Dank der Schutzart IP65 sind die Geräte auch für den Außenbereich geeignet. Die neue kostenlose App MaxLink ermöglicht sowohl eine schnelle Konfiguration als auch eine bequeme Online-Überwachung des Inverters. Die Kommunikation erfolgt nutzerfreundlich über die WLAN-Schnittstelle. Kraus ist optimistisch, dass die Verbesserungen bei der Kompaktheit und Benutzerfreundlichkeit schon kurzfristig zu Verkaufserfolgen führen werden. „Uns liegen bereits Aufträge aus Deutschland und Italien vor. Wir haben in diesem Monat mit den ersten Auslieferungen der SMT-Serie begonnen, “ so der Geschäftsführer. Quelle: Solarmax / wh 

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Solarenergie
news-6468 Wed, 03 Jul 2019 08:52:00 +0200 Ecocoach erklärt Weg zu E-Integration https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/ecocoach-erklaert-weg-zu-e-integration-6468.html Bauherren und Eigentümer wünschen sich Komfort, Sicherheit und einen niedrigen Energieverbrauch. Gleichzeitig kommen regelmäßig neue Technologien auf den Markt, die im Haus installiert werden sollen. Dazu gehören Speicher, Smart-Home-Systeme und Ladestationen für Elektroautos. Ecocoach hat dazu einen Leitfaden entwickelt. Das 15-seitige Dokument richtet sich an Planer und Installateure. Bei getrennten Steuerungen für Gebäudeautomation und Energiesystem müssen sowohl Installateure als auch die späteren Nutzer verschiedene Softwarelösungen und Apps für Gebäudeautomation und Energiesysteme bedienen. Werden alle Möglichkeiten eines modernen Eigenheims genutzt, können das fünf und mehr Apps sein. Im Vergleich dazu steuert und überwacht ein integriertes System alle Funktionen vom klassischen Smart Home bis zur Solaranlage, dem Speicher und der Ladestation über eine zentrale App.

Installationsaufwand verringern

Für Installateure liegt die Herausforderung darin, die unterschiedlichen Funktionen des Energiesystems und der Gebäudeautomation sinnvoll miteinander zu verknüpfen und dabei den Installationsaufwand unter Kontrolle zu behalten. Aufeinander abgestimmte Schnittstellen und eine zukunftsfähige Lösung stehen dabei im Fokus. Die dafür verfügbaren integrierten Systeme sind jedoch auf unterschiedliche Anwendungsfälle ausgerichtet und sollten daher sorgfältig ausgesucht werden.

Neben einer einfachen Installation spielen aber auch weitere Aspekte eine wichtige Rolle: Sind die Schnittstellen innerhalb des Systems so aufeinander abgestimmt, dass sie ohne aufwändige, manuelle Konfiguration funktionieren? Ist das System zukunftsfähig und kann es jederzeit um neue Technologien wie beispielsweise bidirektionale Ladesäulen erweitert werden?

Der Wegweiser fasst die Fragen zusammen, die bei der Auswahl eines passenden Systems anfallen. Sie behandeln unter anderem die verschiedenen Gebäudetypen, offene und geschlossene Systeme, die Einbindung von Wärmepumpen und Ladestationen sowie Fragen des Smart Meterings und der Abrechnung in Wohngebäuden. Quelle: Ecocoach / pgl

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Solarenergie
news-6467 Wed, 03 Jul 2019 06:43:00 +0200 Mikro-KWK-Pilot für Bio-Reststoffe im Feldtest https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/mikro-kwk-pilot-fuer-bio-reststoffe-im-feldtest-6467.html Bisher bleiben große Teile biogener Festbrennstoffe für die Stromerzeugung im niedrigen Leistungsbereich ungenutzt. In derzeit verfügbaren Rostfeuerungen bereiten sie aufgrund der notwendigen hohen Verbrennungstemperaturen große Probleme. Eine technische Lösung dafür entsteht nun im Rahmen des vom BMWi-Förderbereich „Energetische Biomassenutzung“ finanzierten Projekts BioWasteStirling. Die von Wissenschaftlern der FAU Erlangen-Nürnberg entwickelte Mikro-KWK-Anlage bestand einen ersten Langzeittest im Labor erfolgreich und soll am Feldteststandort in Wunsiedel in Betrieb gehen.

Die Anlage wurde gemeinsam von FAU und den Projektpartnern SWW Wunsiedel und Frauscher Thermal Motors entwickelt. Es handelt sich um ein hocheffizientes, brennstoffflexibles und skalierbares Mikro-KWK-System, bestehend aus einer Wirbelschichtfeuerung und einem Stirlingmotor. Die Nutzung von kleinsten Wirbelschichtfeuerungen für Mini-KWK-Konzepte verspricht eine effiziente Kühlung der Feuerung mittels eines Stirlingmotors und vermeidet gleichzeitig die Verschmutzung von Wärmeübertragern. Der für die Kühlung notwendige Luftüberschuss ist damit geringer und hohe Feuerungswirkungsgrade können erreicht werden.

Langzeittest lief ab Februar

An diesem Konzept forschen Wissenschaftler am Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik bereits seit einigen Jahren. Das laufende Projekt "BioWasteStirling" soll es nun weiter vorantreiben. Bis Anfang 2019 führten die Forscher im Labor stundenweise Versuche durch. Diese Tests eröffnen jedoch nur sehr schwer Erkenntnisse zum Betrieb der Gesamtanlage in stationären Betriebspunkten. Auch das Betriebsverhalten des  Motors konnte in der neuartigen Kombination mit der Wirbelschichtfeuerung noch nicht mehrere Tage im Betrieb erprobt werden. Erst ein Langzeittest im Labor im Februar ermöglichte es den Forschern, die neu entwickelte Anlage mehrere Tage im Dauerlastfall zu beobachten. Damit konnten Rückschlüsse auf Teillastverhalten, Regelungsstrategien und Bettmaterialmanagement getroffen werden.

Das System erreichte während des Versuchs je nach Lastzustand einen maximalen elektrischen Wirkungsgrad von zirka 15 Prozent und einen feuerungstechnischen Gesamtwirkungsgrad von mehr als 90 Prozent. Die Nennleistung des Motors von 5 kWel konnte bereits vor dem Versuch in der ersten Inbetriebnahme erreicht werden. Sowohl die CO2- als auch die Feinstaubemissionen blieben über den kompletten Versuchszeitraum unter den geltenden Grenzwerten der 1. BImSchV.

Die Dauerlastfähigkeit des Anlagenkonzepts konnte damit  unter Beweis gestellt werden. Darüber hinaus entstanden während des Versuchs keine Verschlackungen, Anbackungen oder Erosionserscheinungen im Reaktorbehälter oder an den Wärmeübertragerflächen des Motors.

Feuerung kann aktiv gekühlt werden

Die Mikro-KWK-Anlage beruht auf einem Konzept, welches eine kleinskalige Wirbelschichtfeuerung mit einem Stirlingmotor kombiniert, indem die Erhitzerkopfflächen des Motors direkt in das Wirbelbett eingebracht werden. Dadurch kann die Feuerung aktiv gekühlt werden, was den Betrieb mit einem niedrigeren Luftüberschuss ermöglicht, womit höhere Feuerungswirkungsgrade erreicht werden können. Projektmitarbeiterin Tanja Schneider (FAU) erklärt: "Auch bisherige Probleme in solch kleinskaligen KWK-Anlagen mit Biomassefestbrennstoffen, beispielsweise die Überschreitung von Ascheschmelztemperaturen und somit entstehende Verschmutzungen an Wärmeübertragerflächen können durch dieses Konzept aktiv vermieden werden. Der sehr gute Wärmeübergang im Wirbelbett verspricht darüber hinaus eine verbesserte Wärmeauskopplung und schließlich einen effizienten Betrieb des Motors." Quelle: FAU Erlangen/Nürnberg / pgl

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Heizung & Warmwasser
news-6471 Tue, 02 Jul 2019 08:10:00 +0200 Öko-Dämmung hat mehr Zuspruch https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/oeko-daemmung-hat-mehr-zuspruch-6471.html Dass Dämmung Kosten spart wird inzwischen bei Baukalkulationen berücksichtigt, Bauherren achten häufiger auf eine gesamtheitliche Planung ihres Vorhabens. Gerade deshalb steigt das Interesse an ökologischen Dämmstoffen an. Das zeigt auch die erweiterte Datenbank der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe. Ein Exot mit stetig anwachsendem Interesse bei Dämmstoffen ist Stroh. Denn der Dämmstroh punktet bei den Faktoren Umweltverträglichkeit und Dämmleistung. Das beweisen viele Bauprojekte. Stroh ist komplett schadstofffrei und zeichnet sich durch einen geringen Primärenergiebedarf sowie eine Dämmleistung aus. Die Assoziationen von „Brennbarkeit“ und „Schimmel“ können widerlegt werden. Richtig verputzt hat Stroh als Dämmmaterial die Widerstandsklasse F90, Schimmel findet bei richtiger Verarbeitung nicht statt und Stroh ist wohngesund und sicher. Die wachsende Relevanz von Stroh als Baumaterial zeigt auch die Verleihung des Holzbaupreises an ein Strohhaus. www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/bauherren-eines-strohhauses-sichern-sich-holzbaupreis-6246.html

Ohne künstliche Bindemittel

Manche Dämmstoffe kommen auch ohne künstliche Bindemittel aus. „Nach Jahren der Forschung konnten wir einen Protein-Klebstoff entwickeln, der vollständig biologisch und dennoch leistungsstark ist“, erklärt Friedbert Scharfe, Entwicklungschef bei Maxit. „Wir pressen Stroh und ökologisches Bindemittel unter Wärmezufuhr und trocknen die Platten danach bei Umgebungsluft. So wird ab dem Zeitpunkt des Stroh-Dreschens bis zur fertigen Dämmplatte nur ein Bruchteil vom Energiebedarf anderer natürlicher Dämmstoffe benötigt“, führt er aus. Die Platten haben eine gute Ökobilanz, doch viel wichtiger ist der Faktor Langlebigkeit. „Dadurch, dass die Wand länger warm bleibt, ist sie auch trockener. Das entzieht Algen und Pilzen die Wachstumsgrundlage und wirkt somit gegen Fassadenverschmutzung“, sagt der Experte. Strohdämmplatten hätten ein deutlich besseres Trocknungsverhalten aufweisen als andere Dämmplatten, hat Maxit bei Tests herausgefunden. „Dabei bleiben sie vollständig dampfdiffusionsoffen, “ meint Scharfe.

Alter Dämmstoff, neu entdeckt

Auch Holz ist als Dämmstoff relevant. Steico hat vor kurzem seine Produktpalette um Steico-protect 037 erweitert. Die Platte ist putzbeschichtbar und in diversen Dicken erhältlich, diffusionsoffen und gleichzeitig wasserabweisend.

Spannend ist auch die Idee der Einblasdämmung aus Holz. Denn gerade bei komplexen Baumaßnahmen wird sie gern eingesetzt. Für den Bauherren bietet sie gute Dämmung im Winter und perfekten Hitzeschutz im Sommer. Für den Ausführenden bietet sie eine zügige Verarbeitung, ganz besonders bei Unebenheiten ausgleichende Konstruktionen. Das Einblasen erfolgt aufgrund der räumlich vielfältigen Einsetzbarkeit flexibel, fugenfrei und ohne jeden Verschnitt.

Lösungen für Innendämmung

Kein neuer und dennoch aktueller Geheimtipp ist Hanf als Dämmstoff. Der Stengel der Hanfpflanze wird aufgefasert und ist damit die Substanz für die Herstellung von Vliesen und Hanfdämmmatten. Die Dämmstoffe werden als Matten und Rollen in diversen Dicken angeboten. Für individuelle Lösungen gibt es Stopfhanf. Die Fasern können so lose in Rissen und Fenstern verlegt werden. Die Matten überzeugen durch Flexibilität, weshalb sie auch häufig in der Zwischensparrendämmung verwendet werden. Auch in Wänden und Decken kommt die Faser zum Einsatz. Hanf eignet sich nicht als Putzträger, somit ist er auch nur für die Innendämmung einzusetzen. Darum wird Hanf meistens in einer Holzkonstruktion verbaut. Das Produkt hat sehr gute Eigenschaften in Bezug auf Schallisolierung und Wärmedämmung, ist zudem feuchtebeständig und fäulniswiderständig.

Es gibt ökologische Dämmstoffe ohne chemische Zusätze, doch manchmal braucht man sie auch. Dass das Interesse an ökologischen Dämmstoffen in der Bundesrepublik wächst ist klar, doch sind immer noch Bauherren erstaunt darüber, dass auch in ökologischen Dämmstoffen chemische Zutaten sind. Naturdämmstoffe wie Hanf brauchen Zuschlagstoffe. Denn alle biologischen Dämmstoffe sind ja zunächst eine lockere oder faserige Konsistenz: Stroh und Hanf ebenso wie Wolle oder Gras. Wenn die Materialien dann mit weiteren Komponenten aufgeblasen und verfestigt werden, erzeugt das zwei Effekte: Die Platten sollen „weich“ sein, damit die eingeschlossene Luft die Dämmwirkung erzielen kann. Sie sollen aber auch „fest“ sein, um in eine Zwischensparrendämmung reingedrückt zu werden und so jahrzehntelang fest sitzen. Eine Ausnahme sind Einblasdämmungen, in welche loses Material gegeben wird. Künstliche Zusätze bei Platten sind also bei bestimmten Gelegenheiten nicht nur unerlässlich, sondern auch unschädlich. von Wolfram Hülscher

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Dämmung & Fenster
news-6464 Tue, 02 Jul 2019 07:11:00 +0200 Baugewerbe hebt Umsatzprognose an https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/baugewerbe-hebt-umsatzprognose-an-6464.html Der Hauptverband des Deutschen Baugewerbes hat die Umsatzprognose für 2019 angehoben. Nominal soll es ein Plus von 8,5 Prozent geben. Dabei wird 3 Prozent mehr gebaut, 5,5 Prozentpunkte des Wachstums sind auf Preissteigerungen zurückzuführen. "Die gute Umsatzentwicklung liegt dabei nicht nur an den vergleichsweise milden Temperaturen in den Wintermonaten. Auch der April lag mit einem Umsatzplus von 15,7 Prozent deutlich über dem Niveau des Vorjahreswertes", kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dieter Babiel.

"Unsere Jahresprognose wird außerdem durch den weiterhin hohen Auftragseingang gestützt", ergänzte Babiel. Die Bauunternehmen hätten für April im Vorjahresvergleich ein Orderplus von nominal 12,7 Prozent gemeldet. Für den Zeitraum von Januar bis April ergebe sich damit ein Anstieg von nominal 13,9 Prozent. "Diese dynamische Entwicklung lässt deshalb keine andere Aussage zu, als dass eine Trendwende am Bau nach wie vor nicht in Sicht ist", so Babiel.

Zwar habe das Statistische Bundesamt für den April einen Rückgang des Auftragseingangs zum Vormonat von 1,7 Prozent und damit den vierten Rückgang des bereinigten Auftragseingangs in Folge verkündet. Dies trübe die Stimmung unter den Bauunternehmen jedoch keinesfalls ein. "Die Praxis auf der Baustelle zeigt: die Unternehmen bleiben weiterhin auf Wachstumskurs, auch wenn die theoretische, statistische Betrachtungsweise aufgrund des hohen Niveaus unserer konjunkturellen Situation temporär abweicht", so Babiel abschließend.

Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im April 2019 (saison- und kalenderbereinigt) um 1,7 Prozent niedriger als im März 2019. Dieser Rückgang ist laut der Statistiker allerdings auf das mittlerweile sehr hohe Auftragseingangsniveau, bedingt durch die besonders gute Entwicklung der letzten Berichtsmonate, zurückzuführen. Zwar sank das reale Volumen der saison- und kalenderbereinigten Auftragseingänge auch im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich von Februar bis April 2019 gegenüber November 2018 bis Januar 2019 um 6,1 Prozent. Im Vorjahresvergleich war der kalenderbereinigte reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im April 2019 jedoch um 6,4 Prozent höher.

Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen lagen im April 2019 nominal mit rund 7,6 Milliarden Euro um 12,7 Prozent höher als im April 2018. Das war der höchste jemals gemessene Wert an Aufträgen in einem April in Deutschland. Damit bleibt das Auftragseingangsvolumen den fünften Monat in Folge auf Rekordniveau: Seit Dezember 2018 wurden die höchsten jemals gemessenen Werte in den jeweiligen Berichtsmonaten erreicht. Im Vergleich zu den ersten vier Monaten 2018 stiegen die Auftragseingänge in den ersten vier Monaten 2019 nominal um 13,9 Prozent. Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie / pgl

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Dämmung & Fenster
news-6469 Mon, 01 Jul 2019 07:26:00 +0200 Baucycle gewinnt Nachhaltigkeitswettbewerb https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/baucycle-gewinnt-nachhaltigkeitswettbewerb-6469.html Ein Forschungsprojekt zum Thema Baustoffrecycling, ein Start-up, das auf grünen Wasserstoff setzt, sowie ein Unternehmen, das Lasuren auf Leindotter-Basis entwickelt: Das sind die Sieger der diesjährigen Sustainability Challenge der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). In drei Kategorien hatten sich insgesamt 99 Projekte und Unternehmen mit ihren innovativen Ansätzen und Lösungen bei der DGNB Sustainability Challenge beworben. Nach einer Vorauswahl durch den Innovationsbeirat der DGNB traten neun Finalisten in Stuttgart gegeneinander an.

In der Kategorie „Forschung“ fiel die Wahl auf das Projekt Baucycle, das eine ganzheitliche Verwertungsstrategie für Bauschutt und dessen Feinfraktion erforscht. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Fraunhofer-Institute IBP, IML, Umsicht und IOSB. Bei dem innovativen Lösungsansatz für das Baustoffrecycling kann mittels eines optischen Sortierungsverfahrens auch heterogenes Bauschuttmaterial für hochwertige Produkte wiederverwendet werden. Damit wird der Anteil von Materialien, der auf Deponien landet, reduziert.

Green Hydrogen Esslingen konnte die DGNB Sustainability Challenge in der Kategorie „Start-up“ für sich entscheiden. Mit der Umsetzung und dem Betrieb einer Power-to-Gas-Anlage für grünen Wasserstoff ist das im März 2019 gegründete Unternehmen in die Realisierung eines klimaneutralen Stadtquartiers eingebunden. Damit trägt das Start-up zur Entwicklung von Alternativen für die Energieversorgung und zugleich zur Sektorkopplung von Gebäuden und Mobilität bei.

DAW heißt der Gewinner in der Kategorie „Innovation“. Ausgezeichnet wurde das Unternehmen für seine Holzöle und Lasuren auf Leindotter-Basis.

Gewinner setzen sich gegen sechs Konkurrenten durch

Neben den drei Preisträgern präsentierten sich bei der Endausscheidung in kurzen Impulsvorträgen und an einem eigenen Ausstellungsstand noch sechs weitere Kandidaten dem Publikum. Die anderen Finalisten in der Kategorie „Forschung“ waren das Gemeinschaftsprojekt „Agricultural Lighting Facade“ von der Technischen Universität München, dem Ingenieurbüro Hausladen und Barthelme LED Solutions sowie ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt von Arup, Mogu und Ardex, das sich mit der Nutzung des Bioverbundwerkstoffs Myzelium beschäftigt. Bei den Start-up-Unternehmen befanden sich noch die Online-Plattform materialrest24.de sowie vilisto mit ihrer selbstlernenden Heizkörpersteuerung unter den Bewerbern. In der Kategorie „Innovation“ zählten INTEWA sowie die strohlos Produktentwicklung zu den letzten drei.

Die Sustainability Challenge wird von der DGNB seit 2016 durchgeführt, in diesem Jahr allerdings zum ersten Mal in größerem Umfang mit drei Kategorien und eingebettet in den DGNB Tag der Nachhaltigkeit. Ziel der Sustainability Challenge ist es, innovative Projekte und Unternehmen aus dem Bereich des nachhaltigen Bauens aufzuspüren und ihnen eine Bühne zu bieten, um ihre Lösungen einem breiteren Publikum zu präsentieren. Quelle: DGNB / pgl

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Dämmung & Fenster
news-6460 Mon, 01 Jul 2019 06:44:00 +0200 Blumartin setzt auf Building Information Modeling https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/bim-6460.html Blumartin stellt für sein Lüftungssystem Freeair Daten für Building Information Modeling (BIM) zur Verfügung. BIM beschreibt eine effiziente Methode der Planung, der Ausführung und teils auch des Betriebs von Bauobjekten. Das Verfahren bezieht die Pläne aller Baubeteiligten ein und ermöglicht so eine digitale Gesamtbetrachtung eines Gebäudes und einen optimal abgestimmten, transparenten Bauablauf. Über die dreidimensionale Darstellung hinaus können auch Termin- und Kostenpläne sowie Betriebsdaten integriert werden.

In den USA und Kanada sowie in einigen europäischen Ländern ist BIM bei öffentlichen Bauvorhaben einer bestimmten Größenordnung bereits vorgeschrieben, auch Deutschland plant entsprechende Regelungen.

Revit-Modell verfügbar

Das Außenwand-Lüftungsgerät Freeair 100 und der Überströmer Freeair plus stehen als Revit-Datei zur Verfügung. Revit ist ein Technologiezweig von Autodesk und unterstützt BIM durch unterschiedliche Bausteine für Architektur, Tragswerksplanung und Gebäudetchnik. Blumartin setzt innerhalb der Lösung ein RVT-Format ein. Kunden erhalten eine Übersicht der Revit-Optionen  sowie ein integriertes Template mit einer entsprechenden Stückliste.

Ein Vorteil dieser Daten ist ihre parametrische Funktionalität. Revit ermöglicht einen Export unter anderem in das universelle Datenaustauschformat IFC oder in die CAD-Formate DWG und DXF. Um eine einfache Anwendung zu ermöglichen und das Datenvolumen so gering wie möglich zu halten, wurde die grafische Komplexität der Geometrien  reduziert. Quelle: Blumartin / pgl

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Lüftung & Klima
news-6456 Fri, 28 Jun 2019 07:53:00 +0200 Phasenwechselmaterial kühlt Wände https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/phasenwechselmaterial-kuehlt-waende-6456.html Die Reduktion von Klimaanlagen ist sowohl unter dem Aspekt der Energieeinsparung, als auch der Reduzierung von Kosten sinnvoll. Ein Team von Ingenieuren der Griffith University in Australien hat ein neuartiges Material vorgestellt, das Wärme absorbieren kann, um Gebäude zu kühlen und so die Nutzung von Klimaanlagen zu reduzieren. Das Team der Griffith School of Engineering and Built Environment in Brisbane führte ein einjähriges Experiment durch, bei dem festgestellt wurde, dass Phasenwechselmaterialien (Phase Change Materials, kurz PCMs) die Eigenschaft haben, ein Vielfaches mehr an Wärme aufzunehmen als Beton. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Building and Environment veröffentlicht.

Ruwan Fernando, Co-Autor der Studie, erklärte, dass sich die Nachfrage nach Klimaanlagen reduzieren ließe, wenn die Gebäude einen Teil der Wärme speichern und nachts wieder abgeben würden, sobald es kühler wird. „Die International Energy Agency schätzt, dass weltweit etwa ein Zehntel der gesamten Energie für die Klimatisierung verwendet wird", so Fernando. "Noch beunruhigender ist der steigende Bedarf an Klimaanlagen in Ländern mit großer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit. Während wir in erneuerbare Technologien wie Solar- und Windkraft investieren, ist es gleichzeitig notwendig, auch die Effizienz zu erhöhen, mit der wir unsere derzeitige Energie nutzen. PCMs speichern jeweils ein Vielfaches mehr an Wärme als herkömmliche Baustoffe wie Beton. Sie haben außerdem eine sehr lange Lebensdauer."

Bauindustrie setzt vermehrt auf PCM

PCMs werden von der Bauindustrie immer häufiger in neuen Formen adaptiert, die darauf abzielen, den Einsatz von Klimaanlagen zu reduzieren. Das Forschungsteam hat die thermische Leistung in einem groß angelegten Versuchsmodell getestet, welches sowohl die Computermodellierung verschiedener PCM-Typen und Materialstärken als auch ihre Isolierung validierte.

„Wir haben in den Fällen, in denen dies eine praktikable Alternative zur Klimatisierung darstellte, auch die großflächige Verwendung von Belüftungsmodellen in Betracht gezogen", so Dr. Fernando. "Insgesamt wurden mehr als 37.000 Simulationen mit eigens entwickelter Software durchgeführt. Aus den Simulationen wurden mehr als ein halbes Terabyte an Daten gewonnen, die die Wärmeleistung jeder Konstruktion im Laufe eines Jahres anhand realer Wetterdaten detailliert beschreiben."

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass einige australische Klimazonen von Phasenwechselmaterialien sehr profitieren könnten und dass diese bei richtiger Auswahl des Materials und der Konfiguration eine hohe Kapitalrentabilität bieten können. Quelle: IDW / wh

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Dämmung & Fenster
news-6458 Fri, 28 Jun 2019 07:08:00 +0200 Rolläden sind wichtig für Smart Homes https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/rollaeden-sind-wichtig-fuer-smart-homes-6458.html Auf Platz eins der Smart-Home-Präferenzen in der Bundesrepublik sind automatisierte Rolläden. Das Dienstleister-Portal ProntoPro hat recherchiert, welche Smart-Home-Lösungen am meisten nachgefragt werden. Demnach betreffen 39 Prozent der Anfragen automatisierte Rollläden. Im Sommer bedeuten Schatten spendende Rollläden, die am besten noch ganz leicht vom Sofa aus bedienbar sind, Entspannung im eigenen Haus. Doch diese Smart-Home-Lösung bietet nicht nur einen Komfort-Faktor, sondern auch Sicherheit: Egal ob von zu Hause oder bequem aus dem Urlaub können elektrische Rollläden vor Einbrechern schützen. Und nach dem heißen Sommer 2018 ist es kein Wunder, dass mit 25 Prozent die Nachfrage nach Klimaanlagen an zweiter Stelle steht. Mit zehn Prozent folgen automatisierte Türen und Tore. Diese lassen sich meist per Fingerabdruck oder Fernsteuerung öffnen.

Vierter Platz geht an Sicherheitsanlagen

Den vierten Platz teilen sich Videoüberwachungs- und Automatisierungssysteme innerhalb des Hauses mit je neun Prozent. Hierzu zählen beispielsweise die Automatisierung von Audio- und Videogeräten, aber auch die automatisierte Regulierung von Licht und Wärme. An fünfter Stelle steht mit fünf Prozent die Pflege des Gartens durch Bewässerungssysteme, die den Vorteil haben, klima- und wettergerecht zu agieren.

Eine eigene Kategorie bildet das Schlusslicht der Recherche: Programmierbare Thermostate mit drei Prozent. Diese haben nicht nur ein hohes Energiesparpotenzial, sie sorgen auch für einen besseren Wohnkomfort, da die Heizleistung optimal an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können. Der ProntoPro-Recherche zufolge ist die Nachfrage nach Smart-Home-Lösungen aus Komfortgründen also am höchsten. Sicherheit spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, wobei der Aspekt der effizienten Energienutzung noch vergleichsweise gering ist.

Digitalisierung und Automatisierung im eigenen Haus werden seit einigen Jahren immer beliebter und werden mehr und mehr Teil unseres täglichen Lebens. „Smart Home“ ist dabei ein Oberbegriff, der technische Verfahren und Systeme für Wohnräume beschreibt. Ziel dieser Systeme ist eine Erhöhung von Wohn- und Lebensqualität, Sicherheit und effiziente Energienutzung. Smart Home nutzt dazu technische Hilfsmittel wie Sensoren, gesteuerte Motoren oder Kameras. Neu ist bei diesem Konzept, dass die Geräte im Haus untereinander vernetzt sind. Die Waschmaschine hält beispielsweise per Funk Kontakt mit dem Handy und verschickt automatisch eine Nachricht, wenn die Wäsche fertig ist oder eine Störung vorliegt. Quelle: ProntoPro/wh

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Lüftung & Klima
news-6466 Thu, 27 Jun 2019 07:48:00 +0200 Wärmepumpen legen europaweit kräftig zu https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/waermepumpen-legen-europaweit-kraeftig-zu-6466.html Derzeit sind in Europa 11,8 Millionen Wärmepumpen installiert. Bis Ende des Jahres könnten es 13 Millionen sein, wenn der positive Trend anhält. Zahlen legte der europäische Branchenverband European Heatpump Association (EHPA) vor. Aufbruchstimmung herrsche derzeit im Bereich der Heißwasser-Wärmepumpen, konstatierte Thomas Nowak, Generalsekretär des Verbandes bei der Vorstellung der aktuellen Marktzahlen. Eine Million Einheiten waren Ende 2018 installiert, 1,3 Millionen könnten es Ende 2019 sein.

Der wichtigste Markt für Wärmepumpen zur Heißwassererzeugung ist Frankreich, aber auch Deutschland, Österreich und Polen sind wichtige Absatzmärkte. "Es ist eine Einstiegstechnologie für viele Benutzer, die zunächst ihre alten Öl- und Gaskessel weiter benutzen wollen", erklärte Nowak.

Kräftiges Plus für Wärmepumpen

Das am schnellsten wachsende Segment des Wärmepumpen-Marktes sind die Luft-Wasser-Wärmepumpen. Eigentlich sei der Begriff Wärmepumpe mittlerweile auch irreführend, erklärte Nowak. Schließlich könnten die Systeme auch Kühlen und Lüften.

2018 hat sich die Marktsituation für die Wärmepumpen-Branche in vielen europäischen Ländern weiter verbessert. Die meisten Märkte wachsen, nicht mehr nur einzelne. Einen Rückgang gab es lediglich in Ungarn. Der Rückgang in Ungarn könne aber auch darauf zurückzuführen sein, dass die Daten nicht vorlägen, konstatierte Nowak. Um das Marktpotential abzuschätzen, hat der Verband aufgeschlüsselt, wie viel Wärmepumpen pro 1000 Haushalte installiert sind. Die meisten europäischen Länder blieben dabei bei unter 9,5 Anlagen pro 1000 Haushalte. "Wir haben also in den meisten Ländern noch ein enormes Potential", erläuterte Nowak.

Selbst in Frankreich, wo die installierte Basis bereits hoch ist, gebe es weiter Wachstum. In Frankreich wird traditionell viel mit Strom geheizt. Für Split-Wärmepumpen liegt das Plus im laufenden Jahr bei 16 Prozent, bei Monoblock-Anlagen sind es 10 Prozent mehr. Als wichtigste Erfolgsfaktoren bezeichnete Valerie Laplagne vom französischen Branchenverband AFPAC die Zertifizierung der Anlagen seit dem Jahr 2008 sowie eine Zertifizierung der installierenden Handwerker. 8000 speziell geschulte Installateure für Wärmepumpen gibt es in Frankreich. Der Verband stellt ihnen eine Toolbox zur Verfügung, die Installation und Einbindung der Systeme erleichtert.

Qualifizierung läuft in Deutschalnd an

Auch in Deutschland gibt es seit gut einem Jahr die VDI-Richtlinie 4645 zur Qualifizierung von Planern und Installteuren von Wärmepumpen. 73 Teilnehmer haben bislang die Prüfung bestanden, fast 240 an Schulungen teilgenommen. 400 Teilnehmer werden es wohl bis Ende 2019 sein. Bereits sechs Hersteller bieten die Schulungen an.In Frankreich ist die Installation durch einen geschulten Installateur vorgeschrieben, in Deutschland nicht.

"Wenn bei neuen Förderrichtlinien wie in Frankreich die Qualifizierung Vorschrift ist, wird die Zahl der geschulten und geprüften Wärmepumpen-Installateure sicher schnell steigen", sagt Tony Krönert, der beim Bundesverband Wärmepumpe für Schulungen verantwortlich ist. "Aufgrund der Freiwilligkeit sind wir zufrieden mit den Zahlen und der positiven Entwicklung", betont er.

Insgesamt ist in Europa die Verbreitung von Wärmepumpen bei den Heizsystemen deutlich größer als bei der Heißwasserbereitung. Der Anteil der Wärmepumpen an den installierten Wärmeerzeugern liegt hier mittlerweile bei 19,6 Prozent. Bei den Heißwassersystemen sind es derzeit erst 2 Prozent. Das erklärt die derzeit hohen Wachstumsraten in diesem Segment.

Klimaziele stärken Wärmepumpen

Nowak hofft auch auf weiteren Rückenwind aus Brüssel. Das Ziel, einen Anteil von mehr als 30 Prozent Erneuerbarer bis zum Jahr 2030 zu erreichen, lasse sich nur einem deutlichen Plus an Wärmepumpen erreichen. Vor allem in Deutschland ist eine wichtige Voraussetzung, dass der Strompreis sinkt. Im Vergleich zu Belgien müsse in Deutschland eine Wärmepumpe um ein Vielfaches effizienter sein, um bei den Wärmekosten mit fossilen Energiesystemen konkurrieren zu können. Eine vielfach geforderte Bepreisung für CO2 wäre ein Plus für Wärmepumpen. Nowak zitierte dazu Joachim Wenning vom Rückversicherer München Re. Der habe einen CO2-Preis von 115 Euro pro Tonne Co2 für angemessen gehalten, wenn man die Klimakosten einberechne. Die Diskussionen um einen sozial abgefederten CO2-Preis sind in Deutschland aber erst am Anfang. von Pia Grund-Ludwig

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Heizung & Warmwasser
news-6459 Thu, 27 Jun 2019 07:43:00 +0200 Krankenhaus spart durch Pumpentausch https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/krankenhaus-spart-durch-pumpentausch-6459.html Das Krankenhaus Lichtenstein bei Chemnitz hat durch den Tausch der Heizungspumpen Einsparungen in Höhe von 7000 Euro an Energiekosten realisiert. Viele Unternehmen stehen vor einem Dilemma: Die Bereitschaft, die Energieeffizienz zu optimieren und damit den CO2-Ausstoß zu verringern, ist da, aber moderne, energieeffiziente Technik ist teuer. Vor dem gleichen Problem stand auch das DRK Krankenhaus Lichtenstein bei Chemnitz. Für die sächsische Klinik ist Umweltschutz ein wichtiger Aspekt. In einem gemeinsamen Projekt mit PesContracting realisierte das Krankenhaus beides: eine jährliche Einsparung von fast 7000 Euro – ohne großen Investitionsaufwand.  „Als Betriebsleiter bin ich ständig auf der Suche nach Optimierungen“, erklärt Marko Ebert, Betriebsleiter der DRK Klinikgesellschaft Sachsen mbH. „Im Klinikum Lichtenstein gab es viele ungeregelte und überdimensionierte Pumpen. Es galt, eine kostengünstige Lösung zu finden, um Energie einzusparen.“

Pumpentausch ohne Investitionskosten

Moderne Hocheffizienzpumpen verbrauchen zwar bis zu 80 Prozent weniger Energie als ältere Modelle, doch neue Technik hat ihren Preis. Wie kann das Pumpensystem einer ganzen Klinik ohne große Investitionen erneuert werden? Der Schlüssel dazu ist ein Pumpentausch in einem variablen Finanzierungsmodell von pesContracting. Das Unternehmen aus dem bayerischen Obermotzing hat sich auf die investitionsfreie Umrüstung von Pumpensystemen spezialisiert.

Insgesamt wurden im DRK Krankenhaus Lichtenstein 30 Pumpen des Typs Alpha2 und Magna3 von Grundfos verbaut. Die Finanzierung erfolgte im Mietkaufmodell. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert das Projekt mit einer Summe von 10.885 Euro. Lediglich sechs Monate dauerte die gesamte Planung, Abstimmung und Umsetzung. Für den reinen Austausch der Pumpen benötigten die Experten von pesContracting weniger als eine Woche.

Umfassender Komplettservice

„Die Umrüstung muss einwandfrei und flott passieren“, bekräftigt Olaf Behrendt, Vertriebsleiter der pesContracting GmbH. Die Umrüstung selbst, beziehungsweise alle Kosten des Projekts, finanzieren sich  über die Energieeinsparung. „Der Kunde profitiert sofort von den neuen Pumpen, ohne Investition sowie ohne Zeit- und Personalaufwand. Wir kümmern uns um alles andere“, so Behrendt. Dazu gehört eine Bestandsaufnahme der Pumpen, Austausch der Pumpen vor Ort, ohne dabei den laufenden Betrieb einzuschränken, sowie Antragsstellung beim BAFA. Die Pumpenspezialisten aus Bayern nutzen dazu ein bundesweites Partnernetzwerk und können so branchen- und regionenunabhängig Umrüstungsprojekte effizient realisieren. Quelle: DRK Krankenhaus Lichtenstein / wh

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Heizung & Warmwasser
news-6457 Wed, 26 Jun 2019 07:52:00 +0200 Start-up entwickelt klimaschützende Moos-Fassaden https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/start-up-entwickelt-klimaschuetzende-moos-fassaden-6457.html Die Luftverschmutzung bleibt in Städten ein Problem. Ein Start-up der Technischen Universität Kaiserslautern will dieses Problem lösen. In vielen Städten nimmt die Luftverschmutzung zu. Es wird immer wärmer, bei starkem Regen kommt es zu Überflutungen, da Flächen versiegelt sind. Damit Kommunen für Bewohner lebenswert bleiben, braucht es neue Konzepte, dazu zählen etwa mehr Grünflächen, die für ein angenehmes Klima sorgen und die Luft sauber halten. Auch die Begrünung von Fassaden spielt eine Rolle. Ein Start-up der Technischen Universität Kaiserslautern hat ein System für grüne Fassaden entwickelt, das wartungsfrei und dank Moos selbst begrünend ist. Die Gründer vermarkten es in ihrem Unternehmen „Artificial Ecosystems“. Das Bundesland Rheinland-Pfalz hat sie dafür mit dem 1. Platz des Ideenpreises Rheinland-Pfalz 2019 ausgezeichnet.

Moose ernähren sich allein

Vor rund 400 Millionen Jahren sind Moose auf der Erde entstanden. Im Gegensatz zu anderen Pflanzen besitzen sie keine Wurzeln. „Ihre Nährstoffe filtern sie aus der Luft heraus“, sagt der Botaniker Tobias Graf, der schon lange zu diesen Pflanzen forscht. „Damals gab es eine Reihe von Vulkanausbrüchen, bei denen viel Asche in die Atmosphäre gelangt ist. Dies haben sich Moose zunutze gemacht und sich so mit Nährstoffen versorgt.“ Auch heute noch filtern sie Feinstäube und CO2 aus der Luft. Außerdem wachsen sie an zahllosen Stellen in der Stadt – ohne menschliches Zutun, nur weil die ökologischen Bedingungen passen.

Von der Natur gelernt  

Was in der Natur funktioniert, sollte auch technisch hergestellt klappen, dachte sich Graf. Und so war die Idee für ein Unternehmen geboren. Gemeinsam mit seinen beiden Kollegen, dem Informationselektroniker und Wirtschaftsinformatiker Björn Stichler sowie dem Bauingenieur Martin Hamp, hat er eine Fassade entwickelt, die wartungsfrei und selbst begrünend ist. Ihre Technik nennen sie „Bryosystem“. Der Name kommt vom lateinischen Wort für Moose „Bryophyta“.

Die kleinste Einheit besteht aus einem rund ein Meter hohen, 15 Zentimeter breiten Betonelement, das nur wenige Zentimeter tief ist. Es kann beispielsweise einfach an Wände von Gebäuden angebracht werden. Oben befindet sich eine Solarzelle. Aber auch eine andere Energieversorgung ist möglich. Am Boden gibt es einen Wassertank, in dem die Technik untergebracht ist. Er kann in den Boden eingelassen werden. Damit Moose auf der Oberfläche wachsen, besitzen die Elemente besondere Strukturen, auf denen sich junge Moospflanzen optimal entwickeln können. „Ganz oben an den Elementen befindet sich eine halbrunde Aussparung, über die die Bewässerung stattfindet. Die eingefassten Rillen sorgen dafür, dass sich das Wasser gleichmäßig verteilt“, sagt Hamp über ihre Technik. Zum Einsatz kann dabei Regenwasser kommen, das in einer Zisterne gesammelt wird. Das Besondere: Die Fassadenelemente müssen nicht vorab bepflanzt werden. Die Gründer behandeln ihre Fassadenelemente mit einer speziellen Mischung vor, damit sich Moose schneller daran etablieren.

Überall in der Luft befinden sich Sporen von Moosen. Diese können sich einfach ansiedeln und finden dabei für sie ideale Wachstumsbedingungen vor. „Die Pflanzen sind an das vorherrschende Klima gewöhnt und müssen sich nicht anpassen, außerdem benötigen Moose keine weiter kostenintensive Pflege wie Pflanzenschutz oder Rückschnitt – was ein Nachtteil von bisheriger Fassadenbegrünung darstellt“, sagt Graf.

Ganzjährige Dekoration

Im Vergleich zu anderen Pflanzen, die bei Fassadenbegrünungen derzeit schon zum Einsatz kommen, sind Moose ganzjährig grün. „Bei kühleren Temperaturen fühlen sie sich am wohlsten“, fährt er fort. „Wenn es im Sommer zu heiß wird, fallen sie in eine Art Schlaf, eine Dormanz.“  Das Bryosystem besitzt zahlreiche Sensoren, die die Feuchtigkeit und andere Umweltparameter überwachen und die Daten an ein Messgerät schicken. „Dieses passt mithilfe eines Algorithmus` die Pflanzenernährung je nach Wetterlage an“, so Stichler. „Außerdem sind solche Daten spannend für zukünftige Smart-City-Konzepte“, fährt er fort. „Wir wollen etwa herausfinden, wie viel CO2 und Feinstaub die Pflanzen fixieren. Mit diesen Zahlen könnten zum Beispiel Städte werben, die das System bei öffentlichen Gebäuden nutzen.“

Mit ihrer Technik helfen sie nicht nur, der Luftverschmutzung in Städten entgegenzuwirken, sondern erhöhen auch die Biodiversität. Außerdem können die Moose als Regenspeicher und Lärmschutz dienen. Langfristig planen die Gründer auch Mooswände in Tunneln und U-Bahnstationen. „Wenn sie mit einer künstlichen Lichtquelle bestrahlt werden, können sie auch dort leben und zum Beispiel helfen, die Luft von Schadstoffen zu reinigen“, erläutert Graf.

 Auf der Suche nach Kunden

Ihr System haben die Gründer zum Patent angemeldet. Zur Seite, auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit, stehen ihnen ihre beiden Mentoren Professor Marcus Rühl, der an der Hochschule (HS) Kaiserslautern zu Bauen und Gestalten forscht, sowie der emeritierte Professor Burkard Büdel, der lange Jahre an der Technischen Universität Kaiserslautern zu Moosen und Flechten geforscht hat und ein international angesehener Experte auf diesem Gebiet ist. Außerdem unterstützt das Gründungsbüro von TUK und HS sowie das Gründerzentrum Bito-Campus in Meisenheim das junge Unternehmen. Vom Bundeswirtschaftsministerium haben sie ferner ein Exist-Stipendium für zwölf Monate in Höhe von circa 145.000 Euro erhalten. Die Gründer sind auf der Suche nach Partnern und ersten Kunden, um Pilotprojekte zu realisieren. Quelle: Universität Kaiserlautern / wh

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Dämmung & Fenster
news-6465 Wed, 26 Jun 2019 07:39:00 +0200 Sektorkopplung treibt Energiekosten nicht hoch https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/sektorkopplung-treibt-energiekosten-nicht-hoch-6465.html Die Verbraucherzentrale und das Öko-Institut haben untersucht, wie sich Sektorkoppelung zwischen Wärme und Strom auf die Energiekosten auswirkt. Voraussetzung für Kostenneutralität sind energieeffiziente Gebäude. „Die Verwendung von Strom im Wärmebereich kann nur erfolgreich sein, wenn es nicht gleichzeitig erheblich mehr Kosten für private Haushalte bedeutet. Bisher gibt es keine Klarheit darüber, wie hoch die finanzielle Belastung der Sektorkopplung für Verbraucher sein kann. Das vorgelegte Gutachten gibt nun Antwort auf diese Frage,“ so Anett Ludwig, Energieexpertin des VZBV.

Die aktuelle Studie vom Öko-Institut e.V. im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands untersucht die möglichen Folgen einer verstärkten Sektorkopplung auf die Energiekosten privater Haushalte im Jahr 2030. Die Modellrechnungen zeigen, dass unter bestimmten Rahmenbedingungen eine verstärkte Sektorkopplung zukünftig keine negativen Auswirkungen auf die jährlichen Energiekosten hat. Das gilt für alle der aufgeführten Beispielhaushalte.

Voraussetzung für eine annähernd kostenneutrale Sektorkopplung ist allerdings eine hohe Energieeffizienz der Gebäude. Veit Bürger, Gebäudeenergieexperte am Öko-Institut und Mitautor der Studie: „Werden elektrische Wärmepumpen in neuen oder energetisch sanierten Häusern eingesetzt, müssen die Haushalte keine Angst vor steigenden Energiekosten haben. Die im Vergleich zu Erdgas oder Heizöl höheren Stromkosten werden durch die Effizienzgewinne der Wärmepumpen kompensiert.“

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Sektorkopplung dann kostenneutral umgesetzt werden kann, wenn die Wärmeversorgung der Gebäude über elektrische Wärmepumpen erfolgt, der Strom also effizient in Wärme umgewandelt wird. Gleichzeitig müssen die Wohngebäude einen hohen Energiestandard aufweisen, also energetisch saniert sein. Legt man die Energiepreisentwicklung zu Grunde, mit der auch die Folgenabschätzung des Klimaschutzplans der Bundesregierung berechnet wurde, bleiben auch die jährlichen Energiekosten im Jahr 2030 für die fünf ausgewählten Typ-Haushalte etwa gleich.

Der Durchschnittshaushalt in Deutschland zahlt im Jahr 2017 zirka 1020 Euro. Im Jahr 2030 – je nach Grad der Elektrifizierung – zirka 990 Euro bis 1.000 Euro für die jährlichen Energiekosten. Das Gutachten zeigt, dass die Sektorkopplung nur in energieeffizienten Gebäuden in etwa kostenneutral umgesetzt werden kann. "Daher müssen für eine erfolgreiche Energiewende die rechtlichen Rahmenbedingungen für die energetische Gebäudesanierung deutlich verbessert werden. Nur so kann verhindert werden, dass die Energiekosten für die privaten Verbraucher noch einmal ansteigen", so die Verbraucherschützer.

In der vorgelegten Studie wurde berechnet, welche finanziellen Auswirkungen der verstärkte Einsatz von Strom für die Wärmeversorgung der Gebäude hat. Das wird Anhand von fünf verschiedenen Typ-Haushalten, zum Beispiel Alleinerziehende, Rentner- und Pensionärshaushalte mit niedrigem Einkommen und dem Durchschnittshaushalt in Deutschland, verdeutlicht. Die Studie untersucht dabei zwei verschiedene Varianten. Diese unterscheiden sich im Wesentlichen durch den geplanten Anteil von elektrischen Wärmepumpen an der Wärmeversorgung im Jahr 2030. Quelle: VZBV / pgl

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Heizung & Warmwasser
news-6455 Tue, 25 Jun 2019 07:34:00 +0200 Förderung für Durchlauferhitzer verlängert https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/foerderung-fuer-durchlauferhitzer-verlaengert-6455.html Bis Ende 2021 werden weitere 4.000 energieeffiziente Durchlauferhitzer gefördert. Wer jetzt Altgerät gegen ein neues tauscht, bekommt einen Zuschuss von 100 Euro. Das Förderprogramm für den Austausch alter elektrischer Durchlauferhitzer gegen moderne vollelektronische Geräte wird verlängert. Die Gesellschaft für Energiedienstleistungen (GED) aus Berlin unterstützt Haushalte mit einem Pauschal-betrag von 100 Euro bei der Optimierung ihrer dezentralen Warmwasserversorgung. Das Projekt ist Teil des Förderprogramms "STEP up! – Stromeffizienzpotentiale nutzen" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Aufgrund der großen Nachfrage seitens der Endverbraucher wurde das Programm nun verlängert: Bis maximal Ende 2021 werden weitere 4.000 Geräte bezuschusst. Wer sich die Förderung für den Austausch eines Altgeräts sichern möchte, muss sich vor der Installation des Gerätes registrieren. Dort finden Interessierte auch einen Überblick über die förderfähigen Geräte sowie eine Handwerkersuche. Denn die Prämie gibt es nur, wenn der Austausch von einem Fachbetrieb durchgeführt, eine Handwerkerrechnung eingereicht und die Entsorgung dokumentiert wird. Der Anschluss und die eventuell erforderliche Anmeldung des neuen Durchlauferhitzers beim Energieversorger dürfen nur durch eine eingetragene Elektrofachkraft erfolgen.

Jährlich werden rund 500.000 elektrische Durchlauferhitzer durch neue Geräte ersetzt – doch nicht jedes neue Gerät sorgt automatisch für Energieeinsparung. Häufig werden für die alten Modelle kostengünstige Standarderhitzer eingebaut. "Diese arbeiten jedoch nach dem gleichen oder einem ähnlichen Prinzip wie ihre Vorgänger: Das Wasser wird auf eine vom Hersteller voreingestellte Temperatur erhitzt und durch nachträgliches Mischen mit Kaltwasser auf die Wunschtemperatur gebracht", warnt Michael Conradi von der Brancheninitiative Wärmeplus: "Dabei wird unnötig Energie und Wasser verbraucht."

Wesentlich effizienter arbeiten Komfort-Durchlauferhitzer mit vollelektronischer Leistungs- und Warmwassermengenregelung. Mit ihnen lassen sich rund 20 Prozent Energie einsparen, ohne dass dafür das Nutzerverhalten geändert werden muss. Denn die modernen Geräte erwärmen das Wasser gradgenau direkt während des Durchströmens in Abhängigkeit von Sollwert, Durchflussmenge und Zulauftemperatur. Der Vorteil: Druckschwankungen im Wassernetz und unterschiedliche Einlauftemperaturen werden direkt ausgeglichen und die Auslauftemperatur bliebt konstant auf Wunschtemperatur. Vollelektronische Durchlauferhitzer erlauben außerdem ein Monitoring des Wasser- und Energieverbrauchs über ein Display am Gerät. So haben Nutzer den individuellen Verbrauch immer im Blick. Quelle: Initiative Wärmeplus / pgl

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Heizung & Warmwasser
news-6454 Tue, 25 Jun 2019 06:38:00 +0200 Bafa meldet steigende MAP-Antragszahlen https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/bafa-meldet-steigende-map-antragszahlen-6454.html Die Zahl der Anträge auf Zuschüsse aus dem Marktanreizprogramm (MAP) ist 2018 um 32 Prozent gestiegen, berichtet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Bafa. Besonders erfreulich habe sich die Antragszahl im Bereich der Biomasse entwickelt. Über 38.000 Förderanträge gingen hier ein. Aufgrund des veränderten Antragsverfahrens sind die aktuellen Zahlen aber nur begrenzt mit denen aus dem Vorjahr vergleichbar. Seit dem 1.Januar 2018 müssen Anträge für eine MAP-Förderung vor dem Erwerb der Heizungsanlage und vor der Beauftragung des Einbaus gestellt werden. Die Auszahlung der Zuschüsse erfolgt nach Inbetriebnahme. Bis September 2018 galt noch eine Übergangsregelung für Antragsteller, die ihre Heizungsanlage noch im Jahr 2017 in Betrieb genommen haben: Diese konnten die MAP-Förderung für ihre Anlage auch im Jahr 2018 noch nachträglich online beantragen.

Insgesamt, so das Bafa in seinem Jahresbericht, wurden im vergangenen Jahr 48.000 Anlagen mit einem Gesamtvolumen von knapp 183 Millionen Euro gefördert und damit Investitionen in Höhe von etwa 885 Millionen Euro ausgelöst. Damit sei das Auszahlungsergebnis von 2017 nicht ganz erreicht worden. Auch das führt das Bafa auf das geänderte Antragsverfahren zurück, da sich dadurch viele Auszahlungen in das Jahr 2019 verschieben. Außerdem wurden 80.000 neue Förderzusagen mit einem Volumen von 252 Millionen Euro erteilt. Das Gros der geförderten Anlagen lag mit 12.453 in Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg (8.439) und Nordrhein-Westfalen (7.862). Auf Platz vier liegt dann mit großem Abstand Niedersachsen (3.481).

Was die geförderten Technologien anbelangt, so lagen die Wärmepumpen 2018 zahlenmäßig an der Spitze. Hier wurden etwa 18.300 Maßnahmen gefördert, davon rund 11.700 im Neubau. Das stärkste Teilsegment bildeten mit 13.197 Anlagen Sole-Wasser-Wärmepumpen, gefolgt von Luft-Wasser-Wärmepumpen (4.124) und Wasser-Wasser-Wärmepumpen (1.032). Das Fördervolumen lag bei knapp 82 Millionen Euro.

Im Segment Biomasseanlagen wurden etwa 17.500 Anlagen gefördert, die stärkste Untergruppe bildeten dabei Pelletkessel (9.722 Installationen), gefolgt von Scheitholzvergasern (5.382) , Hackschnitzelanlagen (1.646) und Pelletöfen (895). Das Fördervolumen lag bei etwa 69 Millionen Euro.

"Wir gehen davon aus, dass die deutlichen Zuwächse bei den MAP-Anträgen 2018 größtenteils ein Effekt der geänderten Antragstellung sind", sagt Anna Kathrin Sievers, Pressesprecherin des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands (DEPV). Ihr zufolge sagen die Antragszahlen ohnehin nur wenig über die tatsächlich installierten Anlagen aus. Die DEPV-Zahlen weisen für 2018 einen moderaten Absatzanstieg bei Pelletfeuerungen um knapp drei Prozent auf rund 33.200 aus. Der Verband weist darauf hin, dass die Anträge zwar vor den Heizungskauf gestellt werden müssen, mit der Umsetzung aber nicht gewartet werden muss, bis der Förderbescheid vorliegt. Es reiche die Eingangsbestätigung durch das Bafa.

Auf dem dritten Platz der Fördersegmente lag 2018 einmal mehr die Solarthermie. Gefördert wurden knapp 12.000 Anlagen, 9.300 davon waren Anlagen zur Unterstützung der Raumheizung. Das Fördervolumen belief sich auf knapp 32 Millionen Euro.

Ergänzend zur MAP-Förderung erhöht das Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) seit Anfang 2016 die Zuschüsse noch einmal um 20 Prozent, wenn eine besonders ineffiziente Altanlage ersetzt wird, und bietet einen Optimierungsbonus von 600 Euro. Letzterer wird ausgezahlt, wenn die neue Heizungsanlange auf maximale Energieeffizienz hin untersucht und schließlich auch optimiert wird. 2018 wurde diese APEE-Zusatzförderung laut Bafa an rund 8.100 Antragsteller mit einem durchschnittlichen Fördervolumen von jeweils 1.200 Euro ausgezahlt. Der Optimierungsbonus wurde etwa 7.000 Mal ausgezahlt. sth

 

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Heizung & Warmwasser
news-6452 Mon, 24 Jun 2019 09:15:00 +0200 Badenova startet Speicherprojekt mit privaten Haushalten https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/badenova-startet-speicherprojekt-mit-privaten-haushalten-6452.html Badenova testet derzeit mit Endverbrauchern die Vernetzung von PV-Batteriespeichern zu einem so genannten Schwarmspeicher. Das ist Teil des internationalen EU-Forschungsprojekts Invade. Ziel ist es, die Energiewende in der Region voranzutreiben. Das Projekt der Badenova sieht vor, die einzelnen Batteriespeicher kommunikationstechnisch zu vernetzen. Dadurch entsteht ein virtueller Großspeicher. Vorteile sind unter anderem eine Entlastung des Stromnetzes und damit mehr freie Kapazitäten für neue regenerative Erzeugungsanlagen (Solar-, Wind-, Wasserkraftanlagen etc.). "Über das Thema Netzausbau wird in Deutschland viel diskutiert. Je mehr Speichermöglichkeiten wir aber haben, die intelligent miteinander kommunizieren, desto weniger neue Stromautobahnen müssen gebaut werden", fasst Thorsten Radensleben, Vorstandsvorsitzender der Badenova, den Zweck des Projekts zusammen.

Während der Projektlaufzeit werden die Batteriespeicher der privaten Energiepioniere durch die zentrale Invade-Plattform geregelt. An Hand von Wetter-, Last-, Strompreis- und Netzzustandsprognosen wird ein optimierter Fahrplan für den Speichereinsatz erstellt und ins System der Endverbraucher zurückgespielt. Alle Daten stehen diesen in einem eigenen Portal zur Verfügung. Durch die Steuerung können die Batteriespeicher mehr Nutzen generieren und schneller wirtschaftlich werden. Die Projektteilnehmer erhalten einen Teil ihrer Stromkosten vom Netzbetreiber ersetzt.

Frank Zimmermann aus Freiburg ist einer der Teilnehmer: "Die Energiewende betrifft uns alle. Für mich ist dies daher eine Selbstverständlichkeit, der Badenova Zugriff auf meine PV-Anlage und Batteriespeicher zu gewähren. Ich bin überzeugt, dass die Erfahrungen und Ergebnisse aus diesem Pilotprojekt Grundlage sind, dass zukünftig noch mehr Solaranlagen in die bestehenden Stromnetze integriert werden können", begründet er seine Teilnahme.

Neben der bereits stattfindenden Selbstoptimierung für den Stromverbrauch im Haushalt können die Batteriespeichersysteme durch die Steuerung zusätzlich netzdienlich eingesetzt werden und damit das Stromnetz an sich entlasten.

"Perspektivisch ist außerdem die Vermarktung der Speicherkapazität an der Strombörse möglich", sagte Radensleben. Ziel des Pilotprojekts ist es jedoch primär, einen neuen Anwendungsfall zu untersuchen, bei dem die Vernetzung und externe Steuerung von Batteriespeichersystemen in Privathaushalten zu einer Verringerung von Leistungsspitzen in den Stromverteilnetzen führen soll.

Stromnetze werden entsprechend den zu erwartenden Spitzenlasten dimensioniert. Um den Spitzenlasten gerecht zu werden, müssen Netzbetreiber wie die Badenova-Tochter bnNETZE Kapazitäten in den Stromnetzen weit über die durchschnittlich benötigte Leistung hinaus bereithalten. Das bedeutet einen hohen Invest, denn das Netz muss entsprechend stark dimensioniert werden. Die dadurch entstehenden Kosten werden über die Netznutzungsentgelte abgedeckt. Der Einsatz von Speichern kann in Zukunft zur Reduzierung der Netznutzungsentgelte führen.

Badenova nutzt das Batteriespeicherprojekt zudem für das Testen weiterer Energieprodukte: Die Teilnehnmer wurden unter anderem mit den ersten am Markt verfügbaren intelligenten Stromzählern, so genannten "Smart Metern", ausgestattet;  sowie im Fall eines vorhandenen Elektrofahrzeugs mit einer fernsteuerbaren Ladevorrichtung. Quelle: Badenova / pgl

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Solarenergie
news-6448 Mon, 24 Jun 2019 06:11:00 +0200 Plus X Award: Heizkörperthermostat ist Produkt des Jahres https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/plus-x-award-heizkoerperthermostat-ist-produkt-des-jahres-6448.html Bereits im März 2019 wurde das Wiser Heizkörperthermostat des Nürnberger Herstellers Eberle in den Kategorien Bedienkomfort, Design und High Quality mit dem renommierten Plus X Award ausgezeichnet. Jetzt ist es zusätzlich als "Bestes Produkt des Jahres 2019" ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung "Bestes Produkt des Jahres 2019" erhält jeweils das Produkt, das in seiner Gattung in den meisten Kategorien überzeugt hat. Eberle konnte 2019 die drei Bereiche High Quality, Design und Bedienkomfort für sich entscheiden. Wiser ist ein intelligentes Steuerungssystem für Heizungen zum Nachrüsten. Damit können Anwender die Temperatur bequem per App oder Sprachsteuerung regulieren. Wiser erkennt offene Fenster, nutzt Geofencing und bietet einen Eco- sowie einen Abwesenheitsmodus, um ungewollte Energieverschwendung zu vermeiden. Ergänzt wird das Paket durch eine intelligente Verteilerleiste für Fußbodenheizungen und einen intelligenten Steckdosenadapter, den Wiser Plug, mit dem Anwender auch Elektrogeräte bequem per App ein- und ausschalten können.

Die Juroren heben bei Wiser besonders die Nutzerfokussierung hervor. Diese spiegelt sich bereits in den Auszeichnungen in den einzelnen Kategorien Bedienkomfort, Design und High Quality wider. In der Kategorie Bedienkomfort werden Produkte geehrt, die "eine umfassende Anwenderunterstützung garantieren" und "sich leicht und intuitiv bedienen lassen". Die Montage und Inbetriebnahme des intelligenten Heizsystems Wiser sind denkbar einfach und ohne handwerkliche Kenntnisse umsetzbar. Die intuitive App leitet den Anwender Schritt für Schritt durch die Installation. Praktische Funktionen ermöglichen beispielsweise das Kopieren von Heizprofilen für einzelne Tage.

Mit seinem schicken Design, das sich elegant ins Wohnambiente einfügt, entschied Wiser auch diese Kategorie für sich. Damit knüpft Eberle an die Erfolge mit dem Red Dot Design Award 2018 und dem German Design Award 2019 an. In der Kategorie High Quality zeichnet der Plus X Award "Investments in die Zukunft" aus, die auf beste Qualität und Langlebigkeit ausgelegt sind. Die Wiser Thermostate sind hochwertig verarbeitet und regelmäßige Updates halten die Software in Punkto Funktionalität und Sicherheit stets auf dem neuesten Stand. Quelle: Eberle / sth

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Heizung & Warmwasser
news-6450 Sun, 23 Jun 2019 07:34:00 +0200 BDEW: Erneuerbare müssen massiv ausgebaut werden https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/bdew-erneuerbare-muessen-massiv-ausgebaut-werden-6450.html Eine Analyse des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigt, dass zur Erreichung des 2030er Ziels von 65 Prozent Erneuerbaren Energien im Strombereich insgesamt 215 bis 237 GW installierte Leistung erneuerbare Energien notwendig sind. Die derzeitigen Ausbaukorridore sind nicht ausreichend und würden bis 2030 lediglich zu einem Anteil der Erneuerbaren an der deutschen Gesamtstromerzeugung von 54 Prozent führen. "Die vorliegende Analyse zeigt deutlich, dass wir mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien derzeit nicht schnell genug vorankommen und auf ein deutliches Ausbaudelta zusteuern. Hinsichtlich der zukünftigen Strombedarfe legt der BDEW sogar eine unrealistisch konservative Schätzung an", kommentiert Simone Peter, Präsidentin Bundesverband Erneuerbare Energie, kommentiert die Analyseergebnisse. Der tatsächliche Zubaubedarf erneuerbarer Energien könne angesichts der großen Nachfrage nach CO2-freiem Strom aus der deutschen Industrie sowie perspektivisch aus den Sektoren Verkehr und Wärme noch deutlich stärker steigen.

Vor dem Hintergrund dieser Strombedarfe seien Zubaudeckel für die Bereiche Offshore-Wind und Photovoltaik nicht mehr zeitgemäß, so Peter weiter. Die CDU-Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer habe gerade erst davon gesprochen, dass beim Klimaschutz "einiges liegen geblieben" sei und die Regierungskoalition nun "über den Sommer nachsitzen" müsse. Die ersten Pflichtaufgaben während dieser Überstunden bestehen aus der Sicht des BDEW in der Anhebung des 15-GW-Deckels für Wind auf See auf 20 GW bis 2030 sowie in der Abschaffung des 52-GW-Deckels für PV-Anlagen außerhalb des Ausschreibungsregimes. Zudem müsse eine Stärkung des gewerblichen solaren Eigenverbrauchs angereizt werden, damit die Energiewende auch in den Städten Fortschritte machen kann.

Klar muss aus Sicht des Verbandes auch sein, dass nur solche Szenarien zur Erreichung des 65-Prozent-Ziels führen können, in denen die Erneuerbaren in einem breiten Mix aus Wind Onshore und Offshore, Photovoltaik und Bioenergie ausgebaut werden. Die verschiedenen Energieträger dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. Quelle: BDEW / sth

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Finanzierung
news-6451 Sat, 22 Jun 2019 06:54:00 +0200 Zahl der Baugenehmigungen von Wohnungen sinkt https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/zahl-der-baugenehmigungen-von-wohnungen-sinkt-6451.html Von Januar bis April 2019 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 105.800 Wohnungen genehmigt. Das waren 1,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das berichtet das Statistische Bundesamt (Destatis). Die Genehmigungen galten sowohl für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden. In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis April 2019 rund 92.000 Wohnungen genehmigt. Dies waren 1,4 Prozent oder 1.300 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum. Gestiegen ist ausschließlich die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser (+2,2 Prozent). Die Zahl der Baugenehmigungen für Zweifamilienhäuser sank dagegen um 5,2 Prozent, die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser um 0,5 Prozent.

Bei den neu zu errichtenden Nichtwohngebäuden, die von Januar bis April 2019 genehmigt wurden, verringerte sich der umbaute Raum gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,8 Millionen Kubikmeter auf 64,0 Millionen Kubikmeter (-10,9 Prozent). Quelle: Destatis / sth

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Finanzierung