enbausa.de - Energetisch Bauen und Sanieren https://www.enbausa.de/ Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen de-DE EnBauSa Sun, 31 May 2020 09:27:12 +0200 Sun, 31 May 2020 09:27:12 +0200 TYPO3 EXT:news news-7044 Fri, 29 May 2020 11:14:00 +0200 Rolläden automatisch nach Sonnenstand steuern https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/rollaeden-automatisch-nach-sonnenstand-steuern-7044.html Mit elektrischen Gurtwicklern und einem smarten Sonnensensor von Schellenberg können Rollläden sich automatisch nach Sonnenstand und Dämmerung richten. Die elektrischen Gurtwickler von Schellenberg gibt es in verschiedenen Varianten zur Aufputz- oder Unterputz-Montage. Über einen Netzstecker werden sie mit Strom versorgt. Über Tasten oder eine Zeitautomatik mit individuell einstellbaren Öffnungs- und Verschlusszeiten können sie bedient werden. Derzeit können sie in die Szenarien der Smart-Home-Lösungen Smart Friends und Magenta Smart Home eingebunden werden.

Verändert sich die Sonneneinstrahlung oder setzt die Dämmerung ein, teilt der mit dem Gurtwickler verbundene Sonnensensor diese Veränderungen mit. Die Rollläden werden dann anhand dieser Information selbstständig geöffnet oder geschlossen. So bleiben Räume auch bei Abwesenheit vor der Sommerhitze bewahrt.

Der Sonnensensor wird ohne Werkzeug mit einem Saugnapf von innen an der Fensterscheibe angebracht und mit dem elektrischen Gurtwickler über ein Kabel verbunden. Er misst den Lichtwert direkt an der Fensterscheibe und steuert den elektrischen Gurtwickler mit zwei Funktionen. Die Sonnen-Funktion sorgt für eine automatische Beschattung bei starker Sonneneinstrahlung. Dazu werden die Lichtwerte gemessen und die Rollläden bei Erreichen eines bestimmten, individuell einstellbaren Wertes automatisch geschlossen. Das wirkt sich positiv auf das Raumklima aus und schützt Pflanzen, Möbel und Teppiche vor starker Sonneneinstrahlung. Die Dämmerungs-Funktion schließt die Rollläden abends automatisch, wenn der eingestellte Lichtwert erreicht wird. Quelle: Schellenberg / al

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Dämmung & Fenster
news-7037 Thu, 28 May 2020 09:02:00 +0200 Zertfizierung für Quartiere ist überarbeitet https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/zertfizierung-fuer-quartiere-ist-ueberarbeitet-7037.html Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat zwei wichtige Weiterentwicklungen ihrer Zertifizierung abgeschlossen. Veröffentlicht wurde zum einen die internationale Version des DGNB Systems für Neubauten, das erstmals für eine Vielzahl unterschiedlicher Gebäudenutzungen anwendbar ist. Auch für die Zertifizierung von nachhaltigen Quartieren gibt es eine neue Version des DGNB Systems. Weltweit hat die Nachhaltigkeitszertifizierung von Bauprojekten in den letzten zehn Jahren enorm an Bedeutung gewonnen. Mehr als 6.000 Auszeichnungen konnte allein die DGNB bereits vergeben, verteilt auf fast 30 Länder. „Einen richtigen Mehrwert liefert eine Zertifizierung dann, wenn sie als Planungs- und Optimierungswerkzeug bereits in einer frühen Projektphase angewandt wird“, sagt DGNB Geschäftsführer Johannes Kreißig. „Es geht nicht darum, Checklisten ohne Bezug zum konkreten Projekt abzuarbeiten, sondern die sinnvollsten Maßnahmen im Sinne einer ganzheitlichen Nachhaltigkeit umzusetzen, um das Gebäude oder Quartier nachweislich besser zu machen.“

Internationale DGNB Zertifizierung berücksichtigt lokale Gegebenheiten

Mit der neuen internationalen Version ihrer Neubauzertifizierung setzt die DGNB weltweit Maßstäbe. Bei der Anwendung im Ausland berücksichtigt es spezifische lokale Anforderungen, so etwa die regulatorischen, klimatischen und kulturellen Gegebenheiten. Entsprechend ist die internationale Version des DGNB Systems auch deutlich mehr als eine Übersetzung der deutschsprachigen Version.
Auf umfassende Weise greift es die vielfältigen Anforderungen an den Klima- und Ressourcenschutz auf. So ist das DGNB System das erste, das Circular-Economy-Lösungen auf Gebäudeebene bewertbar und messbar macht sowie klare Anreize für die Planung und Umsetzung von klimapositiven Gebäuden setzt. Wichtige Nachhaltigkeitsanforderungen, wie sie aktuell etwa über die EU-Taxonomie und Level(s), dem europäischen Berichtsrahmen für nachhaltige Gebäude, gefördert werden, sind bei der DGNB Zertifizierung seit jeher verankert und umfassend praxiserprobt. Hierzu zählen die Ökobilanzierung, die Lebenszykluskostenrechnung und die verpflichtende Messung der Innenraumluftqualität. Zur Stärkung der Zukunftsfähigkeit von Gebäuden hat die DGNB hohe Anforderungen an die Qualität von Bauprodukten in den Kriterien verankert. Dies betrifft etwa die Vermeidung von Schad- und Risikostoffen. In Verbindung mit der Auszeichnung „DGNB Diamant“ ist das DGNB System zudem das weltweit erste, das die Aspekte einer gestalterischen und baukulturellen Qualität adäquat berücksichtigt.
Die bisherige internationale Version des DGNB Systems stammte aus dem Jahr 2014 und wurde speziell für Büro- und Verwaltungsgebäude entwickelt. Die neue Version gilt für neun verschiedene Gebäudenutzungen wie Wohnen, Büro, Handel, Logistik, Industrie, Hotel oder Bildung.

Entwicklung nachhaltiger Quartiere als Schlüsselaufgabe der Stadtentwicklung

Seit 2012 bietet die DGNB ein Zertifizierungssystem speziell für nachhaltige Quartiere an, das dabei hilft, eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsqualität zielgerichtet, systematisch und wirtschaftlich umzusetzen. Die jetzt veröffentlichte neue Version des Systems ist eine wichtige Weiterentwicklung . Sämtliche Kriterien wurden auf ihre Aktualität, Methodik, Zielorientierung und praktische Anwendbarkeit hin überprüft und, wo es sinnvoll war, adaptiert. Dabei wurden einige Elemente aus der neuesten Version der Gebäudezertifizierung übernommen. Hierzu zählt die Einführung von Bonuspunkten, die sich positiv auf das Zertifizierungsergebnis auswirken, sowie das Prinzip der Innovationsräume, das eine größere planerische Freiheit ermöglicht. Auch der Abgleich sämtlicher Kriterien im Hinblick auf ihren Beitrag zur Erreichung der globalen Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen ist neu.
Zu den Kernthemen, die mit der neuen Version adressiert werden, zählen Klimaschutz, Klimaanpassung und Resilienz. Konkret unterstützt die Zertifizierung dabei, Quartiere zu entwickeln, die einen möglichst geringen CO2-Ausstoß über den Lebenszyklus verursachen – in Planung und Bau, genauso wie in der späteren Nutzung. Das Stadt- und das Mikroklima werden ebenso betrachtet wie die Umweltrisiken und der damit verbundene Werterhalt eines Quartiers. Ein weiterer Fokus liegt auf der Förderung der Biodiversität. Und auch die Mobilität steht im Blickfeld: Dabei wird der Umweltverbund bestärkt, Mobilitätsmanagement-Strategien für autofreie Quartiere werden belohnt. Ein zentrales Thema ist die Circular Economy, also die Förderung eines Denkens und Handelns in Kreisläufen im Umgang mit den verwendeten Ressourcen und Flächen. Zudem steht der Mensch im Mittelpunkt, indem Räume mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen werden und eine gute Durchmischung im Quartier unterstützt wird. Für eine größere Akzeptanz und Identifikation wird die frühzeitige Einbindung der späteren Nutzer im Sinne der Partizipation gestärkt.
Das System ist erstmals für fünf verschiedene Quartiersnutzungen anwendbar: Stadtquartiere, Businessquartiere, Gewerbegebiete, Event Areale, Industriestandorte. Zusätzlich wurden die Kriterien des Quartierssystems mit denen der Gebäudezertifizierung stärker aufeinander abgestimmt, um Synergien zu fördern. Quelle: DGNB / pgl

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Finanzierung
news-7031 Thu, 28 May 2020 07:21:00 +0200 Erneuerbare Energien machen Deutschland krisenfester https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/erneuerbare-energien-machen-deutschland-krisenfester-7031.html Deutschland kann gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgehen, sagt Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie. Wenn die Bundesregierung den Ausbau der Erneuerbaren Energien in allen Sektoren beschleunige, könnten diese ihr Potenzial in einem gekoppelten Energiesystem entfalten. Wie ein nachhaltiges Konjunkturprogramm Wirtschaft und Klima gleichermaßen helfen kann, zeigt der Bundesverband Erneuerbare Energie in einem detaillierten Positionspapier.
Allein die Beseitigung von schon erkannten Bremsen und Hürden werde Investitionen in den Ausbau der Erneuerbaren Energien frei machen. „Wir brauchen schnell ein Gesetz, das die längst überfällige Einigung zum Wegfall des PV-Deckels gesetzlich verankert, endlich eine neue Dynamik für Windenergie an Land, Wind-Offshore und Biomasse auslöst, sowie das Ziel, bis 2030 einen Anteil von mindestens 65 Prozent Erneuerbaren Energien am Strommix zu erreichen, festschreibt“, so Peter.
Im Gebäudebereich müsse insbesondere die Austauschrate fossiler Heizungen durch Erneuerbare Heizsysteme beschleunigt werden. „Eine Ausweitung der Austauschprämie auf alte Kohlekessel und Nachtspeicherheizungen würde ein wichtiges Signal in den Markt setzen“, so Peter. „Für kommunale Wärmenetze, die bisher fast ausschließlich durch fossile Brennstoffe gespeist sind, ist eine öffentliche Investitionsoffensive angebracht: Großwärmepumpen, große Solarthermie, Tiefen-Geothermie und Biomasseheizkraftwerke brauchen einen gezielten Markthochlauf.“
Im Mobilitätssektor müsse die öffentliche Hand den Auf- und Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur für batteriebetriebene Fahrzeuge und das Tankstellennetz für Fahrzeuge, die mit grünem Wasserstoff oder Biogas betrieben werden, forcieren. Im zweiten Halbjahr müsse die Bundesregierung außerdem ihren Vorsitz bei der Ratspräsidentschaft nutzen, um den Green Deal konsequent voranzutreiben und dabei im eigenen Land mit gutem Beispiel voranzugehen. Quelle: BEE / pgl

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Finanzierung
news-7038 Wed, 27 May 2020 15:50:00 +0200 Solarwirtschaft sauer über Verlängerung des Solardeckels https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/solarwirtschaft-sauer-ueber-verlaengerung-des-solardeckels-7038.html Irritiert und verärgert hat die Solarwirtschaft darauf reagiert, dass es die große Koalition in dieser Woche erneut versäumen wird, den in Kürze erreichten Förderdeckel für neue Solardächer zu Fall zu bringen. Im Bundestag wurde aus nicht nachvollziehbaren Gründen keine Einigung auf ein geeignetes Trägergesetz für die dringend notwendige Gesetzesänderung erzielt. Die Solarbranche muss damit nun einen weiteren Monat bangen, ob der Solardeckel im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) noch rechtzeitig vor dem Erreichen der entscheidenden Photovoltaik-Zubaumarke von 52 Gigawatt beseitigt wird. Mittels einer Fraktionseinbringung im Eilverfahren müsse dies nun spätestens in der kommenden Sitzungswoche des Bundestages Mitte Juni erfolgen, fordert der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW). Der BSW warnt erneut, dass der Deckel im Falle starker Vorzieheffekte bereits im Juli erreicht werden könne.

Die damit verbundene Investitionsunsicherheit habe nach Aussagen des BSW in den letzten Wochen bereits zu Schäden in dreistelliger Millionenhöhe geführt. BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig: „Die unnötige Verlängerung der Ungewissheit für tausende Solar- und Handwerksbetriebe ist grob fahrlässig. Wenn der Solardeckel nicht vor der parlamentarischen Sommerpause fällt, werden die Schäden in die Milliarden gehen, der Klimaschutz blockiert und Tausende in der Solarbranche ihren Job verlieren. Dem Bundestag bleibt Mitte Juni eine letzte Sitzungswoche, um die wiederholt versprochene Beseitigung des Solardeckels endlich in die Tat umzusetzen.

Bei einer ausbleibenden Entdeckelung würde sich der Solarmarkt in Deutschland nach Einschätzung des BSW mehr als halbieren. Schon eine vorübergehende Förderunterbrechung würde massive Schäden in der Solarwirtschaft anrichten. Nach einer Repräsentativbefragung im Februar hatten sich drei Viertel der Bürger für eine Fortsetzung der Solarförderung ausgesprochen, um die Umsetzung der Klimaziele nicht zu gefährden. Über 80 Prozent der Wähler von Union und SPD vertreten diese Auffassung.

Zu Beginn vergangener Woche hatten sich die Regierungsfraktionen nach monatelangem Tauziehen in der strittigen Frage angemessener Abstandsregeln von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung geeinigt und damit eigentlich auch den Weg für einen Fall des Solardeckels frei gemacht. Auf einen verstärkten Ausbau der Solarenergie und die ersatzlose Streichung der Förderbeschränkung hatte sich die Bundesregierung bereits im letzten Herbst verständigt. Die gesetzliche Umsetzung des für die Energiewende unverzichtbaren Vorhabens hakt aber bis heute. Quelle: BSW Solar / pgl

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Solarenergie
news-7036 Wed, 27 May 2020 07:57:00 +0200 Bauherren können mit Kredit und Steuerförderung sanieren https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/bauherren-koennen-mit-kredit-und-steuerfoerderung-sanieren-7036.html Energetisch Sanieren lohnt sich mehr denn je. Hausbesitzer, die statt einer Komplettsanierung in Etappen vorgehen wollen, profitieren von verschiedenen Förderungen. Denn der Staat unterstützt auch kleinere Maßnahmen, um CO2-Emissionen zu senken. „Wer sein selbstgenutztes Wohneigentum energetisch saniert, hat grundsätzlich zwei Fördermöglichkeiten“, erklärt Baufinanzierungsexperte Ralf Oberländer von der Bausparkasse Schwäbisch Hall. „Die steuerliche Abschreibung oder den klassischen Investitionszuschuss, zum Beispiel über die KfW.“

Neu ist die Möglichkeit zur Steuerabschreibung. Sie geht über drei Jahre und bis zu einer Höhe von maximal 40.000 Euro. Voraussetzung ist, dass ein Fachunternehmen die Sanierungsarbeiten durchführt. Die Steuerermäßigung kann der Immobilienbesitzer nach Abschluss der Baumaßnahmen geltend machen. Anders bei den Förderungen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW): Hier muss der Hausbesitzer sämtliche Anträge vor Baubeginn stellen. Für den KfW-Zuschuss muss vor Beginn der Sanierung zudem ein Energieberater hinzugezogen werden. „Wer allerdings nicht weiß, welchen Sanierungsbedarf die eigene Immobilie hat und in welcher Reihenfolge die Maßnahmen durchgeführt werden müssen, sollte sich zuerst an einen Energieberater wenden“, so Oberländer.

Folgen verschiedene energetische Maßnahmen aufeinander, wie die Dämmung der Fassade, der Austausch der Fenster und die Installation einer Photovoltaikanlage, können sie die Energieeffizienz der Immobilie erheblich steigern. „Bei besonders teuren und umfassenden Maßnahmen lohnt es sich in der Regel eher, eine Förderung der KfW in Anspruch zu nehmen“, weiß Oberländer. In der Summe kostet eine konkrete Beispielsanierung 115.000 Euro. Bei einer Förderung über die KfW (Programm 430 oder 151) kann sich der Immobilienbesitzer über einen Investitions- oder Tilgungszuschuss von 34.500 Euro freuen. Eine Steuerermäßigung bringt in diesem Fall nur 23.000 Euro Ersparnis.

Wer nicht so viel auf einmal investieren will, kann seine Immobilie Schritt für Schritt energetisch aufrüsten. Ein effizienter Anfang kann beispielsweise der Einbau neuer Fenster für eine bessere Wärmedämmung sein. Die Maßnahme kostet etwa 35.000 Euro. Eine Förderung über die KfW (Programm 430 oder 152) oder alternativ die Steuerabschreibung bringen dem Immobilienbesitzer jeweils eine Ersparnis von rund 20 Prozent der Investitionssumme, insgesamt 7.000 Euro. Oberländers Tipp: „Die Steuerermäßigung kann auch nachträglich beantragt werden und verursacht unter Umständen weniger bürokratischen Aufwand.“

Auch wer seine alte Ölheizung ersetzt, kann zwischen der Austauschprämie des BAFA und der Steuererleichterung wählen. Abhängig von der neuen Heizungsart beträgt die Austauschprämie bis zu 45 Prozent, maximal 22.500 Euro. Bei Einbau einer neuen Pelletheizung, was Kosten von rund 22.000 Euro verursacht, erhält der Hausbesitzer mit der Förderung des BAFA einen Zuschuss in Höhe von 9.900 Euro. Die Steuerersparnis liegt hier dagegen nur bei 4.400 Euro.

Extratipp vom Experten: „Welche Förderung sich am meisten für Sanierer lohnt, hängt von Art und Umfang der Maßnahmen ab. Energieberater und Baufinanzierungsexperten helfen bei der Suche nach der individuell passenden Lösung – für Sanierungsmaßnahmen und Finanzierung.“ Quelle: Bausparkasse Schwäbisch Hall / pgl

 

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Finanzierung
news-7028 Tue, 26 May 2020 08:01:00 +0200 Fassaden dienen als Kraftwerke für Gebäude https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/fassaden-dienen-als-kraftwerke-fuer-gebaeude-7028.html Das fünf- bis achtfache der verbauten Solarthermie-Leistung von 2019 wird Deutschland benötigen, um die EU-Ziele der Klimaneutralität 2050 zu erreichen. Das haben Forscher am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) ausgerechnet. Weil die dafür nötigen Anlagen große Flächen in Anspruch nehmen, rücken die Fassaden von Gebäuden in den Blickpunkt der Energieerzeugung. Doch an sie werden hohe Ansprüche gestellt. Weniger die Leistung oder die Kosten haben in der Vergangenheit verhindert, dass bauwerk-integrierte Photovoltaik (BIPV) und Solarthermie (BIST) an den Außenwänden von Gebäuden durchsetzen, als deren Optik: „Die Fassade ist das Angesicht eines Gebäudes, daran stellt man einen hohen architektonischen Anspruch“, sagt Michael Hermann, Koordinator Innovationsprozesse Wärme- und Kältetechnik am Fraunhofer ISE in Freiburg

Deshalb würden für Fassaden andere Auswahlkriterien gelten als für Dächer: „Hier müssen sich Sonnenenergie-Komponenten mit Putz, Holz und Stein als Oberfläche bezüglich ihrer gestalterischen Möglichkeiten messen und mit diesen auf ansprechende Weise kombinieren lassen.“ BIPV und BIST müssen deswegen aus Sicht des Forschers zu gestaltbaren Materialien werden, die Architekten schon sehr früh im Planungsprozess einbeziehen können. Er ist davon überzeugt, dass Solarthermie dabei in Zukunft eine zunehmende Rolle spielen wird, da die Gesetzgebung und Marktanreizprogramme diese durchaus begünstigen.

Laut der Studie „Wege zu einem klimaneutralen Energiesystem“ des Fraunhofer ISE werden sich zukünftig Wärmenetze etablieren. In die könnte man dann gewinnbringend einspeisen wie über das EEG bereits Solarstrom. Für die Photovoltaik an Fassaden gibt es nach Angaben des Instituts noch ein technisches Potenzial von mindestens 1,4 Terrawatt-Peak in Deutschland, bei einer Jahresstromerzeugung von 513 Terrawatt-Stunden im Jahr 2019.

Bei Energieerzeugung über die Fassade ist die Optik wichtig

Auf einen weiteren Hemmschuh bei der massenhaften Installation von BIST und BIPV weist Jochen Klingler hin, Geschäftsführer der Enersearch Solar GmbH: Private Bauträger und Investoren würden ihre Objekte nach Fertigstellung verkaufen. „Dabei spielen zukunftsweisende Energiesysteme oft eine untergeordnete Rolle. „Die Kommunen haben ihre Gebäude 50 Jahre lang in der eigenen Verwaltung.“ Daher spürten öffentliche Träger einen größeren Druck, nach Passivstandards zu bauen und erneuerbare Energien einzusetzen. Sie sparen damit über kurz oder lang bares Geld. Zudem erfülle der öffentliche Sektor eine Vorbildfunktion und müsse Klimavorgaben der EU einhalten

Enersearch hat nach eigenen Angaben eine der günstigsten und unkompliziertesten Lösungen für erneuerbare Energien an der Fassade im Programm: In Ergänzung zu seinem Lüftungssystem mit Wärmetauscher bietet das Unternehmen einen solaren Luftkollektor mit einer energetischen Leistung von bis zu 450 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter (je nach Ausrichtung) für knapp 1300 Euro an. Der Solarkollektor kann neben Fensterelemente gesetzt werden und fällt damit an der Fassade nicht mehr auf. An der 2016 zum Passivhaus-Standard sanierten Waldbachschule in Offenburg erbringen die zusätzlich zur Lüftung verbauten Kollektoren beispielsweise rechnerisch ein Viertel der Heizlast. Klingler sieht sein System vor allem dann als geeignet an, wenn man eine Gebäudelüftung um Erneuerbare Energien aufwerten wolle, um etwa einen höheren Hausstandard zu erreichen.

PV und Solarthermie müssen Teil der Baukultur werden

Zwar sind klassische Solarthermie- und Photovoltaikanlagen sowie kombinierte Lösungen aus beidem auch an Fassaden teils seit den 90er-Jahren im Einsatz. Doch aufgrund der Optik ließen sich Modullösungen oder Röhrenkollektoren vielfach nur auf Dächern und an Industriegebäuden realisieren. „Damit es in der Bevölkerung akzeptiert ist, müssen wir es schaffen, diese Flächen aktiv so in die Gebäude zu integrieren, dass sie Teil der Baukultur werden“, sagt ISE-Forscher Hermann.

Dazu entwickeln Unternehmen und Forschungsinstitute eine Vielzahl von möglichen Lösungen. Eine Variante sind dabei auch Dünnschicht-Module an vorgehängten hinterlüfteten Fassadensystemen, wobei die Module zum Beispiel durch eine ganze Palette von Farbvarianten gestaltbar werden. Ein solches System bietet die Sto SE in Kooperation mit der Nice Solar Energy GmbH an. Die „Sto Ventec Artline“ kann unsichtbar befestigt werden und ergibt dann eine einheitliche Oberfläche. Oder sie wird mit Rahmen in einem horizontalen Schienensystem angebracht. Beide lassen sich mit Fassaden-Oberflächen wie Naturstein, Keramik oder Putz kombinieren. Die CIGS-Dünnschicht-Module erreichen einen Wirkungsgrad von 17 Prozent, der allerdings neben Einstrahlwinkel und anderen Faktoren auch stark von der Farbgebung abhängt. Wer höchste Energieausbeute will, muss nach wie vor eine schwarze Fassade in Kauf nehmen.

Noch flexibler gestalten lassen sich organische Solarelemente. Derartige Solarelemente für architektonische Leuchtturmprojekte liefert etwa die Opvius GmbH aus Kitzingen. Die Heliatek GmbH in Dresden hat vor einem Jahr ihre Solarfolie Heliasol in einem Pilotprojekt auf einer Fläche von 230 Quadratmetern an seinem Silo der Schneller Mühle in Donauwörth angebracht. Zwar mache man aufgrund des Forschungsstandes aktuell keine Angaben zur Leistung einzelner Pilotanlagen, so Stephan Kube, Marketingchef bei Heliatek. Zumindest die Art der Anbringung habe sich aber bewährt. Die Folie wird ähnlich wie beim Tapezieren direkt auf den blanken Beton geklebt. Ende des Jahres soll sie in Serienproduktion gehen.

Zu Kosten und Leistungsdaten will Kube noch keine Angaben machen, aber so viel: „Wir planen für das Startprodukt Heliasol um die acht Prozent Wirkungsgrad.“ Klar sei außerdem, dass das Produkt zum Marktstart noch teurer sein werde, als konventionelle PV. Man sehe sich jedoch nicht im direkten Vergleich mit normalen Modulherstellern, meint auch er: Durch ihre Eigenschaften erschließe die Folie neue Anwendungen. Weil sie dünn, flexibel und aufklebbar ist, lässt sie sich anders als kristalline Module auch auf gekrümmten Flächen verbauen.

Forscher tüfteln an praxistauglichen Lösungen

Die Forscherinnen und Forscher am ISE tüfteln ebenfalls an fassadentauglichen Lösungen, unter anderem Photovoltaik-Schindeln. Im Projekt „ArKol –  Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadenkollektoren mit Heat-Pipes“ entstanden zum einen solarthermische Streifenkollektoren, die sich vertikal und horizontal variabel an der Hausfassade anordnen lassen. Zum anderen konstruierte das Team eine solarthermische Lamellenjalousie. Die lässt sich beliebig raffen und verstellen wie eine herkömmliche Verschattung, aber in jeder einzelnen Lamelle ist eine Heat-Pipe verbaut. Bis zur Marktreife werde es aber noch eine Weile dauern, so Hermann.

Das gilt auch für ein weiteres Forschungsprojekt „Tabsolar“. Darin entwickelten die Forscher eine Methode, dünne Kanäle bereits beim Aushärten in einen Ultrahochleistungsbeton einzubringen. Die so hergestellten Elemente sind bis zu zwölf Millimeter dünn. Sie könnten nicht nur als solarthermische Fassaden-Elemente eingesetzt werden, etwa um Trinkwasser zu erwärmen. In Kombination mit einer spektralselektiven Beschichtung und Antireflexverglasung soll Tabsolar ähnliche Erträge wie gängige Solarkollektoren bieten, dabei aber mehr Freiheit zu gestalten. Als Designvariante bleiben die Kollektoren unverglast und könnten mit verschiedensten Strukturen und Farben versehen werden. Das verringert zwar Ertrag und Temperaturniveau, für eine Niedertemperatur-Wärmequelle für Wärmepumpen wäre es laut Hermann aber allemal ausreichend.

Kontakt zu Architekten ist wichtig

„Für uns wäre es wichtig, von Architekten und der Bauwirtschaft zu erfahren: Wie müsste ein System aussehen, damit es ankommt? Nur dann können unsere Ideen am Markt erfolgreich sein“, sagt der Forscher. Er geht aber ohnehin davon aus, dass sich eine große Bandbreite an Elementen am Markt etablieren wird: Das China-Standard-PV-Modul für diejenigen, die mit geringem Investment Strom erzeugen wollen. Und architektonisch anspruchsvolle Lösungen, die Teil der Baukultur werden. Letztere böten aus Hermanns Sicht eine Chance für europäische Hersteller, die auf dem Weltmarkt mit Standard-Modulen ohnehin nicht mehr mithalten können. Daniel Völpel

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Solarenergie
news-7034 Tue, 26 May 2020 07:15:00 +0200 Infrarotheizung lohnend ab KfW-Effizienzhaus 40 https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/infrarotheizung-lohnend-ab-kfw-effizienzhaus-40-7034.html Heizen mit Strom wird durch den niedrigen Heizwärmebedarf in Neubauten interessant. Dies ist beispielsweise mit einer elektrisch beheizbaren Trockenbauwand möglich und kann sich in Kombination mit Solaranlage und -speicher rechnen. Das macht eine Infrarotheizung möglich, die von dem Unternehmen Future Carbon hergestellt wird. Die „Carbo e-Wall“ ist eine mit Kohlenstoffmaterialien beschichtete Gipskartonplatte. Ans Stromnetz angeschlossen, erzeugt sie Infrarotwärme. Montiert wird sie wie eine herkömmliche Trockenbauwand. „Die 300 Watt starken e-Walls lassen sich nahezu exakt auf die Heizlast des Gebäudes zuschneiden“, erklärt Michael Schütz, Energieberater bei FutureCarbon. So lasse sich der ohnehin niedrige Energiebedarf in Neubauten kostengünstig decken.

Für ein Einfamilienhaus mit 160 Quadratmetern Wohnfläche und einem jährlichen Heizwärmebedarf von 40 Kilowattstunden pro Quadratmetern zahlen Hausbesitzer circa 10.500 Euro brutto an Materialkosten für das gesamte Heizsystem, rechnet das Unternehmen vor. Im Vergleich zu anderen Systemen würden kaum weitere Kosten anfallen, das es keine Verrohrung noch eine Fußbodenheizung benötige. Die Platten werden vom Trockenbauer an Stelle von normalen Trockenbauplatten eingesetzt. Da die Anlagentechnik laut Hersteller nahezu wartungsfrei ist, entfallen die Kosten für regelmäßige Inspektionen. „In puncto Wirtschaftlichkeit ist die beheizbare Trockenbauwand vor allem ab KfW-Effizienzhausstandard 40 hoch interessant“, sagt Schütz.

Die elektrisch beheizbare Trockenbauwand lässt sich per Smart Home-System oder Thermostat minutengenau steuern. „Diese Spontanität, die träge wassergeführte Heizsysteme per se nicht bieten, minimiert die Energiekosten und flexibilisiert die Nutzung“, sagt Schütz. In einem KfW-Effizienzhaus 40 plus schreibt die EnEV eine zentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung und einen Stromspeicher vor. „Das System rechnet sich unter diesen Voraussetzungen noch schneller“, erklärt Schütz. Mit Speicher und Solaranlage wäre der Hausbesitzer hinsichtlich Haushaltsstrom, Heizstrom und elektrische Brauchwassererwärmung bis zu einem gewissen Grad vom Stromversorger unabhängig. Um den Rest abzudecken, biete sich die Einspeisung des Überschussstroms in eine Cloud an. Quelle: Future Carbon / al

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Heizung & Warmwasser
news-7033 Mon, 25 May 2020 13:19:10 +0200 Forschungshaus aus Infraleichtbeton fertiggestellt https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/forschungshaus-aus-infraleichtbeton-fertiggestellt-7033.html In Bad Aibling ist eines von drei Forschungshäusern aus Infraleichtbeton fertiggestellt worden. Das kompakte, dreigeschossige Wohnhaus steht im Null-Emissions-Quartier, das auf einem ehemaligen Kasernengelände entwickelt wird. „Infraleichtbeton vereint hohe Tragfähigkeit mit ausgezeichneter Wärmedämmung. Damit lassen sich monolithische Konstruktionen verwirklichen und Oberflächen vielfältig gestalten. Eine derartige Leistungsfähigkeit besitzt kein anderer Baustoff“, sagt Robert Lukas, Leiter Qualität Südostbayern von Heidelberger Beton. Für das Forschungshaus konnte auf eine gutachterlich geprüfte Rezeptur zurückgriffen werden, die Heidelberger Beton in mehreren Versuchen und unter Mitwirkung von Experten der Universität der Bundeswehr München (UniBW) bereits für das Wohnhaus Thalmair in Aiterbach entwickelt hat. Es war eine Zustimmung im Einzelfall durch die Oberste Baubehörde im Bayerischen Ministerium des Inneren nötig, da diese für Bauten aus Leichtbeton mit Rohdichten unter 800 Kilogramm pro Kubikmeter und/oder einer Druckfestigkeitsklasse kleiner LC12/13 gefordert ist.

Die Grundlage für den Bau und das Monitoring legten Wissenschaftler und Architekten des Forschungsprojekts „Einfach Bauen“ der Technischen Universität München (TUM). In diesem werden ganzheitliche Strategien für energieeffizientes, einfaches Bauen entwickelt. Bauherr ist die B&O Gruppe.

Wärmedämmung durch Materialbeschaffenheit

Der erste Rohbau besteht aus 50 Zentimeter dicken, einschaligen Außenwänden, die aufgrund der Materialbeschaffenheit und Speichermasse des Infraleichtbetons ausreichende Wärmedämmung bieten. Der Beton wurde direkt aus dem Fahrmischer per Kübel in Großflächenschalungen eingebracht. Fassade und Innenwände des Hauses bleiben gleichermaßen betonsichtig. Unbewehrte Betonwände im Innern und 30 Zentimeter dicke Decken aus stahlfaserbewehrtem Beton erfüllen die Vorgaben an die Luftschalldämmung. Ein Bodenbelag, etwa Linoleum, erfüllt die Anforderungen an den Trittschall ohne weiteren Bodenaufbau.

Die Fensterausschnitte entsprechen den Eigenschaften des Baumaterials. Im Falle des Betonhauses wurden die Ausschnitte für die Rundbogenfenster mit minimaler Toleranz ausgebildet. Die Holzfenster wurden exakt eingepasst und die Luftdichtigkeit mit einem Kompriband erfüllt. Die oberste Geschossdecke unter dem flach geneigten Satteldach wurde mit Holzwolle gedämmt. Auf einer Gesamtgrundfläche von zehn auf 20 Metern sind acht unterschiedlich große Wohneinheiten mit drei Meter hohen Räumen auf drei Geschossebenen angeordnet. Versorgungsleitungen verlaufen unter Fußleisten. Beheizt wird das Wohnhaus über ein Blockheizkraftwerk im Wohnquartier, das mit Holzhackschnitzeln befeuert wird.

"Aktuellen Passivhäusern überlegen"

Mit ihrem laufenden Forschungsvorhaben „Integrale Strategien für energieeffizientes, einfaches Bauen mit Holz, Leichtbeton und hochwärmedämmendem Mauerwerk – Untersuchung der Wechselwirkungen von Raum, Konstruktion und Gebäudetechnik“ gewinnt die Technische Universität München (TUM)  neue Erkenntnisse. Ihre Forschungsergebnisse bestätigen die dem Projekt zugrundeliegende Hypothese, dass einfache Wohngebäude mit hochwertiger und gleichzeitig suffizienter Architektur, robuster Baukonstruktion und reduzierter Gebäudetechnik hinsichtlich Ökobilanz und Lebenszykluskosten sowohl Standardwohngebäuden als auch aktuellen Passivhäusern überlegen sseien: "Reduzierte Technikkonzepte erlauben eine einfache Handhabung und sind auch gegenüber Umwelteinflüssen robust“, sagt Projektarchitekt Tilmann Jarmer. Quelle: Heidelberger Beton / al

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Dämmung & Fenster
news-7032 Mon, 25 May 2020 12:31:03 +0200 Baugewerbe rechnet für 2020 mit Nullwachstum https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/baugewerbe-rechnet-fuer-2020-mit-nullwachstum-7032.html „Die neuesten Daten zur Baukonjunktur zeigen: Die Corona-Pandemie wird massive Auswirkungen auf die Baubranche haben. Wenn schon zu Beginn des Lockdowns die Auftragseingänge so stark eingebrochen sind, müssen wir für die Konjunkturentwicklung der zweiten Jahreshälfte mit dramatischen Folgen rechnen,“ kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), die heute veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts. Diese berücksichtigen Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten und beziehen sich auf den Berichtszeitraum März 2020. Besonders im öffentlichen Bau ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen (-9,6 %). Insbesondere der Straßenbau bricht signifikant ein ( -12,4 %). Aber auch im Wirtschaftsbau gingen die Auftragseingänge im März um gut 3% zurück, besonders betroffen der anteilsstarke Hochbau (ca. -7 %). Nur im Wohnungsbau legte der Auftragseingang verhalten zu (ca. +3 %).

„Angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Wirtschaftsbau bleibt es wichtig, dass die öffentliche Hand ihre geplanten Investitionsbudgets auch umsetzt. Hier brauchen die Kommunen dringend die Unterstützung von Bund und Ländern. Den Investitionsstau bei den Kommunen nicht größer werden zu lassen, liegt im Interesse des Wirtschaftsstandortes Deutschland.“ so Pakleppa weiter.

Erwartungsgemäß schlagen sich die Folgen der Corona-Pandemie noch nicht in den Daten zur Umsatzentwicklung nieder. Dieser lag im März bei zirka 7,6 Milliarden Euro (+12,1 %). Damit erreichte der Umsatz im ersten Quartal gut 18 Milliarden Euro, ein Plus von gut 12 %.

„Mit diesem Ergebnis im ersten Quartal war zu rechnen. Wir sind mit vollen Auftragsbüchern in das Jahr gestartet. Bis zum Lockdown in der Mitte des Monats hatte sich die hohe Nachfrage nach Bauleistungen fortgesetzt. Die Zahlen dürfen aber nicht zu einer trügerischen Sicherheit führen: Die Einbrüche, die wir heute im Auftragseingang sehen, werden in Zukunft auf die Umsatzentwicklung durchschlagen,“ erläutert der Hauptgeschäftsführer des größten Branchenverbands.

Das deutsche Baugewerbe hatte seine Prognose zur Umsatzentwicklung im Bauhauptgewerbe für 2020 wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf viele Wirtschaftsbereiche von ursprünglich +5,5 % auf 0 % bis -2 % nach unten korrigiert.

„Positiv sehen wir die Daten zur Beschäftigtenentwicklung. Mit einer Steigerung um gut 4 % machen die Unternehmen deutlich, dass sie den Beschäftigtenstand halten wollen und am Kapazitätsaufbau festhalten. Wenn dies so blieben soll, braucht es in dem richtigerweise von der Bundesregierung angedachten Konjunkturprogramm dringend Investitionsimpulse.“ so Pakleppa abschließend. Quelle: ZDB / pgl

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Finanzierung
news-7027 Wed, 20 May 2020 13:22:02 +0200 Vier Gründe, warum sich Solarthermie lohnt https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/vier-gruende-warum-sich-solarthermie-lohnt-7027.html Lohnt es sich, in eine Solarthermieanlage zu investieren? Ja, sagt Jens-Peter Meyer vom Portal solarthermie-jahrbuch. Er räumt mit vier gängigen Irrtümern auf. Solarwärme-Systeme bieten die beste Klima- und Umweltfreundlichkeit, sagt Meyer und fasst die Vorteile zusammen: Sie stoßen kein Treibhausgas aus, bestehen aus umweltfreundlichen, äußerst langlebigen Materialien, die sich problemlos recyceln lassen und ihre Effizienz ist enorm. Der drei- bis viermal größere Wirkungsgrad verringert den Platzbedarf von Solarkollektoren auf dem Dach, weshalb sich Solarwärme- und Solarstrom-Systeme gut kombinieren lassen.

Trotz der Vorteile fließen oftmals Irrtümer in die Diskussion über die Solarwärme-Erzeugung ein, weiß Meyer. Beispielsweise, dass sich Solarthermie nicht lohne. Richtig sei, dass Solarwärme-Systeme sich fürs Klima und den Geldbeutel lohnen. Sie sparen viel Kohlendioxid ein sowie Brennstoffkosten. Eine Solarwärme-Anlage amortisiere sich je nach Anlagengröße in elf bis 16 Jahren, was eine Rendite von 2,8 bis 6,9 Prozent entspreche. Hinzu kommen aktuell attraktive Förderkonditionen die Amortisationszeiten geringer halten. Der Fördersatz beträgt zurzeit 30 Prozent der Kosten. Wer in eine Erneuerbare Energien-Hybridheizung investiert und dabei eine alte Ölheizung ersetzt, erhält vom Staat 45 Prozent dazu. Außerdem werde die CO2-Bepreisung die Amortisation der Solarthermie weiter verbessern. Da Solarkollektoren und Wärmespeicher etwa 30 Jahre und länger halten treibt das die Rendite weiter nach oben.

Preise vergleichen

Auch die Einschätzung, Solarthermie lohne sich nur im Süden der Republik, ist ein Irrtum. Zwar ist im Süden die Sonneneinstrahlung vielerorts größer ist als im Norden. Doch auch im Norden gibt es zum Beispiel in Küstennähe sehr sonnige Gegenden. In den weniger sonnigen Regionen amortisiert sich die Solarthermie ein bis zwei Jahre später. Viel wichtiger für die Rendite ist die Wahl des Installateurs. Ein überteuertes Angebot und eine fehlerhafte Installation werden sich nicht rentieren. Daher empfiehlt Meyer einen Preisvergleich und Referenzanlagen-Check.

Ein weiterer Aspekt: In vielen – aber nicht in allen – Modellrechnungen ist die Rendite von Warmwasser-Solaranlagen besser ist als die von Solarheizungen. Das liegt daran, dass Solarheizungen mehr Wärmeleistung brauchen. Das hat zur Folge, dass sie im Sommer mehr Solarwärme produzieren, als der Haushalt abnehmen kann. Dieses nicht genutzte Potenzial kann negativ zu Buche schlagen. Darum ist es bei jeder Solarwärme-Anlage wichtig, die Wärme im Sommer optimal zu nutzen. Haushaltegeräte, wie den Geschirrspüler oder die Waschmaschine, sollten an die Warmwasserversorgungen angeschlossen werden, um die kostenlose Solarwärme zu nutzen.

Für die größeren Solarheizungen spricht, dass der Anteil der Speicherkosten und Installationskosten mit der Anlagengröße abnimmt. Die große Anlage spart 20 bis 30 Prozent der Brennstoffkosten ein. In der Beispielrechnung des Bundesverbandes Solarwirtschaft sind es bei der kleinen rund 10.000 Euro in 20 Jahren. Bei der großen dagegen mehr als 14.000 Euro. Im Neubau als auch bei der umfassenden Gebäudesanierung können heutzutage 70 Prozent und mehr der häuslichen Wärme mit der Solarthermie abgedeckt werden, sagt Meyer.

Brennstoffkosten werden eingespart

Schließlich wird heißt es, dass Solarthermie sich nur in gut gedämmten Häusern lohnen soll. Gut gedämmte Häuser können einen großen Anteil ihrer Energie mit Solarwärme abdecken. Bei schlecht gedämmten Häusern ist die benötigte Wärmemenge so groß, dass die Solaranlage nur wenig im Verhältnis dazu beitragen kann. Wenn der solare Deckungsanteil bei einem gut gedämmten Haus bei 30 Prozent liegt, schafft die gleich leistungsstarke Solaranlage beim schlecht gedämmten Haus nur zehn Prozent. Dafür spart sie mehr Brennstoffkosten ein. Moderne Gebäude benötigen in Monaten wie April und Mai, aber auch im September und Oktober praktisch keine Heizung. Gerade April und Mai sind aber Monate mit einer sehr hohen Sonneneinstrahlung. Daher kann die Solarthermie in diesen Zeiten das Haus optimal heizen. Quelle: solarthermie-jahrbuch / al

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Solarenergie
news-7026 Wed, 20 May 2020 12:36:21 +0200 Ökostrom ohne Investitionskosten beziehen https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/oekostrom-ohne-investitionskosten-beziehen-7026.html Power Contracting und die Pacht von Solaranlagen erweitern das Portfolio von Q Cells. Bei diesen beiden Vertragsmodellen erhalten Unternehmen Solarstrom vom eigenen Dach, ohne in eine Solaranlage investieren zu müssen. Zwar ist Solarstrom vom eigenen Dach für Unternehmen die günstigste Art der Stromerzeugung, heißt es in einer Mitteilung von Q Cells. Viele mittelständische Unternehmen würden aber die planungs- und kapitalintensive Investition in eine eigene Solaranlage scheuen. In beiden Modellen werden Solaranlagen auf dem Dach des Eigentümers oder des Mieters eines Gebäudes errichtet. Der Anbieter übernimmt die Kosten und deckt den verbleibenden Strombedarf mit ökologischem Strom aus erneuerbaren Quellen aus Deutschland und Österreich ab.

Beim Power Contracting übernimmt der Anbieter die Rollen des Investors, Eigentümers und Betreibers der Solaranlage. Er liefert im Rahmen eines Stromliefervertrags den Großteil des Stroms. Den Überschussstrom wird vermarktet. Der Reststrombedarf kommt ebenfalls vom Anbieter. Im Unterschied dazu wird bei der Anlagenpacht die Solaranlage vom Unternehmen gepachtet, womit es zum Betreiber der Anlage wird. Der verbrauchte Strom gilt als Eigenverbrauch, für den eine anteilige EEG-Umlage von aktuell 2,7 Cent statt 6,8 Cent je Kilowattstunde fällig wird.

„Mit Power Contracting und Pacht von Solaranlagen lassen sich in erheblichem Umfang Netzentgelte und Umlagen sparen“, sagt Maengyoon Kim, EU-Vertriebsleiter von Q Cells. Unternehmen könnten so ihre Stromkosten deutlich senken. Gleichzeitig würde sie die eigene Planungssicherheit erhöhen, weil sie von steigenden Strombezugskosten aus dem Netz weniger betroffen seien. Quelle: Q Cells /al

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Solarenergie
news-7015 Tue, 19 May 2020 08:01:00 +0200 Neue Lüftungsnorm hat strengere Eingangsparameter https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/neue-lueftungsnorm-hat-strengere-eingangsparameter-7015.html Durch die Ende 2019 in Kraft getretene neue Lüftungsnorm wird häufiger eine lüftungstechnische Maßnahme notwendig. Uwe Brüne vom Europäischen Testzentrum für Wohnungslüftungsgeräte beleuchtet die neue Norm sowie aktuelle Techniktrends bei der Lüftung. Außerdem erklärt er, worauf Energieberaterinnen und Energieberater bei der Erstellung von Lüftungskonzepten achten müssen. Ist in der Praxis, insbesondere bei Energieberatern, angekommen was sich hinter einem Lüftungskonzept verbirgt?

Hinter einem Lüftungskonzept verbirgt sich die Berechnung, ob ein Gebäude eine zusätzliche lüftungstechnische Maßnahme benötigt. Wenn das der Fall ist, dann wird im Lüftungskonzept außerdem festgelegt, wie gelüftet werden, also welche Lüftungsart eingebaut werden soll. Damit wäre das Lüftungskonzept eigentlich fertig. Viele verstehen darunter aber auch noch die genaue Ausführungsplanung. Wichtig ist: Die Berechnung, ob eine lüftungstechnische Maßnahme notwendig ist, allein, reicht nicht aus.

Begegnet es Ihnen in der Praxis häufig, dass ein Lüftungskonzept nur diese Berechnung enthält?

Durchaus. Wir werden immer mal wieder gefragt, warum es so viel Geld kostet, wenn wir ein Lüftungskonzept erstellen. Einige bieten das für 60 Euro an. Das halte ich für zu gering, denn ein professionelles Lüftungskonzept erfordert einigen Aufwand. Für 60 Euro erhalten Sie sicherlich kein professionelles Konzept. Wenn wir die Bedarfsanalyse mit dem Ergebnis abschließen, dass keine lüftungstechnische Maßnahme nötig ist, dann wird es natürlich auch bei uns günstiger. Aber in der Regel
ist eine lüftungstechnische Maßnahme nötig oder vom Kunden gewünscht.

Wie wirkt sich die neue Lüftungsnorm aus?

In der neuen Norm ist der Eingangsparameter etwas strenger, das heißt es wird häufiger eine lüftungstechnische Maßnahme gefordert. Sowohl bei der alten als auch bei der neuen Norm besteht das Problem allerdings darin, dass für die Berechnung des Lüftungskonzept die Dichtheitswerte
der Norm zugrunde gelegt werden. Das mache ich persönlich nicht mehr. Es ist beispielsweise bei freier Lüftung ein n50-Wert von 1,5 1/h (Luftwechselrate) bei 50 Pa in einer Stunde gefordert. Das ist
nicht mehr sehr praxisrelevant. Wir haben bei Dichtheitsprüfungen schon bei Gebäuden
aus den 60er-Jahren, in denen die Fenster erneuert wurden, einen Wert von 0,5 1/h gemessen. Wenn man von diesem Wert ausgeht, dann muss eigentlich immer eine lüftungstechnische Maßnahme
durchgeführt werden. Setzen Sie dagegen den Normwert von 1,5 1/h an, dann ist das häufig nicht nötig. Das war übrigens auch ein Kritikpunkt an der neuen Norm. Schließlich sollen die Gebäude ja immer
dichter werden und das bedeutet, dass Luft hineingebracht werden muss.

Welche Trends sehen Sie in der Lüftungstechnik?

Es gibt mehrere Trends. Der erste geht dahin, dass im Geschosswohnungsbau lüftungstechnische Maßnahmen obligatorisch werden. Oft sind das freie Lüftungen, das heißt der Luftaustausch wird beispielsweise durch Bauteile im Fensterrahmen gewährleistet. Wichtig ist zu wissen: Bei einer freien Lüftung muss der Mieter zusätzlich weiter aktiv lüften, er ist nicht von dieser Pflicht befreit. Wenn die Vermieter sich darauf nicht verlassen wollen, setzen sie auf vergleichsweise günstige Abluftanlagen.
Dabei müssen heute nicht mehr nur im Bad Abluftventile/Ventilatoren installiert, sondern auch in der Küche und in anderen Räumen, in denen der Anfall von Luftschadstoffen und Feuchtigkeit hoch
ist. Und diese Lüfter laufen dann auch dauerhaft. Bei Doppelhaushälften oder Einfamilienhäusern
sieht es anders aus. Hier geht der Trend zu dezentralen alternierenden Lüftungssystemen, auch Pendellüfter genannt. Darüber hinaus erwarte ich einen neuen Trend: die Leistungen der zentralen
Lüftungsgeräte werden zunehmen, das heißt ein Gerät wird wesentlich mehr Luft fördern können, um die CO2-Konzentrationen besser senken zu können.


Wie hoch sollte das geförderte Volumen denn idealerweise sein?

Wir versuchen bei unseren Planungen zu erreichen, dass zum Beispiel im Schlafzimmer ein Volumenstrom von 30 Kubikmeter pro Stunde und Person gefördert werden, um die CO2-Konzentration sicher abzusenken. Wenn dort zwei Personen schlafen, sollten also 60 Kubikmeter pro Stunde
ausgetauscht werden. In den vergangenen Jahren wurden Pendellüfter vor allem in Mehrfamilienhäusern
verwendet, in Einfamilien- und Doppelhäusern kamen dagegen meist zentrale Wohnungslüftungsgeräte zum Einsatz.

Wie ist dieser Unterschied zu erklären?

Das ist ganz einfach. Wenn Sie von der zu fördernden Luftmenge ausgehen, ist es deutlich günstiger, den Luftwechsel mit Pendellüftern zu realisieren als mit zentralen Lüftungsanlagen. Bauen ist inzwischen
sehr teuer, da zählt jeder Euro. Allerdings wundere ich mich schon manchmal, wenn ich sehe , in was für Küchen oder Bäder die Bauherren investieren. Luft ist Lebensmittel, das Bewusstsein dafür scheint mir in
Verbindung mit dem Thema Wohnungslüftung doch sehr gering zu sein. Von den Pendellüftern braucht man aber – wie der Name ja schon sagt – immer gleich zwei: ein Gerät fördert Frischluft, das andere die Abluft nach draußen. Ja, und genau hier liegt auch ein Fallstrick für die Planung. Man muss darauf achten,
dass die Volumenförderleistung passt. Wenn ein Lüfter laut Beschreibung 30 Kubikmeter pro Stunde fördert, muss ich beachten, dass er diese 30 Kubikmeter pro Stunde nur in der Hälfte der Zeit fördert.
In der anderen Hälfte befördert er Abluft nach draußen. Tatsächlich tauscht der Lüfter also nur 15 Kubikmeter Luft in einer Stunde aus. Nehmen wir als Beispiel ein Schlafzimmer, in dem die Anforderung
lautet, dass pro Stunde 35 Kubikmeter Luft ausgetauscht werden sollten. Meist wird dann ein Lüfter gewählt, der laut Beschreibung 35 Kubikmeter pro Stunde fördert. Tatsächlich bräuchte ich für ein
solches Zimmer aber zwei Lüfter, um die Anforderung zu erfüllen. Hinzu kommt: in der Küche und im Bad brauche ich ohnehin jeweils zwei, denn aufgrund bauaufsichtlicher Vorschriften darf keine Luft aus Küchen und Bädern gefördert werden. Es werden also immer mehr Geräte. Und dann kommen noch die Schallschutzanforderungen hinzu. Auch hier liegen Fallstricke. In Wohn- und Schlafräumen darf der Schalldruck von 30 dB(A) in einem Meter Abstand nicht überschreiten. Bei Dauergeräuschen liegt die Grenze bei 35 dB(A) (DIN 4109-1).

Wie schneiden Pendellüfter in Sachen Wärmerückgewinnung gegenüber zentralen
Lüftungsanlagen ab?

Rein theoretisch sind die Wärmerückgewinnungsgrade zentraler Anlagen höher. In der Praxis allerdings gibt es kaum Unterschiede. Die meisten Pendellüfter haben aber Vorteile bei der Feuchterückgewinnung.
Damit schaffen Sie es, dass die Luftfeuchtigkeit im Winter in den Räumen nicht zu gering wird. Das ist ein
großes Manko der zentralen Lüftungssysteme. Daher werden in vielen zentralen Lüftungsanlagen zunehmend sogenannte Enthalpie-Wärmetauscher eingesetzt. Rotationswärmetauscher, die auch Feuchte zurückgewinnen, müssen mehrmals im Jahr gewartet werden. Es kann sich Staub und ähnliches auf dem Wärmetauscher ansammeln und diesen dann auch verdrecken oder verkeimen. Deshalb sollte man da alle halbe Jahre mal reinschauen
und den Zustand überprüfen. Interview: Silke Thole

 

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Lüftung & Klima
news-7025 Mon, 18 May 2020 09:46:15 +0200 Frist für Flexiprämie verlängert https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/frist-fuer-flexipraemie-verlaengert-7025.html Der Bundestag hat eine Mini-EEG-Novelle verabschiedet. Der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (BKWK) begrüßt, dass damit einige wichtige Fristen für Betreiber von Biomasse-KWK-Anlagen beschlossen worden sind. Mit dem genehmigten "Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2017 und weiterer energierechtlicher Bestimmungen" haben Betreiber von Biomasse-KWK-Anlagen unter anderem eine Fristverlängerung erhalten. Anlagen, die zum 31. Oktober 2020 und folgende Ausschreibungsperioden ans Netz hätten gehen müssen, sind um sechs Monate verlängert worden. Damit ist es den Betreibern möglich die Anlagen fertigzustellen, ohne mit einer Vertragsstrafe zu rechnen, da durch die Coronakrise Verzögerungen entstandenen sind. Zudem wurde der Zeitpunkt, ab dem die 20-Jahresfrist für die Vergütung spätestens zu laufen beginnt, verschoben.

Auch über die Flexibilisierung im Biogasbereich freut sich der BKWK. Die Frist, bis zu der die Flex-BHKW spätestens am Netz sein müssen, wurde sogar um acht Monate verlängert. Zuvor hatte der BKWK die Politik gewarnt, dass die Corona-Pandemie Biogasprojektierer, die mit der Flexibilitätsprämie kalkulierten, in Zeitnot bringe.

Auch wenn der BKWK die Umsetzung dieser Entlastungen sehr begrüßt, berge die "Mini-EEG-Novelle" seiner Auffassung nach einen großen Wermutstropfen. Etwa sei die erforderliche Aufhebung des 52-GW-PV-Deckels ist nicht enthalten, ebenso wenig die geforderte konsequentere Ausgestaltung des KWK- und PV-Mieterstrommodells. Auch fehlen dem Verband die erforderlichen Lösungen für die Windenergie. Stattdessen seien diese Themen auf den Herbst verschoben worden.

Zusätzlich wurde für die Betreiber von klassischen KWK-Anlagen eine Frist im §118 Abs. 25 EnWG verlängert, für die ein Anschlussbegehren bereits vor dem 29. April 2019 gestellt wurde. Diese Anlagen hätten bis zum 30. Juni 2020 ans Netz gehen müssen, anderenfalls hätten eventuell kostenintensive Umbauten angestanden, teilte der BKWK mit. Diese Frist wurde aufgrund des Corona-Virus auf den 31. Dezember dieses Jahres gelegt. Quelle: BKWK / al

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Heizung & Warmwasser
news-7023 Mon, 18 May 2020 07:50:00 +0200 Forscher ersetzen giftiges Blei durch Zinn https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/forscher-ersetzen-giftiges-blei-durch-zinn-7023.html Die besten Perowskit-Solarzellen schaffen zwar enorme Wirkungsgrade, enthalten aber giftiges Blei und erreichten bislang nur geringe Wirkungsgrade. Wissenschaftler wissen nun, wie sich stabile Perowskit-Schichten mit Zinn herstellen lassen. Zwar ist Zinn die beste Alternative und damit hergestellte Halogenidperowskite sollten ausgezeichnete optische Eigenschaften aufweisen, aber in der Praxis sind ihre Wirkungsgrade mittelmäßig und nehmen schnell ab. Diese rasche "Alterung" ist ihr Hauptnachteil: Die Zinnkationen in der Perowskitstruktur reagieren sehr schnell mit Sauerstoff aus der Umgebung, so dass ihre Effizienz abnimmt.

Einen Weg, dennoch Zinn für ungiftige Solarzellen auf Perowskitbasis zu nutzen, haben Antonio Abate vom Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) und Zhao-Kui Wang vom Institut für funktionelle Nano- und weiche Materialien (FUNSOM) an der Soochow Universität in China gefunden. Dem verwendeten Zinn werden organische Gruppen eingefügt und so eine zweidimensionale Struktur geschaffen, die zu so genannten 2D-Ruddlesden-Popper-Phasen führt. Dadurch bietet das Material über einen langen Zeitraum eine stabile Leistung.

Morphologie der Perowskitfilme analysiert

"Wir verwenden Phenylethylammoniumchlorid (PEACl) als Zusatz zu den Perowskitschichten. Dann führen wir eine Wärmebehandlung durch, während die PEACl-Moleküle in die Perowskit-Schicht einwandern. Dies führt zu vertikal geordneten Stapeln von zweidimensionalen Perowskit-Kristallen", erklärt Erstautor Meng Li. In der Shanghai Synchrotron Radiation Facility (SSRF) konnten sie die Morphologie und die Kristalleigenschaften der Perowskitfilme nach verschiedenen Glühbehandlungen genau analysieren.

Die besten dieser bleifreien Perowskit-Solarzellen erreichten einen Wirkungsgrad von 9,1 Prozent und hohe Stabilitätswerte, sowohl unter Tagesbedingungen als auch im Dunkeln. Die PEACl-Moleküle reichern sich durch die Wärmebehandlung zwischen den kristallinen Perowskit-Lagen an und bilden eine Barriere, die verhindert, dass die Zinn-Kationen oxidieren. Quelle: HZB / al

 

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Solarenergie
news-7024 Sun, 17 May 2020 08:31:00 +0200 Blauer Engel für sortenreine Trennung von Dämmung https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/blauer-engel-fuer-sortenreine-trennung-von-daemmung-7024.html Das neue Dämmysystem von Saint-Gobain Weber ist nicht untrennbar miteinander verbunden. Es kann nach dem Rückbau sortenrein getrennt werden. Für diese nachhaltige Entwicklung erhielt es das Umweltzeichen "Blauer Engel". Bei diesem vollmineralischen WDVS können alle Bestandteile nach dem Rückbau sortenrein getrennt und in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden. Das ist möglich, da das System mechanisch an der Wand befestigt und auf Kleber verzichtet wird. Stattdessen wird ein Separationsgewebe in den speziell entwickelten Grundputz eingebettet. Bei herkömmlichen Wärmedämm-Systemen gehen die Komponenten einen dauerhaften Verbund ein. Eine spätere Wiederverwertung ist daher fast unmöglich. Die Baustoffe werden gemischt entsorgt und können für eine weitere Nutzung im Hochbau nicht verwendet werden.

Es ist das dritte Wärmedämm-Verbundsystem von Saint-Gobain Weber, das mit einem Blauen Engel ausgezeichnet wurde. Das Umweltzeichen erhalten Produkte und Dienstleistungen, die umweltfreundlicher sind als vergleichbare, konventionelle. Die Produkte bestimmte Kriterien hinsichtlich Umwelt-, Gesundheits- und Gebrauchseigenschaften erfüllen. Damit dies beständig der Fall ist, überprüft das Umweltbundesamt alle drei bis vier Jahre die Kriterien. Quelle: Saint-Gobain Weber / al

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Dämmung & Fenster
news-7013 Fri, 15 May 2020 08:44:00 +0200 Mieter in die Pflicht nehmen https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/mieter-in-die-pflicht-nehmen-7013.html Das Konzept des Mieterstroms trägt derzeit nicht zur Energiewende bei. Das liegt an den komplizierten Prozessen, gesetzlichen Regularien, Steuergesetzen, technischen Möglichkeiten und Netzbetreibern, bemängelt das Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN). Ein Mieterstromprojekt zu realisieren, zu betreiben und unter Einhaltung aller Regularien richtig abzurechnen sieht das Netzwerk derzeit als ausgesprochen ambitioniert an. Schon vor der Installation muss der künftige Anlagenbetreiber zeit- und kostenintensiv recherchieren. Das sei bei den geltenden staatlichen Vorgaben ohne Einbindung von Sachverständigen kaum zu bewältigen. Im laufenden Betrieb ist der Verwaltungsaufwand für eine Mieterstromanlage immens. Hinzu kommen wirtschaftliche Unwägbarkeiten, wie zum Beispiel die Strompreisentwicklung des zuzukaufenden Stroms und die Menge des selbst produzierten Stroms, der an die Mieter verkauft werden kann, resümiert das Netzwerk.

Die Praxis zeige, dass auch das aktuelle Mieterstromgesetz, das den Mieterstrombetreibern nach heutigem Stand noch etwa 1,3 Cent je Kilowattstunde an Mieterstromzuschlag beschert, keinen Anreiz für eine Mieterstromanlage schaffe. Dass die Akzeptanz der Eigenstromversorgung durch PV Strom (Eigentümer ist gleichzeitig der Stromnutzer) schon längst gegeben ist, zeigen aber unstrittig die zahlreichen PV-Anlagen auf vom Eigentümer genutzten Gebäuden, heißt es von Seites des DEN.

Kleine Vermieter tragen hohes Risiko

Die durch die Gesetzgebung größtenteils hausgemachte Komplexität des Mieterstroms versperre das große Potenzial, das durch das Mieterstromkonzept als Gewinn für Umwelt, Mieter und Vermieter erschlossen werden könnte und den kleinen Vermieter stärker treffe. Diese würden ein besonders großes Risiko tragen. Für den Mieterstrom besteht eine freie Anbieterwahl für den Mieter und somit für den Anlagenbetreiber eine nicht beeinflussbare Größe in der wirtschaftlichen Kalkulation. Mit jeder Wohneinheit, die den Mieterstrom nicht bezieht, wird die Anlage unrentabler, im Extremfall speist der Betreiber 100 Prozent des erzeugten Stroms ins Netz ein. Spätestens damit wäre die Mieterstromanlage aktuell ein Zuschussgeschäft seitens des Vermieters, skizziert das DEN.

Das Netzwerk fordert daher, den Prozess zu vereinfachen. So müssten die Mieter verpflichtet werden, Mieterstrom abzunehmen, wenn dieser unter dem Preis der örtlichen Energieversorgers liegt. Außerdem müsse eine zentrale Koordinierungsstelle für alle gesetzlichen Meldepflichten rund um die Mieterstromanlage eingerichtet werden. Quelle: DEN / al

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Solarenergie
news-7019 Thu, 14 May 2020 14:50:00 +0200 Cloud liefert die richtige Menge Ökostrom https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/cloud-liefert-die-richtige-menge-oekostrom-7019.html Um den Solarstrom maximal auszunutzen, den die Photovoltaikanlage produziert, können Stromspeicher in Verbindung mit Stromclouds den Verbrauch regeln. Das setzt einen Stromvertrag mit dem Anbieter voraus. Während im Sommer die Sonne im Überfluss aufs Dach scheint, ist der Ertrag der Anlage im Winter eher gering. Stromclouds können in diesem Fall den Eigenverbrauch sowie den Zukauf von Ökostrom regeln. Inzwischen bieten mehrere Hersteller solche Cloud-Lösungen an. Wer sich dafür entscheidet sollte beachten, dass oftmals die Lösung nur in Verbindung mit dem herstellereigenen Solarstromspeicher funktioniert. Zudem werden die monatlichen Beträge immer individuell ausgehandelt, was die Preisübersicht erschwert.

So bietet Q Cells die Q Home Cloud an und garantiert eine Versorgung mit 100 Prozent Ökostrom aus Deutschland und Österreich. Q Cells stimmt das benötigte Stromkontingent für die Cloud auf die Größe und den Installationsort der Solaranlage, den durchschnittlichen Stromverbrauch des Haushaltes und die Größe des Solarspeichers ab. Gleichzeitig wird damit der monatliche Betrag für den Vertrag ermittelt. Wenn der Speicher vollgeladen ist und die Solaranlage weiter Strom produziert, zum Beispiel an langen Sommertagen, wird der Überschussstrom ins Netz eingespeist und die volle Einspeisevergütung kassiert. Wird kein Solarstrom produziert und der Speicher ist bereits leer wird ökologischer Strom aus der Cloud bezogen.

Preis hängt von Verbrauch und Speicher ab

Einem ähnlichen Prinzip folgt der Anbieter Senec. Um dessen Cloud zu nutzen, wird das passende Basispaket ausgesucht, das zum Stromspeicher, zur Solaranlage und dem Stromverbrauch passt. Dieser monatliche Beitrag lässt den Nutzer ein entsprechendes Stromkontingent abrufen. Strom, der eingespeist, aber nicht benötigt wird, soll vergütet werden. Zusätzlich können weitere Pakete dazu gebucht werden, etwa um die Wärmepumpe einzubinden, das E-Fahrzeug aufzuladen oder an bis zu zwei weiteren Abnahmestellen in Deutschland den Strom aus der Cloud zu nutzen.

Sonnen wiederum bietet eine Flat an, von der die Community des Unternehmens profitiert. Der Nutzer wird Mitglied und kann unabhängig vom Stromversorger in der Energiegemeinschaft den selbst erzeugten Strom teilen. In dem so entstehenden virtuellen Kraftwerk stellen die Mitglieder ihren Strom, den sie gerade nicht selbst benötigen, einander voll automatisch zur Verfügung. Der virtuelle Speicher setzt sich dabei aus den einzelnen Batteriespeichern zusammen. Für diese Leistung bekommt der Nutzer einen Zugang zur sonnenFlat X mit Null Euro Stromkosten innerhalb des individuellen sonnenFlat X-Tarifs. Dabei handelt es sich um eine individuelle Freistrommenge. Wird diese nicht ausgeschöpft gibt es laut Anbieter eine Rückvergütung pro ungenutzter Kilowattstunde. Quelle: Q Cells / Sonnen / Senec/ Enerix / al

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Solarenergie
news-7022 Thu, 14 May 2020 11:32:00 +0200 Forscher misst Ladezustand von Batterien berührungslos https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/forscher-misst-ladezustand-von-batterien-beruehrungslos-7022.html Mit Hilfe der Atommagnetometrie ist es Wissenschaftler der Johannes-Gutenberg-Universität sowie des Helmholtz-Institut Mainz gelungen, den Ladungszustand von wiederaufladbaren Batterien festzustellen. Mit dieser berührungslosen Methode ist eine sensitive, genaue Diagnostik möglich. Der Erfolg vieler neuer Entwicklungen wird davon abhängen, ob die Herstellung und Verwendung von Akkus mit einer ausreichenden Kapazität und einer langen Lebensdauer einhergehen. "Die Qualitätssicherung von wiederaufladbaren Batterien ist eine wichtige Herausforderung. Berührungslose Methoden können hier potenziell neue Impulse setzen", erklärt Arne Wickenbrock aus der Arbeitsgruppe von Professor Dmitry Budker am Institut für Physik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und dem Helmholtz-Institut Mainz (HIM). Die Arbeitsgruppe hat hier einen Durchbruch erzielt, indem Atommagnetometer für die Messung zum Einsatz kamen. Gemeinsam mit Professor Alexej Jerschow von der New York University haben sie ein Konzept entwickelt und die Experimente in Mainz vorgenommen.

"Unsere Methode macht im Prinzip dasselbe wie die Magnetresonanztomografie, aber sie ist einfacher, weil wir Atommagnetometer benutzen", so Wickenbrock, der die Untersuchungen leitete. Atommagnetometer sind optisch gepumpte Magnetometer, die gasförmige Atome als Sonden für ein Magnetfeld verwenden. Sie sind kommerziell erhältlich und kommen in der industriellen Anwendung und in der Grundlagenforschung zum Einsatz. In der Arbeitsgruppe von Budker dienen Atommagnetometer für Grundlagenforschungen in der Physik, beispielsweise bei der Suche nach Dunkler Materie oder dem Rätsel, weshalb sich Materie und Antimaterie nach dem Urknall nicht sofort gegenseitig ausgelöscht haben.

Im Falle der Batterie-Messungen werden die Akkus in ein Hintergrundmagnetfeld gelegt. Die Akkus verändern dieses Hintergrundmagnetfeld und die Veränderung wird mit Atommagnetometern gemessen. "Die Veränderung gibt uns Aufschluss über den Ladungszustand des Akkus, also wie stark die Batterie noch geladen ist, und über eventuelle Beschädigungen", so Wickenbrock. "Das Verfahren ist schnell und kann nach unserer Einschätzung auch gut in Produktionsabläufe integriert werden." Dass ein Bedarf für die Feststellung von Defekten an Batteriezellen besteht, zeigen unter anderem immer wiederkehrende Berichte über schwere Verletzungen bei der Explosion von E-Zigaretten oder die Beschränkungen bei der Mitnahme bestimmter Handytypen in Flugzeugen. Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz /al

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Finanzierung
news-7021 Wed, 13 May 2020 09:01:00 +0200 Baden-Württemberg muss beim Klimaschutz nachlegen https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/baden-wuerttemberg-muss-beim-klimasachutz-nachlegen-7021.html Baden-Württemberg muss seine Treibhausgasemissionen deutlich stärker reduzieren als vorgesehen. Nur so kann das Land seinen Beitrag zu den Pariser Klimaschutzbeschlüssen leisten. Das zeigt eine Studie im Auftrag der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg (EE BW). Um die Ziele zu erreichen, ist vor allem ein beschleunigter Ausbau von Wind- und Solarenergie sowie anderen erneuerbaren Energien erforderlich. Die Untersuchung "Ausbau der erneuerbaren Energien für eine wirksame Klimapolitik in Baden-Württemberg" von Joachim Nitsch empfiehlt im Ausbauszenario "BW PLUS" einen Zubau von 13 Gigawatt installierter Ökostromleistung auf insgesamt 22 Gigawatt bis 2030. Damit könnte der Anteil erneuerbaren Stroms auf 70 Prozent steigen. Im Wärmesektor soll der Anteil Erneuerbarer von 17 auf 27 Prozent zulegen.

Möglich ist ein solcher Umbau der Energieversorgung für Privathaushalte, Unternehmen und Kommunen durchaus, heißt es von Seiten der Plattform EE BW. Sie erwartet dadurch auch positive Konjunktureffekte in der Corona-Krise. Erforderlich dafür seien jedoch angepasste Rahmenbedingungen auf allen politischen Ebenen. So brauche es etwa eine Photovoltaikpflicht zumindest im Neubau sowie beschleunigte Genehmigungsverfahren.

Vier Szenarien werden aufgezeigt

Auf vier Szenarien, die aufeinander aufbauen geht Nitsch in der Studie ein. Der Fokus liegt dabei auf der Strom- und Wärmeerzeugung, mit einem kurzen Exkurs zum Mobilitätsbereich. Das erste Szenario entspricht dem Ziel der Landesregierung, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 42 Prozent zu senken. Das zweite ergänzt es um den auf Bundesebene beschlossenen Kohleausstieg. Das dritte setzt auf verstärkten EE-Ausbau und geht von einem auf 2030 vorgezogenen Kohleausstieg aus. Das letzte baut erhöhte Effizienzmaßnahmen und Verbrauchssenkungen in allen Sektoren ein.

"Das in der Studie beschriebene Ausbauszenario BW PLUS zeigt den notwendigen Handlungsbedarf für den Ausbau der Erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren als Mindestmaß für echten Klimaschutz", sagt Jörg Dürr-Pucher, Vorsitzender der Plattform EE BW. Es entspreche einer Halbierung der Treibhausgasemissionen Baden-Württembergs von 1990 bis 2030. In Baden-Württemberg sind bislang nur 42 Prozent Reduktion vorgesehen. Das Ziel des Landes ist laut der Plattform kein ausreichender Beitrag zum Pariser Klimaschutzabkommen. "Baden-Württemberg muss den Ausstoß von Treibhausgasen schneller reduzieren als bislang, eine Versechsfachung der jährlichen Reduktionsrate ist das Mindestmaß für wirksamen Klimaschutz. Ein ambitionierter Ausbau erneuerbarer Energien ist dafür unabdingbar", fordert Dürr-Pucher.

Das Szenario BW PLUS zeigt für Plattform-EE-Geschäftsführer Franz Pöter, dass durchschnittliche Zubauraten für Photovoltaik von 870 Megawatt installierte Leistung pro Jahr beziehungsweise für Windenergie von 325 Megawatt pro Jahr bis 2030 notwendig seien, um beim Klimaschutz voranzukommen. Auch bei den anteilig kleineren Erneuerbaren gelte es noch Potenziale zu heben, zum Beispiel bei der Wasserkraft.

Wärmesektor umgestalten

Auch die Umgestaltung des Wärmesektors sei für einen erfolgreichen Klimaschutz essenziell. Als Grundlage sieht die Studie den Ausbau von Wärmenetzen, deren Anteil an der Wärmebereitstellung sich im Ausbauszenario BW PLUS von jetzt 15 auf 30 Prozent im Jahr 2030 verdoppelt. Der Neubau von bis zu zehn neuen Geothermieanlagen ist darin ebenso vorgesehen wie eine leichte Steigerung der Wärmeerzeugung durch Biomasse. Zusammen mit einer sinkenden Gesamtnachfrage nach Wärme (minus 20 Prozent bis 2030) durch Effizienzmaßnahmen könnte der Südwesten den Anteil erneuerbarer Energien auf 27 Prozent des Wärmeverbrauchs steigern.

Um die Ausbaupfade zu erreichen, fordert die Plattform EE BW auf landes- wie bundespolitischer Ebene eine Reihe von Änderungen. "Wir müssen Genehmigungsverfahren beschleunigen und vereinheitlichen, um Realisierungszeiträume für EE-Projekte wieder zu verkürzen. Außerdem müssen bestehende Ausbaugrenzen und Degressionsmechanismen im Rahmen der anstehenden EEG-Novelle beseitigt werden", fordert Pöter. Auch eine Solardachpflicht lohne sich für das Klima und die Hauseigentümer. Darüber hinaus müssten vorhandene Potenziale insbesondere in der Biomasse und Wasserkraft ausgeschöpft und durch die Politik unterstützt werden.

Das bereits angekündigte Instrument der Wärmeleitplanung sollte für die EE BW für alle Kommunen verpflichtend sein. Eine echte Sektorkopplung zwischen Strom, Wärme und Mobilität und ein angemessener CO2-Preis zu bilden, gehört für die Plattform ebenso zum ambitionierten Ausbau erneuerbarer Energien in Baden-Württemberg. Quelle: EE BW / al

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Finanzierung
news-7020 Wed, 13 May 2020 07:44:00 +0200 Corona-Krise wird Digitalisierung beschleunigen https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/corona-krise-wird-digitalisierung-beschleunigen-7020.html Der Mittelstand in Deutschland geht das Thema Digitalisierung verstärkt an. Unternehmen aller Größenklassen und Wirtschaftszweige investieren häufiger in den Einsatz neuer oder verbesserter digitaler Technologien, zeigt eine Analyse von KfW Research. "Viele Unternehmen sind plötzlich zur Digitalisierung gezwungen: Sie probieren Homeoffice und virtuelle Zusammenarbeit aus, etablieren in Zeiten geschlossener Läden und Gaststätten einen digitalen Vertrieb oder ersetzen papierbehaftete Arbeitsprozesse durch digitale. Vieles davon wird nach der Krise bleiben – und sich verstärken", sagt Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW Bankengruppe. Der Anteil der 3,8 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen hierzulande, der in den Jahren 2016 bis 2018 erfolgreich Digitalisierungsprojekte abgeschlossen hat, steigt demnach weiter und liegt nun bei 40 Prozent. Die Anzahl der mittelständischen Unternehmen mit abgeschlossenen Digitalisierungsvorhaben nimmt damit im Vergleich zur Vorperiode von 2015 bis 2017 um zehn Prozentpunkte oder 380.000 auf gut 1,5 Millionen Unternehmen zu.

Allerdings sind die durchschnittlichen Ausgaben für die Digitalisierung pro Unternehmen in den zurückliegenden drei Jahren nicht gestiegen. Sie liegen weiter bei 17.000 Euro. Im Jahr 2018 gab der gesamte deutsche Mittelstand insgesamt gut 19 Milliarden Euro für die Digitalisierung aus. Das ist weiterhin nur ein Bruchteil der Ausgaben für traditionelle Innovationen oder Investitionen in Gebäude, Maschinen, Einrichtungen.

Je größer ein Unternehmen ist, umso häufiger setzt es Digitalisierungsprojekte um und umso höher fallen die Investitionen hierfür aus. Spitzenreiter beim Anteil der Unternehmen mit abgeschlossenen Digitalisierungsvorhaben sind große Mittelständler mit mehr als 50 Mitarbeitern (67 Prozent), die ganz kleinen Betriebe mit maximal fünf Beschäftigten kommen nur auf einen Anteil von 45 Prozent. Jedoch kommt es auf die Branche an. Während bei den wissensbasierten Dienstleistern und im Forschungs- und Entwicklungsintensiven Verarbeitenden Gewerbes nahezu jeder zweite Mittelständler ein Digitalisierungsprojekt umsetzt, ist es im Baugewerbe nur knapp jedes dritte Unternehmen.

"Die Digitalisierung kommt zwar immer mehr in der Breite des deutschen Mittelstands an. Die Masse der mittelständischen Unternehmen vollzieht sie bisher allerdings in kleinen Schritten", resümiert Köhler-Geib. "Die aktuelle Corona-Krise wird hier eine Zäsur setzen und als Beschleuniger der digitalen Transformation im Mittelstand wirken. Gerade jetzt zeigt sich besonders, welche Wettbewerbsvorteile sich durch digitalisierte Geschäftsmodelle, Produkte und Prozesse ergeben." Sie ermöglichten in vielen Fällen den Geschäftsbetrieb fortzuführen, der aufgrund der Corona-Beschränkungen sonst zu vollständigem Erliegen gekommen wäre. Quelle: KfW /al

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Finanzierung
news-7014 Tue, 12 May 2020 08:24:00 +0200 Geschäftslageindex Solarwärme steigt auf Zehnjahreshoch https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/geschaeftslageindex-solarwaerme-steigt-auf-zehnjahreshoch-7014.html Nach einer Delle durch Corona stellt sich die Solarbranche auf eine Investitionswelle ein. Sie erwartet eine wachsende Nachfrage bei Solarkollektoren sowie einen Trend hin zur Hybridheizung. Im ersten Quartal des Jahres 2020 ist das Verbraucher-Interesse an Solarheizungen deutlich gestiegen, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) mit. Der Absatz von Solarkollektoren zog jüngst spürbar an. Gleichzeitig verzeichnete das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ein deutlich wachsendes Interesse an den zum Jahreswechsel deutlich verbesserten Förderangeboten für Ökoheizungen. Zuletzt stieg der vom BSW erhobene Geschäftslageindex in nur drei Monaten um 70 Punkte auf ein Zehnjahreshoch von 134 Punkten.

Auch wenn sich durch Corona bedingte Unsicherheiten die Geschäftserwartung für die kommenden Monate eintrübte, zeigt sich der BSW zuversichtlich: „Einer kurzfristigen Corona-Delle dürfte eine Investitionswelle folgen. Die verstärkte Klimadebatte der letzten Jahre, deutlich verbesserte Fördersätze und die Einführung eines jährlich steigenden CO2-Preises ab dem kommenden Jahr zeigen Wirkung“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW.

Beim Neubau ist der Einsatz Erneuerbarer Energien seit einigen Jahren Pflicht. Bei der Installation einer Solarwärmeanlage in Bestandsgebäuden, die zuvor mit Öl oder Gas geheizt wurden, übernimmt der Staat bis zu 45 Prozent der Investitionskosten. Anträge müssen vor Auftragserteilung beim zuständigen Bundesamt BAFA gestellt werden.

Alternativ kann man eine steuerliche Förderung in Anspruch nehmen, bei der die Steuerschuld entsprechend gekürzt wird. Ohne vorherigen Antrag oder eine Energieberatung erhält man so 20 Prozent der Investitionssumme für die neue Solarwärmeanlage vom Staat zurück. Der Fachbetrieb, der die Anlage installiert, stellt dafür eine Bescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt aus. Quelle: BSW / al

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Solarenergie
news-7009 Tue, 12 May 2020 08:04:00 +0200 Fensterbranche setzt auf Reduzierung des Gewichts und mehr Sicherheit https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/fensterbranche-setzt-auf-reduzierung-des-gewichts-und-mehr-sicherheit-7009.html Mitte März hätte in Nürnberg die Fensterbau Frontale stattfinden sollen. Doch diese wurde leider von der Corona-Krise unmöglich gemacht. Dennoch gibt es interessante Neuigkeiten. Schwerpunkte sollten Digitalisierung, Lüftung und Sicherheit werden. Effizientere Lüftung war bei Regel-Air Becks ein Schwerpunkt. Ein Holzfensterlüfter unter dem Namen FFLHmax wurde speziell für optimierten Luftaustausch konzipiert. Er ist für alle gängigen Holzfenster geeignet. Die Prüfungen der Schallschutzklasse vier belegen, dass der FFLHmax weniger Schallgeräusche passieren lässt als es Normen erfordern. Bei den Messdaten zum Volumenstrom bietet er statt der üblichen fünf Kubikmeter in der Stunde unter optimalen Bedingungen bis zu 7,9 Kubikmeter in der Stunde, beim Einsatz von zwei Fensterlüftern können 15 Kubikmeter erreicht sein. Gleichzeitig wird das Fenster durch die Fräsung leichter.

Sicherheit wird wichtiger

Leichter werden sollen auch die Fenster von Kneer, sowie sicherer. Weil Einbrüche bei Einfamilienhäusern fast immer über ebenerdige Terrassen-  oder Balkontüren und Fenster erfolgen, wurden Sicherheitsfragen überprüft. Bei Fenstern und Terrassentüren empfiehlt sich allgemein die Widerstandsklasse RC2. Für hohe Sicherheitsansprüche hat der Hersteller jetzt auch Fenstersysteme mit der einbruchhemmenden Widerstandsklasse RC3 im Programm. Die Sicherheitsfenster aus Kunststoff- und Aluminium-Kunststoff werden von Kneer-Südfenster mit den Profilsystemen „Synego“ und „Geneo“ von Rehau aus dem vollarmierten Faserverbundwerkstoff Rau-Fipro gefertigt. Die stabilisierenden Glasfaseranteile in den Flügelprofilen sorgen dafür, dass schwere Sicherheitsverglasungen problemlos integriert werden können.

Die umfangreichen Tests wurden von Experten des ift Rosenheim über mehrere Prüfungstage hinweg begleitet. Untersucht wurden ein- und zweiflügelige Dreh- und Drehkippfenster sowie Rollladenanbindungen für viele Öffnungsarten. Dabei dürfen die Fenster nicht zu schwer sein. Dennoch  erfordert ein zweiflügeliges Stulpfenster mit Anbindung an den vorhandenen Rollladenkasten eine besondere Stabilität. Da es in diesem Fall nicht möglich ist, das Fenster an allen vier Seiten zu befestigen, muss die Konstruktion des Fensters auch mit nur zwei- bis dreiseitiger Befestigung sicher sein und darf keine Angriffsfläche bieten. Auch Fenster mit seitlichen Verbreiterungsprofilen mussten den Einbruchsversuchen standhalten.

Leichter werden durch Aluminium sollen auch die Fenster des Systems Heroal W 77. Heroal W 77 PH ist die Systemvariante speziell für den Einsatz in Passivhäusern. Diese erfüllt schon bei einer Bautiefe von nur 77 mm und einer Ansichtsbreite von 180 mm den Passivhausstandard, da bereits mit diesen Maßen ein Uf-Wert von 0,8 W/m²K erzielt wird. Der Isothermenverlauf wird dabei durch die zentrale Lage des Glases optimiert, denn so sind sowohl der Temperaturverlauf in der Konstruktion wie auch die Gewichteinteilung nahezu parallel und mittig zur Fensterebene. Das System arbeitet mit Isolierstegen, die hohe Belastbarkeit mit geringen Wärmeverlusten vereint. Die Geometrien der Isolierstege sorgen für eine Reduzierung des Energiestroms und tragen somit gleichzeitig zu einer Verringerung der Wärmeleitung bei.

Smarte und umweltschonende Produkte

Der Hersteller Rehau setzte auf smarte Lösungen und ein wachsendes Umweltbewusstsein. Die Sicherheitslösung „Smart Guard“ soll es den Komponenten ermöglichen interaktiv zu agieren. Ein Beispiel sind smarte Griffe welche den Einbruchsschutz durch automatische Verriegelungen verbessern. Nachhaltigkeit kommt dazu. Die Ecopuls Fenster sollen in der Produktion im Vergleich zu herkömmlichen Profilen große Mengen an CO2 einsparen, bei der Herstellung von Rezyklat sollen rund 90 Prozent weniger Emissionen freigesetzt werden.

Fenster sollen ganzheitlich gedacht werden

Besonders enttäuscht von der Absage der Fensterbau Frontale dürfte ift Rosenheim gewesen sein. Geplant war unter dem Slogan „Fenestration Digital – Digitale Prozesse, Produkte, Prüfungen und Services“ Lösungen für eine digitale Zukunft zu präsentieren. Gemeinsam mit den 15 Mitausstellern sollten die Chancen einer Digitalisierung für den Fensterbau präsentiert werden. Visionen sollten vor allem mit virtueller Präsentation und individueller Konfiguration der Produkte, BIM, 3D-Druckverfahren und Robotik, Smart Home und automatisierten Wartungs- und Serviceangeboten präsentiert werden.

Auf Digitalisierung setzte auch Fensterbauspezialist Hanno. Im Fokus stehen der Hanno-PU-Injektionsklotz und neue digitale Serviceangebote für Planer und Verarbeiter. Mit dem Hanno-PU-Injektionsklotz lassen sich nach Unternehmensangaben einfach und zeitsparend druckfeste Bereiche zur Lastabtragung von Eigengewicht oder bei Anforderungen an die Einbruchhemmung innerhalb bestehender Fugenabdichtungen erstellen. Als Option zu herkömmlichen mechanischen Klötzen wird das Harz direkt nach der Montage in Dichtungsbänder von Fenstern, Türen und Fassaden injiziert. Mit dem Hanno-PU-Injektionsklotz werden diese innerhalb kurzer Zeit mechanisch belastungsfähig. Doch auch hier wird die Digitalisierung wichtiger, der Hersteller stellt in Zukunft für eine große Anzahl seiner Produkte zudem BIM-Daten zur Verfügung. Eine Online-Plattform unterstützt die Nutzer schon während der Planung von Baukörperanschlüssen indem sie gezielt nur Produkte bewertet, die mit den angegebenen Parametern übereinstimmen. So sollen die vorgeschlagenen Fugenabdichtungssysteme Bauherren, Bauleitung, Verarbeitern und Planern mehr Sicherheit geben. Und so zeigt sich, dass es bei Fenstern auch ohne die Fensterbau Frontale Neues gibt. von Wolfram Hülscher

 

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Dämmung & Fenster
news-7012 Mon, 11 May 2020 08:37:00 +0200 Solarenergie als Schlüsseltechnologie anerkennen https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/solarenergie-als-schluesseltechnologie-anerkennen-7012.html Mehr als 90 Akteure der europäischen Solarbranche haben sich zu dem Bündnis »Solar Europe Now« zusammen geschlossen. Dieses fordert, dass die Solarenergie als Schlüsseltechnologie für die Zielstellungen im Europäischen Green Deals anerkannt wird. Beim derzeitigen Green Deal wird der Photovoltaiksektor aus Sicht des Bündnisses zu wenig berücksichtigt. Es konstatiert einen Mangel an Unterstützung in finanzieller Hinsicht sowie für Forschung und Entwicklung. Dies würde die weitere Entwicklung des Sektors behindern und die industrielle Souveränität der EU bei strategischen Technologien zum Stillstand bringen. Zudem könnte es eine erfolgreiche Umsetzung der Dekarbonisierung auf dem gesamten europäischen Kontinent einschränken.

Nach Ansicht des Bündnisses wird Solarenergie weltweit als entscheidender Faktor für den Aufbau eines sicheren und nachhaltigen Energiesystems gesehen. Alle von der EU im Kontext der Klimaziele für 2050 entwickelten Energieszenarien würden für die Photovoltaiktechnologie eine Schlüsselrolle sehen. In der Kommunikation der europäischen Kommission zum Green Deal, dem Fahrplan für die EU-Behörden zur Förderung der Energiewende, werde zwar den erneuerbaren Energien eine entscheidende Rolle beim Ausstieg aus der Kohleverstromung und der Dekarbonisierung Europas zuerkannt. Die Solarenergie hingegen bleibe unerwähnt, ganz im Gegensatz zur Offshore-Windenergie, die als ein wichtiger Motor erachtet werde.

Solarindustrie birgt immenses Potenzial

Das Bündnis legt Zahlen vor, denen zu Folge die Entwicklung einer starken Solarindustrie in Europa ein immenses Potenzial berge. Die Photovoltaik deckt derzeit nur drei Prozent des gesamten Strombedarfs der EU, bei einem geschätzten Potenzial von 15 Prozent bis 2030. Europäische Forschungszentren entwickeln Spitzentechnologien für die industrielle Fertigung entlang der gesamten photovoltaischen Wertschöpfungskette. Diese neuen Spitzenlösungen bilden die Grundlage für eine Renaissance einer weltweit wettbewerbsfähigen industriellen PV-Produktion in Europa. Der globale Gesamtjahresumsatz der europäischen PV-Industrie wird derzeit auf fünf Milliarden Euro geschätzt, doch ist Potenzial für mehr vorhanden. Die Branche verfügt über eine hohes Potenzial für Wirtschaftswachstum und für die Schaffung von nachhaltigen Arbeitsplätzen.

Roch Drozdowski-Streh ist CEO des Institut Photovoltaïque de l’Île de France (IPVF) und Gründer von "Solar Europe Now". Das Marktpotenzial könnte laut ihm freigesetzt werden, wenn Investitionen in die Forschung und Innovationen für diesen Sektor investiert würden. Dies wäre eine Initialzündung für die industrielle Entwicklung der strategischen Schlüsseltechnologie und -industrie. "Gemeinsam mit den hier ansässigen weltweit führenden Forschungszentren kann Europa den Markt für hochwertige Photovoltaikzellen und -module anführen", sagt Drozdowski-Strehl. In Europa hätten sich die großen Institute im Wettbewerb um neue Technologien stark positioniert. Dies sollten die europäischen Institutionen mit allen Mitteln unterstützen. Zumal es auch um Arbeitsplätze geht: "Der europäische Green Deal eröffnet die Möglichkeit, nachhaltige und arbeitsplatzschaffende Aktivitäten in den Bereichen emissionsarmer Technologien auszuweiten und so den Beschäftigungsrückgang im Sektor der fossilen Brennstoffe sowie in CO₂-intensiven Prozessen auszugleichen."

Andreas Bett, Direktor des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Deutschland ergänzt: "Einige der weltweit fortschrittlichsten Technologien, wie Tandem-Solarzellen, die die Wirkungsgrade von Siliciumsolarzellen übertreffen, sowie nachhaltige Produktionstechnologien unter Berücksichtigung von Kreislaufwirtschaft und Recycling, werden derzeit in europäischen Forschungszentren entwickelt." Die Förderung von Forschung und Entwicklung in diesem Sektor würde nicht nur die industrielle Souveränität der EU gegenüber China und Asien stärken, das immer noch 97% der weltweiten produzierten Solarmodule herstellt, sondern auch die europäische Führungsrolle in strategischen Schlüsseltechnologien ausbauen und wäre nicht zuletzt ein positives Signal für die Hersteller. Quelle: Solar Europe Now / al

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Solarenergie
news-7002 Sun, 10 May 2020 10:17:00 +0200 Baubeschreibungen passen oft nicht zum Grundstück https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/baubeschreibungen-passen-oft-nicht-zum-grundstueck-7002.html In welcher Schneelast-, Wind- und Erdbebenzone das Grundstück liegt, ist für den privaten Bauherren entscheidend, wenn es um die Kalkulation der Baukosten geht. Doch in den Baubeschreibungen gehen macnhe Baufirmen von idealen Bedingungen aus. Das kann zu Mehrkosten führen. Seit der Einführung des neuen Bauvertragsrechts Anfang 2018 haben private Bauherren, die ein schlüsselfertiges Haus auf ihrem eigenen Grundstück ohne eigenen planenden Architekten bauen, das Recht auf eine detaillierte Baubeschreibung. Viele dieser Baubeschreibungen passen aber nicht zum Grundstück der Bauherren, beobachtet Marc Ellinger, Sachverständiger und Leiter des Freiburger Büros im Verband Privater Bauherren (VPB). „Die meisten Baufirmen setzen bei ihren Angeboten Idealbedingungen voraus, die nicht den Gegebenheiten vor Ort entsprechen – obwohl die Anbieter den zukünftigen Standort des Hauses kennen“, kritisiert der Experte. „Nach Vertragsabschluss kommen dann scheibchenweise die daraus resultierenden Mehrkosten auf den Tisch.“

Baufirmen gehen in den Baubeschreibungen beispielsweise von einem ebenen, gut anfahrbaren Grundstück aus, mit wenig Schnee, geringen Windstärken und ohne seismischen Erschütterungen. Auch bei der Bodenfeuchte werden ideale Bedingungen angenommen, die keine besondere Abdichtung gegen Feuchtigkeit erforderlich machen. Die Zonen variieren jedoch in einer Region zum Teil erheblich. Fast nirgends gelten tatsächlich in allen Bereichen die niedrigsten Einstufungen. Mal ist die Erdbebengefahr höher, mal weht der Wind stärker, mal fällt mehr Schnee. Je nach Bedingung müssen die Dächer und die gesamte Hauskonstruktion konstruiert sein. Je höher beispielsweise die Schneelastzone, umso stabiler muss die Bauweise sein.

Ähnlich verhält es sich bei den Erdbebenzonen: Bei einer höheren Stufe wird eine aufwändigere Bauweise vorausgesetzt. „Folglich sind die mit den Idealwerten angebotenen Häuser so gut wie nirgendwo realisierbar“, sagt Ellinger. Lediglich im Bereich zwischen Bamberg und Erlangen träfen die Angebote zu. Andernorts müssten Häuser technisch aufwändiger konstruiert und ausgeführt werden. „So kommen dann in schöner Salamitaktik scheibchenweise Mehrkosten auf die Bauherren zu“, erklärt Ellinger.

Extrakosten drohen bei falsch angesetzten Bedingungen

Wenn beispielsweise ein Haus am Hang gebaut werde, müsse zumindest zur Hangseite hin gegen drückendes Wasser mit Eintauchtiefen unter drei Meter abgedichtet werden, führt Ellinger aus. „Die in der Baubeschreibung standardmäßig angenommene und eingepreiste einfache Abdichtung reicht da nicht aus.“ So wird eine falsch angesetzte Bodenfeuchte in der Baubeschreibung teuer. „Allein der Unterschied zwischen einem normalen Keller, mit einfacher Abdichtung, wie er standardmäßig angeboten wird, und einem tatsächlich wasserdichten Keller, wie er am Hang oder bei entsprechendem Baugrund nötig ist, schlägt mit 8.000 bis 12.000 Euro Extrakosten zu Buche“, erklärt Marc Ellinger.

VPB-Vertrauensanwalt Holger Freitag kritisiert: „So etwas sollte nicht mehr passieren, denn die im Bauvertragsrecht vorgesehenen Baubeschreibungen sollen nicht nur schon vor Vertragsschluss einen verlässlichen Vergleich mehrerer Angebote in Bezug auf Preis und Leistung ermöglichen, sondern auch die für den Bauunternehmer erkennbaren Kostensteigerungsrisiken bei den angebotenen Leistungen erwähnen.“ Für die Beschaffenheiten des Baugrunds stehe das ausdrücklich in der Begründung des Regierungsentwurfes des Gesetzes. Immer wieder setzten sich Baufirmen aber darüber hinweg oder machten Angaben, die Laien nicht verstehen.

Laut VPB passiere es immer noch, dass in den Baubeschreibungen die Lastzonen genau benannt seien, die Bauherren nur nicht wüssten, dass für ihr Haus andere Vorgaben relevant wären. Im schlimmsten Fall zeigt sich das erst nach der Vertragsunterzeichnung: Wenn für den Bauantrag die Statik erstellt wird, müssen die für den Bauort geltenden Anforderungen angesetzt werden. Dann zeigt sich, was die vor Ort erforderliche Bauweise zusätzlich kostet. Im Idealfall sollten die Bauherren die Baubeschreibung vor der Unterschrift von ihrem unabhängigen Sachverständigen prüfen lassen. Freitag: „Die technisch höheren Anforderungen müssen zwar in jedem Fall erfüllt werden, aber die Bauherren wissen dann zumindest, warum und welche Mehrkosten auf sie zukommen.“ Quelle: VPB / al

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Finanzierung
news-7018 Fri, 08 May 2020 09:04:00 +0200 Ein neues Dach lohnt sich doppelt https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/ein-neues-dach-lohnt-sich-doppelt-7018.html Bauherren und Hauseigentümer dürfen sich freuen. Mit der Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 ist die steuerliche Förderung energetischer Sanierungen bei selbstgenutzten Wohnimmobilien gesichert (§ 35c EStG). Im Klimapaket der Bundesregierung wird speziell auch die Dachdämmung, die für effizientes Energiesparen unabdingbar ist, unterstützt. Durch Dämmmaßnahmen bei Dächern und der Fassade lässt sich viel Energie einsparen: 30 Prozent des CO2-Ausstoßes und 40 Prozent des Primärenergieverbrauchs sind allein auf diese Gebäudebereiche zurückzuführen. „Wer eine energetische Sanierung plant, sollte bestenfalls beim Dach anfangen, denn Wärme steigt bekanntlich nach oben“, weiß Gerald Laumans vom gleichnamigen Dachziegelhersteller. Der Geschäftsführer schiebt nach: „Seit es das Klimapaket gibt, steigt die Nachfrage bei uns stetig.“

Mindestanforderungen müssen erfüllt werden

Die Steuerförderung für energetische Dacharbeiten, welche die Mindestanforderungen der neuen „Energetische Sanierungsmaßnahmen-Verordnung“ (EsanMV) beinhalten, sieht vor, dass 20 Prozent der Investitionskosten über drei Jahre auf die Steuer angerechnet werden können. In den ersten beiden Kalenderjahren werden Aufwendungen des Steuerpflichtigen um je sieben Prozent, höchstens jedoch um je 14.000 Euro, angerechnet. Im dritten Kalenderjahr können weitere sechs Prozent geltend gemacht werden, maximal 12.000 Euro. Zu den Aufwendungen für energetische Maßnahmen gehören auch die Kosten für einen qualifizierten Energieberater, die mit bis zu 50 Prozent angesetzt werden können.

Zehn Jahre Laufzeit

Der Steuerabzug bis zum Höchstbetrag von 40.000 Euro ist ein wichtiger Anreiz für Eigentümer aller Einkommensgruppen, die notwendigen energetischen Sanierungen in den kommenden Jahren vorzunehmen. „Die geplante Laufzeit des Klimapakets von zehn Jahren ist für unsere gesamte Branche eine verlässliche Basis, genügend Kapazitäten aufzubauen, um die gesteigerte Nachfrage bedarfsgerecht decken zu können“, berichtet Laumans.

Für den Steuerbonus werden die Kosten für den fachgerechten Einbau, für notwendige Umfeldmaßnahmen sowie die Materialkosten berücksichtigt. Die Einhaltung der Mindestanforderungen, die den KfW- und BAFA-Förderungen unterliegen, ist durch ein Fachunternehmen zu bestätigen. Folgende Voraussetzungen sind zudem notwendig: Haus oder Wohnung müssen bei der Sanierung älter als zehn Jahre sein. Der Steuerpflichtige selbst wohnt in dem Objekt und die Aufwendungen für die energetische Sanierung dürfen nicht schon anderweitig durch öffentliche Mittel (z.B. KfW-Kredit) gefördert werden –es sei denn, diese Mittel sind unabhängig von einer energetischen Sanierung. Quelle: Laumans/wh

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Dämmung & Fenster
news-7017 Thu, 07 May 2020 13:59:00 +0200 Photovoltaik-Anlagen haben die positivsten Effekte https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/photovoltaik-aufdachanlagen-haben-die-positivsten-effekte-7017.html Einen unverzüglichen Umstieg auf erneuerbare Energien fordern die meisten Hausbesitzer. Besonders Photovoltaik-Aufdachanlagen werden die positivsten Effekte auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zugeschrieben. Das zeigte eine Analyse von EUPD Research. Eine Befragung zur Energiewende durch den Bonner Markt- und Wirtschaftsforscher EUPD Research im Auftrag des Unternehmens E3/DC ergab, dass der Einsatz fossiler Energieträger von den 2.000 Besitzern von Ein- und Zweifamilienhäusern mehrheitlich negativ bewertet wird. "Die Ergebnisse unserer Analyse zeigen eindeutig, dass die Bürgerinnen und Bürger ganz genau verstanden haben, dass das konventionelle Energiesystem keine Vorteile mehr zu bieten hat: weder für Umwelt und Gesellschaft, noch in wirtschaftlicher Dimension", sagte Martin Ammon, Geschäftsführer von EUPD Research. Daraus folgert Andreas Piepenbrink, Geschäftsführer von E3/DC: "Die Politik muss nun schnell und verbindlich Rahmenbedingungen festlegen, wozu insbesondere die Abschaffung des 52 GW Solardeckels zählt."

Die Befragung zeigt, dass vier von fünf Eigentümer mit Photovoltaik "sehr positive" oder "eher positive" Effekte verbinden. Im Detail bewerten die Befragten dezentral installierte Photovoltaik-Aufdachanlagen am positivsten für Umwelt und Gesellschaft. Nach den erneuerbaren Energien Photovoltaik und Wind positioniert sich Erdgas mit noch überwiegend positiver Wertung. Die Notwendigkeit, Erdgaskraftwerke als Übergangstechnologie in der Energiewende verstärkt einzusetzen, erkennen die Befragten.

50 Prozent sehen negative Umweltfolgen durch Kohlekraftwerke

Negative Effekte werden insbesondere den Energieträgern Braunkohle, Steinkohle und Atomkraft zugeschrieben. Die Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft werden hierbei deutlich negativer wahrgenommen als auf die Wirtschaft. Insgesamt sieht jede zweite befragte Person negative Folgen für Umwelt und Gesellschaft durch den Betrieb von Atom- und Kohlekraftwerken. Das ergibt für das Unternehmen den Schluss, dass ein engagierter und schneller Ausstieg aus der Kohle im Sinne der Bürger wäre.

Obwohl der Zubau an Solaranlagen mit Ende des ersten Quartals 50 Gigawatt überschritten worden sei, bestehe der 52-Gigawatt-Deckel, weiterhin. Das bedeute, dass die Vergütung für neu installierte Photovoltaik-Anlagen auf null sinkt. Wenn die Politik weiterhin Fristen zur Abschaffung des Deckels verstreichen lasse, drohe in Kürze der Zusammenbruch des deutschen Photovoltaikmarktes und somit eine Blockade der Energiewende, befürchtet das Unternehmen. Dies stehe dem Willen und den Bestrebungen der Befragten entgegen. Eine endgültige und vollständige Fokussierung auf den Umstieg zu erneuerbaren Energien sei die einzig vertretbare Schlussfolgerung. Quelle: E3/DC / al

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Finanzierung
news-7016 Thu, 07 May 2020 09:02:13 +0200 Corona-Krise erleichtert das Erreichen der Klimaziele https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/corona-krise-erleichtert-das-erreichen-der-klimaziele-7016.html Der Wirtschaftswissenschaftler Mario Liebensteiner vom Lehrstuhl für Ressourcen- und Energieökonomie an der TU Kaiserslautern erforschte mit Adhurim Haxhimusa (FH Graubünden) den Zusammenhang zwischen Covid-19-Infektionen in europäischen Ländern, der Stromnachfrage und mit der damit verbundenen Reduktion der CO2-Emissionen. Sie fanden heraus, dass sich die Nachfrage nach Strom im Schnitt um 18,8 Prozent reduziert hat, was eine Emissionsreduktion von 34 Prozent induzierte. Vor allem in Ländern mit strengen Schutzmaßnahmen waren die Effekte deutlich ablesbar, was in Zeiten von Problemen bei der Erreichung der Klimaziele positive Signale setzt. Seit Jahren bemüht sich die globale Klimapolitik darum, die Kohlenstoffemissionen deutlich zu reduzieren, um den Klimawandel zu verlangsamen. Doch diese stiegen fast kontinuierlich an, vor allem bedingt durch die Auswirkungen der Energiewirtschaft. Durch die aktuelle Corona-Pandemie ändert sich dieses Bild deutlich. Strikte Maßnahmen wie die Wahrung sozialer Distanz, Kurzarbeit und die Schließung aller öffentlichen Einrichtungen führten weltweit zu einer deutlichen Verbesserung der Emissionswerte. Wie sich dieser Zusammenhang auf dem europäischen Markt genau darstellte, haben nun Mario Liebensteiner von der TU Kaiserslautern und  Adhurim Haxhimusa von der Fachhochschule Graubünden untersucht. 

Daten aus 16 europäischen Ländern standen im Mittelpunkt ihrer Analyse im Zeitraum zwischen dem 1. Januar 2020 und dem 23. März 2020, anhand derer sie die Entwicklung der Stromnachfrage im Zusammenhang mit dem Einfluss von Covid-19-Infektionen untersuchten und damit den Rückgang der CO2-Emissionen aus dem Stromsektor erklärten. Abhängig von der Struktur des Stromangebots und der Intensität des Nachfragerückgangs sind die Emissionseffekte in manchen Ländern stärker ausgeprägt, vor allem in Ländern wie Frankreich und Italien, in denen die Infektionsschutzmaßnahmen sehr streng waren.

„Meldungen aus den Tagesmedien über drastische Emissionsrückgänge in China, den USA und europäischen Ländern, von teilweise bis zu 50 Prozent, haben uns neugierig gemacht, wie sich dies mit dem Zuwachs der Infektionsraten in Zusammenhang bringen ließe“, erklärt Liebensteiner. Sein Team ist das erste, welches sich wissenschaftlich mit dem Rückgang der Emissionen aus dem Energiesektor durch die COVID-19-Pandemie auseinandersetzt.

„Aus den Ergebnissen kann man schließlich ableiten, dass Länder wie beispielsweise Deutschland, welche ihre Klimaziele für 2020 höchstwahrscheinlich verfehlt hätten, diese nun doch erreichen könnten, sollten sich die Einschränkungen auf einen längeren Zeitraum ausweiten. Dies würde uns wichtige Zeit beim Kampf gegen den Klimawandel einräumen. Jedoch ist es naheliegend, dass die Emissionen wieder steigen werden, sobald sich die Wirtschaft von den Auswirkungen der COVID-19-Krise erholt hat. Regierungen sollten sich also keinesfalls auf einem scheinbaren Erfolg in der Klimapolitik ausruhen, der letztendlich einer unerwarteten Virus-Pandemie geschuldet ist“, schließt er ab. Quelle: Uni Kaiserslautern / pgl

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Finanzierung
news-7011 Thu, 07 May 2020 08:56:00 +0200 CO2-Bilanz mit Niedertemperaturnetz verbessern https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=7011&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=803231d6c4593a50cffe7465fcfa1f7e E.on arbeitet an einem Übergang von fossilen Fernwärmesystemen zu CO2-armen Energielösungen in dem Reallabor „TransUrban.NRW“. Der Fokus liegt dabei auf Niedertemperaturnetze der neuesten Generation. Städte und Gemeinden in Deutschland können ihre Klimaschutzziele erreichen, wenn Stadtquartiere mit CO2-armer Wärme und Kälte versorgt werden. Gleichzeitig muss eine Perspektive für Strukturwandelregionen aufgezeigt werden, deren Fernwärmeversorgung vom Kohleausstieg betroffen ist, ist E.on überzeugt. Das Projekt des Reallabor „TransUrban.NRW“ ist ein Sieger des Ideenwettbewerbs „Reallabore der Energiewende“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und startet jetzt als Modellvorhaben in Quartieren in Nordrhein-Westfalen.

„Unser Ziel ist es, die CO2-Bilanz von Städten wesentlich zu verbessern“, sagt E.ON Vorstandsmitglied Karsten Wildberge. Während klassische Fernwärmenetze häufig mit Temperaturen von mehr als 100 Grad Celsius betrieben werden, genügen den so genannten LowEx-Netzen zehn bis 40 Grad Celsius. Das verringert die Energieverluste und ermöglicht die Einbindung von erneuerbaren Energien wie Geothermie oder die Nutzung von Abwärme, die in großem Umfang auf niedrigem Temperaturniveau zur Verfügung stehen. Im Zusammenspiel mit Wärmepumpen werden bei Bedarf höhere Temperaturen oder Kühlenergie erzeugt.

Ein Innovationsschritt ist zudem die Auslegung des Niedertemperatur-Netzes als ein Tauschplatz für Energie. Möglich macht das eine intelligente Vernetzung, die den Wärme- und Kältebedarf der Gebäude ausbalancieren kann und so die Effizienz im Netz erhöht. Hierbei wird die bei der Kälteerzeugung anfallende Abwärme wieder in den Energiekreislauf zurückgeführt und steht zur Deckung des Wärmebedarfs an anderer Stelle zur Verfügung. Das funktioniert, als ob ein Kühlschrank die auf der Rückseite abgegebene Wärme auffangen und in einen Heizkreislauf einspeisen würde. Dadurch werden aus den Verbrauchern so genannte Prosumer, die sowohl Energie nutzen als auch bereitstellen. Quelle: E.on / al

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Heizung & Warmwasser
news-7035 Thu, 07 May 2020 08:35:00 +0200 EU-Sanierungsfonds soll Wiederaufbau nach Corona fördern https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/eu-sanierungsfonds-soll-wiederaufbau-nach-corona-foerdern-7035.html Das Deutsche Energieberater Netzwerk (DEN) befürwortet Vorschläge für einen europäischen Fonds für Gebäudesanierung. „Wir begrüßen die Initiative der Kampagne ‚Renovation Fund for All Europeans‘ und unterstützen diese“, sagt der Vorsitzende des DEN Hermann Dannecker. Die von über 120 Institutionen und Unternehmen aus ganz Europa getragene Initiative wendet sich in einem offenen Brief an die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und regt an, im Rahmen eines wirtschaftlichen Wiederaufbau-Programms im Anschluss an die Covid-19-Krise einen Sanierungsfonds für alle europäischen Länder aufzulegen, der jährlich 100 Milliarden Euro freisetzt. „Es ist jetzt wichtig, Maßnahmen für eine wirtschaftliche Erholung mit einer wirkungsvollen Klimaschutzpolitik zu verbinden. Gleichzeitig muss man bei dieser Gelegenheit ein starkes Signal an alle EU-Mitgliedstaaten senden, dass die Klimakrise nur gemeinsam beantwortet werden kann“, so Dannecker. So richtet sich das Schreiben der Kampagne nicht nur an die Kommissionspräsidentin, sondern auch an Vizepräsident Frans Timmermans, der gleichzeitig Kommissar für Klimaschutz ist, an Energiekommissarin Kadri Simson, an den Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen, Thierry Breton, sowie an den Kommissar für Haushalt und Verwaltung, Johannes Hahn.

In ihrem Brief begrüßen die Unterzeichner die im sogenannten Green Deal formulierten Pläne, die Gebäudesanierungsraten in Europa von derzeit 1 Prozent im Jahr mindestens zu verdoppeln. Hilfreich dabei könnte die Schaffung eines Sanierungsfonds für alle Europäer sein, um die nötigen Finanzmittel bereitzustellen.  Die unterzeichnenden Institutionen und Unternehmen weisen darauf hin, dass die Bauindustrie mit ihren angeschlossenen Gewerken in EU-Europa rund 9% der Wirtschaftsleistung repräsentiere und über 16 Millionen Arbeitnehmer beschäftige. Insofern habe eine Unterstützung dieser Industrie immer auch eine große soziale Dimension.

Um bis zum Jahre 2050 die angestrebte Klimaneutralität in der EU zu erreichen, seien Sanierungsraten von mindestens 3% pro Jahr nötig, heißt es weiter. Immerhin verbrauchten die rund 210 Millionen Gebäude in der EU zusammen mehr Energie als jeder andere Sektor. Damit einher gehe auch der höchste CO2-Ausstoß. Ein Fonds, der 100 Mrd. Euro pro Jahr freisetzt, könnte helfen, das Ziel von 3% jährlicher Sanierungen zu erreichen. In einem ersten Schritt sollten dabei öffentliche Gebäude wie Schulen, Krankenhäuser oder Altenheime im Mittelpunkt stehen, dann aber auch Förderungen für Haushalte mit geringem Einkommen zur Verfügung gestellt werden.

Der Fonds sollte möglichst allen mit der Finanzierung und Sanierung von Gebäuden betrauten Organisationen zur Verfügung stehen. Es sei wichtig, schnell und effizient die entsprechenden Genehmigungen zu erteilen und Entscheidungen zu treffen. Die Unterzeichner befürworten ferner die Einführung von Minimalstandards bei der Sanierung von Gebäuden mit Blick auf die Klimaziele des Jahres 2050. Diese Standards sollten nach oben angepasst werden können. 

Für den DEN-Vorsitzenden Dannecker ist das ein richtiger Weg, nicht nur auf europäischer Ebene Klimaziele zu formulieren und zu beschließen, sondern sie auch praktisch umzusetzen: „Insofern bekommen wir vielleicht durch die Corona-Krise eine  Gelegenheit, neue Wege zu gehen und einen neuen Schwung in die Klimaschutzdebatte zu bringen.“ Quelle: DEN / pgl

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Finanzierung
news-7005 Wed, 06 May 2020 15:10:00 +0200 Klimaschutz könnte Konjunkturschub am Bau bringen https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/klimaschutz-koennte-konjunkturschub-am-bau-bringen-7005.html Laut Einschätzung des Zentralen Immobilen Ausschusses ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, könnte der Klimaschutz zu einem neuen Konjunkturschub in Deutschland führen. Dazu müsse der Gesetzgeber die passenden Rahmenbedingungen im Zuge der Exit-Maßnahmen schaffen. „Trotz der Corona-Restriktionen dürfen wir die klimapolitischen Ziele nicht aus den Augen verlieren. Ganz im Gegenteil sogar. Die entsprechenden Maßnahmen könnten zu einem wirtschaftlichen Aufschwung in zahlreichen Bereichen unserer Wirtschaft führen“, erklärt Maria Hill, Vorsitzende des ZIA-Ausschusses Energie und Gebäudetechnik. „Die Klimapolitik sollte ein wichtiger Bestandteil der Exit-Strategien von Bund und Ländern sein. Dadurch treiben wir einerseits die Konjunktur an, andererseits senken wir den CO2-Ausstoß. Das ist ein Gewinngeschäft für alle Beteiligten.“

Für den Gebäudesektor fordert der ZIA deshalb die Stärkung der steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten für die energetische Gebäudesanierung und die gleichzeitige Ausweitung auf alle Immobilienklassen. Analog dazu sollten die Förderkulissen erhöht werden. „Diese Maßnahmen stellen gleichzeitig eine Erleichterung für Mieter dar, da sie einen Teil der energetischen Sanierungskosten mittragen müssen“, meint Hill. Zudem müssten die steuerlichen und weiteren Hemmnisse bei der erneuerbaren Energieerzeugung an Gebäuden und in Quartieren abgebaut werden. „Wir haben ein enormes Potenzial, um gebäudenah regenerative Energien zu erzeugen.

Bislang kann dieses Potenzial aber aufgrund von möglichen Gewerbesteuerinfektionen der Mieterträge und weiteren Komplikationen nicht ausgeschöpft werden“, sagt Hill. Hier müsse auch die Sektorkopplung vorangebracht werden. Auf europäischer Ebene könnte der Green Deal intelligent mit Konjunktur- und Investitionsimpulsen verzahnt und so als Wachstumsstrategie für ganz Europa genutzt werden. Quelle: ZIA / pgl

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Finanzierung
news-7007 Wed, 06 May 2020 14:09:00 +0200 Phasenwechselmaterialien bringen Effizienz und Erneuerbare zusammen https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/phasenwechselmaterialien-bringen-effizienz-und-erneuerbare-zusammen-7007.html Sie können kühlen, Wärme speichern und heizen: Phasenwechselmaterialien sind für viele Anwendungen in Gebäuden interessant. Warum sie bisher nur in wenigen Büros oder Wohngebäude genutzt werden haben Forschende untersucht. Im Klimaschutzplan der Bundesregierung soll bis 2050 ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand umgesetzt werden. Die Verwendung sogenannter Phasenwechselmaterialien (PCM) kann helfen, Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien zu vereinen. Wärme und Kälte kann effizient bereitgestellt werden, wenn Wärme- und Kältespeicher mit PCM intelligent in Heiz- und Kühlsysteme integriert, werden. Energieüberschüsse aus regenerativen Energiequellen können kurzzeitig gespeichert werden und sind so flexibler einsetzbar. Ein intelligenter Netzbetrieb durch Power-to-Heat/Cold ist möglich.

Zwar werden PCM-Systeme seit mehreren Jahrzehnten erforscht, entsprechende Produkte setzen sich am Markt nur sehr langsam durch. Gründe hierfür sind neben noch relativ hohen Investitionskosten auch fehlende Referenzobjekte für erfolgreiche PCM-Installationen. Im Projekt wurden sieben PCM-Systeme in unterschiedlichen Entwicklungsstadien untersucht und im realen Einsatz evaluiert. Es zeigte sich unter anderem bei einem Energiespeicherhaus mit PCM-haltigem Estrich, dass eine Power-to-Heat-Anwendung netzdienlich war. Passive und aktive Flächenkühlsysteme in Kindergarten und Schulungsräumen verbesserten die thermische Behaglichkeit. Ein neuentwickelter PCM-Wärmespeicher erlaubte eine verlustarme Speicherung durch gezielte Unterkühlung. Lüftungssysteme zur Kühlung von Büroräumen zeigten eine hohe energetische Effizienz.

Rahmenbedingungen müssen stimmen

PCM-Systeme können äußerst energieeffizient arbeiten, sofern sie fachkompetent umgesetzt und betrieben werden. Unter bestimmten Rahmenbedingungen können sie zudem wirtschaftlich sein. Damit beide Punkte erreicht werden können, müssen entsprechend optimierte Regelstrategien sowie eine vernünftige Inbetriebnahme der PCM-Systeme idealerweise mit einer angeschlossenen Monitoringphase umgesetzt werden. Die Beteiligten konnten im Projekt PCM-Systeme der Industriepartner weiterentwickeln und Pilotobjekte als Referenzanlage umsetzen.

Es wurde auch deutlich, dass PCM-Systeme in der Praxis teilweise nicht optimal betrieben werden. Häufig sind die Regelung oder die Betriebsparameter selbst bei kommerziellen Installationen nicht auf das PCM-System abgestimmt. Dies kann sogar zu einem Mehrverbrauch an Energie führen. So stellten die Nutzer die Thermostate in Schulungsräumen, die mit einem PCM-Kühldeckensystem ausgerüstet waren, fast durchgängig auf Temperaturen von rund 22 Grad und somit unterhalb des Phasenwechselbereichs des verwendeten PCM. Die passive Kühlwirkung des PCM konnte sich somit nicht entfalten, da die aktive Kühlung vorher zuschaltete. Nichtsdestotrotz wurde das ungenutzte PCM jede Nacht aktiv regeneriert.

Die Ergebnisse zeigen, dass Planer, ausführende Gewerke, Gebäudebetreiber und Nutzer einen erheblichen Informations- und Abstimmungsbedarf haben. Dies betrifft vor allem die Auslegung, Installation und den Betrieb von PCM-Systemen. Diese Abstimmung wird besonders bei solchen Systemen schwierig, bei denen die Nutzer mit einbezogen werden müssen. Forschungsbedarf besteht noch bei der Entwicklung geeigneter Regelstrategien. Nur wenn diese beiden Hemmnisse erfolgreich ausgeräumt werden, kann das deutliche Energieeinsparpotenzial der PCM-Systeme genutzt werden. Quelle: Energieoptimiertes Bauen / al

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Heizung & Warmwasser
news-7010 Tue, 05 May 2020 13:22:03 +0200 Baugewerbe will keine Verschärfung bei Energieeffizienz im Neubau https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/baugwerbe-will-keine-verschaerfung-bei-energieeffizienz-im-neubau-7010.html „Bereits jetzt weist etwa die Hälfte aller Neubauten einen besseren Effizienzstandard auf als gesetzlich gefordert. Mit den heutigen Anforderungen an Gebäude liegen wir jedoch an der Grenze des bezahlbaren Bauens und Wohnens. Bauherren, gerade jungen Baufamilien, ist durch die KfW-Förderung sowie das Baukindergeld Eigentumsbildung noch möglich. Daher lehnen wir eine weitere Verschärfung der Anforderungen an den Neubau zum jetzigen Zeitpunkt ab. Wir warten die Ergebnisse des späteren Monitorings ab.“ Dieses erklärte heute der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) zu den Beratungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Die neuesten sektorspezifischen Zahlen des Umweltbundesamtes vom März 2020 über die Entwicklung der Treibhausgasemissionen seit 1990 zeigen, dass der Gebäudebereich bereits 2018 mehr als 40 Prozent Einsparung erzielt hat, was das Ziel für 2020 ist. Ebenso bestätigten neueste Zahlen aus dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) diese Entwicklung, so der Verband.

„Wir haben immer gefordert, auf höhere Anforderungen zugunsten einer verstärkten Förderung, verbunden mit den nötigen Informationen zu verzichten. Diese Strategie scheint aufgegangen zu sein, was nicht zuletzt auch auf die Förderinstrumente der KfW zurückzuführen ist. Dennoch dürfen wir uns auf dem Erreichten nicht ausruhen,“ erklärte Pakleppa weiter.

Eine gesetzliche Anhebung des Energieeffizienzstandards auf ein KfW-Effizienzhaus 55 würde zu Mehrkosten von ca. 18.000 € bei einem Einfamilienhaus mit 120 m2 Wohnfläche führen, bei einem Energie-Einsparpotenzial von 14 kWh/m² und Jahr. Da die KfW nur fördert, wenn der gesetzliche Standard übertroffen wird, würde das zwangsläufig eine Erhöhung auf ein KfW-Effizienzhaus 40 bedeuten. Dadurch entstünden aber Mehrkosten in Höhe von 13.500 € bei einer Energieeinsparung von 4 kWh/m² und Jahr. „Diese Baukostensteigerung steht aber in keinem angemessenen Verhältnis mehr zum energetischen Einsparpotenzial,“ erläuterte Pakleppa.

Ab 2023 könnte laut Entwurf zum Gebäudeenergiegesetz eine Anpassung des Neubaustandards erfolgen. „Insofern begrüßen wir auch das vorgesehenen Monitoring, das die Bundesregierung seinerzeit eingeführt hat, um ggf. nachsteuern zu können, wenn die gesteckten Emissionsziele nicht erreicht werden sollten,“ so Pakleppa weiter. „Denn wir gehen davon aus, dass wir die energetischen Einsparziele auch weiter erreichen.“

Seit Januar haben die Antragszahlen zu den KfW-Förderprogrammen deutlich zugenommen. Das betrifft vor allem auch die energetische Modernisierung des Gebäudebestandes. Mit der steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung ist ein weiteres Instrument dazu gekommen. „Im Gebäudebestand liegt das weitaus größere Einsparpotenzial als im Neubau. Hier gilt es neben den vorhandenen Investitionsanreizen vor allem die Beratung der Hausbesitzer und Investoren von Wohn- und auch von Nichtwohngebäuden über die Vorteile steigender Energieeffizienz auszubauen. Hier leistet unser Verband mit den Energieberatern im Handwerk schon seit längerer Zeit eine hervorragende Arbeit,“ so Pakleppa abschließend. Quelle: ZDB / pgl

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Finanzierung
news-7004 Tue, 05 May 2020 09:25:00 +0200 Pflanzenfassade sorgt für bessere Luft in der Großstadt https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/pflanzenfassade-sorgt-fuer-bessere-luft-in-der-grossstadt-7004.html Die Stadt Stuttgart hat die Garteninstallation des Hohenheimer Startups Visioverdis gekauft. Der vertikale Fassadengarten soll auf zehn Meter Höhe frei hängend auf dem Rotebühlplatz installiert werden. Zum 200. Jubiläum der Universität Hohenheim stand eine 8,50 Meter lange und 3,50 Meter breite Pflanzenfassade mit drei waagrechten, rotierenden Bäumen auf dem Campus. Nun steht der Umzug vom 4. bis 6. Mai zum Rotebühltreff am Rotebühlplatz an. "Die Stadt wird im Sommer heißer, sodass wir zur Kühlung mehr Grün ausbringen müssen. Mich freut besonders, dass wir für den Fassadengarten eines Stuttgarter Start-Ups einen so prominenten und geeigneten Standort am Rotebühlplatz gefunden haben", sagte Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn.

Das Startup hat sich die innovative Begrünung von Städten und Mega-Citys zum Ziel gesetzt. Wo der Platz für Parks fehlt, können Gebäudefassaden als Gärten etabliert werden. Diese Pflanzenwände wirken als Lärmdämpfer, binden Kohlenstoffdioxid, verbessern die Luftqualität und haben im Sommer eine kühlende Wirkung. „Das Bedürfnis, Großstädte begrünen zu wollen, wächst stetig. Nicht nur die Stadt Stuttgart, sondern auch Firmen aus anderen Städten und aus dem Ausland kontaktieren uns“, sagt Alina Schick, Gründerin und Geschäftsführerin von Visioverdis.

Rotierende Ligusterbäumchen

Das Besondere des Fassadengartens ist, dass die Ligusterbäumchen rotieren: Durch die Rotation verändert sich für die Pflanzen die Schwerkraft- und Lichtwahrnehmung, sodass diese stets horizontal wachsen. Pro Minute sind es zwischen 0,1 und 1,6 Umdrehungen. Zudem bleiben die Bäume klein, es wachsen dafür mehr grüne Blätter als bei der herkömmlichen Pflanzung.

GraviPlant nennt Visioverdis diese Idee. Seit 2011 forscht Schick an den waagerecht wachsenden Pflanzen und entwickelte ein Technologie-Konzept, bei dem die Fassaden mit LAN, Wasser- und Stromleitung verbunden sind. Auf diese Weise werden die Pflanzen automatisch versorgt. Sensoren steuern Bewässerung, Rotation und LED-Beleuchtung.

Energiesparende Klimaanlage

Im Vordergrund steht die Verbesserung der Luftqualität. Mehr Pflanzen filtern mehr Schadstoff und produzieren zusätzlichen Sauerstoff. Die Fassadengärten könnten deshalb für die Mega-Citys im asiatischen Raum eine Lösung sein. „Das botanische Potential der Pflanzen wird oft vergessen“, sagt Schick. Im Vergleich zu Klimaanlagen würden sie weniger Energiekosten verursachen, als Feinstaubfilter fungieren und einen ästhetischen Anblick bieten. Quelle: Uni Hohenheim / al

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Lüftung & Klima
news-7008 Tue, 05 May 2020 09:04:39 +0200 Wärmepumpen-Hersteller setzen auf leise Modelle https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/waermepumpen-hersteller-setzen-auf-leise-modelle-7008.html Die IFH in Nürnberg ist abgesagt, die SHK Essen auf September verschoben – aber die Wärmepumpenhersteller haben ihre Hausaufgaben schon gemacht. EnBauSa hat fünf große Unternehmen nach ihren „Messeneuheiten“ gefragt. Ein wichtiges Thema dieses Jahr sind leise Luftwärmepumpen. Alpha Innotec (Ait-Deutschland) verweist auf sein Messemodell Alira LWAV+, von dem dank aerodynamischer Luftumlenkhauben in drei Metern Abstand nur 35 dB (A) zu hören seien. Unterboten wird das noch vom österreichischen Hersteller Ochsner: Deutschland-Vertriebsleiter Nico Moldenhauer nennt 28 dB(A) für das bereits im Vorjahr vorgestellte Gerät Air Hawk 208. Dieses zusammen mit der Johannes-Kepler-Universität in Linz entwickelte Modell sei „die leiseste Luft/Wasser-Wärmepumpe, die im schweizerischen Wärmepumpen-Testzentrum Buchs je gemessen wurde.“ Zwei größere Geräte mit der gleichen Technik für Mehrfamilienhäuser seien geplant.

Ebenfalls von mehreren Anbietern angegangen wird der Umstieg auf weniger klimaschädliche und zugleich Ozon-unbedenkliche Kältemittel. Nibe und Glen Dimplex beginnen derzeit mit dem Einsatz von R290 (Propan); Wolf hat mit dem Produkt CHA-Monoblock bereits ein R290-Modell im Angebot. R290 ist laut Deutscher Umwelthilfe unter den Kältemitteln, die in den kommenden zehn Jahren eine Chance im Markt haben, das mit dem geringsten Erderwärmungspotenzial.

Stiebel Eltron: lieber kein R290

Stiebel Eltron setzt stattdessen – wie auch Tecalor – auf R454C.Das Unternehmen begründet dies mit der Brennbarkeit von R290: Auch bei Außenaufstellung könne das Propan „im schlimmsten Fall“ in den Hydraulikkreislauf eindringen. „Durch die höhere Drucklage des Kältemittelkreislaufs kommt es zu einem Überdruck im Wassersystem, das Überdruckventil öffnet sich, das gasförmige Kältemittel entweicht im Haus und kann sich, wenn beispielsweise Propan eingesetzt wurde, bodennah als zündfähiges Gemisch sammeln.“ Auch Ochsner traut Propan nicht und setzt in der Air Hawk 208 als Kältemittel R513A ein. Wolf-Produktmanager Martin Bauer argumentiert dagegen: „Millionen Herde, Grills und Campingausrüstungen in der Hand von Endverbrauchern liefern den Beweis, dass die Brennbarkeit von R290 gut beherrschbar ist.“

Tatsächlich neu auf der IFH vorgestellt hätten die fünf Hersteller elf Produkte – mit einer Ausnahme alles Luftwärmepumpen. Die einzige Erdwärmepumpe, WPE-I Premium, kommt von Stiebel Eltron, wobei Pressefrau Katharina Gröne besonders auf die Vorlauftemperatur von bis zu 75 Grad hinweist, die auch dem Kältemittel R454C zu verdanken sei. Ein Sonderfall ist Ochsners Hochtemperatur-Wärmepumpe Iwwhc P2d: Aus Abwärme verschiedenster Quellen macht sie Warmwasser mit bis zu 82 Grad für Kleingewerbe und Pharmaindustrie.

Nibe: PVT-Kollektoren als Wärmequelle

Abgesehen davon setzen die meisten Hersteller beim Grundkonzept auf den üblichen luftdurchströmten Kasten, in dem sich das Kältemittel erwärmt. Etwas ganz anderes bringt Nibe. Die Schweden haben ein System mit sieben bis 14 PVT-Kollektoren im Angebot: Unter Photovoltaikmodulen sind Rohrwärmetauscher montiert, die nicht nur Umgebungswärme, sondern auch solare Wärme für die Wärmepumpe einsammeln. Sozusagen eine Erdwärmepumpe mit Luft-Wärmetauscher, die dazu noch Strom gewinnt. Sogar aktives Kühlen ist möglich. Da es keinen Ventilator gibt, empfiehlt Marketingmann Jörg Schickedanz das System auch als geräuschlose Alternative für eine Luftwärmepumpe.

Alle Anbieter profitieren von der seit Januar günstigeren MAP-Förderung. Wärmepumpen werden seither mit 35 Prozent gefördert, bei Umstellung von Ölheizung auf Wärmepumpe sogar mit 45 Prozent – und zwar einschließlich von Erdbohrungen. Inga Bollow, die bei Glen Dimplex das Marketing verantwortet, nennt eine Zahl: „Im ersten Quartal 2020 ist der Markt um cirka 16 Prozent zum Vorjahr gewachsen.“ Bollow erwartet, besonders im Sanierungsgeschäft, eine Fortsetzung dieses Wachstums. Und: „Prinzipiell profitieren alle Wärmepumpen von der Förderung, besonders aber diejenigen mit höheren Investitionskosten, zum Beispiel Erdwärmepumpen oder Luft/Wasser-Wärmepumpen mit großen Leistungen.“

Wer profitiert von den neuen Förderbedingungen?

Ähnlich sieht es Katharina Gröne von Stiebel Eltron. Jörg Schickedanz hat zumindest beim Neubau „eine Verschiebung bei den Luft/Wasser-Wärmepumpen hin zu den Premium-Wärmepumpen“ erkannt. Die Kunden bekämen „ein deutlich effizienteres System zum gleichen Preis“. Diese Verschiebung könnte auch daran liegen, dass weniger effiziente Geräte die Förderbedingungen nicht schaffen. Katja Weinhold, Pressesprecherin des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP): „Bei Luftwärmepumen im Neubau sind die technischen Voraussetzungen – Jahresarbeitszahl 4,5 – nicht immer zu erreichen.“

Beim Verhältnis zwischen den Wärmequellen ist die Einschätzung von Ochsner-Vertriebsleiter Nico Moldenhauer anders. Nach seiner Ansicht profitierten von den geänderten Förderbedingungen „Luft/Wasser-Wärmepumpen, da die Förderkonditionen keine Unterschiede in der Wärmequelle und Förderhöhe mehr machen, zum Nachteil der Wärmequellen Erdreich und Wasser.“

Unterstützt wird er darin von Stefanie Ullraum, von Ait-Deutschland: „Im Fokus stehen in den wichtigsten Märkten mehr und mehr die Luft/Wasser-Wärmepumpen.“ Unabhängig davon sieht Ullraum in der Wohnungswirtschaft einen Trend zu dezentralen Luftwärmepumpen, die sich mit einem Platzbedarf von nur 60 mal 70 Zentimetern „selbst in kleinen Küchen oder Abstellräumen unterbringen“ ließen. Damit habe die Hausverwaltung keinen Abrechnungsaufwand, und „jede Wohnpartei kann ihre Wunschtemperatur in der Wohnung und fürs Warmwasser selbst einstellen.“ von Alexander Morhart

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Heizung & Warmwasser
news-7003 Mon, 04 May 2020 07:38:00 +0200 Forscher entwickeln Öko-Alternative zu Polystyrol-Dämmung https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/forscher-entwickeln-oeko-alternative-zu-polystyrol-daemmung-7003.html Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF hat einen biobasierten Fassadendämmstoff entwickelt. Dieses Hybridmaterial kann anstelle der gängigen Platten aus Polystyrolschaum (EPS) genutzt werden. Biobasierte Alternativen gab es bisher kaum, Abstriche in Handhabbarkeit oder Anwendbarkeit sowie im Preis mussten hingenommen werden. Bei dem biobasierten Fassandendämmstoff handelt es sich um Rest- und Abfallstoffe wie Kork- oder Maiskolbenschrot, wasserabweisende Harze auf Basis von Lignin und mineralische Füllstoffe als Flammschutzmittel. Zur Herstellung der Platten werden die porösen Partikel aus nachwachsenden Rohstoffen mit einem biobasierten Duromer inklusive mineralischem Flammschutzmittel beschichtet und verpresst. Dies geschieht nach einem bestehenden, marktgängigen Prinzip, das ohne viel Aufwand genutzt werden kann, heißt es von Seiten des Projektträgers, der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

Die so entstandenen Platten verhalten sich im Brandfall analog zur neuesten Generation von Polystyrolschaum-Hybridmaterialien. Bauteildichten von 120 Kilogramm pro Kubikmeter und eine Wärmeleitfähigkeit von 40 mW/m K wurden erreicht. Der offenporige Aufbau ermöglicht die Regulierung des Dampfdurchtritts. Anwendungsorientierte Tests zeigten, dass sich der Dämmstoff "OrganoPor" in Wärmedämmverbundsystemen anwenden lässt.

Biodämmstoff lässt sich wirtschaftlich herstellen

Aufgrund seiner strukturellen und verarbeitungstechnischen Parallelen zu Polystyrolschaum-Hybridmaterialien lässt sich der Fassadendämmstoff wirtschaftlich herstellen. Aufgrund der zudem günstigen Verfügbarkeit der Ausgangsmaterialien könnte sich dieser als ökologischer Dämmstoff am Markt etablieren, hofft die FNR.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft förderte das Vorhaben "Isolationsmaterialien zur Gebäudedämmung aus biogenen Reststoffen mit kugelförmig-poröser Struktur und brandhemmender Bioharz-Matrix" über den Projektträger FNR. Quelle: FNR / al

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Dämmung & Fenster
news-7001 Mon, 04 May 2020 07:13:00 +0200 Größtes Mieterstromprojekt Brandenburgs ist gestartet https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/groesstes-mieterstromprojekt-brandenburgs-ist-gestartet-7001.html Rheinsberg kann mit seiner langjährigen Nachhaltigkeitsstrategie zur ersten klimaneutralen Kommune in Brandenburg werden. Mitte März wurde damit begonnen das solare Mieterstromprojekt der REWOGE (Rheinsberger Wohnungsgesellschaft mbH) umzusetzen. Es soll pro Jahr mehr als 200 Tonnen CO2 einsparen. Es ist das größte Mieterstromprojekt in Brandenburg und konnte trotz Corona-Krise Mitte März pünktlich starten. Auf insgesamt neun Gebäuden lässt die Wohnungsgesellschaft aktuell Solaranlagen installieren, die 350 Wohnungen mit Solarstrom versorgen werden. Die mehr als 1500 Solarmodule produzieren im ersten Jahr voraussichtlich Energie von mehr als 450 Megawatt pro Stunde. Der Solarstrom soll mehr als 60 Prozent des Energiebedarfs der Gebäude abdecken und 230 Tonnen CO2 im Jahr sparen. Das entspricht in etwa dem Effekt von fast 20.000 Bäumen, die CO2 aus der Atmosphäre einlagern. Finanzierung, Bau und Installation der Solaranlage übernimmt der Mieterstromanbieter Solarimo.

„Durch das Mieterstromprojekt mit Solarimo können wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Wir senken die CO2 Emissionen unserer Gebäude und somit unserer gesamten Kommune. Gleichzeitig können wir unseren Bewohner einen günstigeren Strompreis anbieten, was unser Ziel des bezahlbaren Wohnens unterstreicht“, sagt Stephan Greiner-Petter, Geschäftsführer der REWOGE. Der Solarstrom soll direkt vom Dach zu den Mietern gelangen. Dadurch entfallen Netzentgelte und Stromsteuer. Aus diesem Grund ist der Strom mindestens zehn Prozent günstiger als der des lokalen Grundversorgers – gesetzlich garantiert durch das Mieterstromgesetz.

In Rheinsberg wird eine Preisminderung von aktuell 15 Prozent im Gegensatz zum Grundversorger erreicht. Wenn die Sonne nicht scheint, liefert der Mieterstromanbieter Ökostrom aus Wasserkraft, da er auch den Stromverkauf an die Mieter übernimmt. Das Konzept verfolgt Stephan Greiner-Petter weiter und hat für das kommende Jahr weitere Projekte geplant. Beispielsweise sollen nach einer Dachsanierung zirka 250 Kilowatt peak Solaranlagen auf weiteren Dächern errichtet werden. „Das Mieterstromprojekt Rheinsberg ist ein Paradebeispiel dafür, wie Kommunen nachhaltig agieren können, damit auf das Erfordernis von mehr Klimaschutz einzahlen und gleichzeitig ihrer sozialen Verantwortung nachkommen, günstigen und lebenswerten Wohnraum anzubieten“, sagt Daniel Fürstenwerth, Geschäftsführer von Solarimo.

Die Kommune Rheinsberg hat sich seit 1990 den Klimaschutzzielen der UNO verpflichtet. Die REWOGE setzt diese Strategie seit Jahren durch energetische Sanierung ihrer Gebäude, nachhaltige Wärmeversorgung in Kooperation mit den Rheinsberger Stadtwerken sowie Umwelt- und Naturschutzprojekte um. Dabei verfolgt sie einen ganzheitlichen Entwicklungsansatz, der deutlich macht, dass Klimaschutz beim Wohnen durchaus bezahlbar sein kann. Im März dieses Jahres wurde die REWOGE für ihr Engagement mit dem zweiten Platz des BBU ZukunftsAwards 2020 prämiert. Quelle: Solarimo / al

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Solarenergie
news-7000 Sun, 03 May 2020 07:31:00 +0200 Energieberater sehen sich ausgelastet https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/energieberater-sehen-sich-ausgelastet-7000.html Eine Mehrzahl der Mitglieder im Deutschen Energieberater-Netzwerk (DEN) sieht sich laut einer Umfrage trotz der aktuellen Corona-Einschränkungen weiterhin ausgelastet. Währenddessen rechneten die Mitglieder des Branchenverbands GIH mit merklichen Umsatzeinbußen. 38 Prozent der Befragten des DEN erklärten, ihre Aufträge innerhalb der kommenden drei Monate abgeschlossen zu haben. Mehr als 52 Prozent gaben an, für die nächsten drei bis sechs Monate oder gar bis zum Jahresende Arbeit zu haben. Dieses Ergebnis steht dem einer Blitzumfrage des Branchenverbands GIH Ende März deutlich entgegen. Zu dem Zeitpunkt bewerteten dessen Mitglieder die Lage zwar noch relativ ausgeglichen. Allerdings befürchteten vier von fünf Energieberatern, dass das Auftragsaufkommen im April einbrechen werde, fasste damals der Bundesvorsitzende Jürgen Leppig zusammen. Insgesamt blickten rund 78 Prozent der Befragten mindestens skeptisch in die Zukunft. Davon rechneten mehr als elf Prozent sogar mit einer existenzbedrohenden Situation.

Dahingegen holt ein Drittel der Befragten des Energieberater-Netzwerks Aufträge wie bisher ein, ein weiteres Drittel sieht einen leichten und nur das restliche Drittel einen drastischen Rückgang. Diejenigen, die für öffentliche Auftraggeber tätig sind, sehen dort Zurückhaltung bis deutliche Zurückhaltung bei Auftragsvergaben.

Ein knappes Fünftel der befragten DEN-Mitglieder gab an, Corona-Soforthilfen des jeweiligen Bundeslandes beantragt zu haben. Sieben Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Büros sind in Kurzarbeit, weitere 8,5 Prozent erwägen diesen Schritt. 84,5 Prozent hingegen wollen keine Kurzarbeit einführen.

Allerdings wirken sich auch bei den im DEN organisierten Energieberatern die Corona-Einschränkungen direkt auf den Arbeitsalltag aus. Mehr als die Hälfte der Büros gaben an, Veranstaltungen oder Reisen abgesagt zu haben. Ein Drittel der Energieberater beziehungsweise ihrer Mitarbeiter sei im Home Office tätig.

Digitale Konferenzen und Beratungen bieten bereits 54 Prozent der befragten Büros an. 70 Prozent können sich sogar vorstellen, die Möglichkeiten der digitalen Energieberatung auch nach der Corona-Krise beizubehalten.

Als hilfreich werten die Büros laut DEN die zinsfreie Stundung von Steuerzahlungen, Verbesserungen der Abschreibungsbedingungen sowie ein Vorziehen der für 2021 geplanten Abschaffung des Solidaritätszuschlags und Ausweitung auf alle Steuerzahler. Weniger hilfreich sei in dieser Situation die Bereitstellung ausreichender Mittel in Form von Kredithilfen und Bürgschaften. Quelle: DEN / al

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Finanzierung
news-6997 Thu, 30 Apr 2020 07:14:00 +0200 Broschüre erklärt Steuerförderung für Modernisierung https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/broschuere-erklaert-steuerfoerderung-fuer-modernisierung-6997.html Der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) will Besitzern von Wohneigentum in Abstimmung mit den Finanzbehörden die Möglichkeit verbessern, energetische Modernisierungsmaßnahmen steuerlich absetzen zu können. Seit dem 01.01.2020 können Besitzer von selbstgenutztem Wohneigentum - Haus oder Eigentumswohnung - die Kosten einer energetischen Modernisierung ihrer Immobilie teilweise von der Steuer abziehen. Abziehbar sind 20 Prozent der Kosten verteilt auf drei Jahre. Die Randbedingungen wurden vom Gesetzgeber bewusst „einfach“ gestaltet. So muss die Maßnahme weder vor Beginn „angemeldet“, noch muss ein externer Gutachter oder Energieberater eingeschaltet werden. Dennoch gibt es natürlich Vorgaben, die einzuhalten sind, um die steuerliche Förderung in Anspruch nehmen zu können.

Eigentümer, die Näheres zu der Förderung wissen wollen, wenden sich in der Regel an ihren Steuerberater. Um einen ersten Überblick über die einzuhaltenden Kriterien zu gewinnen, kann im Beratungsgespräch auf eine neue Broschüre des Verbandes für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V. (VDPM) verwiesen werden, die sich speziell an Eigentümer wendet. Dort sind neben den formalen auch die bautechnischen Anforderungen zusammengestellt. Das bloße Einhalten der ohnehin geltenden gesetzlichen Bestimmungen reicht nämlich nicht. Gefördert werden nur Maßnahmen, die über das gesetzliche Maß hinausgehen. Dies ist jedoch in den meisten Fällen durchaus sinnvoll und auch wirtschaftlich. Die moderaten Mehrkosten werden nach Auskunft des VDPM durch die Förderung und die Energieeinsparung kompensiert. Dort, wo es Gründe gibt, von den bautechnischen Anforderungen abzuweichen, ist auch dies möglich. Das alles ist in der Broschüre des VDPM kompakt und verständlich zusammengefasst.

Ergänzende Kriterien

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat ergänzend dazu folgendes Kriterium benannt: Gemäß § 35c Absatz 1 Satz 7 EStG kann die Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden nur in Anspruch genommen werden, wenn durch eine nach amtlichem Muster erstellte Bescheinigung des ausführenden Fachunternehmens nachgewiesen wird, dass die Voraussetzungen des § 35c Absatz 1 Sätze 1 bis 3 EStG sowie die Anforderungen nach der Verordnung zur Bestimmung von Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden nach § 35c des Einkommensteuergesetzes (Energetische Sanierungsmaßnahmen-Verordnung – ESanMV) erfüllt sind.

Für diese Bescheinigung hat das BMF ein Muster veröffentlicht. Der VDPM hat daraus ein ausfüllbares Dokument gemacht und stellt dieses allen Interessierten zur Verfügung.

Die VDPM-Broschüre „Steuern sparen“ ist ebenso wie das Muster der Erklärung des Fachunternehmens als PDF abrufbar unter www.vdpm.info. Gedruckte Exemplare der Broschüre werden auf Anfrage ebenfalls zur Verfügung gestellt.

Quelle: VDPM/wh

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Finanzierung
news-6994 Wed, 29 Apr 2020 07:27:00 +0200 Finalisten für dena-Modellvorhaben ausgewählt https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/finalisten-fuer-dena-modellvorhaben-ausgewaehlt-6994.html Die Finalisten des Modellvorhabens „Co2ntracting: build the future!“ stehen fest. Zehn Kommunen und Bundesländer werden bei der energetischen Sanierung ihrer Liegenschaften mit Hilfe von Energiespar-Contracting (ESC) von der Deutschen Energie-Agentur (dena) unterstützt zehn Kommunen und Bundesländer. Energiespar-Contracting sei ein wichtiger Beitrag für die Energiewende im Gebäudebereich. Die öffentliche Hand könne so die CO2-Emmissionen und Energiekosten ihrer Gebäude nachhaltig und garantiert zu senken, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. "Gerade jetzt, wo es angesichts wirtschaftlicher Unsicherheit stabilisierende Wirtschaftsmaßnahmen braucht, ist das Modell sinnvoll: Es bietet für Auftraggeber hohes Einsparpotential bei geringem Aufwand, davon profitieren beide Vertragspartner – und die Umwelt."

Beim Energiespar-Contracting planen und finanzieren externe Dienstleister, sogenannte Contractoren, energetische Sanierungsmaßnahmen und setzen diese mit einer Garantie auf Einsparung für die Bauherren um. Sie kümmern sich, wenn gewünscht, um die Instandhaltung der Technik und eine optimierte Betriebsführung. Für die Dienstleistung und getätigte Investitionen erhalten sie einen Teil der Kosteneinsparung. Das finanzielle Risiko sowie die Organisation und Umsetzung der Einsparmöglichkeiten liegen laut dena allein beim Energiedienstleister.

Finalisten werden zwei Jahre lang begleitet

Die Finalisten sind die Städte Pinneberg (Schleswig-Holstein), Ratingen (Nordrhein-Westfalen), Weil der Stadt und Konstanz (beide Baden-Württemberg), die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte (Mecklenburg-Vorpommern), Nordsachsen (Sachsen), Oder-Spree (Brandenburg) und Unstrut-Hainich (Thüringen) sowie die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die Liegenschaften umfassen mehr als 160 Gebäude, darunter Schulen, Berufsschulzentren, Verwaltungsgebäude, Produktionsgebäude, Sportstätten, Gebäude von Polizei und Justizvollzugsanstalten und ein Schloss. Sie profitieren von der kostenfreien Begleitung durch ESC-Projektentwickler für zwei Jahre.

Die Energiespar-Contracting-Modellprojekte sollen anderen Kommunen und Ländern Vorbild für eigene Modernisierungspläne sein. Außerdem trage der zweijährige Prozess dazu bei, ESC-Wissen bei der öffentlichen Hand sowie regionalen Akteuren aufzubauen und Impulse für die Verbesserung rechtlicher Rahmenbedingungen zu geben. Die Modellprojekte sind in ein Netzwerk aus regionalen Contracting-Experten mit regelmäßigem fachlichem Austausch eingebunden. Quelle: dena / al

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Finanzierung
news-6999 Tue, 28 Apr 2020 11:24:47 +0200 Sanierungsfahrplan könnte Alternative zum Energieausweis sein https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/sanierungsfahrplan-koennte-alternative-zum-energieausweis-sein-6999.html In einem neuen Format führte der Energieberaterverband GIH seinen Bundeskongress durch. Erstmals lief die Halbtagesveranstaltung als Online-Webinar. Themen waren neben den Veränderungen der Förderung von Gebäudesanierung und Energieberatung auch das Thema Energieausweise. Lothar Fehn Krestas, Leiter der Unterabteilung Bauwesen im Bundesinnenministerium, Thorsten Herdan, Abteilungsleiter Energiepolitik im Bundeswirtschaftsministerium, Jürgen Leppig, Bundesvorsitzender des GIH, Rolf Möhlenbrock, Leiter der Steuerabteilung im Bundesfinanzministerium, Linus Steinmetz, Sprecher von Fridays for Future, Kai Warnecke, Präsident des Hausbesitzerverbands Haus und Grund kamen bei der virtuellen Podiumsdiskussion zu Wort.

Energieausweise bleiben umstritten

Dabei zeigte sich, das Thema Energieausweise nach wie vor in heißes Eisen ist. Bedarfsausweis oder Verbrauchsausweis ist ein Punkt, an dem sich Energieberater und Wohnungswirtschaft uneins sind. „Der Bedarfsausweis erlaubt die Vergleichbarkeit“ argumentierte Jürgen Leppig. Warnecke widersprach vehement. Durch die unterschiedlichen möglichen Berechnungsverfahren gebe es eben keine Vergleichbarkeit, und zudem bilde der Bedarfsausweis nicht die Realität ab. Wichtiger als eine Kenngröße, die wenig Bezug zur gelebten Realität habe sei für Hausbesitzer doch eine Ansage, was für ihr Gebäude ein Pfad sein kann, der dazu führt, dass dieses mit den Klimazielen 2050 kompatibel ist. Er plädierte in einem überraschenden Vorstoß dafür, den gebäudeindividuellen Sanierungsfahrplan als Alternative zum Energieausweis zu entwickeln. Er stieß damit in der Runde auf Erstaunen, aber auch auf offene Ohren.

Thorsten Herdan sprach sich ebenfalls für eine klare Anleitung für den Gebäudebesitzer aus, „dieser muss dann entscheiden, was er tun will.“ Sowohl Bedarfsausweis als Verbrauchsausweis führten ins Nirwana. Die Frage sei, ob man sie in Richtung Sanierungsfahrplan entwickeln könne ohne dass eine Hürde geschaffen werde die dazu führe, dass gar nichts passiere. Derzeit wird die Erstellung des individuellen Sanierungsfahrplan für Ein- und Zweifamilienhäuser mit 1300 Euro, in Mehrfamilienhäusern mit bis zu 1700 Euro bezuschusst. Förderfähig sind 80 Prozent der Kosten. Linus Steinmetz sprach sich dafür aus, die verpflichtende Beratung auszuweiten. Die für Wohngebäude benötigte Energie sei beim Klimaschutz ein zentrales Thema, so der Aktivist.

Wiederaufbau nach Corona für Klimaschutz nützen

Debattiert wurde auch die Frage, wie sich die derzeit hohen Kosten der Bewältigung der Corona-Krise auf Maßnahmen zum Klimaschutz im Gebäudebereich auswirken. „Wir müssen mittel- und langfristig Signale an die Bauwirtschaft senden, dass sie sich traut, Kapazitäten aufzubauen“, mahnte Fehn Krestas. Sonst könne es zu Kapazitätsengpässen und Preisdruck kommen. Derzeit, so Thorsten Herdan, gebe es noch eine ungebrochene Nachfrage, die Zahl der Energieberatungen sei so hoch wie noch nie. Es gebe derzeit viele Anfragen, so Jürgen Leppig aus dem GIH. Dabei ist das Bild aber nicht eindeutig, in einer Umfrage des GIH sprachen 11 Prozent der Befragten Energieberater von Existenzsorgen durch Corona. Das sind aber derzeit nur Momentaufnahmen, eine Befragung des DEN kam zum Ergebnis dass die Berater gut zu tun haben.

Derzeit, so Herdan aber auch, stehe die energetische Sanierung sicher nicht im Mittelpunkt, unter anderem auch deshalb, weil die Preise für Öl und Gas auf einem Tiefststand seien. Bei vermieteten Objekten rechnet Warnecke mit Zurückhaltung bei Sanierungsmaßnahmen. Vermieter müssten damit rechnen, dass Mieter Miete und Nebenkosten nicht oder nur verspätet bezahlen. Deshalb würden im Moment nur unbedingt notwendige Reparaturen ausgeführt und umfangreiche Sanierungen eher zurückgestellt.

Steuerbonus für energetische Sanierung

Ein Diskussionspunkt war auch die steuerliche Förderung für Maßnahmen der energetischen Gebäudesanierung die es seit Anfang des Jahres gibt. „Wir sollten damit ein Instrument schaffen, das einfach und schlank ist“, betonte Rolf Möhlenbrock vom Bundesfinanzministerium. Eine verpflichtende Einbeziehung eines Energieberaters habe man in Erwägung gezogen, sich aber in der Debatte darauf geeinigt, die Hürden möglichst niedrig zu halten.

Jürgen Leppig sieht aus Sicht der Verbraucher klare Vorteile der KfW-Förderung: Das Geld fließt sofort und nicht in drei Tranchen mit den jeweiligen Steuererklärungen. Auch sei bei KfW-Maßnahmen die Qualitätssicherung durch die Bestätigung der Korrektheit der Maßnahme nach Durchführung gegeben, bei einer Prüfung durch die Finanzämter sei das nicht der Fall. Zudem warnte er vor einer Doppelförderung. Die sei durch die Zusicherung des Steuerpflichtigen, dass er keine andere Mittel in Anspruch nehme ausgeschlossen, so Möhlenbrock.

Thorsten Herdan mahnte zur Geduld. Man müsse erst einmal Erfahrungen sammeln mit dem Instrument, dann könne man gegebenenfalls nachsteuern. Vor allem bei einfachen Maßnahmen wie einer Dämmung der obersten Geschossdecke oder dem Tausch von Fenstern oder Türen können er sich vorstellen, dass das gut funktioniere. Im übrigen könne ja jeder einen Energieberater einschalten der möchte. von Pia Grund-Ludwig

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