enbausa.de - Energetisch Bauen und Sanieren https://www.enbausa.de/ Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen de-DE EnBauSa Wed, 28 Jul 2021 00:19:33 +0200 Wed, 28 Jul 2021 00:19:33 +0200 TYPO3 EXT:news news-7515 Tue, 27 Jul 2021 05:55:00 +0200 Neue Software eröffnet neue Planungsoptionen für Heizlast-Ermittlungen https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/neue-software-eroeffnet-neue-planungsoptionen-fuer-heizlast-ermittlungen-7515.html SOLAR-COMPUTER bietet neben der statischen „Heizlast nach DIN EN 12831-1“ auch ein neues Programm „Dynamische Heizlast nach VDI 6020“ an. Dieses basiert auf Stundenwerten. Die auf Stundenwerten basierten Basisdaten ermöglichen nicht nur den Nachweis der Auslegungs-Heizlast am Auslegungstag (Heating Desing Day, HDD), sondern liefert in Kombination mit einem Zusatzmodul auch benötigte stündliche Werte des Gebäude- und Anlagenverhaltens im Monatsverlauf, etwa zum Auslegen und Beurteilen von Wärmepumpen-, BHKW-Anlagen, etc. Die Entwicklung des Programms wurde mit EU-Mitteln gefördert. Die Software lässt sich vielseitig in BIM-Workflows integrieren.

Theoretische Grundlagen sind die Richtlinien VDI 6020:2016-09 (Anforderungen an thermisch-energetische Rechenverfahren zur Gebäude- und Anlagensimulation, Entwurf); sowie die aktuellen Richtlinien VDI 6007 Blatt 1 bis 3, VDI 2078:2015 (Kühllast) und 2067-10:2013-09 (Energiebedarf). Klimadaten der Heating Design Period (HDP) bzw. TRY-Daten für verschiedene Standorte gehören zum Lieferumfang der SOLAR-COMPUTER-Software. Sämtliche Validierungs-Beispiele des Anhangs C der VDI 6020 werden erfüllt; eine Konformitätserklärung steht zur Verfügung.

Möglich ist eine HDP-Berechnung mit 14-tägiger Vorberechnung des stündlichen Temperatur- und Strahlungsverlaufs eines mittleren bedeckten Tages sowie eine viertägige Anlaufberechnung mit abnehmender Außentemperatur für den Monat der tiefsten Außentemperatur. Auch das Berechnen des HDD für einen besonders kalten Tag entsprechend Auslegungsaußentemperatur nach DIN EN 12831-1 ist möglich, sowie das Berechnen des eingeschwungenen Zustands mit freier Wahl des Auslegungstages. Randbedingungen der konvektiven, strahlenden oder kombinierten Raum-Heizungssysteme werden berücksichtigt, z. B. eine Bauteilaktivierung.  Begrenzung der Heizleistung, außentemperaturabhängige Abschaltung der Heizung und Absenkung der Solltemperatur in der Nebenbetriebszeit werden ebenfalls berücksichtigt.

Vergleiche mit statischen Berechnungen nach DIN EN 12831-1 ergeben teils höhere, teils niedrigere Auslegungs-Heizlasten. Die Unterschiede resultieren aus realen Einflüssen, die in den statischen Rechenansätzen der DIN EN 12831-1 nicht abgebildet werden: realistischer Außentemperaturverlauf, Speichervermögen im realen Bauteil-Schichtaufbau, Konvektiv- und Strahlungsanteil des konkreten Heizsystems, reale oft spezielle Betriebsweisen und Nutzungsanforderungen, etc. Die Software gestattet neben der Berechnung der dynamischen Heizlast am HDD vielseitige Anwendungen, um das Verhalten von Heizungs-Komponenten und Regelstrategien zu allen Jahreszeiten vorhersagen und planen zu können.

Quelle: SOLAR COMPUTER / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-7514 Tue, 27 Jul 2021 04:55:00 +0200 Smart-Living-Quartier mit e-mobilen Carsharing https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/smart-living-quartier-mit-e-mobilen-carsharing-7514.html Die Netze BW und die KOP GmbH bietet im Smart-Living-Quartier in Weinstadt (Rems-Murr-Kreis) ein e-mobiles Carsharing an. Auch Weinstädter können in Zukunft auf Elektrofahrzeuge zurückgreifen. „Das Angebot eines Carsharing-E-Autos direkt hier vor Ort passt perfekt zum smarten, zukunftsweisenden und nachhaltigen Wohn- und Lebenskonzept von Smart-Living“, sagt Daniel Greising von der Sparte Dienstleistungen der Netze BW. Diese ist beratende Partnerin und Dienstleisterin für alle Themen rund um Energieversorgung im Mehrfamilienhaus, einschließlich Mieterstrom und Elektromobilität. Beim Management der Photovoltaik- Kundenanlage des Smart-Living Projekts kommt beispielsweise ihre Mieterstromlösung StromLux zum Einsatz. StromLux ist speziell dafür konzipiert, Mieterstrommodelle auch für Vermieter*innen kleinerer Mehrfamilienhäuser interessant zu machen, indem es die komplexen Abrechnungsprozesse vereinfacht.

„Smart Living verbindet alle Aspekte modernen Lebens. Dazu zählt auch der Wunsch nach individueller Flexibilität und Mobilität – und nicht jeder braucht dazu ein eigenes Auto“, führt Steffen Klingler, Geschäftsführer der KOP GmbH aus. „Diesen Wunsch erfüllen wir mit unserem Carsharing-Angebot vor Ort.“

Smart-Living ist ein Projekt der KOP GmbH und wird durch ein interdisziplinäres Team aus Architekt*innen sowie Wirtschafts- und Bauingenieur*innen realisiert. Das Gebäude mit elf Wohneinheiten ist als Plus-Energie-Projekt konzipiert. Der Anschluss an das öffentliche Stromnetz dient ausschließlich dem Ausgleich zwischen eigenerzeugter Energie und dem Strombedarf im Gebäude. Der von einer Photovoltaik-Anlage erzeugte Strom wird primär für die Versorgung der Wohneinheiten und die Wärmepumpe genutzt. Überschüssig erzeugte Energie wird den elektrifizierten Parkplätzen den E-Autos zur Verfügung gestellt – und zukünftig auch der Wallbox des neuen Carsharing-Autos.

Quelle: Netze BW / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7513 Mon, 26 Jul 2021 10:33:40 +0200 Wohnsiedlung mit Vorbildfunktion https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/wohnsiedlung-mit-vorbildfunktion-7513.html Die Nebau-Wohnsiedlung im Gebiet „Schättlisberg“ in Überlingen am Bodensee gilt als vorbildlich geplantes Bauvorhaben: Es wurden konsequent PU-Dämmstoffe eingesetzt. Das Stuttgarter und Überlinger Projekt unter der gemeinsamen Bezeichnung „Stadtquartier 2050“ erhält aus der Förderinitiative „Solares Bauen / Energieeffiziente Stadt“ der Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF) sowie Wirtschaft und Energie (BMWi) insgesamt 13,5 Mio. Euro für umfassende und zukunftsweisende Forschungen rund um klimaneutrales, sozialverträgliches und bezahlbares Bauen und Wohnen.

180 Wohnungen umfasst das Quartier der Baugenossenschaft Überlingen eG (BGÜ) am Schättlisberg. Das neue Quartier liegt direkt neben einem Bestandsquartier der Baugenossenschaft Überlingen am Hildegardring aus den 70er Jahren. Die Bauten des Bestandsquartiers bieten aktuell 240 Wohnungen, welche demnächst energetisch modernisiert werden und zudem über eine Aufstockung der Gebäude eine weitere Wohnetage bekommen. Fahrstühle werden in Zukunft die Altbauten für die zunehmend älteren Bewohner*innen besser zugänglich machen. Mit der Sanierung des Altbestandes, bei der u. a. die Fassaden, Fenster, Heizungsanlagen und die Dächer erneuert und gedämmt werden, wird ein KfW 55 Standard angestrebt.

Das Überlinger Neubauprojekt nutzt sogenannte „Low-Tech-Lösungen“: Die Gebäude sollen damit besonders energieeffizient, ressourcenschonend, wirtschaftlich, robust und langlebig ausgeführt werden. Es soll wenig und vor allem bedienbare Technik verbaut werden, damit die Betriebskosten dauerhaft auf sehr niedrigem Niveau gehalten werden können. Dazu wird großer Wert auf einen hochwertigen Wärmeschutz gelegt (KfW 40 Plus). Es geht um den Einsatz von ressourcenschonenden und recyclingfähigen Polyurethan-Dämmstoffen von puren.

Auf der Dämmstoff-Seite beginnt in Überlingen der Einsatz bei den Tiefgaragen mit einer rund 140 mm puren TG-Tiefgaragendämmung (U-Wert etwa 0,18 (W/m²K)). Die massiven Betonwände der Außenfassade sind mit einem WDVS mit 180 mm purenotherm gedämmt (U-Wert etwa 0,13 (W/m²K)). Die Flachdächer erhielten eine zweilagige Dämmung aus im Mittel 170 mm puren Gefälledämmung plus 80 mm puren Secure Flachdach-Dämmplatten (U-Wert etwa 0,10 (W/m²K)). Die Attikabereiche wurden mit speziellen purenit Attikabohlen so gedämmt, dass das WDVS der Wand und die Dämmung der Flachdächer ohne Wärmebrücken miteinander verbunden werden konnten. Alle Aufbauten der Gebäudehülle sind zudem schwer entflammbar und damit besonders sicher konstruiert.

Quelle: puren / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7512 Mon, 26 Jul 2021 10:09:35 +0200 Zehnder wird Mitglied auf wibutler Plattform https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/zehnder-wird-mitglied-auf-wibutler-plattform-7512.html Der Raumklimaspezialist Zehnder beginnt die Zusammenarbeit mit der Plattform für digitale Gebäudetechnik wibutler. Von der herstellerübergreifenden Vernetzung der Komfort-Lüftungsgeräte wird besonders die Fertighausindustrie profitieren. Die Gemeinschaft von mittlerweile über 30 namhaften Industrieunternehmen setzt sich für einen zukunftsfähigen Standard in der digitalen Smarthome-Gebäudetechnik ein. Die Optimierung des heimischen Raumklimas gewinnt für Nutzerinnen und Nutzer intelligenter Smarthome-Lösungen immer weiter an Bedeutung, weswegen Zehnder Komfort-Lüftungsgeräte eine hervorragende Ergänzung zu den bereits bestehenden Möglichkeiten mit wibutler sind.

Von den neu entstehenden Anwendungsoptionen sollen unter anderem auch die Fertighausindustrie bzw. deren Bewohnerinnen und Bewohner profitieren. Beide Unternehmen möchten ihre Präsenz in diesem Bereich stärken und sehen dafür einen wichtigen Erfolgsfaktor in der herstellerübergreifenden Zusammenarbeit. In diesem Zusammenhang sollen nun die ersten Zehnder Komfort-Lüftungsgeräte zeitnah in die wibutler alliance Plattform integriert werden. Zugleich werden Zehnder und wibutler auch vertriebsseitig ihre Zusammenarbeit intensivieren. Immer mit dem Ziel, ein ganzheitliches Kundenangebot zu schaffen.

Wibutler ist eine erfolgreiche Plattform für digitale Gebäudetechnik. Die Plattform basiert auf der „wibutler iot device platform“ und dem „wibutler home automation system“. Diese eigens entwickelten Soft- und Hardwaretechnologien bilden gemeinsam ein skalierbares Lösungsangebot für alle gängigen Wohngebäude, vom Einfamilienhaus bis zum Quartier. Bereits 31 Industriepartner nutzen die Plattform, um ihre unterschiedlichen Produkte miteinander zu verbinden.

Durch den Zusammenschluss von wibutler und Zehnder profitieren die Nutzer von umfangreichen Anwendungsmöglichkeiten für mehr Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort in der Smarthome-Gebäudetechnik mit dem Ziel eines wohngesunden Raumklimas.

Quelle: Zehnder / Delia Roscher

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Lüftung & Klima
news-7511 Wed, 21 Jul 2021 08:58:54 +0200 Neue Mikrowechselrichter für Balkonsolaranlagen bis 600 Watt mit integriertem WiFi https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/neue-mikrowechselrichter-fuer-balkonsolaranlagen-bis-600-watt-mit-integriertem-wifi-7511.html Die beiden neuen Microinverter BW-MI300 und BW-MI600 von Bosswerk sind speziell für steckerfertige Photovoltaikanlagen entwickelt worden, um den Ertrag der sogenannten Bürger- oder Balkonsolaranlagen deutlich zu steigern. Diese Stecker-PV-Anlagen bis 600 Watt Einspeiseleistung brauchen keine Genehmigung und eignen sich insbesondere für alle, die tagsüber im Homeoffice arbeiten. Damit fördert der Heimarbeiter die dezentrale Stromversorgung, leistet seinen Beitrag zur Einsparung von fossiler Energie und reduziert die CO2-Emission, gleichzeitig werden Stromkosten eingespart. Die meisten Betreiber dieser kleinen Anlagen verwenden keinen Stromspeicher zwischen Solaranlage und Stromnetz, sondern speisen den Solarstrom direkt zur eigenen Nutzung ins Hausstromnetz ein. Daher macht es Sinn, nur so viel Strom zu erzeugen, wie als Stromlast im Haus gerade gebraucht wird. Wird mehr Energie erzeugt, wird diese ohne finanzielle Vergütung ins Netz des Stromversorgers eingespeist.

Die Grundlast, also der Stromverbrauch, eines Haushalts mit Heimarbeitsplatz liegt zwischen 300 und 600 Watt pro Stunde. Ein großer Wechselrichter und viele Solarmodule sind somit völlig überdimensioniert und gerade für Mieter oder Bewohner von Mehrfamilienhäusern nicht umsetzbar. Dagegen sind die beiden neuen Mikrowechselrichter BW-MI300 und BW-MI600 von Bosswerk für die sogenannten Bürger- oder Balkonsolaranlagen konzipiert. Sie haben den höchsten Wirkungsgrad in dieser Geräteklasse und wandeln die Solarenergie fast verlustfrei in nutzbaren Haushaltsstrom um. Die zwei Microinverter mit deutscher Technologie erzeugen bereits ab einer PV-Modulspannung von 20V den benötigten 230V Wechselstrom für die Hausversorgung. Also von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Sobald die Startspannung PV-seitig anliegt, speist der Mikrowechselrichter den Strom ins heimische Stromnetz. Die Modulleistung lässt sich über eine WiFi-Verbindung auf einem Tablet, Smartphone oder PC anzeigen, speichern und vom Benutzer statistisch auswerten. Eine Schnellabschaltfunktion sorgt bei Netzausfall für Sicherheit.

Der selbst erzeugte Strom hat immer Vorrang vor dem Netzstrom, sodass über den Stromzähler aus dem Versorgernetz nur die Strommenge zugekauft wird, die gerade an Leistung fehlt.

Ein Solarmodul mit 360 Wp Leistung von Bosswerk für eine Bürgersolaranlage erbringt je nach Standort und Ausrichtung bis zu 400 kWh Strom pro Jahr. Das sind bei einem Strompreis von 30 Cent pro kWh rund 120 Euro Kostenersparnis jährlich. Der Preis für eine Komplettanlage mit Mikroinverter, 360 Wp Solarmodul und Befestigungsmaterial liegt bei ca. 400 Euro. Somit spielt die kleine Anlage schon nach 4 Jahren die Anschaffungskosten wieder ein.

Die beiden Inverter unterscheiden sich lediglich im Hinblick auf die Ausgangsleistung: Während der BW-MI300 bis zu 300 Watt ins Hausstromnetz einspeist, liefert der BW-MI600 bis zu 600 Watt. Die empfohlene Eingangsleistung vom Solarpanel zum BW-MI300 beträgt 210 bis 400 Wp, beim BW-MI600 kann das Doppelte an PV-Modulen angeschlossen werden. Beide Wechselrichter entsprechen dem IP67-Schutzgrad und sind konform mit den wichtigen Normen VDE 4105-2018-11, VDE0126, EN50549, IEC62109, CE und INMETRO.

Der BW-MI300 kostet 149 Euro, während der BW-MI600 für 259 Euro zu haben ist. Beide Produkte sind unter www.greenakku.de erhältlich, Bosswerk gewährt 12 Jahre Produktgarantie.

Quelle: Bosswerk/Wolfram Hülscher

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Solarenergie
news-7510 Wed, 21 Jul 2021 08:39:59 +0200 „Heizungsbauer aus Leidenschaft“ starten große Hilfsaktion https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/heizungsbauer-aus-leidenschaft-starten-grosse-hilfsaktion-7510.html Die massiven Schäden in den bundesdeutschen Überschwemmungsgebieten veranlassten die Initiative „Heizungsbauer aus Leidenschaft“, eine Aktion für die Hilfe beim Wiederaufbau ins Leben zu rufen. Mit der Website www.handwerkerhelfen.de steht eine Plattform zur Verfügung, in die verschieden Spendenformen eingetragen werden können. Außerdem koordiniert die Initiative die Hilfsangebote. Mitbegründer Florian Leupelt weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass vor allem Sachspenden gefragt sind. Werkzeuge, Maschinen und Arbeitskleidung werden ebenso benötigt wie funktionsfähige Gebrauchtteile, Brenner, Regelungen und Installationsmaterial. Darüber hinaus kann hier der persönliche Einsatz in Form von Arbeitsleistung angeboten werden.

Das Organisationsteam der Facebook-Community wird gemeinsam mit den örtlichen Handwerksinnungen und -kammern sowie dem technischen Hilfswerk (THW) die Koordination und Verteilung der Spenden übernehmen.

Aktuell erreichten die Organisatoren bereits hunderte von Anfragen und E-Mails aus der gesamten SHK-Branche, in denen Material und Arbeitshilfe angeboten wird. Ersten Handwerksbetrieben konnte damit bereits tatkräftige Unterstützung zugesagt werden. Die Gruppe „Heizungsbauer aus Leidenschaft“ hat inzwischen rund 24.000 Mitglieder.

Quelle: Heizungsbauer aus Leidenschaft/Wolfram Hülscher

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Heizung & Warmwasser
news-7509 Tue, 20 Jul 2021 14:11:27 +0200 Für jede Anforderung das richtige System mit tempusFLAT KLETT https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/fuer-jede-anforderung-das-richtige-system-mit-tempusflat-klett-7509.html Wenn es um die Planung und Installation von Fußbodenheizsystemen geht, spielt der Bodenaufbau eine übergeordnete Rolle. Nicht jede Variante harmoniert mit den Bedingungen vor Ort. Daher muss eine Lösung her, die sich flexibel einsetzen lässt, um den Wünschen des Bauherren gerecht zu werden. Das System tempusFLAT KLETT aus dem Hause herotec bringt dazu alle Voraussetzungen mit, wie zwei Beispiele aus der Praxis zeigen. Wie wichtig ein flexibel einzusetzendes System sein kann, zeigt ein neugebautes Wohnhaus in Landsberg am Lech. Der Bauherr wollte gänzlich auf EPS als Dämmstoff verzichten und stattdessen Wärme- und Trittschalldämmplatten aus Holzfaser einsetzen. Ein solcher Untergrund lässt sich nicht mit jedem Fußbodenheizsystem kombinieren. Zudem sollte aus wirtschaftlichen Gründen ein Klett-System anstelle eines Noppen-Systems zum Einsatz kommen. Die Wahl fiel auf die Lösung tempusFLAT KLETT.

Das nur 2 mm dünne Element aus Kunstfaser wird von der Rolle ausgelegt und ist rückseitig mit einem Kleber benetzt, der auch auf Holzfaserplatten gute Hafteigenschaften besitzt. Insgesamt kamen in dem Objekt ca. 400 m² zum Einsatz. Besonders begeistert war der Bauherr von der schnellen und einfachen Montage. Zudem wurde der nahezu verschnittfreie Einbau positiv bewertet. Das Heizungsrohr aus dem herotec-Sortiment wurde nach der Vliesverlegung im Ein-Mann-Verfahren verlegt und durch die Klettwirkung leicht am Systemelement fixiert. Dadurch ergab sich eine enorme Zeitersparnis.

Nutzung in einer Kita

Der Kreis Steinfurt erweiterte sein Kreishaus u. a. um zwei Kindertagesstätten. Um Platz für diverse Leitungen zu schaffen, setzten die zuständigen Planer Hohlbodenelemente ein. Im Kita-Bereich wurde zudem eine Fußbodenheizung eingeplant. Auch hier fiel die Wahl, aufgrund seiner Eigenschaften, auf das herotec-System tempusFLAT KLETT. Eine Haftung auf der Gipsfaseroberfläche des Hohlbodens war kein Problem.

Doch nicht nur an dieser Stelle hatte sich die Lösung zu beweisen. Durch die hohe Frequenz an Handwerkern musste das System auch den rauen Baustellenbedingungen standhalten, was ebenfalls keine Hürde darstellte. Die rund 3.000 m tempus-AL-Rohre in der Dimension 16x2 mm lagen bis zur Einbringung des Fließestrichs sauber verlegt und sicher fixiert – wie am Tag der Installation. Aufgrund der positiven Erfahrungen, die die Baubeteiligten mit dem System gemacht haben, sollen auch zukünftige Vorhaben damit ausgeführt werden.

Weitere Informationen zum Sortiment rund um die Flächenheizung und -kühlung sind auf www.herotec.de zu finden.

Quelle: Herotec/Wolfram Hülscher

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Heizung & Warmwasser
news-7508 Tue, 20 Jul 2021 13:38:21 +0200 AEROCOMPACT ergänzt Sortiment mit Gleitfalzklemmen https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/aerocompact-ergaenzt-sortiment-mit-gleitfalzklemmen-7508.html Der PV-Montagesystemhersteller AEROCOMPACT aus Satteins (Österreich) hat seine Produktpalette COMPACTMETAL TM um drei Gleitfalzklemmen erweitert. Mit den neuen, CE-zertifizierten Klemmen können Dachdecker und Installateure gerahmte Solarmodule jeglicher Länge und Breite ohne Dachdurchdringung auf nahezu allen Falzblechdachtypen montieren. Die kompakten, vormontierten Neuentwicklungen sind seit heute weltweit verfügbar. Die Modelle TMRD08, TMK1508 und TMK2008 lassen sich auf handwerklichen Falzblechdächern oder industriellen Systemfalz-Dächern aus beschichtetem Stahl, Aluminium und anderen Materialien installieren. Mit dem optional erhältlichen Edelstahlsattel eignen sie sich auch für Kupferdächer. Denn der Aufsatz verhindert, dass die Aluminiumklemmen mit dem Kupfer reagieren und korrodieren.

Mit einem Klick installiert

Mit der AEROCOMPACT-Universalklickklemme mit integrierten Erdungspins kann man die Solarmodule direkt auf den neuen Klemmen montieren. Die systemübergreifende Universalklemme ist zwischen 30 und 46 Millimetern höhenverstellbar. Sie lässt sich einfach in das Verbindungsprofil der Stehfalzklemme oder – bei einer Montage im Portraitmodus (Hochformat) – auch in ein Schienensystem einklicken. Für die Schienenoption bietet AEROCOMPACT die X40/50-Montageschiene aus dem CompactPITCH-Systembaukasten an. Sie wird mit einem XPN-Kreuzverbinder direkt auf der Stehfalzklemme befestigt. Mit dem Planungstool „AEROtool“ kann man die unterschiedlichen Varianten schnell und bequem auslegen und einen Statikbericht erstellen.

„Mit den neuen Gleitfalzklemmen vervollständigen wir unsere Produktfamilie. Ob Domico, Zambelli  oder Klip-lok – wir haben jetzt für jedes Markendach eine kompartible Lösung im Programm“, erklärt Christian Ganahl, CTO bei AEROCOMPACT. Zu dem bisherigen Stehfalzklemmen-Sortiment zählen Doppelfalzklemmen, Winkel- und Snap-Falzklemmen sowie Rundfalzklemmen. Alle Klemmentypen wurden auf Blechfeldern aufwändig getestet. Die Auswertungen zeigen eine enorm hohe Klemmkraft.

Kompakt und robust

Weil die neuen Klemmen sehr kompakt sind, wird die Lagerhaltung vereinfacht. Die Klemmen sind sehr robust und  halten Windlasten von ca. 220 Kilometern pro Stunde und Schneelasten von über 3 kN/m2 stand. Sämtliche Messwerte wurden von einem unabhängigen Zertifizierungsinstitut in aufwändigen Versuchsserien an unterschiedlichen Dachtypen getestet. AEROCOMPACT gewährt 25 Jahre Garantie.

Von Bangkok bis New Orleans

AEROCOMPACT stellt die Klemmen und weitere Produktneuheiten zwischen September und November dieses Jahres auf den Fachmessen ASEAN Renewable Energy in Bangkok, Intersolar Europe in Müchen, Key Energy ITALY in Rimini, Renewable Energy India in Greater Noida, Solar Power International in New Orleans, Solar Solutions International in Haarlemmermeer und Solar & Storage Live in Birmingham aus.

Quelle: Aerocompact/Wolfram Hülscher

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Solarenergie
news-7507 Tue, 20 Jul 2021 13:17:10 +0200 Neuer Schub für Contracting-Projekte https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/neuer-schub-fuer-contracting-projekte-7507.html Damit Kommunen ihre Investitionen in Energieeffizienz künftig einfacher umsetzen können, hat das Umweltministerium Baden-Württemberg das neue Förderangebot Projektentwicklung Contracting, kurz ProECo, aufgelegt. Ziel ist, möglichst viel CO2 durch kommunale Effizienzinvestitionen einzusparen. Kommunen bekommen bis zu 75 Prozent der Beratungskosten erstattet. Wer einen Antrag stellen will, kann sich von der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) neutral beraten lassen. Beim Contracting übernimmt ein Dienstleister alle Aufgaben, die bei einer Sanierung zum klimafreundlichen Gebäude anfallen: von der Finanzierung über die Planung bis zur Betriebsführung. Knapp eine Million Euro stehen nun beim neuen Förderbaustein ProECo im Programm Klimaschutz-Plus 2021/2022 für eine qualifizierte Beratung aus Landesmitteln bereit. Die Förderanträge entsprechen dem standardisierten Vorgehen der KEA-BW. Demnach müssen sie ein Beratungsangebot zum Contracting-Projekt, den abgeschätzten Investitionsumfang und die erwartete CO2-Einsparung aller Maßnahmen enthalten.

„Wer einen Förderantrag bei der L-Bank stellen möchte, darf mit förderfähigen Maßnahmen bereits vor dem Zugang des Bewilligungsbescheids starten“, stellt Doris Andresen, Projektleiterin im KEA-BW Kompetenzzentrum Contracting heraus. Diese Regelung sei wegen des verspäteten Programmstarts bei Klimaschutz-Plus neu. Die Contracting-Beratung kann somit direkt nach Antragstellung beginnen, um energetische Sanierungsaufgaben zügig umsetzen zu können.

Sanierungsmaßnahmen bündeln

„Die Förderhöhe aus ProECo ist von der CO2-Einsparung abhängig“, erklärt Doris Andresen weiter. Daher rät sie den Verantwortlichen von Städten, Gemeinden, Wohnungsbaugesellschaften und sozialen Einrichtungen ihre Sanierungsmaßnahmen zu bündeln. So erzielen sie eine möglichst hohe CO2-Reduktion und können dadurch die Fördersumme maximal ausschöpfen. Immerhin stehen maximal 75 Prozent der Beratungskosten als Unterstützung bereit. Kostenersparnis und Klimaschutz gehen so für Kommunen Hand in Hand.

Mustervertrag für komplexe Projekte

„Da die Vergabeunterlagen eine wichtige Orientierung und einen Überblick über das gesamte Verfahren geben, eignen sie sich besonders für Projekte im Rahmen vom ProECo-Förderprogramm durch das Umweltministerium Baden-Württemberg“, sagt Doris Andresen. Die Expertinnen und Experten vom Kompetenzzentrum Contracting der KEA-BW haben diese umfangreichen Vertrags- und Verfahrensmuster zu Ausschreibungen im Energiespar-Contracting und Energieliefer-Contracting mit ihrem Beraternetzwerk aktualisiert und juristisch prüfen lassen. Neu ist, dass es neben dem üblichen Vorgehen beim Energieliefer-Contracting jetzt einen Mustervertrag für ein zweistufiges Ausschreibungsverfahren gibt, wenn es sich um komplexe Projekte mit Effizienzmaßnahmen in Gebäuden handelt.

Versierte Projektberatung empfohlen

Zum Unterlagenpaket gehören ein Vergabeleitfaden und ein Contracting-Vertrag mit zahlreichen Anlagen. All diese Dokumente sind an die Projektdetails anzupassen. Dafür empfiehlt die Landesenergieagentur Contracting-Interessierten, sich unbedingt ein erfahrenes, neutrales Projektentwicklerteam an die Seite zu holen, das über die juristische, technische und wirtschaftliche Expertise verfügt und das Projekt auch steuern kann.

Wenn Kommunen planen, öffentliche Gebäude, Quartiere, Anlagen zur Nahwärmeversorgung oder die Straßenbeleuchtung energetisch zu sanieren, können sie sich von der KEA-BW, den regionalen Energieagenturen bzw. Ingenieur- und Planungsbüros aus dem Beraternetzwerk Contracting qualifiziert beraten lassen. Damit die Partnerunternehmen im Netzwerk über das notwendige Know-how zum Aufstellen von Projektplänen verfügen, bietet die KEA-BW ihnen Coachings an. Zudem baut sie das Beraternetzwerk stetig aus. So finden Kommunen unabhängigen, fachlich kompetenten Rat, um mehr Sanierungen anzugehen und die Klimabilanz nachhaltig zu verbessern.

Quelle: KEA-BW/Wolfram Hülscher

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Heizung & Warmwasser
news-7504 Mon, 19 Jul 2021 07:55:00 +0200 Für einen sicheren hydraulischen Abgleich https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/fuer-einen-sicheren-hydraulischen-abgleich-7504.html Hydraulisch korrekt abgeglichene Heizungsanlagen gewährleisten die optimale Energieverteilung und somit einen wirtschaftlicheren Betrieb. Taconova bietet eine lückenlose Palette an hochwertigen Abgleich- und Messventilen an. Zwei Tonnen CO2 darf jeder Mensch pro Jahr verursachen, damit der Treibhauseffekt nicht verstärkt wird und wir das Klima schützen – auch für zukünftige Generationen. Die tatsächliche Emission liegt um mehr als das Sechsfache höher: Ungefähr 11,17 Tonnen CO2 produzieren wir in Deutschland laut Rechner des Umweltbundesamtes im Schnitt pro Jahr und Kopf, davon 1,3 Tonnen allein fürs Heizen. Für die weiterwachsende Zahl der verantwortungsbewussten Verbraucher*innen ist es darum heute wichtig, wie sie beim Heizen Energie sparen und ihre eigene Ökobilanz verbessern können.

Der hydraulische Abgleich ist hierbei eine vergleichsweise simple Maßnahme mit großer Wirkung. Der Energieverbrauch zum Heizen und für den Pumpenstrom sinkt dadurch um rund 10 bis 15 Prozent, während der Wohnkomfort steigt. Für eine schnelle und sichere Durchführung bieten die Strangregulierventile TacoSetter Inline 130 dem Fachhandwerker eine zuverlässige und flexibel einsetzbare Lösung. So lässt sich mit dem Multitalent unter den Abgleichventilen der Durchfluss in verschiedensten Systemen direkt und genau einregulieren, anzeigen und absperren.

Mit den TacoSetter Inline 130 Abgleichventilen kann jeder Fachmann sofort vor Ort die erforderlichen Wassermengen in Heizungs-, Geothermie-, Lüftungs-, Klima- und Sanitäranlagen exakt und bequem einstellen, ohne vorab in Schulungen und teure Messgeräte zu investieren. Das Ventil kann in waagerechter, schräger sowie senkrechter Lage eingebaut werden. Nur der Pfeil für die Durchflussrichtung des Mediums muss beachtet werden. Für die Ventile hält Taconova zahlreiche Anschlussgrößen sowie verschiedene Durchflussmengenbereiche vor. So sind beispielsweise für die Nenngröße DN 20 wahlweise Anschlussgewinde für 3/4“ Eurokonus-Überwurfmutter oder 1“-Anschlussgewinde für 22 mm Schneidring-Verschraubungsanschluss verfügbar. In der Dimension DN 25 ist der TacoSetter Inline 130 mit Gewindegrößen von 1“ bis 1 1/2“ sowie mit dem Durchflussmengenbereich 20 - 90 l/min erhältlich. Das Sichtglas mit der aufgedruckten Anzeigeskala für die Durchflussmengenkontrolle besteht bei allen Versionen des TacoSetter Inline 130 aus Borosilikatglas, was die Temperaturbeständigkeit des Abgleichventils auf 130 °C erhöht. Zudem ist das Sichtglas dadurch weniger anfällig für Schmutzablagerungen und weist eine höhere chemische Beständigkeit auf.

Die Einzelteile der in den Dimensionen DN 15 bis DN 25 erhältlichen TacoSetter Inline Strangregulierventile entsprechen darüber hinaus den Anforderungen gemäß DVGW W 270 sowie den KTW-Empfehlungen. Mit diesen Zertifizierungen für den Einsatz in Trinkwasserinstallationen und der Nenndruckstufe PN 10 ist das Strangregulierventil auch für den Einsatz in Trinkwasserinstallationen geeignet. In der Nenngröße DN 15 besteht das Armaturengehäuse außerdem aus entzinkungsbeständigem Messing.

Für die Installation in Kunststoffrohrsystemen bietet Taconova das Abgleichventil TacoSetter Hyline an, das vorwiegend für den hydraulischen Abgleich von Geothermie-Solekreisläufen konzipiert ist.

Quelle: Taconova / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-7505 Mon, 19 Jul 2021 07:27:00 +0200 Sanierungspläne für Münchner Kulturzentrum Gasteig https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/sanierungsplaene-fuer-muenchner-kulturzentrum-gasteig-7505.html Europas größtes Kulturzentrum – das Münchner Gasteig – soll saniert werden. Das umfangreiche Sanierungsvorhaben wird durchweg mit Building Information Modeling (BIM) geplant und realisiert. Nach seiner Generalsanierung soll der Gasteig Europas modernstes Kulturzentrum werden. Der an der Isar gelegene Komplex wurde ab 1978 erbaut und 1984/85 eröffnet. In dem fünfteiligen Gebäudekomplex mit insgesamt 80.000 m² Fläche befindet sich unter anderem Deutschlands größter Konzertsaal. Der Betrieb des Gebäudes wird von der Gasteig München GmbH (GMG) verantwortet. Mit den Maßnahmen, Umbauten und flächentechnischen Erweiterungen soll voraussichtlich Ende 2021 begonnen werden.

„Der Einsatz von BIM ermöglicht eine für alle beteiligten Gewerke transparente Planung. Zeitkritische Projekte können wesentlich punktgenauer umgesetzt werden als bei herkömmlichen Planungsmethoden. Die Implementierung digitaler Methoden im Planungsalltag ist unser erklärtes Ziel“, erklärt Matthias Braun, Geschäftsführer der Obermeyer Gebäudeplanung GmbH & Co. KG.

Schon früh war auch Obermeyer bei der Gasteig-Sanierung involviert, denn Basis für alle jetzt folgenden Maßnahmen ist ein von Obermeyer im Auftrag der Gasteig München GmbH erstelltes, digitales Bestandsmodell des gesamten Gebäudekomplexes. Dieses Modell entstand auf Grundlage von aktuellen digitalen Plänen sowie der Bestandspläne aus den 1970er Jahren. Es sollte zudem alle tragwerksplanerisch relevanten Elemente beinhalten sowie vermessungstechnisch korrigiert und vervollständigt werden.

Ziel sämtlicher Vorabmaßnahmen war es, Kenntnisse und Einschätzungen zum Zustand der Bausubstanz und der technischen Ausstattung zu erhalten. Dazu wurden umfangreiche Bestandsuntersuchungen, z. B. der Fassaden, des Sichtmauerwerks, der Dächer sowie der tragenden Bauteile und der haustechnischen Anlagen veranlasst. Obermeyer war mit der Planung und Koordination der gesamten Vorabmaßnahmen, welche auch eine Reihe von Materialuntersuchungen beinhalteten, beauftragt. Damit wurde zusammen mit dem BIM-fähigen 3D-Modell die Grundlage für die eigentliche Sanierungsplanung der später beauftragten Architekten und Fachplaner geschaffen.

Mit dem digitalen Bestandmodell lieferte Obermeyer die Basis für alle weiteren Projekt-Schritte: Darauf aufbauend führte das Münchner Architekturbüro Henn GmbH, welches 2019 den dazu gehörigen Architekturwettbewerb gewonnen hatte, die nun folgenden Planungen für den „Neuen Gasteig“ durch, der als das „pulsierende Kulturherz Münchens“ architektonisch für Offenheit und Transparenz stehen wird. Unlängst wurde diese Arbeit im Rahmen des 18. buildingSMART Anwendertages mit dem Titel „BIM Champion 2021“ ausgezeichnet.

Quelle: Obermeyer Gebäudeplanung / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7506 Fri, 16 Jul 2021 15:54:37 +0200 Mineralöl-Unternehmen gründen neuen Verband en2x https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/mineraloel-unternehmen-gruenden-neuen-verband-en2x-7506.html Die deutsche Mineralölwirtschaft stellt sich neu auf: Der neue Verband en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie e.V. sitzt in Berlin. Der Verband unterstützt seine Mitgliedsunternehmen bei der Transformation – weg von heute überwiegend fossilen Erzeugnissen hin zu klimaneutralen Energien. Die Branche will ihren Kunden künftig zunehmend neue Produkte anbieten: von grünem Wasserstoff über moderne Biokraftstoffe und E-Fuels bis hin zu Ökostrom.

Ziel ist Klimaneutralität 2045. Auch langfristig geht dies nur mit dem Import treibhausgasneutraler Energien, die schrittweise an die Stelle bisheriger, fossiler Energieimporte treten müssen, um den Energiebedarf Deutschlands zu decken. Der neue Verband setzt sich darum für die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen zum Markthochlauf dieser klimaschonenden Produkte ein – sowohl für solche aus inländischer Herstellung wie auch für Importe.

Der Verband en2x löst den 1946 gegründeten Mineralölwirtschaftsverband (MWV) sowie das 1984 ins Leben gerufene Institut für Wärme und Mobilität (IWO) ab. Je nach Eintragung ins Vereinsregister wird en2x noch im Spätsommer dieses Jahres seine Arbeit aufnehmen.

Quelle: Institut für Wärme und Mobilität e. V. (IWO) / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7503 Fri, 16 Jul 2021 08:50:00 +0200 Statement der dena zum Maßnahmenpaket der EU-Kommission zur Erreichung der Klimaziele https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/statement-der-dena-zum-massnahmenpaket-der-eu-kommission-zur-erreichung-der-klimaziele-7503.html Das umfangreiche Gesetzespaket der EU-Kommission gibt den Regulierungsrahmen der europäischen Energie- und Klimapolitik für das neue Klimaziel vor – die Treibhausgasemissionen der EU um 55 Prozent (statt bisher 40 Prozent) – im Vergleich zu 1995 zu senken. Es ist somit das zentrale Maßnahmenpaket für die Umsetzung des European Green Deal. Ein Kommentar von Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena):

„Das „Fit for 55“-Paket der EU weist den Weg zur Erreichung der europäischen Klimaschutzziele. Es ist ein wahrhaft umfangreiches Paket, das den Versuch unternimmt, die ambitionierten und auch erforderlichen Klimaschutzziele mit einer insgesamt stimmigen Architektur zu verbinden. Das Paket beeindruckt durch die Vielschichtigkeit der angegangenen Maßnahmen-Vorschläge. Es wird die Debatte über die europäische und auch die jeweiligen nationalen Klimapolitiken in den kommenden Jahren bestimmen. Es ist ganz eindeutig, dass die EU in diesem Fragenkomplex die Richtung vorgibt und das ist auch sehr zu begrüßen. Die vielleicht spannendsten Aspekte sind die Ausweitung des europäischen Emissionshandels auf die Sektoren Verkehr und Wärme und die geplante Einführung einer CBAM. Von der konkreten Ausgestaltung und dem Gelingen vor allem dieser Aspekte wird viel abhängen für die europäische Industriepolitik aber auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt auf dem Weg zur Klimaneutralität.

Die EU-Kommission, das europäische Parlament und die EU-Staaten sind gut beraten, sich intensiv mit dem Paket auseinanderzusetzen, seine Auswirkungen im Blick zu halten und es vor allem auch in den Vordergrund der internationalen Beratungen zu stellen. So gut es ist, dass die EU hier konzentriert und engagiert voranschreitet, Klimaschutz wird nur gelingen, wenn Kernelemente in eine erfolgreiche globale Verhandlungsstruktur eingebunden sind. Im Vordergrund müssen dabei die Entstehung neuer Leitmärkte für klimaneutrale Produkte, der massive Ausbau der erneuerbaren Energien, die Stärkung der Energieeffizienz und der Aufbau einer globalen Wasserstoffwirtschaft stehen. Auch die EU ist dabei auf internationale Kooperation angewiesen. Die Bundesregierung sollte die EU-Kommission bei all diesen Aspekten intensiv unterstützen.

Der Vorschlag, 25 Prozent der Einnahmen aus dem neuen Emissionshandelssystem für Verkehr und Gebäude im Gegenzug an einkommensschwache Haushalte umzuverteilen, adressiert das Bedürfnis nach sozialem Ausgleich für die durch den Klimaschutz entstehenden Belastungen. Dafür brauchen wir auch ein insgesamt stimmiges Steuer- und Abgabenkonzept, das vielfach in der Kompetenz der jeweiligen EU-Staaten liegt. Mit Blick auf die transformatorischen Auswirkungen von Energiewende und Klimapolitik ist es von großer Bedeutung, dass die nun zur Beratung stehenden Maßnahmen die europäischen Unternehmen bei ihren Anstrengungen, eine klimaneutrale Wirtschaft aufzubauen, unterstützen. Dabei müssen Handelskonflikte vermieden und erforderliche Unterstützungen organisiert werden. Die dena beteiligt sich mit internationalen Projekten seit Jahrzehnten an der Umsetzung der globalen Energiewende und will auch in diesem Sinne auf eine gute Ausgestaltung des Maßnahmenpakets unterstützend hinwirken.

Mit der der Einführung eines Treibhausgasminderungsziels für den Verkehr bis 2030, verschärften Emissionsstandards sowie den Gesetzesvorschlägen für die Integration erneuerbarer und emissionsarmer Kraftstoffe im Schiffs- und Luftverkehr werden ganz erhebliche Investitionen verbunden sein müssen. Das gilt insbesondere für den parallelen bedarfsgerechten Ausbau einer Lade- und Tankinfrastruktur sowie die Berücksichtigung von gesellschaftlicher Akzeptanz und sozialem Ausgleich.

Aufgrund des erhöhten Einsatzes erneuerbarer Energien, sowie der geplanten Novellierungen nehmen die Diskussionen zu den möglichen Anpassungen für den Gebäudesektor auf nationaler Ebene bereits Fahrt auf. Absehbar ist eine deutliche Stärkung des Ordnungsrechts. Für einen weiteren Schub sollen im Gebäudesektor die Einführung von verbindlichen Mindestnormen für bestehende Gebäude (MEPS) sorgen. Energieausweise und individuellen Sanierungsfahrpläne sollen gestärkt, Gebäudedatenbanken aufgebaut sowie die Vorbildrolle der öffentlichen Hand und der Markt für nachhaltige Bauprodukte und Bauleistungen ausgeweitet werden. Viele der hier vorgeschlagenen Punkte sind seit langem Bestandteil der Arbeit der dena. Die Herausforderungen im Gebäudebereich sind angesichts der Vielschichtigkeit, der damit verbundenen europäischen Strukturen sehr sensibel und bedürfen daher einer besonders intensiven Begleitung.

Wir begrüßen sehr, dass alle Sektoren einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz durch eine Verbrauchsminderung bei der End- und Primärenergie leisten sollen. In diesem Sinne ist die mit der Revision der Energieeffizienzrichtlinie vorgesehene Stärkung des Prinzips „Efficiency First“ in Verbindung mit einem verbesserten Monitoring-System sehr zu begrüßen.“

Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7502 Thu, 15 Jul 2021 05:55:00 +0200 Welche Fördermöglichkeiten für Flächenheizungen gibt es ab 1. Juli 2021? https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/welche-foerdermoeglichkeiten-fuer-flaechenheizungen-gibt-es-ab-1-juli-2021-7502.html Die ab 1. Juli 2021 neu aufgelegte Bundeförderung für effiziente Gebäude (BEG) für Einzelmaßnahmen bzw. Maßnahmenpakete für Neubau und Bestand berücksichtigt auch Systeme der Flächenheizung und Flächenkühlung. Der Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e.V. (BVF) klärt auf. Eine Flächenheizung ist immer die Basis eines Niedrigtemperatur-Heizsystems. Wärmepumpe und Brennwertkessel erreichen nur in Kombination mit der Flächenheizung die niedrigsten CO2-Emissionen und niedrigsten Betriebskosten. Darüber hinaus bietet diese Kombination auch die größtmögliche Gestaltungsfreiheit bei der Inneneinrichtung und die beste thermische Behaglichkeit.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG-EM) Einzelmaßnahme Bestand: BAFA-Zuschuss

Zum 1. Januar 2021 ist das BAFA Investitionsprogramm im der Bundesförderung für effiziente Gebäude aufgegangen und bietet im Paket mit einem Kesselaustausch eine Förderung von 20 - 45 Prozent der Investitionssumme an, in diesem Rahmen wird auch die Flächenheizung gefördert. Im Programm Heizungsoptimierung bei Wohngebäudesanierung werden sämtliche Maßnahmen zur Optimierung des Heizungsverteilsystems in Bestandsgebäuden, mit denen die Energieeffizienz des Systems erhöht wird, wie beispielsweise der hydraulische Abgleich oder der Austausch der Heizungspumpe gefördert, also

  • der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage inklusive der Einstellung der Heizkurve
  • der Einbau von Flächenheizungen (…) und von Wärmespeichern im Gebäude oder gebäudenah (auf dem Gebäudegrundstück)
  • die Mess-, Steuer- und Regelungstechnik

Das förderfähige Mindestinvestitionsvolumen liegt bei 300 Euro (brutto). Der Fördersatz beträgt 20 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Die förderfähigen Ausgaben für energetische Sanierungsmaßnahmen von Wohngebäuden sind gedeckelt auf 60.000 Euro pro Wohneinheit. Bei Umsetzung einer Sanierungsmaßnahme als Teil eines im Förderprogramm „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ geförderten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein zusätzlicher Förderbonus von 5 Prozent möglich.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) Bestand: KfW Kredit oder Tilgungszuschuss

Seit dem 1. Juli 2021 kann eine Kreditförderung für die BEG Einzelmaßnahmen sowie eine Kredit- oder Zuschussförderung für Vollsanierungen und effiziente Neubauten von Wohn- und Nichtwohngebäuden (BEG WG und BEG NWG) bei der KfW beantragt werden (ggf. mittelbar über die Hausbank). Die Förderung für Baubegleitung kann direkt zusammen mit dem Kredit oder Zuschuss beantragt werden.

Wird ein Wohngebäude zum Effizienzhaus saniert oder ein frisch saniertes Effizienzhaus gekauft, besteht die Möglichkeit zu einer Förderung über einen Kredit mit Tilgungszuschuss oder einen direkt ausgezahlten Zuschuss.

Wird ein Wohngebäude mit einzelnen energetischen Maßnahmen saniert, fördert der KfW die Maßnahmen mit einem Kredit mit Tilgungszuschuss in Höhe von 20 Prozent im Rahmen der „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)“. Seit dem 1. Juli 2021 fördert die KfW die Optimierung der Heizungsanlage durch einen Kredit mit Tilgungszuschuss in Höhe von 20 Prozent. Hier gilt:

  • Max. 60.000 Euro als Kredit je Wohneinheit
  • Der Bauantrag oder die Bauanzeige für das Wohngebäude liegt zum Zeitpunkt des Antrags mindestens 5 Jahre zurück
  • Ist die Maßnahme Teil eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP), der innerhalb von 15 Jahren umgesetzt wird? Dann steigt der Tilgungszuschuss für diese Maßnahme um 5 Prozent
  • Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer Förderung für die Fachplanung und Baubegleitung
  • Grundsätzlich gilt: Erst nach Beantragung starten

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) Neubau: Heizen mit erneuerbaren Energien

Seit dem 1. Juli 2021 können die neuen Förderkredite und Zuschüsse der „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ für einen Neubau beantragt werden. Die Förderung für Baubegleitung wird direkt zusammen mit dem Kredit oder Zuschuss beantragt.

Wird ein neues Effizienzhaus gebaut oder gekauft, wird dieses wahlweise mit einem Kredit mit Tilgungszuschuss oder einem direkt ausgezahlten Zuschuss gefördert. Grundsätzlich gilt: Erst nach Beantragung starten. (Bild 2)

Steuerabzug bei energetischer Sanierung

Die steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungen bietet als „zweite Säule“ der steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung eine Alternative zu den bestehenden Kredit- und Zuschussprogrammen. Mit ihr ist es möglich Aufwendungen energetischer Sanierungen ab 2020 für einen befristeten Zeitraum von 10 Jahren durch einen prozentualen Abzug von 20 Prozent bis maximal 40.000 Euro pro Objekt von der Steuerschuld abzusetzen. Der Steuerabzug bei energetischer Sanierung, bspw. Optimierung bestehender Heizungsanlagen gilt, sofern diese älter als zwei Jahre sind. Förderfähig sind Einzelmaßnahmen, die auch von der KfW als förderfähig eingestuft sind, unter anderem die Flächenheizung und -kühlung. Die Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung gelten befristet für die Zeit vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2029. Die geplante Laufzeit von 10 Jahren schafft die Möglichkeit für die Branche der energetischen Gebäudesanierungen, sich auf die steigende Nachfrage nach energetischen Sanierungen einzustellen und entsprechende Kapazitäten aufbauen.

Fazit des BVF:

Bereits in 2020 waren die Bedingungen für den Einsatz von Flächenheizungen und Flächenkühlungen durch umfangreiche Fördermöglichkeiten gut. In der Zusammenführung der verschiedenen Programme in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in 2021 setzt sich dieser Weg fort. Ein Beweis dafür, dass die Systeme der Flächenheizung und Flächenkühlung als Niedrigtemperatursysteme ein wichtiger Bestandteil der Energiewende sind.

Quelle: Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e.V. (BVF) / Delia Roscher

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Finanzierung
news-7501 Wed, 14 Jul 2021 09:58:57 +0200 99,98 Prozent in 2,5 Minuten https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/9998-prozent-in-25-minuten-7501.html Tests im renommierten französischen Labor Institute Pasteur de Lille bestätigten, dass Luftreiniger von Daikin in 2,5 Minuten mehr als 99,98 Prozent des humanen Coronavirus HVoV-229E beseitigen. Das Institut Pasteur de Lille führte den Test mit dem Virus HCoV-229E durch, einem Coronavirus, das eng mit SARS-CoV-2 verwandt ist. Auf das SARS-CoV-2-Virus selbst wurde aus Sicherheitsgründen nicht zurückgegriffen. Die Tatsache, dass die beiden Viren derselben Familie angehören, ist ein starker Hinweis darauf, dass Daikin-Luftreiniger effektive Lösungen zur Verringerung des Risikos der Virusübertragung sind und dabei helfen, die Corona-Pandemie zu bekämpfen. Die Einheiten wurden auch als zu 99,93 Prozent wirksam gegen das H1N1-Virus in 2,5 Minuten bewertet. H1N1 ist das Virus, das die gewöhnliche Grippe verursacht. Die Wirksamkeit der Daikin Luftreiniger erfolgt über einen hochleistungsfähigen elektrostatischen HEPA-Filter, der das Virus einfängt und über die patentierte Flash Streamer-Technologie von Daikin, die das Virus inaktiviert.

Olivier Luminati, Projektmanager für Lüftungstechnik und Luftreiniger bei Daikin, der beim Testprojekt eng mit dem Institut Pasteur de Lille zusammengearbeitet hat, sagt: „Die Testergebnisse sind eine großartige Nachricht für die Gesellschaft. Gerade jetzt, wo sich alle auf die Rückkehr ins Büro und ins normale Leben vorbereiten, können wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass dies auf eine sicherere Art und Weise geschieht. Daikins Engagement für gesunde Innenräume hat zu einem breiten Portfolio an Luftfilter- und -reinigungsprodukten geführt. Wir verwenden diese Technologien in unseren Klima-, Heizungs- und Lüftungslösungen sowohl für kleine als auch für große Gebäudeanwendungen. Grundsätzlich können wir jedem, der saubere und frische Raumluft benötigt, dabei helfen, die richtige Lösung zu finden.“

Daikin Luftreiniger reinigen die Raumluft, indem sie die Luft durch das Gerät zirkulieren und dabei durch eine Vielzahl von Filtern und Reinigungstechnologien strömen lassen. Typischerweise werden die Geräte in Wohnräumen, Büros, Einzelhandelsgeschäften, Klassenzimmern sowie Warte- und Sprechzimmern bei Ärzten verwendet. Der Luftstrom eines Daikin-Luftreinigers beträgt ca. 330 m³/Stunde. Das bedeutet, dass die Luftmenge bei durchschnittlicher Raumgröße mehrmals pro Stunde durch das Gerät strömt.

Quelle: Daikin / Delia Roscher

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Lüftung & Klima
news-7500 Wed, 14 Jul 2021 09:37:08 +0200 Präsidentin des BEE im Amt bestätigt https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/praesidentin-des-bee-im-amt-bestaetigt-7500.html Auf der digitalen Mitgliederversammlung 2021 des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE) wurde die amtierende BEE-Präsidentin Dr. Simone Peter für eine weitere Amtszeit einstimmig bestätigt. Peter ist seit 2018 Präsidentin des Dachverbands der Erneuerbare-Energien-Branche. Dr. Simone Peter, BEE-Präsidentin: „In diesem Jahr wird ein neuer Bundestag gewählt. Danach hat eine neue Bundesregierung die Aufgabe, die Klimaschutzziele mit konkreten und ambitionierten Maßnahmen erreichbar zu machen. Erneuerbare Energien sind der Schlüssel für den Klimaschutz und damit für einen zukunftsfähigen Standort mit hoher regionaler Wertschöpfung und breiter Bürgerbeteiligung. Es geht jetzt darum, den Ausbau der Erneuerbaren über alle Technologien und in allen Sektoren zu entfesseln, die Sektorenkopplung voranzubringen und die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, um Energie für alle Bedarfe heute und in Zukunft sicher und bezahlbar bereitzustellen. Mit dem Umzug auf den EUREF-Campus als gemeinsamer Wirkstätte wird außerdem die Integration der Erneuerbaren-Verbände-Familie weiter vorangebracht, um gebündelt mit den Fach- und Landesverbänden die Interessen der Erneuerbaren Branche von der kommunalen bis zur europäischen und internationalen Ebene zu vertreten.“

Dem am 6. Juli gewählten BEE-Vorstand gehören außerdem an:

  • Für die Windbranche: Hermann Albers (BEE-Vizepräsident), Björn Spiegel, Carlo Reeker, Bärbel Heidebroek, Dr. Ursula Prall
  • Für die Bioenergiebranche: Horst Seide (BEE-Vizepräsident), Hendrik Becker, Josef Pellmeyer, Julia Möbus, Winfried Vees
  • Für die Solarenergiebranche: Helmut Jäger, Carsten Körnig (BEE-Vizepräsident)
  • Für die Wasserkraftbranche: Hans-Peter Lang (BEE-Vizepräsident)
  • Für die Branche der Geothermie und Umweltwärme/Wärmepumpen: Karl-Heinz Stawiarski (BEE-Vizepräsident)
  • Für den Unternehmensbeirat: Dr. Thomas Banning, Daniel Hölder, Carsten Hoffmann, Stephan Frense
  • Für die Landesverbände und Landesvertretungen: Jan Hinrich Glahr, Klaus Schulze Langenhorst, Reinhard Christiansen
  • Für Europa: Rainer Hinrichs-Rahlwes

Quelle: BEE / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7499 Tue, 13 Jul 2021 09:11:00 +0200 20 Jahre Perlit-Ziegel https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/20-jahre-perlit-ziegel-7499.html Am 19. Februar 2001 wurde das Patent für Wärmedämmziegel mit einer Füllung aus Perlit eingereicht. Schlagmann Poroton ist der Erfinder der innovativen Ziegel. Die Einführung der 3. Wärmeschutzverordnung (WschV) brachte 1995 den Ziegel an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit hinsichtlich seiner Wärmedämmeigenschaften. Der Vorgänger der Energiesparverordnung (EvEV) setzte auf eine deutliche Senkung der Gebäude-Energieverbräuche. Hintergrund waren steigende Energiepreise.

Bestrebungen die Wärmedämmwerte der Ziegel daraufhin zu verbessern, gab es viele, jedoch verschlechterten diese gleichzeitig seine statischen Eigenschaften. Dem Ziegel drohte deshalb nur noch als Befestigungswand für eine zusätzliche künstliche Außendämmung verwendet zu werden. Doch die Produktentwickler bei Schlagmann Poroton hatten damals die zündende Idee, die Dämmung in den Ziegel zu füllen, anstatt sie außen an die Ziegel zu kleben. Aus dieser Idee entstand der mit Perlit gefüllte Ziegel, welche die Dämmeigenschaften erhöht und gleichzeitig die statischen Werte des Ziegels beibehalten konnte.

„Perlit ist in der Summe aller Eigenschaften der beste Dämmstoff, den wir kennen,“ erklärt Johannes Edmüller die Entscheidung für den Dämmstoff. Perlit ist u. a. ein natürlicher Dämmstoff, frei von Schadstoffen und Ausdünstungen, leicht und nicht brennbar, wohngesund, ökologisch und wiederverwertbar.

Mit dem Poroton-T9 kam im Jahr 2001 erstmals ein Ziegel auf den Markt, der mit einem robusten Ziegelgerüst und massiven Stegen alle statischen Anforderungen gleichzeitig mit verschärften Dämmwerten erfüllen konnte. Das große Plus: Wände aus diesen Ziegeln können massiv monolithisch, ohne eine außenliegende künstliche Dämmung erstellt werden. Daneben fand man mit Perlit einen ökologischen Dämmstoff natürlichen Ursprungs, der aus vulkanischem Gestein entsteht. Bis heute lassen sich mit perlitgefüllten Poroton-Ziegeln Energiesparhäuser nach den verschiedensten Anforderungen bauen.

In den folgenden Jahren wurde die Tragfähigkeit der Perlit-Ziegel immer weiter verstärkt, um auch im Objektbau rein monolithisch bauen zu können. Heute sind Gebäude mit bis zu neun Vollgeschossen realisierbar – ideal für den Wohnungsbau.  Zusätzlich kam mit der Poroton-WDF eine perlitgefüllte Fassadendämmung zur Sanierung von Bestandsbauten hinzu. Mit dem momentan „wärmsten“ Ziegel, dem POROTON T6,5 werden mühelos KfW-40-Häuser gebaut. Seit 2019 sind die perlitgefüllten Ziegel klimaneutral und vom TÜV Nord zertifiziert.

Quelle: Schlagmann Poroton / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7498 Tue, 13 Jul 2021 05:50:00 +0200 Schadstoffgeprüfte Produkte für dichte Gebäude https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/schadstoffgepruefte-produkte-fuer-dichte-gebaeude-7498.html Luftdichte Gebäude sichern eine hohe Energieeffizienz. So bleibt die Wärme im Haus, Schadstoffe jedoch auch. Die Folgen sind vielfältig: Unwohlsein, Kopfschmerzen, Allergien, gereizte Atemweg, anhaltende Gerüche und im schlimmsten Fall chronische Krankheiten. Damit Produkte von illbruck keine solchen negativen Auswirkungen auf die Raumluftqualität haben, sorgt ein umfassendes gesundheitliches Qualitätsmanagement für sehr emissionsarme Rezepturen. Diese hat das unabhängige Sentinel Haus Institut bewertet und nach seinen strengen Kriterien freigegeben. „Seit vielen Jahren schon übernimmt CPG Europe Verantwortung für die Gesundheit der Verarbeiter und der Gebäude-Nutzer“, sagt Peter Bachmann, Geschäftsführer des Sentinel Haus Instituts. Das Freiburger Unternehmen ist Wissensführer bei Konzepten für gesündere Gebäude und Betreiber der größten Datenbank für geprüfte Produkte und verantwortungsvolle Verarbeiter. Die Datenbank fasst vertrauenswürdige Gesundheitslabel zusammen und bietet so einen verlässlichen Durchblick im Labeldschungel.

„Fugenabdichtungen oder einzelne Verklebungen sind häufig ein kleines Detail. Sie haben aber eine große Wirkung auf die Gebäudequalität und damit auf die Gesundheit und das Wohlbefinden“, betont Bachmann. Die Onlineplattform Sentinel Portal listet deshalb ausschließlich Produkte, deren gesundheitliche Unbedenklichkeit nachgewiesen und kontrolliert ist.

Mit der Listung durch das Sentinel Haus Institut können die gezeigten Produkte und Systeme von illbruck unbedenklich auch in sehr sensiblen Bereichen wie Bildungsbauten oder im Gesundheitsbereich verwendet werden. Nicht nur, aber auch für Gebäude, für die eine Nachhaltigkeitszertifizierung geplant ist, sind emissionsgeprüfte Dichtbänder, Folien, Dichtstoffe, Kleber, Bauschäume, und vieles mehr ein wichtiger Baustein, um die geforderten Werte für VOC (flüchtige organische Verbindungen) einzuhalten.

CPG Europe hat angekündigt, sein emissionsgeprüftes Produktprogramm stetig weiter auszubauen. So erfüllt auch das neue, für die Fensterabdichtung bestimmte Multifunktionsdichtungsband TP654 illmod TRIO 1050 selbstverständlich die Anforderungen des Sentinel Haus Instituts. Als jüngste Innovation der Marke illbruck verfügt das Dichtband über eine neuartige Geometrie mit einer 100 Prozent luftdichten, feuchtevariablen Membran innen und luftdichten grauen Kontaktflächen außen. Zusammen sorgen diese nicht nur für eine Schlagregendichte von 1050 Pascal und eine Schalldämmung bis zu 60db, sondern auch für eine extrem luftdichte Fensterfuge. Das ist unabdingbar für die Erfüllung des GEG 2020 und ideal für das Wohlbefinden der Gebäudenutzer.

Quelle: Sentinel Haus Institut / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7497 Mon, 12 Jul 2021 10:24:35 +0200 Saubere und gesunde Raumluft dank bipolarer Ionisation https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/saubere-und-gesunde-raumluft-dank-bipolarer-ionisation-7497.html Die Kombination einer Wohnraumlüftungsanlage und einem Ergänzungselement, welches mit bipolarer Ionisation arbeitet, gewährt ein gesundes Wohnklima ohne Schadstoffe und schädliche Aerosole. Das Vorbild für das Ionisationsverfahren liegt in der Natur: Überall dort, wo die Luft besonders gesund ist, gibt es Ionen im Überfluss, beispielsweise am Meer oder im Gebirge. Auch bei einem reinigenden Gewitter wird eine Vielzahl von Ionen gebildet. PluggVoxx pure imitiert diese bipolare Ionisation und aktiviert die Sauerstoffmoleküle in der Raumluft. Diese ionisierte Luft bindet die Molekülketten von Umweltschadstoffen. Auch Pollen, Bakterien und Viren werden in ihrer Zellstruktur so nachhaltig geschädigt, dass sie weitestgehend inaktiv werden.

Diese Technik bringt noch weitere Vorteile mit sich: Die Ionen werden ständig gebildet und sind damit permanent vorhanden und aktiv. Sie verrichten ihre Arbeit nicht nur in der Raumluft, sondern verteilen sich durch die normale Luftbewegung auch auf Oberflächen. Damit ist ein möglicher Vireneintrag durch Aerosole nahezu gebannt. Darüber hinaus müssen Einrichtungsgegenstände – bei normaler Nutzung – nicht extra desinfiziert werden.

PluggVoxx pure lässt sich ohne großen Aufwand in die Zuluftleitungen bestehender Pluggit-Lüftungssysteme oder anderer Lüftungsanlagen integrieren. Die Nachrüstung ist ebenfalls möglich. Das Modul misst nur 600 x 280 x 205 mm und wird mit seiner Ionisationsleistung auf das Raumluftvolumen abgestimmt. Eine Pluggit-Wohnraumlüftung in Verbindung mit PluggVoxx pure steigert durch die saubere Luft auch die Vitalität und emotionale Ausgeglichenheit der Nutzer.

Quelle: Pluggit / Delia Roscher

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Lüftung & Klima
news-7496 Mon, 12 Jul 2021 09:56:41 +0200 Bilanz nach einem Jahr Nationale Wasserstoffstrategie positiv https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/bilanz-nach-einem-jahr-nationale-wasserstoffstrategie-positiv-7496.html Die vor einem Jahr eingeführte Nationale Wasserstoffstrategie (NWS) der Bundesregierung schuf einen Handlungsrahmen für den Hochlauf von Wasserstofftechnologien. Ein Kommentar von Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena). „Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) ist Deutschland ein solider Start in Richtung Wasserstoffwirtschaft gelungen. Jetzt gilt es, in den nächsten Gang zu schalten und die Umsetzung anzugehen. Bislang hat die NWS den Rahmen gesetzt, das Marktinteresse verstärkt und Innovationsprozesse angereizt. Gleichzeitig hat sich bei den Marktteilnehmern eine hohe Erwartung aufgebaut, dass konkrete nächste Schritte zügig folgen werden und damit Planungssicherheit für Investitionen und Projektvorhaben entsteht.

Die Übergangsregulierung für ein Wasserstoffstartnetz war ein erstes Signal zum Aufbau nachhaltiger Transportstrukturen zur Verknüpfung von Angebot und Nachfrage. Jetzt gilt es, zügig den nationalen Regulierungsrahmen im Einklang mit dem europäischen Dekarbonisierungspaket zu schaffen. Wir brauchen einen vernetzten Fahrplan für Infrastrukturmaßnahmen wie den Pipelinebau - sowohl national als auch im EU-Kontext. Die substanzielle Frage der Finanzierung der Wasserstoffnetze muss prioritär beantwortet werden, damit tatsächlich ein Großteil der bei den deutschen Fernleitungsnetzbetreibern gemeldeten 500 Wasserstoffprojekte mit einer Gesamtkapazität von 20 Gigawatt realisiert werden kann.

Als wichtige Voraussetzung für den Aufbau von Elektrolyseurkapazitäten wurde die Befreiung von der EEG-Umlage nach langer Diskussion beschlossen. Allerdings stellen sich hierbei einzelne Regelungen als zu komplex dar, so dass eine Verschlankung dem weiteren Markthochlauf dienlich wäre.

Gut ist, dass die europäische Dimension in der NWS von Anfang an mitgedacht wurde. Aus 230 eingereichten Projekten im Rahmen des IPCEI-Programms (Important Projects of Common European Interest) wurden 62 deutsche Projekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette ausgewählt. Aber bis zur Förderbekanntgabe darf jetzt kein Marktattentismus entstehen. Für Versorgungssicherheit und Kostensenkungen bei Wasserstoff muss auch das Projekt einer Importstrategie zügig im europäischen Rahmen vorangetrieben werden.

Im Verkehrssektor wurden mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) und der darin enthaltenen Mindestquote für flüssige Kraftstoffe aus erneuerbarem Strom (Powerfuels) in der Luftfahrt erste Impulse gegeben. Denn neue, klimaneutrale Energieträger spielen gerade in Branchen, die langfristig auf flüssige Kraftstoffe angewiesen sind, eine entscheidende Rolle zum Erreichen der Klimaziele. Wichtig ist nun, dass deutsche und europäische Initiativen gut verzahnt agieren. Hier würde beispielsweise eine ambitionierte Unterquote für die Nutzung von grünem Wasserstoff und seinen Derivaten im Verkehr im Rahmen der Revision der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED III) in Brüssel Investitionsentscheidungen anreizen.

Ein nicht zu vernachlässigendes Handlungsfeld ist zudem die Entwicklung von Nachhaltigkeitsstandards. Es bedarf klarer Anforderungen an die Erzeugung und Verwendung von Wasserstoff, beispielsweise für die Herkunft des Stromes, die Nutzung von CO2 oder den Einsatz von Wasser. Dies ist auch mit Blick auf die Akzeptanz von „grünem Wasserstoff“ ein bedeutsamer Faktor.

Fazit: Wenn wir das Ziel Klimaneutralität bis 2045 erreichen wollen, müssen wir den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft weiter forcieren und Entscheidungen schneller herbeiführen. Wir haben jetzt die Chance, Wasserstoff neben Erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz zur tragenden Säule der Dekarbonisierung auszubauen. Das ist die Herausforderung in den vor uns liegenden Wochen und Monaten und ein zentrales Handlungsfeld in der kommenden Legislaturperiode.“

Quelle: Deutsche Energie-Agentur (dena) / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7495 Fri, 09 Jul 2021 08:59:00 +0200 Für saubere Luft in Klassenräumen https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/fuer-saubere-luft-in-klassenraeumen-7495.html Neuinstallationen von Lüftungsanlagen in Schulen und Kitas werden jetzt mit bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten für Planung, Kauf und Installation gefördert. „Das Corona-Virus bleibt uns erhalten und der nächste Winter kommt bestimmt“, sagt Burkhard Max, Geschäftsführer von tecalor. „Deshalb müssen jetzt für die Schulen und Kitas Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung geplant und installiert werden, die einen kontinuierlichen Luftaustausch auch bei geschlossenem Fenster und frostigen Außentemperaturen gewährleisten.“ Diese Notwendigkeit hat die Bundesregierung erkannt und im Juni die Bundesförderung für „Corona-gerechte stationäre raumlufttechnischen Anlagen“ (RLT) beschlossen. Antragsberechtigt sind Einrichtungen für Kinder unter zwölf Jahren und deren öffentliche und private Träger, also Kitas, Horte, Kindertagespflegestellen und staatlich anerkannte allgemeinbildende Schulen.

Gefördert wird vor allem der Neueinbau stationärer RLT-Anlagen, die im kombinierten reinen Zu-/Abluftbetrieb mit Wärmerückgewinnung betrieben werden. „Je einfacher die Nachrüstung solche Anlagen zu planen ist, umso schneller werden sie unseren Kindern helfen können“, betont Max. Nur zwei Bohrungen durch die Außenwand und eine Steckdose sind bauseits nötig, um die dezentralen Lüftungsgeräte LTM dezent von tecalor zu installieren. Durch eine Wanddurchführung saugt das Gerät Frischluft von außen an und erwärmt diese mit der Energie aus der Abluft, die nach dem Wärmeaustausch durch die zweite Wanddurchführung nach außen abgeblasen wird. Der nötige Luftaustausch lässt sich so ohne Unterbrechung des Unterrichts, mit nur minimalen Wärmeverlusten und ohne Erkältungsgefahr sinnvoll erreichen.

Bis zu 870 Kubikmeter Luft pro Stunde bewegt beispielsweise das LTM dezent 800, was auch in großen Räumen mit bis 30 Schülern für Corona-gerechten, erhöhten Luftaustauch ausreicht. Zudem besteht die Option einer Kühlfunktion für die immer heißeren Sommer. Dadurch verringert es nicht nur kurzfristig die Ansteckungsgefahr, sondern steigert langfristig die Konzentrationsfähigkeit in den Klassen. Die dezentralen Lüftungsgeräte LTM dezent von tecalor können innerhalb kürzester Zeit von Fachhandwerkern installiert werden.

Die Beratungs- und Planungsleistungen und alle baulichen Maßnahmen sind ebenso wie die dezentralen Lüftungsgeräte und deren Installation förderfähig. Weitere Informationen zur Förderung von bis zu 80 Prozent der Kosten sind beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu erhalten oder direkt bei tecalor. „Gerne stehen wir unseren Marktpartnern mit Rat und Tat zur Seite“, erklärt Max.

Quelle: tecalor / Delia Roscher

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Lüftung & Klima
news-7494 Thu, 08 Jul 2021 05:50:00 +0200 Ab Juli gelten neue Förderangebote beim Heizen und Lüften https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/ab-juli-gelten-neue-foerderangebote-beim-heizen-und-lueften-7494.html Bei der KfW geht es ab Juli mit neuen Förderkrediten und Zuschüssen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) weiter. Seit Anfang des Jahres kann wer umweltfreundlich heizen und energiesparend lüften möchte von der Bundesförderung für effiziente (BEG) profitieren. Bei Neubauten und Komplettsanierungen galten bis Ende Juni noch die alten Förderangebote der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Doch zur zweiten Jahreshälfte hat auch die KfW ihre Angebote auf die BEG umgestellt.

Als die neue Bundesförderung in Kraft trat, stand bereits fest, dass die Umsetzung der BEG etappenweise erfolgen sollte. Zeitgleich mit der Einführung startete das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Januar 2021 die BEG-Einzelmaßnahmen: Gefördert werden damit einzelne Sanierungen in bestehenden Gebäuden, die zu einer erhöhten Energieeffizienz beitragen, unter anderem in den Bereichen Wärmeerzeugung und Heiztechnik. „Durch die BEG wird vor allem der Einsatz erneuerbarer Energien gefördert. An das BAFA kann sich wenden, wer einen Zuschuss für einzelne Maßnahmen in einem bestehenden Gebäude erhalten möchte. Bei Krediten ist die KfW die richtige Ansprechpartnerin und zwar sowohl für Bestandsgebäude als auch für den Neubau. Die im Juli in Kraft getretenen Förderangebote unterstützen dabei, das eigene Zuhause auf ein besseres energetisches Niveau zu bringen“, erläutert Kerstin Vogt, Geschäftsführerin des Forums für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik (VdZ).

Bei den KfW-Förderangeboten handelt es sich um zinsgünstige Kredite und attraktive Zuschüsse für energieeffiziente Sanierungsmaßnahmen. Bei einzelnen Maßnahmen entspricht der Tilgungszuschuss des KfW-Kredits in der Höhe dem direkt ausgezahlten Zuschuss, der über das BAFA abrufbar ist. Das bedeutet, wer eine Wärmepumpe, Biomasseanlage, Hybridheizung oder Solarthermieanlage einbaut, erhält bis zu 55 Prozent der förderfähigen Kosten zurück. Jeweils 20 Prozent sind bei Maßnahmen zur Heizungsoptimierung, die Lüftungstechnik betreffend sowie beim Einbau digitaler Systeme zur energetischen Optimierung („Efficiency Smart Home“) möglich. Zusammen mit den Förderangeboten kann außerdem ein Zuschuss von 50 Prozent für die Fachplanung und Baubegleitung beantragt werden.

Bei Komplettsanierungen und im Neubau hat die KfW neue Effizienzhaus-Klassen festgelegt. Dabei fallen die Fördermittel besonders hoch aus, wenn mehr als die Hälfte der Wärme aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Im Neubau besteht außerdem die Möglichkeit, eine vom Bund anerkannte Nachhaltigkeitszertifizierung zu erhalten, die mit einer weiteren Steigerung der Fördermittel einhergeht. „Die neuen Konditionen der BEG – umgesetzt durch das BAFA und jetzt auch die KfW – bieten viele Anknüpfungspunkte, um die Energiewende im eigenen Zuhause anzugehen“, sagt Kerstin Vogt abschließend.

Quelle: Intelligent heizen / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-7492 Wed, 07 Jul 2021 13:22:22 +0200 Neues Luft-Wasser-Wärmepumpensystem von LG https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/neues-luft-wasser-waermepumpensystem-von-lg-7492.html Der LG THERMA V Hydrosplit ermöglicht eine sichere Kühlung, Heizung und Warmwasserversorgung des Wohnbereichs über eine Warmwasserleitung. Der THERMA V Hydrosplit gehört zu den Luft-Wasser-Pumpensystemen (AWHP) von LG, welche Luft als Wärmequelle nutzt. Bestehend aus einem Innengerät und einem separaten Außengerät, das über einen eingebauten Plattenwärmetauscher (PHEX) verfügt, bietet diese Lösung eine sichere Wahl für die häusliche Umgebung. Da beide Geräte nur durch eine Wasserleitung verbunden sind, gelangt selbst im Falle einer Leckage kein Kältemittel in den Wohnraum.

„Der LG THERMA V Hydrosplit zeigt, wie wir die Bedürfnisse unserer Endkunden verstehen und durch tiefgreifende Kompetenz energieeffiziente Lösungen entwickeln, die den ökologischen Fußabdruck minimieren“, sagt Andreas Gelbke, Director Air Solution. „Wir werden unsere Position als Total-Solution-Provider weiter festigen und Produkte und Lösungen einführen, die dazu beitragen, sowohl die Natur zu schützen als auch das menschliche Leben zu bereichern.“

Durch den Verzicht einer Kältemittelleitung ist die Installation des THERMA V Hydrosplit auch ohne geübte Kälteanlagenbauer für Heizungsbauer einfach und leicht. Da kein zusätzlicher Platz zur Verhinderung von brennbaren Gasansammlungen benötigt wird, ist THERMA V Hydrosplit außerdem sehr platzsparend. Ausgestattet mit dem R1-Kompressor von LG ist der THERMA V Hydrosplit für eine leistungsstarke und zuverlässige Heizung ausgelegt – selbst bei -25° Celsius bietet das Gerät eine Wasseraustrittstemperatur von bis zu 65° Celsius. Die Verwendung des Kältemittels R32 macht die Lösung zusätzlich umweltfreundlich. Um die Umweltbelastung noch weiter zu senken, kann der THERMA V Hydrosplit auch mit einer Solarthermieanlage kombiniert werden.

Ergänzt wird der neue THERMA V Hydrosplit durch eine wandmontierte LCD-Fernbedienung, die sich mit der LG ThinQ-App verbinden lässt und die Steuerung über Google Assistant möglich macht. Die Fernbedienung zeigt in Echtzeit die Wasserdurchlaufrate sowie Informationen zum Wasserdruck an. So können mögliche Fehlfunktionen vermieden und die Wartung erleichtert werden.

Quelle: LG Electronics / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-7493 Tue, 06 Jul 2021 15:58:00 +0200 Mit 16 Klicks zum smarten Zuhause https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/mit-16-klicks-zum-smarten-zuhause-7493.html Das Online-Tool „My Smart-Home“ stellt aus 12 Anwendungsbereichen ein smartes Zuhause zusammen. Nach der Auswahl der Wunschfunktionen gelangen Interessierte weiter zur Suche eines spezialisierten Elektro-Fachbetriebs in der Nähe. Dort findet die weitere Beratung statt. „My Smart-Home“ deckt alle Bereiche des täglichen Lebens ab. Die PDF-Datei mit den persönlichen smarten Wunschfunktionen kann als Leitfaden für ein weiterführendes Gespräch mit der Elektrofachkraft genutzt werden.

Die Bedienung des Smart Homes orientiert sich an den persönlichen Vorlieben und der zur Verfügung stehenden Infrastruktur. In der Regel werden bei einem leitungsgebundenen System, das vorzugsweise im Neubau eingesetzt wird, an der Wand fest installierte Touch-Displays und Schalter eingesetzt. Funksysteme werden meist über frei platzierbare Funkschalter oder über Apps gesteuert. Über eine Internetanbindung können alle Geräte und Anwendungen, sowohl in einem leitungsgebundenen System als auch in einem Funksystem, per Smartphone oder Tablet auch von unterwegs aus mobil gesteuert werden.

Quelle: Elektro+ / Delia Roscher

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Finanzierung
news-7491 Tue, 06 Jul 2021 11:28:00 +0200 Gesetzgeber folgt Vorschlag für Lüftungsförderung https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/gesetzgeber-folgt-vorschlag-fuer-lueftungsfoerderung-7491.html Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erweitert das Förderprogramm um den Neueinbau von raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen) in Einrichtungen für Kinder unter zwölf Jahren. „Die aktuelle Debatte um Kitas und Schulen in Zeiten von Corona zeigt, um welch sensibles Thema es sich handelt. Da es in vielen entsprechenden Institutionen noch gar keine Lüftungsanlagen gibt, war es aus unserer Sicht unerlässlich, nicht nur die Um- und Aufrüstung von Bestandsanlagen, sondern auch den Einbau von Neuanlagen zu fördern“, sagt der GIH-Bundesvorsitzende Jürgen Leppig.

Wichtig sei es, sich zu vergegenwärtigen, dass der in Pandemiezeiten notwendige hohe Austausch von Raum- und Außenluft mit reiner Fensterlüftung nicht zu erreichen sei. „Die Schadstoffkonzentration kann nur mit luftqualitätsabhängig geregelten Lüftungsanlagen genügend begrenzt werden. Nach aktuellen Erkenntnissen wird die Infektionsgefahr erst ab einem vierfachen Luftwechsel in der Stunde hinreichend reduziert", erläutert Leppig.

Aus Sicht des Effizienzexperten lobt Leppig die Regelung, dass nur Anlagen mit Wärmerückgewinnung gefördert werden. „Bei solchen Anlagen erwärmt die ausströmende Warmluft die kalte Frischluft und sorgt bei Wirkungsgraden von bis zu 90 Prozent für eine hohe Energieeinsparung. Der Schulträger schlägt somit zwei Fliegen mit einer Klappe: Er schafft nicht nur pandemiegerechte Unterrichtsbedingungen, sondern spart gleichzeitig bei den Heizkosten – und das mit Förderquoten bis 80 Prozent!“

Auf Nachfrage des GIH bei der BAFA erfuhr der Verband, dass das Förderprogramm quasi für alle Schularten (außer Erwachsenenbildung und Berufsschulen) zugelassen ist:

„Wenn in den Schulen, in welche die stationären RLT-Anlagen eingebaut werden sollen, auch Kinder unter 12 Jahren unterrichtet werden, kann für diese Schulen ein Antrag gestellt werden. Da es im Schulbetrieb in der aktuellen Situation bezüglich der Räume und der Jahrgangsstufen kurzfristig oder in Zukunft auch Änderungen geben kann, können im Antragsformular alle Räume der Schule, die mit RLT-Anlagen versorgt werden sollen, angeben werden.“

Zudem erfuhr der GIH, dass aktuell nicht absehbar sei, „ob die Gültigkeit der Richtlinie verlängert wird. Die Antragstellung ist daher nur bis zum 31. Dezember 2021 möglich. Bei einer Beantragung nach der Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020, muss der Antrag bereits bis spätestens bis zum 30. November 2021 eingereicht worden sein, da ansonsten keine Fördermöglichkeit mehr besteht.“

Quelle: Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerker e.V. (GIH) / Delia Roscher

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Lüftung & Klima
news-7490 Mon, 05 Jul 2021 05:55:00 +0200 Förderprogramm Energieeffiziente Wärmenetze geht in die Verlängerung https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/foerderprogramm-energieeffiziente-waermenetze-geht-in-die-verlaengerung-7490.html Bis zum 20. Juli 2021 können noch Anträge und Zuschüsse für das Förderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“ gestellt werden. Durch Kombination mit zusätzlichen Boni kann der Förderbetrag auf bis zu 400.000 Euro klettern. Bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten oder maximal 200.000 Euro können Unternehmen oder Kommunen als Zuschuss erhalten. Lassen sich zusätzliche Boni anzapfen, die man für die Erschließung von Abwärme, Solarthermie, die Reduzierung der Rücklauftemperatur oder einen großen Speicher erhält, können sogar bis zu 400.000 Euro im Bewilligungsbescheid stehen.

Unterstützung beim Beantragen der Förderung, Fragen zu zukunftsfähigen technischen Konzepten sowie der Beteiligung der Akteure rund um das geplante Wärmenetz erhalten kommunale Vertreterinnen und Vertreter beim Team des Kompetenzzentrums Wärmewende der KEA-BW (waermenwende@kea-bw.de). Anträge sind unter Verwendung des Antragsformulars bis zum 20. Juli 2021 an den Projektträger Karlsruhe zu richten. Das Förderprogramm Energieeffiziente Wärmenetze läuft zunächst bis zum 30. Juni 2022.

Mehr als 60 Wärmenetze in Baden-Württemberg erhielten in den vergangenen fünf Jahren Zuschüsse aus dem Programm Energieeffiziente Wärmenetze. Der Umbau sparte rund 33.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein – ein Schritt in Richtung Landesziel Klimaneutralität 2040.

Über KEA-BW:

Die fünf Kompetenzzentren „Kommunaler Klimaschutz“, „Energiemanagement“, „Contracting“, „Wärmewende“ und „Zukunft Altbau“ der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH erstellen Informationsmaterialien und verbreiten sie, bieten kostenfreie Impulsberatungen an, organisieren Veranstaltungen, entwickeln und pflegen einschlägige Netzwerke und beobachten den Markt. Zusammen mit dem im Verbund mit regionalen Einrichtungen wirkenden „Photovoltaik-Netzwerk“ und dem Bereich „Nachhaltige Mobilität“ sollen sie den Klimaschutz in der öffentlichen Verwaltung, insbesondere bei Kommunen, bei Unternehmen, sonstigen Einrichtungen und Privatleuten in Baden-Württemberg weiter voranbringen. Die Kompetenzzentren und das PV-Netzwerk werden vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes finanziert, der Bereich Nachhaltige Mobilität vom Ministerium für Verkehr BW.

Quelle: KEA-BW / Delia Roscher

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Finanzierung
news-7489 Fri, 02 Jul 2021 10:53:06 +0200 Photovoltaikausbau: Der Südwesten macht‘s vor https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/photovoltaikausbau-der-suedwesten-machts-vor-7489.html Die Regionen Donau-Iller, Bodensee-Oberschwaben und Heilbronn-Franken lagen 2020 beim Bau von Photovoltaikanlagen an der Spitze. Hauseigentümer*innen, Unternehmen und Kommunen setzen wieder verstärkt auf die klimafreundliche und lukrative Stromerzeugung. Dazu beigetragen hat das vom Landesumweltministerium initiierte Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg, das im Juli 2021 drei Jahre alt wird. Mit über 7.000 Beratungen, knapp 600 Veranstaltungen und mehr als 400 Partnern hat das Netzwerk die Vorteile von Solarstromanlagen einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht. Am Ziel sind Expertinnen und Experten jedoch noch nicht: Landesweit koordiniert wird das Netzwerk vom Solar Cluster Baden-Württemberg und der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg.

Photovoltaikanlagen lohnen sich für das Klima und den Geldbeutel: Eine Anlage mit einer installierten Leistung von 16 Kilowatt vermeidet rund zehn Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid pro Jahr. Das ist so viel, wie ein Mensch in Deutschland im Schnitt jährlich an Treibhausgas-Emissionen verursacht. Die Technologie ist auch der einzige Bestandteil des Hauses, der mehr einbringt, als er kostet. Rund fünf Prozent Rendite pro Jahr sind beispielsweise für mittlere Hausdachanlagen drin. Der Strom wird entweder lukrativ selbst verbraucht oder gegen eine Vergütung in das Netz eingespeist. Auch die Ökobilanz der Solarstromanlagen ist positiv; sie erzeugen weitaus mehr Energie, als zu ihrer Herstellung nötig ist.

Photovoltaik-Zubau lag im Ländle über der bundesweiten Steigerungsrate

Bereits das vierte Jahr in Folge freut man sich im Südwesten über einen Anstieg des Photovoltaikzubaus. Allein im Jahr 2020 sind Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von insgesamt rund 600 Megawatt auf Dächern und Freiflächen errichtet worden – im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von rund 35 Prozent.

Besonders aktiv waren im vergangenen Jahr die Regionen Donau-Iller, Bodensee-Oberschwaben und Heilbronn-Franken. Dort wurden die meisten Photovoltaikdachanlagen im Land errichtet – bezogen auf den Zubau pro Einwohner. Damit stehen sie auf den ersten Plätzen der Photovoltaik-Liga Baden-Württemberg: Auf Platz eins liegt Donau-Iller mit einer neu installierten Leistung von 101 Watt pro Einwohner (insgesamt 53 Megawatt neu installierte Leistung). Danach folgt Bodensee-Oberschwaben mit 82 Watt pro Einwohner (52 Megawatt). Auf Rang drei kommt Heilbronn-Franken mit 65 Watt pro Einwohner (59 Megawatt).

Auf den Lorbeeren ausruhen darf sich der Südwesten jedoch nicht: Um Klimaschutzziele auch nur annähernd zu erreichen, ist ein jährlicher Ausbau der Photovoltaik von mindestens 1.000 Megawatt installierte Leistung nötig. Aufklärung, Beratung und Motivation von Fachleuten vor Ort sind weiter nötig. „Die Photovoltaik-Netzwerke bleiben daher wichtige Ansprechpartner für eine unabhängige Information und Beratung von Privatpersonen, Kommunen, Firmen und anderen Institutionen“, sagt Martina Riel vom Photovoltaik-Netzwerk. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg fördert das Photovoltaik-Netzwerk im Rahmen der Solaroffensive.

Über das Photovoltaik-Netzwerk:

Das Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg gibt neue Impulse für den Ausbau der Sonnenstromnutzung im Südwesten, bringt Akteure zusammen und unterstützt so die Energiewende in allen zwölf Regionen Baden-Württembergs. Als Anlaufstelle richten sich die regionalen Netzwerke an Kommunen, Unternehmen, Landwirte, Umweltschutzverbände, Bürger*innen und weitere Institutionen. Alle Interessierte, Institutionen und Unternehmen sind eingeladen, sich einzubringen und das Netzwerk zu nutzen. Mit Informations- und Fachveranstaltungen, Beratung, Öffentlichkeitsarbeit und Wissens- und Erfahrungsaustausch sollen Vorbehalte abgebaut werden und die klimafreundliche Energiebereitstellung direkt vor Ort beschleunigt werden.

Landesweit koordiniert wird das Netzwerk vom Solar Cluster Baden-Württemberg und der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg. Die zwölf regionalen Netzwerke werden von Akteuren vor Ort - insbesondere Energie- und Klimaschutzagenturen sowie Hochschulen und Wirtschaftsförderungen organisiert. Aktuell sind mehr als 400 Institutionen und Unternehmen im landesweiten Netzwerk aktiv. Das PV-Netzwerk BW ist Teil der Solaroffensive des Landes, der Aufbau wird gefördert vom Umweltministerium Baden-Württemberg.

Quelle: Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7488 Fri, 02 Jul 2021 05:50:00 +0200 Besseres Licht und saubere Luft https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/besseres-licht-und-saubere-luft-7488.html Der Bund fördert bis Ende des Jahres Raumlufttechnische (RLT) Anlagen mit UV-C-Luftkeimung und Sanierungen in Bildungseinrichtungen. Schüler*innen in Präsenzunterricht haben es aktuell nicht leicht: Die Luft im Raum ist mal stickig, mal zugig und die Maske drückt. Aus Sorge vor Aerosolen in der Raumluft gehören Lüften und FFP2-Masken zum Schulalltag. Aber auch ausreichend Licht ist für das Wohlbefinden und den Lernerfolg wichtig. Denn viele Informationen nimmt der Mensch über die Augen auf. Dafür braucht er optimale Sehbedingungen.

Modernes Lichtmanagement geht gezielt auf verschiedene Unterrichtsbedürfnisse ein: Von der richtigen Beleuchtung zum Schreiben bei Multimedia-Vorträgen bis zu behaglichem Licht in der Entspannungsecke, etwa im Kindergarten. Individuell einstellbare Lichtstimmungen und Tageslichtnutzung bieten Vorteile für Lernende unterschiedlichster Altersgruppen. Eine Beleuchtung nach Human Centric Lighting (HCL) unterstützt den circadianen Rhythmus und hilft so Schülern, die morgens noch müde sind, sich besser zu konzentrieren. Wechselnde Lichtszenen beleben den Unterricht – und die automatische Anpassung der Lichtmenge an Tageszeiten und Präsenz spart jede Menge Energie.

Lichtsteuerungen unterstützen die flexible Raumnutzung. Meist notwendig ist eine zusätzliche und separat schaltbare Tafelbeleuchtung. Das Licht im Klassenzimmer sollte dimmbar sein und darf nicht blenden. Für Unterrichtsräume sind nach DIN EN 12464-1 300 Lux richtig, für Fachklassen und Erwachsenenbildung 500 Lux. Wichtig ist die gleichmäßige und helle Ausleuchtung der horizontalen Arbeitsflächen. Das Bundesumweltministerium (BMU) fördert in diesem Jahr die Investition in hocheffiziente Lichttechnik für neue Innen- und Hallenbeleuchtung mit 35 Prozent und in finanzschwachen Kommunen sogar mit 40 Prozent.

Kitas, Schulen, Jugendwerkstätten und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe können zu Pandemiezeiten außerdem ihre Lüftung fit machen: Bestehende Anlagen werden für besseren Infektionsschutz mit UV-C-Luftentkeimung aufgerüstet. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt öffentlichen und privaten Einrichtungen Zuschüsse von bis zu 80 Prozent der förderfähigen Ausgaben. In Einrichtungen für Kinder unter 12 Jahren werden abhängig von der Ausführung auch Neuanlagen gefördert. So gerüstet können Schüler Informationen leichter aufnehmen, motivierende Lernerfolge erleben und sich endlich wieder freier in einem Raum aufhalten.

Quelle: licht.de / Delia Roscher

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Lüftung & Klima
news-7461 Thu, 01 Jul 2021 11:10:00 +0200 Bundesförderung für effiziente Gebäude: Ab 1. Juli kommt die zweite Stufe https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/bundesfoerderung-fuer-effiziente-gebaeude-ab-1-juli-kommt-die-zweite-stufe-7461.html Mit der zweiten Stufe der Bundesförderung für effiziente Gebäude können ab dem 1. Juli 2021 auch Büro-, Gewerbe- und Verwaltungsgebäude bezuschusst werden. Künftig werden energetische Maßnahmen bei der Sanierung und dem Neubau von Nichtwohngebäuden vom Bund mit bis zu 50 Prozent finanziell unterstützt. Ab 1. Juli 2021 tritt die zweite Stufe der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in Kraft, die Fördersätze für Gesamtsanierungen erhöht. Zudem ist sie als reiner Investitionszuschuss abrufbar. Darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hin.

Die BEG unterstützt Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und Kommunen mit Fördergeldern für Dämmmaßnahmen, Fenstertausch, energieeffiziente Beleuchtungssysteme, Lüftungsanlagen sowie neue Heizungen in Büro-, Gewerbe- und Verwaltungsgebäuden. Die erste Stufe war bereits im Januar in Kraft getreten und umfasst die Zuschussförderung von Einzelmaßnahmen.

„Eigentümer*innen von Nichtwohngebäuden sollten sich das verbesserte Förderangebot nicht entgehen lassen und die einfachere Antragstellung nutzen. Die Förderung ist so attraktiv wie nie“, rät Frank Hettler von Zukunft Altbau. Interessant ist auch die Einführung der Zuschussvariante: Unternehmen und Kommunen, die verfügbares Geld investieren wollen, müssen nun nicht zwingend einen Kredit aufnehmen, um an Fördergelder in Form von Tilgungszuschüssen zu gelangen. Sie können ab Juli 2021 stattdessen auch einen Investitionszuschuss beantragen und den Rest der Investition aus Eigenmitteln tätigen.

Nichtwohngebäude rücken immer stärker in den Fokus der Sanierungsbemühungen. Sie stellen zwar nur weniger als 20 Prozent der Gebäude, sind aber für mehr als ein Drittel des Energieverbrauchs in dem Bereich verantwortlich. Bundesweit stehen vier bis fünf Millionen Nichtwohngebäude. In Baden-Württemberg sind es rund 440.000 – der Anteil kommunaler Gebäude beträgt dabei rund 7 Prozent, der Anteil von Unternehmen rund 93 Prozent.

Fördersätze für Gesamtsanierungen deutlich erhöht

Auch die einzelnen Förderbedingungen haben sich verbessert, insbesondere für Gesamtsanierungen. Die drei Standards für Effizienzgebäude Denkmalschutz, Effizienzgebäude 100 und Effizienzgebäude 70 werden jeweils um 7,5 Prozentpunkte bessergestellt. Die Förderung liegt bei diesen Stufen nun zwischen 25 und 35 Prozent Investitionszuschuss oder Tilgungszuschuss beim Kredit. Gebäudesanierer*innen erhalten für die beiden neuen Effizienzgebäudestandards 55 und 40 sogar 40 beziehungsweise 45 Prozent Zuschuss. Hinzu kommt ein möglicher Bonus von fünf Prozentpunkten bei Bestandsgebäuden und 2,5 Prozentpunkten bei Neubauten: Den Zuschlag erreicht man entweder mit der EE-Klasse. Wer mindestens 55 Prozent des erforderlichen Energiebedarfs über erneuerbare Energien deckt, erhält mehr Fördergeld. Alternativ gibt es die Nachhaltigkeits-Klasse, wenn ein zertifiziertes Nachhaltigkeitssystem angewandt wird.

Die förderfähigen Kosten steigen um fünf Millionen auf 30 Millionen Euro. Statt bis zu 275 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche sind nun maximal 2.000 Euro anrechenbar. Ein Beispiel zeigt, was das konkret bedeutet: Wer bei einer zwei Millionen Euro teuren energetischen Sanierung eines Verwaltungsgebäudes mit 2.200 Quadratmetern Nettogrundfläche auf ein Effizienzgebäude 70 bislang einen Zuschuss von 27,5 Prozent und damit 550.000 Euro Tilgungszuschuss bekommen hat, erhält nun einen Zuschuss von bis zu 40 Prozent und maximal 800.000 Euro. Wer das Gebäude auf das nächsthöhere Niveau Effizienzgebäude 55 saniert, erhält mit bis zu 45 Prozent Zuschuss maximal 900.000 Euro. Beim Erreichen des Standards Effizienzgebäude 40 sind sogar 50 Prozent Förderung drin, insgesamt bis zu einer Million Euro. Das sind bis zu 450.000 Euro Förderung mehr, als bislang bei diesem Beispielgebäude möglich war.

Die Baubegleitung durch eine Expertin oder einen Experten für Energieeffizienz eröffnet den Zugang zu weiterem Fördergeld: Für eine qualifizierte Baubegleitung gewährt der Staat Zuschüsse in Höhe von 50 Prozent der Kosten. Die förderfähigen Ausgaben sind gedeckelt auf zehn Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche, insgesamt bis zu 40.000 Euro pro Vorhaben. Der Zuschuss wird zusätzlich zu den Geldern der anderen Sanierungsmaßnahmen gewährt.

Für Bestandsgebäude sind auch energetische Einzelmaßnahmen förderfähig

Hier gab es bereits im Januar 2021 einige Änderungen: Die förderfähigen Kosten sind von 25 auf 15 Millionen Euro gesunken. Statt bis zu 200 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche sind jedoch nun maximal 1.000 Euro anrechenbar. Für Gebäude unter 75.000 Quadratmeter Nettogrundfläche bedeutet das eine bessere Förderung.

Die Fördersätze für die einzelnen Maßnahmen sind gleichgeblieben: Bei Dämmmaßnahmen an Fassade, Dach und Kellerdecke, neuen Fenstern und Lüftungsanlagen, die die Gebäudehülle im notwendigen Maß energieeffizienter machen, gibt es 20 Prozent Zuschuss. Neue Heizungen erhalten je nach Technologie 20 bis 50 Prozent Förderung. Für Erneuerbare-Energien-Heizungen erhalten Sanierungswillige beispielsweise 35 Prozent Zuschuss. Bei besonders emissionsarmen Biomasseanlagen erhöht er sich auf 40 Prozent. Wenn die neue Heizung auch noch eine alte Ölheizung ersetzt, steigt der Betrag um weitere zehn Prozentpunkte.

Beachtet werden sollte in diesem Zusammenhang: Die Einzelmaßnahmen können über mehrere aufeinander folgende Jahre hinweg beantragt werden. Antragsberechtigt für die Förderung von Einzelmaßnahmen sowie Gesamtsanierungen sind unter anderem neben den Eigentümer*innen auch Pächter*innen oder Mieter*innen sowie Contractoren. Sie bedürfen jedoch einer schriftlichen Erlaubnis des Eigentümers. Auch für Einzelmaßnahmen kann man sich die Baubegleitung fördern lassen: Die förderfähigen Ausgaben sind hier gedeckelt auf fünf Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche, insgesamt bis zu 20.000 Euro pro Vorhaben.

Aktuelle Informationen zur energetischen Sanierung von Wohnhäusern gibt es unter www.zukunftaltbau.de.

Quelle: Zukunft Altbau / Delia Roscher

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Finanzierung
news-7487 Thu, 01 Jul 2021 05:50:00 +0200 Erneuerbare Energien hoch im Kurs https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/erneuerbare-energien-hoch-im-kurs-7487.html Aktuelle Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigen, dass 43 Prozent des Bruttoinlandstromverbrauchs im ersten Halbjahr 2021 durch erneuerbare Energien gedeckt wurden. 2019 lag der Anteil an erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch mit rund 50 Prozent etwas höher. Dies lag aber vor allem am Wetter. Während im ersten Halbjahr 2020 Rekorde bei der Stromerzeugung aus Solarenergie und Windenergie an Land erreicht wurden, war in diesem Jahr insbesondere das erste Quartal ungewöhnlich windstill und arm an Sonnenstunden. Im zweiten Quartal waren die Witterungsverhältnisse günstiger: Im April und Juni lag der Anteil der erneuerbaren Energien bei 45 Prozent. Die Werte für das Jahr 2020 waren zudem vom deutlich niedrigeren Stromverbrauch im ersten Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 beeinflusst. Da die Erneuerbaren-Quote als Anteil am Stromverbrauch ausgewiesen wird, führt ein geringerer Verbrauch allein schon zu einem Anstieg des prozentualen Wertes. In diesem Jahr lag der Stromverbrauch wieder auf einem üblichen Niveau.

„Um die ambitionierten Klimaziele im Klimaschutzgesetz und European Green Deal zu erreichen, müssen wir das Ausbautempo deutlich anziehen. Für das höhere CO2-Einsparziel ist ein Anteil von mindestens 70 Prozent Erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis 2030 erforderlich“, sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „Neben einer Beschleunigung des Windenergie-Ausbaus an Land durch mehr Genehmigungen und Flächenausweisung brauchen wir auch einen echten PV-Boom mit einem Zubau von mindestens zehn Gigawatt pro Jahr. Gelingen kann das mit einem konsistenten Instrumentenmix aus finanziellen Anreizen für Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger, mehr Flexibilität bei der Wahl der Nutzung des erzeugten PV-Stroms und eine deutliche Entbürokratisierung rund um den Bau und die Nutzung von PV-Anlagen. Zudem müssen Bund und Länder mehr Flächen für Photovoltaik-Anlagen bereit-stellen, zum Beispiel durch eine PV-Pflicht für öffentliche Neubauten oder innovative Konzepte wie Agri-PV oder schwimmende Solar-Anlagen.“

Professor Frithjof Staiß, geschäftsführender Vorstand des ZSW, fügt hinzu: „Der Beschluss des neuen Klimaschutzgesetzes ist von großer Bedeutung, aber auch von großer Tragweite. Die Weichen müssen jetzt zeitnah gestellt werden. Dies ist umso dringlicher, weil aus Sicht von Planungsprozessen und Investitionsentscheidungen 2030 schon morgen und 2045 praktisch übermorgen ist. Für die Erneuerbaren Energien erscheinen die Beschlüsse viel zu vage. Denn unbeantwortet bleibt die Frage, durch welche Maßnahmen sichergestellt werden soll, wie der Photovoltaik-Zubau gegenüber 2020 verdoppelt und der Zubau bei der Windenergie an Land sogar verdreifacht werden soll – und zwar nicht am Ende der Dekade, sondern bereits ab dem kommenden Jahr über die ganze Dekade hinweg. Schon allein aufgrund der Flächenverfügbarkeit und der langen Vorlaufzeiten bei größeren Projekten muss hier schnell gehandelt werden. Zudem ist klar, dass eine deutliche Beschleunigung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien nicht konfliktfrei bleiben wird. Auch hier muss die Bundesregierung sehr viel mehr anbieten, als mit dem Sofortprogramm 2022 beschlossen wurde.“

Die Erzeugungszahlen im Einzelnen

Im ersten Halbjahr 2021 lag die Bruttostromerzeugung bei 292 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) – ein Anstieg von fast fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (1. Halbjahr 2020: 279 Mrd. kWh). Dem stand ein Stromverbrauch von rund 285 Mrd. kWh gegenüber (1. Halbjahr 2020: 271 Mrd. kWh). Insgesamt wurden rund 122 Mrd. kWh Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen erzeugt (1. Halbjahr 2020: 137 Mrd. kWh). Davon stammten gut 48 Mrd. kWh aus Wind an Land, 28 Mrd. kWh aus Photovoltaik, gut 22 Mrd. kWh aus Biomasse, fast zwölf Mrd. kWh aus Wind auf See und neun Mrd. kWh aus Wasserkraft. Aus konventionellen Energieträgern wurden 170 Mrd. kWh erzeugt. Im Vorjahreszeitraum waren es 142 Mrd. kWh.

Es gibt zwei Berechnungsmöglichkeiten um den Anteil an erneuerbaren Energien zu ermitteln: Den Ökostromanteil am Bruttostromverbrauch oder an der Erzeugung zu messen. Die Bemessung am Verbrauch ist die gängige Berechnungsgrundlage, welche auf europäische Vorgaben zurückgeht und im Einklang mit den Zieldefinitionen der Bundesregierung zum Ausbau der erneuerbaren Energien steht. Der Bruttostromverbrauch bildet das gesamte Stromsystem eines Landes ab.

Die andere Möglichkeit, den Anteil an der Bruttostromerzeugung zu messen, umfasst die gesamte in Deutschland erzeugte Strommenge, also auch die exportierten Strommengen. Der Anteil an erneuerbaren Energien im ersten Halbjahr 2021 auf dieser Basis beträgt rund 42 Prozent.

Quelle: Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7486 Wed, 30 Jun 2021 12:00:55 +0200 Höhere Nachzahlungen für Heizung, Strom und Wasser durch Homeoffice https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/hoehere-nachzahlungen-fuer-heizung-strom-und-wasser-durch-homeoffice-7486.html Als Folge des Homeoffice droht vielen Haushalten Nachzahlungen. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online erstellte eine erste fundierte Datenanalyse für das Corona-Jahr. Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Energieverbrauch in privaten Haushalten 2020 deutlich gestiegen. Für Strom muss ein durchschnittlicher Haushalt mit Mehrkosten von 50 Euro rechnen (5 Prozent), fürs Heizen mit 30 Euro (2 Prozent). Grund dafür ist die längere Anwesenheit im Zuhause. Auch der Wasserverbrauch hat um rund 7 Prozent, also 10 Euro, zugenommen.

„2, 5 und 7 Prozent klingen marginal, sind aber relevante Mehrausgaben. Mehr noch: Wir können davon ausgehen, dass die tatsächlichen Mehrausgaben noch deutlich höher liegen. Denn die Erhebung erfolgte auf Basis von mehr als 13.000 Datensätzen zu Haushalten, die ihren Energieverbrauch regelmäßig testen, also bereits sensibilisiert sind. Wenn allein sie schon 90 Euro mehr ausgeben, werden es beim Durchschnittshaushalt weit mehr sein,“ erklärt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. „Die vergleichsweise geringen Kostensteigerungen und Mehrverbräuche für Heizen sind dadurch begründet, dass für den Großteil der Heizperiode noch keine Corona-Beschränkungen galten und der Herbst 2020 besonders mild war.“

Von den zusätzlichen Kosten durch die Corona-Pandemie sind nicht alle Haushalte betroffen, wie die Analyse zeigt: Am größten ist der Anteil der Mehrverbraucher beim Wasser mit 75 Prozent. Beim Strom sind es 71 Prozent, beim Heizen rund 59 Prozent. Grundlage der Datenanalyse von co2online sind 13.450 Datensätze aus den Jahren 2019 und 2020.

Tipps für weniger Kosten

Zu den genauen Gründen für den Mehrverbrauch hat die gemeinnützige Beratungsgesellschaft aus Berlin auch eine Umfrage mit 1.220 Beteiligten ausgewertet. Details zur Analyse und Umfrage sowie Tipps fürs Senken des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen sind auf www.co2online.de/corona-energiebilanz zu finden.

Quelle: co2online / Delia Roscher

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Finanzierung
news-7485 Wed, 30 Jun 2021 10:40:09 +0200 Erneuerbaren-Verbände appellieren an Politik für stärkeren Photovoltaikausbau https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/erneuerbaren-verbaende-appellieren-an-politik-fuer-staerkeren-photovoltaikausbau-7485.html Um die Klimaschutzziele zu erreichen, benötigt es einen stärkeren und schnelleren Ausbau der Photovoltaik. Darüber sind sich Politik, Wirtschaft und Wissenschaft einig. Doch der „atmende Deckel“ im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verhindert dies. Eines der zentralen Hindernisse ist eine sehr starke Degression der Einspeisevergütungen von 15 Prozent pro Jahr, die deutlich stärker sinkt, als die Anlagepreise. Mit Bayern, NRW und Baden-Württemberg sind dadurch vor allem die Länder mit den meisten Photovoltaikanlagen und gleichzeitig dem höchsten Strombedarf betroffen.

Steigt der Zubau über die gesetzliche vorgesehene Menge, sinkt für neue Anlagen die Vergütung, die man für jede eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom erhält. Das Problem: Die gesetzlich vorgesehene Zielmenge wurde seit den Klimaschutzbeschlüssen nicht erhöht. Je stärker diese veraltete Grenze überschritten wird, desto stärker sinkt die Vergütung. „Der Zubau liegt seit Monaten mit ungefähr Faktor zwei deutlich über der mit 2.500 Megawatt pro Jahr unsachgemäß niedrig festgelegten Menge. Der hohe Zubau ist gut für die Energiewende und den Klimaschutz, die Anlagenpreise können aber nicht im gleichen Maß gesenkt werden, wie es die Vergütungsabsenkung vorsieht. Die Folge: Der Zubau wird ausgebremst anstatt beschleunigt“, sagt Franz Pöter, Geschäftsführer der Plattform EE BW.

Die Energiewende braucht aber gerade 2021 und 2022 – in denen die letzten Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden – einen massiven Zubau der erneuerbaren Energien. Dabei kann die Solarenergie am schnellsten reagieren. Dass deutlich mehr Photovoltaikzubau in der Größenordnung von jährlich 10.000 bis 15.000 MW nötig ist, sind sich alle Beteiligten einig. In einen Die Festlegung auf ein neues Mengenziel und Anpassungen der Regelungen für die als „atmenden Deckel“ bezeichnende Vergütungsregelung werden ständig aufgeschoben. „Wir brauchen dringend eine kurzfristige Anpassung noch in dieser Legislatur. Für 2021 muss die Ausbaumenge für Photovoltaik auf 10.000 Megawatt festgelegt und der Degressionsmechanismus ausgesetzt werden“, fordert Christian Mildenberger, Geschäftsführer des LEE NRW. In einen Brief an ihre Ministerpräsidenten drängen die Erneuerbaren-Energie-Verbände der drei Solarenergieländer Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen daher auf rasche Änderungen.

Denn die Zeit drängt: Die letzte Sitzungswoche des Bundestags hat begonnen. „Es geht jetzt um einen Feuerwehreinsatz, der die Ernsthaftigkeit der Bemühungen der jeweiligen Landesebene unterstreicht. Weitreichendere Anpassungen müssen dann sehr zeitnah von der nächsten Bundesregierung getroffen werden“, sagt Raimund Kamm, Vorsitzender des LEE Bayern.

Quelle: Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e.V. / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7484 Tue, 29 Jun 2021 09:44:00 +0200 Energetische Sanierung spart Energie meist für Jahrzehnte ein https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/energetische-sanierung-spart-energie-meist-fuer-jahrzehnte-ein-7484.html Ein energetisch unsanierter Altbau in Kombination mit einer fossilen Heizung gilt als große Klimasünde. Tatsächlich vermeiden energetische Sanierungsmaßnahmen mehr Treibhausgase, als sie verursachen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Energie – die sogenannte „graue“ Energie –, die in diesen Baumaterialien steckt, durch den geringeren Energieverbrauch im sanierten Haus bereits nach wenigen Monaten bis maximal zwei Jahren wieder ausgeglichen ist. Ab diesem Moment wird effektiv Energie eingespart. Und zwar meist für Jahrzehnte. Diese und weitere Informationen zur grauen Energie im Gebäudebereich beinhaltet ein neues Merkblatt von Zukunft Altbau.

Das „Merkblatt: Graue Energie“ zeigt, dass sich deutlich ambitioniertere Dämmstandards, als die vom Gesetzgeber gefordert, auch für das Klima lohnen. Richtig ist, dass die ersten zehn Zentimeter Dämmung am meisten Heizenergie einsparen. Auch bei dickeren Dämmstärken über 30 Zentimeter ist der Einspareffekt des zusätzlichen Materials größer als die im Dämmstoff steckende graue Energie.

Die „graue“ Energie in Gebäuden ist die Energiemenge, die für Herstellung, Transport und Entsorgung der Baustoffe sowie für die Errichtung des Gebäudes anfällt. Daneben gibt es den laufenden Energieverbrauch der Bewohner für Heizung, Warmwasser und Haushaltsgeräte. „Bei unsanierten oder teilweise sanierten Wohngebäuden ist der Anteil des laufenden Energieverbrauchs deutlich größer als die graue Energie, die in den Baustoffen steckt“, erklärt Frank Hettler von Zukunft Altbau. „Wird nun saniert, entsteht durch die verwendeten Materialien zwar Energieaufwand, also graue Energie. Die Abnahme beim Energieverbrauch im Betrieb ist aber immer erheblich größer – auch bei sehr hohen Dämmstoffstärken.“

Studien zeigen: Ökobilanz von Sanierungen ist gut

Hauptrolle bei Energieeinsparungen spielt die Dämmung: Dämmstoffe für Fassade, Kellerdecke und Dach vermeiden ein Mehrfaches an Energie und Treibhausgasemissionen, als ihre Herstellung erfordert. Dies zeigten verschiedene Untersuchungen in den vergangenen Jahren.

Eine Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) aus dem Jahr 2020 zeigt, dass dasselbe auch für konventionelle Dämmstoffe gilt. „Im Schnitt vergeht nur gut ein Jahr, bis sich die konventionelle Dämmung eines sanierten Altbaus energetisch amortisiert hat. Das haben wir anhand eines auf KfW-Effizienzhaus-Standard 55 sanierten Beispielhauses ermittelt“, sagt Florian Knappe vom ifeu. Danach ist die Dämmung meist noch 40 Jahre oder mehr intakt und spart weiter Heizenergie ein.

Wichtig beim Abriss oder bei der Sanierung eines alten Hauses ist die graue Energie, die im Rohbau des Hauses steckt. Mit Blick auf die Energiebilanz ist oftmals die Sanierung die bessere Lösung. Zur Erstellung eines bezugsfertigen Neubaus wird deutlich mehr graue Energie benötigt, als bei einer Sanierung – vor allem bei Massivbauweise mit Keller. Insgesamt ist die Energiebilanz gut sanierter Gebäude im Vergleich zu Neubauten daher meist besser. Vor allem, wenn die Neubauten deutlich über das gesetzliche Niveau hinausgehenden Energiestandard aufweisen und viel mit Zement und Stahl errichtet werden.

Grundsätzlich gilt: Je energieintensiver ein Baustoff bei seiner Herstellung erhitzt, gebrannt oder aufbereitet werden muss, desto höher ist die darin enthaltene graue Energie. Die Verwendung von nachwachsenden Baumaterialien wie Holz, eine Dämmung etwa aus Zellulose oder Recyclingstoffen, reduziert den Anteil grauer Energie – ein nicht-unterkellerter Passivhaus-Neubau aus Holz wird deshalb am Ende klimafreundlicher sein als ein energetisch nur mäßig saniertes Haus. Auch die Transportwege vor allem von schweren Baustoffen können die Ökobilanz des Gebäudes negativ beeinflussen.

„Betrachtet man sowohl graue Energie als auch Betriebsenergie, schneidet die Sanierung oftmals besser ab als der Neubau“, sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau. Die energetisch schlechteste Option ist hingegen nichts zu tun und alte Wohngebäude mit ihrer verheerenden Betriebsenergiebilanz noch weitere Jahre unsaniert zu nutzen.

Quelle: Zukunft Altbau / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7483 Tue, 29 Jun 2021 06:55:00 +0200 Bewerbungsstart für dena-Modellvorhaben „Co2ntracting: build the future!“ https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/bewerbungsstart-fuer-dena-modellvorhaben-co2ntracting-build-the-future-7483.html Für das Modellvorhaben 2.0 „Co2ntracting: build the future!“ sucht die Deutsche Energie-Agentur (dena) Gemeinden, Städte und Landkreise, die ihre Liegenschaften energetisch modernisieren wollen und dabei auf Energiespar-Contracting (ESC) setzen. Bis zum 31. Juli können sich Kommunen, die in den letzten beiden Jahren erfolgreich eine ESC-Orientierungsberatung durchlaufen haben, für die Auswahlrunde mit Start der Umsetzungsberatung im September 2021 bewerben.

Gesucht werden bundesweit kommunale Liegenschaften wie Schulen, Verwaltungen, Stadthallen, Sportstätten oder Krankenhäuser, deren jährliche Energiekosten pro Einzelgebäude oder Gebäudepool mindestens 150.000 Euro betragen. Bei erfolgreicher Bewerbung stellt die dena den Teilnehmenden kostenfrei ES-Beratende zur Seite, die sie während des gesamten ESC-Umsetzungsprozesses begleiten. Dieser umfasst von der Ausschreibung und Vergabe über die Realisierung der Effizienzmaßnahmen bis hin zur ersten Abrechnung durch den Contractor. Außerdem profitieren die Modellprojekte von der Öffentlichkeitsarbeit der dena und sind in ein Netzwerk aus regionalen Contracting-Experten mit regelmäßigem fachlichem Austausch eingebunden.

„Co2ntracting: build the future!” ist Teil des Projekts „Kompetenzzentrum Contracting: Effizienzmaßnahmen mit Einspargarantie umsetzen“ und wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) durch die dena realisiert. Regionale und lokale Energieagenturen, ein bundesweiter Unterstützerkreis und zahlreiche Experten begleiten das Modellvorhaben. Derzeit befinden sich bereits neun Vorreiterkommunen und -bundesländer aus der ersten Modellvorhabenrunde in der Ausschreibungsvorbereitung.

Quelle: Deutsche Energie-Agentur (dena) / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7482 Mon, 28 Jun 2021 12:12:51 +0200 Frischluftheizung bedarf regelmäßiger Wartung https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/frischluftheizung-bedarf-regelmaessiger-wartung-7482.html Fertighäuser werden in der Standardausführung gerne mit sogenannten Luftheizungen verkauft. Diese sind jedoch für viele Gebäude ungeeignet. Der Verband Privater Bauherren (VPB) beobachtet den Einsatz der Luftheizungen mit Sorge. „Solche Luftheizungsarten sind nicht nur für viele Gebäude ungeeignet. Sie bergen auch erhebliche gesundheitliche Risiken“, warnt Dipl.-Ing. (FH) Marc Ellinger, Leiter des VPB-Regionalbüros Freiburg-Südbaden. Bei Luftheizungen übernimmt die obligatorisch eingebaute Lüftungsanlage die Beheizung der Räume. Die einzubringende Frischluft wird meist über Kreuzwärmetauscher und elektrische Heizregister erwärmt und als Warmluft in die Räume eingeblasen. Ergänzend kommen der Behaglichkeit wegen im Wohn-/Essbereich und im Kinderzimmer gerne Infrarot-Heizpaneele und im Bad elektrische Handtuchtrockner zum Einsatz. Zur Warmwasserbereitung wird dann noch oft eine kleine Wärmepumpe genutzt.

Tatsächlich lassen sich mit Luft als Wärmeträger die gewünschten Raumtemperaturen erzielen. Die Durchwärmung der Bauteile, die dann als Speichermasse wirken können, ist jedoch durch erwärmte Raumluft kaum möglich. Und Infrarotheizungen stoßen ebenfalls schnell an ihre Grenzen. Wenn die Heizung abgeschaltet wird oder auch bei strombetriebenen Heizanlagen mal der Strom ausfällt, sind die Wohnräume dann innerhalb kürzester Zeit ausgekühlt. „Das heißt im Klartext: Frischluftheizungen funktionieren nur bei den im Wesentlichen aus Wärmedämmung bestehenden Gebäudehüllen von Häusern in Holztafelbauweise. Für Massivbauten mit ihren wärmespeichernden Decken und Wänden sind sie eher ungeeignet, sobald diese eine höhere Heizlast haben“, erklärt Marc Ellinger.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn in einem Haus mit Frischluftheizung ein Nassestrich eingebracht wird. Bevor darauf ein Bodenbelag verlegt wird, muss dieser ausreichend trocken sein. „Unter optimalen Bedingungen dauert das gut eine Woche pro Zentimeter Estrichdicke“, erläutert Sachverständiger Ellinger. Alternativ kann auch belegreif geheizt werden. Doch genau das ist in einem Neubau mit Frischluftheizung nicht möglich, da diese erst mit Abschluss der Bautätigkeit in Betrieb genommen wird. Bauherren mit diesem Heizungssystem müssen also entweder auf die ausreichend lange Austrocknungszeit achten oder sicherstellen, dass der Hersteller die Trocknung mit zusätzlichen chemischen Mitteln oder auch mit mobilen Heißluftgebläsen beschleunigt.

Einmal in Betrieb genommen, birgt eine Frischluftheizung gesundheitliche Risiken. Durch die Erwärmung sinkt die relative Luftfeuchte der ohnehin nicht gerade feuchtebelasteten kalten Außenluft stark ab. Das forciert nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabundes forciert Erkältungs-, Schleimhaut- und Atemwegserkrankungen. Trockenen Raumluft lässt sich natürlich über Luftbefeuchter teilweise kompensieren. Nur: Diese zusätzlichen Geräte verbrauchen reichlich Energie und relativieren damit die vermeintlich gute Energiebilanz der Heizungsanlage. Außerdem müssen sie regelmäßig desinfiziert werden, um nicht als Keimschleudern im Raum zu wirken. „Wenn Bauherren vor Vertragsabschluss zu mir kommen, weise ich insbesondere auf die gesundheitlichen Aspekte hin. Manche Bauherren wechseln dann doch zur konventionellen Fußbodenheizung mit Wasserführung“, sagt Marc Ellinger abschließend.

Quelle: Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-7480 Mon, 28 Jun 2021 11:47:00 +0200 Den sommerlichen Temperaturverlauf realitätsnah bewerten https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/den-sommerlichen-temperaturverlauf-realitaetsnah-bewerten-7480.html Temperaturanstieg und häufiger werdende Hitzewellen beeinflussen in zunehmenden Maße die Gebäudeplanung und -technik. Wesentliche Aufgabe des sommerlichen Wärmeschutzes ist es, starke Wärmeeinträge in das Gebäude zu verhindern, damit es auch ohne Klimaanlage behaglich bleibt. Dieser Beitrag beschreibt die Komplexität einer realitätsnahen Bewertung des sommerlichen Temperaturverlaufs in einem Raum, diskutiert die mathematische Vereinfachung des Bauteilverfahrens nach Heindl, und untersucht die Relevanz des Dämmniveaus einer Holzdachkonstruktion für den Energieeintrag in die Raumluft.

Wichtige Einflussfaktoren

Der sommerliche Temperaturverlauf in einem Raum hängt ab von

  • der solaren Zustrahlung auf das Fenster
  • der Größe, Anzahl, Orientierung und dem Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) der Fenster in einem Raum
  • der Effizienz und Nutzungsdauer eines Sonnenschutzes
  • dem Eintrag warmer Außenluft tagsüber
  • der nächtlichen Abkühlung des Raumes durch Lüften
  • der inneren Abwärme im Raum durch Personen, Geräte oder Beleuchtung

Die Wärmeübertragung ist ein instationärer Vorgang, hervorgerufen durch zeitlich versetzte Temperaturschwankungen. Ändert sich die Temperatur der Bauteiloberfläche, dringt die Temperaturveränderung zeitverzögert und gebremst in das Bauteil ein, abhängig von Wärmeleitfähigkeit, Dichte und Material der einzelnen Konstruktionsschichten. Wichtig ist bei schwankendem Energieeintrag in den Raum –  z. B. Solarstrahlung durch Fenster –, ob diese Energie im Raum gepuffert werden kann. Dann steigt die Temperatur im Raum langsamer an. Bei Temperaturschwankungen im Tagesrhythmus beträgt die maximale Eindringtiefe der Energiewelle aus der Innenraumluft in die Bauteile etwa 10 Zentimeter bei Massivbaustoffen und etwa 5 cm bei Dämmstoffen, jeweils von der Bauteilinnenoberfläche aus. Weiter außen, oder hinter Dämmstoffen liegende Schichten sind bauphysikalisch vom Raum abgekoppelt und können nicht mehr beim Puffern helfen. Ist ein Dämmstoff raumseitig durch Putz oder eine Beplankung abgedeckt, spielt die Pufferwirkung des Dämmstoffs im Vergleich zu jener der Abdeckung praktisch keine Rolle mehr. Als kurzfristige Wärmespeicher wirken nach DIN EN ISO 13786 nur die Schichten innerhalb der Eindringtiefe, und dort nur Schichten raumseitig von Wärmedämmung. Bei einer wärmegedämmten Holzdachkonstruktion ist das typischerweise nur die innere Bekleidung, z.B. Gipskartonplatten oder Beplankung. (Bild 2)

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass eine gute Dämmwirkung der Bauteile und möglichst schwere, gut puffernde Wärmespeichermassen wie z. B. massive Fußbodenaufbauten oder Innenwände aus Beton oder Mauerwerk, die den Innenraum direkt umgeben, den sommerlichen Temperaturanstieg begrenzen, wenn eine ausreichende Verschattung der Fenster und gute Nachtlüftungsmöglichkeiten vorhanden sind.

Einfaches Bauteilverfahren kann erlebbare Raumtemperaturen nicht bewerten

In den 1960er Jahren bestand der Wunsch, den sommerlichen Wärmeschutz trotz seiner Komplexität durch ein einfaches Bauteilverfahren beschreiben zu können. Das von Dr. Walter Heindl entwickelte Heindl-Verfahren basiert auf mathematischen Vereinfachungen der komplexen Wärmeleitungs- Differentialgleichungssysteme.

  • Alle Materialeigenschaften werden als konstant angesetzt.
  • Auf der Bauteilaußenseite wird nicht die Außenlufttemperatur angesetzt, sondern die Außenoberflächentemperatur.
  • Solare Zustrahlung, langwellige Abstrahlung oder konvektive Wärmeabgabe an die Außenluft werden nicht berücksichtigt. Die angesetzte Temperaturerhöhung der Außenoberfläche kann sich damit nur nach innen verbreiten.
  • An der Innenoberfläche gibt es keine Wärmeabgabe an die Raumluft und an andere Innenoberflächen. Die Innenoberfläche heizt sozusagen auf, ohne sich an den Raum abkühlen zu können. Wärme, die von außen durch das Bauteil gelangt, führt deshalb rechnerisch zu unrealistisch überhöhten Innenoberflächentemperaturen.

Durch die Implementierung des Heindl-Verfahrens in zwei handelsübliche Computerprogramme zur wärmeschutztechnischen Bauteilberechnung wird bis heute über eine bauteilbezogene Beurteilung des sommerlichen Wärmeschutzes diskutiert. Bauteilbezogene Kenngrößen wie das Temperaturamplitudenverhältnis TAV, die Temperaturamplitudendämpfung TAD und die Phasenverschiebung ϕ sind bei einer nach heutigem Standard gedämmten Gebäudehülle vernachlässigbar, sobald der Innenraum Fenster und innere Wärmequellen aufweist.

Die mathematische Vereinfachung nach Heindl stellt einen theoretischen, praxisfernen Fall dar, der zu Berechnungsergebnissen führt, die deutlich von der erlebbaren Praxis abweichen. Maßgebliche Einflussfaktoren des sommerlichen Wärmeschutzes wie Raumlüftung, Ausrichtung, Größe und Art der Fenster sowie Sonnenschutzvorrichtungen und deren Wirkung, interne Wärmequellen, speicherfähige Massen der Gebäudeinnenbauteile oder raumseitige speicherfähige Massen der raumumschließenden opaken Bauteile bleiben im Heindl-Verfahren unberücksichtigt.

Dynamische Berechnung eines sommerlichen Temperaturverlaufs im Raum

Weil Dach und Wand heutzutage wesentlich besser gedämmt sind als in den 1960er Jahren, kommt heute deutlich weniger Energie durch die opaken Bauteile. Gleichzeitig sind heute die Fensterflächen größer und damit auch der Energieeintrag durch die Fenster. In Summe dringt heute nur noch ein kleiner Anteil des Gesamtwärmeeintrags durch die opaken Bauteile. Demzufolge ist der exakte zeitliche Verlauf dieses Energieeintrags für die Behaglichkeit im Raum auch unerheblich.

Bild 3 zeigt die Energiemengen als Quellen und Senken aus Sicht der Raumtemperatur. Die Innenoberflächen der umgebenden opaken Bauteile wirken abhängig von ihrer Temperatur als Wärmequellen oder Wärmesenken. Der solare Energieeintrag durch die Fenster und die Energiefreisetzung durch innere Abwärme von Personen und Raumausstattung stellen dagegen immer Wärmequellen dar.

Das Beispiel zeigt, dass die Innenoberflächen der Außen- und Innenwände an diesem Tag dem Raum unter dem Strich Wärme entziehen. Die so in den Bauteilen gespeicherte Energie muss nach der Hitzeperiode wieder abgeführt werden. Deutlich erkennbar ist der große Beitrag der erhöhten Nachtlüftung zur Wärmeabfuhr aus dem Raum. Die solaren Gewinne durch das Glas des Fensters werden im Beispiel von 09:00 bis 18:00 Uhr durch einen außenliegenden Rollladen begrenzt. Zum Vergleich: Wäre dieser Rollladen tagsüber offen, ergäbe sich der gestrichelte Solarenergieeintrag.

Die Höhe des Dämmniveaus beeinflusst den Energieeintrag in die Raumluft


Um das Temperaturverhalten einer Holzdachkonstruktion ohne die realitätsfernen Annahmen des Heindl-Verfahrens nachzubilden, wurden dynamische Bauteilsimulationen für Dachaufbauten mit verschiedenen Dämmmaterialien (PU, Mineralwolle und Holzfaser) durchgeführt. Verglichen wird der gesamte Energieeintrag durch die Innenoberfläche der opaken Dachfläche in die Innenraumluft, d. h. die Netto-Summe aus der Wärmeleitung durch das Dach (inklusive Besonnung der Dachoberfläche) und den Wärmeein- und Wärmeausspeichervorgängen an der Innenseite des Daches im Tagesverlauf, pro m² Dachfläche. (Bild 4)

Eine realitätsnahe Bewertung des sommerlichen Wärmeschutzes kann sich immer nur auf den gesamten Innenraum inklusive aller Energiepfade und Einflussfaktoren beziehen. Die Sonneneinstrahlung durch die Fenster stellt die größte Belastung für den sommerlichen Hitzeschutz dar. Deshalb kann der sommerliche Temperaturverlauf eines Raumes auch nicht anhand der Bewertung einzelner opaker Bauteile beurteilt werden.

Prof. Dr. Martin H. Spitzner

Über den Autor:

Prof. Dr. Martin H. Spitzner hat die Professur Baustoffkunde, Bauphysik, Baukonstruktion an der HBC Hochschule Biberach a. d. Riß inne. Der Artikel basiert auf dem Untersuchungsbericht „Bewertung unterschiedlicher Dachkonstruktionen hinsichtlich des sommerlichen Wärmeeintrags“ im Auftrag des IVPU Industrieverband Polyurethan-Hartschaum e.V. und des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V., April 2021.

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Dämmung & Fenster
news-7481 Fri, 25 Jun 2021 09:22:00 +0200 Schmale Reihenduschrinne mit starker Entwässerung https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/schmale-reihenduschrinne-mit-starker-entwaesserung-7481.html Die neue Reihenduschrinne von Aschl sorgt trotz ihrer schmalen Bauform für eine schnelle Wasser- und Schmutzabfuhr. So kann sich keine Stau- oder Sickernässe mehr bilden. Die neue Reihenduschrinne wurde für Duschbereiche in Schwimmbädern, Hotels, Schulen und Sportstätten sowie Feuerwehr und Industriebetriebe entwickelt. Trotz der schmalen Bauform und der geringen Aufbauhöhe von 165 mm am tiefsten Punkt fließen Wasser und Schmutz schnell ab. Das große Gefälle sorgt für eine erhöhte Ablaufleistung von bis zu 1,4 l/sek. Optional ist auch ein zusätzlicher Ablaufkörper für eine noch höhere Ablaufleistung erhältlich. Der umlaufende Bodenflansch dichtet die obere Entwässerungsebene optimal ab. Ein Rahmen mit punktuellen Schweißnähten sorgt für eine effiziente Schlitzdrainage. Dadurch kann sich im Bodenaufbau keine Stau- oder Sickernässe mehr bilden. Das garantiert eine deutlich längere Haltbarkeit Fugen- und des Fliesenbettes. Zudem trocknet der Boden schneller.

„Die neue Reihenduschrinne sollte schmal und unauffällig, aber zugleich auch stabil und effizient in der Entwässerung von Sanitärbereichen sein“, erklärt Mario Kokot, Vertriebsleiter bei Aschl (1A Edelstahl GmbH). „Nach dem Motto ‚Weniger ist mehr‘ haben wir schließlich die Reihenduschrinne +100 entwickelt.“ Die Edelstahlrinne besitzt eine Wassereinlaufbreite von nur 100 mm – das Plus steht für die integrierte Drainagefunktion.

Die Installation der Reihenduschrinne +100 erfolgt schnell und einfach. Dank Maueranker und höhenverstellbaren Stellschrauben lässt sich die Rinne sicher aufstellen und individuell anpassen. Ein 1- bis 3-seitiger Hochzug ermöglicht die Montage an der Wand oder in der Nische. Bei den Abdeckungen kann zwischen 3 verschiedenen Varianten gewählt werden: einer Wellenform, einer Langlochung waagrecht oder schräg sowie einer verfliesbaren Innentasse für eine nahezu unsichtbare Entwässerung. Wie alle Duschrinnen von Aschl lässt sich die neue Reihenduschrinne +100 dank der antibakteriellen Hygieneform leicht reinigen. Schmutzreste können mit dem herausnehmbaren Geruchsverschluss aus Edelstahl leicht entsorgt werden.

Quelle: Aschl / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-7479 Thu, 24 Jun 2021 05:55:00 +0200 Gebäudebestand birgt große Chancen zur Bekämpfung des Klimawandels https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/gebaeudebestand-birgt-grosse-chancen-zur-bekaempfung-des-klimawandels-7479.html Der Verband Bauwirtschaft Baden-Württemberg begrüßt das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung. Die Bauwirtschaft verfügt über gewaltiges Potenzial zur Treibhausgas-Reduzierung. „Im Gebäudebestand stecken riesige Möglichkeiten zur Senkung des CO2-Ausstoßes. Daher sind die bereitgestellten zusätzlichen Mittel für die Gebäudesanierung ein positiver Ansatz, um die angestrebten ehrgeizigen Klimaschutzziele zu erreichen“, erklärt Thomas Möller, Hauptgeschäftsführer der Bauwirtschaft Baden-Württemberg. Die Sanierung des Altbaubestands sei in den vergangenen Jahren viel zu schleppend vorangegangen. Mit den aufgestockten Fördermitteln gebe es nun wirksame Anreize für Gebäudeeigentümer*innen, ambitionierte energetische Sanierungen vorzunehmen.

„Die Bauwirtschaft kann einen entscheidenden Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten. Die Politik hat dies erkannt und daher die Förderung energetischer Sanierungen als Schwerpunkt in das Klimaschutzprogramm aufgenommen“, betont Thomas Möller. Er verweist in diesem Zusammenhang auf die vielfältigen Lösungen zur CO2-Einsparung, welche die Baubranche entwickelt hat. Dazu zählt unter anderem der Einsatz klimaneutraler Mauersteine sowie ressourcenschonender Betonarten wie Recyclingbeton, Textilbeton oder Infraleichtbeton.

Mit Blick auf die kommenden Jahre hat die Zementindustrie zudem eine Roadmap erarbeitet, die den Weg zur klimaneutralen Betonbauweise aufzeigt. Auch die Mauerwerksbranche hat sich Klimaneutralität als Ziel gesetzt. „Der Betonbau sowie der Mauerwerksbau verfügen über ein enormes Innovationspotenzial in Sachen Klimaschutz. Mit zukunftsweisenden Baustoffen und Technologien kann die Baubranche einen wichtigen Teil zur Überwindung der Klimakrise beitragen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Politik die richtigen Rahmenbedingungen für die Entwicklung und den Einsatz neuer Lösungen und Techniken schafft“, unterstreicht der Hauptgeschäftsführer. So sei ein fairer Wettbewerb zwischen den unterschiedlichen Bauweisen das beste Instrument, um das nachhaltige Bauen voranzubringen. Keinesfalls dürften einzelne Baustoffe einseitig gefördert werden. Technologieoffenheit und Produktneutralität seien eine wesentliche Grundlage, um klimafreundliche Zukunftsinvestitionen am Bau zu sichern.

Quelle: Bauwirtschaft Baden-Württemberg e.V. / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7478 Wed, 23 Jun 2021 16:49:49 +0200 Große Energieverschwender: unsanierte Fenstereinheiten https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/grosse-energieverschwender-unsanierte-fenstereinheiten-7478.html Über 12 Mio. Tonnen CO2 jährlich ließen sich durch eine energetische Sanierung von alten Fenstereinheiten in Deutschland einsparen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung vom Verband Fenster und Fassade (VFF) und dem Bundesverband Flachglas (BF). „Unsere Studie hat gezeigt, dass im Gebäudebestand riesiges CO2-Einsparpotential steckt. Der Gebäudesektor ist mit etwa ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland ein wichtiger Baustein, um die erhöhten Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen“, kommentiert BF-Hauptgeschäftsführer Jochen Grönegräs die Ergebnisse. Investitionen in energetisch optimierte Fenster seien ein notwendiger Beitrag zum Klimaschutz.

„Der politische Fokus auf den Ausbau erneuerbarer Energien kann die Probleme im Gebäudesektor nicht allein lösen. Soll der Energiebedarf für Bauen und Wohnen erneuerbar gedeckt werden, muss er deutlich sinken – durch eine bessere energetische Gebäudesanierung“, ergänzt VFF-Geschäftsführer Frank Lange abschließend.

Drei Fenstertypen sind die größten Energieverschwender: Einfachglas (11 Mio.), Verbund- und Kastenfenster (39 Mio.) und Fenster mit unbeschichtetem Isolierglas (185 Mio.). Die meiste Energie geht bei veralteten Fenstern über die schlechte Verglasung und mangelnde Isolierung verloren. In ganz Deutschland gibt es insgesamt rund 634 Mio. Fenstereinheiten.

Quelle: Verband Fenster und Fassade (VFF) / Bundesverband Flachglas (BF) / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7477 Wed, 23 Jun 2021 16:26:34 +0200 Praxisorientierter Handlungsleitfaden für Vorgehängte Hinterlüftete Fassaden https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/praxisorientierter-handlungsleitfaden-fuer-vorgehaengte-hinterlueftete-fassaden-7477.html Der FVHF e.V. hat eine neue Broschüre über Vorgehängte Hinterlüftete Fassaden (VHF) veröffentlicht. Diese gibt Bauherren, Planer*innen und Verarbeitende wertvolle Hilfestellungen. Fassaden beeinflussen maßgeblich die Qualität eines Gebäudes – neben dem gestalterischen Wert ist die technische Ausführung ein wesentliches Kriterium zur Beurteilung des Bauteils, das die Schnittstelle zwischen Innen- und Außenraum markiert. Die neue Leitlinie „Beurteilungsmethodik und Toleranzen von Vorgehängten Hinterlüfteten Fassaden (VHF)“ des Fachverbandes Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V.  (FVHF) legt den Rahmen für VHF-spezifische und teilweise nicht in Normen und Vorschriften geregelte Toleranzen fest. Beurteilt wird unter gebrauchsüblichen Bedingungen und mit der Berücksichtigung, dass es sich bei der VHF um eine unter Baustellenbedingungen handwerklich erstellte Bauleistung handelt.

Zur Bewertung der Qualität der Fassadenausführung stellt zum Beispiel die „Oswald-Matrix“ den Grad der optischen Beeinträchtigung die Gewichtung des optischen Erscheinungsbildes gegenüber. Hier kann die Bedeutung des Merkmals für die Gebrauchstauglichkeit mit „sehr wichtig“ bis „unwichtig“ gewertet und der Grad der optischen Beeinträchtigung von „sehr stark“ bis „geringfügig“ zugeordnet werden. So lässt sich klar ablesen, ob es sich bei dem optischen Mangel um eine Bagatelle, eine hinnehmbare oder nicht hinnehmbare Beeinträchtigung handelt.

Auch zu den zulässigen Farbtoleranzen und zur Oberflächenqualität hält die FVHF-Leitlinie bewährte Beurteilungsmethoden bereit. Maßabweichungen lassen sich im Bauprozess nie ganz vermeiden. Die DIN 18202:2019-07 regelt, welche Toleranzen zulässig sind. Diese gelten auch für die VHF und müssen bereits in der Ausführungsplanung berücksichtigt werden. Wie genau die Begriffe zur Bewertung der Abweichungen definiert und die Grenzwerte interpretiert werden, fasst die FVHF-Leitlinie im zweiten Teil zusammen. In übersichtlichen Tabellen und Matrizes sowie Detailzeichnungen werden die Grenzwerte für Maß-, Winkel- und Ebenheitsabweichungen veranschaulicht. Zusätzliche Toleranzanforderungen gelten bei sichtbaren Befestigungselementen sowie bei der Planung von Fugenbreite und Fugenversatz. In Fällen besonderer Anforderungen an die Fugen als Gestaltungselement sind vor Bauausführung beispielsweise Fugentoleranzen und ggf. alternative Toleranzausgleichsvarianten zu vereinbaren.

Eine Auflistung der normativen Bezüge und ein Literaturverzeichnis vervollständigen die technische Druckschrift, die von der FVHF-Projektgruppe, unter Leitung von Technikvorstand Georg Stauber, verfasst wurde. Gegen eine Schutzgebühr von 9,95 Euro kann die FVHF-Leitlinie per E-Mail an info@fvhf.de bestellt werden.

Quelle: Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V.  / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster