enbausa.de - Energetisch Bauen und Sanieren https://www.enbausa.de/ Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen de-DE EnBauSa Tue, 25 Feb 2020 13:33:10 +0100 Tue, 25 Feb 2020 13:33:10 +0100 TYPO3 EXT:news news-6899 Tue, 25 Feb 2020 09:31:32 +0100 Coronavirus: Messe Light + Building wird auf September verschoben https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/coronavirus-messe-light-building-wird-auf-september-verschoben-6899.html Die Messe für Licht- und Gebäudetechnik Light + Building wird auf den September verschoben. Als Grund nennt die Messe Frankfurt das unerwartete Auftreten von Covid-19 in Italien seit dem vergangenen Wochenende. Dieses habe eine neue Bewertung der Situation in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt erfordert. Die Kooperationspartner der internationalen Fachmesse, ZVEI und ZVEH, unterstützen das Vorgehen der Messe. Angesichts der Verbreitung des Coronavirus werde bei Durchführung der Light + Building eine mehrstufige gesundheitliche Prüfung von Messegästen aus China verlangt, die durch die Messe Frankfurt nur mit unverhältnismäßigem Aufwand realisiert werden könne, so die Messe in einer Presseerklärung. Hinzu kämen vermehrt Reiserestriktionen, die es potenziellen Besuchern wie Ausstellern erschweren, an der Messe teilzunehmen. Aus diesem Grund habe man sich für eine Verschiebung der Light + Building entschieden. Dieser Entschluss wird ebenfalls von den Kooperationspartnern der Light + Building, dem Fachverband Elektroinstallationssysteme sowie dem Fachverband Licht im ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) und dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) mitgetragen. Auch die wichtigsten italienischen Verbände unterstützen die Entscheidung. China und Italien stellen nach Deutschland sowohl die größte Aussteller- als auch Besuchergruppe.

Die Industrie habe deutlich gemacht, dass sie die Plattform zur Geschäftsanbahnung unbedingt braucht, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die aus der Light + Building resultierenden Chancen möchte die Messe Frankfurt für alle Marktteilnehmer noch in der laufenden Saison realisieren: Deswegen wird die Fachmesse verschoben und findet zwischen Mitte und Ende September 2020 in Frankfurt am Main statt. Quelle: Messe Frankfurt / sth

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Lüftung & Klima
news-6889 Tue, 25 Feb 2020 06:39:00 +0100 Absatz von Gasheizungen ist fünf Prozent gestiegen https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/absatz-von-gasheizungen-ist-fuenf-prozent-gestiegen-6889.html Gasheizungen waren 2019 erneut die erste Wahl bei Bauherren und Modernisierern – fast 80 Prozent haben sich für dafür entschieden. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) hervor. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 748.000 neue Wärmeerzeuger installiert. Dabei setzen immer mehr Deutsche auf Gasheizungen. Der Absatz von Wärmerzeugern mit Gas-Brennwerttechnik ist im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent angestiegen und erreichte somit ein neues Rekordhoch.

Besonders im Gebäudebestand liegt großes Klimaschutzpotenzial, denn deutsche Heizungen sind im Schnitt 17 Jahre alt, berichtet die Brancheninitiative Zukunft Erdgas. „30 Millionen Tonnen CO2 könnten jährlich eingespart werden, wenn man heute alle veralteten Wärmeerzeuger durch moderne Gasheiztechnik austauscht – und das zu sozialverträglichen Preisen. Die Ablösung von alten Ölheizungen wird seit Jahresbeginn stark gefördert, die Wärmewende kommt also in Schwung“, erklärt Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative.

Um Verbraucher für das Potenzial der energetischen Gebäudemodernisierung zu sensibilisieren, hat Zukunft Erdgas die Heizungsmodernisierungsaktion „Raustauschwochen“ ins Leben gerufen. Während des Aktionszeitraums werden Modernisierer für den Einbau einer Gasheizung durch die teilnehmenden Energieversorger mit umfangreichen Prämien belohnt. So konnten der Initiative zufolge bereits mehr als 18.000 veraltete Heizungen durch moderne Gasheiztechnik ersetzt werden. Über die gesamte Lebensdauer würden dadurch mehr als 1 Million Tonnen CO2 eingespart.

Durch die innovative Brennstoffzellenheizung lasse sich der CO2-Ausstoß sogar noch weiter reduzieren, so Zukunft Erdgas weiter. Mit ihrer Hilfe könnten Hausbesitzer hocheffizient und emissionsarm Strom und Wärme erzeugen. Gleichzeitig habe sie gegenüber anderen Heiztechnologien die geringsten Energiekosten. Mehr als 9.000 Förderbescheide für die stationäre Brennstoffzelle wurden seit Beginn des Technologieeinführungsprogramms im Sommer 2016 bewilligt.

„Das Klimaschutzpotenzial der Heizungsmodernisierung hat endlich Rückenwind der Politik. Wir erwarten, dass immer mehr Kunden, die in der Nähe eines Gasnetzes wohnen, sich bei der Ablösung ihrer alten Ölheizung für eine moderne Gasheizung entscheiden. Rund jedes sechste Wohngebäude ist bislang nicht an das Gasnetz angeschlossen, obwohl es in einer Straße mit Gasleitung steht. Der Wechsel hin zu emissionsarmem Gas ist schnell getan und gleichzeitig gut für das Portemonnaie und die Umwelt, schließlich werden so bis zu 50 Prozent CO2 eingespart“, so Kehler abschließend. Quelle: Zukunft Erdgas / sth

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Heizung & Warmwasser
news-6888 Mon, 24 Feb 2020 09:44:04 +0100 EPS-Platten halten ökologischem Vergleich Stand https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/eps-platten-halten-oekologischem-vergleich-stand-6888.html Für die Dämmung von Bauteilen, an denen Dämmstoffplatten eingesetzt werden können, ist expandierter Polystyrol-Hartschaum (EPS) aus ökologischer Sicht die beste Wahl. Das geht laut Industrieverband Hartschaum (IVH) aus der Studie "Ganzheitliche Bewertung von verschiedenen Dämmstoffalternativen" hervor, die das Ifeu-Institut und der Verband Natureplus durchgeführt haben. Die Ergebnisse der Studie wurden vergangene Woche im Rahmen des BauZ! Kongresses für zukunftsfähiges Bauen auf der Bauen & Energie Messe Wien präsentiert. In der Untersuchung werden nahezu alle Dämmstoffe in verschiedenen Bauteilen aus ökologischer Sicht unter Einbezug des ganzen Lebensweges inklusive Verwertung miteinander verglichen. Darunter sind Dämmplatten aus mineralischen, synthetischen sowie nachwachsenden Rohstoffen (Mineralfaser, Mineralschaum, Schaumglas, EPS, XPS, PU, Holzfaser). Im Ergebnis über alle betrachteten Umwelt-Wirkungskategorien und Indikatoren schneiden laut Studie die Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen in Einblas- oder Mattenform bauteilunabhängig am besten ab. Bei den plattenförmigen Dämmstoffen, die für Außenwand, schweres Flachdach und die Kellerwand außen benötigt werden, sind EPS-Platten die vorteilhafteste Option, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass am Ende der Lebensdauer eine stoffliche Verwertung stattfindet.

Serena Klein, Sprecherin der Geschäftsführung des Industrieverbandes Hartschaum (IVH): „Die Autoren heben die praktizierte Nachhaltigkeit von EPS hervor. So wird beispielswiese die Rücknahme und anschließende Weiterverarbeitung von sauberen Baustellen-Verschnittresten seit über 30 Jahren systematisch bei allen EPS-Herstellern des IVH grundsätzlich gleich erfolgreich durchgeführt. Ebenso werden bei der Produktion anfallende Abschnitte wiederverwertet.“ Aber auch bei der werkstofflichen Verwertung von Styropor-Abfällen aus Abbruch oder Rückbaumaßnahmen weise das Dämmmaterial ein Alleinstellungsmerkmal auf. Die im Rahmen der Initiative PolyStyreneLoop in den Niederlanden errichtete Industrieanlange ermögliche eine geschlossene Kreislaufwirtschaft für Alt-EPS – ein echtes Recycling im Sinne von Cradle-to-Cradle (C2C).

Die dort angewendete Verfahrenstechnik basiert auf dem CreaSolv-Verfahren, mit dem aus EPS aus Abriss- oder Umbaumaßnahmen das Basismaterial Polystyrol wiedergewonnen und erneut für die Dämmstoffproduktion eingesetzt werden kann. Gleichzeitig wird das im EPS enthaltene Flammschutzmittel in Einzelstoffe zerlegt, die dann einer neuen Nutzung zugeführt werden können.

Werden die EPS-Platten wie im Status Quo entsorgt haben sie "im Treibhauseffekt und fossilem kumulierten Energieaufwand je nach Anrechnung des energetischen Nutzens (etwas) schlechtere Werte auch als Mineralfaserplatten (Steinwolle) und teilweise Glaswollematten", heißt es in der Studie. Quelle: IVH / sth

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Dämmung & Fenster
news-6887 Mon, 24 Feb 2020 08:13:00 +0100 Klimapaket wirkt bislang vor allem bei Heizungen https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/klimapaket-wirkt-bislang-vor-allem-bei-heizungen-6887.html Der Deutsche Sanierungsindex Desax zeigt für den Januar einen sprunghaften Anstieg des Interesses an neuen Heizungen. Eine Erklärung könnten die höheren Fördersummen sein. Bei der Gebäudehülle gab es aber noch kein Plus. Die Werte für den DESAX lagen im Januar bei 376 für das Segment Heizung, bei 174 im Bereich Dach und Dämmung und bei 152 im Bereich Fenster. Der DESAX bildet ab, wie viele Menschen sich online Angebote in unterschiedlichen Segmenten der Gebäudesanierung einholen. Im Januar ist das Interesse an Sanierung auch in den vergangenen Jahren stets höher gewesen als in den Vormonaten. Ein so enormer Ausschlag wie bei den Heizungen ist allerdings ungewöhnlich.

Im Vorjahr lagen die Januarwerte bei Heizungen bereits auf einem Rekordhoch, damals aber bei 298. Die Januar-Werte des Vorjahres waren 161 bei Dach und Dämmung und  148 bei Fenstern. Hier fällt das Plus also deutlich weniger ins Gewicht. Das deutet darauf hin, dass die bessere Förderung aus dem Klimapaket derzeit vor allem dem Heizungsbereich zugute kommt. Die Investitionen dort sind geringer, die Erfolge auf der Kostenseite einfacher nachweisbar. Positive Effekte einer optimierten Gebäudehülle wie mehr Behaglichkeit scheinen die Kunden noch nicht zu überzeugen.

Der Sanierungsindex DESAX basiert auf einer Auswertung von Angebotsanfragen, die bei der Deutschen Auftrags-Agentur (DAA) eingehen. Basis des DESAX sind die Werte aus dem Jahr 2012. Ein Indexwert von 100 bedeutet also, dass genausoviele Anfragen eingegangen sind wie durchschnittlich 2012. Der Index wird gemeinsam von EnBauSa.de und Dämmen und Sanieren herausgegeben und soll für mehr Transparenz im Sanierungsmarkt sorgen. pgl

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Heizung & Warmwasser
news-6886 Sun, 23 Feb 2020 08:57:00 +0100 Startup und Wohnungswirtschaft sanieren mit Fertigmodulen https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/startup-und-wohnungswirtschaft-sanieren-mit-fertigmodulen-6886.html Ein renovierungsbedürftiges Nachkriegs-Wohngebäude soll mit industriell vorgefertigten Modulen klimaneutral werden: Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte I Wohnstadt will das gemeinsam mit dem Startup Ecoworks erstmals in Hessen umsetzen. Für das Pilotprojekt wurden drei Bestandsgebäude der Nassauischen Heimstätte in Rüdesheim ausgewählt. Durch eine Vollmodernisierung sollen sie auf Net-Zero-Standard gebracht werden, also mit Photovoltaikanlagen auf den Dächern durchschnittlich so viel Energie produzieren wie die Bewohner im Jahr für Heizung, Warmwasser und Strom für Haushaltsgeräte benötigen. Die drei Objekte mit insgesamt 28 Wohneinheiten in der Rüdesheimer Adolf-Kolping-Straße und Friedrichstraße stammen aus den 1930er und 1970er Jahren. Es besteht erheblicher Modernisierungsbedarf, auch die haustechnischen Anlagen müssen überarbeitet werden. Der CO2-Ausstoß für den Betrieb der Gebäude liegt zurzeit bei circa 110 Tonnen pro Jahr. Nach der Modernisierung soll sich dieser auf null reduzieren und die Gebäude den KfW-Effizienzhaus 55-Standard erreichen.

Seit Ende Januar gbt es für Projekte der seriellen Sanierung nach dem Energiesprong-Prinzip mehr Geld vom Staat. Dabei werden Gebäude in einem digitalisierten und industrialisierten Bauprozess in kurzer Zeit und zu bezahlbaren Kosten auf den Net-Zero-Standard gebracht. Sie erzeugen dann die gesamte übers Jahr benötigte Energie für Heizung, Warmwasser und Haushaltsstrom selbst. Insgesamt sollen in den nächsten vier Jahren mehr als 10.000 Wohnungen mit einem Marktvolumen von fast einer Milliarde Euro seriell saniert werden.

Fassadenmodule und Dachelemente werden in der Fabrik vorgefertigt

Im Sommer 2020 wird die Fassadenmodernisierung beginnen. Ziel ist es mit Hilfe von industriell vorgefertigten Modulen die Bauzeit gegenüber konventionellen Modernisierungsverfahren zu verringern. Dazu wurde bereits mit 3-D-Scannern ein digitales Aufmaß genommen. Aus diesen Daten entwickelt die Ecoworks GmbH nun maßgeschneiderte Fassadenmodule und Dachelemente, die in der Fabrik für die Rüdesheimer Objekte vorgefertigt werden. In die einzelnen, mehrere Meter langen Bauteile sind Fenster, Mineralfaserdämmung und die notwendigen Einbauten für die Haustechnik bereits integriert. Vor Ort werden sie wie eine zweite Haut an die vorhandene Fassade gesetzt. Gleichzeitig erhalten die Kellerdecken der Häuser eine neue Dämmung. In den Wohnungen werden Flure, Küchen, Bäder inklusive Wand- und Bodenfliesen modernisiert sowie die Elektroleitungen ausgetauscht. Zudem erhalten alle Wohneinheiten Balkone.

Nach der Modernisierung versorgt eine zentrale Heizanlage mit Wärmepumpe alle drei Gebäude mit Wärme und heißem Wasser. Jedes Gebäude erhält eine Photovoltaikanlage sowie einen Stromspeicher, dies ermöglicht eine vollständige Versorgung mit erneuerbaren Energien. Die gesamte Anlagentechnik ist in einem gesonderten Energiemodul außerhalb der Häuser untergebracht. Das Berliner Startup Ecoworks errichtet die Energie- und Photovoltaikanlagen und betreibt diese danach für 15 Jahre – inklusive Wartung und Instandhaltung der Anlagen. Insgesamt entstehen bei der Modernisierung der drei Objekte Kosten in Höhe von circa 2,9 Millionen Euro. Das aus hubitation, dem Startup-Accelerator der NHW, entstandene Projekt wird jetzt in Zusammenarbeit zwischen Ecoworks und der Modernisierungsabteilung der NHW durchgeführt.

Minister lobt innovatives Verfahren

Tarek Al-Wazir, NHW-Aufsichtsratsvorsitzender und hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, begrüßt den Start des Pilotprojekts: „Auf dem Weg zur Klimaneutralität brauchen wir innovative Methoden, die schnell und seriell umgesetzt werden können. Mit dem Projekt in Rüdesheim sind wir auf dem richtigen Weg.“ Auch NHW-Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer sieht ein großes Zukunftspotential: „Der Erfolg der Energiewende wird im Gebäudebestand entschieden. Unseren eigenen Wohnungsbestand bis 2050 klimaneutral zu entwickeln ist Teil unserer Klimastrategie, zu der wir uns auch gegenüber dem Land Hessen verpflichtet haben. Die Net-Zero-Modernisierung ist daher für uns ein wesentlicher Baustein zur Erreichung der Klimaschutzziele.“ Fontaine-Kretschmer bezeichnete das Projekt als wegweisend für ihr Unternehmen: „In Rüdesheim leiten wir die industrielle Modernisierung in unserem Unternehmen ein und halten Wort beim Energiesprong Volume Deal.“ Quelle: Nassauische Heimstätte / pgl

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Finanzierung
news-6884 Fri, 21 Feb 2020 07:49:00 +0100 Neue Förderrunde "Zukunft Bau" gestartet https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/neue-foerderrunde-zukunft-bau-gestartet-6884.html Das Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) beginnen mit einer neuen Förderrunde des Innovationsprogramms Zukunft Bau. Damit sollen Impulse für das Bauwesen gesetzt werden. Das Innovationsprogramm Zukunft Bau des BMI möchte mit den drei Programmteilen Zukunft Bau Forschungsförderung, Zukunft Bau Ressortforschung und Zukunft Bau Modellvorhaben wichtige Impulse für das Bauwesen setzen. Für den Teil „Zukunft Bau Forschungsförderung“ läuft jetzt die Förderrunde für das Jahr 2020. Anträge für Forschungsvorhaben können bis zum 1. Juli 2020 beim BBSR im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung eingereicht werden.

Akteure aus Bauforschung und -praxis sollen gemeinsam Ideen formulieren, Projekte konzipieren und Förderanträge einreichen. Das Fördersystem ist modular aufgebaut. Es bietet Zuwendungen in unterschiedlicher Höhe für die Durchführung von Projekten. Dabei kommt es auf die Forschungskategorie, Beteiligten und Ergebnisverwertung an. Damit soll laut BBSR insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und planenden, gewerblichen oder industriellen Partnern, vor allem auch kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), gestärkt werden.

In der neuen Förderrunde sind die Schwerpunkte Entwicklung der gesamten Prozess- und Wertschöpfungskette Bau, Mehrwerte von Architektur und baukultureller Praxis, Umgang mit dem Gebäudebestand, Herausforderungen des demografischen Wandels, Senkung von Bau- und Lebenszykluskosten, Entwicklung neuer Materialien vor dem Hintergrund der Kreislaufwirtschaft sowie Etablierung klima- und umweltfreundlicher Bauweisen.

Die Zukunft Bau Forschungsförderung unterstützt mit den Forschungskategorien Grundlagenforschung, industrielle Forschung, experimentelle Entwicklung und Durchführbarkeitsstudien alle Stufen der Innovationsentwicklung bis hin zu marktnahen Tätigkeiten.

Das Innovationsprogramm Zukunft Bau ist eine Weiterentwicklung der im Jahr 2006 gestarteten Forschungsinitiative Zukunft Bau, aus der mehr als 1200 Forschungsprojekte und rund 70 Modellvorhaben hervorgegangen sind. Quelle: BBSR/al

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Finanzierung
news-6883 Thu, 20 Feb 2020 09:51:00 +0100 Jede Energieberatung stößt fast drei Maßnahmen an https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/jede-energieberatung-stoesst-fast-drei-massnahmen-an-6883.html Die Förderprogramme der Gebäudesanierung werden regelmäßig unter die Lupe genommen und auf ihre Auswirkungen hin überprüft. Für die Energieberatung hat sich Price Waterhouse Cooper die Maßnahmen der Jahre 2014 bis 2018 angeschaut. Die Gesamtbilanz ist beeindruckend, durch jede Beratung wurden im Durchschnitt knapp drei Maßnahmen angestoßen. In den fünf Jahren wurden pro Jahr zwischen 8000 und 9000 Förderanträge gestellt. Durchschnittlich lagen die Förderbeträge bei 750 Euro für Wohngebäude mit bis zu zwei Wohneinheiten und  1.075 Euro für Wohngebäude mit mehr als zwei Wohneinheiten. Im Anschluss an die Beratung wurden im Schnitt 2,9 Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt.

Grundsätzlich werden durch die Energieberatung mehr Maßnahmen umgesetzt als vorher geplant; außerdem würden Maßnahmen vorgezogen oder besser aufeinander abgestimmt, so das Ergebnis der Analyse. In Bezug auf die Netto-Energieeinsparung konstatieren die Experten im Vergleich zu den vorherigen Zeiträumen deutliche Verbesserungen. 2005 lag diese pro Maßnahme bei einem Wert von 6360 Kilowattstunden (kWh), bei den jetzt durchgeführten Maßnahmen waren es 7.516 kWh in den Ein- und Zweifamilienhäusern und 10.717 kWh bei Mehrfamilienhäusern. 149,59 kg CO2 wurden vermieden sowie (Netto-) Investitionen von 41 Euro angeschoben, so die Experten. Insgesamt beziffern sie die Mehrinvestitionen nach einer Beratung mit 30.968 Euro.

Mehrinvestionen pro Energieberatung von gut 30.000 Euro

Die Fachleute haben jedoch nicht nur eine positive Bilanz gezogen, sondern auch Vorschläge für eine weitere Verbesserung der Förderprogramme zur Energieberatung erarbeitet. So schlagen sie eine Erhöhung der Anzahl förderfähiger Gebäude durch Änderung des jüngsten zulässigen Baujahrs von 2002 auf 2014 vor. Das würde bedeuten, dass auch bei Gebäuden, die bis 2014 erbaut wurden eine geförderte Energieberatung möglich ist. Begründet wird dies mit dem technischen Fortschritt der vergangenen Jahre der eine Optimierung der Energiebilanz erlaube. In regionalen Programmen sei diese Änderung und Einbeziehung jüngerer Gebäude bereits vollzogen, so die Studie.

Als zweite Maßnahme schlagen die Fachleute eine Erhöhung des maximalen Förderanteils und der Förderhöhe sowie eine Anpassung der Förderkonditionen nach Anzahl der Wohneinheiten pro Wohngebäude vor. Bislang gibt es nur die Unterscheidung zwischen Ein- und Zweifamilienhäusern einerseits und Mehrfamilienhäusern andererseits. Durch eine Erhöhung des maximalen Förderanteils auf beispielsweise 80 Prozent der förderfähigen Kosten und eine Differenzierung könnte die Attraktivität gesteigert werden. Die Fachleute denken insbesondere an einen höheren Maximalbetrag bei Beratungen für viele Wohneinheiten. Derzeit ist die Beratung für die Energieberater nur zum Teil kostendeckend, für die Bauherren der Eigenanteil ein Hemmnis.

Digitale Technologien könnten Akzeptanz erhöhen

Die Experten kamen in ihrer Analyse außerdem zu dem Schluss, dass  die Integration neuer Technologien in den Inhalt der Beratung für mehr Akzeptanz des Förderprogramms sorgen kann. Dazu zählen beispielsweise Technologien im Bereich Gebäudeintelligenz (Smart Home Systeme, intelligente Heizungssteuerung, Energiemanagementsysteme, Integration in Smart Grids und Smart City) und erneuerbare Energien.

Verbesserungspotential sehen die befragen Berater beim individuellen Sanierungsfahrplan. Dessen Nutzen „sei zum Beispiel hinsichtlich Wirtschaftlichkeitsdarstellung und aufgezeigter Fördermittel noch ausbaufähig.“ Im Moment wird die Wirtschaftlichkeit der einzelnen nicht dargestellt. Ziel des Sanierungsfahrplans ist es, ganzheitliche Sanierungen anzureizen. Die Fachleute sind jedoch der Meinung, dass durch eine ergänzende Darstellung der Wirtschaftlichkeit der einzelnen Sanierungsmaßnahmen die Motivation der Beratungsteilnehmer zur Umsetzung erhöht werden könnte. Sie schlagen auch eine ausführlichere Darstellung der Fördermöglichkeiten vor. Die neue Version des Sanierungsfahrplans soll hierzu bereits Verbesserungen bieten.

Die befragten Berater sprechen sich außerdem dafür aus, die Benutzerfreundlichkeit des von der Bafa betriebenen Online-Portals zu verbessern. So hätten Energieberater derzeit häufig Schwierigkeiten, den Login-Bereich zu finden, ihre Dokumente hochzuladen oder eine Übersicht über die hochgeladenen Dokumente zu erhalten. Neben einer vereinfachten Oberfläche raten die Fachleute zu einer App, die auch den Upload von Dokumenten über die Kamerafunktion von Tablets oder Smartphones ermöglichen könnte.

Auch bei der Öffentlichkeitsarbeit sehen die Analysten Luft nach oben. Viele Berater wüssten nicht, dass Bafa ihnen kostenlose Broschüren und Flyer zur Werbung für die Energieberatung zur Verfügung stellt. Auch hier könnte eine bessere Präsentation auf der Homepage des Bafa helfen. Die Analyse der Befragungsdaten zeigt, dass ein zentrales Hemmnis für die Inanspruchnahme des Programms seine ausbaufähige Bekanntheit ist. Die meistgenutzten Kanäle der Informationsbeschaffung sind laut Angaben der Beratungsteilnehmer das Internet sowie die Empfehlungen von anderen Kunden.

Zusätzlich ist die Öffentlichkeitsarbeit vom Engagement der Energieberater abhängig, welches eine weitere Informationsquelle für die potenziellen Beratungsteilnehmer darstellt. Die Analyse ergab jedoch, dass vielen Energieberatern nicht bewusst ist, dass ihnen Broschüren, Flyer und andere Werbematerialien vom BAFA bereitgestellt werden und on-line bestellt werden können. Am Schluss beschäftigen sich die Autoren der Untersuchung noch damit, wie die Zahl der umgesetzten Maßnahmen weiter erhöht werden kann. Als Option nennen sie eine stufenweise Auszahlung der Förderung und schlagen vor, diese teilweise Teil nach Vorlage eines Umsetzungsnachweises auszuzahlen um den Anreiz zu erhöhen, wirklich etwas zu tun. Von Pia Grund-Ludwig

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Finanzierung
news-6882 Thu, 20 Feb 2020 08:09:00 +0100 Erdgas war teuer, Heizöl günstiger https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/erdgas-war-teuer-heizoel-guenstiger-6882.html Im vergangenen Jahr lagen die Durchschnittstemperaturen im Bundesgebiet um 2,3 Prozent unter den Vorjahreswerten. In der Folge nahm der Verbrauch von Raumheizwärme in vielen Regionen Deutschlands zu. Dies geht aus einer aktuellen Analyse des Energiedienstleisters Techem hervor. Insbesondere Mieter von gasbeheizten Wohnungen müssen voraussichtlich nachzahlen, denn hier stieg nicht nur der Verbrauch, sondern auch der Brennstoffpreis. Der durchschnittliche Erdgaspreis legte im vergangenen Jahr um 3,8 Prozent zu – was eine Erhöhung der Raumheizkosten um durchschnittlich 6,2 Prozent bedeutet.

Erdgas teuer, Heizöl günstiger

Ob die Bewohner von ölbeheizten Häusern vom 2,2-prozentigen Rückgang des Heizölpreises profitieren werden, hängt unter anderem vom Einkaufszeitpunkt ab: Im Einzelfall wurden entweder im Vorjahr beschaffte Reserven verfeuert oder aber später und damit preiswerter eingekauftes Öl. Im Bundesdurchschnitt gleicht der Ölpreisrückgang den witterungsbedingten Mehrverbrauch weitgehend aus: Laut Techem-Prognose ist für ölbeheizte Liegenschaften nur mit einer minimalen Heizkostenerhöhung von 0,1 Prozent zu rechnen. Zum Vergleich: 2018 lag dieser Wert trotz der seinerzeit wärmeren Witterung aufgrund massiv gestiegener Heizölpreise bei 12,8 Prozent.

Küstenregionen in 2019 klimatisch günstiger

Während im Vorjahr vor allem im Norden Deutschlands Nachzahlungen für gestiegene Heizkosten zu leisten waren, können Mieter in diesen Regionen für 2019 sehr wahrscheinlich aufatmen: In Greifswald beispielsweise werden die Heizkosten für ölbeheizte Wohnungen voraussichtlich um 6,1 Prozent sinken; bei Gasheizungen beträgt der Rückgang immerhin 0,4 Prozent. Insbesondere in Cuxhaven, auf Helgoland und Norderney können sich Nutzer von Ölheizungen über verringerte Heizkosten freuen. Viele von ihnen mussten im Vorjahr eine mehr als 20-prozentige Kostensteigerung verkraften. Umgekehrt verhält es sich im Süden der Republik: Konstanz etwa gehörte 2018 noch zur Liga der Regionen mit dem größten Verbrauchsrückgang. 2019 hingegen steigen die Heizkosten für ölbeheizte Wohnhäuser dort temperaturbedingt um voraussichtlich 11,9 Prozent. Damit rangiert die Bodenseestadt nach Kempten im Allgäu 2019 an der Spitze der Regionen mit dem höchsten Mehrverbrauch.

„In Deutschland muss mehr für höhere Effizienz in der Wärmeerzeugung und Nutzung getan werden. Neben den Klimaaspekten müssen wir auch die finanziellen Aspekte des Heizwärmeverbrauchs im Auge behalten“, kommentiert Techem CEO Matthias Hartmann – und weiter: „Wir halten die Digitalisierung gerade für den Gebäudebereich für einen sehr wichtigen Hebel, um kostengünstig ein großes Potential an Energieeffizienz, Treibhausgasvermeidung und Heizkostenersparnis zu erreichen.“ Erfahrungsgemäß lasse sich der Wärmeverbrauch in vielen Fällen schon mit geringinvestiven Lösungen und Technologien reduzieren – zum Beispiel durch eine dynamische Optimierung der Anlageneinstellung. 

Grundlage der vorliegenden Verbrauchsprognose ist ein Vergleich von Gradtagszahlen, die auf Temperaturdaten des Deutschen Wetterdienstes aus den Jahren 2018 bis 2019 sowie auf einer Auswertung der Erdgas- und Heizölpreise im betreffenden Zeitraum basieren. Wie hoch der tatsächliche Verbrauch und damit die Kosten im Einzelfall sind, lässt sich jedoch erst nach Erstellung der jeweiligen Abrechnung sagen.

Alle ausgewerteten Verbrauchsdaten wurden von Techem im Rahmen der Vorarbeiten zur Energiekennwertestudie 2020 anonym erhoben. Die jährlich durchgeführte Studie basiert auf Vorjahresdaten und bietet umfassende Informationen rund um den Wärmeverbrauch und die Heizkostenabrechnung. Sie gibt insbesondere auch einen Einblick in die energetische Situation von Wohngebäuden und lässt damit Ansatzpunkte für Einsparmaßnahmen erkennen. Quelle: Techem / pgl

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Heizung & Warmwasser
news-6867 Wed, 19 Feb 2020 09:33:00 +0100 Nachfrage nach Sonnenhaus-Konzept steigt https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/nachfrage-nach-sonnenhaus-konzept-steigt-6867.html Das Jahr 2019 ist für das Sonnenhaus-Institut erfolgreich verlaufen, wie sich auf der Jahreshauptversammlung an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Freising zeigte. Bei den Bauprojekten legte vor allem die Zahl an Mehrfamilienhäusern mit Sonnenhaus-Konzept zu. Mit dem klassischen Sonnenhaus-Konzept mit einer großen Solarthermie-Anlage oder mit einem Photovoltaik-Solarthermie-Kombisystem für hohe Autarkie bei Wärme, Strom und Mobilität wurden die Mehrfamilien-Sonnenhäuser gebaut. Aktuell sind laut dem Institut mehrere Mehrfamilienhäuser mit dem solaren Energiekonzept im Entstehen oder kurz vor der Fertigstellung, zum Beispiel in Regensburg und Berlin. In Nordrhein-Westfalen wird die Klimaschutzsiedlung Ibbenbühren mit Sonnenhäusern gebaut. Auch die Zahl der Gebäude mit mehr als 50 Prozent solarem Deckungsgrad in der Wärme- und in der Stromversorgung ist angestiegen.

Mitwirkung bei Forschungsprojekten

Im vergangenen Jahr hat das Sonnenhaus-Institut die Mitwirkung in politischen Gremien und Vernetzung mit anderen Verbänden und Hochschulen intensiviert. So ist der Verein Gründungsmitglied des Solarverbandes Bayern und hat über diesen im Bayerischen Energiegipfel mitgearbeitet. Außerdem ist er der OpenEMS Association beigetreten, einer Plattform für ein offenes Energiesteuerungssystem. Die Zusammenarbeit mit dem Passivhaus-Institut ist geplant. Außerdem will das Institut bei neuen Forschungsprojekten zusammen mit Forschungseinrichtungen mitwirken.

Für das laufende Jahr verspricht sich der Vorstand unter Leitung des Solararchitekten Georg Dasch vor allem von der neuen BAFA-Förderung viel. "Wer für ein neues Einfamilienhaus mit Solarwärmeanlage 30 Prozent BAFA-Förderung haben möchte, muss nach unserem Standard bauen", sagt Dasch. Das heißt, mindestens die Hälfte des Wärmebedarfs für die Raumheizung und das Warmwasser muss solar erzeugt werden. "Die Bauleute werden mit extrem niedrigen Energiekosten belohnt und produzieren kaum klimaschädliche Treibhausgase."

Für Mehrfamilienhäuser sind vor allem der höhere Kreditbetrag und Tilgungskostenzuschuss der Förderbank KfW lukrativ. Bei einem KfW-Effizienzhaus 40, das mit Sonnenhaus-Standard gebaut werden kann, sind bis zu 30.000 Euro Tilgungszuschuss je Wohneinheit möglich. Quelle: Sonnenhaus Institut/al

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Solarenergie
news-6880 Wed, 19 Feb 2020 07:15:00 +0100 Solarstrom vermeidet jährlich 627 Gramm CO2 https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/solarstrom-vermeidet-jaehrlich-627-gramm-co2-6880.html Neue Zahlen des Umweltbundesamtes zeigen, dass Solarstromanlagen ein effizientes Mittel gegen den Klimawandel sind. So vermeidet laut dem Branchenverband Solar Cluster jede erzeugte Kilowattstunde Photovoltaikstrom in Deutschland derzeit 627 Gramm Kohlendioxid. Eine größere Photovoltaikanlage auf einem Einfamilienhaus mit 16 Kilowatt installierter Leistung spart rund zehn Tonnen CO2 im Jahr ein. Bei einem Solarpark mit einer installierten Leistung von zehn Megawatt sind es bereits rund 6.300 Tonnen Treibhausgase jährlich: Darauf weist das Solar Cluster Baden-Württemberg hin. Allein in Baden-Württemberg habe die Photovoltaik im Jahr 2018 den Ausstoß von rund 3,6 Millionen Tonnen CO2 vermieden. Deutschlandweit seien es insgesamt fast 29 Millionen Tonnen.

Der Branchenverband hat ermittelt, dass im Fall der Einfamilienhausanlage rund 800 Buchen nötig sind, um dieselbe Menge des Treibhausgases zu binden. Bei dem Solarpark sind es sogar eine halbe Million – ein Wald so groß wie rund 6.500 Fußballfelder. Die Daten zur Bindung des Kohlendioxids durch Buchen stammen vom Wald-Zentrum der Universität Münster: Der Laubbaum bindet pro Jahr im Schnitt 12,5 Kilogramm CO2 – als Setzling weniger, als ausgewachsener Baum mehr. Er muss rund 80 Jahre wachsen, damit er eine Tonne des Klimagases in Holz umwandeln kann. Für die Einlagerung einer Tonne CO2 pro Jahr braucht es folglich 80 Buchen. Dafür ist mehr als ein Hektar Buchenwald nötig, der aus etwa 80 ausgewachsenen Buchen, sowie einigen kleineren und mittelgroßen Bäumen besteht, die ebenfalls CO2 speichern.

Photovoltik vermeidet Großteil des CO2

"Den Löwenanteil der Kohlendioxid-Vermeidung bei der Stromerzeugung wird neben der Windenergie vor allem die Photovoltaik tragen“, sagt Franz Pöter, Geschäftsführer des Solar Clusters. Es brauche jeweils mehr Photovoltaikanlagen, um CO2 zu vermeiden sowie Bäume für die Speicherung von CO2.  Für den Solarausbau sollten Politik und Wirtschaft in Forschung und Produktion investieren, so Pöter.

Eine 16-Kilowatt-Anlage vermeidet laut dem Verband genau so viel CO2, wie ein Bundesbürger durchschnittlich pro Jahr verursacht. Bei einer vierköpfigen Familie reduzieren sich die Emissionen bilanziell  um 25 Prozent. Auch Unternehmen oder die öffentliche Hand könnten mit Photovoltaik ihre Klimabilanz deutlich verbessern: Eine mittelgroße Solaranlage auf Gewerbeimmobilien oder kommunalen Gebäuden mit 350 Kilowatt installierter Leistung vermeide rund 220 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Größere Anlagen auf Industriedächern oder Verwaltungsgebäuden schafften bei einer Größe von 750 Kilowatt installierter Leistung 470 Tonnen.

Energieaufwand amortisiert sich nach bis zu drei Jahren

Die Bilanz von Photovoltaikanlagen setzt sich Solar Cluster nach aus der vermiedenen Menge an CO2-Emissionen und den neu entstandenen CO2-Emissionen aus der Herstellung der Anlage zusammen. Mit einberechnet ist der gesamte Produktionsprozess, vom Rohstoffabbau über die Zell- und Modulproduktion bis hin zur fertigen Anlage inklusive Rahmen und Aufständerung. Der zur Herstellung erforderliche energetische Aufwand bei Solaranlagen sei deutlich kleiner als die während der Lebensdauer der Anlage erzeugte Ökostrommenge. Je nach Solarzelltechnologie habe sich der Energieaufwand zur Herstellung in Deutschland innerhalb von ein bis drei Jahren amortisiert. Quelle: Solar Cluster/al

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Solarenergie
news-6879 Tue, 18 Feb 2020 09:11:00 +0100 Elektro-Fußbodenheizung ist fernsteuerbar https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/elektro-fussbodenheizung-ist-fernsteuerbar-6879.html Das Elektro-Fußbodenheizungssystem IndorTec THERM-E von Gutjahr lässt sich nun auch per App über das eigene Smartphone programmieren und steuern. Das System kann dem Hersteller zufolge in allen Räumen und mit nahezu allen Bodenbelägen eingesetzt werden und fungiert dabei nicht nur als Heizung, sondern gleichzeitig auch als Entkopplung und Abdichtung. Die Bedienung der Elektro-Fußbodenheizung werde dank des neuen Wifi-fähigen Thermostats noch bequemer, so Gutjahr. Dazu brauchten Nutzer nur die kostenlose App "SWATT" herunterladen und könnten dann die Heizung von überall aus mit dem eigenen Smartphone bedienen. „Das Smartphone muss nur einmalig mit den Thermostaten verbunden werden“, erklärt Gutjahr-Geschäftsführer Ralph Johann.

Menü, Optik und die programmierbaren Heizfunktionen des Wifi-fähigen Thermostats IndorTec THERM-E TW entsprechen denen des bewährten Touch-Thermostats IndorTec THERM-E TD. Die WiFi-Bedienung über die neutrale App funktioniert für iPhones und Android-Smartphones. Dabei lassen sich auch mehrere Thermostate mit einer App steuern. Die Bedienung über das Display am Thermostat ist natürlich ebenfalls möglich.

Dem Hersteller zufolge reagiert das Heizungssystem schnell, kann bei Bedarf angeschaltet werden und ist ideal in Übergangszeiten. Mit dem Sprachassistenten Google Home ist IndorTec THERM-E TW zudem Smart-Home-fähig.

Heizung, Entkopplung und Abdichtung in einem

Das Elektro-Fußbodenheizungssystem IndorTec THERM-E basiert auf einer Trägermatte, die sich an den Entkopplungssystemen von Gutjahr orientiert. Dadurch ist das System nicht nur sehr dünnschichtig, sondern auch besonders energieeffizient und lässt sich schnell und einfach verlegen. Ein entscheidender Vorteil: IndorTec TERM-E ist als 3-in-1-System Heizung, Entkopplung und Abdichtung in einem. Denn bei Sanierungen haben die Verarbeiter es häufig mit kritischen Untergründen wie gerissenen Estrichen oder Holzuntergründen zu tun. Das System entkoppelt hier die Beläge vom Untergrund und gleicht Spannungen so aus – genauso effektiv wie eine klassische Entkopplungsmatte. Zudem kann das System in Bädern direkt als Verbundabdichtung eingesetzt werden – ein allgemein bauaufsichtliches Prüfzeugnis dafür liegt vor. Quelle: Gutjahr /sth

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Heizung & Warmwasser
news-6878 Tue, 18 Feb 2020 08:53:00 +0100 Sanierungskosten: WEG-Darlehen bieten Vorteile https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/sanierungskosten-weg-darlehen-bieten-vorteile-6878.html Ob die Erneuerung eines in die Jahre gekommenen Daches oder die energetische Sanierung einer alten Fassade: Bei größeren Baumaßnahmen an Bestandsobjekten sollten Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) neben Einzelkrediten dringend sogenannte WEG-Darlehen prüfen, rät die Hausbank München eG. Die Aufnahme von Einzelkrediten durch die verschiedenen Eigentümer sei selbst im aktuellen Niedrigzinsumfeld oft nicht preiswerter und der Abstimmungsaufwand mit Blick auf die Auszahlungsfristen komplizierter. „Besonders umfangreiche Sanierungen etwa der Fassade oder des Daches können WEGs vor größere finanzielle Belastungen stellen“, erklärt Rudolf Naßl, Mitglied des Vorstands der Hausbank München eG, verantwortlich für das Ressort Immobilienwirtschaft. Das Problem: Instandhaltungsrücklagen oder Sonderumlagen der WEG reichen oft nicht aus, um die Maßnahmen zu finanzieren. Ist dies der Fall, sind WEG-Darlehen gegenüber Einzeldarlehen laut der Hausbank München meist die bessere Variante.

„Vom Prinzip kann jeder Eigentümer, der die Sanierungskosten nicht mit eigenen Mitteln abdecken kann, individuell einen Kredit aufnehmen“, erklärt Naßl.  Problematisch dabei sei, dass die Konditionen, Laufzeiten und Kosten unterschiedlich sind und die Auszahlungszeiten so aufeinander abgestimmt werden müssen, dass alle im Rahmen der Sanierung anfallenden Rechnungen zeitnah beglichen werden können. „Außerdem besteht das Risiko, dass einzelne Eigentümer kein Darlehen erhalten und so das Gesamtprojekt gefährden.“

Die Aufnahme eines WEG-Darlehens durch die Eigentümergemeinschaft bietet bei Fremdkapitalbedarf gegenüber Einzelmaßnahmen laut Naßl mehrere Vorteile: „Erstens entfällt die Abstimmung für mehrere Einzeldarlehen, womit sich der Verwaltungsaufwand verringert. Zweitens sind durch die größere Kredithöhe und die gemeinschaftliche Haftung bessere Konditionen möglich. Darüber hinaus werden in der Regel keine Bürgschaften oder sonstige Sicherheiten der einzelnen Eigentümer gefordert.“ Ein weiterer Vorteil von WEG-Darlehen: Dank solidarischer Haftung der WEG nehmen die Banken in der Regel keine Schufa-Prüfung der einzelnen Eigentümer vor. Die fehlenden Sicherheiten sind allerdings gleichzeitig der Grund, weswegen nur einige wenige spezialisierte Banken solche WEG-Darlehen anbieten. Naßl: „WEGs sollten sich entsprechend am Markt informieren und Angebote vergleichen.“

Laut Bundesgerichtshof kann die Aufnahme eines langfristigen, hohen Kredits durch die WEG zur Deckung ihres Finanzierungsbedarfes ordnungsmäßiger Verwaltung entsprechen. Der Verwalter muss jedoch die Risiken einer möglichen Nachschusspflicht der Wohnungseigentümer vor der Beschlussfassung ausführlich in der Eigentümerversammlung erörtert und im Versammlungsprotoll dokumentiert haben. Zudem müssen die konkreten Umstände des Einzelfalls unter Abwägung aller Interessen berücksichtigt werden. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, muss die Eigentümergemeinschaft einen Beschluss zur Aufnahme des WEG-Darlehens fassen – wobei die einfache Mehrheit genügt. Banken stellen dafür Musterbeschlüsse zur Verfügung. Die Finanzierung läuft in der Regel zehn Jahre. Sobald der Beschluss zur Kreditaufnahme unanfechtbar geworden ist, unterschreibt der Verwalter den Kreditvertrag. Zins und Tilgung des Gemeinschaftskredits werden über das Hausgeld eingezogen. Quelle: Hausbank München eG / sth

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Finanzierung
news-6881 Tue, 18 Feb 2020 07:14:00 +0100 Leitfaden gibt Tipps zum Energiemanagement https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/leitfaden-gibt-tipps-zum-energiemanagement-6881.html Wie Unternehmen, Organisationen und Kommunen effizient mit ihrer Energie haushalten und die Verbräuche senken, zeigt der Leitfaden „Energiemanagementsysteme in der Praxis“. Das Umweltbundesamt hat ihn in zweiter Auflage veröffentlicht. In rund 30 Jahren möchte Deutschland so gut wie frei von Treibhausgasen sein. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Bundesregierung Unternehmen, Organisationen und Kommunen motivieren, ihren Teil zum Klimaschutz beizutragen.

Sie setzt dabei nicht nur auf Freiwilligkeit. Unternehmen, die laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mehr als 250 Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigen beziehungsweise mehr als fünf Millionen Euro Jahresumsatz haben und mehr als 43 Millionen Euro Jahresbilanzsumme, zählen nicht mehr zu den kleinen und mittleren Unternehmen. Sie sind deshalb zu einem Energieaudit verpflichtet. Damit werden im Unternehmen Einsparpotenziale gesucht sowie Maßnahmen zur Umsetzung entwickelt, um die Energieeffizienz zu steigern und Verbräuche zu senken.

Auf diese Energieaudits baut das Energiemanagementsystem nach ISO 50001 auf. Dieses kann freiwillig für das Unternehmen, die Kommune oder Organisation realisiert beziehungsweise in bereits genutzte Managementsysteme integriert werden. Es kann aber auch alternativ zum Energieaudit eingeführt werden. Wie sich dieses in das Unternehmen integrieren lässt und welche Schritte zu beachten sind, hat das Umweltbundesamt im Leitfaden „Energiemanagementsysteme in der Praxis – Vom Energieaudit zum Managementsystem nach ISO 50001“ festgehalten. Die ISO 50001 gilt inzwischen als internationaler Standard für das Energiemanagement. Der Leitfaden ist jetzt in zweiter Auflage erschienen.

Neuerungen der Norm bis 2021 umsetzen

Dies war notwendig, da die Norm, die seit dem Jahr 2011 gilt, überarbeitet wurde und seit 2018 gilt. Die dreijährige Übergangsfrist endet im August  kommenden Jahres. Bis dahin müssen Unternehmen, die das Energiemanagement nutzen, die Neuerungen umgesetzt haben, mittels eines Wiederholungs- oder planmäßigen Überwachungsaudits.

Ein weiterer Punkt ist, dass im Jahr 2015 rund 50 000 Unternehmen gesetzlich zu Energieaudits verpflichtet worden sind. Ausgangspunkt war die Umsetzung der europäischen Richtlinie 2012/27/EU im Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G). Diese Unternehmen können entscheiden, ob sie alternativ ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder ein Umweltmanagement nach „Eco-Management und Audi Scheme“ (EMAS) durchführen. Wer zum ersten Mal sein Unternehmen nach ISO 50001 zertifizieren lassen möchte, muss sich bereits an die überarbeitete Fassung halten.

Generell folgt die überarbeitete Norm der High Level Structure (HLS). Auf diese Weise soll es Unternehmen leichter fallen, das Energiemanagementsystem in andere Managementsysteme, etwa im Bereich Qualität oder Arbeitssicherheit, zu integrieren. Es wurden in diesem Zuge Begriffe und Formulierungen angepasst, die im Leitfaden aufgelistet sind. Auch optisch hat sich der Leitfaden zur ersten Auflage verändert. Ein Navigationssystem führt durch die mehr als 100 Seiten und erleichtert beim Durchblättern die Übersicht. Symbole machen aufmerksam auf Tipps, Hinweise, weiterführende Informationen, markieren zusätzliche Anforderungen um das EMAS zu erlangen und Erfahrungsberichte. In der Neuauflage kommen Unternehmen zu Wort, die das Energiemanagement nutzen und Beispiele aus der Praxis geben.

Leitfaden nimmt Geschäftsleitung mehr in Pflicht

Der Leitfaden ist chronologisch aufgebaut und zeigt gleich zu Beginn, wo das Energiemanagement am Energieaudit anknüpft. Ein wichtiger Unterschied ist, dass die Zertifizierung darauf aus ist, die Prozesse im Unternehmen kontinuierlich und systematisch zu verbessern. Mit der Überarbeitung der Norm richtet sich der Leitfaden in erster Regel an die Geschäftsleitung und zeigt Möglichkeiten auf, wie sie das System dauerhaft effizient in die Abläufe des Unternehmens einbinden lässt. Etwa, in dem Zuständigkeiten klar festgelegt, Ziele formuliert und Kontrollsysteme genutzt werden. In dem Leitfaden sind QR-Codes integriert, die externe Informationen und zusätzliche Kapitel bieten: die Energiemanagement-Checkliste, ein Exkurs zum Thema  „Amortisationszeit als Bewertungsmaßstab für Energieeffizienzmaßnahmen ungeeignet“, eine beispielhafte Berechnung des Kapitalwertes einer Energieeffizienzmaßnahme sowie die Vorteile der HLS in Bezug auf die Einführung und den Betrieb eines Energiemanagementsystems (EnMS) gemäß DIN EN ISO50001:2018.

Unternehmen, sie sich bislang noch gar nicht mit Energieaudits oder Energiemanagementsystemen auseinandergesetzt haben, bietet der Leitfaden einen Probedurchlauf an. Auf diesem Weg kann geprüft werden, inwieweit sich die Zertifizierung lohnen würde. Dafür sucht das Unternehmen drei Projekte aus, bei denen untersucht wird, welches Potential sie haben, um den Energieverbrauch zu reduzieren, sie werden ökonomisch bewertet und bis zur Umsetzung begleitet.

Zertifizierung ermöglicht finanzielle Vorteile

Insgesamt handelt es sich bei dem Leitfaden um eine Schritt-für-Schritt-Anleitung nach dem Prinzip folgt  „Plan-Do-Act-Check“. Er versucht den Unternehmen die Norm damit möglichst schmackhaft zu machen. Diese haben damit tatsächlich mehr Vorteile als effizientere Abläufe und geringere Verbräuche, was wiederum die Kosten senkt. „Richtig eingesetzt kann ein EnMS Beiträge dazu leisten, den Wert eines Unternehmens systematisch zu steigern“, heißt es im Leitfaden. Darüber hinaus wird das Engagement von Unternehmen finanziell gefördert. Etwa mit dem Spitzenausgleich nach dem Energie- und Stromsteuergesetz oder der besonderen Ausgleichsregelung (§ 63 ff EEG 2017), nach der stromkostenintensive Unternehmen nur eine reduzierte EEG-Umlage zahlen müssen. Unter bestimmten Bedingungen ist das auch bei zertifizierten Unternehmen möglich. von Anne Leipold

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Finanzierung
news-6874 Mon, 17 Feb 2020 13:05:00 +0100 Investition in die Zukunft https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/investition-in-die-zukunft-6874.html Die Karl Bachl GmbH & Co. KG mit Firmensitz in Röhrnbach wird zum 1. März 2020 die Firma Metz EPS-Hartschaumzuschnitte in ihre Firmengruppe aufnehmen und gemeinsam eine neue Firma gründen, die Metz Forming GmbH & Co. KG. Die Firma METZ ist einer von wenigen Styropor-Konfektionären in Deutschland. Kernkompetenz von METZ sind nicht nur einfache Zuschnitte, sondern auch komplizierte Verpackungslösungen, Konturen- und Frästeile sowie Formteile. “Durch die Übernahme erweitern wir unsere Kompetenzen im Bereich Zuschnitte“, sagt Michael Küblbeck, Geschäftsführer der Karl Bachl GmbH & Co. KG. mehr

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Finanzierung
news-6876 Mon, 17 Feb 2020 06:12:00 +0100 Montageblock erleichtert Lüftungseinbau https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/montageblock-erleichtert-lueftungseinbau-6876.html Inventer hat eine Montagehilfe für seine dezentralen Lüftungssysteme entwickelt, die pro Lüftungsgerät bis zu 30 Minuten Einbauzeit spart. Außerdem soll sie einen möglichst fehlerfreien Schnelleinbau garantieren. Der Montageblock mit integrierter Wandeinbauhülse und Gefälle wird in der Rohbauphase direkt ins Mauerwerk eingesetzt. Mit dem "Simplex" getauften Element entfallen so Kernlochbohrung und nachträgliche Installation der Wandeinbauhülse, verbunden mit einer 24h-Aushärtung des Bauschaums.

Simplex ist für alle Wandstärken und gängigen Inventer Lüftungssysteme geeignet. Der Montageblock besteht aus dem schwer entflammbaren Werkstoff Neopor, der dank seiner hervorragenden Dämmeigenschaften durch Graphitzusatz optimal für die energetische Bauweise geeignet ist. Das Simplex Montagesystem wird individuell auf das jeweilige Bauprojekt zugeschnitten. Aufwendiges Anpassen von Standard-Montageblöcken ist nicht mehr notwendig. Die Wandeinbauhülse ist RAL-konform, mit Gefälle integriert und fachgerecht vom Einbaublock schallentkoppelt. Mit diesem Arbeitsschritt übernimmt Inventer den sensibelsten Teil der Montage, wodurch Einbaufehler vermieden werden. Quelle: Inventer / sth

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Lüftung & Klima
news-6873 Sat, 15 Feb 2020 13:00:00 +0100 Winfried Kretschmann informiert sich über preisgekrönte Innovation GUTEX Pyroresist https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/winfried-kretschmann-informiert-sich-ueber-preisgekroente-innovation-gutex-pyroresist-6873.html Kontinuierliche Innovationen und professionelles Know-How bestimmen den Erfolg von GUTEX und die Evolution moderner Holzfaserdämmstoffe. Zugleich ist das Schwarzwälder Familienunternehmen europaweit ein kompetenter und verlässlicher Partner für Bauherren, Planer und Verarbeiter. Auf der Dach+Holz 2020 in Stuttgart besuchte der Ministerpräsident Baden-Württembergs, Winfried Kretschmann, auch den GUTEX Messestand um sich über die jüngst mit dem Innovationspreis Baden-Württembergs ausgezeichnete GUTEX Pyroresist zu informieren. Zurecht: Denn GUTEX Dämmstoffe aus Schwarzwaldholz leisten einen wichtigen Beitrag im Hinblick auf die Erreichung der Klimaziele und die Wohngesundheit in Gebäuden. mehr

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Finanzierung
news-6872 Fri, 14 Feb 2020 16:50:00 +0100 Gebäude- und Raumaufmaß auf Knopfdruck https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/gebaeude-und-raumaufmass-auf-knopfdruck-6872.html 3D-Laserscanning revolutioniert Vermessungsarbeiten für Handwerk und Planer. Mit dem Raumscanner HottScan ist ein präzises Aufmaß trotz Inventar schnell und effizient möglich: Sie erhalten mit Laserdistanzmessungen binnen 2 Minuten ein komplettes 360° Fotopanorama. Mit der Software HottScan Raum-Modellierer visualisieren Sie Ihre Flächen, führen Aufmaßarbeiten durch und dokumentieren den Zustand der aufgenommenen Räume. Die erhobenen Daten werden in Ausgabeformaten wie z.B. DWG/DXF/IFC zur durchgängigen Weiterverarbeitung für Mengermittlungen oder Stücklisten bereitgestellt. Komplette Gebäude können mittels HottScan Projects generiert werden. mehr

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Finanzierung
news-6877 Fri, 14 Feb 2020 12:40:11 +0100 Energy Storage Europe | 10.-12.3.2020 https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/energy-storage-europe-10-1232020-6877.html Worauf bei Energiespeichern für Eigenheime und Gewerbe achten? Wie wichtig ist ein integriertes Energiemanagement? Was ist beim Verhältnis zwischen Kapazität und elektrischer Leistung des Speichers zu beachten? Auf der Energy Storage Europe beantworten Experten Ihre Fragen, stellen die neuesten Speicherinnovationen vor und berichten über erfolgreich erprobte Lösungen. Hier gehts zur Anmeldung.

 

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Solarenergie
news-6875 Fri, 14 Feb 2020 11:27:00 +0100 Ohne Verhaltensänderungen wird die Energiewende sehr teuer https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/ohne-verhaltensaenderungen-wird-die-energiewende-sehr-teuer-6875.html Aus technischer und systemischer Sicht ist es möglich, die energiebedingten CO₂-Emissionen bis zum Jahr 2050 um 95 bis 100 Prozent zu reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Wege zu einem klimaneutralen Energiesystem – Die deutsche Energiewende im Kontext gesellschaftlicher Verhaltensweisen" des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE. Als maßgeblichen Faktor für das Erreichen dieses Ziels machen die Forscher gesellschaftliches Verhalten aus. Für die Studie betrachteten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen den Verlauf, die technische Machbarkeit und die Kosten der Energiewende im Kontext verschiedener Entwicklungen gesellschaftlicher Verhaltensweisen und Einstellungen. Dafür berechneten sie vier Haupt-Szenarien: das Szenario Beharrung (starke Widerstände gegen den Einsatz neuer Techniken im Privatbereich), das Szenario Inakzeptanz (starker Widerstand gegen den Ausbau großer Infrastrukturen) und das Szenario Suffizienz (gesellschaftliche Verhaltensänderungen senken den Energieverbrauch deutlich) – diese verglichen sie mit einem Szenario, bei dem die Zielerreichung weder gefördert noch erschwert wird (Szenario Referenz). Für die Simulation und Optimierung der Szenarien wurde das am Fraunhofer ISE entwickelte Energiesystemmodell REMod (Regenerative Energien Modell) eingesetzt.

"Die stundenscharfe Betrachtung für die nächsten 30 Jahre zeigt, dass trotz eines sehr hohen Anteils fluktuierender erneuerbarer Energien für die Strombereitstellung in jeder Stunde und in allen Verbrauchssektoren eine sichere Versorgung erreicht werden kann", erklärt Prof. Dr. Hans-Martin Henning, Institutsleiter des Fraunhofer ISE und einer der Autoren der Studie. Zugleich zeigen die Ergebnisse, dass auf Basis erneuerbarer Energien hergestellter Strom zur wichtigsten Primärenergie wird und dass aufgrund der Sektorenkopplung mit einem stark steigenden Strombedarf zu rechnen ist – die Ergebnisse reichen vom 2- bis 2,5-fachen des heutigen Wertes. Die installierte Leistung von Wind- und Photovoltaikanlagen muss dafür um einen Faktor vier bis sieben im Vergleich zur heute installierten Gesamtleistung ansteigen.

Aufwand und Kosten zur Erreichung der deutschen Klimaschutzziele hängen maßgeblich von den Rahmenbedingungen ab, die von Verhalten und Einstellungen der Gesellschaft geprägt werden. So ist bei einem sparsameren Umgang mit Energie (Szenario Suffizienz) die notwendige Anzahl an Anlagen zur Wandlung, Speicherung, Verteilung und Nutzung von Energie substanziell niedriger als bei der weiteren Nutzung von Verbrennungstechniken für Wärmeversorgung und Mobilität (Szenario Beharrung), die zu deutlich höheren Ausbauraten für erneuerbare Energien und größeren Importmengen synthetischer chemischer Energieträger führt. Dies verteuert zugleich den Umbau des Energiesystems erheblich.

Der Widerstand gegen Windenergieanlagen und Netzausbau im Szenario Inakzeptanz lässt sich teilweise durch einen modifizierten Ausbaupfad mit einem stärkeren Zuwachs an PV-Anlagen und einer größeren Kapazität an Batteriespeichern kompensieren. Die Nettomehraufwendungen der untersuchten Szenarien über die nächsten dreißig Jahre im Vergleich mit einem Business-as-usual-Szenario liegen zwischen 440 Milliarden Euro für das Szenario Suffizienz und 2330 Milliarden Euro für das Szenario BeharrungBezogen auf das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands 2019 entspricht dies Werten von 0,4 Prozent (Szenario Suffizienz) über rund 1,5 Prozent (Szenarien Referenz und Inakzeptanzbis hin zu rund 2 Prozent (Szenario Beharrung). Der Großteil der Mehraufwendungen (je nach Szenario zwischen 63 und 75 Prozent) fällt dabei für Investitionen an, so dass nach Abschluss des Systemumbaus im Jahr 2050 diese Kosten erheblich sinken.

Eine wesentliche Voraussetzung für ein kostengünstiges Erreichen der Klimaschutzziele ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Markteinführung sämtlicher Technologien zur Wandlung, Speicherung, Verteilung, Nutzung und zur Systemintegration erneuerbarer Energien. "Trotz der Berücksichtigung der Importmöglichkeit erneuerbaren Stroms und erneuerbar hergestellter stofflicher Energieträger in unseren Untersuchungen erweist sich auch der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur sowie die Nutzung von thermischen und elektrischen Speichern in Deutschland im Kontext der Entwicklung des Gesamtsystems als sinnvoll", so Studienautor Dr. Christoph Kost, Gruppenleiter Energiesysteme und Energiewirtschaft am Fraunhofer ISE.

Szenarien für eine vollständige Reduktion der CO₂-Emissionen

Ergänzend wurden zwei Szenarien betrachtet, die eine Reduktion der energiebedingten CO₂-Emissionen um 100 Prozent bis 2050 bezogen auf den Wert von 1990 vorsehen:

Das Szenario Referenz100 übernimmt die wesentlichen Trends aus dem Szenario Referenz und verstärkt sie, um die verbliebenen fossilen Energieträger zu verdrängen. Die Nettomehraufwendungen liegen hier in ähnlicher Größenordnung wie für das Szenario Beharrung.

Das Szenario Suffizienz2035 übernimmt die Annahmen zum Verbrauchsrückgang des Szenarios Suffizienzsieht aber eine vollständige Reduktion der CO₂-Emissionen bereits bis 2035 vor. Die Nettomehraufwendungen liegen mit 3330 Mrd. Euro mehr als doppelt so hoch als im Szenario Referenz und deuten darauf hin, dass eine vollständige Reduktion energiebedingter CO₂- Emissionen bis 2035 auch aus Kostensicht sehr aufwändig ist. Größter Kostenblock in diesem Szenario ist die große Importmenge synthetischer Energieträger, die auf dem Weg bis 2050 notwendig ist, um alle Nachfragesektoren frühzeitig vollständig klimaneutral zu versorgen.

CO2-Vermeidungskosten

Die Modellergebnisse ermöglichen es, die zeitliche Entwicklung von CO2-Vermeidungskosten über die nächsten drei Jahrzehnte zu errechnen – also Kosten, die auf die Emission von CO2 erhoben werden müssten, um die Mehraufwendungen der Klimaschutzszenarien gegenüber einer Business-as-usual-Entwicklung zu kompensieren. Für das Referenz-Szenario liegen die CO2-Vermeidungskosten im Mittel bei rund 150 €/t CO2 und steigen von rund 50 €/t im Zeitraum 2021-2030 über 142 €/t in den Jahren 2031-2040 auf knapp über 180 €/t im Zeitraum 2041-2050 an. Die mittleren Werte über den Gesamtzeitraum liegen beim Suffizienz-Szenario mit 50 €/t CO2 deutlich niedriger und mit mehr als 230 €/t beim Festhalten an heute verwendeten Techniken (Szenario Beharrung) am höchsten. Quelle: Fraunhofer ISE / sth

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Finanzierung
news-6871 Fri, 14 Feb 2020 08:45:00 +0100 Der puren Steildach-Konfigurator ermittelt passende Aufbauten https://www.enbausa.de/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=6871&cHash=dd4215e0e122794d803d76d785d378b5 Der neue Steildach-Konfigurator von puren hilft, Neubauten wirtschaftlich zu dämmen oder in der Sanierung eine vorhandene Dämmung zu verbessern. Weil heute viele Wege zum Ziel führen und darüber hinaus verschiedene Forderungen umgesetzt werden können, bietet das neue Online-Tool stets mehrere Lösungen an. Je nach Anforderung, Mindestanforderung nach EnEV 2014, 25 Prozent unter EnEV 2014 oder Mindestanforderung bei KfW-Förderung, entstehen unterschiedlich stark gedämmte Konstruktionen. Die vom Konfigurator ermittelten Baukonstruktionen zeigt das vom System erstellte PDF „puren Empfehlungen“. Die Tabelle „weitere Empfehlungen“ baut die ermittelten Mindestforderungen bis in den Bereich eines Passivhauses aus. mehr

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news-6869 Thu, 13 Feb 2020 12:32:36 +0100 Optimale Organisation spart Zeit und Nerven https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/optimale-organisation-spart-zeit-und-nerven-6869.html WinWorker ist mit praktischen Funktionen ins Jahr gestartet, die das Leben erleichtern. Etwa das Planaufmaß: PDF-Baupläne bilden die Grundlage für ein Aufmaß am Bildschirm. Die Anbindung an die Daten von Knauf ermöglicht es, eine komplette Systemkalkulation in der Software zu erstellen. Mit der WinWorker Software kann der Handwerksprofi seine Aufträge vom Angebot bis zur Schlussrechnung strukturiert abwickeln. Bei Bedarf kann das Programm durch intelligente Module und Anbindungen erweitert werden. Mobile Anwendungen wie die Zeiterfassung, die Baudoku und die Geräteverwaltung ergänzen das Portfolio. mehr

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Finanzierung
news-6868 Wed, 12 Feb 2020 14:06:00 +0100 Sturmschäden nach „Sabine“ schnell beheben https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/sturmschaeden-nach-sabine-schnell-beheben-6868.html Selten zuvor hat ein Sturm über der Bundesrepublik solche enormen Kräfte wie das Sturmtief Sabine entwickelt. Mit orkanstarken Böen entwurzelte der Sturm nicht nur Bäume, sondern lockerte selbst schwere Dachziegel, hob sie an und verschob sie. Damit ist das zerstörte Dach nicht nur offen für Regen, sondern auch eine Gefahr für die Allgemeinheit, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB), denn ungesicherte Ziegel können herabstürzen und Menschen verletzen. Sturmschäden müssen immer möglichst schnell beseitigt werden. Hausbesitzer sind in der Pflicht, erinnert der VPB und rät: Jetzt nach dem Sturm das Haus schnellstens auf Schäden prüfen und diese umgehend beheben lassen.

Stark beansprucht werden von schweren Stürmen nicht nur Ziegel, sondern auch Fassadenverkleidungen. Häufig lösen sich Schindeln oder sogar Bretter aus dem Giebelfeld. Rings um Dachgauben können sich Teile lockern. Auch dort wird dem Regen der Weg ins Hausinnere erleichtert, und natürlich können solche Bauteile beim Herunterfallen gefährlich werden.

Kommt zum Sturm schwerer Regen, wie bei „Sabine“ jetzt, dann können auch Dächer, in die es seit Jahren oder sogar noch nie hineingeregnet hat, durchnässt werden. Hässliche Flecken an blütenweißen Dachschrägen zeugen dann vom Malheur – manchmal erst nach Tagen oder Wochen. Grund dafür ist die Mischung aus extrem viel Regen und starken Windböen. Normalerweise läuft auf dem ordentlich gedeckten Dach das Regenwasser auf der lückenlos geschlossenen Oberseite ab. Wenn die Dachneigung stimmt, dann folgt es einfach der Schwerkraft. Auch große Wassermassen können so problemlos abfließen. Kommt aber starker, böiger Wind hinzu, oder auch viel Hagel, der den Wasserablauf kurz blockiert, dann kann das Regenwasser hoch und unter die geschlossene Ziegeldecke gedrückt werden. Dort bahnt es sich dann seinen Weg ins Innere, vorzugsweise an Ecken, Gauben und rings um Dachflächenfenster. Das ist an sich kein Grund zur Panik, denn solche Stellen bereiten nach dem Unwetter meist viele Jahre lang keine Probleme mehr, erst wieder beim nächsten Orkan, bei dem Wassermenge und Windrichtung erneut unglücklich zusammentreffen.

Trotzdem dürfen diese Wasserschäden keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden, erinnert der VPB, denn oft durchnässt das eingedrungene Regenwasser die im Dach liegende Wärmedämmung. Das bringt zwei schwerwiegende Probleme mit sich: Zum einen isoliert nasser Dämmstoff nicht mehr, im Gegenteil, er wird sogar zum Wärmeleiter. An nassen Stellen geht also Energie verloren. Das zweite Problem ist noch gravierender: Die nasse, an Holzbauteilen anliegende Wärmedämmung behindert das Trocknen des Holzes. Bleibt das Holz aber länger nass, kann es faulen und wird zum Nährboden für Pilze. Auch bei undichter Dampfbremse und durchfeuchteter Dachkonstruktion kann sich Schimmel bilden und über Risse und Lücken in der inneren Wandbekleidung in die Raumluft gelangen. Damit ist nicht zu spaßen, warnt der VPB: Schimmel kann die Gesundheit gefährden.

Der VPB rät deshalb: Feuchte Stellen im Dach unbedingt schnell kontrollieren und reparieren lassen! Sonst werden aus kleinen Ursachen teure Bauschäden. Bester Partner für die Schadensanalyse, so der Verbraucherschutzverband, sind unabhängige Sachverständige, beste Partner für die Reparatur die Handwerksfirmen vor Ort. Am besten diejenige fragen, die das Dach gebaut, gedeckt und gedämmt hat. Aufgrund der Klimaänderungen werden auch die technischen Regeln für Anforderungen an die Windsicherung von Gebäudeteilen von Zeit zu Zeit erhöht. Diese gelten aber nur für neue Dächer. Alte Dächer, die noch nicht den aktuellen klimatischen Bedingungen entsprechend berechnet wurden, müssen umso sorgfältiger kontrolliert und instand gehalten werden, mahnt der VPB.

Starke Winde reißen auch Rollläden aus den Führungsschienen und drücken Fenster. Eine große Gefahr für Menschen und Gebäude sind auch umstürzende Bäume. Sie reißen mit, was ihnen im Weg steht: Dachrinnen, Fallrohre, Gerüste, Vordächer, Carports und Einfriedungen. Auch die Wurzel der umstürzenden Bäume können Leitungen und Kanäle beschädigen, ebenso Wege, Terrassen und Außentreppen.

Während die sichtbaren Schäden schnell behoben werden können, haben manche Hausbesitzer andere Probleme noch gar nicht entdeckt. Der Klassiker schlechthin ist der Baum, den der Sturm jetzt gelockert hat, der aber noch scheinbar unversehrt steht. Er kann irgendwann in den nächsten Monaten umkippen und dabei Menschen verletzen und Häuser beschädigen. Dann wird es schwer, den Schaden bei der Versicherung geltend zu machen. Viele Versicherungen prüfen dann die Windstärke zum Zeitpunkt des letzten Unwetters und stellen fest: Es war gar kein Sturm, ergo sind sie nicht verpflichtet, den Schaden zu regulieren. Dass der umgestürzte Baum tatsächlich eine Spätfolge von „Sabine“ oder einem anderen veritablen Sturm ist, muss der Hausbesitzer dann erst einmal beweisen. Quelle: VBP / pgl

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Dämmung & Fenster
news-6870 Wed, 12 Feb 2020 12:40:00 +0100 Das Multitalent - Der leichte VOGT Hammer https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/das-multitalent-der-leichte-vogt-hammer-6870.html Schnelles Entfernen alter, schadhafter Aussen- und Innenputze oder nicht ausreichender Wärmedämmverbundsysteme, Schlitzen und Ablösen von Dämmung zum Herstellen erforderlicher Brandüberschläge. Arbeiten vom Gerüst aus oder vom Boden. Abstoßen geklebter Fliesenbeläge mit Entfernen von Spachtel und Klebstoffreste. Abschaben elastischer und verklebter CV / Lino / Korkböden oder Designbeläge. Beim Entfernen von Putzen und spröden Materialien wird viel Staub freigesetzt, der das Bedienpersonal aber auch die Umgebung belastet. Die neue VOGT Staubabsaugung kann dem entgegentreten. Sie ist kombinierbar mit allen VOGT Hammer Typen. Die Absaugung kann mit allen gängigen Sanierungswerkzeugen angewendet werden. Die Installation erfolgt werkzeugfrei, die Absaugdüse wird über den Werkzeugschaft geschoben und der Schlauch per Klettschlaufen mit Schnellverschlüssen am Gerät entlang geführt. Durch die Verwendung von leichten Materialien ist kaum ein Mehrgewicht am Gerät zu spüren. Die Staubabsaugung ist von der BG-Bau geprüft und anerkannt und wird mit einer Arbeitsschutzprämie gefördert. mehr

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Finanzierung
news-6860 Wed, 12 Feb 2020 08:33:00 +0100 Berlin und NRW wollen Batteriespeicher fördern https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/berlin-und-nrw-wollen-batteriespeicher-foerdern-6860.html In Berlin startet ein Programm zur Förderung neuer Batteriespeicher für Solarstrom. In Nordrhein-Westfalen soll ein entsprechendes Programm im März kommen. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe in Berlin fördert netzdienliche, sekundäre Stromspeicher, die dauerhaft in Verbindung mit neu zu installierenden, an das Verteilnetz angeschlossenen Photovoltaikanlagen errichtet werden. Pro Photovoltaikanlage wird ein Stromspeicher gefördert. Geld gibt es für Speicheranlagen wie Batteriespeicher, Salzwasserbatterien, Redox-Flow-Systeme oder Wasserstoffspeichersysteme mit Elektrolyseur und Brennstoffzelle.

Der Zuschuss liegt bei 300 Euro je Kilowattstunde nutzbarer Kapazität des Stromspeichersystems, maximal jedoch bei 15.000 Euro pro System. Wenn Speicher oder das Energiemanagementsystem über eine prognosebasierte Betriebsstrategie verfügen gibt es 300 Euro extra.

Antragsberechtigt sind juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts, rechtsfähige Personengesellschaften, natürliche Personen sowie die Berliner

In Nordrhein-Westfalen sind wieder Anträge im Programm Progres NRW möglich. Ab März soll es auch Mittel für die Förderung von Batteriespeichern geben, so das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie.

Auch Bayern und Thüringen haben Programm zur Förderung von Batteriespeichern für neue PV-Anlagen. pgl

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Solarenergie
news-6866 Wed, 12 Feb 2020 07:31:00 +0100 Forscher: Power-to-Gas-Technologien sind ausgereift https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/forscher-power-to-gas-technologien-sind-ausgereift-6866.html Auf dem Weg zur Klimaneutralität gelten Power-to-Gas-Technologien als ein wichtiger Baustein. Im Projekt Store&Go haben Forscherinnen und Forscher aus ganz Europa unterschiedliche Verfahren zur Produktion von synthetischem Erdgas (SNG) aus erneuerbarem Strom erfolgreich umgesetzt: Aus drei Pilotanlagen konnte SNG ins lokale Erdgasnetz eingespeist oder verflüssigt als mobiler Energieträger bereitgestellt werden. Außerdem hat das Team die volkswirtschaftlichen Vorteile von Power-to-Gas (PtG) herausgearbeitet und passende Regulierungsempfehlungen entwickelt. Bis zum Jahr 2050 will Europa zum ersten klimaneutralen Kontinent werden. Um dieses langfristige Ziel zu erreichen, reicht es nicht aus, die Stromerzeugung auf erneuerbare Energien umzustellen – auch die Mobilität, die Wärmeerzeugung sowie alle industriellen Prozesse müssen CO2-neutral organisiert werden. „Sogar in den optimistischsten Szenarien erreicht der Grad der Elektrifizierung maximal 60 Prozent des Energieverbrauchs. Einen großen Teil unseres Energiebedarfs werden wir also auch zukünftig nicht mit Strom, sondern mit Energieträgern wie Methan decken müssen. Allerdings werden wir diese klimaneutral produzieren“, sagt Professor Thomas Kolb, Leiter des Engler-Bunte-Instituts (EBI) am KIT. „In drei Demonstrationsanlagen haben wir im Projekt Store&Go nachgewiesen, dass die Technologien hierfür nun ausgereift sind und für einen großflächigen Einsatz bereitstehen.“

Unterschiedliche Reaktorkonzepte und Regulierungsansätze im Test

Im EU-Forschungsprojekt Store&Go wurden ab 2016 an den drei Standorten Falkenhagen (Deutschland), Solothurn (Schweiz) und Troia (Italien) PtG-Demonstrationsanlagen aufgebaut und betrieben, die jeweils SNG aus Wasserstoff produzierten. Dieser wurde zuvor mittels klassischer Elektrolyseverfahren aus erneuerbarem Strom gewonnen. Bei der Methanisierung kamen drei unterschiedliche Reaktorkonzepte zum Einsatz: Mikroorganismen, ein neuartiger Reaktor mit Mikrostrukturen und ein am KIT entwickelter Wabenreaktor für die skalierbare Anwendung in Serie.

Da für die Umwandlung von Wasserstoff in SNG eine CO2-Quelle benötigt wird, wurden auch hierfür unterschiedliche Konzepte demonstriert, beispielsweise direct air capture (DAC), bei dem CO2 direkt aus der Umgebungsluft gewonnen wird. Alle Standorte produzierten während des Projekts hochreines SNG, das ins lokale Erdgasnetz eingespeist oder zu Flüssiggas weiterverarbeitet wurde. Neben den unterschiedlichen Konversionskonzepten wurde damit auch das netzdienliche Potenzial der PtG-Technologien demonstriert: Mit der gigantischen Speicherkapazität des europäischen Gasnetzes können Schwankungen bei der Produktion von Wind- oder Solarenergie ausgeglichen werden.

Neben den Technologien wurden in Store&Go aber auch die unterschiedlichen regulatorischen Bedingungen in den drei Ländern sowie mögliche Marktmodelle betrachtet. „Es reicht nicht, der Öffentlichkeit einfach nur eine leistungsfähige neue Technologie zur Verfügung zu stellen“, sagt Dr. Frank Graf (EBI), der Projektkoordinator bei Store&Go. „Wir haben konkrete Kosten für die Produktion von Methan aus Ökostrom ermittelt und Empfehlungen erarbeitet, wie und wo wir diese Technologien nun einführen sollten. Fragen der Versorgungssicherheit wurden genauso erörtert wie Anreize für private Investitionen in die PtG-Infrastruktur.“ Um diese Fragestellungen zu bearbeiten, ist das Store&Go-Konsortium vielfältig aufgestellt und umfasst neben Forschungseinrichtungen und großen Industrieunternehmen auch innovative Kleinunternehmen.

Die Abschlusskonferenz Store&Go findet am 17. und 18. Februar 2020 im Engler-Bunte-Institut auf dem Campus Süd des KIT in Karlsruhe statt.

 

 

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Heizung & Warmwasser
news-6865 Wed, 12 Feb 2020 07:16:00 +0100 Photovoltaik-Markt in Europa verdoppelt sich https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/photovoltaik-markt-in-europa-verdoppelt-sich-6865.html Der europäische Solarmarkt boomt. 2019 wurden nach Angaben des Branchenverbands Solarpower Europe Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 16,7 Gigawatt (GW) neu installiert. Das ist ein Wachstum von 104 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem 8,2 GW dazu kamen. Spitzenreiter war mit einem Zubau von 4,7 GW Spanien, Deutschland liegt mit 4 GW auf Platz zwei. Auf den weiteren Plätzen folgen die Niederlande (2,5 GW), Frankreich (1,1 GW) und Polen (784 Megawatt). Laut dem „EU Market Outlook for Solar Power 2019-2023“ wird für 2020 ein Zubau von 21 GW (plus 26 Prozent) erwartet, mit einem weiteren Anstieg in den Folgejahren bis auf 26,8 GW in 2023.

Treibende Kräfte in Spanien sind staatliche Auktionen, langfristige Direktlieferverträge (PPAs) sowie der Eigenverbrauch. Laut einem mittleren Szenario wächst der spanische PV-Markt bis zum Jahr 2023 um jährlich 34 Prozent und erreicht dann eine installierte Leistung von beinahe 26 GW. Bis 2030 sollen erneuerbare Energien 74 Prozent des Stromverbrauchs abdecken.

Wichtige Treiber für den Solarmarkt in Deutschland sind die Einspeisetarife für kleinere Anlagen, staatliche Ausschreibungen für Anlagen über 750 Kilowatt (kW), erste subventionsfreie große Solarparks sowie der Eigenverbrauch. Für dieses Jahr wird in einem mittleren Szenario ein PV-Wachstum in Höhe von 23 Prozent erwartet, für 2021 in Höhe von 10 Prozent. Um die Ausbauziele eines 65-prozentigen Erneuerbaren-Anteils im Strommix bis 2030 zu erreichen wäre ein jährlicher Zubau von rund 8 GW erforderlich.

Stark im Kommen ist die Photovoltaik in den Niederlanden. Für die kommenden 5 Jahre wird ein Zubau von 12,9 GW prognostiziert, das sind im Mittel 2,58 GW jährlich. Wesentliche Markttreiber sind für kleinere Anlagen das Net-Metering, für gewerbliche und Großanlagen Ausschreibungen im Rahmen des SDE+-Programms, erste PPAs (Public Private Agreements) und der Eigenverbrauch. Bis 2030 sollen mindestens 75 Prozent des Stroms erneuerbar sein.

Mit einem PV-Zubau von 1,6 GW in 2020 und mehr als 2 GW in 2021 wird in Frankreich gerechnet. Als wichtigster Markttreiber gelten Ausschreibungen für Anlagen mit mehr als 100 kW, Einspeisetarife für kleinere Anlagen sowie der Eigenverbrauch. Bis 2028 soll laut gesetzlichen Zielvorgaben eine installierte PV-Kapazität von 80 GW erreicht werden, derzeit sind rund 9 GW installiert.

Auch in Polen legt Photovoltaik kräftig zu. Für dieses Jahr wird erwartet, dass neue Anlagen mit 2,5 GW Leistung installiert werden. Staatlich unterstützt wird dies durch ein Programm zur Förderung des Eigenverbrauchs, Ausschreibungen, Steueranreize sowie zinsgünstige Kredite. Quelle: Solarpower Europe / sth

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Solarenergie
news-6864 Tue, 11 Feb 2020 10:29:56 +0100 Fassadenschäden durch Spechte mehren sich im Frühjahr https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/fassadenschaeden-durch-spechte-mehren-sich-im-fruehjahr-6864.html Im Herbst, vor allem aber auch im Frühjahr mehren sich die Schäden an Fassaden durch Spechte. Wärmedämm-Verbundsysteme sind besonders häufig betroffen. Die Kosten der Schadensbeseitigung übernimmt in der Regel keine Versicherung, daher gilt es vorzubeugen. Experten empfehlen beispielsweise eine dickere Putzschicht. Dass sich die Spechtschäden vor allem im Frühjahr häufen spricht dafür, dass es sich bei den schadenverursachenden Spechten um Jungtiere handelt, die ein eigenes Revier suchen. Gerade in besiedelten Gebieten werden die traditionellen Bleiben in Form morscher Bäume rar. Auf der Suche verwechseln die Vögel vor allem gedämmte, grob verputzte Hauswände mit Bäumen. „Die raue Struktur des Putzes gleicht der Baumrinde, das Dämmmaterial hat in etwa die gleiche Konsistenz wie weiches, vermodertes Holz“, schreibt der Bayrische Landesbund für Vogelschutz (LBV), der eine Broschüre zum Thema herausgegeben hat.

Hinzu kommt: Gerade im Frühjahr, wenn die Nächte noch kalt, die Fassaden jedoch von der täglichen Sonneneinstrahlung erwärmt sind, lassen sich viele Insekten auf der Fassade nieder. Wird es dann nachts kalt, erstarren sie oder kriechen nur sehr langsam herum. Mit kleinen Hack-Attacken sorgt der Specht zunächst dafür, dass Nischen entstehen, in denen die kleinen Krabbeltiere in kühlen Nächten eine warme Unterkunft finden. Kommt er dann wieder, findet er den Tisch reich gedeckt und fühlt sich wie zu Hause. Dann beginnt die eigentliche Zerstörung: mit bis zu 20 Hieben pro Sekunde hämmern die Tiere auf die Fassaden ein.

Hausbesitzer sollten Spechtschäden umgehend beseitigen, denn durch die Verletzungen am Putz dringt Feuchtigkeit in die Dämmschicht ein. Das gilt insbesondere für witterungsbelastete, wenig geschützte Fassaden. Allerdings ist zu beachten: die Reparatur ist nur erlaubt, wenn sichergestellt ist, dass keine Vögel in der Spechthöhle brüten. Spechte brüten zwischen April und August, danach können aber auch andere Vogelarten wie Meisen, Sperlinge oder Mauersegler die Höhle nutzen. Am besten sollten die Schäden daher außerhalb der Brutzeiten beseitigt werden. Noch besser ist es freilich, den Schäden vorzubeugen. Schließlich kostet die Reparatur je nach Aufwand und Fassade zwischen 150 und 700 Euro. Außerdem kommt es immer wieder vor, dass Spechte bereits verschlossene Löcher wieder öffnen oder daneben neue hacken. Ein Patentrezept, Spechthöhlen zu vermeiden gibt es nicht.

Experten empfehlen dicken Putz

Weitgehend einig sind sich die Experten darüber, dass eine dicke Putzschicht hilft, die der Specht nicht durchdringen kann. Empfohlen werden etwa sieben Millimeter starke Gewebespachtelungen. Zusammen mit drei Millimetern Oberputz entsteht so eine ein Zentimeter starke Putzschicht, die sowohl Schnabelhieben als auch anderen mechanischen Verletzungen gut standhält, dafür aber auch ihren Preis hat. Geeignet seien aber auch Platten, die als Verkleidung vor die Dämmung montiert werden. Wird die Dämmung jedoch mit Bauelementen aus Holz, Metall oder Kunststoff verkleidet oder mit Klinker, Ziegeln oder Natursteinen verblendet, muss die Fassade hinterlüftet werden. In diesem Fall so rät der Verband Privater Bauherren VPB, müssen die Zu- und Abluftöffnungen mit Vogelschutzgittern versehen werden, sonst nisten sich die Vögel hinter der Fassade ein. Gleiches gilt für Dachvorsprünge und Pfettenüberstände.

Als weitere wirkungsvolle Methode gilt es, die Fassaden zu begrünen. „Spechte halten sich an Bäumen meist in Stammnähe oder an dickeren Ästen auf. Dichtes Strauchwerk meiden sie“, schreibt dazu der LBV. Schon die unbegrünten Rankhilfen könnten Spechte am Anflug der Fassade hindern – sie müssten dazu möglichst engmaschig sein. Von engmaschigen Drahtnetzen an Hauswänden rät allerdings der Naturschutzbund ab, denn hängen diese Netze schlaff durch, können sie zur Todesfalle für die geschützten Spechte werden.

Buntspechte lieben Mauerkanten

Eine weitere bauliche Maßnahme zur Spechtabwehr sind dünne Metallbleche an den Hauskanten. Denn aufgrund der Anatomie seiner Zehen fliegt vor allem der weit verbreitete Buntspecht mit Vorliebe Gebäudekanten an, berichtet der österreichische Gutachter Michael Hladik in einem Fachbeitrag zu Spechtschäden. Deshalb finden sich die Löcher des Buntspechts oft an Bauteilkanten entlang aufgereiht. Die etwas andere Zehenanatomie des Schwarzsprechts dagegen erlaube diesem, sich auch an ebenen Flächen niederzulassen und festzuhalten. Finden sich die Löcher also auf Flächen, treibt eher ein Schwarzspecht sein Unwesen.

Abhilfe schaffen könnte hier bei Neubauten oder Sanierungen, eine besonders glatte Putzschicht aufzutragen, die den Vögeln keinen Halt bietet. Ist eine ältere Fassade Gegenstand der Attacken, raten Vogelschützer dazu, die Spechte zu vertreiben. Lärm und Flatterbänder haben sich als erfolgreich erwiesen. Allerdings mahnt der VPB zur Mäßigung: Der Specht ist geschützt und darf nicht gejagt werden, ebenso wie Schwalben oder Fledermäuse. Wenn sie am Haus brüten, darf dort nicht gebaut werden.

Manche Experten schlagen vor, CDs an die Hauswand zu hängen. Sowohl für Flatterbänder als auch für CDs gilt: Es genügt nicht, sie einmalig aufzuhängen. Sie müssen regelmäßig umgehängt und anders platziert werden. Andernfalls gewöhnen sich die Vögel daran und klopfen schon bald wieder an der Hausfassade. Als wirkungsvoll hat sich laut Hladik in vielen Fällen auch erwiesen, Greifvogel-Silhouetten aufzumalen oder entsprechend ausgeschnittene Folien auf die Fassade zu kleben. Allerdings müssten diese Silhouetten auch wirklich die Umrisse eines Greifvolgels zeigen, sonst lassen sie den Specht kalt.

Etwas aufwändiger, aber nach Ansicht vieler Experten ebenfalls wirkungsvoll ist das Anbringen von Greifvogel-Attrappen. Geeignet sind Uhu-, Eulen-, Habicht- oder auch Storchen-Attrappen. Allerdings gilt auch für diese, dass sich ihre Position regelmäßig ändern sollte. „Ein Plastik-Uhu, der tagelang am selben Fleck sitzt, verliert schnell seinen Schrecken“, so der LBV. Wird der Specht auf frischer Tat ertappt, gilt es, ihn von Beginn an zu stören: Lautes Klatschen, Trommeln, Pfiffe oder das Wedeln mit Tüchern – alles ist erlaubt. von Silke Thole

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Dämmung & Fenster
news-6863 Tue, 11 Feb 2020 07:41:00 +0100 Handwerk zeigt sich auf Fachmesse Dach und Holz optimistisch https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/handwerk-zeigt-sich-auf-fachmesse-dach-und-holz-optimistisch-6863.html 607 Aussteller aus 29 Ländern sorgten auf der Fachmesse Dach und Holz International 2020 in Stuttgart für volle Hallen. Unter dem Motto "Unsere Messe. Unsere Stärke." informierten sich rund 52.000 Besucher aus 83 Ländern über die Zukunft ihres Handwerks. Mit mehr Möglichkeiten zum Austausch, jeder Menge Erlebnischarakter und einem einmaligen, branchenübergreifenden Angebot war die Dach+Holz International 2020 ein zentrales Branchen-Event für Dachdecker, Zimmerer und Klempner.

Der Bereich Holzbau bot in der neuen Halle 10 das komplette Angebot auch für die Holzbaubranche erstmals gebündelt zu einer Zeit an einem Ort. „Die Dach+Holz International ist eine Plattform, die junge Talente, Influencer und etablierte Profis gleichermaßen nutzten, um sich zu treffen und auszutauschen. In allen Hallen war zu spüren, wieviel Herzblut sie in ihr Handwerk stecken“, sagt Robert Schuster, Projektleiter der DACH+HOLZ International.

Die gute Stimmung in den Hallen und bei den vorwiegend aus dem Handwerk stammenden Fachbesuchern spiegelte sich in der allgemeinen Bewertung der Branchenentwicklung wider. 89,7 Prozent der befragten Besucher gehen von einer anhaltenden bis steigenden konjunkturellen Entwicklung aus. Basierend auf den Herausforderungen, die der Boom mit sich bringt, gab ein Drittel aller Besucher an, dass die Suche nach Neuheiten im Vordergrund ihres Messebesuchs stand. Wissenstransfer und Austausch auf Augenhöhe zeichneten die DACH+HOLZ International 2020 ebenfalls aus.

Der Vor-Ort-Austausch mit den jungen Influencern und ihren Communities lieferte wertvolle, generationenübergreifende Gespräche mit vielen Aha-Momenten. Direkt daran anknüpfend zog das zweite Schwerpunktthema, die Digitalisierung von Kommunikations- und Geschäftsprozessen, großes Interesse auf sich – wie zum Beispiel die Sonderschau Digitalisierung zeigte: An elf Stationen stand das hautnahe Erleben neuer Technologien im Vordergrund, Experten zeigten auf, wie ein Einstieg in das Thema gelingt, weshalb es zukünftig so wichtig ist und welche Entwicklungen die Branche dabei in den kommenden Jahren bewegen werden. Quelle: Dach + Holz / pgl

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Dämmung & Fenster
news-6862 Mon, 10 Feb 2020 16:27:44 +0100 Dach und Holz zeigt Sonderschau Digitalisierung https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/dach-und-holz-zeigt-sonderschau-digitalisierung-6862.html Die Fachmesse Dach und Holz hatte auch einen Fokus auf dem Thema Digitalisierung, der mit einer eigenen Sonderschau bedient wurde. Messebesucher konnten dort verschiedene Werkzeuge und Tools aus dem „Innovationspfad Digitales Bauen“ live erleben. An elf Stationen zeigte die Sonderschau praxisnah, wie Tablet oder Drohne Einzug in den klassischen Werkzeugkoffer halten. Vorgestellt wurden zudem vollautomatisierte Entfernungsmessgeräte und Software, die das Erstellen von Plänen und Modellen zum Kinderspiel machen. Experten standen vor Ort Rede und Antwort.

Mit dabei war zum Beispiel der Drohnenanbieter Fairfleet, die Palette CAD GmbH mit einer 3D-Planungssoftware für das Handwerk, Materialrest24.de mit einem gemeinsamen virtuellen Lager für Handwerker und weitere Experten mit ihren Software-Lösungen für Projektmanagement und Prozessoptimierung. Kooperationspartner der Sonderschau waren die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) und das Kompetenzzentrum digitales Handwerk (KDH).

Auch ein Forum befasste sich mit dem Thema. Der Vortrag „Digitales Handwerk - Einfach Machen“ von Christoph Krause zum Beispiel zeigte an erfolgreichen Praxisbeispielen, wie der Wandel zur echten Chance wird. In weiteren Vorträgen und Talkrunden berichteten Handwerksunternehmen von ihren Erfahrungen aus der Praxis, ihre anfänglichen Bedenken und die positiven Erfahrungen nach der Umsetzung. Zudem gaben Fachleute einen Überblick der relevantesten BiM-Software-Tools.

Eine weitere Anlaufstelle zum Thema Digitalisierung war das gemeinsame Programm von BG BAU, ZVDH und Holzbau Deutschland. Dort wurden IT-Lösungen vorgestellt, um Bauprozesse erfolgreicher, aber auch sicherer zu machen. Drohnen-Hersteller zeigen, was die Geräte mittlerweile alles können. Die BG Bau hatte das Thema Arbeitssicherheit auf der Agenda. Mit Hilfe einer VR-Brille konnten die Besucherinnen und Besucher brenzlige Situationen auf Baustellen nachempfinden, Aufgaben virtuell erledigen und dabei mögliche Gefahren beseitigen. Zudem stellte die BG BAU ihre neue App zur Gefährdungsanalyse vor. Quelle: Dach + Holz / pgl

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Dämmung & Fenster
news-6855 Mon, 10 Feb 2020 07:20:00 +0100 Haus und Grund für Abschaffung des Energiebedarfsausweises https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/haus-und-grund-fuer-abschaffung-des-energiebedarfsausweises-6855.html Anlässlich der ersten Lesung des Gebäudeenergiegesetzes im Bundestag forderte der Eigentümerverband Haus & Grund Nachbesserungen. „Die energetischen Anforderungen an Wohngebäude müssen spürbar vereinfacht werden. Die Zusammenführung der unterschiedlichen Gesetze und Verordnungen in das Gebäudeenergiegesetz ist ein erster wichtiger Schritt“, sagte Verbandspräsident Kai Warnecke. Aus Gründen des Verbraucherschutzes müssen aber die Energiebedarfsausweise aus Sicht von Haus & Grund mit dem neuen Gesetz abgeschafft werden. Wie eine aktuelle Studie zeigt, liegen die theoretischen Bedarfswerte um bis zu 173 Prozent höher als die tatsächlich gemessenen Energieverbrauchswerte. „Durch die falschen Bedarfsberechnungen wird das Einsparpotenzial von Klimaschutzmaßnahmen im Gebäudebestand überschätzt. Eigentümer investieren dadurch viel Geld in Modernisierungen, die am Ende den Klimaschutz nicht voranbringen und das Wohnen teurer machen. Das sorgt für viel Unmut bei Eigentümern und Mietern“, fasst Warnecke die Studienergebnisse zusammen.

Mit Blick auf den ebenfalls geplanten Emissionshandel für den Verkehrs- und Gebäudesektor forderte Warnecke, die im Gebäudeenergiegesetz enthaltenen ordnungsrechtlichen Vorgaben schrittweise zu reduzieren. „Mit der zunehmenden Wirkung des CO2-Zertifikatepreises muss das Ordnungsrecht in spätestens zehn Jahren gänzlich wegfallen“, forderte Warnecke. Das Nebeneinander von CO2-Preis und Ordnungsrecht ergebe ökologisch und ökonomisch keinen Sinn. Quelle: Haus und Grund / pgl

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Finanzierung
news-6838 Mon, 10 Feb 2020 07:11:00 +0100 In Bochum-Weitmar entsteht CO2-minimierte Energieversorgung https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/in-bochum-weitmar-entsteht-co2-minimierte-energieversorgung-6838.html Die Energiewende auf Gebäude- und Quartiersebene einleiten – mit dieser Zielsetzung werden in Bochum-Weitmar in einer Siedlung des Wohnungsunternehmens Vonovia neue Technologien im laufenden Betrieb entwickelt und getestet. Energie wird nachhaltig und klimaschonend innerhalb des Quartiers über Photovoltaikanlagen gewonnen und durch ein Energiemanagementsystem auch direkt vor Ort genutzt. Dadurch soll eine energieeffiziente und CO2-minimierte Strom- und Wärmeversorgung des gesamten Viertels erreicht werden. Das vom Land Nordrhein-Westfalen mit 6,2 Millionen Euro geförderte Projekt ODH@Bochum-Weitmar ist auf drei Jahre angelegt.

Damit die erzeugte Energie so effizient wie möglich genutzt werden kann, werden die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität miteinander gekoppelt. Insgesamt soll ein vernetztes, dezentrales Versorgungssystem entstehen, das sowohl die Energieversorgung des Quartiers optimiert als auch wirtschaftlich vorteilhafte Lösungen für die Anforderungen der Energiewende bietet.

Um Veränderungen dieser Art anzustoßen, gründete die Fraunhofer-Gesellschaft zusammen mit Vonovia und zwölf weiteren Partnern im April 2018 den Open District Hub e.V. (ODH). Das Wohnviertel in Bochum-Weitmar ist eines von sechs Innovations-Quartieren, die im Rahmen der Initiative entwickelt und erforscht werden. Vonovia plant, das Viertel – gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft sowie dem Unternehmen Ampeers Energy – in absehbarer Zukunft mithilfe von digitalen Instrumenten optimal und nachhaltig mit Energie zu versorgen.

Konkret geht es um die Entwicklung eines sowohl intelligenten als auch selbstlernenden Energiemanagementsystems, das die richtige Energie zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung stellt – an E‑Ladesäulen, als Strom im eigenen Haushalt oder in Form von Wärme. Über eine digitale Marktplattform werden die Akteure der Angebots- und Nachfrageseite zum Handel und Austausch zusammengebracht. Auch die vorangelagerte Planung bestehender Quartiere hinsichtlich klimafreundlicher Versorgung und baulicher, energieeffizienzverbessernder Maßnahmen soll über einen integralen Prozess optimiert werden.

Auf dieser integralen Quartiersplanung liegt der Schwerpunkt des Fraunhofer UMSICHT. »In Zukunft kommen mit E-Mobility-Lösungen, neuen Geschäftsmodellen, der Interaktion mit den Energiemärkten und nicht zuletzt dem Wunsch nach klimaneutralem Wohnen neue Anforderungen auf die Quartiersplanung zu«, erklärt Leander Grunwald, der das Projekt auf Seiten des UMSICHT verantwortet. Diese komplexe Aufgabe wollen wir unter Nutzung mathematischer Optimierungen lösbar machen und unter den zahlreichen Technologie- und Effizienzoptionen die ökologisch und wirtschaftlich sinnvollste Kombination auswählen. Quelle: Vonovia / pgl

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Finanzierung
news-6854 Sun, 09 Feb 2020 07:31:00 +0100 Landkreis erstellt Tools für regionale Energiekonzepte https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/landkreis-erstellt-tools-fuer-regionale-energiekonzepte-6854.html Der Landkreis Ahrweiler will bis 2030 sowohl die Stromerzeugung als auch perspektivisch die Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umstellen. Inzwischen liegt das Energiekonzept dazu vor. Im Laufe des Entwicklungsprozesses sind auch Methoden und Instrumente entstanden, die andere Gemeinden, Landkreise und Städte oder auch Unternehmen dabei unterstützen, ihr eigenes regionales Energiekonzept zu gestalten. Im Rahmen des Projekts, das unter dem Namen EnAHRgie läuft, ist eine Toolbox entstanden. Der erste Schritt auf dem Weg zu einem regionalen Energiekonzept ist die Gestaltung sogenannter Energieszenarien. Sie bilden mögliche Energiemixe und Technologieoptionen ab und dienen als Orientierung für die zukünftige Nutzung erneuerbarer Energien – zugeschnitten auf die jeweilige Region und ihre Zielsetzung.

Das entsprechende Tool fragt unter anderem folgende Daten ab: Wie hoch ist der Bedarf an Strom und Wärme? Gibt es Flächen für Windenergieanlagen? Besteht Bereitschaft, in Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen oder Biofestbrennstoffanlagen zu investieren? Welche Technologie liefert wie viel Energie? Und wie wirken sich einzelne Szenarien auf Treibhausgasemission, regionale Wertschöpfung und Flächeninanspruchnahme aus?

Ist die Entscheidung für ein Szenario gefallen und damit klar, wo es mit der Energieversorgung in der Region hingehen soll, steht die Umsetzung in die Praxis an. Die EnAHRgie-Projektgruppe hat eine Reihe von Tools entwickelt, die diesen Prozess unterstützen. Wer beispielsweise ein Geschäftsmodell aufsetzen, Bürgerinnen und Bürger einbinden oder regionale Kooperationen aufbauen möchte, findet  konkrete Hilfestellungen.

Abgerundet wird der "Werkzeugkoffer" durch praxiserprobte Maßnahmentipps für die Umsetzung. Sie kommen zum Einsatz, wenn Unternehmen, Gemeinden, Landkreise oder Städte auf dem Weg zum regionalen Energiekonzept auf Schwierigkeiten oder Probleme stoßen – angefangen bei fehlender Akzeptanz über Ressourcenmangel bis zu Verteilerkonflikten. Für jedes dieser Szenarien stehen verschiedene Lösungsansätze zur Auswahl. Fraunhofer Umsicht / pgl

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Finanzierung
news-6861 Fri, 07 Feb 2020 08:58:16 +0100 "Wir wollen schnellstmöglich weg von den Ölheizungen" https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/wir-wollen-schnellstmoeglich-weg-von-den-oelheizungen-6861.html Die Kreisbaugesellschaft Tübingen hat ihre Sanierungsstrategie geändert. Fortan kommen Gebäude nicht zwingend auf die Sanierungsliste, nur weil sie 40 Jahre alt werden. Stattdessen schaut sich das Unternehmen mit rund 2.200 Wohnungen im Landkreis Tübingen genau an, welche Maßnahmen die höchsten CO2-Einsparungen bringen. Dadurch ist der Heizungstausch stärker in den Fokus gerückt. Kreisbau-Geschäftsführer Karl Scheinhardt erläutert die neue Vorgehensweise im Interview. Herr Scheinhardt, die Kreisbau Tübingen hat eine Änderung ihrer Sanierungsstrategie angekündigt. Was verbirgt sich dahinter?

Wir haben im vergangenen Jahr für unseren Gesamtbestand an Wohnungen eine relativ aufwändige CO2-Bilanz aufstellen lassen. Daraus haben wir eine Reihe von Erkenntnissen gewonnen, die uns dazu gebracht haben, unsere Sanierungsstrategie zu überdenken beziehungsweise zu ergänzen. Eine solche Erkenntnis ist: Da wir bereits in den 1990er Jahren und Anfang der 2000er einen Großteil unseres Bestands saniert haben, haben wir relativ viele Wohnanlagen, die zumindest nach unserer bisherigen Einschätzung als saniert gelten. Viele dieser Wohnungen werden jedoch noch mit alten Gasheizungen beheizt; etwa 150 Wohnungen werden sogar noch noch mit Ölheizungen beheizt. Im Zuge der CO2-Betrachtung rücken diese Wohnungen erneut in den Fokus. Wir wollen von den Ölheizungen so schnell wie möglich wegkommen. Bei den Gasheizungen sind wir uns da noch nicht so sicher. Da werden wir prüfen, welche anderen Möglichkeiten – etwa über Biogasnutzung – es gibt, die Wohnanlagen in Bezug auf den CO2-Ausstoß zu optimieren.

Komplettsanierung würde zu höheren Mieten führen

Hinzu kommt: Nicht alle Wohnanlagen, die bisher unsaniert sind und die wir nach unserer bisherigen Vorgehensweise in den nächsten Jahren saniert hätten, schreien nach einer energetischen Komplettsanierung. Wir haben einige Wohnanlagen, in denen die Mieten besonders günstig sind, die aber energetisch gar nicht so schlecht dastehen. Eine Komplettsanierung würde hier zu höheren Mieten führen.

Die Kreisbau hat die Betriebskosten ihrer Gebäude ja sehr genau im Blick. Wie haben sich denn die Komplettsanierungen der vergangenen Jahre auf die Betriebskosten ausgewirkt?

Das ist eine ganz spannende Frage. Tatsächlich ist es nicht so, dass wir mit einer umfassenden Sanierung deutlich Betriebskosten sparen. Natürlich sind die Energiekennwerte anschließend wesentlich besser und der Primärenergieverbrauch ist deutlich geringer als vor der Sanierung. Aber wenn wir heute eine alte Wohnanlage nach den neuesten Kriterien modernisieren, dann haben wir am Ende durch die vielen neuen Techniken und die damit verbundenen Wartungsverträge fast die gleichen Betriebskosten wie vorher. Das betrifft nicht nur Energieeffizienztechniken wie Lüftungsanlagen, sondern auch andere wie Aufzüge und ähnliches, die im Rahmen einer Modernisierung natürlich auch eingebaut werden. Daher ist es leider nicht so, dass wir sagen können: vorher 2,5 Euro Nebenkosten pro Quadratmeter und nach der Modernisierung nur noch 1,50 Euro. Vielmehr sind es auch nachher noch 2,5 Euro pro Quadratmeter, dafür hat das Gebäude aber einen Neubaustandard.

Welche Rolle spielt die neue Förderstrategie der Regierung bei Ihrer Entscheidung, sich jetzt stärker auf den Heizungsaustausch zu konzentrieren?

Keine. Als wir vorvergangenes Jahr in die Diskussion gingen und im letzten Jahr unsere relativ aufwändige CO2-Bilanz erstellt haben, war noch gar nicht klar, wie sich die Förderung entwickelt.

CO2-Emissionen sind großes Thema

Was hat Sie dazu bewogen, eine CO2-Bilanz aufstellen zu lassen?

Die CO2-Emissionen sind ein großes Thema in der Branche, wir sprechen darüber auch mit befreundeten Unternehmen. Zwar reden wir alle über den Autoverkehr, aber wir Wohnungsunternehmen wissen sehr wohl, dass ein erheblicher Anteil der CO2-Emissionen an den Gebäuden hängen und dass wir einen besonderen Fokus darauf legen müssen. Allerdings haben die wenigsten Wohnungsunternehmen wirklich eine Vorstellung davon, wie ihre CO2-Bilanz tatsächlich aussieht. Daher haben wir vor eineinhalb Jahren begonnen, uns ein Bild zu machen. Jetzt wissen wir genau, welche Heizanlage mit welchen Verbrauchskennwerten zu welchem CO2-Ausstoss führt und wie die Bilanz der einzelnen Gebäude aussieht. Das ist für uns eine wichtige Entscheidungsgrundlage und hat uns in der Entscheidung bestärkt, dass wir die Heizungen mit nicht regenerativen Energiequellen loswerden wollen.

Erstellen auch andere Wohnungsunternehmen CO2-Bilanzen?

Ich glaube, dass es im Moment nicht allzuviele Wohnungsunternehmen gibt, die wirklich sagen können, wo sie stehen. Viele haben das Thema auf dem Schirm, aber vermutlich nur wenige werden sagen können, dass sie jede einzelne Wohnanlage mit den entsprechenden Daten erfasst und ausgewertet haben.

Sie sagen, dass viele der noch nicht sanierten Gebäude in einem so guten Zustand sind, dass eine Komplettsanierung nicht unbedingt nötig ist. Ist das Thema Gebäudedämmung damit für Sie zunächst mal vom Tisch?

Nein, da habe ich mich vielleicht nicht ganz korrekt ausgedrückt. Natürlich werden wir mit mindestens gleicher Intensität unser Sanierungsprogramm weiterführen. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass wir der Klimaneutralität näher kommen.  – gerade hier in Tübingen, das dabei politisch eine Vorreiterrolle einnimmt. Wir geben jedes Jahr rund 4 bis 4,5 Millionen für Modernisierungen aus und das werden wir so fortführen. Aber: Es gibt ein paar Wohnanlagen, die wir vielleicht fünf oder zehn Jahre später sanieren, um die Mieten zunächst weiter gering halten zu können. Das schließt nicht aus, dass wir bei diesen Wohnanlagen aber schon vor der Sanierung die Heizungsanlagen austauschen.

Ist eine Sanierung zwangsläufig mit höheren Mieten nach Abschluss der Maßnahmen verbunden?

Tatsächlich ist es wirtschaftlich nicht darstellbar, umfassende Sanierungen durchzuführen, ohne dass die Mieten deutlich steigen. Die Kosten pro Quadratmeter Wohnfläche liegen bei den Kernsanierungen  mittlerweile deutlich über 2000 Euro und damit nicht mehr weit weg von den Neubaukosten. Es gibt zwar Fördermöglichkeiten und die helfen auch, trotzdem geht die Rechnung mit den momentanen Baukosten ohne die Gegenfinanzierung durch höhere Mieten nicht auf.

"Serielle Sanierung überzeugt uns noch nicht"

Was halten Sie von Ansätzen wie der seriellen Sanierung, die darauf abzielen, die Sanierungskosten deutlich zu senken?

Das was wir hier bisher gesehen haben, hat uns nicht überzeugt. Wir haben mit Vertretern der Dena zusammengesessen, die den Energiesprong-Ansatz in den deutschen Markt tragen wollen. Das hört sich sehr gut an und ich möchte auch nicht die Gelegenheit verpassen, mir ein solches Projekt einmal live vor Ort anzuschauen. Aber die Modelle, die bei den Gesprächen vorgestellt wurden, haben sich für unseren Bestand als kaum umsetzbar dargestellt. Ich kann noch nicht so richtig ermessen, warum das so ist. Ich weiß nicht, welches Gebäude man haben muss, damit man tatsächlich relativ einfach die vorgefertigten Module verbauen kann, um dann in kürzester Zeit und deutlich günstiger seine Modernisierung durchzuführen. Im Moment sind wir davon noch nicht überzeugt. Das mag aber daran liegen mag, dass wir das Konzept  nicht in allen Details erfasst haben.

Interview: Silke Thole

 

 

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Dämmung & Fenster
news-6843 Thu, 06 Feb 2020 10:03:00 +0100 Bundesgerichtshof stärkt Mieterstrom-Konzepte https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/bundesgerichtshof-staerkt-mieterstrom-konzepte-6843.html Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sich in einem Urteil mit dem Mieterstrom befasst. Die Versorgung mit EEG-vergünstigtem Mieterstrom ist demnach auch dann möglich, wenn mit den Leitungen eine Straße gekreuzt werden muss. "Das für eine regulierungsfreie dezentrale Stromversorgung sowie die Gewährung des Mieterstromzuschlags nach KWKG und auch EEG konstitutiv erforderliche Merkmal des Vorliegens einer Kundenanlage i.S.d. § 3 Nr. 24a EnWG kann auch dann erfüllt sein, wenn die entsprechende elektrische Versorgungsanlage eine öffentliche Straße kreuzt." Das hat der BGH mit Beschluss vom 12.. November 2019 (Az: EnVR 66/18) entschieden.

„Während alle Vorinstanzen großen Wert auf den Umstand legten, dass die vorliegend die Kundenanlage kreuzende Straße keine Durchfahrtsstraße darstellt, kam es dem BGH darauf gar nicht an. Vielmehr bejahte der BGH das Vorliegen der Kundenanlage unabhängig davon, ob es sich bei der Straße um eine (kleine) Erschließungsanlage handelt oder nicht“, berichtet der Prozessbevollmächtigte der Antragstellerin des vorliegenden Verfahrens, Rechtsanwalt Dirk Legler und ergänzt weiter: „Das bringt aus Sicht der dezentralen Objektversorgung erfreuliche Klarheit und vergrößert die Rechtssicherheit erheblich“.

Das EEG und das KWKG fördern seit einiger Zeit die so genannte dezentrale Stromversorgung aus direkt in den Quartieren installierten Blockheizkraftwerken (BHKWs) oder auch aus Solaranlagen. Voraussetzung für diese Förderung ist aber unter anderem, dass der solchermaßen dezentral produzierte Strom ohne Netzdurchleitung zu den versorgten Letztverbrauchern gelangt. Einen „Mieterstromzuschlag“ nach EEG und KWKG gibt es also nur, wenn keine Netzdurchleitung stattfindet.

Netzbetreiber legen Mieterstrom sehr eng aus

Faktisch ist dies ein großes Problem bei der dezentralen Stromversorgung, denn viele Netzbetreiber sind in den letzten Jahren dazu übergegangen, ein Netz schon dann zu bejahen, wenn das zu versorgende Quartier durch eine größere öffentlich gewidmete Straße gequert wird. Tatsächlich ist dies aber nahezu bei allen Quartieren der Fall (sieht man einmal von den autofreien Siedlungen ab).

Die Folge war, dass man sich mit dem Netzbetreiber zu streiten hatte, ob es sich nun um eine große Straße handelt, die Durchgangsverkehr ermöglicht oder auch faktisch stattfinden lässt – oder aber, ob nur eine schmale Anliegerstraße vorliegt. Die BNetzA und auch das OLG Düsseldorf hatten dazu eine feindifferenzierte Kasuistik entwickelt, die es dann von Fall zu Fall „abzuarbeiten“ galt: Und nur in dem Falle, dass tatsächlich eine schmale Anliegerstraße bejaht werden konnte, ließ sich das Vorliegen einer Netzversorgung noch verneinen.

Diesen unerfreulichen Streitigkeiten, die für die Marktaktuere viel Aufwand bedeuteten und zudem in erheblichem Ausmaße Planungssicherheit zerstörten, sind nun nicht mehr erforderlich, denn der BGH hat alledem eine deutliche Absage erteilt: Das für die Kundenanlage nach § 3 Nr. 24a lit. a) BGB erforderliche „räumlich zusammengehörende Gebiet“ liegt – so der BGH wörtlich – „auch dann vor, wenn sich die Kundenanlage über mehrere Grundstücke erstreckt und diese Grundstücke so gut wie ausschließlich über die Kundenanlage versorgt werden, sofern die Grundstücke aneinander angrenzen und nicht verstreut liegen und auf diese Weise ein geschlossenes, von den äußeren Grundstücksgrenzen begrenztes Gebiet darstellen. Dabei ist es unschädlich, wenn ein so abgegrenztes Gebiet Straßen, ähnliche öffentliche Räume oder vereinzelte, nicht ins Gewicht fallende andere Grundstücke einschließt, welche nicht durch die Kundenanlage versorgt werden.“ Quelle: VfW / pgl

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Solarenergie
news-6858 Thu, 06 Feb 2020 07:57:00 +0100 Ammoniak-Cracker soll grüne Energie erzeugen https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/ammoniak-cracker-soll-gruene-energie-erzeugen-6858.html Ein bisschen Wasser, etwas Stickstoff aus der Luft, und Strom aus dem Windpark: Ammoniak besteht aus leicht verfügbaren Rohstoffen, und es wird als grüner Energieträger gehandelt. Hocheffizient kann aus Ammoniak wiederum Wasserstoff hergestellt werden, um nutzbare Energie zu erzeugen. Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) und des Zentrums für BrennstoffzellenTechnik GmbH (ZBT) entwickeln dafür eine innovative Anlage: den Ammoniak-Cracker. NH3toH2, in Worten „Ammoniak zu Wasserstoff“ lautet der Name des bis 2022 laufenden Projekts, an dessen Ende ein möglichst effizienter Cracker stehen soll, der direkt mit einer Brennstoffzelle gekoppelt werden kann. Im Labor des ZBT wird er entwickelt, Wissenschaftler des UDE-Lehrstuhls „Energietechnik“ unterstützen dabei. Dafür setzen die Forscher Simulationsmodelle ebenso ein wie Untersuchungen an realen Prototypen.

Idealerweise steht am Ende des Projekts eine Anlage, deren Bestandteile wie Reaktor, Brenner, Wärmetauscher und Isolierung optimal aufeinander abgestimmt sind. Mittelpunkt der Technologie ist der Katalysator, für den in den kommenden Jahren der geeignetste Kandidat gefunden werden soll.

Energieversorgung ohne CO2

Ammoniak ist vielversprechend für eine nachhaltige, kohlenstofffreie Energieversorgung: Es kann aus leicht verfügbaren, günstigen Elementen hergestellt werden – künftig mit der Energie aus umweltverträglichen Quellen. Hierfür ließe sich Strom verwenden, der aus natürlichen Ressourcen kommt, sich aber bis heute nur unzureichend speichern lässt, zum Beispiel aus großen Photovoltaikanlagen oder Windparks. Bei Bedarf kann flüssiges Ammoniak mithilfe des Crackers wieder in seine Bestandteile Wasserstoff und Stickstoff zerlegt werden. Das so erzeugte Gas setzt eine Brennstoffzelle in elektrische Energie um, als Abgas bilden sich wiederum nur Wasser, Stickstoff und Sauerstoff.

Solche ammoniakversorgten Brennstoffzellensysteme können beispielsweise klimaschädliche Dieselaggregate in Entwicklungs- und Schwellenländern ersetzen, in denen kein zuverlässiges elektrisches Netz vorhanden ist. Der Vorteil gegenüber einer direkten Nutzung von Wasserstoff: Ammoniak hat eine hohe Energiedichte, ist einfach zu transportieren und unkompliziert zu speichern. NH3 bietet somit gerade bei der Herausforderung Klimawandel ein enormes Potenzial, Treibhausgasemissionen zu verringern.

Das Vorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. 

Quelle: Universität Duisburg-Essen/wh

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Heizung & Warmwasser
news-6856 Thu, 06 Feb 2020 07:35:00 +0100 Bafa erhöht Förderung von Energieberatung https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/bafa-erhoeht-foerderung-von-energieberatung-6856.html Die Richtlinie zur BAFA-Förderung "Energieberatung für Wohngebäude" wurde zum 1. Februar 2020 erhöht. Sowohl die Förderquote als auch die Förderhöchstsumme steigen. Energieberater erhalten nun eine Zuwendung in Höhe von 80 Prozent des zuwendungsfähigen Beratungshonorars, maximal jedoch 1300 Euro bei Ein- oder Zweifamilienhäusern und maximal 1700 Euro bei Wohngebäuden ab drei Wohneinheiten.

Die Förderung konnte bisher für Wohngebäude beantragt werden, für die der Bauantrag oder die Bauanzeige bis zum 31. Januar 2002 gestellt bzw. erstattet wurde. Nach der neuen Richtlinie muss der Bauantrag oder die Bauanzeige mindestens zehn Jahre zurückliegen. Das bedeutet, dass die Zahl der in Frage kommenden Gebäude deutlich steigt.

Für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) gibt es weiterhin einen zusätzlichen Zuschuss von bis zu 500 Euro, wenn der Energieberater das Sanierungskonzept bei einer Wohnungseigentümerversammlung oder Beiratssitzung vorstellt.

Die Verarbeitung der im BAFA eingehenden Anträge kann jedoch erst zum 10. März 2020 beginnen, deshalb werden Anträge, die ab dem 1. Februar eingehen, im BAFA geprüft und bevorratet bis die Zuwendungsbescheide mit den neuen Zuschussbeträgen ab dem 10. März erzeugt und den Energieberatern in deren elektronischen Postfächern zur Verfügung gestellt werden. Quelle: GIH / pgl

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Finanzierung
news-6859 Thu, 06 Feb 2020 07:01:00 +0100 Erste Power-to-Gas-Anlage im schweizerischen Dietikon https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/erste-power-to-gas-anlage-im-schweizerischen-dietikon-6859.html Es gab grünes Licht für eine erste industrielle Power-to-Gas-Anlage im schweizerischen Dietikon. Deutsche Technologie- und Entwicklungspartner sind die beiden Viessmann-Tochterunternehmen microbEnergy und Schmack Biogas sowie Siemens. Der schweizerische Energieversorger Limeco baut mit den Viessmann-Tochterunternehmen MicrobEnergy und Schmack Biogas die weltweit größte Power-to-Gas-Anlage, in der die mikrobiologische Umwandlung von Wasserstoff zu Methan zur Anwendung kommt. Die Technologie wurde von MicrobEnergy entwickelt und zur technischen Reife gebracht. Technologielieferant für die Elektrolyse ist Siemens. Die beteiligten Unternehmen unterzeichneten gemeinsam den Werkvertrag für das zukunftsweisende Großprojekt.

Schlüsseltechnologie für nachhaltiges Energiesystem

Limeco startet das Projekt unter den Prämissen der schweizerischen „Energiestrategie 2050“, die auf Atomausstieg, die Reduktion von Treibhausgasen und den Ausbau von erneuerbarer Energie wie Solar- oder Windkraft setzt. Für Patrik Feusi, Geschäftsführer bei Limeco, ist die PtG-Technologie der Schlüssel für ein regionales umweltfreundliches Energiekonzept: „Wir engagieren uns tagtäglich für die saubere Zukunft. Mit Strom aus unserer Kehrichtverwertungsanlage und dem Klärgas aus unserer Abwasserreinigungsanlage liefern wir die zwei wichtigsten Zutaten im Power-to-Gas-Prozess – und zwar am gleichen Standort! Darum macht das erste Schweizer Hybridkraftwerk genau hier in Dietikon Sinn.“

Nach dem Spatenstich im Frühjahr 2020 soll die Inbetriebnahme in rund einem Jahr erfolgen. Für den Bau der Anlage ist Schmack Biogas verantwortlich. Durch die Verbrennung von erneuerbarem Gas anstelle von Heizöl werden dann jährlich 4000 - 5000 Tonnen weniger CO2 -Emissionen entstehen, was dem Verbrauch von ungefähr 2000 Haushalten entspricht.

Idealer Standort für Sektorkopplung

Doris Schmack, Geschäftsführerin der MicrobEnergy, verfolgt mit der Sektorkopplung einen ganzheitlichen Ansatz und ist von den Voraussetzungen des Schweizer Standorts überzeugt: „Limeco ist mit seinen drei Geschäftsbereichen Abfall- und Abwasserentsorgung sowie Wärmeversorgung für ein Energiesystem mit Power-to-Gas prädestiniert. Der bei der Kehrichtverwertung erzeugte Überschussstrom wird zu Wasserstoff umgewandelt und mit Klärgas aus der Abwasserreinigungsanlage gemischt – so entsteht speicherbares erneuerbares Gas.“

Die Elektrolyseanlage auf Basis von Proton Exchange Membrane (PEM) von Siemens verfügt über eine Leistung von insgesamt 2,5 MW und kann damit bis zu 450 Nm³/h Wasserstoff erzeugen. Dieser wird dann zusammen mit dem Kohlendioxid aus dem anfallenden Klärgas zu Biomethan umgewandelt.

Schweizweit enormes Potenzial für Power-to-Gas

Das Projekt ist durch die Kooperation der Limeco mit der Swisspower AG und regionalen Energieversorgungsunternehmen breit abgestützt. Sie alle sehen ein enormes Potenzial für Power-to-Gas in der Schweiz. Alleine mit PtG-Anlagen an den 100 größten Abwasserreinigungsanlagen der Schweiz könnte der Energiebedarf von über 250.000 Personen gedeckt werden.

Quelle: Viessmann/wh 

 

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Heizung & Warmwasser
news-6857 Wed, 05 Feb 2020 08:33:45 +0100 "Beim Gebäudeenergiegesetz überwiegen die kritischen Punkte" https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/beim-gebaeudeenergiegesetz-ueberwiegen-die-kritischen-punkte-6857.html Die erste Lesung des Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist durch, schon im März wird die finale Abstimmung im Parlament erwartet. Eine so genannte Innovationsklausel soll Quartierslösungen erleichtern. Christian Noll, Geschäftsführer der Deutschen Unternehmensinitiative Energieffizienz (Deneff) warnt aber vor einem drohenden Aufweichen von Minimalstands. Das gefährde die Klimaziele. Ist das GEG in Sachen Klimaschutz ein Schritt nach vorne?
Noll: Maximal ist es ein Trippeln auf der Stelle. Es gibt ein paar kleine Schritte, wie die anlassbezogene Beratung beim Eigentümerwechsel oder das sogenannte Ölheizungsverbot, wenn sie denn so kommen wie vorgeschlagen. Der wesentliche Punkt sind aber Aufweichungen, die kritischen Punkte überwiegen leider.

Einige Experten haben sich in der aktuellen Debatte um das Gebäudeenergiegesetz relativ zufrieden geäußert, Sie bleiben bei Ihrer kritischen Einschätzung. Was ist der Grund?

Der Grund ist, dass der Entwurf so wie er ist keinen weiteren Beitrag zu einer CO2-Einsparung im Gebäudebereich bringt. Die Zusammenlegung von Energieeinsparverordnung und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz ist zwar zu begrüßen, aber ob das nennenswert CO2 einspart, bezweifeln wir. An einigen Punkten sind wir zudem skeptisch, weil es zu einer Aufweichung der Anforderungen kommt. Er fällt auch hinter frühere Entwürfe zurück, in denen zumindest eine stärkere Vorbildfunktion der öffentlichen Hand vorgesehen war. Im Klimaschutzgesetz ist bezogen auf die Gebäude der öffentlichen Hand geregelt, dass hier auch die volkswirtschaftlichen Klimaschutzkosten zu betrachten sind. Das spielt im Gebäudeenergiegesetz jedoch bislang keine Rolle. Unsere Hauptkritik richtet sich aber gegen die Innovationsklausel, weil damit Anlässe zur Aufweichung geschaffen werden oder in Ansätzen bereits vorhanden sind. Auch die Umsetzung von EU-Anforderungen ist mit dem GEG nicht gewährleistet.

Es gibt eine Reihe von Fachleuten, die der Innovationsklausel etwas abgewinnen können. Kann die Betrachtung kompletter Quartiere nicht eine Chance sein, zu guten Lösungen zu kommen?

Einige Quartiersansätze sehen wir positiv. Die können allerdings jetzt auch schon umgesetzt werden und werden sogar gefördert. Die Frage ist aber, was jeweils unter Quartiersansatz verstanden wird. Quartiersansätze können helfen, Ziele zu erreichen, wenn sie ambitioniert sind, aber sie dürfen nicht dazu genutzt werden, um Mindeststandards zu unterlaufen. Nach der jetzigen Fassung wird es möglich sein, Gebäude so zu sanieren, dass sie anschließend nicht einmal die Bestandsanforderungen der aktuellen EnEV erfüllen, wenn dafür andere Gebäude im Quartier etwas besser sind. Bei Sanierungen einzelner Gebäude darf deren Wärmeschutz auf dem Niveau der Energieschleudern der 1950er Jahre bleiben. Das kann kein zukunftsweisender Ansatz im Sinne des Klimaschutzes sein. Dazu kommt, dass die Quartiere nicht exakt definiert sind.

Wie sind Quartiere charakterisiert?

Es wird von einem räumlichen Zusammenhang gesprochen, aber was das bedeutet ist nicht klar. Dieser wird auch in der Begründung des Gesetzes nicht konkretisiert. So dürfte man Gebäude überspringen, die zwischen Gebäuden liegen, die gemeinsam bilanziert wurden. Wo die Grenze liegt und wie man das auslegt ist unklar und dazu noch uneinheitlich zum Energiewirtschaftsgesetz.

Sehen Sie Möglichkeiten die Innovationsklausel so nachzubessern, dass sie für den Klimaschutz etwas bringt?

Wir würden es auf jeden Fall begrüßen, wenn eine Innovationsklausel an den Energie- und Klimazielen sowie an nachgewiesenen, tatsächlichen Ergebnissen – also Verbräuchen – ausgerichtet würde. Wenn man sich am Ergebnis orientiert wie man dies in China, in Schweden und in dem US-Staat Washington tut, dann kann man Innovationen anreizen. Die bloße Änderung der Bezugsgrößen tut dies nicht. Für neue Gebäudetechnologien oder Bauprodukte, die nach bestehenden Normen nach dem Referenzgebäudeverfahren bislang nicht berücksichtigt werden, ändert sich auch nichts, nur weil nach CO2 bilanziert wird. Derzeit ist die Innovationsklausel eher ein Einfallstor für weitere Aufweichungen, reduziert in keinster Weise Komplexität und sollte gestrichen werden.

Wie wahrscheinlich ist es, dass es beim Gebäudeenergiegesetz in der weiteren Diskussion noch zu substantiellen Änderungen kommt?

Aus unserer Sicht ist die Meinungsbildung dazu weitgehend abgeschlossen. Der öffentliche Druck hat mit der Verabschiedung des Klimapakets nachgelassen, der politische Spielraum wird als ausgeschöpft dargestellt. Möglicherweise gibt es bei den Anforderungen an die Gebäude der öffentlichen Hand noch Nachbesserungspotential, das hat sich in den ersten parlamentarischen Diskussionen gezeigt. Wir haben die Hoffnung, in einigen Punkten die verdeckten Abschwächungen herauszubekommen. So wurden etwa bei der Erweiterung von Gebäuden die Anforderungen abgesenkt ohne Begründung, das könnte noch rückgängig gemacht werden.

Ist man beim Gebäudeenergiegesetz in Bezug auf Vorgaben der EU auf der sicheren Seite?

Für die Meldung des Niedrigstenergiegebäudes hätte man das GEG nicht benötigt. Der EU-Kommission wurde bereits mitgeteilt, dass man einfach die aktuelle EnEV-Anforderung zum Niedrigstenergiegebäude erklärt. Man kann darüber streiten, ob das sachgerecht ist und ob die EU das anerkennen wird. Die EU-Gebäuderichtlinie sieht weiterhin Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Transparenz für den Gebäudebestand vor, zum Beispiel für große Gewerbegebäude Energiemonitoring und Energiemanagement. Das ist im GEG überhaupt nicht umgesetzt und soll eigentlich bis 2025 bereits flächendeckend ausgerollt sein. Außerdem sagt die EU-Gebäuderichtlinie, dass auch bei Quartiersansätzen jedes einzelne Gebäude die Mindestanforderungen erfüllen muss. Nach der deutschen Variante ist das nicht der Fall.

Es gibt also keine Rechtssicherheit?

Als Bauherr muss ich mir überlegen, wenn ich die Innovationsklausel nutze und ein Gebäude baue oder saniere, ob das rechtssicher ist.

Wie sieht der weitere Zeitplan beim GEG aus?

Kommende Woche geht es in den Ausschuss für Wirtschaft und Energie, dann wird entschieden, ob es eine Expertenanhörung gibt und im März würden die zweite und dritte Lesung sowie die Abstimmung im Bundestag erfolgen. Wenn man bedenkt, dass das Gesetz vier Jahre in der Mache ist, wird es im Moment durchs Parlament gepeitscht. Man will das Thema vom Tisch bekommen. Die positive Bewertung durch manche Akteure hat sicher auch damit zu tun, dass man die Unsicherheit beenden möchte.

Interview: Pia Grund-Ludwig

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Finanzierung
news-6831 Wed, 05 Feb 2020 06:44:00 +0100 Windhager baut sein Pelletheizungsprogramm aus https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/windhager-baut-sein-pelletheizungsprogramm-aus-6831.html Der Pelletskessel BioWIN2 Touch von Windhager ist seit diesem Monat auch als Wärmepumpen-Hybridheizung in vier Leistungsgrößen von 10 bis 26 kW erhältlich. Die neue BioWIN2 Hybrid-Geräteserie überzeugt dem Hersteller zufolge durch hohe Energieeffizienz bei flüsterleisem Betrieb sowie geringen Platzbedarf. Viele Modernisierer möchten ihr Heizsystem gerne auf eine Wärmepumpe umstellen. Ältere Heizanlagen mit Radiatoren oder auch Fußbodenheizungen mit großen Rohrabständen benötigen jedoch hohe Vorlauftemperaturen, die von einer Wärmepumpe meist nicht effizient und wirtschaftlich bereitgestellt werden können. Für diese Fälle hat Windhager seinen bewährten Pelletskessel BioWIN2 Touch mit der Luft-Wärmepumpe AeroWIN Klassik zur BioWIN2 Hybridlösung kombiniert. Bei Außentemperaturen um die 0° stellt die Wärmepumpe die benötigte Wärme kostengünstig und energiesparend bereit. An kälteren Tagen oder bei höherem Wärmebedarf übernimmt der Pelletskessel den Heizbetrieb. Da beide Einheiten auch unabhängig voneinander arbeiten, profitiert der Betreiber von doppelter Sicherheit und Unabhängigkeit bei der Wärmeversorgung. Als praktische All-in-One-Lösung verfügt der BioWIN2 Hybrid zudem über einen großen Pellets-Vorratsbehälter mit 200 kg Fassungsvermögen. Ein Pelletslager ist daher nicht notwendig, lediglich der Behälter muss je nach Wärmebedarf und Komforteinstellung nachgefüllt werden.

Im kombinierten Heizbetrieb sorgt die intelligente Smart-Flow Hydraulik für das energieeffiziente Zusammenspiel von Pellets- und Wärmepumpeneinheit. Der BioWIN2 Hybrid kann dadurch ohne Elektro-Heizstab und Pufferspeicher betrieben werden. Zu den Besonderheiten dieser Heizlösung zählt auch der Hybrid-Assistent. Die farbige LED-Anzeige signalisiert, welcher der beiden Wärmeerzeuger mit welcher Leistung gerade in Betrieb ist. Mit der Bedieneinheit InfoWIN Touch lässt sich die Pellets-Hybridheizung zudem sehr einfach und intuitiv bedienen. Durch den integrierten Webserver ist auch eine Steuerung der Heizung aus der Ferne möglich.

Wichtiger Bestandteil der BioWIN2 Hybridlösung ist die energieeffiziente Luft-Wasser-Wärmepumpe AeroWIN Klassik. Selbst bei Vorlauftemperaturen von über 50 °C entspricht das Gerät der Energie-Effizienzklasse A++. Auch Vorlauftemperaturen von bis zu 60° sind möglich. So wird ein hoher Warmwasserkomfort sichergestellt. Dank Invertertechnologie und schallentkoppeltem Aufbau arbeite die Wärmepumpe außerordentlich leise, so Windhager. Im Abstand von fünf Metern betrage der Schalldruckpegel nur etwa 30 Dezibel. Bei Bedarf, wie zum Beispiel in den Nachtstunden, sorgt die Silent Mode-Funktion für einen extra geräuscharmen Betrieb. Die AeroWIN Klassik benötigt nur wenig Platz und lässt sich einfach im Außenbereich des Gebäudes installieren. Flexible Anschluss- und Aufstellmöglichkeiten erleichtern die Montage. Da die Wärmepumpe nach dem Monoblock-Prinzip arbeitet, überzeugt sie mit geringem Wartungsaufwand und hoher Betriebssicherheit. Zusätzlicher Pluspunkt: Der Fachmann benötigt keinen Kälteschein für die Installation. Die AeroWIN Klassik mit einer Heizlast von 4 oder 8 kW lässt sich nicht nur mit dem BioWIN2 Touch zum BioWIN 2 Hybrid verbinden sondern auch als Solo-Gerät installieren.

Darüber hinaus überzeugt der BioWIN2 Hybrid mit allen Vorteilen des bewährten Pelletskessels BioWIN2 Touch. Dazu zählen der selbstreinigende und robuste LowDust-Brenner, das verschleiß- und wartungsfreie Zündelement sowie eine besonders kompakte Kessel-Bauweise mit nur 2 m² Platzbedarf inklusive aller Mindestabstände.

Für ein einfaches Plug & Play sind beim BioWIN2 Hybrid zudem alle Hydraulikkomponenten auch für die Wärmepumpe platzsparend im Gerät integriert. Der Pelletskessel wird geteilt geliefert, wodurch die Einbringung und der Einbau zusätzlich erleichtert werden. Quelle: Windhanger/wh 

 

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Heizung & Warmwasser
news-6853 Wed, 05 Feb 2020 06:27:00 +0100 Neuer Weltrekord bei Perowskit-Silizium-Tandemsolarzelle https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/neuer-weltrekord-bei-perowskit-silizium-tandemsolarzelle-6853.html Im Rennen um immer höhere Wirkungsgrade liegt aktuell wieder ein Entwicklungsteam des Helmholz-Zentrums für Material und Energie Berlin (HZB)vorne. Die Gruppen von Steve Albrecht und Bernd Stannowski haben eine Tandemsolarzelle aus den Halbleitern Perowskit und Silizium entwickelt, die 29,15 Prozent des eingestrahlten Lichts in elektrische Energie umwandelt. Dieser Wert ist offiziell durch das CalLab des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) zertifiziert. Damit ist die Überwindung der 30-Prozent-Effizienz-Marke in greifbare Nähe gerückt. Während Silizium insbesondere die roten Anteile des Sonnenlichts in Strom umwandelt, nutzen Perowskit-Verbindungen vor allem die blauen Anteile des Spektrums. Eine Tandemsolarzelle aus Silizium und Perowskit schafft dadurch deutlich höhere Wirkungsgrade als jede Einzelzelle für sich genommen.

Prof. Dr. Steve Albrecht, der am HZB eine vom Bundesforschungsministerium geförderte Nachwuchsgruppe leitet, und Prof. Dr. Bernd Stannowski vom HZB-Institut PVcomB haben zusammen bereits mehrfach für neue Rekordwerte von monolithischen Tandemsolarzellen gesorgt. Ende 2018 stellte das Team eine Tandemsolarzelle aus Silizium mit einem Metall-Halogenid-Perowskit vor, die 25,5 Prozent Wirkungsgrad erreicht. Dann verkündete die Firma Oxford PV einen Wert von 28 Prozent und nun kann das HZB-Team den nächsten Rekord melden.

Der Wert von 29,15 Prozent ist vom CalLab des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) zertifiziert und erscheint nun auch in den NREL-Charts. Diese Grafik, die vom National Renewable Energy Lab (NREL), USA, herausgegeben wird, verzeichnet die Entwicklung der Wirkungsgrade für nahezu alle Solarzell-Typen seit 1976. Perowskit-Verbindungen sind erst seit 2013 mit eingezeichnet – der Wirkungsgrad dieser Materialklasse ist seitdem so stark gestiegen wie für kein anderes Material.

„Wir haben für die Rekordzelle in Zusammenarbeit mit der Gruppe von Prof. Vytautas Getautis (Kaunas University of Technology) eine spezielle neue Kontaktschicht entwickelt und eine weitere Zwischenschicht optimiert“, erklären Eike Köhnen und Amran Al-Ashouri, Doktoranden in der Gruppe von Albrecht. Durch die neue Kontaktschicht konnte zudem im HySPRINT-Labor des HZB die Komposition der Perowskitverbindung weiter angepasst werden, so dass diese in der Tandemsolarzelle unter Beleuchtung stabiler ist und noch besser zum Stromgleichgewicht beiträgt. Die Silizium-Unterzelle stammt aus der Gruppe von Stannowski und enthält eine spezielle Siliziumoxid Mischschicht zur optischen Kopplung beider Einzelzellen.

Alle Prozesse, die zum Realisieren dieser Quadratzentimeter-Zelle verwendet wurden, sind im Prinzip auch für große Flächen geeignet. Erste Versuche mithilfe von Vakuumprozessen waren bereits erfolgreich, so das HZB.  Die praktisch-realistische Grenze für den Wirkungsgrad von Tandemzellen aus Silizium und Perowskiten liegt bei etwa 35 Prozent. Als nächstes will das HZB Team die 30 Prozent Effizienz-Barriere überwinden. Erste Ideen dafür liegen bereits vor, erklärt Albrecht. Quelle: HZB / sth

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Solarenergie