enbausa.de - Energetisch Bauen und Sanieren https://www.enbausa.de/ Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen de-DE EnBauSa Tue, 26 Oct 2021 08:14:12 +0200 Tue, 26 Oct 2021 08:14:12 +0200 TYPO3 EXT:news news-7617 Mon, 25 Oct 2021 15:57:31 +0200 Solar-Nachfrage nach Rekordjahr nochmals verdoppelt https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/solar-nachfrage-nach-rekordjahr-nochmals-verdoppelt-7617.html Die Deutschen zeigen klare Kante für mehr Klimaschutz und weisen den Weg für eine klimaneutrale Zukunft. Die Nachfrage nach Solaranlagen hat sich 2021 im Vergleich zum Vorjahr nochmals verdoppelt.  Bereits 2020 gab es in der Bundesrepublik einen Rekordzubau und eine Verdoppelung der Solarnachfrage. Mit dem reformierten Erneuerbare-Energien-Gesetz, das am 1. Januar 2021 in Kraft trat (EEG 2021), zeichnet sich ein klarer Trend zu immer größeren Photovoltaikanlagen auf Privathäusern ab. Die deutlich gestiegene Anzahl installierter Wallboxen in Kombination mit einer PV-Anlage zeigt, dass immer mehr Eigenheimbesitzer auf E-Mobilität setzen. Für den Zolar Trendradar hat Zolar mehr als 67.000 Anfragen von Solarinteressierten im Zeitraum vom 1. September 2019 bis 31. August 2021 ausgewertet.

Trend zu größeren Solaranlagen auf Ein- und Zweifamilienhäusern

Mit dem EEG 2021 sind seit dem 1. Januar 2021 PV-Anlagen bis 30 kWp und einem Eigenverbrauch von unter 30.000 Kilowattstunden von der EEG-Umlage befreit. Diese Grenze lag zuvor bei 10 kWp. Seither zeichnet sich ein deutlicher Trend zu größeren Photovoltaikdachanlagen auf Ein- und Zweifamilienhäusern ab. Betrug 2020 die durchschnittliche Anlagengröße 9 kWp, lag sie bis einschließlich August 2021 bereits bei 9,74 kWp. Die größten PV-Anlagen kauften 2021 Eigenheimbesitzer in Schleswig-Holstein mit einer durchschnittlichen Größe von 11 kWp. Auf Platz zwei und drei landen Bayern und Sachsen-Anhalt mit jeweils 10,7 und 10,5 kWp durchschnittlicher Anlagengröße. Die kleinsten PV-Anlagen wurden 2020 und 2021 in Berlin (20: 8,6 kWp, 21: 9,4 kWp), Bremen (20: 6,2 kWp, 21: 7,4 kWp) und Nordrhein-Westfalen (20: 8,4 kWp, 21: 9,7 kWp) gebaut.

78 Prozent wählen Solaranlage plus Stromspeicher

Bei der Wahl der Komponenten sind sich Eigenheimbesitzer deutschlandweit einig: 78 Prozent der Solarinteressierten entscheiden sich für die Kombination aus PV-Anlage und Stromspeicher. Der Stromspeicher ermöglicht es tagsüber nicht verbrauchten Solarstrom zu speichern und in den Abendstunden, wo es keine Sonneneinstrahlung gibt, zu nutzen. So können Eigenheimbesitzer den Eigenverbrauch des Solarstroms auf bis zu 80 Prozent erhöhen und steigern damit zugleich die Wirtschaftlichkeit ihrer PV-Anlage. Rund zwölf Prozent und damit zwei Prozent weniger als im Jahr zuvor haben sich für eine Solaranlage ohne Speicher oder Wallbox entschieden.

Berlin Vorreiter in Sachen E-Mobilität

Immer mehr Menschen rüsten ihre privaten Haushalte für E-Mobilität auf. Kauften 2020 rund sechs Prozent der Solarinteressierten eine Wallbox, waren es 2021 bereits 8,6 Prozent. Vorreiter in Sachen private E-Mobilität ist hier ganz klar Berlin. Gut jeder fünfte Solarinteressent aus Berlin (20 Prozent) kaufte die Kombination aus Solaranlage, Stromspeicher und Wallbox. In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt entschieden sich jeweils 17 und 15 Prozent für die gleiche Kombination und damit eine der preisgünstigsten Arten das eigene E-Auto zu Hause zu laden - mit sauberem Solarstrom vom eigenen Dach.

Deutsche Sunshine-States 2021: Niedersachsen, Hessen und Thüringen

Niedersachsen ist gemäß Zolar Trendradar Deutschlands Solar-Hochburg 2021, gemessen am Potenzial der vorhandenen Ein- und Zweifamilienhäuser pro Bundesland, die noch nicht mit Photovoltaik ausgestattet sind. Hier haben sich dieses Jahr fünf Prozent der Eigenheimbesitzer allein mit Zolar für sauberen und zugleich kostengünstigen Solarstrom vom eigenen Dach entschieden. Gefolgt von Hessen und Thüringen, wo 4,5 und 1,7 Prozent der Hauseigentümer mit Zolar in Photovoltaik investiert haben. Schaut man rein auf die Anzahl installierter PV-Anlagen wurden in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen die meisten Solaranlagen neu installiert.

Solarstrom rund zwei Drittel günstiger als Netzstrom

„Allein im vergangenen Jahr haben sich deutschlandweit mehr als 150.000 Eigenheimbesitzer für eine eigene Solaranlage entschieden. Dies zeigt, dass die Menschen hierzulande die Energiewende wollen und aktiv mitgestalten. Die deutschen Strompreise befinden sich aktuell auf einem Allzeithoch. Dem durchschnittlichen Strompreis für private Haushalte von derzeit 30,4 Eurocent je Kilowattstunde stehen Stromgestehungskosten von unter zehn Cent je Kilowattstunde mit einer neu installierten Photovoltaikanlage gegenüber. Eigenheimbesitzer können ihre Stromkosten mit einer Solaranlage deutlich senken und tun gleichzeitig etwas Gutes fürs Klima“, sagt Alex Melzer, Geschäftsführer von Zolar.

Solaranlage online planen

Zolar hat sich zum Ziel gesetzt, auf jedes Dach dieser Welt eine Solaranlage zu bauen und es allen Menschen zu ermöglichen, erneuerbare Energie im eigenen Haus zu nutzen. Eigenheimbesitzern bietet es einen besonders einfachen und digitalen Zugang zur eigenen PV-Anlage. Mit dem eigens entwickelten Zolar Online-Konfigurator können Hausbesitzer ihre Photovoltaikanlage individuell planen, konfigurieren und kaufen oder wahlweise mieten. Zeitgleich erhalten sie eine persönliche Beratung von Solarexperten. Für die Installation vor Ort kooperiert Zolar deutschlandweit mit zertifizierten lokalen Handwerksbetrieben. Quelle: Zolar.de / Wolfram Hülscher

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Solarenergie
news-7616 Mon, 25 Oct 2021 14:08:59 +0200 Die Zukunft, das Klima & Sie. Das Digitale Technikforum 2021. Systemlösungen für den Blauen Planeten. https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/die-zukunft-das-klima-sie-das-digitale-technikforum-2021-systemloesungen-fuer-den-blauen-planeten.html Das Digitale Technikforum 2021 kündigt sich an. Am 23. und 24. November 2021 wird sich alles um Systemlösungen für den Blauen Planeten drehen - jeweils von 13:00 bis 14:30 Uhr. Erfahren Sie hier alles Relevante über nachhaltige Heizsysteme und effiziente Systemlösungen. In spannenden und abwechslungsreichen Keynotes, Präsentationen, Interviews und Beiträgen vor Ort. Die Anmeldung geht schnell, direkt und sicher über buderus.de/technikforum.  Am Dienstag, den 23.11., geht es um Möglichkeiten, die elektrisieren. Mit nachhaltigen Heizsystemen in die Zukunft. Entdecken Sie an diesem Tag die Vorteile von Wärmepumpen in Neubau und Bestand sowie die dazu gehörigen Normen, Verordnungen und Förderungen. Ergänzend informieren wir Sie über Brennstoffzellen, Kraft-Wärme-Kopplung und Strombezugsoptimierung. 

Am Mittwoch, den 24.11., heißt es: Auf zwei Beinen steht man besser. Warum bivalent effizienter ist. Hier stellen wir die neuen Gas-Brennwertsysteme Logamax plus GB272 und Logano plus KB472 vor, die neue Generation der Wohnungsstation Logamax kompakt WS160 und runden das Programm mit den intelligenten Hydraulikmodulen Logaflow HSM plus und dem Regelsystem Logamatic 5000 ab. 

Neben diesem informativen und spannenden Programm erwarten Sie weitere Highlights: prominente Keynote Speaker, wie zum Beispiel den Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke sowie Jan Brockmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bosch Thermotechnik GmbH. Und selbstverständlich wieder unser interaktiver Chat, in dem wir Ihre Fragen beantworten und uns mit Ihnen austauschen wollen. 

Machen Sie Ihr Business stark für die Zukunft und melden Sie sich am besten direkt an auf buderus.de/technikforum  

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Heizung & Warmwasser
news-7615 Fri, 22 Oct 2021 10:56:32 +0200 Mit der doppelten Kraft der Sonne https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/mit-der-doppelten-kraft-der-sonne-7615.html Energie und Wärme sind zentrale Themen der Zukunft, nur mit einer guten Kopplung, kann eine perfekte Optimierung des Verbrauchs ermöglicht werden. Mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe in Kombination mit PVT-Panels gelingt das. Mit der WP Max-S CF12 präsentiert Wärme- und Speichertechnologiespezialist ratiotherm eine neue Sole-Wasser-Wärmepumpe, die speziell für den Einsatz in Kombination mit PVT-Hybridkollektoren konfiguriert ist. Im Gegensatz zu konventionellen Solarthermie-Kollektoren können PVT-Panels nahezu ganzjährig genutzt werden und kommen so auf ca. 3.000 bis 5.000 Betriebsstunden im Jahr. Neben Wärme erzeugen sie zudem auch Strom und können daher in Kombination mit einer Wärmepumpe effizient betrieben werden. Die neue ratiotherm Wärmepumpe verfügt über einen drehzahlvariablen Hochleistungsverdichter der neuesten Rollkolben-Technologie und funktioniert somit bedarfsorientiert. Ein sowohl wärme- als auch schallgedämmmtes Gehäuse rundet die Vorzüge der WP Max-S CF12 gekonnt ab. Die hohe Nennheizleistung von bis zu 16,6 kW sorgt dafür, dass selbst Einfamilienhäuser im Bestand allein durch die Sole-Wasser-Wärmepumpe und eine PVT-Anlage ganzjährig beheizt werden können.

Wärme und Strom verbinden

PVT-Kollektoren gewinnen als sogenannte Hybridabsorber sowohl Wärme als auch Strom aus der Sonnenstrahlung, vereinen damit die Vorteile einer Photovoltaik- und einer Solarthermie-Anlage und nutzen die vorhandene Fläche auf doppelte Weise mit größtmöglicher Effizienz. Der erzeugte Strom kann dabei zum Betrieb der neuen ratiotherm Wärmepumpe WP Max-S CF12, aber auch für andere Stromverbraucher im Haushalt genutzt werden. Die solarthermisch erzeugte Wärmeenergie dient der Wärmepumpe als alleinige Wärmequelle und reicht aus, um ein ganzes Einfamilienhaus zu beheizen und mit Warmwasser zu versorgen. Über die serienmäßig integrierte Drehzahlregelung mittels Invertertechnik und Rollkolben-Technologie deckt die Sole-Wasser-Wärmepumpe ein sehr breites Leistungsspektrum ab und passt sich flexibel und effizient dem aktuellen Wärmebedarf an.

Pufferspeicher unter ästhetischer Verkleidung

Die WP Max-S CF12 ist optional mit einem Pufferspeicher von 200 oder 400 Liter Fassungsvermögen ausstattbar. Der Speicher verschwindet dabei ebenso wie die nötigen Sicherheitsbaugruppen und die für den PVT-Einsatz notwendigen Hydraulikkomponenten unter einer ästhetisch ansprechenden Verkleidung, die zudem über eine hochwertige Schall- und Wärmeisolation verfügt. Dies hat nicht nur optische Vorzüge, sondern beschleunigt die Installation zudem erheblich, was dem zuständigen Fachhandwerker kostbare Zeit spart. Zusammen mit dem Pufferspeicher ist auch eine Frischwasserstation zur hygienischen Trinkwasserversorgung erhältlich. Die Kombination aus Wärmepumpe, Pufferspeicher und Frischwassermodul, gepaart mit einem internen Regelmodul vereint damit den kompletten Heizraum auf kompakte und elegante Art.

Wärmepumpen unkompliziert anschließen

Mit ihren Abmessungen von 500 x 1300 x 540 mm und einem Gewicht von 250 kg ist die neue Sole-Wasser-Wärmepumpe von Wärme- und Speichertechnologiespezialist ratiotherm leicht einzubringen und findet in garantiert jedem Heizungskeller Platz. Eine attraktive staatliche Förderung von PVT-Technologie und Wärmepumpe macht die WP Max-S CF12 schließlich zu einer ebenso nachhaltigen wie erschwinglichen Investition in die energetische Zukunft. Und ist damit eine nachhaltige Investition für Eigentümer. Quelle: ratiotherm / Wolfram Hülscher

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Heizung & Warmwasser
news-7614 Thu, 21 Oct 2021 13:32:42 +0200 Fenstertausch: Unterstützung mit Broschüre https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/fenstertausch-unterstuetzung-mit-broschuere-7614.html Sollen einzelne Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) oder auch steuerlich gefördert werden, ist der Nachweis einer wärmebrückenreduzierten und luftdichten Ausführung Pflicht. Am Beispiel des Austauschs von Fenstern und Außentüren unterstützt beim Führen solcher Nachweise eine neue Broschüre aus der Reihe „FLiB informiert“. Fürs Ausarbeiten der neuen Broschüre „Wärmebrückenreduzierter und luftdichter Fenstertausch“ hat sich der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen mit dem Energieberaterverband GIH zusammengetan. Interessierte können sie ab sofort unter www.luftdicht.info, Rubrik Fachinformationen, kostenfrei herunterladen.

Zusätzlich zu einer Vorlage fürs Erstellen von Ausführungsnachweisen liefern die Autoren auch eine Planungshilfe zum Fenstertausch in Altbauten. Dafür haben sie die Infos einschlä­giger Regelwerke und Merkblätter zusammengetragen, die für einen luftdichten und wärmebrückenreduzierten Anschluss an den Baukörper relevant sind. Auch das Know-how des ift Rosenheim, von Vertretern des Glaserhandwerks sowie zahlreicher Energieberater und Fensterbauer ist in die Ausarbeitung eingeflossen. Herausgekommen ist eine praktische Arbeitshilfe für alle, die mit dem Austausch alter Fenster befasst und zum Nachweis des fachgerechten Einbaus verpflichtet sind: vom Planer oder Energie-Effizienz-Experten bis zum ausführenden Fensterbauer, der die Infos seiner Fachunternehmererklärung beilegen kann.

Für Planende, Ausführende und den Verordnungsgeber

„Mit der Kombination aus Planungshilfe und Nachweis wollen wir dazu beitragen, dass das, was auf dem Papier als wärmebrückenreduziert und luftdicht erklärt wird, auch dem in der Praxis entspricht“, sagt FLiB-Geschäftsführer Oliver Solcher. Gleichzeitig sehe man die Broschüre als Vorschlag an den Verordnungsgeber, wie sich dessen eher vage formulierte Forderung nach einem Nachweis aus fachlicher Sicht korrekt umsetzen lässt. Derzeit ist in den Technischen FAQ zur BEG ein Hinweis auf die Broschüre über den generellen Link auf die Seite luftdicht.info gegeben. Es sei denkbar, dass zu einem späteren Zeitpunkt auch eine direkte Verlinkung erfolgt. Dies hänge aber von den künftigen Erfahrungen mit der Nachweis-Vorlage ab. – Der Fachverband plant, noch für weitere sensible Modernisierungsbereiche Nachweise aufzulegen.

Quelle: FLiB e.V. / Alexandra Nyseth

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Dämmung & Fenster
news-7613 Thu, 21 Oct 2021 12:55:17 +0200 Land Berlin übernimmt Vorreiterrolle bei ressourcenschonenden Bauweisen https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/land-berlin-uebernimmt-vorreiterrolle-bei-ressourcenschonenden-bauweisen-7613.html Beim ersten Fachdialog „Re-Use und Recycling von Dämmstoffen bei Gebäuden“ wurde der Klimaschutz und die Ressourcenschutzwende im Bausektor diskutiert. Schwindende Rohstoffe, knapper werdende Deponieräume sowie ambitionierte Klimaschutzziele machen es unerlässlich, den hohen Ressourceneinsatz im Bauwesen neu zu überdenken. Re-Use- und Recyclingmaßnahmen von Dämmstoffen nehmen dabei eine zentrale Rolle ein. Um Impulse für eine zirkuläre Bauweise in ganz Deutschland zu sammeln, veranstalteten die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, der Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz) sowie der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V. am 6. Oktober 2021 ihren ersten gemeinsamen Fachdialog „Re-Use und Recycling von Dämmstoffen bei Gebäuden“ als Online-Konferenz mit rund 300 angemeldeten Teilnehmenden.

Der Staatssekretär der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin (SenUVK), Stefan Tidow, betonte in seinem Grußwort die große Relevanz von Re-Use- und Recyclingmaßnahmen bei Dämmstoffen. Jedes Jahr fallen 200.000 Tonnen an Dämmstoffen in Deutschland an, die in der Regel einfach entsorgt werden. Hier forderte er kreative Ideen und Initiativen von allen Baubeteiligten, um den Einsatz von re-use- und recyclingfähigen Dämmstoffen im Bauwesen zu erhöhen. „Um auch in Zukunft ökologisch und ökonomisch sinnvoll bauen zu können, muss die Bauwirtschaft ihre Prozesse auf eine zirkuläre Wertschöpfung umstellen — und zwar von der Planung über die Erstellung, den Betrieb bis zum Rückbau sowie eine umfassende lebenszyklusbegleitende Dokumentation. Andernfalls sind Klimaschutz, Kostenverträglichkeit und Ressourcenschutz auf Dauer nicht miteinander zu vereinen“, so Tidow. Das Land Berlin will dabei konsequent mit gutem Beispiel bei öffentlichen Bauvorhaben vorangehen. Neben dem im Juni 2021 verabschiedeten Abfallwirtschaftskonzept für 2030 unter dem Leitbild Zero Waste wird in Zukunft auch ein umfassendes Recyclingkonzept für Berliner Neubauvorhaben verlangt. Darüber hinaus plant das Land Berlin in seiner Berliner Verwaltungsvorschrift Beschaffung und Umwelt, auch den Einsatz von Dämmstoffen bei öffentlichen Bauvorhaben ab 2024 verbindlich zu regeln: So sollen nur noch wiederverwendbare und recyclingfähige Dämmstoffe mit einem ambitionierten Recyclat-Anteil eingesetzt werden. Somit würden nicht recyclingfähige Materialien ab 2024 nicht mehr eingesetzt werden können. Zusätzlich plant die Senatsverwaltung einen Baumarkt für gebrauchte Baumaterialien, welcher in Form eines Pilotprojektes im nächsten Jahr umgesetzt werden soll.

Wachsende Relevanz einer Kreislaufwirtschaft von Dämmstoffen

Als ersten Referenten begrüßte Moderatorin Dr. Katharina Gamillscheg (stellvertretende Geschäftsführerin des GD Holz) auf dem von der Architektenkammer Berlin als Weiterbildungsveranstaltung anerkannten Fachdialog Corvin Veith vom ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH. Ausgehend vom Status Quo erläuterte Corvin Veith die unterschiedlichen Entsorgungsmöglichkeiten von Mineralwolle, EPS und Holzfaserplatten. Dabei ging er explizit auf den unterschiedlich hohen CO2 Verbrauch beim Entsorgen ein. Im Ergebnis kam er dazu, dass die genaue Höhe der CO2 Einsparung beim Recycling vom jeweiligen Dämmstoff abhänge; die Wiederverwertung (Re-Use) aber in allen Fällen besser sei. Die wachsende Bedeutung der Kreislaufwirtschaft bei der Planung bis zur Umsetzung von Bauvorhaben wurde auch im Vortrag von M.A. Arch. Eva-Maria Friedel, Architektin und Expertin für nachhaltiges Bauen bei weberbrunner berlin Gesellschaft von Architekten mbH, deutlich. Sie verwies ausgehend von einem Vergleich der Treibhausgasemissionen von Baumaterialien auf die zwei Optionen der Kreislauffähigkeit. Entweder müssten die Materialien zu 100 % biologisch abbaubar oder sortenrein trennbar sein, sodass sie zu 100 % wiederverwendbar oder recyclebar seien.

Kreislaufwirtschaft leistet einen substanziellen Beitrag zum Klimaschutz

Auf die Darstellung einer allgemeinen Kreislaufwirtschaft bezog sich auch der Vortrag von Dipl.-Ing. Sandra Giern, Leiterin der Abteilung für Abfallbehandlung, Logistik und Sonderabfall beim Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. und Geschäftsführerin der Bundesvereinigung Recycling Baustoffe.

Sie zeichnete auf, wie eine nachhaltige Abfallwirtschaft durch geschlossene Kreisläufe und verstärkte Rezyklatmärkte bis 2050 erreicht werden könne. Auch eine nachhaltige ökologische Beschaffung mit Recyclinglabel nähme dabei eine zentrale Rolle ein. Abschließend empfahl sie die Festlegung von Rezyklateinsatzquoten und materialspezifische Recyclingquoten für Dämmstoffe aus dem Rückbau.

Kreislaufgerechter Einsatz von Dämmstoffen

Nach einer ersten Diskussionsrunde widmeten sich sechs weitere Vorträge der Relevanz sowie den Fortschritten der Kreislaufwirtschaft von Dämmstoffen. Mitveranstalter und Moderator des zweiten Blocks Dr. Hans-Joachim Riechers, Hauptgeschäftsführer des Verbandes für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V., erläuterte zu Beginn die Notwendigkeit sowie praktische Relevanz von recycelten Dämmstoffen.

Rainer Blum als Vertreter des Verbandes Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen e.V. eröffnete die Darstellung mit einer Präsentation zum Re-Use und Recycling von Holzfaserdämmstoffen. Dabei verwies er darauf, dass Holz grundsätzlich als natürliche Ressource neben der energetischen Verwertung einen Materialkreislauf ermögliche. Der Rückbau sei aber frühzeitig in den Planungsprozess einzubeziehen und der Aufbau regionaler Rückbauzentren erforderlich, um auch kurze Wege zu ermöglichen.

Serena Klein, Sprecherin der Geschäftsführung, und Ulrich Meier, Geschäftsführer Technik vom Industrieverband Hartschaum e.V., legten dar, dass bereits heute dank modernster Technik ein 100%iges Recycling von EPS-Dämmabfällen mithilfe eines physikalischen Recycling-Prozesses möglich sei. Grundlage hierfür sei die „CreaSolv“-Technologie, mit der ein neuer, qualitativ hochwertiger Polystyrol-Rohstoff (Loop PS) entstehe. Dabei werde der früher verwendete Zusatzstoff HBCD sicher zerstört und wertvolles Brom für neue, umweltfreundliche Flammschutzmittel zurückgewonnen. Der Bereich Re-Use von EPS sei hingegen noch in der Entwicklung.

Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer vom Fachverband Mineralwolleindustrie e.V., präsentierte in seinem Vortrag die Vorteile von Mineralwolle, vor allem der Stein- und Glaswolle. In der Glaswolleproduktion werde mit bis zu 80 % Altglas bereits heute ein hoher Recyclinganteil erreicht. Insgesamt sei festzustellen, dass mit existierenden Verfahren und Rücknahmesystemen bereits einige tausend Tonnen Mineralwolleabfälle pro Jahr recycelt würden.

Für den Industrieverband Polyurethan-Hartschaum e.V. stellte Geschäftsführer Tobias Schellenberger die Re-Use- und Recyclingfähigkeiten von Polyurethan Dämmstoffen vor. Auch er betonte, dass Re-Use und Recycling beim Planen beginne. Bei Modernisierungsmaßnahmen solle immer geprüft werden, ob vorhandene Dämmstoffe im Gebäude belassen und durch zusätzliche Dämmschichten ertüchtigt werden könnten. Rückbaubaren Dämmsystemen sei der Vorzug einzuräumen. Beim Recycling sei es heute schon möglich, nicht recyclingfähige PET-Verpackungen zur Herstellung von Polyurethan Hartschaum zu nutzen. Aus sortenreinen Abfällen von Polyurethan Hartschäumen entstehen bereits heute gänzlich neue vielfältig einsetzbare Funktionswerkstoffe.

Norbert Buddendick, Geschäftsführer bei Fachvereinigung Extruderschaum e.V., ergänzte, dass der Dämmstoff XPS sich seit 2015 durch seine Recyclingfähigkeit auszeichne. Eine konsequente Weiterentwicklung des Produktes ermögliche die Weiternutzung und ein Direktrecycling. Zwar noch in kleinen Mengen, aber der weitere Weg sei vorgezeichnet.

Abschließend referierte Dr. Sebastian Dantz vom Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V. über die Rückbaumöglichkeiten von Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS). Auch er betonte, dass für die notwendige Ressourcenschonung das Ausnutzen der Langlebigkeit der Dämmsysteme erforderlich sei. Die stoffliche Wiederverwendung aller einzelnen WDVS-Komponenten sei nach einem genauen, wenn auch aufwendigen Trennprozess möglich. Hierfür seien noch weitere Optimierungen in den Rückbauverfahren und der Trenntechnologie erforderlich.

Die Veranstaltung endete mit einem klaren Bekenntnis aller Beteiligten zu mehr Kreislaufwirtschaft innerhalb des Bausektors. Die verschiedenen Initiativen des Landes Berlins, nur noch wiederverwendbare und recycelbare Dämmstoffe einzusetzen, wurden allgemein begrüßt.

Dieser Fachdialog bildete den Anfang für weitere interessante Formate und Diskussionsrunden zum Thema Re-Use und Recycling von Dämmstoffen und soll im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Quelle: VDPM / Wolfram Hülscher

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Dämmung & Fenster
news-7611 Wed, 20 Oct 2021 13:05:48 +0200 Gebäudesanierung – Gemeinde und Kreis helfen https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/gebaeudesanierung-gemeinde-und-kreis-helfen-7611.html Den Kommunen kommt bei der Bewältigung von Klimawandel und Energiewende eine zentrale Rolle zu – sie gestalten mit ihren Entscheidungen, Maßnahmen und Projekten die Zukunft ihrer Bürgerinnen und Bürger. Sprendlingen-Gensingen und Mainz-Bingen haben eigene Förderprogramme aufgelegt, z. B. auch für Gebäudesanierungen. Schon 2011 begann die Ortsgemeinde Gensingen mit einer eigenen Förderung für energetisches Sanieren; die guten Erfahrungen damit ließen 2016 die Verbandsgemeinde eigene Etatmittel zur Verfügung stellen. Private Hauseigentümer erhalten bei der energetischen Ertüchtigung von Wohngebäuden finanzielle Unterstützung, zusätzlich zu den bekannten Programmen von Bafa und KfW. „Das Programm ist seither stetig erweitert worden“, berichtet Vivienne König, Klimaschutzmanagerin in der Verbandsgemeinde (VG) Sprendlingen-Gensingen: Seit 2019 werden beispielsweise auch solarthermische und seit 2020 Photovoltaik-Anlagen bezuschusst. Darüber hinaus umfasst der Katalog der Förderrichtlinie „Klassiker“ wie Heizungspumpentausch oder die Dämmung von oberster Geschoss- und Kellerdecke, aber auch ausgefallenere Maßnahmen, etwa den Einbau eines Magnet-Schlammabscheiders an der Heizungsanlage, was den ebenso geförderten Effizienzpumpen zu mehr Langlebigkeit verhilft.

Als Richtschnur für sachgerechte Maßnahmen gilt das Gebäude Energie Gesetz (GEG). Anders als bei den meisten Förderprogrammen für private Hauseigentümer muss in Sprendlingen-Gensingen nicht erst eine Förderzusage abgewartet werden, bevor die Sanierung beginnt. Vielmehr heißt es in der Förderrichtlinie, „die Antragstellung muss innerhalb eines Monats nach Durchführung der Maßnahme(n) erfolgen“ – Sanierungswillige können also direkt loslegen, müssen anschließend ihr Tun dokumentiert nachweisen.

Der Anreiz wirkt

Wer in Eigenleistung saniert, bekommt bei einigen Maßnahmen mit 25 Prozent einen höheren Zuschuss als bei Vergabe an einen Fachbetrieb (20 %) – für manchen ein zusätzlicher Anreiz.

Denn als Impulsgeber, als Anreiz anzufangen, verstehen Bürgermeister Manfred Scherer, der Verbandsgemeinderat und das VG-eigene Klimaschutzmanagement ihr Förderprogramm.

Und seit auch Solaranlagen bezuschusst werden, zieht dieser Anreiz unerwartet stark: Der 20.000-Euro-Topf war im laufenden Jahr schnell erschöpft, und auch die nachgelegten 8.000 Euro zusätzlich sind längst aufgezehrt. Sogar Balkon-Module für Mieter werden gefördert. Vivienne König freut sich jedenfalls über die Nachfrage: „Lange stand bei Photovoltaik die Skepsis im Vordergrund, ob das auch rentabel ist. Offenbar hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass sich diese Stromerzeugung zum Eigenverbrauch richtig lohnt – übrigens auch ohne unseren Förderzuschuss, mit ihm aber natürlich erst recht.“

Grüne Dächer und Fassaden

Neu ist in Sprendlingen-Gensingen ein parallel zur Gebäudesanierung aufgelegter Fördertopf für Fassaden- und Dachbegrünungsmaßnahmen. Der zielt vor allem auf das Eindämmen der Klimawandelfolgen durch Erwärmung. Außerdem kommen solche Projekte dem Ortsbild und dem Erhalt der Artenvielfalt zugute. Die Verbandsgemeinde fördert aber nur, soweit nicht der übergeordnete Landkreis Mainz-Bingen bereits Fördermittel gezahlt hat.

Beim Landkreis gehen die vielfältigen Förderangebote weit über Gebäudesanierung und -begrünung hinaus. Sie sind Teil eines Masterplans Klimaschutz und seit dem laufenden Jahr unter dem Titel „KLIMAFIT – DURCHSTARTEN“ zusammengefasst. Der Kreis Mainz-Bingen unterstützt damit seine Bürgerschaft, Vereine und Genossenschaften, Kommunen und im Kreis ansässige Unternehmen in den Bereichen Gebäude, Klimaanpassung und Mobilität.

Töpfe werden regelmäßig ausgeschöpft

In der Summe lässt sich der Kreis Mainz-Bingen sein Förderprogramm bis zu einer halben Million im Jahr kosten. Alljährlich fasst der Kreistag einen entsprechenden Beschluss. Diese Mittel sind, so berichtet Martina Schnitzler, Fachbereichsleiterin für Klimaschutz, „Jahr für Jahr flott weg, werden eigentlich immer ausgeschöpft“. Auch beim Kreis registriert man besonders großes Interesse an der Förderung von Photovoltaik und Batteriespeichern. Kreis und Verbandsgemeinde eint diese Einschätzung: Nicht zuletzt mithilfe der Förderprogramme sind die Möglichkeiten für persönliche Beiträge zum Klimaschutz bei den Bürgerinnen und Bürgern angekommen.

Weitere Informationen gibt es bei der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen u. a. auf der Homepage sowie bei der Kreisverwaltung Mainz-Bingen über die Webseite.

Quelle: Energieagentur Rheinland-Pfalz / Alexandra Nyseth

 

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Dämmung & Fenster
news-7610 Wed, 20 Oct 2021 10:28:38 +0200 Mehr Fördermittel für nachhaltige Gebäude mit DGNB Zertifizierung https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/mehr-foerdermittel-fuer-nachhaltige-gebaeude-mit-dgnb-zertifizierung-7610.html Die Fördermöglichkeiten von Nachhaltigkeitsleistungen für Wohngebäude sind seit Juli 2021 deutlich umfangreicher geworden. So wurde im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) eine spezielle Nachhaltigkeitsklasse (NH-Klasse) eingeführt. Die aktuellen Zertifizierungssysteme der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) dienen hierbei als offizielle Nachweisverfahren.  Der mögliche Förderbonus ist gebäudeindividuell und richtet sich nach der Anzahl der Wohneinheiten sowie den tatsächlich erbrachten Leistungen. Gebäude, die den Prozess erfolgreich durchlaufen, erhalten zusätzlich zum DGNB Zertifikat das vom Bund eingeführte „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“. Es ist einiges neu bei der BEG. Zehn Teilprogramme sowie vier Förderprogramme wurden in eines zusammengeführt. Es gibt folglich nur noch einen Antrag, ganz gleich ob die Förderung für Einzelmaßnahmen, Wohngebäude oder perspektivisch für Nichtwohngebäude angestrebt wird. Wesentlich ist, dass die Förderquoten im Vergleich zu den bisherigen Angeboten deutlich nach oben angepasst wurden. Außerdem wurde eine NH-Klasse eingeführt, die ein Effizienzgebäude erhalten kann, wenn eine Nachhaltigkeitszertifizierung angestrebt wird.

 „Indem Nachhaltigkeit im Bauen nicht länger auf Energieeffizienz reduziert wird, geht der Bund mit der Einführung der neuen NH-Klasse im Rahmen der BEG einen wichtigen Schritt weiter als bislang in seinen Förderangeboten“, sagt Johannes Kreißig, Geschäftsführender Vorstand der DGNB. „Damit werden Maßnahmen, die im Rahmen einer DGNB Zertifizierung anfallen, für noch mehr Bauherren interessant, auch weil das mögliche Fördervolumen deutlich größer wird.“

Den NH-Bonus erhalten können Bauvorhaben, die eine vom Bund anerkannte Nachhaltigkeitszertifizierung erfolgreich abschließen. Von der DGNB sind dies die Varianten des Zertifizierungssystems für kleine Wohngebäude sowie für Wohngebäude mit mehr als sechs Wohneinheiten in den jeweils aktuellen Versionen. Der erforderliche Nachweis für die Förderung erfolgt durch die Vergabe des gebäudebezogenen „Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude“ (QNG).

DGNB Zertifizierung als Nachweisverfahren für neuen NH-Bonus

Beim Förderantrag zur BEG können Bauherren und Eigentümer wählen zwischen einem Zuschuss, also einer zweckgebundenen Kapitalzuwendung, die bei ordnungsgemäßer Verwendung nicht zurückgezahlt werden muss, und einem Kredit. Der Tilgungszuschuss bei einem Kredit wird am Ende der Laufzeit abgezogen und somit die Tilgungslast reduziert. Wichtig ist, dass ein Förderantrag bereits vor Vorhabenbeginn bei der KfW gestellt wird. Als Vorhabenbeginn gilt bei der Fördervariante „Zuschuss“ der Abschluss eines Liefer- und Leistungsvertrags. Bei der Fördervariante „Kredit“ ist es der Beginn der Bauarbeiten vor Ort, wenn vor Abschluss eines Liefer- und Leistungsvertrags ein dokumentiertes Beratungsgespräch stattfand.

Um für ein Projekt die NH-Klasse zu erreichen, müssen alle für das QNG formulierten Einzelanforderungen des Bundes erfüllt sein. Diese haben eine hohe Deckungsgleichheit mit den Kriterien einer DGNB Zertifizierung. Zudem muss es mit einem DGNB Zertifikat ausgezeichnet werden. Für die Zertifizierung wird ein ausgebildeter DGNB Auditor benötigt. Dieser unterstützt und begleitet ein Bauvorhaben bei der Einhaltung der Zertifizierungskriterien und der QNG-Anforderungen während des Planungs- und Bauprozesses bis zum Abschluss. Dabei läuft die DGNB Zertifizierung parallel zu den übrigen Prozessen eines Bauvorhabens ab, sodass mögliche Fehlentwicklungen, die einer Förderung im Wege stehen könnten, frühzeitig entdeckt werden.

Nach Abschluss der Baumaßnahmen verleiht die DGNB je nach Erfüllungsgrad der Zertifizierungskriterien ein Nachhaltigkeitszertifikat in den Auszeichnungsstufen Platin, Gold oder Silber. Bei Erfüllung aller QNG-Anforderungen gibt es zusätzlich das „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“. Abschließend meldet die DGNB die erfolgreiche Zertifizierung dem zuständigen Bundesamt, welches eine Registrierungsnummer vergibt, mit dem die Förderung abgerufen werden kann.

Nachhaltigkeitsleistungen steigern mögliches BEG-Fördervolumen

Für eine Förderung müssen die Gebäude mindestens zehn Jahre zweckentsprechend genutzt werden. Die maximal förderfähigen Kosten variieren, je nachdem ob es sich um ein Ein- oder ein Mehrfamilienhaus handelt. Für große Wohngebäude liegen diese bei 150.000 Euro pro Wohneinheit. Mit dem NH-Bonus kann das Fördervolumen bis zu 33.750 Euro pro Wohneinheit betragen. Die mit einer DGNB Zertifizierung in Zusammenhang stehenden Beratungs- und Planungsleistungen zur Erreichung der NH-Klasse sind dabei förderfähig. Die Kosten für Fachplanungs- und Baubegleitungsleistungen sowie für den DGNB Auditor werden jeweils mit 50 Prozent bezuschusst.

Zu den förderfähigen Nachhaltigkeitsleistungen rund um die Zertifizierung zählen beispielsweise die Erstellung einer Ökobilanz, die Messung der Innenraumluftqualität oder die Berechnung der Lebenszykluskosten. Weitere Anforderungen umfassen unter anderem die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit eines Gebäudes, den Trinkwasserbedarf in der Nutzungsphase oder die Rückbau- und Recyclingfreundlichkeit. Auch die Vermeidung von Schad- und Risikostoffen in den verwendeten Materialien sowie die Barrierefreiheit stehen im Fokus. Förderfähig sind zudem Leistungen, die den Schallschutz, den thermischen oder visuellen Komfort einer Immobilie erhöhen.

Die Breite der Leistungen verdeutlicht, dass eine DGNB Zertifizierung Bauherren und Eigentümern viele Vorteile bringt. So sind nachhaltige Gebäude bei geringeren Betriebs- und Unterhaltskosten werthaltiger und bergen weniger Investitionsrisiken. Sie bieten den Menschen als Nutzern eine gesunde Umgebung, in denen sie sich wohlfühlen und produktiver sein können. Nicht zuletzt leisten nachhaltige Gebäude einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz, indem zum Beispiel weniger CO2-Emissionen ausgestoßen werden.

BEG-Förderung für Nachhaltigkeitszertifizierung von Nicht-Wohngebäuden geplant

Aktuell ist die BEG-Förderung nur für Wohngebäude sowie für Einzelmaßnahmen möglich. Zu Beginn des neuen Jahres soll es aber entsprechende Fördermöglichkeiten auch für Nicht-Wohngebäude wie Schulen oder Bürogebäude geben. Auch hier wird die DGNB Zertifizierung als Nachweis zum Erhalt des NH-Bonus dienen.

Mehr Informationen zu den Voraussetzungen, dem Förderprozess sowie Beispielrechnungen zu möglichen Fördersummen gibt es online unter www.dgnb.de/beg-foerderung. Alles zur DGNB Zertifizierung gibt es unter www.dgnb-system.de. Zudem bietet die DGNB regelmäßig kostenlose Online-Informationsveranstaltungen zum Thema BEG-Förderung an. Die nächste findet am 20. Oktober 2021 um 9 Uhr statt. Und ist sowohl für Kunden wie für Handwerker spannend.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen / Wolfram Hülscher

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Finanzierung
news-7609 Tue, 19 Oct 2021 11:15:01 +0200 Wie Erneuerbare Energien richtig genutzt werden https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/wie-erneuerbare-energien-richtig-genutzt-werden-7609.html Die Strom- und Wärmeversorgung in Wohnhäusern soll künftig vollständig erneuerbar sein. Dass klimafreundlich heizen und Strom erzeugen heute schon geht, darauf weist das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau hin. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, Photovoltaikanlagen erzeugen klimaneutral Strom, Wärmepumpen, Wärmenetze und andere erneuerbare Energien heizen umweltfreundlich und sind inzwischen auch für Bestandsgebäude geeignet. Wir bieten einen Überblick.

Bei der Stromversorgung liegt eine gewinnbringende Lösung bereits heute auf immer mehr Dächern: Photovoltaikmodule schimmern meist blau-schwarz und liefern grünen Strom. Sie sind auch der einzige Bestandteil des Hauses, der mehr einbringt, als er kostet. Rund fünf Prozent Rendite pro Jahr sind für mittlere Hausdachanlagen drin – mehr als bei den meisten sonstigen Geldanlagen. Der Strom wird entweder lukrativ selbst verbraucht oder gegen eine Vergütung in das Netz eingespeist.

Solarstrom verkleinert den CO2-Fußabdruck

Als Faustregel gilt: Fünfzig bis sechzig Quadratmeter Dachfläche sind nötig, um eine für ein Einfamilienhaus übliche Zehn-Kilowatt-Anlage zu installieren. Damit lassen sich rund 10.000 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr erzeugen – selbst verbraucht werden kann davon rund ein Viertel. Eine Zehn-Kilowatt-Hausdachanlage vermeidet pro Jahr sechs Tonnen Kohlendioxid (CO2) – damit reduziert eine vierköpfige Familie ihren CO2-Ausstoß um 20 Prozent.

Die Photovoltaikanlage muss dabei, entgegen der landläufigen Meinung, nicht zwingend Richtung Süden ausgerichtet sein. Auch eine Ost- oder West-Ausrichtung liefert gute Erträge. Sie hat zudem den Vorteil, dass ein Großteil des Stroms dann erzeugt wird, wenn ihn die Bewohnenden direkt selbst verbrauchen können. Neben Dachanlagen sind je nach Standort und Ausrichtung auch Photovoltaikmodule an der Fassade eine gute Alternative.

Mit Wärmedämmung und hydraulischem Abgleich bereit für modernes Heizen

Bei der Wärmeversorgung sollten Eigentümerinnen und Eigentümer in einem ersten Schritt ihr Haus fit für die Erneuerbaren machen. „Damit sind Maßnahmen am und im Gebäude gemeint, etwa eine Dämmung und ein hydraulischer Abgleich der Heizung, die Häuser gezielt auf die Nutzung erneuerbarer Energien vorbereiten“, erklärt Frank Hettler von Zukunft Altbau. Für Erneuerbare-Heizungen ist das entscheidend, denn sie arbeiten bei einem niedrigen Temperaturniveau oft wesentlich effizienter. Dazu muss die Vorlauftemperatur des Heizsystems auf maximal 55 Grad Celsius sinken, besser sogar auf unter 50 Grad.

Ist das geschafft, bietet sich der Anschluss an ein Wärmenetz an, sofern dies vor Ort möglich ist. Wärmenetze werden in dicht bebauten Quartieren in den kommenden Jahren an Bedeutung zunehmen. Die Wärme stammt vor allem bei neuen Wärmenetzen aus erneuerbaren Wärmequellen – beispielsweise aus Solarthermie oder Bioenergieanlagen. Je niedriger die Temperaturanforderung in den angeschlossenen Gebäuden, um so effizienter können Wärmenetze betrieben werden.

Wärmepumpen werden immer klimafreundlicher

Wo es kein Wärmenetz gibt oder geben wird, erlauben zum Beispiel Wärmepumpen eine klimaneutrale Wärmeversorgung. Dass die Wärmeerzeuger auch im Bestand gut funktionieren und klimafreundlich sind, hat ein Feldtest des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE gezeigt. Den überwiegenden Teil der Energie gewinnen die Geräte aus ihrer direkten Umwelt, der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser. „Dort steht die Wärme praktisch unbegrenzt zur Verfügung“, erklärt Gerhard Freier von der Ingenieurkammer Baden-Württemberg. „Um die Temperatur auf das notwendige Niveau anzuheben, benötigen Wärmepumpen elektrischen Strom, der immer häufiger von Windrädern und Solaranlagen kommt. Das macht die Technologie Jahr für Jahr klimafreundlicher.“

Wer schon heute Wert auf einen besonders CO2-armen Betrieb legt, betreibt die Wärmepumpe so oft es geht mit eigenem Solarstrom. Auch sollte die Jahresarbeitszahl (JAZ) der Wärmepumpe ein bestimmtes Niveau nicht unterschreiten. Die JAZ beschreibt das Verhältnis zwischen erzeugter Wärmemenge und verbrauchtem Strom. Für eine Luft-Wärmepumpe sollte die JAZ beispielsweise mindestens 3,5 betragen.

Holz, Solarthermie und erneuerbarer Wasserstoff

Stückholz- oder Pelletkessel kommen ebenfalls in Betracht, vor allem für Gebäude, die kein Niedertemperaturniveau erreichen können. Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist dies häufig die einzige Möglichkeit, ohne gut gedämmte Gebäudehülle annähernd klimaneutral zu heizen. Thermische Solaranlagen sind eine gute Ergänzung. Anlagen zur Warmwasserbereitung erzeugen im Jahresdurchschnitt rund zwei Drittel der dafür benötigten Wärme. Die Heizung wird dann im Sommerhalbjahr komplett abgeschaltet, rät Zukunft Altbau.

Eine weitere Möglichkeit für kleinere Gebäude sind Mikro-Blockheizkraftwerke mit Brennstoffzellen zur Erzeugung von Strom und Wärme. Sie erzeugen sehr effizient Energie, sind aber vergleichsweise kostenintensiv und für ihren Betrieb ist Erdgas nötig. Erdgas ist wie Heizöl ein fossiler Brennstoff und daher weder eine langfristige noch umweltverträgliche Alternative. In der Zukunft könnte aus dem bestehenden Gasanschluss jedoch erneuerbares Gas strömen, damit wäre auch diese Variante zukunftsfähig. „Ob und wann dies der Fall sein wird, ist aber noch nicht klar“, erklärt Frank Hettler von Zukunft Altbau. „Voraussetzung dafür ist künftig eine ausreichende Menge an Ökostrom für die Erzeugung des Wasserstoffs. Und der Gebäudesektor muss sich hier vermutlich nach Industrie und Verkehr einreihen.“ Ein weiterer Kritikpunkt ist die mit Verlusten behaftete Erzeugung und Verwendung des grünen Gases.

Quelle: Zukunft Altbau/Wolfram Hülscher

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Finanzierung
news-7608 Tue, 19 Oct 2021 09:55:10 +0200 Klima- und Umweltschutzprojekt für Unternehmen https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/klima-und-umweltschutzprojekt-fuer-unternehmen-7608.html Durch systematisches Umwelt- und Energiemanagement die betrieblichen Kosten senken und gleichzeitig der Umwelt etwas Gutes tun – das sind die wichtigsten Ziele des vom Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade initiierten ECOfit-Projekts. Der Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade macht sich für den Klimaschutz stark. Im  Rahmen einer Auftaktveranstaltung am 16. September 2021 wurden die am Projekt teilnehmenden Unternehmen von Herrn Thomas Arnold, Geschäftsführer des Fachverbands der Stuckateure für Ausbau und Fassade (SAF), begrüßt.

Das ECOfit-Projekt ist Bestandteil der umfangreichen Initiativen des SAF im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes und wird vom Land Baden-Württemberg gefördert. Im Rahmen des Projekts werden die beteiligten Unternehmen von Experten bei der Ausarbeitung von Maßnahmen, vor allem in den Bereichen Energieeffizienz und Ressourcenverbrauch, unterstützt. Die Projektinitiatoren setzen dabei auf einen umfassenden Ansatz und berücksichtigen auch die Bereiche Mitarbeitersensibilisierung und Gesundheitsmanagement.

Bereits im Anschluss an die Auftaktveranstaltung starteten die Projektteilnehmer in den ersten von acht Workshops. Die Schwerpunkte des ersten Workshops lagen in der Projektorganisation und der Erstellung der Umwelt- und Energieleitlinien. In den Workshops und den parallel verlaufenden individuellen Beratungsterminen werden die am Projekt teilnehmenden Betriebe von Nachhaltigkeits-Experten und -Expertinnen der CMC Sustainability GmbH beraten und auf die erfolgreiche Auszeichnung zum „ECOfit Betrieb“ vorbereitet.

Neben der Ausarbeitung konkreter Maßnahmen profitieren die Unternehmen auch vom Erfahrungsaustausch mit den anderen Projektteilnehmern und erhöhen zudem ihre Rechtssicherheit.

Für die Projektverantwortlichen im Fachverband der Stuckateure steht fest, dass sich das Engagement der Beteiligten nicht nur aus Gründen der Kosteneinsparung und des Umweltschutzes lohnen wird: Insbesondere der Hauptverursacher des Klimawandels – die CO2-Emissionen – konnten bei den bisher erfolgreich umgesetzten ECOfit-Projekten deutlich reduziert werden und dadurch messbar zum Klimaschutz beitragen.

„Wir Stuckateure dämmen Gebäude und leisten damit einen großen Beitrag zur CO2-Einsparung. Aber für den Klimaschutz wollen wir noch mehr tun. Dazu gehört z. B. auch der sensible Umgang mit Gefahrstoffen, eine effektive Reduzierung von Verpackungsmüll und die Reduzierung des Energieverbrauchs. Wir versprechen uns über dieses Projekt wichtige Erkenntnisse und praxistaugliche Lösungsansätze“, so Rainer König, erster Vorsitzender des Fachverbandes.

Durch ihre Teilnahme leisten die Unternehmen somit einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Am ECOfit-Projekt beteiligen sich folgende Unternehmen:

Besemer Ausbau und Fassade GbR, Kohlberg

Koos GmbH, Abstatt

Kurt Sauer GmbH, Epfenbach

Munz & Kurz e.K., Gschwend

Schuster Stuckateure und Maler GmbH, Neckarsulm

Soyez GmbH, Ilsfeld

WohnKonzept Schaile GmbH, Böbingen

Zanker + Gölz GmbH, Göppingen

Und leisten damit ihren Beitrag zum Klimaschutz.

Quelle: SAF/Wolfram Hülscher

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Dämmung & Fenster
news-7607 Wed, 13 Oct 2021 10:32:00 +0200 Flachdächer helfen dem Klimaschutz https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/flachdaecher-helfen-dem-klimaschutz-7607.html Die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten von Flachdächern machen sie zu einer attraktiven Option für Neubauten. Rund 1,2 Milliarden Quadratmeter Flachdach gibt es in Deutschland – nur 100 bis 150 Millionen davon sind begrünt. Das bepflanzte Gründach zählt zu den beliebtesten Nutzungsformen von Flachdächern. Jedes Jahr kommen in Deutschland rund 10 Millionen Quadratmeter grünes Dach hinzu, schätzt der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH). Ob Gräser oder üppige Blühpflanzen: Dachgärten leisten einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz. „Neben den luftreinigenden Eigenschaften von Pflanzen bieten sie Bienen und anderen nützlichen Insekten Nahrung“, sagt Krzysztof Pompa von der BHW Bausparkasse. „Zudem speichern Gründächer weniger Hitze als Beton oder Ziegel und können in Hitzeperioden helfen, Städte umweltfreundlich abzukühlen.“

Urban Farming

Einen Schritt weiter geht das „Urban Farming“. Hier werden Flachdächer zu Gemeinschaftsgärten aufgewertet, um Obst, Gemüse und Kräuter anzubauen. Vielerorts gibt es bereits Kooperationen mit örtlichen Imkern, z. B. in Gelsenkirchen und Stuttgart. „Urban Imkering“ nennt sich dieser Trend, bei dem die Bienenvölker auf den Dächern leben und die umliegende Stadtnatur als Nahrungsquelle nutzen. Auch im Gewerbebereich hat das Prinzip Urban Farming Potenzial: Auf dem Dach des Jobcenters in Oberhausen etwa baut das Fraunhofer Institut UMSICHT im Projekt Altmarktgarten seit 2019 frische Kräuter, Erdbeeren und Salat an. Sie werden an umliegende Restaurants oder auf dem Markt verkauft.

Das Dach als Solarkraftwerk

In Zeiten steigender Energiepreise macht sich auch die Nutzung eines Flachdachs als kleines Solarkraftwerk bezahlt. Mit Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen können Eigentümer so bis zu ein Drittel ihres Energiebedarfs selbst erzeugen. Bei Nutzung eines Speichers steigt dieser Wert bis auf die Hälfte an. „Der bei Flachdächern fehlende Aufstellwinkel für die Solarmodule wird durch Aufständern erreicht“, erklärt Pompa.

Quelle: BHW Bausparkasse / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7606 Wed, 13 Oct 2021 10:10:00 +0200 Stapelbares Speicherkonzept https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/stapelbares-speicherkonzept-7606.html Der österreichische Hersteller von Gesamtenergielösungen M-TEC hat sein Portfolio um ein stapelbares Batteriespeichersystem mit ebenfalls stapelbarem Hybridwechselrichter, dem „Energy Butler“, erweitert. Der Speicherbaukasten besteht aus bis zu acht Modulen und bietet eine Kapazität von 11,5 bis 30,7 kWh. Dank seines Plug-in and Store-Systems lässt sich der Speicher schnell und einfach installieren. Ein Hybridwechselrichter ist bereits integriert, sodass bei der Montage nicht nur Zeit, sondern auch Platz im Technikraum gespart wird. Ein netzunabhängiges Notstrom-Backup liefert Energie im Falle eines Stromausfalls. „Mit unserem Energy-Butler bieten wir unseren Kunden und Partnern einen weiteren wichtigen Baustein für die Energiewende. Gemeinsam mit unserem Energiemanagementsystem E-SMART entsteht eine Gesamtenergielösung aus Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpe, regelbaren E-Heizstäben und Ladestationen für die E-Mobilität“, erklärt M-TEC Geschäftsführer Peter Huemer.

Einsetzbar in unterschiedliche Bauweisen

Der Speicher eignet sich nicht nur für Einfamilienhäuser, sondern lässt sich auch für den mehrgeschossigen Wohnungsbau oder für Gewerbebetriebe auf bis zu 300 kWh kaskadieren. Einfach überwachen und steuern lässt er sich mit dem Energiemanagementsystem E-SMART, das M-TEC speziell für seine Gesamtenergielösungen entwickelt hat. Es maximiert unter anderem den Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage. M-TEC liefert das System wahlweise vorkonfiguriert mit anderen E-SMART-Komponenten aus. Mit garantierten 10.000 Ladezyklen innerhalb von zehn Jahren verspricht der Energy- Butler eine lange Lebensdauer. Das Unternehmen begleitet seine Partner von der Erstinstallation bis zum Markterfolg und führt individuelle Schulungen und Webinare durch. Der Batteriespeicher ist ab Januar 2022 in der DACH-Region erhältlich.

Über M-TEC Energy Systems

Die M-TEC, mit Firmensitz in Österreich, ist ein „Green-Tech“- Unternehmen mit besonderem Schwerpunkt auf der Entwicklung und Produktion von Gesamtenergielösungen. Als Spezialist für intelligente Steuerungstechnologie und für ein nachhaltiges Energiemanagement entwickelt es systemübergreifende Lösungen für Heizungen, Photovoltaik, Batteriespeicher und E-Mobilität. Mehr als 100 Mitarbeiter sorgen an drei Standorten für die laufende Weiterentwicklung von Produkten und Services für Kunden und Partner. Über vier Jahrzehnte Erfahrung, mehr als 12.000 Installationen und die ständige Weiterentwicklung der Technologie sind wichtige Eckpfeiler der Unternehmensstrategie.

Quelle: M-TEC / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7605 Tue, 12 Oct 2021 14:41:00 +0200 Blower-Door-Test: Auf was Sie bei einem normgerechten Prüfbericht achten müssen https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/blower-door-test-auf-was-sie-bei-einem-normgerechten-pruefbericht-achten-muessen-7605.html Wie ein normgerechter Prüfbericht nach dem GEG für einen Luftdichtheitstest aussehen muss, beschreibt die vom Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen (FLiB e.V.) herausgegebene Broschüre. „Anforderungen an den Prüfbericht nach DIN EN ISO 9972“ soll Messteams beim Dokumentieren ihrer Arbeit unterstützen als auch Verantwortliche bei Förderbanken, in Bauämtern, Planungs- oder Energieberatungsbüros darüber informieren, welche Angaben sie erwarten dürfen.

Nicht zuletzt hofft der FLiB alle Beteiligten dafür zu sensibilisieren, dass fantasievoll gestaltete Zertifikate, die einen bestandenen Blower-Door-Test verkünden, als öffentlich-rechtlicher Nachweis der Gebäude-Luftdichtheit nicht genügen. Die Informationsschrift ist ab sofort für 9,79 Euro als Download oder Printversion im Web-Shop des Fachverbands unter www.flib.de/Publikationen.php erhältlich.

Den Aufbau teilt die aktuelle Broschüre mit ihrer Vorgängerversion zum Prüfbericht nach DIN EN 13829. Ein erster Überblick listet die von neuer Prüfnorm samt nationalem Anhang geforderten sowie vom FLiB empfohlene Inhalte auf. Der kommentierte Muster-Prüfbericht zeigt, wie eine vollständige Dokumentation aussehen kann, und liefert Beispiele unter anderem fürs bewertungsfreie Beschreiben von Leckagen. Hinweise zum Muster-Prüfbericht greifen Punkte auf, bei denen es in der Vergangenheit häufig zu Unschärfen kam und die auch nach neuer Norm relevant bleiben. Über die Checkliste für die Gebäude-Präparation nach Verfahren 3 der DIN EN ISO 9972 können Messteams ihre Auftraggeber über notwendige Abdichtungsmaßnahmen informieren sowie die Normentreue des eigenen Vorgehens absichern. Und eine spezielle Prüfbericht-Checkliste verhilft allen, die selbst Berichte verfassen oder aber solche kontrollieren müssen, zum raschen Überblick, ob nichts vergessen wurde.

Checklisten erleichtern den Überblick

„Gerade die beiden Checklisten dienen nicht nur der allgemeinen Information, sondern stellen auf Dauer angelegte Arbeitshilfen dar“, betont FLiB-Geschäftsführer Oliver Solcher. Zusätzlichen Nutzen bieten sie in der aktuellen Übergangszeit, in der sowohl Luftdichtheitsmessungen nach alter wie solche nach neuer Norm vorkommen. Vor allem in Kombination mit ihren Pendants aus der vorherigen Broschüre können die Checklisten allen Beteiligten helfen, beim Wechsel zwischen den Regelwerken deren Unterschiede bei Vorgehensweise und Anforderungen im Blick zu behalten. Solcher: „Dieses Hin-und-her-Switchen wird die Branche so lange begleiten, bis die letzte Schlussmessung beim letzten noch nach Energie-Einspar-Verordnung genehmigten und somit nach DIN EN 13829 zu prüfendem Gebäude erledigt ist.“

Im neuen Web-Shop des Fachverbands finden Interessierte noch zahlreiche weitere Informationen rund ums GEG und die neue Prüfnorm. Beispiel: ein zweiteiliges Infoblatt, das ein in DIN EN ISO 9972 fehlendes, vollständiges Inhaltsverzeichnis nachliefert und dabei die Zusammenhänge zwischen Hauptteil und nationalem Anhang der Norm verdeutlicht.

Quelle: Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e. V. (FLiB) / Delia Roscher

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Lüftung & Klima
news-7604 Tue, 12 Oct 2021 11:41:00 +0200 Realistische Energiebedarfe von Wohngebäuden ermitteln https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/realistische-energiebedarfe-von-wohngebaeuden-ermitteln-7604.html Die neue Richtlinie VDI 4655 bietet mit Referenzlastprofilen ein Instrumentarium für die Auslegung und Wirtschaftlichkeitsberechnung. Um Energiebedarfe eines Ein- oder Mehrfamilienhauses abzuschätzen, verwendet man Referenzlastprofile. Die neue Richtlinie VDI 4655 bietet mit Referenzlastprofilen ein Instrumentarium für die Auslegung, Optimierung oder Wirtschaftlichkeitsberechnung von Strom- und Wärmeerzeugungsanlagen in Wohngebäuden wie Kraft-Wärme- Kopplungsanlagen, Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen oder Solarthermie.

Mit der Richtlinie lassen sich beispielsweise Prüfbedingungen für die Ermittlung des Nutzungsgrads, Auslegungskriterien und Verfahren zum Testen ableiten. Ebenso kann sie für Simulationen und Auslegungsberechnungen, beispielsweise für Wärme- und Stromspeicher, herangezogen werden. Betriebszeiten und Betriebszyklen lassen sich zur Bestimmung von Lebensdauer und Wartungsintervallen nutzen.

Geltungsbereiche, Klimadaten und Referenzlastprofile

Der Geltungsbereich der VDI 4655 erstreckt sich bei Einfamilienhäusern auf eine maximale Personenzahl von sechs und bei Mehrfamilienhäusern auf bis zu 25 Wohneinheiten. Die Richtlinie enthält die Zeitreihe der Klimadaten für alle 15 Klimazonen, die Typtagverteilung auf der Basis Testreferenzjahre 2017 und die Referenzlastprofile für Einfamilienhäuser (Neubau und Bestand) für die Zeitabschnitte 2 Sekunden, 1 Minute und 15 Minuten und Mehrfamilienhäuser (Bestand) für die Zeitabschnitte 15 Minuten. Photovoltaik-Erzeugungsprofile für alle Typtagkategorien sind ebenfalls vorhanden. Die Richtlinie wendet sich an Gebäudeplaner*innen und Energieberater*innen, sowie an Hersteller*innen und Betreiber*innen der Anlagen und deren Komponenten.

Der VDI hat zu diesem Thema auch die kostenfreie Agenda „Lastprofile für Wohngebäude und Gewerbe” herausgegeben, die u. a. alle VDI-Richtlinien – die einen Bezug zu Lastprofilen aufweisen – kurz beschreibt. Ferner werden Begriffe geklärt und eine Klassifizierung von Lastprofilen vorgenommen und der Bedarf an Lastprofilen aufgezeigt. Herausgeber der Richtlinie VDI 4655 „Referenzlastprofile von Wohngebäuden für Strom, Heizung und Trinkwarmwasser sowie Referenzerzeugungsprofile für Photovoltaikanlagen“ ist die VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (GEU).

Die Richtlinie ist im Juli 2021 als Weißdruck erschienen und ersetzt den Entwurf von September 2019. Sie kann zum Preis ab 123 Euro beim Beuth Verlag (Tel.: +49 30 2601-2260) bestellt werden. VDI-Mitglieder*innen erhalten 10 Prozent Preisvorteil auf alle VDI-Richtlinien. Onlinebestellungen sind unter www.vdi.de/4655 oder www.beuth.de möglich. VDI-Richtlinien können in vielen öffentlichen Auslegestellen kostenfrei eingesehen werden.

Quelle: VDI Verein Deutscher Ingenieure / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7603 Mon, 11 Oct 2021 17:16:19 +0200 Handelsblatt kürt Brötje https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/handelsblatt-kuert-broetje-7603.html Die August Brötje GmbH kann sich über die Auszeichnung „Aufsteiger des Jahres – Kundenempfehlung 2021“ freuen. Das niedersächsische Unternehmen belegt damit den zweiten Platz in der Kategorie Energie & Wärme. Die Auszeichnung wird von der Wirtschafts- und Finanzzeitung Handelsblatt vorgenommen.

„Würden Sie einem Freund oder Bekannten eine Marke empfehlen, deren Kunde Sie sind?“ Mit dieser und anderen Fragen wurden im Zeitraum zwischen Mitte 2020 und 2021 knapp eine Million Konsumenten im Auftrag der Handelsblatt Media Group aus Düsseldorf befragt. Dabei sollte festgestellt werden, welche Unternehmen ihr Image im vergangenen Jahr unter Pandemie-Bedingungen steigern konnten.

Verbesserung zum Vorjahr

Brötje schneidet hier mit einem hervorragenden zweiten Platz in der Gruppe Energie & Wärme ab. Im Vergleich zum Vorjahr verbessert sich das Unternehmen deutlich. Das ist am Weiterempfehlungszuwachs unter den eigenen Kunden von +6,4 Scorepunkte (Sp) und am Gesamtergebnis abzulesen. Insgesamt 57,6 Sp (gewertet wurde zwischen -100 und +100 Punkten) wurden erreicht.

Bereits zum dritten Mal in Folge kürt das Handelsblatt den „Aufsteiger des Jahres – Kundenempfehlung“. Der Imagevergleich verdeutlicht die positive Entwicklung in puncto Kundenbewertungen als wertvollen Gradmesser für Unternehmen. 1.200 Marken werden durch Tausende repräsentative Stichproben deutschlandweit beurteilt und im sogenannten BrandIndex Kundenempfehlungs-Ranking des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov zusammengetragen. Im Fokus stehen sowohl die aktuelle Lage als auch Trendentwicklungen.

Quelle: August Brötje GmbH / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-7600 Mon, 11 Oct 2021 14:14:56 +0200 Kita im Passivstandard in Hannover errichtet https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/kita-im-passivstandard-in-hannover-errichtet-7600.html Eine neue Kindertagesstätte erweitert das Betreuungsangebot in Hannovers Stadtteil Mühlenberg. Das zweigeschossige Gebäude zeichnet sich nicht nur durch eine kindgerechte Ausrichtung aus, sondern auch durch seine nachhaltige sowie wirtschaftliche Bauweise. So kommen in der Primärkonstruktion Brettsperrholzelemente zum Einsatz, welche zum behaglichen Raumklima und damit einer hohen Aufenthaltsqualität beitragen. Als Passivhaus geplant, setzt das Konzept zudem auf die Nutzung regenerativer Energien, auf diese Weise sinken die Betriebskosten.

Die neue Kindertagesstätte befindet sich auf einem 5.500 Quadratmeter großen Grundstück im Stadtteil Mühlenberg in Hannover. Sie besteht aus einem Gebäuderiegel mit einer Länge von 55 und einer Breite von 19 Metern sowie einem davor geschalteten Eingangsbauwerk. Im Obergeschoss des zweigeschossigen Gebäudes ist ein dreiseitig umlaufender Laubengang angeordnet. Die insgesamt 1.808 Quadratmeter Nutzfläche bieten Platz für acht Gruppenräume – darunter zwei für die U3-Betreuung, vier für die Regelbetreuung sowie eine altersübergreifende und eine integrative Gruppe. Angegliedert sind jeweils Wasch- und Abstellräume. Des Weiteren befinden sich in dem Neubau Multifunktionsräume, zwei Essensbereiche nebst Küche, Büros, Besprechungs- und Aufenthaltsbereiche für die Betreuerinnen und Betreuer sowie einen Technikraum. Mit einem Aufzug und einem behindertengerechten WC auf jeder Etage ist das Gebäude zudem barrierefrei.

Löffelfertige Kita im Passivhausstandard

Realisiert wurde das Projekt im Rahmen eines ÖPP-Modells „löffelfertig“ für die Landeshauptstadt Hannover. Hierbei fungierte Brüninghoff aus Heiden als Bauherr und die Landeshauptstadt als Auftraggeber. Das Architekturbüro Fourmove aus Münster stieg in der Leistungsphase 4 mit in das Projekt ein. Zentral für die Ausschreibung war die funktionale Leistungsbeschreibung mit klar definierten Standards der Stadt Hannover für Kindertagesstätten. So wurde die Kita nach Vorgabe der Stadt im Passivhausstandard realisiert. Baulich trägt die Verwendung von Holz sowie einer Gebäudehülle mit hohem Dämmstandard den energetischen Ansprüchen Rechnung. Nach Fertigstellung des Gebäudes erwarb die Stadt Hannover das Gebäude von Brüninghoff. Planung, Bau und Finanzierung fielen somit in den Leistungsbereich des Projektbauspezialisten. Hinzu kommen die Wartungsarbeiten im Zuge der verlängerten Gewährleistung. Diese umfasst einen Inbetriebnahme- und Wartungsplan mit bis zu zehn Jahren Laufzeit.

Außenwände aus Brettsperrholz

Tragende Brettsperrholzwände bilden die Außenwände des Gebäudes. Der Aufbau umfasst insgesamt 49 Zentimeter – und besteht von innen nach außen aus einer 2,5 Zentimeter starken GK-Beplankung, einer Installationsebene, einer vier Zentimeter dicken Wärmedämmung, 14 Zentimeter starken Brettsperrholzwände, einer 16 Zentimeter breiten Ebene aus WLG 032 Dämmung und Fassadenriegeln sowie einer diffusionsoffenen Fassadenfolie. Eine Lattung nebst Konterlattung bildet die Unterkonstruktion für die zwei Zentimeter starke Holzverschalung aus Lärche. Letztere ist vorgegraut, gestrichen und flächenweise vertikal wie auch horizontal verlegt. Die Wandelemente wurden seitens Brüninghoff mit integrierten Fenstern im Werk vorgefertigt und in einem Stück auf die Baustelle geliefert. Dadurch wurde ein zügiger und sicherer Bauablauf gewährleistet.  Die 11,5 bis 20 Zentimeter starken Innenwände bestehen aus Kalksandstein sowie Ortbeton und sind mit Innenputz sowie Wandbelägen versehen. Die Geschossdecken wurden in Ortbeton ausgeführt und unterseitig mit einer Abhangdecke versehen, die Teile der Haustechnik aufnimmt. Oberhalb wurden Estrich und ein Bodenbelag aus Linoleum auf Elastikmatte aufgebracht. Das Dach besteht aus einer 22 Zentimeter starken monolithischen Stahlbetondecke nebst Gefälledämmung und extensiver Begrünung. Das Gebäude ist auf einer Zerrplatte gegründet, die unter- und oberseitig gedämmt ist.

Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Auch die Haustechnik erfüllt höchste Ansprüche an die Energieeffizienz. Verbaut wurde eine dezentrale reine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Die Geräte sind in der Abhangdecke der jeweiligen Räume untergebracht. Sie gewährleisten einen Mindestluftwechsel, der ein gutes Raumklima in der Kita sicherstellt und damit der Gesundheit der Gebäudenutzer zu Gute kommt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Fensterflügel nachts zu öffnen und eine Querlüftung über vorgelagerte, einbruchgesicherte Lüftungsgitter in der Fassade zu gewährleisten. Somit kann die Raumtemperatur in den Sommermonaten – auch ohne, dass die Lüftungsanlage im Betrieb ist – heruntergekühlt werden. Mit einer Photovoltaikanlage wird zudem auf die Nutzung erneuerbarer Energien gesetzt. 88 Photovoltaik-Module auf dem Dach erzielen hier eine Leistung von 30 Kilowatt-Peak (kWp). Dank der gedämmten und dichten Bauweise konnte die Heizungsanlage niedrig dimensioniert werden. Die Heizkörper dienen lediglich der Nachheizung von Spitzenlasten, wie sie zum Beispiel im Wickelraum anfallen können. Der Jahresheizenergiebedarf der Kita beläuft sich auf knapp 14 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²a) und erfüllt damit die Anforderungen der Passivhaus-Klassifizierung.

Sicherheit für den Fall der Fälle

Im Hinblick auf den Brandschutz entschied man sich für den Bau eines dreiseitigen Laubengangs als umlaufender zweiter Flucht- und Rettungsweg. Im Falle eines Brandes bietet er den im oberen Geschoss befindlichen Gruppen eine sichere Fluchtmöglichkeit nach außen. Auch in Bezug auf den Unfall- und Arbeitsschutz erfüllt das Gebäude hohe Anforderungen. Die Fenster verfügen über bestimmte Sperreinrichtungen und hoch angesetzte Griffe. Die Türen und Fenster sind mit einem Fingerklemmschutz ausgestattet, um ein Quetschen und Einklemmen von Kinderfingern auszuschließen. Die Verglasung besteht aus bruchsicherem Verbundsicherheitsglas. Alle Treppen und Treppengeländer sind hinsichtlich ihrer Bauweise und Materialbeschaffenheit ebenfalls speziell auf die Nutzung der Kinder ausgerichtet.

Spielen und toben an der frischen Luft

Ein Highlight sind die anspruchsvoll gestalteten Außenanlagen der Kita, die vom Büro TDB Landschaftsarchitektur aus Berlin geplant wurden. Sie sind geprägt durch verschiedene Bodenbeläge und Materialien – wie Sand- und Rasenflächen Holzschnitzel und Kunststoffbelag. Mit vielen Bäumen und einer freiwachsenden Hecke zeichnet sich die Anlage durch viel Grün aus. Spielgeräte wie Kletterbalken, Schaukel, eine Seil- und Kletterkombination, Korbschaukel, Stufenreck und Wippe bieten den Kindern spannende Möglichkeiten, sich im Freien auszutoben und miteinander zu spielen. Im hinteren Bereich befindet sich eine Freifläche für Ballspiele, Pflanzbeete sowie eine Leseecke. Unterhalb des Laubengangs laden Rastplätze zum Verweilen und Essen ein. Zutritt zur Kita erhalten Besucher und Gebäudenutzer entweder über die Zufahrt zum Parkplatz oder über das von Brüninghoff realisierte Eingangsbauwerk aus Holz, Beton und Stahl. Eine weitere Zufahrt dient zudem der Pflege der Außenanlagen.  Als Passivhaus geplant und realisiert, bringt die neue Kita in Hannover auf der einen Seite Nachhaltigkeit und Gebäudequalität in Einklang. Auf der anderen Seite steht sie als ÖPP-Projekt aber auch beispielhaft für den Weg zu einem wirtschaftlichen Bau und Gebäudebetrieb im kommunalen Bereich. Diese Wirtschaftlichkeit wird durch den hohen energetischen Standard und die damit einhergehenden niedrigen Energiekosten auch mittel- und langfristig gestützt.

Quelle: Brüninghoff / Wolfram Hülscher

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Dämmung & Fenster
news-7602 Fri, 08 Oct 2021 16:35:00 +0200 Neues Sharp Halbzellen-PV-Modul https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/neues-sharp-halbzellen-pv-modul-7602.html Sharp erweitert sein Halbzellen-Portfolio um ein neues monokristallines 540W-Photovoltaik-Modul (PV) – das NU-JD540. Das neue Hochleistungsmodul wurde speziell für Freiland- und gewerbliche Dachinstallationen entwickelt. Hohe Ausgangsleistung

Das neue NU-JD540 verfügt über 144 Halbzellen der Wafergröße M10 und hat eine Nennleistung von 540W mit einem Modulwirkungsgrad von 20,89 Prozent. Zudem ist es für eine Systemspannung von bis zu 1.500 V geeignet und bietet somit das beste Gleichgewicht zwischen Kostenreduzierung und Systemkompatibilität.

Der niedrige Temperaturkoeffizient von -0,341 Prozent pro Grad Celsius sorgt für höhere Leistungen bei hohen Umgebungstemperaturen, die aufgrund des Klimawandels und des daraus resultierenden Temperaturanstiegs immer häufiger vorkommen.

Hohe Zuverlässigkeit

Das NU-JD540 Modul zeichnet sich durch die 10-BB-Technologie aus, bei der runde Drähte verwendet werden. Dies erhöht den Leistungsgewinn jeder einzelnen Zelle und macht sie weniger empfindlich gegenüber Mikrorissen. Dadurch wird eine höhere Zuverlässigkeit des Moduls erreicht. Zudem verfügen alle Halbzellenmodule von Sharp über drei kleine Anschlussdosen, die jeweils mit einer Bypass-Diode ausgestattet sind. Die Anschlussdosen übertragen weniger Wärme an die darüber liegenden Zellen und erhöhen damit die Langlebigkeit der Module und die Gesamtleistung des Systems.

Zertifizierungen nach IEC61215 und IEC61730 bestätigen die Qualität und Sicherheit des Moduls. Das Produktdesign sorgt auch unter Extrembedingungen für hohe Zuverlässigkeit. In mehreren Tests wurde etwa die Widerstandsfähigkeit gegen Ammoniak, Salznebel, Sand und spannungsinduzierte Degradation (PID) geprüft.

Einfache Handhabung

Mit seinen komfortablen Abmessungen (2.279 * 1.134 mm) und dem optimierten Rahmen hat das NU-JD540 ein Gewicht von nur 27,8 kg, was die Handhabung erleichtert. Darüber hinaus verwendet das NU-JD540-Modul 1.750-mm lange Kabel, die eine problemlose Verkabelung bei Installationen im Querformat ermöglichen und bei der Installation im Hochformat die kostensparende Übersprungsverkabelung erlauben.

Andrew Lee, Vertriebsleiter EMEA bei Sharp Energy Solutions Europe, sagt: „Wir freuen uns, unser Halbzellen-Portfolio um ein neues Monomodul mit einer höheren Wattzahl von 540W zu erweitern. Es zeichnet sich durch 10 Busbars, M10 Wafer und eine Kabellänge von 1.750 mm aus, die die Installation in jeder Hinsicht einfach und komfortabel macht. Das NU-JD540 Modul vervollständigt unser Mono-Halbzellen-Portfolio und bietet unseren Kunden in Europa, Afrika und dem Nahen Osten ein hervorragendes neues Produkt, neben dem wie gewohnten exzellenten Service unseres Europateams mit Sitz in Hamburg.“

Durch die 15-jährige Produkt- und 25-jährige Leistungsgarantie von mindestens noch 85 Prozent der Ausgangsleistung im 25. Jahr, bietet das NU-JD540 die perfekte Lösung für Projekte.

Quelle: Sharp Energy Solutions / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7601 Thu, 07 Oct 2021 13:19:00 +0200 43 Prozent des Bruttostromverbrauchs durch Erneuerbare Energien gedeckt https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/43-prozent-des-bruttostromverbrauchs-durch-erneuerbare-energien-gedeckt-7601.html Erneuerbare Energien haben rund 43 Prozent des Bruttostromverbrauchs in den ersten drei Quartalen 2021 gedeckt. Im Vorjahreszeitraum lag der Anteil der Erneuerbaren Energien deutlich höher. Der hohe Anteil an Erneuerbaren Energien im Jahr 2020 war allerdings von einem ungewöhnlich windreichen ersten Quartal 2020 und einen durch die Corona-Einschränkungen deutlich niedrigeren Stromverbrauch geprägt. Da die Erneuerbaren-Quote als Anteil am Stromverbrauch ausgewiesen wird, führt ein geringerer Verbrauch allein schon zu einem Anstieg des prozentualen Wertes. In diesem Jahr lag der Stromverbrauch hingegen wieder auf dem üblichen Niveau. Einen merklichen Rückgang hat es in den ersten drei Quartalen 2021 bei der Stromerzeugung aus Windenergie an Land gegeben. Denn das laufende Jahr war deutlich windärmer als das Vorjahr. Im Juni erzeugten Windenergieanlagen an Land lediglich 3,4 Milliarden Kilowattstunden Strom, das ist der niedrigste Monatswert seit August 2015.

Sonnenreicher Juni 2020

Im gleichen Monat gab es jedoch einen Höchstwert bei der Stromerzeugung aus Solarenergie: Viel Sonne und der kontinuierliche Ausbau von Photovoltaikanlagen haben im Juni dazu geführt, dass 7,8 Milliarden Kilowattstunden Strom durch Photovoltaikanlagen erzeugt wurden. Dies sind elf Prozent mehr als im bislang stärksten Monat, dem Juni 2019, mit sieben Milliarden Kilowattstunden. Im restlichen Jahr bewegte sich die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen auf einem durchschnittlichen Niveau.

25-Punkte-Papier für neue Bundesregierung

„Die Energiewende muss ganz oben auf der To-Do-Liste der neuen Bundesregierung stehen“, sagt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „Das bedeutet vor allem: Mehr Tempo beim Erneuerbaren-Ausbau, insbesondere bei der Windenergie an Land. Hemmnisse wie langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren, fehlende Flächen und uneinheitliche Regelungen im Artenschutz müssen dringend aus dem Weg geräumt werden. Wir haben hierzu ein 25-Punkte-Papier vorgelegt. Um Phasen mit ungünstigen Wetterverhältnissen ausgleichen zu können, muss aber auch die Entwicklung von Speichertechnologien vorangetrieben und in regelbare gesicherte Kraftwerksleistung auf Basis von Gas investiert werden. Neue Gaskraftwerke und Gas-KWK-Anlagen müssen technologisch bereits in der Lage sein, zukünftig Wasserstoff als Energiequelle zu nutzen und damit langfristig klimaneutral arbeiten zu können.“

Nicht nur sauberer, sondern auch effizienter Strom

„Wir müssen auch bei der Stromeffizienz sehr viel schneller vorankommen“, sagt Prof. Dr. Frithjof Staiß, geschäftsführender Vorstand des ZSW. „Dies ist zwingend notwendig, weil der Strombedarf durch die neuen Stromanwendungen im Verkehr, auf dem Wärmemarkt und in der Industrie sowie für die Produktion von ‚grünem‘ Wasserstoff deutlich steigen wird. Damit der Strombedarf nicht schneller wächst, als die Erneuerbaren zugebaut werden können, müssen Stromspar- und Stromeffizienzmaßnahmen bei den klassischen Stromanwendungen konsequent umgesetzt werden: Das reicht von Klima- und Lüftungsanlagen sowie Druckluftanlagen in der Industrie über Heizungspumpen im privaten Haushalt bis zur effizienten Straßenbeleuchtung. Darum muss sich die neue Bundesregierung intensiver kümmern, wenn sie das ambitionierte Klimaschutzziel von 65 Prozent weniger Treibhausgas-Emissionen gegenüber 1990 bis zum Jahr 2030 erreichen will.“

Die Erzeugungszahlen im Einzelnen

In den ersten drei Quartalen 2021 lag die Bruttostromerzeugung nach vorläufigen Berechnungen bei 426 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) – ein Anstieg von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Quartal 1-3 2020: 411 Mrd. kWh). Insgesamt wurden knapp 178 Mrd. kWh Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen erzeugt (Quartal 1-3 2020: 191 kWh). Davon stammten gut 63 Mrd. kWh aus Wind an Land, knapp 46 Mrd. kWh aus Photovoltaik, knapp 37 Mrd. kWh aus Biomasse (einschließlich biogenen Siedlungsabfällen), rund 16 Mrd. kWh aus Wind auf See und knapp 16 Mrd. kWh aus Wasserkraft. Aus konventionellen Energieträgern wurden knapp 249 Mrd. kWh erzeugt. Im Vorjahreszeitraum waren es knapp 220 Mrd. kWh.

Ökostromanteil: Zwei Berechnungsmöglichkeiten

Der Anteil Erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch in den ersten drei Quartalen 2021 beträgt knapp 43 Prozent. Den Ökostromanteil am Bruttostromverbrauch zu bemessen, ist die gängige Berechnungsgrundlage. Sie geht zurück auf europäische Vorgaben und steht im Einklang mit den Zieldefinitionen der Bundesregierung zum Ausbau der Erneuerbaren Energien. Der Bruttostromverbrauch bildet das gesamte Stromsystem eines Landes ab.

Eine andere Möglichkeit ist, den Anteil der Erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung zu messen. Sie umfasst die gesamte in Deutschland erzeugte Strommenge, also auch die exportierten Strommengen. Der Anteil Erneuerbarer Energien in den ersten drei Quartalen auf Basis der Bruttostromerzeugung beträgt knapp 42 Prozent (Quartal 1-3 2020: 47 Prozent).

Quelle: Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7599 Wed, 06 Oct 2021 10:28:00 +0200 Wie das Wetter die Effizienz der Fensterlüftung beeinflusst https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/wie-das-wetter-die-effizienz-der-fensterlueftung-beeinflusst-7599.html Eine neue Studie des Steinbeis-Forschungszentrums Virtual Testing zeigt im Auftrag der WOLF GmbH, dass je nach äußeren Gegebenheiten die Effizienz der Fensterlüftung stark variieren kann. Bei ungünstigen Wetterlagen können geöffnete Fenster die teils sehr hohen Konzentrationen potenziell infektiöser Aerosolpartikel nicht in ausreichendem Maße reduzieren. Im Gegensatz dazu sind dezentrale Lüftungsgeräte mit Frischluftzufuhr in der Lage, kontinuierlich für ein gesundes Raumklima zu sorgen.

Außenbedingungen beeinflussen Effizienz der Fensterlüftung

Mit einem Simulationsmodell wurde das Ausbreitungsverhalten von submikronen Aerosolen untersucht, d. h. die Verbreitung von Tröpfchen beim Niesen wurde nicht betrachtet. Simuliert wurde ein typisches Klassenzimmer, in dem sich neben einer Lehrkraft 18 Schüler aufhalten, von denen eine Person das Coronavirus in sich trägt. Dabei wurden verschiedene Szenarien betrachtet. Das Hauptaugenmerk lag darauf, welchen Einfluss Windgeschwindigkeit, Anströmrichtung sowie Unterschiede bei der Innen- und Außentemperatur auf die Effizienz der Fensterlüftung haben. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Parameter den Luftaustausch und damit die Partikelkonzentration deutlich beeinflussen.

Bereits in der Übergangszeit kann der Luftaustausch über die Fenster deutlich eingeschränkt sein. Während beispielsweise die Aerosolkonzentration nach fünf Minuten Fensterlüftung bei einem frontal anströmenden Wind von 6 km/h auf die weit geöffneten Fenster um rund 90 Prozent deutlich abnimmt, reduziert sich diese nach fünf Minuten Fensterlüftung bei einem seitlich vorbeiziehenden Wind von nur 2 km/h nur noch um 45 Prozent. Zusätzlich beeinflusst die Differenz zwischen Außen- und Raumtemperatur die Lüftungseffizienz. In der Simulation wurde eine Raumtemperatur von 22 °C und bei schwachem Wind eine Außentemperatur von 18 °C bzw. bei starkem Wind von 12 °C angenommen.

„Während einer Unterrichtstunde steigt die Konzentration von infektiösen Aerosolpartikeln in der Raumluft konstant an. Die Frischluftzufuhr über die Fenster lässt die Konzentration rapide sinken. Die Simulation zeigt jedoch deutlich, dass Fensterlüftung nicht gleich Fensterlüftung ist. Äußere Einflüsse können die Effizienz maßgeblich verändern. Ein kontinuierlicher Frischluftzustrom über ein Lüftungsgerät ist deutlich zuverlässiger in der Lage, konstant geringe Partikelkonzentrationen zu gewährleisten“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Uwe Janoske, Leiter des Steinbeis-Forschungszentrums Virtual Testing.

Geringe Ansteckungsgefahr durch Lüftungsgeräte mit konstanter Frischluftzufuhr

Zum Vergleich mit der Fensterlüftung wurde die Entwicklung der Aerosolkonzentration im selben Klassenraum, ausgestattet mit einem WOLF Comfort-Großraum-Lüftungsgerät CGL edu untersucht. Das Gerät tauscht in diesem Szenario pro Stunde bis zu 800 Kubikmeter verbrauchte Raumluft gegen frische Außenluft aus. Die Simulation zeigt, dass die Partikelkonzentration im Klassenraum mit einem CGL edu innerhalb von 45 Minuten auf maximal 250 Partikel pro Kubikmeter ansteigt. Ohne Lüftungsgerät liegt die Partikelkonzentration bei geschlossenen Fenstern bereits nach 20 Minuten bei über 300 und nach 45 Minuten sogar bei circa 700.

Diese Erkenntnis bestätigt auch eine andere Studie des Experten für gesundes Raumklima WOLF, die mit Unterstützung der TU Berlin durchgeführt wurde. In dieser Untersuchung wurde bereits nachgewiesen, dass sich während einer Unterrichtsstunde trotz Lüftung über die Fenster potenziell infektiöse Aerosolpartikel in teils sehr hohen Konzentrationen im Klassenraum anreichern.

Die aktuelle Studie zeigt deutlich, dass sich mit einem Lüftungsgerät nur sehr wenige Bereiche mit lokal hoher Partikelkonzentration innerhalb des Raumes bilden. Damit sinkt die Ansteckungsgefahr, die durch eine infizierte Person ausgeht, auch für die Personen im direkten Umfeld. Im direkten Vergleich zur Fensterlüftung können Lüftungsgeräte eine deutlich zuverlässigere und gleichmäßigere Senkung der Partikelkonzentration erzielen. Die von geöffneten Fenstern unabhängige Frischluftzufuhr vermeidet darüber hinaus effizient hohe CO2-Konzentrationen im Raum und reduziert weitere Schad- und Geruchsstoffe sowie Staubpartikel. Zudem wird unerwünschte Luftfeuchtigkeit abgeführt.

Maximale Flexibilität bei der Positionierung des Lüftungsgerätes im Raum

Die Simulation untersuchte ebenfalls den Einfluss unterschiedlicher Positionierungen des Lüftungsgeräts auf die Durchmischung der Raumluft sowie auf die Senkung der Aerosolkonzentration. Um die Frage nach dem optimalen Standort beantworten zu können, wurden drei Positionen im Raum simuliert und verglichen. Im Ergebnis zeigte sich, dass die Unterschiede zwischen einer Installation an verschiedenen Wänden und selbst in einer Eckposition nur sehr gering waren. In allen drei Fällen verhinderte der WOLF CGL edu gleichmäßig und zuverlässig einen Anstieg der potenziell gefährlichen Partikel über den Wert von 250 pro Kubikmeter.

Durch die kontinuierliche Zufuhr an frischer Außenluft und den intelligenten Geräteaufbau kommt es standortunabhängig zu einer effizienten Durchströmung des gesamten Raumes, was zu einem deutlich reduzierten Ansteckungsrisiko führt.

Betrachtet wurden zudem die durch das Lüftungsgerät entstehenden Windgeschwindigkeiten innerhalb des Klassenraums. Diese wurden auf einer angenommenen Kopfhöhe der sitzenden Schüler von einem Meter untersucht und erreichten positionsunabhängig maximal 0,6 Meter pro Sekunde. Die Höhe des Lüftungsgerätes von mehr als 2 Metern sowie der oben positionierte Luftauslass verhindern damit, dass ein unangenehmer Luftzug entsteht.

Die Auswertung der Simulation zeigt, dass eine effiziente und komfortable Lüftung mit dem WOLF CGL edu unabhängig von der Positionierung im Klassenraum erfolgen kann. Auf diese Weise können unterschiedliche bauliche Gegebenheiten berücksichtigt werden. Zudem sind in Absprache mit dem Denkmalschutz anstelle von Wanddurchführungen ebenso flexible Lösungen über die Oberlichter möglich.

Nicht nur effizient, sondern auch nachhaltig

Der Einsatz von Lüftungsgeräten stellt mit Blick auf die Klimaschutzziele für 2030 eine richtungsweisende Technologie dar. Mit effizienter Wärmerückgewinnung über Hochleistungs-Gegenstromwärmetauscher bei einem Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent entsteht sowohl ein ökologischer als auch ein wirtschaftlicher Mehrwert gegenüber der Fensterlüftung. Schließlich wird unterbunden, dass die investierte Wärmeenergie ungenutzt an die Umwelt abgegeben wird.

„In vielen Schulen und Kitas besteht weiterhin starker Verbesserungsbedarf. Die Simulation des Steinbeis-Forschungszentrums zeigt, dass die alleinige Konzentration auf die Fensterlüftung weder einen optimalen Schutz bietet noch eine nachhaltige Lösung darstellt. Eine Möglichkeit zur schnellen Nachrüstung bietet unser neues WOLF Comfort-Großraum-Lüftungsgerät, das speziell für Räume in Bildungseinrichtungen konstruiert wurde. Das dezentrale Lüftungsgerät CGL edu wird mit 100 Prozent frischer Außenluft betrieben und ist eine langfristige und nachhaltige Lösung für ein gesundes Raumklima. Darüber hinaus erfüllt das Kompaktgerät alle Kriterien der Bundesförderung für einen Zuschuss von bis zu 80 Prozent“, sagt Dr. Thomas Kneip, Geschäftsführer der WOLF GmbH.

Mehr Informationen zur aktuellen 80 Prozent Förderung von Lüftungsanlagen in Bildungseinrichtungen unter: www.wolf.eu/foerderung-bildungseinrichtungen

Quelle: WOLF GmbH / Delia Roscher

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Lüftung & Klima
news-7598 Tue, 05 Oct 2021 09:41:00 +0200 Wärmebrückenreduzierter und luftdichter Fenstertausch https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/waermebrueckenreduzierter-und-luftdichter-fenstertausch-7598.html Die neue Broschüre „Wärmebrückenreduzierter und luftdichter Fenstertausch“ des Fachverbands Luftdichtheit im Bauwesen e. V. (FLiB) informiert über das Erstellen von Ausführungsnachweisen und Planungshilfen zum Fenstertausch in Altbauten. Sollen einzelne Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) oder auch steuerlich gefördert werden, ist der Nachweis einer wärmebrückenreduzierten und luftdichten Ausführung Pflicht. Am Beispiel des Austauschs von Fenstern und Außentüren soll eine neue Broschüre aus der Reihe „FLiB informiert“ beim Führen solcher Nachweise unterstützen.

Fürs Ausarbeiten der neuen Info-Schrift hat sich der Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen mit dem Energieberaterverband GIH zusammengetan. Interessierte können sie ab sofort hier, unter der Rubrik Fachinformationen, kostenfrei herunterladen.

Zusätzlich zu einer Vorlage fürs Erstellen von Ausführungsnachweisen liefern die Autoren auch eine Planungshilfe zum Fenstertausch in Altbauten. Dafür haben sie die Infos einschlägiger Regelwerke und Merkblätter zusammengetragen, die für einen luftdichten und wärmebrückenreduzierten Anschluss an den Baukörper relevant sind. Auch das Know-how des ift Rosenheim, von Vertretern des Glaserhandwerks sowie zahlreicher Energieberater und Fensterbauer ist in die Ausarbeitung eingeflossen. Herausgekommen ist eine praktische Arbeitshilfe für alle, die mit dem Austausch alter Fenster befasst und zum Nachweis des fachgerechten Einbaus verpflichtet sind: Planer*innen, Energie-Effizienz-Expert*innen und ausführende Fensterbauer*innen. Die Infos können in der Fachunternehmererklärung beigelegt werden.

Für Planende, Ausführende und den Verordnungsgeber

„Mit der Kombination aus Planungshilfe und Nachweis wollen wir dazu beitragen, dass das, was auf dem Papier als wärmebrückenreduziert und luftdicht erklärt wird, dem auch in der Praxis entspricht“, sagt FLiB-Geschäftsführer Oliver Solcher. Gleichzeitig sehe man die Broschüre als Vorschlag an den Verordnungsgeber, wie sich dessen eher vage formulierte Forderung nach einem Nachweis aus fachlicher Sicht korrekt umsetzen lässt. Derzeit ist in den Technischen FAQ zur BEG ein Hinweis auf die Broschüre über den generellen Link auf die Seite luftdicht.info gegeben. Es sei denkbar, dass zu einem späteren Zeitpunkt auch eine direkte Verlinkung erfolgt. Dies hänge aber von den künftigen Erfahrungen mit der Nachweis-Vorlage ab. Solcher: „Nicht zuletzt deshalb hoffen wir, dass möglichst viele Energieberater und Ausführende unser Angebot nutzen werden.“ Dabei macht die Fenstertausch-Broschüre erst den Anfang: Der Fachverband plant, noch für weitere sensible Modernisierungsbereiche Nachweise aufzulegen.

Quelle: Fachverbands Luftdichtheit im Bauwesen e. V. (FLiB) / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7597 Mon, 04 Oct 2021 09:48:00 +0200 Neue Lüftungsnorm schafft mehr praxisnähe bei Wohnraumlüftung https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/neue-lueftungsnorm-schafft-mehr-praxisnaehe-bei-wohnraumlueftung-7597.html Die überarbeitete Lüftungsnorm DIN1946-6 bringt einige Änderungen mit sich – gerade im Hinblick auf Planung und Anwendung von zentralen Lüftungssystemen. Bereits im Jahr 2013 begann die Überprüfung der seit 2009 geltenden, alten DIN 1946-6, welche sich als Teil der Norm zur Raumlufttechnik explizit mit der Wohnungslüftung befasst. Der zuständige Normenausschuss hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Norm so zu überarbeiten, dass dadurch zwei wichtige Prozesse unterstützt werden: Erstens eine höhere Akzeptanz der Wohnraumlüftung am Markt und zweitens die Transformation der Norm von einer aktuell noch reinen Planungsempfehlung hin zu einer verpflichtenden Regelung. Hierfür sollte die alte Fassung möglichst nicht verschärft und zudem vereinfacht werden. Oliver Geithe, Dipl.-Ing. Versorgungstechnik (FH), Leiter Produktmanagement Heizkörper und Komfortlüftung bei der Zehnder Group Deutschland GmbH, führt durch die überarbeitete Lüftungsnorm.

Änderung bei Berechnung der Infiltration

Eine erste wichtige Neuerung betrifft die Berechnung der Infiltration, also des natürlichen Luftaustauschs über Undichtigkeiten. So wird in der Neufassung der DIN 1946-6 die Infiltration für die Auslegung der Lüftungstechnischen Maßnahme bei Zu-/Abluftsystemen nicht mehr angerechnet. Bei der Freien Lüftung, kombinierten Lüftungssystemen und reinen Zu- bzw. Abluftsystemen bleibt die Infiltration jedoch weiterhin anrechenbar, wie man der Grafik 1 entnehmen kann.

Bei der Festlegung der Außenluftvolumenströme wurden die Werte zur Nennlüftung zum Zwecke der Gesundheit nach unten korrigiert. Die Unterschiede sind aber erst ab einer Fläche von ca. 100 m2 minimal messbar (Grafik 2). Zehnder hat dies mit den jeweils eingesetzten Lüftungsgerätegrößen abgeglichen: Große Lüftungsgeräte werden auch entgegen häufiger Befürchtungen weiter problemlos abgesetzt und installiert werden können, da der Unterschied zwischen neuer und alter Nennlüftung sehr gering ist. Tatsächlich wird eine kleinere Zehnder Gerätegröße nur bei einer Fläche der Nutzungseinheit von 130 m2 nötig, wo die neue Nennlüftung bei 125 m3/h und damit 11 m3/h unter dem Wert der alten DIN 1946-6 liegt.

Auch bei den Abluftmengen in Ablufträumen wurden Anpassungen vorgenommen. Zum einen reduziert sich der Abluftvolumenstrom für die Nennlüftung, je nach Nutzungsart des Raumes, zum Teil erheblich (Grafik 3).

Die neue Norm schlägt zudem vor, in emissionsarmen Ablufträumen den Volumenstrom noch weiter zu reduzieren, jedoch maximal um 50 Prozent und unter Beachtung des Feuchteschutzes und der Gesamtvolumenstromanforderung. In reinen Technik- und selten genutzten Duschräumen darf die Nennlüftung somit sogar nochmal auf 10 bzw. 20 m3/h halbiert werden. Außerdem gibt es erstmals eine Deckelung der insgesamten Außenluftvolumenströme: Der aus der Nutzfläche ermittelte Volumenstrom darf maximal um den Faktor 1,2 überschritten werden, was sich vor allem positiv auf Objekte mit vielen Ablufträumen auswirkt. Eine interessante, zusätzliche Regel findet sich lediglich in einer Fußnote wieder: Wird ein Raum zum Trocknen von Wäsche genutzt, sollten hier mindestens 40 m3/h veranschlagt werden. Betrachtet man die Tatsache, dass bei einer frischen Wäscheladung aus der Waschmaschine zwischen zwei und drei Liter Feuchtigkeit anfallen, ist dies eine durchaus sinnvolle und praxisnahe Regelung. Auch beim Thema Zuluft gibt es zumindest eine bedeutende Neuerung: In Schlafräumen und Kinderzimmern darf die Nennlüftung nicht unter 15 m3/h je Person ausgelegt werden.

Neue Kategorien für Wärmedämmungen

Einen weiteren wichtigen Teil bei den Änderungen für zentrale Lüftungssysteme durch die neue DIN 1946-6 nimmt das Thema Dämmung ein. Hier wurde den in den letzten zehn Jahren erheblich verbesserten Dämmmaterialien und damit auch erhöhten Dämmstandards Rechnung getragen. Dies kristallisiert sich in einem angepassten Lambda-Wert von 0,038 statt vormals 0,045 W/(m*K) heraus. Hier wurden drei neue Kategorien eingeführt, die Wärmedämmung zur Kondensatvermeidung W-K, die Wärmedämmung zur Vermeidung von Energieverlusten W-E und die individuell berechnete Wärmedämmung W-I. Besonders folgenreiche Änderungen betreffen die Kategorie W-K. Luftleitungen bis drei Meter Länge benötigen nun lediglich eine Mindestdämmung von 20 mm (hiervon bleiben Zu- und Abluftleitungen innerhalb der thermischen Gebäudehülle ausgenommen, bei denen weiterhin keine Wärmedämmung nötig ist). Außenluftleitungen, die früher pauschal mit 60 mm gedämmt sein mussten, brauchen nun nur noch ein Drittel der Dämmdicke. Dadurch lässt sich einiges an Material und auch Platz einsparen. Leitungen, welche länger als drei Meter sind, fallen automatisch unter die Kategorie W-E. Selbst dort benötigt man für Außenluftleitungen bis zwei Meter Länge innerhalb der thermischen Gebäudehülle nur noch eine 32 mm dicke Dämmung. Die Berechnung für Wärmedämmung zur Energieverlustvermeidung wird nun in vier statt drei Temperaturkategorien eingeteilt, was insgesamt eine nähere Orientierung an der Praxis darstellt und Pauschalisierungen weiter vermeidet.

Des Weiteren hat endlich ein Abgleich mit der VDI 6022 stattgefunden. Genau genommen besteht dieser Brückenschlag zwischen Norm und Richtlinie bereits seit 2018, als eine neue Fassung der VDI 6022 veröffentlicht wurde. Vorbehalte seitens des Normenausschusses und Lüftungsherstellern gegenüber der Hygienerichtlinie lagen vor allem in der Tatsache begründet, dass deren Anwendung die Kosten einer komfortablen Wohnraumlüftung um rund 1.000 Euro erhöht hätte. In der aktualisierten Lüftungsnorm gibt es nun drei Kategorien von hygienischen Anforderungen an die Qualität der Zuluft: ohne Filter (O) sowie Grundanforderungen (G) und Hygieneanforderungen (H), jeweils mit Filter. Je nach Art der Lüftungstechnischen Maßnahme müssen hier dann unterschiedliche Filterklassen installiert werden, welche nun auch gemäß der aktuellen, international gültigen DIN EN ISO 16890 aufgeführt sind: Die Installation eines zentralen Lüftungssystems nach Hygienekategorie O ist nicht zulässig. In den Kategorien G und H werden für die Abluft jeweils Filter der Klasse G2 (ISO Coarse ≥ 30 %) und für die Außenluft G3 (ISO Coarse ≥ 45 %) (nach Kategorie G) und ISO ePM1 ≥ 50 % bzw. F7-Filter (nach H) gefordert.

Bei der Anordnung von Außen- und Fortluftdurchlässen gibt es mit der neuen DIN 1946-6 ebenfalls ein paar Änderungen. Zum einen ist heute die Ansaugung von Außenluft über einen Kellerlichtschacht grundsätzlich verboten. Wenn man bedenkt, wie selten diese Schächte gereinigt werden und welches Risiko dies für die Luftqualität darstellt, ist diese Einschränkung durchaus zu begrüßen. Außerdem legt die neue Norm erstmals eine Mindesthöhe von 70 cm über dem Erdreich für die Ansaugung fest. Wir bei Zehnder haben hier jedoch bereits in der Vergangenheit mit Höhen von 1,0 bis 1,5 Metern gearbeitet. Auch die Abstände zwischen Außen- und Fortluftdurchlässen werden nun etwas genauer thematisiert, um Kurzschlüsse zu verhindern. Wie man dies genau umsetzt, wird noch immer offengelassen. Zehnder geht seit jeher von Mindestabständen zwischen 2,0 und 2,5 Metern aus. Sollte man den Abstand nicht einhalten können, kann das Zehnder Kombi-Außenwandgitter verwendet werden, welches beide Durchlässe in einem kompakten Bauteil vereint, aber clever aneinander vorbeiführt. Die neue Lüftungsnorm enthält jetzt zumindest Anhaltswerte für die Mindest-Abstandsmaße (Grafik 4).

Ein Rechenbeispiel zur Veranschaulichung

Gehen wir von einem Fortluftauslass unterhalb der Außenluftansaugung und einer Luftmenge von 150 m3/h aus, ergibt sich ein vertikaler Abstand von 2 Metern und ein horizontaler Abstand von null Metern. Auch wenn es sich hier nur um Anhaltswerte handelt, eignen sich diese bereits gut, um in der Praxis einen Kurzschluss von Außen- und Fortluft zu verhindern.

Die Kellerlüftung hat im Zuge der Überarbeitung vom Beiblatt in den Anhang geschafft, wodurch dieser Thematik nun mehr Beachtung zu Teil wird. Die Auslegung der Lüftungstechnischen Maßnahme in Kellerräumen kann nicht pauschal bestimmt werden, sondern ist davon abhängig, wie der entsprechende Raum genutzt wird. So sollten ungenutzte und unbeheizte Räume wie Heizungskeller oder Abstellräume, zumindest im Sommer, ausdrücklich via Feuchtesensor belüftet werden. Dies garantiert einen optimalen Feuchtewert, da die Lüftungsanlage erst für einen Luftaustausch sorgt, wenn die absolute Luftfeuchtigkeit draußen geringer ist als im Keller. Bei wenig genutzten, aber beheizbaren Kellerräumen wie beispielsweise einem Gästezimmer oder auch Waschkeller sollte nach reduzierter Lüftung ausgelegt werden, um nicht zu viel Feuchte von außen in den Raum einzubringen. In beheizten Aufenthaltsräumen im Keller sieht die neue Lüftungsnorm hingegen eine Auslegung nach Nennlüftung vor, denn hier besteht im Grunde kein Unterschied zu beispielsweise einem Wohnzimmer im Obergeschoss.

Man sieht also, dass sich durch Anpassungen bei der Auslegung von zentralen Komfort-Lüftungsgeräten, wie sie Zehnder produziert, durchaus einiges ändern wird. Ob dies letztendlich dazu führen kann, dass aus der Lüftungsnorm eine verpflichtende Regel wird, ist schwer abzuschätzen. Zu einer höheren Akzeptanz der DIN 1946-6 sollte die Überarbeitung aber allemal beitragen, da hier sichtbar für mehr Praxisnähe, einfachere Planung und leichtere Anwendung gesorgt wurde.

Quelle: Zehnder Group Deutschland GmbH / Delia Roscher

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Lüftung & Klima
news-7596 Mon, 04 Oct 2021 07:16:00 +0200 KI zum Testen https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/ki-zum-testen-7596.html In welchem Umfang Künstliche Intelligenz (KI) Unternehmen unterstützen kann, können Firmen jetzt auf der neuen interaktiven Plattform des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) testen. Künstliche Intelligenz kommt besonders in der Energiewendebranche immer häufiger zum Einsatz. Selbstlernende Verfahren helfen beispielsweise dabei, die Wind- und Solareinspeisung besser vorherzusagen oder Entwicklung und Produktion von Brennstoffzellen, Batterien und e-Fuels zu optimieren. Damit kleine und mittelständische Unternehmen nicht von den Großen der Branche abgehängt werden, brauchen sie zukunftsfähige Technologien.

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hat deshalb eine Innovationsplattform entwickelt, auf der Firmen selbst testen können, wie sie mit Künstlicher Intelligenz (KI) ihre Prozesse von der Produktentwicklung bis zum Geschäftsbetrieb zukunftstauglich und wirtschaftlich tragfähiger machen. Ideen und Konzepte dafür entwickelte das ZSW im Rahmen des „KI-Lab für Erneuerbare Energien“, das vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium finanziell gefördert wurde.

Erst testen, dann entscheiden

„Unsere KI-Plattform deckt ein breites Anwendungsspektrum ab: Ob neue Technologien für die Energiewende, ob klimaneutrale Produktionsprozesse oder Anwendungen – dafür steht unsere Innovationsplatt-form. Kleine und mittlere Unternehmen – und vor allem Startups – entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Bereich der Erneuerbaren Energien können davon profitieren“, erklärt Anton Kaifel, Teamleiter des Bereichs KI und Maschinelles Lernen am ZSW.

Die Nutzung des ZSW-Service ist einfach: Firmen registrieren sich auf der Website, laden ihre Daten in einem geschützten Datenraum hoch und können Software und Infrastruktur nutzen, um selbständig KI-Modelle mit ihren Daten zu trainieren. „Somit haben die Unternehmen eine sehr niedrige Einstiegsschwelle und können mit unserem KI-PlayGround-Tool testen, ob und wie Künstliche Intelligenz in ihr Unternehmen integrierbar ist und ob es sich für sie lohnt – also Test-Before-Invest“, erläutert Dr. Frank Sehnke, Data-Scientist für KI am ZSW. Die Anforderungen und Bedürfnisse der Unternehmen kennen er und das zehnköpfige KI-Forschungsteam am ZSW ganz genau. Erfahrungen sammelten sie im „KI-Lab für Erneuerbare Energien (KILEE)“, bei dem Firmen mit KI-Methoden Produktionsprozesse optimieren sowie neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln konnten. Das Projekt startete im April 2020 und wurde jetzt erfolgreich beendet. „Durch das KILab und andere Forschungsvorhaben ist der technologische Reifegrad unserer Plattform sehr hoch. Mit den maschinellen Lernverfahren können Produkte, Prozesse und Dienstleistungen verbessert und neue Geschäftsmodelle entwickelt werden. Dies geschieht unter Einsatz von vorhandenen oder fortlaufend erhobenen Daten“, sagt Dr. Sehnke.

Mehrere Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen im Südwesten waren bei dem regionalen KI-Labor dabei, darunter Wetter- und Energieprognosedienstleister und Unternehmen aus der Wind- und Solarindustrie. Auch das Freiburger High-Tech-Startup greenventory, das auf softwaregestützte Lösungen für die Inventarisierung und Analyse verteilter Energiesysteme spezialisiert ist, profitiert von den maßgeschneiderten Angeboten aus dem ZSW-Digitallabor. „Für uns als junges Start-up Unternehmen in der Energiebranche war und ist das KI-Lab eine sehr große Hilfe. Die Experten des ZSW haben uns konkrete Einsatzmöglichkeiten von KI und beispielhafte Anwendungen mit unseren Daten aufgezeigt. Dass jetzt aus dem Labor eine KI-Plattform hervorgegangen ist, finde ich sehr gut. Das enorme Potenzial, das die KITechnologie bietet, sollten alle nutzen können. Die Plattform bietet einen niederschwelligen Zugang für den Einsatz von KI im eigenen Unternehmen“, sagt greenventory-Mitgründer Dr. Kai Mainzer.

Analysetool für Firmen weltweit

Während beim KI-Lab der Fokus auf Unternehmen aus dem Südwesten lag, steht die Plattform mit ihrem Analysetool nun Firmen aus ganz Deutschland zur Verfügung. „Wir wollen den Unternehmen mit unserem digitalen Dienst Wettbewerbsvorteile verschaffen, indem wir ihnen zu größerer Effektivität, Effizienz und Agilität verhelfen. Die dynamische Entwicklung des Markts erfordert Flexibilität und eine KI-Lösung, die neue Geschäftsmodelle unterstützt“, erzählt Anton Kaifel. Unternehmen, die sich auf der Plattform anmelden, durchlaufen einen Prozess. Zunächst können Einsatzgebiete von KI im jeweiligen Unternehmen bestimmt werden. Daraus wird ein KI-Readiness-Level festgelegt und die weiteren Schritte diskutiert. Anschließend werden in einer Proof-of-Concept (PoC)-Anwendung mit KI die Daten geprüft und erste KI-Modelle mit Hilfe der Plattform entwickelt. Tutorials geben Hinweise in der Handhabung der KI-Plattform. Sollen KI-Modelle auf Basis eines PoC bei den Firmen zur Prozessoptierung für die Überwachung und vorausschauende Wartung von Anlagen oder für neue Dienstleistungen und Produkte eingesetzt werden, unterstützt das ZSW die Unternehmen, um individuelle Anwendungen und Software zu entwickeln.

Damit sind Firmen in der Lage, die Zeithorizonte für neue Entwicklungen wesentlich zu verkürzen sowie ihre Produkte und Dienstleistungen früher in den Markt einzuführen.

Das ZSW will mit der KI-Plattform vor allem die Schnittstellen zwischen Digital- und Energiewirtschaft, zwischen Startups und etablierten Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Bereich erneuerbare Energien effektiv nutzen, da KI in diesem Bereich große Innovationskraft besitzt. „Eine Studie, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Auftrag gegeben hat, zeigt, dass Unternehmen, die Künstliche Intelligenz einsetzen, bei gleichem Umsatz einen höheren Gewinn erzielen und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Durch KI sind Unternehmen eher in der Lage, Innovationen hervorzubringen und Meilensteine zu setzen“, resümiert Anton Kaifel.

Quelle: ZSW / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7595 Fri, 01 Oct 2021 10:50:00 +0200 Richtig heizen und lüften in den Wintermonaten https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/richtig-heizen-und-lueften-in-den-wintermonaten-7595.html Wer in der kalten Jahreszeit wohldosiert heizt und richtig lüftet spart Heizenergie, schont das Klima und den Geldbeutel. Rund 150 bis 250 Euro Ersparnis sind jährlich drin – das macht bis zu 20 Prozent der Heizkosten aus. Wichtig ist, zuerst die passende Raumtemperatur einzustellen: Je nach Zimmer reichen die Stufen zwei und drei des Thermostats aus. Beim Lüften ist regelmäßiges Querlüften angesagt. Wer das wenige Minuten aber regelmäßig macht, tauscht die feuchte, verbrauchte Raumluft aus, verhindert das Auskühlen der Räume und verringert das Schimmelrisiko. Das trägt enorm zur Wohngesundheit bei. Besonders effizient sind hier Lüftungsanlagen: Sie erzielen eine gute Luftqualität bei nur geringen Wärmeverlusten.

Bis zu zwei Drittel der Nebenkosten entfallen auf die Heizung – also vor allem auf die Wintermonate. Erstaunlicherweise herrscht beim Beheizen der Wohnung vielerorts eine falsche Sorglosigkeit. Da werden Thermostate unnötig hoch aufgedreht und einzelne Fenster stundenlang gekippt. Kurzum: Die Wärme wird direkt zum Fenster hinausgeheizt. Hohe Heizkosten und CO2-Emissionen sowie ausgekühlte Wände mit Schimmel sind die Folge.

Zu viel Wärme oder Kälte beim Heizen vermeiden

Mit wenigen Maßnahmen lassen sich solche negativen Folgen verhindern. „Wohnräume, etwa Wohn-, Kinder- und Arbeitszimmer, sollten eine maximale Temperatur von 19 bis 21 Grad haben“, sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau. „Auf dem Thermostat entspricht das der Stufe drei.“ Bei weniger, kürzer oder nur zum Schlafen genutzten Räumen reichen 16 bis 18 Grad aus. Das ist Stufe zwei auf dem Thermostat. Zu diesen Räumen gehören Schlafzimmer und Flure. Auch in der Küche reicht Stufe zwei aus, da hier beim Kochen zusätzliche Wärme entsteht.

Weitere Kosten können Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer einsparen, wenn sie die Zimmertemperatur an die Tageszeit sowie an ihren Tagesablauf anpassen. Es empfiehlt sich, etwa eine Stunde bevor man außer Haus oder abends ins Bett geht, die Heizung auf 15 bis 16 Grad zurückzudrehen. Beim Thermostat ist das Stufe eins oder zwei. Wer eine Stunde vor der Bettruhe runterregelt, reduziert die nächtlichen Heizkosten um rund 25 Prozent. Noch besser: Die meisten Heizungsanlagen bieten an, für die Nachtstunden per Regelung niedrigere Temperaturen einzustellen. Morgens sollte die Nachtabsenkung wiederum eine Stunde vor dem Aufstehen enden.

Die Ersparnis ist vor allem bei nicht optimal gedämmten Gebäuden enorm. Sinkt die Temperatur um nur ein Grad, reduzieren sich die Heizkosten bereits um sechs Prozent. Übrigens: Die Stufen am Heizkörper-Thermostat entsprechen einer Zieltemperatur, nicht der Aufwärmgeschwindigkeit. Höhere Stufen heizen den Raum nicht schneller auf, sondern erwärmen ihn lediglich auf – häufig nicht notwendige – höhere Temperaturen.

Wärmestau verhindern und querlüften

Vermeiden sollte man einen Wärmestau an den Heizkörpern durch zu nah platzierte Möbel oder überhängende Gardinen. Zu Beginn der kalten Jahreszeit lohnt es sich zudem, die Heizkörper zu entlüften. Die Heizung wenig bis gar nicht zu nutzen, oder während des Winterurlaubs komplett abzuschalten, ist nur selten eine Alternative. „Kälter als zwölf bis 15 Grad sollte es in normal genutzten Räumen im Winter nicht werden. Das lässt die Feuchtigkeit, die durch Menschen, Tiere aber auch Pflanzen entsteht, an kalten Stellen der Wände leichter kondensieren und erhöht die Schimmelgefahr“, erklärt Hermann Dannecker vom Deutschen Energieberater-Netzwerk (DEN). „Eine eingeschaltete Heizung auf niedriger Stufe mindert dagegen das Schimmelrisiko, erhöht die Wohnqualität und kommt der Gesundheit aller Bewohnenden zugute.“

Der Grund für hohe Heizkosten liegt oft auch am falschen Lüftungsverhalten. Durch ein gekipptes Fenster lässt sich zwar auch für frische Raumluft sorgen, jedoch verschwendet man teure Heizwärme. Fenster zu kippen zieht diesen Luftaustausch unnötig in die Länge und sorgt dafür, dass in dieser Zeit auch die Wände um die Fenster auskühlen. Das entzieht den Räumen zusätzlich Wärme, die anschließend mit viel Heizenergie wieder erzeugt werden muss. Effizienter ist mehrminütiges Stoß- oder Querlüften. Die verbrauchte Raumluft wird so schnell gegen frische Luft getauscht. Kurz darauf sind die Zimmer wieder wohlig warm. Am besten ist es, gegenüberliegende Fenster gleichzeitig weit zu öffnen. Besonders Küche und Bad sollten mehrmals am Tag einen solchen Durchzug erhalten, bei anderen Wohnräumen reicht das Lüften meist morgens, mittags und abends.

Lüftungsanlage als Alternative zum manuellen Lüften

Wer sich nicht um das Lüften kümmern und Fehler vermeiden will, ist mit einer Lüftungsanlage gut beraten. Sie lüftet automatisch und sorgen durchgängig für den Abtransport verbrauchter, feuchter Luft und die Zufuhr frischer, sauerstoffreicher Luft mit weniger Luftfeuchte. Die Geräte sind häufig mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet. Das sorgt dafür, dass die Wärme der verbrauchten Abluft auf die kalte Frischluft übertragen wird und nicht nach außen gelangt und spart so Heizenergie. Je nach Filterart schützt die Anlage auch vor Feinstaub, Pollen und Viren.

Zusammengefasst: Wie man richtig heizt und lüftet

  • In Wohnräumen und Bad das Thermostat auf Stufe drei stellen. Eine Stunde vor Zubettgehen die Temperatur auf Stufe eins bis zwei herunterregeln, besser noch, an der Heizungsregelung eine Nachtabsenkung der Heizungsvorlauftemperatur um 15 bis 20 Grad einstellen.
  • In Nutzräumen wie Flur und Küche reicht eine niedrigere Temperatur. Dies gilt auch für das Schlafzimmer. Das Thermostat sollte hier auf Stufe zwei stehen.
  • Thermostatstufe fünf vermeiden. Das heizt Räume auf bis zu 28 Grad auf. Auch Stufe vier ist zu hoch.
  • Heizungsregelung prüfen, um die Temperatur so niedrig wie möglich zu halten und in der Nacht abzusenken.
  • Beim Lüften gilt: Mehrmals am Tag einige Minuten querlüften. Kippen während der Heizperiode vermeiden.
  • Lüftungsanlagen installieren. Sie lüften automatisch und helfen, Energiekosten zu senken. Auch eine Wärmerückgewinnung ist sinnvoll. Zudem verringern die Anlagen bei Besuchen das Ansteckungsrisiko mit Viren, da eine automatische Lüftung auf höheren Luftwechsel eingestellt werden kann.

Quelle: Zukunft Altbau / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-7594 Fri, 01 Oct 2021 10:35:00 +0200 Zubau von erneuerbare Energien im Südwesten weiterhin zu niedrig https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/zubau-erneuerbare-energien-im-suedwesten-weiterhin-zu-niedrig-7594.html Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg erreicht weiterhin die gesetzten Ziele nicht: Nur ein Fünftel der aktuellen Pläne für das gesamte Jahr wurde erreicht. Darauf weist die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg (Plattform EE BW) hin. Bei der Windenergie wuchs der Bestand von Januar bis August 2021 nur um knapp 20 Windenergieanlagen. Auch bei der Photovoltaik ist der Zubau noch zu niedrig.

Baden-Württemberg benötige daher dringend ein Sofortprogramm für erneuerbare Energien, fordert der Vorsitzende der Plattform EE BW, Jörg Dürr-Pucher. Bis zum Jahresende sollten den engagierten Worten im Koalitionsvertrag und dem Entwurf des Klimaschutzgesetzes konkrete Taten folgen. „Wir brauchen mehr Engagement beim Ausbau der Windenergie, Photovoltaik, Tiefengeothermie, Wasserkraft und Bioenergie sowie beim Vorantreiben der Wärmewende“, sagt Dürr-Pucher. Das Maßnahmenbündel des Branchenverbandes könne sofort umgesetzt werden.

Die seit rund vier Monaten amtierende neue baden-württembergische Landesregierung startete die Legislaturperiode mit dem erklärten Ziel, Baden-Württemberg zum Klimaschutzland Nr. 1 zu machen. Beispiel Windenergie: Pro Jahr sollen im Schnitt mehr als 100 Windenergieanlagen errichtet werden, bis 2030 insgesamt 1.000. Doch noch ist vom neuen Schwung nicht viel in konkreten Projekten angekommen, das zeigen auch die neuen Zahlen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres wurden laut Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur 21 Windenergieanlagen im Südwesten neu errichtet und drei alte außer Betrieb benommen. Für die Photovoltaik ist der Zubau auch zu niedrig, hier kamen bislang nur rund 370 Megawatt installierte Leistung hinzu. Nötig ist mindestens drei- bis viermal so viel.

Landesregierung muss mehr Unterstützen

„Wir wissen, dass man den Schalter nicht einfach umlegen kann und schon errichten alle begeistert Windräder und Solarparks. Es ist daher gut, wenn sich die Landesregierung um passende Rahmenbedingungen kümmert. Es reicht aber nicht aus. Wir brauchen auch mehr Unterstützung für konkrete Projekte und Vorhaben“, erklärt Pöter.

Die Plattform EE BW schlägt deshalb ein Maßnahmenbündel vor, das bis zum Jahresende umgesetzt werden kann:

  • Windenergie: Hier müssen direkt konkrete Ausschreibungen für Flächen im Staatswald starten und bestehende Projekte, die in der Warteschleife sind, neu bewertet werden.
  • Photovoltaik: Mindestens 3-5 Pilotvorhaben für mit Photovoltaik überdachte (bestehende) Parkplätze der öffentlichen Hand bauen und ein generelles Förderprogramm ausarbeiten. Die in der Freiflächenverordnung festgelegte Begrenzung des Ausbaus von Solarparks von 100 Megawatt pro Jahr auf mindestens 300 Megawatt erhöhen.
  • Tiefengeothermie: Aufstockung des Personals beim Landesbergamt (LGRB), damit die von der Branche erwartete größere Anzahl an Projekten schnell bearbeitet werden bzw. die Realisierung der Projektschritte unterstützend begleitet werden kann.
  • Wasserkraft: Aus bestehenden Potenzialanalysen 20 Standorte für neue Wasserkraftwerke an ökologisch unkritischen Stellen (z. B. an bestehenden Querbauwerken) auswählen und konkrete Planungen unterstützen.
  • Bioenergie: Umfassende Bioökonomie-Studie mit lokal aufgelöster Potenzialerhebung des Holzvorkommens in Baden-Württemberg. Für größere Biogasanlagen ohne Wärmenutzung die Einspeisung von Biomethan ins Gasnetz fördern.
  • Wärmewende: Ergänzend zur Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW) muss ein konkretes Landesförderprogramm auf den Weg gebracht werden. Insbesondere der Bau von Wärmenetzen, Wärmespeichern und großen Wärmepumpen braucht schnell neue Impulse durch konkrete Modellprojekte, um den Städten die Relevanz dieser Infrastruktur auch für die derzeitige Erstellung der kommunalen Wärmepläne aufzuzeigen.

Mehr Druck auf den Bund ausüben

Darüber hinaus muss sich Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern für verbesserte Rahmenbedingungen auf Bundesebene einsetzen und unmittelbar nach der Bundestagswahl neue Initiativen starten, beispielsweise zu höheren Ausbaumengen, einem bundesweiten Flächenziel von mindestens zwei Prozent für Windenergie- und Photovoltaikanlagen und die Verankerung des öffentlichen Interesses am Bau von erneuerbare Energieanlagen im Planungsrecht.

„Jegliche Investition in eine klimaschonende erneuerbare Energieerzeugung ist gut angelegt. Es ist höchste Zeit direkter zu handeln und zusammen mit Kreisen und Kommunen den Weg dafür frei zu machen, Anlagen zu bauen. Nur dann gelingt es, die Energiewende und den Klimaschutz im Land kraftvoll voranzutreiben“, sagt Dürr-Pucher abschließend.

Quelle: Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e.V. / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7593 Thu, 30 Sep 2021 10:00:00 +0200 Bachl Kunststoffverarbeitung beteiligt sich an IVH-Initiative „Null Granulatverlust“ https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/bachl-kunststoffverarbeitung-beteiligt-sich-an-ivh-initiative-null-granulatverlust-7593.html Die Karl Bachl Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG (Röhrnbach) beteiligt sich an der Initiative „Null Granulatverlust“ des Industrieverbandes Hartschaum (IVH). Die IVH-Initiative basiert auf der gleichlautenden Aktion der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK) und ist speziell angepasst auf Logistik- und Produktionsprozesse der EPS-Dämmstoffhersteller im Verband. Sie umfasst die regelmäßige Überwachung der Betriebsabläufe in den Herstellwerken, um z. B. Optimierungsmöglichkeiten auf Basis spezieller Checklisten zu erkennen und umzusetzen.

Gruppen-Geschäftsführer Michael Küblbeck (r): „Diese Initiative ist absolut sinnvoll und passt perfekt in unsere strategische Ausrichtung zum Thema Nachhaltigkeit. Es wird viel darüber geredet, wir favorisieren konkret umsetzbare Maßnahmen, die etwas bewirken. Genau das ist hier der Fall.“

Oliver Stürze (l.), Leiter Qualitätssicherung der Bachl Kunststoffverarbeitung: „Es geht generell darum, in allen hierfür relevanten Produktionsbereichen das Verschütten von Granulat zu vermeiden und sicherzustellen, dass es nicht in die Umwelt gelangt. Diese Anforderungen stellen wir auch an unsere Lieferanten und Spediteure. Zur Realisierung der Initiative zählen auch Schulungen für die Mitarbeitenden zum nachhaltigen Umgang mit Kunststoffgranulat und zur umweltgerechten Entsorgung. Diese Positionen sind Bestandteil des IVH-Zertifikates zur ‚Null Granulatverlust‘-Initiative, das wir erhalten haben.“

Gleichzeitig verbunden ist mit der Beteiligung an der Initiative die Zusicherung, alle im Unternehmen getroffenen Maßnahmen regelmäßig auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen.

Quelle: Bachl / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7592 Thu, 30 Sep 2021 09:16:00 +0200 Energiesprong-Projekt in Bochum gestartet https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/energiesprong-projekt-in-bochum-gestartet-7592.html Mitte September begann die Sanierung von Mehrfamilienhäusern im Bochumer Stadtteil Harpen nach dem Energiesprong-Prinzip. Zum Einsatz kamen vorgefertigte Fassadenelemente. Die 32 Wohnungen bleiben während der Sanierung bewohnt. Eigentümer ist die VBW bauen und Wohnen GmbH aus Bochum. Die Realisierung erfolgt mit dem Bauunternehmen B&O Bau NRW GmbH und der Stadtwerke Bochum GmbH als Energiepartner. Die Deutsche-Energie-Agentur (dena) begleitet das Pilotprojekt.

Der Energiesprong-Pilot in der Mörikestraße in Bochum

Die 1967 errichteten Mehrfamilienhäuser in der Mörikestraße bekommen als neue Hülle eine Fassadenkonstruktion in Holztafelbauweise mit großformatigen vorgefertigten Elementen. Auf einem komplett neuen Dachaufbau werden nahezu vollflächig Photovoltaik-Module verlegt, deren Leistung den NetZero-Standard erfüllt und für das CO2-neutrale Wohnen verantwortlich ist. Fassaden und Dach erfüllen den KFW-Effizienzhaus 55-Standard. Jede Wohnung erhält eine multifunktionale Einheit zur Wärmeversorgung Warmwasserbereitung und kontrollierter Wohnraumlüftung. In Bad, Küche und Flur wird die verbrauchte Luft abgesaugt und über Luftkanäle nach außen geführt. Auf gleichem Weg erfolgt die Zufuhr von Frischluft zum Gerät, wo die Luft durch Wärmepumpen auf Raumtemperatur erwärmt wird und gleichmäßig in die Wohn- und Schlafräume verteilt wird. Die Fenster erhalten hochwertige Blendrahmen. Das Treppenhaus wird saniert und mit LED-Beleuchtung ausgestattet. Die Wohnungen bekommen neue Balkone und die Kellerdecke wird mit Steinwolle gedämmt.

Stimmen von Projektbeteiligten

Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der dena: „Um die CO2-Einsparziele im Gebäudebereich zu erreichen, brauchen wir Innovationen. Dazu gehört das serielle Sanieren, das Gebäude schneller und effektiv auf einen klimaneutralen Standard bringt. Eine Sanierungslösung mit gewaltigem Potenzial für Klima und Wirtschaft, das wir zügig zur Marktreife bringen müssen. VBW Bauen und Wohnen als Eigentümerin und B&O als Bauunternehmen machen hier vor, was an Millionen Gebäuden in Deutschland noch passieren muss: schnelle und hochwertige Sanierungen, die für Mieterinnen und Mieter und für das Klima gleichermaßen gut sind.“

Sebastian Eck, Teamleiter Innovation, VBW Bauen und Wohnen GmbH: „Mit dem Energiesprong-Prinzip haben wir die Chance, innovative Lösungen, Nachhaltigkeit und bezahlbaren Wohnraum in Einklang zu bringen. Beim seriellen Sanieren haben wir vier Ziele im Fokus: Zum einen verkürzen wir die Sanierungszeiten durch seriell vorgefertigte Bauteile. Zum zweiten entstehen CO2-neutrale Gebäude mit geringen Energiekosten. Zum dritten gehen wir nachhaltig vor, in dem wir nachwachsende und hochwertige Materialien verwenden, wie zum Beispiel Holz. Und zum vierten sorgen wir für die Zukunftssicherheit unserer Kunden durch eine langfristige Performance, denn: Alle am Projekt beteiligten Partner werden die Gebäude auch zukünftig beobachten, um die energetischen Standards sicherzustellen und einzuhalten. “

Nadin Bozorgzadeh, Prokuristin B&O Bau NRW: „Im Neubau sind Systemhäuser unser Standard und wir profitieren enorm von der hohen Qualität und Geschwindigkeit der seriellen Vorfertigung. Dies in der Sanierung anzuwenden um die PS auf die Straße zu bringen und ein einheitliches, skalierbares Produkt zu entwickeln, das in der Lage ist, dennoch auf den Bestand zu reagieren, ist die spannende Herausforderung.“

Energiesprong steht für serielles Sanieren mit vorgefertigten Elementen auf den klimaneutralen NetZero-Standard. Die Gebäude erzeugen dabei im Jahr so viel erneuerbare Energie, wie die Bewohner für Heizung, Warmwasser und Strom in einem definierten Rahmen verbrauchen. In Bochum wird dieser Standard durch die Dämmung mit vorgefertigten Fassadenelemente in Holztafelbauweise und eine erneuerbare Energieversorgung durch vollflächige Photovoltaik-Module erreicht. Die Sanierungsarbeiten sollen bis Anfang 2022 abgeschlossen sein.

Quelle: Deutsche-Energie-Agentur (dena) / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7591 Wed, 29 Sep 2021 17:10:00 +0200 STEICO Produkte jetzt im DGNB Navigator gelistet https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/steico-produkte-jetzt-im-dgnb-navigator-gelistet-7591.html Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) hat nun auch STEICO Produkte in ihrer Online-Datenbank aufgenommen. Wer nachhaltige Gebäude plant, findet im DGNB Navigator schnell und einfach dafür geeignete Produkte – seit Neuestem auch die von STEICO. Die Aufnahme in diese Online-Datenbank würdigt die hohe ökologische und bautechnische Qualität der STEICO Produkte. Sie bietet Architekt*innen und Planer*innen, aber auch Bauherr*innen und Bauunternehmen eine umfassende Hilfestellung für ökologische Bauvorhaben.

Nachhaltigkeit gehört seit jeher zur „Unternehmens-DNA“ von STEICO. Über ihre Produktion informiert STEICO im jährlichen Nachhaltigkeitsbericht, über ihre Eigenschaften und Inhaltsstoffe transparent in der jeweiligen Umweltproduktdeklaration (Environmental Product Declaration – EPD). Die DGNB wurde 2007 als gemeinnütziger Verein gegründet, um das Prinzip „Nachhaltigkeit“ im Planen und Bauen kontinuierlich voranzubringen. Dafür fördert sie den Informations- und Erfahrungsaustausch, entwickelt ein Zertifizierungssystem und bildet Auditoren aus.

Die Zertifizierung bezieht sich auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes und berücksichtigt ökologische, ökonomische und sozio-kulturelle Faktoren. Da die Nachhaltigkeit eines Gebäudes neben dem Gesamtkonzept maßgeblich von den verwendeten Bauprodukten abhängt, entwickelte die DGNB ihren Navigator. Er stellt alle relevanten Informationen über die technischen, ökologischen, ökonomischen und gesundheitsrelevanten Produkteigenschaften übersichtlich bereit und ordnet sie den Kriterien des DGNB Zertifizierungssystems zu.

Über STEICO:

Die STEICO-Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt ökologische Bauprodukte aus nachwachsenden Rohstoffen. Der europäische Marktführer im Segment der Holzfaser- Dämmstoffe positioniert sich zudem als innovativer Systemanbieter für den ökologischen Hausbau: branchenweit einzigartig ist das integrierte STEICO Holzbausystem, bei dem sich Dämmstoffe und konstruktive Bauelemente ergänzen. Die nachhaltigen Produkte aus umweltgerecht genutzten Ressourcen finden beim Neubau und bei der Sanierung von Dach, Wand, Decke, Boden und Fassade Verwendung und ermöglichen den Bau zukunftssicherer, gesunder Gebäude mit besonders hoher Wohnqualität. So schützen STEICO Produkte zuverlässig vor Kälte, Hitze sowie Lärm und verbessern dauerhaft die Energieeffizienz der Gebäude.

Quelle: STEICO / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7588 Wed, 29 Sep 2021 15:03:56 +0200 Gemeinsam die Energiewende gestalten https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/gemeinsam-die-energiewende-gestalten-7588.html Am 20. und 21. September 2021 tagte der Verband der Gebäudeenergieberater in Fulda. Ziel war ein fachlicher Austausch, nach der durch Corona entstandenen Pause. Im Mittelpunkt stand eine Optimierung der Zusammenarbeit zwischen GIH und BAFA. Nach dem Networking am Vorabend, konnte am kommenden Tag das offizielle Programm beginnen. Mit Torsten Safarik als Präsident des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) konnte ein prominenter Redner gewonnen werden. Safarik erläuterte die Rolle des BAFA sowohl als Organ, wie auch als Arbeitgeber. Die Behörde mit über 1.000 Mitarbeitern bewilligte bis Mitte September 3,7 Milliarden Fördermittel in den BEG-Programmen zum energetischen Bauen und Sanieren. Dieser „gewaltige Erfolg“ sei vor allem auf die derzeitigen sehr hohen Fördersätze zurückzuführen, sagte der Präsident. Die Finanzierung sei Dank des vor kurzer Zeit beschlossenen Sofortprogramms der Bundesregierung mit zusätzlich 2,5 Milliarden Euro gesichert und kann somit auch für die Zukunft gesichert werden. Zudem wies er auf den Zusammenhang von besserer Erreichbarkeit und sicheren Arbeitsplätzen hin. So konnten in Weißwasser in der Oberlausitz in Sachsen rund 200 Arbeitsplätze geschaffen werden. Durch die Personalverstärkung werden bessere und schnellere Bearbeitungszeiten möglich. Safarik betonte die gute Kommunikation mit den Vertretern des GIH. Der GIH sei ein wichtiger Impulsgeber. Dennoch musste sich Safarik kritischen Fragen stellen. Zu bürokratisch, zu komplex, seien die Methoden der BAFA, wurde gegenüber Safarik kritisiert. Dieser meinte, dass die Behörde gemessen an der Zahl der Anfragen hervorragende Arbeit leiste. Die Zahl der Anfragen sei niedriger, wenn die BAFA konkreter ihre Optionen aufzeigen würden, konterten die Gebäudeenergieberater. Dennoch zeigte sich der GIH zufrieden mit der Kooperation. Nach einer Debatte einigte man sich, die Energiewende nur gemeinsam umsetzen zu können.

Stärkerer Vorstand

Für die nächsten drei Jahre wurde turnusmäßig der Vorstand gewählt. Im Amt wiedergewählt wurden der 1. Vorsitzende Jürgen Leppig, der stellvertretende Vorsitzende Dieter Bindel und Barbara Wittmann-Ginzel als Bundesvorstand für Presse und Öffentlichkeitsarbeit. Gerhard Holzapfel ist der neue Schatzmeister. Der Energieberater aus Bad Soden war bereits im Beirat des GIH Hessen aktiv. Aus dem Landesverband GIH Bayern ist Arne Kruft nun für das Vorstandsressort Technik und Weiterbildung zuständig. Als freier Architekt und Energieberater bringt er dafür reiche Erfahrung an Dozententätigkeit an den Handwerkskammern Würzburg und München sowie der FHTW Berlin mit. Neuer Vorstand für Dokumentation ist Gisbert Mühle-Sorg. Er wurde neu in den GIH-Bundesvorstand gewählt. Mit langjähriger Erfahrung in der strategischen Unternehmensplanung sowie der Zusatzqualifikation als Energieberater (HWK) und Energieauditor liegt der Fokus auf Initialberatungen als auch die Entwicklung und Umsetzung von Einspar- und Sanierungskonzepten. Abschließend dankte Geschäftsführer Benjamin Weismann den scheidenden Vorständen, die nicht mehr zur Wahl antraten. Insbesondere Joachim Schmidt, der rund zehn Jahre das Amt des Schatzmeisters innehatte, wurde von den Delegierten mit großem Beifall für seine unerlässliche Arbeit verabschiedet. Unerlässlich bleibt zudem die Mitarbeit der Fördermitglieder. Die Tagung endete mit einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch.

Wolfram Hülscher

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Finanzierung
news-7590 Tue, 28 Sep 2021 16:02:00 +0200 Infrarotwärme: Jetzt auch von der Decke https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/infrarotwaerme-jetzt-auch-von-der-decke-7590.html Neben den Lösungen zur Wandmontage bietet der deutsche Hersteller Vitramo auch Varianten zur Deckenmontage. Eine elektrische Infrarotheizung eignet sich ideal als Zusatzheizung bei temporärem Wärmebedarf, etwa im Badezimmer, an einer Sitzgruppe im Wohnzimmer oder in Wochenendhäusern. Und sie arbeitet als Alleinheizung bei insgesamt geringem Wärmebedarf im Gebäude.

Welches System wann zu bevorzugen ist, bedarf einer individuellen Analyse im Rahmen der Haustechnik-Planung. Generell lässt sich sagen, dass sich bei wandhängenden Geräten Oberflächen im Raum gezielt ansprechen lassen. Auf diese Weise werden die Oberflächen gleichmäßig erwärmt, dann die Raumluft.

Vorzüge von Infrarotheizungen

Vitramo Decken-Heizelemente wärmen bei fachgerechter Auslegung die inneren Hüllflächen so differenziert, dass sie untereinander kaum Temperaturunterschiede aufweisen. Die Deckenmontage vermeidet weitgehend Konvektion, die Luftbewegungen im Raum bleiben durch das Strahlungsheizsystem ebenfalls gering. Im normalen konvektiven Heizbetrieb ist ein solcher Temperaturabgleich der Oberflächen nicht möglich, da durch die Konvektion bestimmte Abschnitte der Raum-Hüllfläche besonders aufgeheizt werden, hingegen andere kühl bleiben.

Darüber hinaus bieten die Infrarot-Heizelemente große Einsparpotenziale: Diffusionsoffene, leichte Wandkonstruktionen lassen raumseitig eingetragene Strahlungswärme an der inneren Hüllfläche so anstehen, dass sich die Raumluft daran erwärmen kann. Dadurch, dass die Wand nun wärmer ist als die Luft, nimmt der Diffusionsdruck ab und es gelangt weniger Feuchtigkeit in die Wand. Die Dämmfähigkeit der Wand bleibt über die gesamte Heizperiode stabil und führt zu einem deutlich geringeren Wärmebedarf gegenüber konvektiv arbeitenden Wärmeabgabesystemen.

Quelle: Vitramo / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-7589 Mon, 27 Sep 2021 15:47:00 +0200 Effiziente Gebäude bieten Unabhängigkeit von Marktschwankungen https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/effiziente-gebaeude-bieten-unabhaengigkeit-von-marktschwankungen-7589.html Der Gaspreis ist aktuell auf einem Allzeithoch und auch die Stromkosten sind zuletzt stark gestiegen. Was hilft: Energieeffiziente Häuser, die das Klima und den Geldbeutel schonen. „Die deutsche Politik hat es bisher verpasst, sich von steigenden Energiepreisen unabhängig zu machen,” davon ist Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle e.V. (BuVEG), überzeugt. „Gegen steigende Gas- und Stromkosten gibt es nur ein Rezept: Die Wärme muss mit Hilfe einer modernen und energieeffizienten Gebäudehülle in den Häusern bleiben. Nur auf diese Weise sind Mieter und Eigentümer vor hohen Energiepreisen wirksam und nachhaltig geschützt.”

Derzeit bewegen sich die Sanierungen auf einem zu niedrigen Niveau. Der Gebäudebestand muss viel intensiver und vor allem besser in die Tiefe modernisiert werden. Denn: Der Gebäudesektor hat im Jahr 2020 als einziger Sektor seine Einsparziele verfehlt. Hinrichs betont: „Dreißig Prozent der Wohngebäude in Deutschland verharren immer noch in den schlechtesten Energieeffizienzklassen G und H. Hier müssen wir entschieden handeln. Das wird auch eine der wichtigsten und dringendsten Aufgaben der nächsten Bundesregierung sein.“

Energieeffizienz sei die einzig wirksame Maßnahme gegen steigende Energiepreise. Werden Häuser nicht flächendeckend energieeffizient modernisiert, könnte Heizen zum Luxusgut werden. „Nur mit einer effizienten Hülle bleibt Wohnen bezahlbar und das Klima wird geschont,“ erklärt Jan Peter Hinrichs abschließend.

Quelle: BuVEG / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7587 Mon, 27 Sep 2021 09:52:30 +0200 Große Vielfalt und Qualität https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/grosse-vielfalt-und-qualitaet-7587.html Acht Projekte können sich Hoffnung machen, als Sieger beim diesjährigen Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur hervorzugehen. Die Verleihung findet Anfang Dezember 2021 in Düsseldorf statt. Zur Auswahl der neu formierten Jury zählen beispielsweise ein Recyclinghaus, Neubauten in Holzbauweise sowie verschiedene vorbildliche Sanierungen. Die renommierte Auszeichnung wird in diesem Jahr zum neunten Mal gemeinsam von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. vergeben. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitstages am 3. Dezember 2021 in Düsseldorf.

Die acht nominierten Projekte zeigen in großer Vielfalt und Qualität individuelle Lösungen ganzheitlicher Nachhaltigkeitsstrategien für Gebäude verschiedenster Größe, Funktion und Gestalt. So fällt auch das Resümee des DGNB Präsidenten und Juryvorsitzenden Amandus Samsøe Sattler zum Wettbewerb positiv aus: „Wie drückt sich Architektur, die unter Erfüllung von Nachhaltigkeitszielen entstanden ist, in architektonischer und gestalterischer Qualität aus? Die Nominierten für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur zeigen auch in diesem Jahr zum Teil prototypisch, wie dieser Anspruch in überzeugender, vorbildlicher und konkreter Umsetzung beim Bauen verwirklicht wurde.“

Das sind die besten Acht:

Mit der Vielseitigkeit von Holz als Baustein für klimagerechtes und nachhaltiges Bauen beschäftigen sich gleich mehrere Projekte. In Nürnberg punktet ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus in der Oskar-von-Miller-Straße mit seiner innovativen Massivholzkonstruktion. Der Neubau fügt sich auf gelungene Weise in die prominente Mustersiedlung der „Deutschen Bauausstellung“ von 1949 ein und verleiht mit seiner Freiraumqualität dem Ensemble den Charakter einer gewachsenen Siedlung. Ein Gewinn für sein Umfeld ist das Hotel an der Bauhofstraße in Ludwigsburg, bei dessen Errichtung und Betrieb die größtmögliche Reduzierung des CO2-Ausstoßes eine zentrale Rolle spielt. Das als modulares Bausystem entwickelte Gebäude leistet einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung des Holzbaus im innerstädtischen Kontext. Und auch Kulturbauten lassen sich in Holz neu denken, wie die Tauberphilharmonie in Weikersheim zeigt. In seiner Baugestalt, Orientierung und hölzernen Materialität fügt sich die konsequent zeitgenössische Architektur unaufgeregt in das historisch gewachsene Umfeld ein. Es ist ein Pilotprojekt für ein nachhaltiges Gesellschaftshaus im ländlichen Raum.

Das Verwaltungsgebäude des Tierparks Berlin steht beispielhaft für eine ressourcenschonende Sanierung. Statt für den Totalabbruch entschied man sich für den Erhalt des DDR-Systembaus aus den frühen 1960er Jahren. Mit wenigen gezielten Maßnahmen, wie einer neuen vorgehängten Fassade in vorgefertigter Holztafelbauweise, kann das Haus zu einem späteren Zeitpunkt erweitert oder zerstörungsfrei zurückgebaut werden. In Chemnitz bilden der Umgang mit der vorgefundenen Bausubstanz und das respektvolle Weiterbauen den Beispielcharakter der Sanierung eines Gründerzeitgebäudes, der Casa Rossa. Die Ästhetik des Imperfekten und der minimalistische Ansatz machen das Projekt zu einem Pionier der Umbauwende. Zu den Nominierten zählt zudem das Recyclinghaus im Stadtteil Kronsberg in Hannover. Das zweistöckige Einfamilienhaus ist ein Prototyp für experimentelles Bauen. Als Reallabor für verschiedenste Arten und Dimensionen des Recyclings demonstriert das Gebäude, was heute bereits möglich ist.

Im Projekt „Einfach Bauen“ im bayerischen Bad Aibling werden auf vorbildliche Weise die Möglichkeiten und Grenzen des gleichnamigen Prinzips wissenschaftlich fundiert betrachtet. Hierfür wurden drei identische Häuser in Leichtbeton, Massivholz und Mauerwerk errichtet. Bei diesen werden die Konstruktion, das Nutzerverhalten, die Behaglichkeit und das Raumklima über einen längeren Zeitraum vergleichend bewertet, um Erkenntnisse über Einsparungen in der Gebäudetechnik zu erhalten. Da die Ergebnisse frei verfügbar gemacht werden, leistet das Projekt wichtige Impulse für alle Beteiligten an der Wertschöpfungskette des Planens und Bauens, welche zum Startpunkt für eine neue Bauentwicklung werden können. Mit dem Kö-Bogen II in Düsseldorf hat es auch Europas größte Grünfassade unter die besten Acht beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur geschafft. Das mehrgeschossige Gebäude für Büro und Handel überzeugt mit seiner städtebaulichen Setzung und als ambitionierter Versuch, Bauen, Technik und Natur zu verbinden und im Sinne einer neuen Qualität einer grüneren, menschlicheren Stadt wirksam werden zu lassen.

Neu formierte Jury ermittelt aus allen Teilnehmenden das Spitzenfeld

Ermittelt wurden die nominierten Projekte von einer neu zusammengesetzten Jury, zu der acht Expertinnen und Experten aus Architektur, Bauen und Gesellschaft zählen. Anders als bislang bestimmt dieses neue Preisgremium auch direkt über die drei Finalisten sowie das Gewinnerprojekt des Wettbewerbs. Benannt wurden die Juroren gemeinsam von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis und der DGNB. Die Auszeichnung wird zudem unterstützt durch die Bundesarchitektenkammer, den Bund Deutscher Architekten und die Bundesstiftung Baukultur sowie Caparol.

Alle Nominierten mit den jeweiligen Bauherren und Architekten in der Übersicht:

Casa Rossa, Chemnitz

Bauherr: Bodensteiner Fest Stroux GbR

Architekt: bodensteiner fest Architekten BDA

 

Einfach Bauen, Bad Aibling

Bauherr: B&O Gruppe

Architekt: Florian Nagler Architekten

 

Hotel Bauhofstraße, Ludwigsburg

Bauherr: Fedor Schoen GmbH & Co. KG

Architekt: VON M

 

Kö-Bogen II – Europas größte Grünfassade, Düsseldorf

Bauherr: CENTRUM Projektentwicklung GmbH, Düsseldorf; B&L Gruppe, Hamburg

Architekt: ingenhoven architects

 

Mehrfamilienhaus in Holzbauweise, Oskar-von-Miller-Straße, Nürnberg

Bauherr: wbg Nürnberg GmbH Immobilienunternehmen

Architekt: Architektur und Städtebau, wbg Nürnberg GmbH Immobilienunternehmen

 

Recyclinghaus, Hannover

Bauherr: Gundlach GmbH & Co. KG

Architekt: CITYFÖRSTER architecture + urbanism

 

Tauberphilharmonie, Weikersheim

Bauherr: Stadt Weikersheim

Architekt: HENN

 

Verwaltungsgebäude Tierpark, Berlin

Bauherr: Tierpark Berlin-Friedrichsfelde GmbH

Architekt: ZRS Architekten

 

Weitere Informationen zu den Projekten erhalten Sie hier.

Quelle: Deutscher Nachhaltigkeitspreis / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7586 Fri, 24 Sep 2021 17:50:00 +0200 Passivhaustagung 2021: Erfahrungen aus der Bahnstadt https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/passivhaustagung-2021-erfahrungen-aus-der-bahnstadt-7586.html In der größten Passivhaussiedlung der Welt, der „Bahnstadt“ in Heidelberg, gibt es mittlerweile Messwerte über einen Zeitraum von zehn Jahren. Auch Erfahrungen aus der Baupraxis im Quartier waren Thema bei der Internationalen Passivhaustagung 2021 in Wuppertal. „Wo baut man am geschicktesten den Ventilator ein? Am besten nicht in den Außentüren und bei der Tiefgarage, weil dort nämlich meistens die Schwachstellen auch sind; besser in einem Fenster im Erdgeschoss.“ Diesen Rat gab Kerstin Stolz von der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg, wenn es um die Prüfung der Luftdichtheit eines Gebäudes mit dem Blower-Door-Test geht. Aus ihrer Sicht hat es sich bewährt, bei der Messung persönlich nach dem Rechten zu sehen.

Ebenfalls persönliche Anwesenheit empfahl sie für die richtige Methode, Fenster abzudichten. Dabei genüge es, pro Baustelle ein „Musterfenster“ abzunehmen. Daran könne man gegebenenfalls problematische Stellen zeigen. Was die Wärmedämmung angeht, appellierte Stolz, „möglichst wenige verschiedene Dämmstoffe einzusetzen, auch an Dicke und Lambda-Wert, weil man das manchmal schwer unterscheiden kann.“ Mit „man“ meinte sie die ausführenden Arbeiter auf der Baustelle.

Keine hundertprozentige Beheizung durch die Lüftung

Das typische Gebäude in der Bahnstadt skizzierte die Expertin als Massivbau mit fünf oder mehr Stockwerken und ein- bis zweigeschossigen Tiefgaragen und begrünten Flachdächern. Die Fassade sei mit Wärmedämm-Verbundsystem „ganz klassisch ausgeführt“; die Treppenhauskerne, die bis hinunter in die Tiefgarage reichten, lägen meist in der beheizten Hülle. „Und wir haben meist keine hundertprozentige Beheizung durch die Lüftung, sondern Heizkörper oder andere Systeme, auch Fußbodenheizungen, dort verbaut.“ Das Quartier wird hauptsächlich mit Fernwärme aus einem Holzhackschnitzel-Heizkraftwerk versorgt.

Welche Energiebedarfswerte sich mit dieser Bauweise erreichen ließen, stellte ihr Kollege Walter Orlik dar. Ausgewertet habe er dafür 18 Wohnbaufelder mit 200.000 Quadratmeter Bezugsfläche und fast 5.500 Bewohnern. Damit hat die Bahnstadt fast die Zielgröße erreicht, die bei 6.000 Bewohnern liegt. Als Mittelwert für den Bedarf an Wärme-Endenergie gab Orlik eine Größenordnung von 50 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr an, mit einer Bandbreite von 40 bis 70. Der Sockel im Sommer betrage etwa zwei Drittel des Gesamtverbrauchs. „Was ist da Warmwasser, was ist vielleicht ein Verlust? Da laufen noch weitere Messungen.“

Heizwärme ist im Zielkorridor

Jedenfalls lasse sich – mit einem systematischen Fehler von plusminus vier – daraus für die Heizwärme ein Mittelwert von 17 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr abschätzen. „So sind wir, denke ich, durchaus im Zielkorridor für die Heizwärme“, dessen Grenze für Passivhäuser bei 15 liege, sagte Orlik mit Verweis auf die Fehlerbreite. – In einer Veröffentlichung des Passivhaus-Instituts aus dem Jahr 2016 wird das als „Minimalmonitoring“ bezeichnete Verfahren, die Heizwärme aus einem Sommersockel abzuleiten, mit den begrenzten Finanzierungsmitteln von Stadt Heidelberg und EU begründet: „Mit dem vorhandenen Budget können keine detaillierten Messungen durchgeführt werden.“

Ebenfalls „ganz zufrieden“ sei er mit dem Strombedarf, sagte Orlik: „Alles zusammen haben wir zuletzt einen Kennwert gehabt von 28,5 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr“, wobei darin die Strommenge für Wohnungen und Allgemeinstrom inklusive zentraler Lüftungsanlagen enthalten sei. Den Primärenergiewert könne man bestimmen, indem man Wärme und Strom mit Primärenergiefaktoren hochrechne. Er habe für die Fernwärmenetze in Heidelberg 0,31 und für den Strom den „Bundes-Mix-Erzeugungspark in Deutschland“ mit dem Faktor 1,8 angesetzt.

Labore und Läden brauchen viel Energie

Insgesamt liege man bei 70 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr für den Wohnbau und bei ungefähr 90 Kilowattstunden für die Bahnstadt gesamt. Damit werde der Passivhaus-Grenzwert von 95 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr für die Siedlung als Ganzes eingehalten. Überschritten werde er, wenn man nur den Nichtwohnbau betrachte, wo sich ein Wert von 160 Kilowattstunden ergibt. „Aber das ist erwartbar, weil da sehr spezielle Nutzungen vorkommen: Labore, Lebensmittelläden und anderes.“ Da könne man nicht erwarten, dass allein in diesen Gebäuden die Kennwerte eingehalten werden könnten.

Sehr günstig stellt sich die CO₂-Bilanz dar, was dem Holz-Heizkraftwerk zu verdanken ist. Der Wohnbau-Bereich der Bahnstadt kommt hier auf 0,12 Tonnen CO₂ pro Person und Jahr, während der Mittelwert in Deutschland für den Wohnsektor bei 2,75 Tonnen liegt.

Etwas ins Straucheln kam Kerstin Stolz bei der Frage: „Haben die Firmen, Planer, Architekten mitgezogen?“ Sie antwortet nach einigem Zögern diplomatisch mit „ein sehr gemischtes Bild“. Sie versuchten, sich mit dem einen oder anderen Bauleiter auseinanderzusetzen, wenn dann „die netten Sprüche kommen, ‚das ist doch alles Quatsch’. Die haben wir auch schon gehabt, aber auch sehr motivierte Menschen.“

Walter Orlik berichtete, wenn man den Generalunternehmern sage, wie sie es machen sollten, „dann machen die das auch gut“, und betonte dabei die Rolle der Fachplaner. Es gehe vor allem darum, dass der Fachplaner entsprechend eingreifen dürfe. Manche Bauherren sähen nicht ein, dass es ein recht großer Auftrag sein müsse für den Fachplaner. „Aber wenn das gegeben ist, läuft das inzwischen recht reibungslos.“

Quelle: Internationale Passivhaustagung 2021 / Alexander Morhart

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Dämmung & Fenster
news-7585 Fri, 24 Sep 2021 17:10:41 +0200 Erste Pumpengruppe fürs Heizen und Kühlen https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/erste-pumpengruppe-fuers-heizen-und-kuehlen-7585.html Die CoolBloC-Produktfamilie bietet PAW eine Pumpengruppe, die für kombinierte Heiz- und Kühlkreise geeignet ist. In der modernen Gebäudetechnik kommen immer häufiger Wärmepumpensysteme zum Einsatz. Sie kombinieren die Beheizung von Gebäuden im Winter und die Klimatisierung im Sommer. Was bei vielen Wärmepumpen möglich ist, stellt für die notwendige Pumpentechnik eine besondere Herausforderung dar – wegen des möglichen Kondensatanfalls im Kühlbetrieb sind die konventionellen Heizungs-Pumpengruppen nicht geeignet.

Die Lösung liefert PAW: Die Pumpengruppen CoolBloC können sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen eingesetzt werden. Dazu ist die Hocheffizienzpumpe für unterkühlte Medien ausgelegt, je nach Ausführung von Grundfos bzw. Wilo für Medientemperaturen von -10 bis +95 °C.

Ebenso sind sämtliche weitere Komponenten an die besonderen Anforderungen angepasst. Dazu zählen die kondensat- und oxidationsfesten Armaturen und die thermische Trennung vom Mischer zur Vermeidung von Kondensat aus der Elektrotechnik. Zudem verwendet PAW gebrauchsmustergeschützte Dichtlippen in der Design-Isolierung aus EPP, die bis 130 °C formbeständig ist.

Der CoolBloC C31 wird in Anlagen bis 46,5 bzw. 50 kW für die Boilerladung und für den gleitenden Heizbetrieb eingesetzt. Der CoolBloC C34 eignet sich für Anlagen bis 43 bzw. 48 kW im mischergeregelten Heiz- und Kühlbetrieb. Hier verfügt der 3-Wege-Mischer über einen variabel einstellbaren Bypass von 0 bis 50 %. Beide Ausführungen liefert PAW in den Nennweiten DN 25 und DN 32.

Quelle: PAW / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-7584 Thu, 23 Sep 2021 11:00:00 +0200 Intelligente Nahwärmenetze für Kommunen https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/intelligente-nahwaermenetze-fuer-kommunen-7584.html Eine neue und innovative Form der Energieversorgung ist die Intelligente Nahwärme, das sogenannte Nahwärmenetz. Dipl.-Ing. (FH) Michael Westermeier, Leiter Vertreib & Marketing bei ratiotherm bietet Einblick in verschiedene Umsetzungsstrategien. Bei der Intelligenten Nahwärme handelt es sich eher um einen Sammelbegriff, der die Tatsache umschreibt, dass ein Netz durch die geringeren Heizlasten von modernen Gebäuden nicht mehr zwingend auf hohem Temperaturniveau betrieben werden muss.

Unterschied zwischen „Konventionellem“ und „Intelligentem Nahwärmenetz“

Konventionelles Nahwärmenetz: Die Vorlauftemperatur liegt ganzjährig zwischen 60 bis 85°C, die Wärmeerzeugung läuft meist über BHKW, Biomasse, Gas- oder Ölfeuerungen, Wärmepumpen finden bei diesen Temperaturniveaus kaum Anwendung. Im Sommer ergeben sich hohe Verlustleistungen, da meist sehr wenig Abnahme innerhalb des Netzes (nur Trinkwasserbereitung) stattfindet. Viele Netze laufen über die Sommermonate daher defizitär und müssen die Wärmepreise nach oben korrigieren. Durch die geringe Wärmeabnahme kommt es auch immer wieder zu Problemen in der Temperaturspreizung innerhalb des Netzes, was sich wiederum negativ auf die Erzeuger auswirken kann.

Intelligentes Nahwärmenetz: Bei dieser Netzvariante können verschiedene Temperaturniveaus – je nach angestrebter Netzstrategie – gefahren werden. Zudem zeichnet das Nahwärmenetz eine zukunftsflexible Erzeugerstrategie aus: Die zentrale Sammlung von Umweltwärme, Erzeugung und Verteilung ist der markante Leistungsindikator für ein intelligentes Nahwärmenetz.

Ein Intelligentes Nahwärmenetz bietet dem Nutzer eine Vielzahl an Vorteilen: Primär handelt es sich um ein zukunftsoffenes System, sowohl was den Herstellungsprozess der Wärme als auch deren Verbrauch betrifft. Beispiel: Heute ist die KWK mittels BHKW das Mittel der Wahl. Bei politischen Anpassungen der Rahmenbedingungen oder technischen Neuerungen kann das BHKW gestrichen und die neue – zumeist effizientere Energiequelle eingesetzt werden. Gerade Gebäude mit einem höheren Energiebedarf oder auch Bestandsgebäude können über diese Technik versorgt werden. Auch Mischgebiete aus Neu- und Bestandsbau sind „Versorgungskandidaten“.

Grundsätzlich ist weniger Strom notwendig als im reinen Quellnetz, da die Wärmepumpen weniger Hubarbeit verrichten müssen und in einem besseren Betriebspunkt arbeiten (höherer COP). Die Eigenstrom-Erzeugung bzw. Eigenwärme-Produktion ist auf Nutzer- bzw. Betreiberseite problemlos möglich.

Aber wie sehen nun die unterschiedlichen Umsetzungsstrategien eines „Intelligenten Nahwärmenetzes aus“?

Intelligentes Nahwärmenetz – kalte Strategie: Ganzjährige Vorlauftemperatur liegt bei 8 bis 12°C, dadurch kommt es kaum zu Wärmeverlusten im Netz. Durch den Einsatz von nicht isolierten Rohleitungen kann „auf dem Weg zum Endabnehmer“ zusätzlich noch Energie aufgenommen werden, was die Erschließung der eigentlichen Quelle (Sondenfeld, Grundwasserbrunnen, etc.) günstiger macht. Dafür ist aber relativ viel Strom notwendig für den Betrieb der dezentralen Wärmepumpen, was den Stromnetzausbau vor Probleme stellen kann. Diese Netze nutzen ausschließlich Umweltwärme auf geringem Temperaturniveau und können nicht durch zusätzliche Energieträger unterstützt werden. Bestandsgebäude können in der Regel nicht mit eingebunden werden, da die Heizlasten zu hoch sind.

Intelligentes Nahwärmenetz – kalt/warm Strategie: Im Winter wird das Netz auf eine Vorlauftemperatur von 60 bis 85°C gefahren, wie ein klassisches Netz. Damit kann die Heizlast der Gebäude komplett abgedeckt werden. Das Warmwasser wird ebenfalls und ausschließlich über die Nahwärme direkt erzeugt. Ab einer Außentemperatur von ca. 12°C und wärmer wird das Netz auf Sommerbetrieb umgeschaltet und läuft mit einer Vorlauftemperatur von 10 bis 30°C. Die Vorwärmung der Netztemperatur passiert über eine Heizzentrale mit Solarthermie oder andere Energiequellen (BHKW, Hackschnitzel, etc.). Der große Vorteil: Die solarthermische Komponente kann maximiert werden. Die Warmwasserbereitung und eventuelle „Rest-Heizlasten“ in der Übergangszeit übernimmt die dezentrale Wärmepumpe innerhalb jedes einzelnen Gebäudes. Ideal geeignet für diesen Netz-Typ sind Mischbebauungen (Neubau + Bestand), da die Heizlasten im Winter unabhängig von der Leistung der Wärmepumpe nahezu beliebig hoch sein können, denn die Wärmeübertragung geschieht mit einer klassischen Fernwärme-Übergabestation.

Intelligente Nahwärmenetze – gleitende Strategie: Bei dieser Strategie wird die Vorlauftemperatur im Nahwärmenetz immer in Abhängigkeit der Außentemperatur gehalten, fließend bzw. gleitend zwischen 10 bis 50°C, vergleichbar mit der Heizkurve einer Zentralheizung. Die Gebäude müssen so beschaffen sein, dass diese Temperatur zur vollständigen Beheizung ausreicht, die Übertragung geschieht mittels Übergabestationen innerhalb der hierfür spezialisierten Wärmepumpen. Die Warmwassererzeugung übernimmt die in jedem Gebäude dezentral platzierte Wärmepumpe ganzjährig, wobei die Vorwärmung des Brauchwassers durch die Nahwärme realisiert wird. Die Wärmeerzeugung des Netzes erfolgt in einer Heizzentrale aus einem Mix aus Solarthermie, BHKW und klassischen Feuerungen (Biomasse, Öl, Gas). Die gleitende Strategie ist primär für den Neubau geeignet.

Noch herrscht Zögern bei der Umsetzung

In der Siedlungswirtschaft bzw. -politik stellen „Intelligente Nahwärmenetze“ auf jeden Fall eine der zur Zeit effizientesten und spannendsten Formen der Energieversorgung von Gebäuden dar. Dabei erfüllen diese Versorgungskonzepte je nach Netzausprägung bereits bestmöglich die Anforderungen an die Sektorenkopplung. Die Umsetzung eines solchen Areals und der Erfolg hängen allerdings stark von den Rahmenbedingungen ab – sei es technisch oder rechtlich. Dies sorgt bei vielen potentiellen Betreibern für ein zögerliches Entscheidungsverhalten. Teilweise ist auch die Unwissenheit bei vielen politischen Entscheidern zu diesem Thema eine große Hürde. Doch gerade in jüngster Zeit hat sich was getan in puncto „positive Lobbyarbeit“ für diese Form der Nahwärmenetze. So sind diverse attraktive staatliche Förderungsprogramme aufgelegt worden, welche dem Thema nochmal einen positiven Schub geben. Ebenso zeugen viele aktuelle Marktstudien und Meinungsumfragen von dem öffentlichen Interesse an den regenerativen Versorgungsnetzen und dem steigenden Verständnis in den Entscheiderkreisen. Zunehmend werden auch die Versorgungsnetze als privates Investment beliebter. Viele Energie-Genossenschaften und Bürgerinitiativen suchen in dieser Technologie die Möglichkeit, das Geld des „kleinen Mannes“ gewinnbringend zu investieren, da viele andere Investments nicht mehr so lukrativ erscheinen. Doch das sind alles „nur“ angenehme Nebeneffekte. Die Kernbotschaft der Nahwärmenetze sollte lauten: „Liebe Energieversorgungsentscheider, verlasst euch nicht mehr länger auf die Politik, sondern fangt endlich an, die Klimawende aktiv selbst zu gestalten – es gibt nur einen Planeten Erde!“

Quelle: ratiotherm / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-7583 Thu, 23 Sep 2021 05:47:00 +0200 56. Frankfurter Bausachverständigentag – als Weiterbildung anerkannt https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/56-frankfurter-bausachverstaendigentag-als-weiterbildung-anerkannt-7583.html Der 56. Frankfurter Bausachverständigentag der RG-BAU wird von der Ingenieur- und Architektenkammern sowie der dena als Weiterbildung anerkannt. Beim Frankfurter Bausachverständigentag geht es in diesem Jahr um typische Schadenbilder und Schwachpunkte beim energieeffizienten Bauen, beim Holzbau, bei hybriden Bauweisen und begrünten Bauteilen. Namhafte Bausachverständige und Fachleute aus der Praxis werden die neuesten Erkenntnisse zu den Konstruktionen vorstellen. An anschaulichen Beispielen werden Schadensursachen aufgezeigt und dargelegt, wie man diesen vorbeugen sowie bestehende Schwachstellen beheben kann. Abgerundet wird die Veranstaltung wie gewohnt mit einem Rechtsvortrag, der die juristischen Stolpersteine beim Schallschutz und Brandschutz vorstellt.

Auch im Onlineformat bietet der Bausachverständigentag die Gelegenheit zu Diskussionen mit den Referent*innen. Fragen können direkt im Anschluss an die Vorträge gestellt werden. Im Rahmen einer Online-Ausstellung können sich die Teilnehmenden zudem über neue Produkte informieren und untereinander austauschen.

Der 56. Frankfurter Bausachverständigentag greift ein sehr aktuelles Thema auf, das in den kommenden Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnen wird. Die dena sowie die Architekten- und Ingenieurkammern erkennen den Frankfurter Bausachverständigentag dafür mit bis zu acht Fortbildungspunkten als Weiterbildung an.

Der Frankfurter Bausachverständigentag wird bereits zum 56. Mal von der RG-BAU im RKW Kompetenzzentrum durchgeführt. Die Vorträge dieser Veranstaltung werden in einem Tagungsband veröffentlicht, der in den Teilnehmerbeiträgen enthalten ist.

Anmeldung und weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: RKW-Kompetenzzentrum / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7582 Wed, 22 Sep 2021 13:26:25 +0200 Neue ASUE-Broschüre informiert über Hocheffizienzhäuser https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/neue-asue-broschuere-informiert-ueber-hocheffizienzhaeuser-7582.html In der neuen Broschüre „Vom Niedrigstenergiehaus zum Hocheffizienzhaus“ zeigt, mit welcher Anlagentechnik eine drastische Senkung des Energieverbrauchs erreicht wird. In deutschen Haushalten macht die Raumwärme rund 70 Prozent des Energieverbrauchs aus. Weitere 15 Prozent kommen durch die Warmwasserbereitstellung hinzu. Dadurch besitzt das Einsparen von Heizenergie einen großen Hebel zum Erreichen der Klimaziele. Aber die technologische Auswahl im Heizungsmarkt ist für viele undurchsichtig, die jeweils optimale Heizungslösung schwer zu identifizieren.

Die Berechnung von Heizungssystemen ist umfangreich. Bauherr*innen und Energieberater*innen müssen standortspezifische Gegebenheiten sowie Vor- und Nachteile abschätzen. Wegen der Vielfalt der Heizungsanlagen sind außerdem technologieneutrale Aussagen eher selten.

Brennwertthemen, Wärmepumpen und Brennstoffzellen im Vergleich

Die ASUE bietet mit der neuen Broschüre eine Hilfestellung bei der Entscheidungsfindung. Basierend auf den aus EnEV und GEG bekannten Referenzhäusern wurden verschiedene, technologische Ausstattungsvarianten berechnet. Die Ergebnisse der von Prof. Oschatz am Institut für technische Gebäudeausrüstung in Dresden durchgeführten Kalkulationen zeigen, wie echte Effizienzhäuser der Zukunft schon heute Realität werden können. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, ein ambitioniertes Effizienzziel zu erreichen. Mit einer neutralen Gegenüberstellung und einer tief gehenden Analyse werden die gewählten Varianten in der Broschüre vorgestellt. Die Varianten verfügen jeweils über gasbasierte Systeme, elektrische Wärmepumpen, Brennstoffzellen wie auch Hybridlösungen sowie weiteres Zubehör wie Solardächer, Stromspeicher oder Lüftungsanlagen. Die Berechnungsergebnisse werden anhand der Investitionskosten, der jeweiligen Betriebskosten und der Vergütungserlöse aufgelistet. Hinzu kommen jeweils die wichtigen Angaben über den Grad der Effizienzsteigerung anhand des Primärenergieverbrauchs und den spezifischen CO2-Emissionen jeder Anlagenkonfiguration sowie eine Einordnung in die erreichte Effizienzhausklasse.

Die niedrigsten jährlichen Betriebskosten wurden, etwas überraschend, für ein mit einer Gaswärmepumpe mit integrierter Brennwerttherme ausgestattetes Einfamilienhaus ermittelt. Dazu Jürgen Kukuk, scheidender Geschäftsführer der ASUE: „Gaswärmepumpen stellen durch die Einbindung von Umweltwärme zusammen mit dem kostengünstigen Gas eine interessante Alternative dar, die durch den Einsatz von Biomethan zu geringen Mehrkosten ohne jeden Umbau noch umweltfreundlicher betrieben werden kann. “ Auch die von großen Fördersummen profitierenden Brennstoffzellen lassen aufhorchen, denn die Stromgutschriften führen am Ende gar zu einem negativen Primärenergiebedarf, der nach geltender Vorschrift zu null gesetzt wird. „Mit dieser von keiner anderen Technologie erreichten Bewertung, zeigen sowohl SOFC-Brennstoffzellen, als auch mit Biomethan betriebene PEM-Brennstoffzellen, wie eine vielversprechende, zukunftsfähige Lösung für deutsche Heizungskeller aussehen kann. “, sagt Jürgen Kukuk weiter.

Wärmenetze sind Voraussetzung für funktionierende Systeme

Elektrische Wärmepumpen werden in diesem Vergleich nicht außer Acht gelassen. Insbesondere in der Ausnutzung von geothermaler Quellwärme oder in der Erzeugung von Trinkwarmwasser spielen sie ihre Vorteile aus. Wenn elektrische Wärmepumpen wegen fehlender Quellwärme, hoher Geräuschemissionen oder Trinkwasserauflagen aber nicht zum Einsatz kommen können, bieten gasbasierte Lösungen ebenso effiziente und auch wirtschaftlichere Lösungen. Vor dem Hintergrund der steigenden Anforderungen an die Heizungs- und Lüftungstechnik ist das eine durchaus positive Erkenntnis.

Auch netzgebundene Systeme sind Teil der Berechnungen: Wer über ein Wärmenetz verfügt, der sollte sich anschließen. Mit den gemeinschaftlich genutzten Energieanlagen und Leitungen kann kostentechnisch keine der Einzelanlagen mithalten.

Broschüre als Druck oder PDF-Datei verfügbar

Mit diesem Nachschlagewerk können Bauherr*innen, Planer*innen und Energieberater*innen schnell überblicken, welches die Mindestanforderungen des GEG hinsichtlich Primärenergieverbrauch sind und wie der Einsatz von 15 Prozent erneuerbarer Energie am Endenergiebedarf erreicht werden kann. Die mit insgesamt 60 Seiten sehr umfangreiche Broschüre kann hier bestellt werden.

Quelle: ASUE / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7581 Wed, 22 Sep 2021 10:23:26 +0200 Angenehme Temperaturen im Bad https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/angenehme-temperaturen-im-bad-7581.html Eine Fußbodentemperierung im Bad sorgt schon in den frühen Morgenstunden für eine angenehme und gleichmäßige Wärme von unten. Bei sinkender Außentemperatur sorgt der morgendliche Gang ins Bad durchaus für Gänsehaut. „Um morgens im Bad wohlig-warme Temperaturen zu erreichen, könnte man in der Nacht die Heizkörper aufgedreht lassen, unter Wirtschaftlichkeits- und Umweltaspekten ist dies aber nicht zu empfehlen“, erläutert Michael Muerköster von der Initiative WÄRME+. Eine gute Lösung sei hingegen eine Fußbodentemperierung im Bad. Sie sorge für angenehme und gleichmäßige Wärme von unten und verursacht für wenig Staubaufwirbelungen – ein Segen für Allergiker*innen.

Außerdem gibt es keine störenden Heizkörper mehr an den Wänden, was vor allem in kleinen Bädern zusätzliche Stell- oder Ablagefläche bietet. Die Strahlungswärme einer Fußbodentemperierung wird gleichmäßig an den Raum abgegeben und wirkt über die Füße direkt auf den Körper, daher wird sie als besonders angenehm empfunden. Selbst in der Dusche ist es dank einfach einzubauenden Systemen für Feuchtbereiche auf Anhieb wohlig warm.

Warme Füße dank Zeitschaltuhr

Eine elektrische Fußbodentemperierung kann ohne großen Aufwand auch nachträglich unter die Fliesen sowie nahezu jeden anderen Bodenbelag verlegt werden. Im Badezimmer sorgt sie als effiziente Zusatzheizung an kühlen Tagen für Wohlfühlwärme, ohne dass die zentrale Heizung eingeschaltet werden muss. Gesteuert wird das elektrische System gradgenau über eine elektronische Temperaturregelung. Eine integrierte Zeitschaltuhr sorgt dafür, dass die Fliesen morgens schön vorgewärmt sind, wenn das erste Familienmitglied das Bad betritt.

Bei gleichzeitigem Wasserverbrauch am Waschbecken und unter der Dusche, wird das Wasser unter der Brause schnell mal kalt. Das passiert nicht, wenn elektronische Durchlauferhitzer im Einsatz sind. Sie liefern an jeder Entnahmestelle gradgenau warmes Wasser in ausreichender Menge ohne plötzlichen Temperaturabfall. „Bei einigen Geräten kann zudem jedes Familienmitglied seine bevorzugte Duschtemperatur hinterlegen und einfach per Knopfdruck aktivieren – für Kalt- wie Warmduscher ein Wohlfühlstart in den Tag“, sagt Michael Muerköster. Viele Modelle sind außerdem mit umfangreichen Spezialeinstellungen wie einem Eco-Programm ausgestattet oder verfügen sogar über WLAN und Internetradio. Die Bedienung erfolgt über ein Display direkt am Gerät, per Fernbedienung oder ganz bequem via Smartphone-App. Über die Monitoringfunktion behalten alle Nutzer*innen ihre Verbrauchsdaten und damit die Kosten für den Warmwasserverbrauch jederzeit im Blick.

Dezentrale Durchlauferhitzer vermeiden Wärme- und Wasserverluste

Neben ihrer Komfortvorteile bieten elektronische Durchlauferhitzer auch noch ein echtes Energiesparpotenzial. Warmes Wasser ist neben der Heizung einer der größten Energieverbrauchsposten im Haushalt. Da macht es viel aus, wenn es möglichst energieeffizient erwärmt wird. Durchlauferhitzer arbeiten dezentral, das heißt, sie erhitzen das Wasser erst dort, wo es gebraucht wird. Lange Leitungswege und kostspielige Wärme- und Wasserverluste wie bei zentralen Systemen, die das Wasser ständig auf Temperatur halten und im Haus zirkulieren lassen, fallen weg.

Wer schon einen Durchlauferhitzer im Haus hat, der in die Jahre gekommen ist, kann sich für den Austausch des alten Geräts gegen ein effizienteres Modell Fördergelder sichern. Noch bis Ende 2021 wird der Austausch von der Gesellschaft für Energiedienstleistungen (GED) mit einem Zuschuss von 100 Euro unterstützt.

Quelle: Wärme+ / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-7580 Tue, 21 Sep 2021 13:55:00 +0200 GIH-Bundeskongress am 4. Oktober 2021 https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/gih-bundeskongress-am-4-oktober-2021-7580.html Der diesjährige GIH-Bundeskongress findet als Präsenzveranstaltung am 4. Oktober in Berlin statt. Veranstaltungsort ist das bUm – betterplace Umspannwerk in Kreuzberg. Acht Tage nach der Bundeswahl soll über mögliche Weichenstellungen für die neue Regierung im Gebäudebereich diskutiert werden. Vormittags ab 11 Uhr finden Vorträge zu Nachhaltigkeit beim Bauen und Sanieren sowie zu Smart Homes statt.

Nach dem Mittagessen informieren BMWi, KfW und BAFA über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Prof. Ringel von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen erläutert danach die regulativen Gebäudeanforderungen, die aus Brüssel auf Deutschland zukommen.

Als Abschluss diskutieren Thorsten Herdan (BMWi), Prof. Ringel (HfWU), Barbara Merz (DUH), Klaus Müller (Verbraucherzentrale) und Jürgen Leppig (GIH), wie die aktuelle Politik und Förderung die Energiewende im Gebäudesektor am besten gestalten sollte. Natürlich mit Hinblick auf die möglichen Koalitionen. Im Anschluss findet das Get-Together bis 22 Uhr statt.

Durch die aktuelle Infektionsschutzmaßnahmenverordnung müssen Teilnehmer*innen getestet, geimpft oder genesen sein. Es besteht zudem eine Maskenpflicht. Auch kurzfristige Änderungen bei der erlaubten Teilnehmerzahl oder eine Anpassung des Kongressablaufs sind möglich.

Melden Sie sich für den Kongress hier an.

Quelle: GIH / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7579 Tue, 21 Sep 2021 06:57:00 +0200 Einfacher Nachweis für Fensterlüftung nach DIN 1946-6 https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/einfacher-nachweis-fuer-fensterlueftung-nach-din-1946-6-7579.html Die neuen ift-Richtlinien „LU-01 und LU-02“ vereinfachen Planung und Ausführung der Fensterlüftung. Corona hat die bisherigen Mängel bei der Lüftung zur Sicherstellung der notwendigen Luftqualität schonungslos aufgezeigt. Geschlossene Schulen und die eingeschränkte Nutzung von Büros, Veranstaltungsräumen oder dem Einzelhandel wegen unzureichender Lüftungskonzepte sind zum bestehenden Problem der Schimmelbildung hinzugekommen. Dies hat dazu geführt, dass die Lüftung bei Bauherr*innen und Mieter*innen nun einen zentralen Stellenwert einnimmt. Deshalb müssen Planer*innen, Architekt*innen, Fensterhersteller und der Fachhandel davon ausgehen, dass das nach DIN 1946-6 geforderte „Lüftungskonzept“ nachdrücklich eingefordert wird.

Die beiden ift-Richtlinien gelten für Fensterlüfter als dezentrale Lüftungskomponente, die sich am, im oder um das Fenster befinden, beispielsweise Luftdurchlässe, Fensterbanklüfter, Aufsatzelemente, Fensterfalzlüfter, beschlaggeregelte Lüfter (z. B. kraftbetätigte Fenster zur kontrollierten Lüftung). Damit steht ein umfangreicher Baukasten zur dezentralen und kostengünstigen Lüftung mit Fenstern zur Verfügung. Ein Lüftungskonzept ist gemäß DIN 1946-6 für Neubauten, Komplettsanierungen oder bei einer Teilmodernisierung (Austausch über 1/3 der Fenster) zu erstellen. Dieses kann von jedem Fachkundigen erstellt werden. Die notwendige Fachkenntnis und Befähigung können kompakt in einem ift-Seminar erworben werden.

Ift-Richtlinien im Detail

Die ift-Richtlinie LU-01/2 „Fensterlüfter – Teil 1: Leistungseigenschaften“ ermöglicht Hersteller*innen und Planer*innen, die Leistungseigenschaften übersichtlich in Klassifizierungstabellen darzustellen, zu vergleichen und auszuschreiben. Diese Übersicht bietet Verbraucher*innen, Architekt*innen und Planer*innen eine leichte Vergleichbarkeit der lüftungsspezifischen Produkteigenschaften sowie weitere Eigenschaften wie Schalldämmung, Schlagregendichtheit oder Gebrauchstauglichkeit.

Die ift-Richtlinie LU-02/2 „Fensterlüfter – Teil 2: Empfehlungen für die Umsetzung von lüftungstechnischen Maßnahmen im Wohnungsbau“ unterstützt Planer*innen, Architekt*innen, Fensterhersteller und dem Fachhandel bei der Erstellung des nach DIN 1946-6 geforderten Lüftungskonzept, dass für Neubauten und Sanierungen (Fenstertausch) gefordert ist. Ziel des Lüftungskonzepts ist zunächst die Prüfung, ob eine lüftungstechnische Maßnahme nach DIN 1946-6 erforderlich ist. Mit Hilfe von Grafiken, Tabellen, Diagrammen und Rechenbeispielen ist eine einfache Planung und Umsetzung der lüftungstechnischen Maßnahmen (freie Lüftung zum Feuchteschutz) möglich, beispielsweise die Ausführung und Anzahl der erforderlichen Fensterlüfter. Aufgrund von praxisnahen Annahmen sind hierfür nur wenige Angaben zur Wohn-/Nutzungseinheit, Gebäudestandort sowie zur Ausführung notwendig. Zusätzlich werden weitere Anforderungen an Fensterlüfter wie Luftdurchlässigkeit, Schlagregendichtheit, Schallschutz und Brandschutz beachtet.

Mit den ift-Richtlinien LU-01/2 und LU-02/2 steht Planer*innen, Fensterherstellern und Montagebetrieben ein einfaches und praxisnahes Planungsinstrument für die Ausschreibung und Lüftungsplanung im Wohnungsbau zur Verfügung und ist damit eine Alternative zur Anschaffung und Nutzung von Softwareprogrammen. Eine vertiefte Fachkenntnis kann kompakt in einem online ift-Seminaren erworben werden kann. Beide Richtlinien sind als Print- oder Downloadfassung zum Nettopreis von 27,00 bzw. 18,00 Euro unter www.ift-rosenheim.de/shop verfügbar.

Quelle: ift Rosenheim / Delia Roscher

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Lüftung & Klima
news-7578 Mon, 20 Sep 2021 11:21:27 +0200 BEG: 5 Prozent Zuschuss für individuellen Sanierungsfahrplan https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/beg-5-prozent-zuschuss-fuer-individuellen-sanierungsfahrplan-7578.html Mit Einführung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wird die Durchführung eines individuellen Sanierungsfahrplans mit 5 Prozent auf die förderfähigen Maßnahmenkosten bezuschusst. Ein guter Grund, neben der Energieberatung auch einen individuellen Sanierungsfahrplan anzubieten. Das Modul „EVEBI – Mein Sanierungsfahrplan“ der Firma ENVISYS unterstützt professionell beim Erstellen eines Sanierungsfahrplans: Einfach energetische Maßnahmen können erfasst (individuell oder über den Maßnahmengenerator) und Sanierungsschritten zugeordnet werden. Bilder und Texte werden als Vorschläge bereits angelegt.

Der Assistent zum Sanierungsfahrplan führt durch die Themenbereiche in den Berichten SANIERUNGSFAHRPLAN und UMSETZUNGSHILFE. Alle relevanten Daten der Maßnahmen werden automatisch übernommen. Das Arbeiten wird durch passende Textvorschläge und Auswahllisten unterstützt. Die erlaubte Textlänge wird angezeigt und durch farbige Markierungen hervorgehoben. Zusatztexte und Bilder können einfach integriert werden, dabei können die vom BAFA angebotenen Prinzipskizzen einfach über die Zwischenablage übernommen werden. Alle Daten werden auf Plausibilität überprüft. Die Berichte können direkt aus dem Modul generiert werden. Eine Übergabe der Daten an die Druckapplikation zum Sanierungsfahrplan ist möglich, aber nicht erforderlich.

Das hilfreiche Werkzeug „EVEBI – Mein Sanierungsfahrplan“ ist ein Modul innerhalb der professionellen Energieberatersoftware EVEBI. In der Version EVEBI 11.3.5 wurde die Druckapplikation 2.2.0 frisch implementiert, denn seit dem 1. September 2021 werden individuelle Sanierungsfahrpläne nach GEG nur mit der aktuellen Druckapplikation anerkannt. Neben Software bietet ENVISYS auch Seminare an, u. a. zum Thema individueller Sanierungsfahrplan. Die Tages-Seminare der ENVISYS Akademie sind von der dena anerkannt als Fortbildung für die Energieeffizienz-Expertenliste.

Quelle: ENVIYS / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7576 Thu, 16 Sep 2021 10:06:00 +0200 Mit Optimierungsrechner CO2 einsparen https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/mit-optimierungsrechner-co2-einsparen-7576.html Der Optimierungsrechner des Serviceportals „Intelligent heizen“ kann nun auch CO2-Einsparungen ermitteln. So kann jede Heizungsanlage verbessert und Einsparpotenziale genutzt werden. Nicht immer ist gleich der Austausch der gesamten Heizungsanlage notwendig. Manchmal hilft es schon, dafür zu sorgen, dass sich die Heizungspumpe – das Herzstück der Heizungsanlage – auf einem modernen technischen Standard befindet. Auch durch den hydraulischen Abgleich können positive Effekte erzielt werden. Beide Maßnahmen werden durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit 20 Prozent Kostenzuschuss gefördert. Der neu aufgelegte Optimierungsrechner führt vor Augen, wie viel Energie Verbraucher*innen mithilfe dieser Maßnahmen einsparen können.

CO2-Fußabdruck in den eigenen vier Wänden

Der Einbau einer modernen Hocheffizienzpumpe wie auch der hydraulische Abgleich, bei dem alle Komponenten der Heizungsanlage aufeinander abgestimmt werden, sorgen für eine bessere energetische Bilanz. Durch Vergleiche mit anderen elektrisch betriebenen Geräten wie beispielsweise dem E-Auto, der Waschmaschine oder dem Handy veranschaulicht der Optimierungsrechner, welche Einsparungen durch moderne Technik und eine abgestimmte Hydraulik erzielt werden können. Das Online-Tool ermittelt nicht nur, welche Auswirkungen die Maßnahmen auf den eigenen Verbrauch von Strom oder Heizenergie haben, sondern auch um wie viel Prozent der CO2-Ausstoß gemindert werden kann: „Mit dem Optimierungsrechner kann jeder rasch checken, wie durch kleine Maßnahmen die Klimabilanz der eigenen Heizung positiv beeinflusst werden und der eigene CO2-Fußabdruck verringert werden kann,“ erläutert Kerstin Stratmann, Geschäftsführerin der VdZ (Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik). „Klimaschutz spielt eine immer wichtigere Rolle. Unser Online-Tool stellt ein hilfreiches Instrument dar, um sich einen Überblick über die energetische Lage des eigenen Zuhauses zu verschaffen und das Thema anzugehen.“

Der Optimierungsrechner, der durch aktuelle Themen wie CO2-Emissionen oder durch das E-Auto ergänzt wurde, steht auch als iframe zur Verfügung, sodass Handwerksbetriebe oder andere Interessierte den Optimierungsrechner auf ihrer eigenen Webseite integrieren können. Den iframe zur Einbindung des Optimierungsrechners auf der eigenen Website stellt die VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V. zur Verfügung. Kontakt: Stefanie Bresgott, E-Mail: stefanie.bresgott@vdzev.de.

Quelle: Intelligent heizen / Delia Roscher

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