enbausa.de - Energetisch Bauen und Sanieren https://www.enbausa.de/ Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen de-DE EnBauSa Mon, 16 May 2022 17:45:46 +0200 Mon, 16 May 2022 17:45:46 +0200 TYPO3 EXT:news news-7853 Mon, 16 May 2022 10:26:41 +0200 Internationales Forschungsprojekt optimiert Energy Harvesting https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/internationales-forschungsprojekt-optimiert-energy-harvesting-7853.html Erzeugen technische Geräte oder Prozesse ungenutzte Energie wie Abwärme oder Vibration, kann dieses durch sogenannte Energy Harvesting-Systeme in Elektrizität umgewandelt werden. Im internationalen Projekt FAST-SMART werden preiswerte und nachhaltige Materialien und Systeme für das Energy Harvesting entwickelt. Beim Energy Harvesting werden Energiequellen wie Licht, Umgebungstemperatur oder Vibration mit Hilfe von geeigneten Wandlern in elektrische Energie umgesetzt. Die dafür notwendigen Materialien und Strukturen enthalten jedoch je nach Art des Wandlers seltene Rohstoffe wie Hafnium oder umweltkritische Substanzen wie Blei. „Es fehlen bisher effiziente Fertigungsprozesse, um für das Energy Harvesting zuverlässige Werkstoffe ohne seltene Elemente preiswert herzustellen“, erklärt Prof. Dr. Christoph Hartl vom Institut für Produktion der TH Köln. Zudem arbeiteten aktuelle Systeme aufgrund von Ausfällen, etwa durch Feuchtigkeit oder Korrosion, noch recht unzuverlässig und ineffizient.

In FAST-SMART arbeiten deshalb insgesamt 13 internationale Kooperationspartner an neuen Werkstoffen und Komponenten mit höherer Leistungsfähigkeit, für die keine seltenen Elemente benötigt werden und die zudem zuverlässig sowie wiederverwertbar sind. Darüber hinaus werden neue hocheffiziente Herstellungsverfahren erprobt und Energy Harvesting-Prototypen entwickelt.

Hybride Photovoltaiksysteme für mehr Effizienz

Das Projektteam der TH Köln ist für die Implementierung der neuen Materialien und Komponenten in konventionelle Photovoltaiktechnik zuständig. Die Schwerpunkte liegen hierbei auf der Gestaltung seriennaher Fertigungs- und Montagekonzepte. „Eine besondere Herausforderung ist es, kostengünstige, aber langlebige und effiziente Fertigungslösungen zu liefern“, sagt Hartl.

Photovoltaik alleine erlaube es nach neuesten Studien bereits heute, Strom zu Kosten von etwa 3,1 bis 11 Cent je Kilowattstunde zu erzeugen und zähle damit zu einer der günstigsten Energieerzeugungsformen, so Hartl. „Solarpanels erwärmen sich aber im Betrieb, wodurch deren Wirkungsgrad verringert wird. Diese Erwärmung wird durch die Integration der Energie Harvesting-Systeme abgebaut. Das führt zu einer Steigerung der Energieeffizienz des Gesamtsystems in der Größenordnung von voraussichtlich 20 bis 25 Prozent und gibt Spielraum für Investitionen in hybride Ergänzungen.“

Prototypentests verdeutlichen Potential der Technik

Erste Tests an Prototypen, die klassische Solarzellen mit Energy Harvesting-Komponenten zur Nutzung der Restwärme verbinden, verdeutlichen das Potential der hybriden Technik: „Wir konnten dabei bereits einen um etwa 20 Prozent gesteigerten Ertrag an elektrischer Energie nachweisen“, erläutert Hartl. Die Technologie soll nun in weiteren Schritten optimiert werden.

Zudem ist vorgesehen, dass IoT-Elemente (Internet of Things) mit Sensoren zur Überwachung von Photovoltaikanlagen und Elemente zur Datenübertragung integriert werden, die mit Hilfe des Energy Harvestings autonom versorgt werden können. „Das ist ein enormes Potential dieser Technologie: Durch die Möglichkeit, Anwendungen mit geringem Energiebedarf selbstständig mit Elektrizität aus dem Energy Harvesting und damit vollständig kabel- und batterielos zu betreiben, werden Systeme unkomplizierter und vor allem auch nachhaltiger“, sagt Hartl.

Das Vorhaben

Die Arbeiten zu dem hybriden Solarsystem werden im internationalen Forschungsprojekt „FAST and Nano-Enabled SMART Materials, Structures and Systems for Energy Harvesting“ (FAST-SMART) an der TH Köln von Prof. Dr. Christoph Hartl geleitet. Projektpartner sind die University of Strathclyde (Konsortialführer), die National Technical University of Athens, die University of Birmingham und die Université Savoie Mont Blanc sowie die Unternehmen Cedrat Technologies SA, Durante Space Tech s.l., GAE Engineering, Innovation in Research and Engineering Solutions (IRES), MBN Nanomaterialia S.p.A, Pascoe Engineering Ltd. und AVNIR Engineering und die Forschungseinrichtung National R&D Institute for Nonferrous and Rare metals. Das Vorhaben wird von der Europäischen Union im Rahmenprogramm Horizon 2020 mit etwa sieben Millionen Euro bis März 2024 gefördert. Die TH Köln erhält davon rund 250.000 Euro.

Quelle: TH-Köln / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7852 Mon, 16 May 2022 09:43:54 +0200 Gesünder Heizen und Lüften https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/gesuender-heizen-und-lueften-7852.html Das Lüftungsnetzwerk Via Vento S und die Schornsteinsysteme von ERLUS sind Sentinel Haus Institut auf Schadstoffe geprüft und für den Bau wohngesunder Häuser freigegeben. „Sowohl die Schornsteinsysteme mit dem Edelkeramik®-Rohr als auch das Lüftungsnetzwerk Via Vento S geben nur minimale Mengen an Substanzen an die Raumluft ab und sind von daher bestens für Gebäude mit hohen Ansprüchen an die Gesundheit geeignet“, sagt Peter Bachmann, Geschäftsführer des Sentinel Haus Instituts. Insbesondere bei der Lüftung kommt es auf schadstoffarme und hygienische Leitungen an: „Luft ist unser wichtigstes Lebensmittel, Schadstoffe gelangen über die Lunge direkt in unseren Körper“, betont Bachmann. Die Grenzwerte des Instituts sind deshalb besonders umfassend und teilweise sogar strenger als die Vorgaben des Umweltbundesamtes.

Universallösung für Einfamilienhäuser

Diese Anforderungen erfüllt das Lüftungsnetzwerk Via Vento S als universelle Lösung für Einfamilienhäuser spielend. Die vertikalen, nur 17,5 cm schmalen Schachtelemente für Zuluft und Abluft aus schalldämmendem Beton gibt es einzeln oder fertig geschosshoch. Die Querverteilung in den Geschossen gehört zum Komplettsystem und wird passgenau montiert. Die glatte, hygienisch beschichtete Innenseite beugt der Ablagerung von Sporen, Staub und Algen vor. Über zahlreiche Reinigungsöffnungen sind zudem Inspektion und Reinigung schnell mit dem mitgelieferten Reinigungsset erledigt – das kann auch durch den Bewohner selbst mit einem einfachen Hausstaubsauger erfolgen.

Ein besonderer Vorteil für Heizungsbauer: Die Betonsteine für die vertikalen Schächte sowie die Querverteilung werden vom Bauunternehmen direkt beim Rohbau in Wand oder Decke eingebaut. Das spart Zeit und Aufwand im Bauablauf für alle Beteiligten. An das Via Vento S Lüftungsnetzwerk lassen sich vom Heizungs-/Lüftungsbauer alle handelsüblichen Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung anschließen. Ein eventuell nötiger Austausch ist später rasch erledigt. Zum System gehören alle notwendigen Bauteile bis hin zu den Luftauslässen.

Flexible Abgasführung mit Zusatzvorteil

Auch die gesundheitsgeprüften Schornsteinsysteme mit bis zu drei Zügen gibt es als Einzelelemente sowie als geschosshohes Komplettbauteil, das innerhalb von nur 60 Minuten verbaut ist. Das Herzstück aller ERLUS Schornsteinsysteme ist das patentierte Innenrohr aus Edelkeramik®, das für alle Brennstoffe geeignet ist. So lassen sich unterschiedliche Heizsysteme flexibel anschließen. Wahlweise ist ein Installationsschacht für die Haustechnik verfügbar, etwa für Leitungen einer thermischen Solaranlage oder die Kabel einer PV-Anlage. Diese Zusatzoption sichert zukünftige Investitionen in Solartechnik einfach und ohne aufwendige Installationsarbeiten ab. Gelistet sind das Lüftungs- und die Schornsteinsysteme von ERLUS im Sentinel Portal, der größten Datenbank gesundheitsgeprüfter Bau- und Ausstattungsprodukte sowie Reinigungsmittel auf www.sentinel-haus.de.

Quelle: Sentinel Haus Institut / Delia Roscher

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Lüftung & Klima
news-7851 Fri, 13 May 2022 14:41:05 +0200 Neue gesetzliche Grundlage nötig https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/neue-gesetzliche-grundlage-noetig-7851.html Für die Energiewende in den Wärmenetzen müssen klimaneutrale Energieträger günstiger gestellt werden als fossile Energieträger. Das ist zentrales Ziel von Eckpunkten für ein „Erneuerbare-Wärme-Infrastrukturgesetz“ (EWG), die das ifeu, das Hamburg Institut und die GEF Ingenieur AG auf den Berliner Energietagen vorgestellt haben. „Bisher kommt der Einsatz von lokalen erneuerbaren Energien in den Wärmenetzen nicht voran, weil Kohle, Öl und Gas in den meisten Fällen billiger sind“, sagt Projektleiterin Dr. Sara Ortner vom ifeu, dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg. Gründe dafür sind unter anderem die fehlende Lenkungswirkung der heutigen CO2-Bepreisung und die weiter bestehende Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Bisher stammen immer noch etwa 20 Prozent der Wärme in Wärmenetzen aus der Verbrennung von Kohle. Unklar ist, welche Energieträger ihren Anteil bis 2030 (dem Datum des Kohleausstiegs) ersetzen können.

Strukturelle Bevorzugung der fossilen Energieträger überwinden

Die bei den Berliner Energietagen vorgestellten Eckpunkte für ein „Erneuerbare-Wärme-Infrastrukturgesetz“ sollen nun die Dekarbonisierung der Wärmenetze ermöglichen. Ein entsprechendes Gesetz soll auch helfen, die lokal verfügbaren erneuerbaren Energiequellen und Abwärmepotenziale zu erschließen. Das ist im derzeitigen Unterstützungsrahmen oft nicht wirtschaftlich möglich.

Der Vorschlag für die Verbesserung des gesetzlichen Rahmens wurde vom ifeu, dem Hamburg Institut und der GEF Ingenieur AG im Rahmen einer Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes entwickelt. Ziel des Erneuerbare-Wärme-Infrastrukturgesetzes ist es, die strukturelle Überlegenheit fossiler Fernwärme im aktuellen Unterstützungsrahmen zu überwinden und die Dekarbonisierung der Wärmenetze bis 2045 zu ermöglichen. Die Eckpunkte für das Infrastrukturgesetz für erneuerbare Wärme sehen vor:

  • Die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) soll gesetzlich garantiert werden. Diese Förderung stellt die wichtigste Säule für die schnelle Dekarbonisierung der Fernwärme dar. Der Zuschlag auf fossilen KWK-Strom im KWK-Gesetz erschwert aktuell die wirtschaftliche Einbindung von erneuerbaren Energien. Die Wirtschaftlichkeit von erneuerbarer Wärme muss zeitnah verbessert werden.
  • Eine verpflichtende Einführung der kommunalen Wärmeplanung: Eine solche Planung stellt sicher, dass bei der dezentralen Erzeugung der lokale Flächenbedarf berücksichtigt und konkretisiert wird. Die räumliche und strategische Planung für eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045 soll durch die Kommunen erstellt werden. So werden planerische Herausforderungen identifiziert und überwunden.
  • Verbindliche Zwischenschritte, mit denen die Wärmenetzbetreiber die Klimaneutralität ihrer Netze bis 2045 erreichen. Sie sollen als Fahrpläne zur Dekarbonisierung veröffentlicht werden. Bisher fehlende übergeordnete und verbindliche Ziele erschweren die Dekarbonisierung. Ein EWG steigert die Verbindlichkeit der Planungen.
  • Das enorme Potenzial zur Dekarbonisierung der Fernwärme schon heute anzuerkennen. Bislang erfolgt die Bewertung der Fernwärme auf Basis von Primärenergiefaktoren, die dieses Potenzial nicht abbilden. Hier können produktspezifische Kennzahlen helfen. Außerdem sind methodische Anpassungen nötig, die das Ungleichgewicht bei der energetischen Bewertung von fossiler KWK-Wärme und Wärmepumpen ausgleichen.
  • Neuen Techniken zum Durchbruch verhelfen. Dazu zählen etwa eine Planungsbeschleunigung für Großspeicher und Großwärmepumpen, eine Pflicht zur Nutzung von Abwärme und die Möglichkeit Umweltwärme etwa in Trinkwasser zu nutzen.

Die Studie „Dekarbonisierung von Energieinfrastrukturen – Entwicklung eines Unterstützungsrahmens am Beispiel von Wärmenetzen“ im Auftrag des Umweltbundesamtes wird unter der Leitung des ifeu – Institut für Umwelt- und Energieforschung Heidelberg mit dem Hamburg Institut, der GEF Ingenieur AG und dem AGFW erstellt und soll bis Ende des Jahres veröffentlicht werden.

Quelle: ifeu / Hamburg Institut / GEF Ingenieur AG / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7850 Fri, 13 May 2022 14:19:22 +0200 Wärmepumpen und Photovoltaik bieten Einsparpotenzial https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/waermepumpen-und-photovoltaik-bieten-einsparpotenzial-7850.html Die Analyse von E.ON zeigt, dass der Umstieg auf Wärmepumpen, Photovoltaik und bewusstes Heizen ein Energiesparpotenzial von mehr als 100 Terawattstunden Gas ergibt. Ein konsequenter Umstieg auf Wärmepumpen in der Gebäudeheizung, ein deutlicher Ausbau von Photovoltaik sowie bewussteres Heizen sind entscheidende Stellschrauben, mit denen Privathaushalte einen gewichtigen Beitrag für eine größere Unabhängigkeit von Gas-Importen aus Russland leisten könnten. Das geht aus einer Berechnung von E.ON Datenexpert*innen hervor, die kurzfristig und langfristig mögliche Maßnahmen kombiniert haben.

Unabhängigkeit von russischem Gas

 „Würden demnach rein rechnerisch zehn Prozent der Wohnhäuser in Deutschland mit PV-Anlagen ausgestattet, 20 Prozent der privaten Gasheizungen durch Wärmepumpen ersetzt und würde in allen übrigen Wohnungen bzw. Häusern mit Gasheizungen die Raumtemperatur beim Heizen um durchschnittlich 1 Grad Celsius abgesenkt, ergäben sich dadurch Einsparungen von insgesamt 103 Terawattstunden Erdgas pro Jahr“, erklärt Filip Thon, CEO der E.ON Energie Deutschland GmbH. Mit diesem Wert könnten rund 29 Prozent der russischen Gasmengen ersetzt werden, die Deutschland zum aktuellen Zeitpunkt importiert, bzw. 34 Prozent, sollte die Importmenge um weitere fünf Prozentpunkte bis Jahresende gesenkt werden.

Jährliche Einsparung von 18 Millionen Tonnen CO2

„Unsere Analyse zeigt, dass ein kluger Mix aus direkt möglichen Einsparungen sowie der längerfristige und aufwändigere Umstieg auf moderne Energielösungen wie Wärmepumpen und Photovoltaik in Privathäusern ein enormes Potenzial hat, wenngleich es sich zweifellos um einen Kraftakt über einen längeren Zeitraum hinweg handelt. Von den Maßnahmen würde auch das Klima profitieren, denn mit den genannten Schritten könnten jährlich mehr als 18 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden“, sagt Filip Thon, CEO der E.ON Energie Deutschland GmbH. Das Unternehmen treibt den Ausbau seines Energielösungsgeschäfts stark voran und ermöglicht Kund*innen, selbst aktiv zu werden: Unter anderem mit hochwertigen Photovoltaik-Anlagen, leistungsstarken Batteriespeichern sowie umfassenden Elektromobilitätsangeboten.

Quelle: E.ON / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7849 Thu, 12 May 2022 12:55:00 +0200 Solargründächer bundesweit fördern https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/solargruendaecher-bundesweit-foerdern-7849.html Solargründächer sind eine Kombination von Photovoltaik und Dachbegrünung und bieten viele Vorteile. Die 100 prozent erneuerbar stiftung, der Bundesverband Gebäudegrün (BuGG), der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) fordern ein Förderprogramm dafür. Solargründächer schaffen einen Mehrfachnutzen für die Energiewende, die Klimaanpassung, die Ressourcenschonung und die Biodiversität. Die kommende PV-Pflicht ist ohne Frage notwendig, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen, die Dachbegrünung sollte dadurch aber nicht in Frage gestellt werden. Gleichzeitig gibt es eine unübersichtliche Zahl an unterschiedlichsten Förderprogrammen für Dachbegrünungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, welche die PV-Pflicht noch nicht adressieren.

Harald Uphoff, Geschäftsführender Vorstand der 100 prozent erneuerbar stiftung, erläutert: „Der Gesetzgeber muss sich des möglichen Zielkonflikts zwischen einer PV-Pflicht und Dachbegrünung bewusst sein und darf die Kommunen und Bauherren mit dem Problem nicht allein lassen."

Dr. Gunter Mann, Präsident des BuGG, führt weiter aus: „Die zahlreichen Vorteile und Synergieeffekte von Dachbegrünungen wie Wasserrückhalt, Hitzeschutz, Schutz vor Hochwasser bei Starkregenereignissen und Entlastung der öffentlichen Entwässerung sprechen für sich und müssen erhalten bleiben.“

„Deshalb sollte die kommende bundesweite PV-Pflicht um eine Solargründach-Förderung ergänzt werden, welche gebäude- und standortangepasste Lösungen zulässt. So würde auch der Förderdschungel deutlich gelichtet und die bundesweit tätigen Fachbetriebe entlastet werden“, fügt Dr. Robert Kloos, Hauptgeschäftsführer des BGL, hinzu.

„Neben dem flächensparenden Bauen sollten die versiegelten Flächen möglichst einen Mehrfachnutzen aufweisen. Solargründächer sind ein sehr gutes Beispiel, wie solche Synergien für Artenvielfalt, Energiewende, Klimaanpassung und Ressourcenschonung gehoben werden können“, schließt Sebastian Scholz, Leiter Energiepolitik und Klimaschutz des NABU, ab.

Ein Positionspapier wurde dazu am 5. Mai veröffentlicht.

Quelle: BuGG / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7848 Thu, 12 May 2022 07:58:00 +0200 Vorkonfigurierte Sets für einfache und schnelle Installation https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/vorkonfigurierte-sets-fuer-einfache-und-schnelle-installation-7848.html Stiebel Eltron bietet etablierte Luft-Wasser- und Sole-Wasser-Wärmepumpensysteme als vorkonfigurierte Sets für den Einsatz im Neubau und Bestand an. Durch einen hohen Vormontagegrad und wiederkehrende Anlagenkonzepte gestaltet sich der Einbau der Systemlösungen besonders unkompliziert und zeiteffizient. Gleichzeitig können mit den sechs Systemlösungen rund 80 Prozent der Projekte problemlos umgesetzt werden, sodass nur noch sehr vereinzelt individualisierte Lösungen entworfen werden müssen – Angebotserstellung, Konzeption und Montage werden somit entscheidend erleichtert, und Fachhandwerker*innen können auch ein hohes Projektaufkommen schnell und sicher bewältigen.

All-in-One-Gerät für Neubauten

Ein attraktives Allround-Paket für die Installation im Neubau bietet das Lüftungs-Integralgerät LWZ 5 CS Premium. Außer der Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist hier auch bereits eine Luft-Wasser-Wärmepumpe integriert. Die Anlage übernimmt Wärmeversorgung und bedarfsweise auch Kühlung des Gebäudes sowie Be- und Entlüftung der Räume und Warmwasserbereitung – für letztere ist ein ausreichend großer Brauchwasser-Speicher integriert. Die kompakte Kombination aller haustechnischen Komponenten auf weniger als zwei Quadratmetern spart wertvolle Aufstellfläche und Installationszeit.

Der Sanierungsklassiker

Optimal für Altbauten geeignet ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe WPL 25 A, die im Set durch den Integralspeicher HSBC 300 cool ergänzt wird. Sie zeichnet sich durch hohe Effizienz sowie einen besonders geräuscharmen Betrieb aus. Auch bei einer Vorlauftemperatur von 55 Grad wird die Energieeffizienzklasse A++ erreicht. Selbst bei einer Außentemperatur von -20 Grad erreicht die Wärmepumpe noch eine Vorlauftemperatur von 65 Grad. Bestehende Heizkörper können dadurch in aller Regel weiter genutzt werden. Der Integralspeicher selbst besteht aus Trinkwasser- und Pufferspeicher, die platzsparend übereinander montiert sind.

Luft-Wasser-Wärmepumpe für den Neubau

Eine effektive Lösung für die platzsparende und schnelle Installation in Neubauten bietet das WPL 09 ACS Classic compact plus Set 1.1 – eine Kombination aus Luft-Wasser-Wärmepumpe und HSBC 180 Plus Integralspeicher. Brauchwasser- und Pufferspeicher, Wärmepumpenregelung sowie Umwälzpumpen sind hier bereits integriert, sodass besonders wenig Aufstellfläche benötigt wird und eine schnelle Montage möglich ist.

Installationsfreundliche Hybrid-Lösung für den Bestand

Soll eine Wärmepumpe mit einer Öl- oder Gasheizung kombiniert werden, empfiehlt sich das WPL 17 ACS classic Hybrid-Set: Es besteht aus einer Luft-Wasser-Wärmepumpe sowie einem HMH Hydraulik-Modul, über das eine bestehende Öl- oder Gasheizung ohne großen Installationsaufwand in das System integriert werden kann. Im Heizbetrieb fungiert dann die Wärmepumpe als Hauptenergielieferant, die fossile Heizung wird nur im Bedarfsfall unterstützend einbezogen. Alle hydraulisch notwendigen Komponenten für das Zusammenführen der Heizsysteme sind im Hydraulikmodul bereits integriert.

Erdwärme für den Neubau und für den Bestand

Kompakte Erdwärmepumpe für den Neubau, mit integriertem Warmwasserspeicher, geräuscharmem Betrieb und hoher Effizienz: Dafür steht die Sole-Wasser-Wärmepumpe WPE-I 06 HW 230 Premium. Sie bietet hohe Vorlauftemperaturen von bis zu 75 Grad und sorgt damit für einen sehr guten Heizwärme- und Warnwasserkomfort.

Wo für Bestandsgebäude eine Erdwärmepumpe gewünscht ist, stellt das WPE-I 15 HW 230 Premium compact duo Set 2 die passende Systemlösung dar. Es enthält eine kompakte Sole-Wasser-Wärmepumpe sowie einen separaten HSBC 300 cool Integralspeicher. Das Set ist für die Innenaufstellung in Neubauten und Bestandsbauten konzipiert und erreicht ebenfalls hohe Vorlauftemperaturen von bis zu 75 Grad.

Quelle: Stiebel Eltron / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-7847 Wed, 11 May 2022 10:36:57 +0200 Einhundert Energie bietet Mieterstrom-Contracting https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/einhundert-energie-bietet-mieterstrom-contracting-7847.html Der Mieterstromanbieter Einhundert Energie GmbH aus Köln bietet nun standardisierten Mieterstrom inklusive PV-Finanzierung an. Das Modell erleichtert Immobilienunternehmen und Projektentwicklern in ihren Gebäuden Mieterstromanlagen anzubieten, ohne dabei in die PV-Anlagen investieren zu müssen. Mit dem neuen Komfort-Produkt der Dachpacht bietet die Einhundert Energie GmbH ab sofort ein Komplettpaket an: Das Unternehmen übernimmt nicht nur wie in anderen Produktmodellen die energiewirtschaftliche Abwicklung, digitale Zählertechnik, Betreuung und Abrechnung der Mieterstromkunden. Zusätzlich werden auch die technischen Prozesse rund um Installation und Anschluss sowie Bau und Wartung der Solaranlage übernommen. Einhundert pachtet dabei das Dach vom Eigentümer und finanziert die Anlage über eine eigens dafür vorgesehene Investmentgesellschaft. Für Eigentümer*innen fallen dabei in der Regel keine Investitionskosten und kein Planungsaufwand an.

Kostenlose Mieterstromanlagen für Wohnungswirtschaft und Projektentwickler

„Mieterstrom im Dachpachtmodell ist für uns die perfekte Lösung.“, freut sich Thomas Hummelsbeck, Geschäftsführer der Rheinwohnungsbau, die dieses Jahr mit Einhundert ihr erstes Mieterstromprojekt mit über 150 Gebäuden startet. „Wir haben keinen Aufwand, da Einhundert alles für uns übernimmt: von der Planung über Bau und Installation der PV-Anlage bis hin zur Mieterstromabwicklung mit unseren Mietern.“

Das Modell bietet eine skalierbare Mieterstromlösung für große Projektentwickler und Wohnungsunternehmen. Das Risiko der Investition sowie steigende Materialkosten, der die Baubranche momentan begegnet, liegen somit komplett beim Mieterstromanbieter Einhundert. „Mit dem Dachpachtmodell antworten wir auf die starke Anfrage nach einem Rundum-sorglos Paket. So können Projektentwickler und Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft unsere digitale Mieterstromlösung ohne Aufwand und Investitionskosten nutzen und sich selber auf ihr Kerngeschäft, das Bauen und Planen von Gebäuden fokussieren.“, erklärt Dr. Ernesto Garnier, CEO & Founder von Einhundert.

Unabhängigkeit durch lokal produzierten Strom

Insbesondere im Hinblick auf die aktuelle Situation in der Ukraine dürfte Mieterstrom nochmals relevanter werden: Dadurch steigt die Autarkie des Gebäudes, Eigentümer*innen und Mieter*innen sind unabhängiger vom Netzstrom und damit von den äußerst volatilen Strompreisen. Solarer Mieterstrom wird dort genutzt, wo es auch produziert wird, und ist gleichzeitig günstiger als normaler Netzstrom.

Solarer Mieterstrom ist durch die Visualisierung von Energieflüssen in Neubau- und Sanierungsprojekten auf die Erfüllung der Energieeffizienzpflichten und Primärenergie anrechenbar. Nicht zuletzt wertet eine solare Mieterstromanlage die Immobilie nachhaltig auf und trägt maßgeblich zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks von Immobilienunternehmen bei.

Partnernetzwerk stärken auf der Intersolar 2022 in München

Auf der Fachmesse Intersolar vom 11. bis 13. Mai 2022 in München (Halle B5 Standnummer B5.160H) stellt Einhundert sein Produktportfolio inklusive neuem Dachpachtmodell vor.

Quelle: Einhundert Energie GmbH / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7792 Wed, 11 May 2022 09:14:00 +0200 weiTrona Grundwasserwärmepumpen - Marktführer in Sachen Effizienz! https://www.enbausa.de/daemmung/weider-weitrona.html news-7846 Tue, 10 May 2022 09:28:00 +0200 Ohne Energieberatung geht es nicht https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/ohne-energieberatung-geht-es-nicht-7846.html Auf dem 10. Bundeskongress des deutschen Energieberaterverbands GIH wurde klar, dass die Energiewende im Gebäudebereich vor einem Dilemma steht – nicht zuletzt durch die Ukraine-Krise. Einerseits steigt das Interesse an Modernisierungen und erneuerbaren Energien, andererseits steigen Preise und Ressourcen gehen aus. Auf dem Podium des Kongresses suchten Vertreter*innen aus Wirtschaft, Verbänden und Politik gemeinsam nach Lösungen. Sollen die Klimaziele im Bausektor trotz der widrigen Umstände erreicht werden, müssen – darin waren sich die Diskutanten einig – alle Beteiligten an einem Strang ziehen und ihren Beitrag leisten: Bauherren müssen höhere Kosten in Kauf nehmen, Bauunternehmen können Preissteigerungen nicht vollumfänglich weitergeben und die Politik muss lenkend eingreifen, hinreichend fördern und für optimale Rahmenbedingungen sorgen.

Energieberatung bietet Überblick

Ein komplexes und volatiles Gefüge, in dem der Energieberatung eine zunehmend tragende Rolle zukommt – schließlich ist es Hausbesitzer*innen kaum möglich, hier den Überblick zu behalten. Dass diese Rolle in Zeiten von Haushaltsbeschränkungen, Förderstopps und sich wandelnden politischen und ökonomischen Randbedingungen nicht leicht zu erfüllen ist, ist auch im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz kein Geheimnis: „All dies sind harte Bremsspuren und ich kann das Bedürfnis nach Stabilität gut verstehen. Gleichzeitig möchte ich aber an alle Energieberater appellieren, Verständnis und Geduld für die aktuelle Situation mit ihren nahezu unfassbaren Umbrüchen aufzubringen und weiterhin dafür zu werben, die nächsten Schritte in Richtung eines klimaneutralen Gebäudebestands zu gehen“, bat Christian Maaß, Abteilungsleiter „Energiepolitik – Wärme und Effizienz“ des Ministeriums.

Förderungen müssen planungssicher sein

„Wir Energieberater sind gerne bereit, unseren Anteil zur aktuellen gesellschaftlichen Aufbruchstimmung beizutragen“, sagt Bindel. Damit dies in der Praxis aber auch gelingt, müsse der Gesetzgeber dafür sorgen, dass die für Sommer geplante Reform der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) längerfristig Bestand habe: „Soll das derzeitige Momentum nicht ungenutzt verpuffen, müssen sich Bürger und Energieberater auf gesetzliche und förderrechtliche Rahmenbedingungen verlassen können. Weitere frustrierende Rückschläge wie bei den kürzlich erfolgten Förderstopps wird sich die Energiewende kaum leisten können.“

Quelle: GIH / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7845 Mon, 09 May 2022 11:17:37 +0200 Funktionserhalt elektrischer Leitungen im Brandfall https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/funktionserhalt-elektrischer-leitungen-im-brandfall-7845.html Gerade bei Feuer ist es wichtig, dass spezielle Anlagen und Systeme funktionstüchtig bleiben. Durch die Einhausung elektrischer Leitungen kann sowohl der Funktionserhalt elektrischer Leitungen im Brandfall sichergestellt, als auch Flucht- und Rettungswege vor brennenden Elektroinstallationen geschützt werden. Kanäle für den Funktionserhalt (E30 – E90)

Der Funktionserhalt von bauordnungsrechtlichen Einrichtungen wie z. B. Brandmeldeanlagen, Sicherheitsbeleuchtungen oder Aufzugsanlagen muss auch im Brandfall gewährleistet sein. Die Einhausung von elektrischen Leitungen mit Aestuver® Brandschutzplatten kann der Funktionserhalt über 90 Minuten sichergestellt werden. Kabeltrassen und Befestigungsbügel innerhalb der Einhausung müssen keine Anforderungen an den Brandschutz erfüllen.

Installationskanäle (I30 bis I90)

Wenn brennbare Elektroinstallationen z. B. in Flucht –oder Rettungswegen installiert sind, ist es notwendig, diese von dem umgebenden Raum abzutrennen. Dies kann durch eine umlaufende Einhausung mit Aestuver® Brandschutzplatten geschehen. Die Einhausung mit Aestuver® Brandschutzplatten stellt eine Kapselung der Brandlast innerhalb des Kanals über 90 Minuten sicher (I30 bis I90).

Individuelle Größen möglich

Aestuver® Brandschutzplatten können individuell auf der Baustelle zugeschnitten und installiert werden. Dabei sind Kanalbreiten von bis zu 1000 mm in ein- oder zweilagiger Ausführung möglich. Zweilagige Kanäle können zwei- oder dreiseitig ausgeführt werden. Auch für vierseitige Ausführungen stehen Lösungen bereit. Die Befestigung erfolgt mit Schlaganker bzw. Stahlwinkel an Decke und Wand. Somit ist auch eine flexible und kostengünstige nachträgliche brandschutztechnische Ertüchtigung von Elektroinstallationen möglich. Revisionsklappen und Kabelausführungen sind Bestandteile der Zulassungen. Für alle Varianten liegt jeweils ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis (abP) als bauaufsichtlicher Verwendbarkeitsnachweis vor.

Quelle: James Hardie Europe GmbH / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7844 Mon, 09 May 2022 10:53:00 +0200 Mehr Komfort für das Bad https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/mehr-komfort-fuer-das-bad-7844.html Immer noch verbinden die meisten Menschen Pellets nur mit gemütlicher Wärme im Wohnzimmer. Dabei können die kleinen Teile aus verdichtetem Material viel mehr. Bei einer guten Koppelung sorgen sie auch im Bad für wohlige Wärme. Eine Heizung auf Basis von Pellets kann zahlreiche Vorteile bieten. Eine solche Wärmequelle gilt aufgrund der Befeuerung mit nachwachsenden Rohstoffen als umweltfreundlicher als andere Systeme. Der Aufwand für Wartung ist ähnlich wie bei klassischen Öl- und Gasheizungen. Wichtig ist aber gerade bei der Planung und Beschaffung eines solchen Wärmesystems, dass unterschiedliche Arten von Pelletöfen unterschieden werden. So kann eine Pelletheizung als zentrales Heizungssystem wirken und damit alleinig die Heizungsfunktion im Vollbetrieb übernehmen. Dazu bedarf es der Installation eines Wärmepuffers. Für die partielle Wohnraumbeheizung gibt es Pellet-Heizungssysteme, die auch in Wohnräumen installiert werden können. Ein kleiner Vorratsbehälter an der Heizungsanlage ermöglicht den Betrieb, der vollautomatisch, je nach Bedarf, den Ofen befüllt. Wichtig ist aber gerade wenn man auch Feuchträume wie Bäder mitversorgen will, die Option einer Pelletheizung als Unterstützung der bestehenden Heizungsanlage. Mit einer zusätzlichen Pelletheizung, welche einfach an der bestehenden Heizungsanlage angeschlossen werden kann, können Brennstoffe wie Gas und Öl dauerhaft eingespart werden. Und so kann der Pelletofen auch zur Erzeugung von Warmwasser beitragen.

Pelletöfen für eine ganzheitliche Wärmeplanung

Bei einem wasserführenden Pelletofen handelt es sich einen Ofen, der mit einem Wasserwärmetauscher, der sogenannten Wassertasche, ausgestattet ist. Damit unterscheidet er sich von einem klassischen Pelletofen dadurch, dass er nicht nur den Raum erwärmt, in welchem er aufgestellt ist, sondern einen Großteil seiner Wärme in eine zentrale Heizungsanlage abgeben kann. Auch wenn auch diese Pelletöfen Wärme an den Raum abgegeben, in welchem sie aufgestellt sind, geht der Löwenanteil der Wärme in den Heizkreislauf oder in einen Pufferspeicher über. Damit eignet sich ein Pelletofen auch perfekt für eine Beheizung von Bädern. Dieses Konzept wird auch als Hybridheizung beschrieben. Denn der wasserführende Pelletofen speist über einen Wärmetauscher einen Teil der Verbrennungswärme in den Pufferspeicher ein, so dass die Wärme im ganzen Heizungssystem zur Verfügung steht. Wer noch weitergehen will, kombiniert den Ofen mit einer Solarthermieanlage. Wird der Ofen im Sommer ausgeschaltet, wird das Warmwasser ausschließlich solar erwärmt. Mit einer geschickten Kopplung, kann bei zu geringer Leistung der Solaranlage der Pelletofen automatisch nachheizen.

Wachsendes Interesse an ganzheitlichen Konzepten

Dass Heizen mit Pellets keine kurzfristige Mode ist, sondern sich dauerhaft etablieren wird, zeigt der Deutsche Energieholz- und Pelletverband e.V. mit einer Studie, welche belegt, dass mit einer Produktion von 824.000 Tonnen Holzpellets im ersten Quartal dieses Jahres, eine Produktion stattfand, welche den Jahresbeginn des vergangenen Jahres übertrifft.

Eine Förderung ist möglich

Gebäudeeigentümer, welche sich für den Einbau einer Holzzentralheizung oder eines Pelletkaminofens mit Wassertasche in ein Bestandsgebäude entscheiden, können sich auf Unterstützung freuen. Denn die Bundesregierung fördert auch hier den Einsatz Erneuerbarer Wärme mit den BEG Einzelmaßnahmen (BEG EM). Förderfähige Holzfeuerungen sind automatisch beschickte Pellet-, Hackschnitzel- oder Scheitholzvergaserkessel, Pelletkaminöfen mit Wassertasche sowie Kombikessel, die Pellets und Scheitholz oder Hackschnitzel und Scheitholz einsetzen können. Das gilt nicht für Neubauten, eine Förderung des Einbaus von Holzzentralheizungen wird dort nicht mit BEG Einzelmaßnahmen gefördert. Eine Förderung gibt es nur dann, wenn für das neu gebaute Haus eine Nachhaltigkeitszertifizierung durchgeführt wird. Bei Anträgen, die seit dem 21. Oktober 2021 gestellt werden, fördert die BEG auch die Errichtung oder Erweiterung von Wärmenetzen mit bis zu 16 angeschlossenen Gebäuden mit bis zu 100 Wohneinheiten. Voraussetzung ist, dass im Wärmenetz nach der Investitionsmaßnahme mindestens 55 Prozent Wärme aus Erneuerbaren Energien oder Abwärme genutzt wird. Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) bietet mit der Förderfibel einen kostenlosen Wegweiser durch den Förderdschungel.

Wolfram Hülscher

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Heizung & Warmwasser
news-7843 Mon, 09 May 2022 10:46:49 +0200 Einsatz recycelter Materialien steigt https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/einsatz-recycelter-materialien-steigt-7843.html Deutsche Unternehmen setzen vermehrt auf Produktdesign mit ökologischen Kriterien. Dies zeigt die Studie „Von Nachhaltigkeit bis Digitalisierung: Challenges 2022“ der Produkt-Innovations-Plattform Aras. Neben Maßnahmen zur Energieeinsparung setzen die Firmen zudem verstärkt auf die Kreislaufwirtschaft, um ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Für die Studie hat Aras mehr als 130 Top-Führungskräfte deutscher Unternehmen mit einem Umsatz von mindestens 100 Mio. Euro befragt.

„Die Unternehmen stehen von zwei Seiten unter Druck: Einerseits erleben wir einen gesellschaftlichen Bewusstseinswandel, weil immer mehr Kunden auf Nachhaltigkeit achten. Andererseits verschärft der Gesetzgeber die Auflagen, zum Beispiel über die geplante Nachhaltigkeitsberichterstattung oder das neue Lieferkettengesetz“, sagt Andreas Müller, Senior Vice President bei Aras. Dem Industrieexperten zufolge gehören deshalb die Vermeidung von Ausschuss, die Auswahl umweltfreundlicher oder recycelter Materialien sowie ein nach ökologischen Kriterien ausgerichtetes Produktdesign aktuell zu den wichtigsten Handlungsfeldern: „Unsere aktuelle Studie zeigt, dass sieben von zehn Unternehmen Nachhaltigkeit als Topthema bereits erkannt haben. Ihnen ist klar, dass sie in naher Zukunft in vielen Bereichen aktiv werden müssen.“

Zu den wichtigsten übergreifenden Nachhaltigkeitszielen gilt der Aufbau einer Kreislaufwirtschaft. Aras-Manager Müller zufolge sollten dafür „bestehende Materialien und Produkte so lange wie möglich geteilt, geleast, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden. Auf diese Weise verlängert sich der Lebenszyklus der Produkte.“ Die vollständige Integration einer Cradle-to-Cradle-Produktion erfordere jedoch innovative Produktdesigns und Möglichkeiten der digitalen Produkterfassung und -analyse.

PLM unterstützt Unternehmen auf dem Weg in die Kreislaufwirtschaft

Beim Einstieg in die Kreislaufwirtschaft kommt auf die Unternehmen eine enorme Datenfülle bei der Gestaltung, Fertigung und Entsorgung von nachhaltigen Produkten zu. Dies lässt sich Aras-Experte Müller zufolge mit einem herkömmlichen ERP-System (Enterprise Resource Planning-System) nicht bewältigen. Sein Rat: „Mit einem digitalen Zwilling und einer umfassenden Analyse über ein Product Lifecycle Management (PLM) behalten Unternehmen den Überblick. Denn ohne den Einsatz digitaler Werkzeuge ist der Einstieg in die Kreislaufwirtschaft nicht zu schaffen.“

Diesen Eindruck stützt auch Marcellus Menges, Director PLM Global bei der Grammer AG: „PLM ist ein wichtiger Grundbaustein, um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.“ Der Automobilzulieferer plant, seinen CO2-Fußabdruck bis 2030 zu halbieren und seine Produkte stärker an die Kreislaufwirtschaft heranzuführen. Der Weg dahin soll über ein PLM geebnet werden. Prozess- und Digitalisierungsexperte Menges sagt: „Das Ziel ist der Aufbau einer kompletten datentechnischen Kette von der Planung bis zum Schluss, in der der digitale Zwilling eines Produkts permanent Rückschlüsse sowohl für die Verbesserung des Produkts, die Verfeinerung der Produktionsalgorithmen als auch hinsichtlich Wartung, Reparatur und Wiederverwendbarkeit ermöglicht.“

Wie Unternehmen ihre Wertschöpfungskette mit digitalen Werkzeugen optimieren und nachhaltige Produktkreisläufe aufbauen können, erörtert Aras im studienbegleitenden Whitepaper „Zukunftsmodell Kreislaufwirtschaft: Weniger Ressourcenverbrauch mit Product Lifecycle Management“, das hier kostenfrei heruntergeladen werden kann.

Über die Studie „Challenges 2022“

Für die Studie „Von Nachhaltigkeit bis Digitalisierung: Challenges 2022" befragte die Produkt-Innovations-Plattform Aras mehr als 130 Eigentümer und Top-Manager deutscher Unternehmen mit einem Umsatz von mindestens 100 Mio. Euro. Die Teilnehmer kamen vor allem aus den Branchen Automotive-Industrie, Aviation, Maschinenbau, der Medizintechnik sowie dem Chemie- und Pharma-Sektor. Die Studie steht hier zum kostenlosen Download bereit.

Die Technologie von Aras ermöglicht die schnelle Bereitstellung flexibler, erweiterbarer Lösungen, die die Anpassungsfähigkeit von Unternehmen erhöhen. Die Low-Code-Plattform und die Anwendungen für das Product Lifecycle Management von Aras verbinden Anwender*innen aller Disziplinen und Funktionen mit kritischen Produktdaten und -prozessen über den ganzen Lebenszyklus und die erweiterte Lieferkette hinweg.

Quelle: Aras / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-6511 Mon, 09 May 2022 10:45:00 +0200 Gute Luft sorgt für mehr Wohngesundheit https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/gute-luft-sorgt-fuer-mehr-wohngesundheit-6511.html Wenn ein Raum nicht gut durchlüftet ist, schadet das dauerhaft. Einerseits dem Gebäude, andererseits den Bewohnern. Mit einer guten Lüftung ist das anders. Dabei können Bauherren zwischen einer zentralen und dezentralen Lüftung wählen. Wohl jeder Bauherr möchte ein Haus oder eine Wohnung, welche dicht ist, damit nur wenig Wärmeenenergie über die Außenhülle abgegeben wird. Doch das kann auch Nachteile haben. Gebäudehüllen sind bei heutiger Bauweise dermaßen undurchlässig, dass einfaches Lüften selten ausreicht. Feuchteschäden und Schimmelbefall können die Folgen sein – dem will die DIN 1946-6 entgegenwirken. Denn sie fordert die für moderne, luftdicht gebaute Gebäude die Sicherstellung des Luftwechsels, der Wohngesundheit garantieren soll. Konzepte für die Lüftung sind damit unerlässlich. Einerseits um die nötige Luft zu garantieren. Andererseits aber auch, um sich rechtlich abzusichern.

Wer sich als Planer nicht um Lüftung bemüht, dem drohen Haftungsrisiken. Daher stellt sich die Frage, welches Lüftungskonzept sich für ein Objekt eignet. Guten Rat gibt es unter tzwl.de, dem Internetportal des Europäischen Testzentrums für Wohnungslüftungsgeräte e.V. (TZWL). Mit dem eBulletin bietet der TZWL einen aktuellen und kostenlosen Ratgeber zum Thema Lüftung an. Zunächst stellt sich die  entscheidende Frage: zentral oder dezentral lüften.

Auf die Aufgabe kommt es an – dezentrale Lüftung

Dezentrale Lüftungen kommen häufig beim Altbau zum Einsatz. Meistens wird in jedem Raum in Fensternähe ein Lüftungselement integriert. In die Wand eingebaut, zählen dezentrale Lüftungen zu den ventilatorgestützen Lüftungen. Durch einen Zu- und Abluftmodus sorgen sie für einen kontinuierlichen Luftaustausch. Dezentrale Lüftungen werden individuell in Räumen eingesetzt. Ein Vorteil: Der Einbau ist unkompliziert, der Platzbedarf ist gering. Wie beispielsweise beim Iv-twin+ von Inventer, welcher  seit Herbst 2019 im Handel ist. Der Einzelraumlüfter vereint zwei Lüftungsgeräte, ein Ventilator führt frische Luft zu, ein anderer die verbrauchte Luft ab, aufgrund der getrennten Wärmespeicherhälften ergibt sich eine Rückgewinnung der Wärme von 94 Prozent. Auch die zügige Einbauzeit ist von Vorteil. „Im Bestandsbau reicht dafür eine Kernlochbohrung, im Neubau empfiehlt sich unser Wandeinbausystem Simplex, ein Montageblock mit vorinstallierter Wandeinbauhülse. Das reduziert den Montageaufwand erheblich“, meint Geschäftsführerin Annett Wettig über die Lüftung. Dezentrale Lüftungen eignen sich auch für spezielle Projekte wie Kellerzimmer oder dünne Wände.

Alles in Einem – zentrale Lüftung

Bei Neubauten, besonders bei Niedrigenergiehäusern kommen bevorzugt zentrale Lüftungen zum Einsatz. Wer sein Haus neu plant, hat noch Möglichkeiten die Frischluftversorgung direkt mitzuplanen. Bei zentralen Lüftungssystemen werden alle Wohnräume durch ein Luftkanalsystem mit einem Lüftungsgerät verbunden. Das Kanalsystem kann in Decke oder Fußboden verlegt sein und versorgt die Räume mit Luft. Das Haus wird in Zu- und Ablufträume eingeteilt: Wohn- und Schlafbereiche sind Zulufträume, Küche und Bad Ablufträume. Das Lüftungsgerät wird meist in Keller oder Dachgeschoss gebaut.

Dank dem Lüftungssystem wird die verbrauchte Luft aus den Ablufträumen gezogen, frische Luft kommt in Zulufträume. Schlau gebaut, haben zentrale Anlagen den Vorteil der Wärmerückgewinnung. Die Außenluft kommt ins Haus, erwärmt durch Abluftenergie. Eine zentrale Lüftung ist eine gute Investition, doch bedarf sie genauer Planung. So stellt der Hersteller Blumartin für sein Lüftungssystem Freeair jetzt eine Visualisierung zur Verfügung. Dank Building Information Modeling (BIM) können Projekte auch für Fachfremde sichtbar gemacht werden. BIM ist eine effiziente Methode der Planung, der Ausführung und teils auch des Betriebs von Bauobjekten und dient einem optimalen Überblick über Bauabläufe. Doch nicht bloß beim Bau, auch beim Alltag hilft die Digitalisierung den Nutzern, wie bei der Wohnungslüftung Vent 4000 CC von Bosch. Neben der Hohen Effizienz dank Wärmerückgewinnung von bis zu 93 Prozent gemäß Angaben des Herstellers, kann die Lüftung einfach per Easyvent-App gesteuert werden. Die Wohnraumlüftung kann bis zu 90 Quadratmeter belüften.

Große Räume und große Ideen

Lüftung ist kein Randthema mehr, sondern wird immer wichtiger. Das beweist ein spannendes Projekt aus dem Bau der Schule „Sancta Maria“ in Gentbrugge, Belgien. Das Ziel – frische Luft für Schüler und Lehrer in neuen Klassenräumen, Speise- und Sportsaal. Licht und Luft sollten zu einem höheren Lernerfolg beitragen. Die Lösung – natürliche Fensterlüftung und mechanische Abfuhr von Raumluft. Renson löste die Aufgabe durch linienförmige Fensterlüftungen, welche fast unsichtbar über den Fenstern montiert sind. Dosiert wird die Lüftung durch Absaugventile, welche an das zentrale Lüftungsgerät angeschlossen sind und die CO2-Werte in der Rumluft messen. Sie steuern die zentrale Abluft. Wenn niemand im Raum ist, wird der Luftstrom reduziert, sodass keine unnötige Energie verloren geht. Auch preisgekrönte Konzepte gibt es bei der Lüftung. So ging der Clusterpreis Energie/Umwelt/Solarwirtschaft des 15. IQ Innovationspreises Mitteldeutschland an Ecosyst. War Wasser bei Lüftungsanlagen häufig eher gefürchtet, dient es hier der Kühlung. Das Konzept soll vor allem im arabischen und asiatischen Raum und in Südeuropa eingeführt werden.

Flexibel planen

Lüftung bleibt ein komplexes Thema – denn neben einer perfekten Planung muss die Anlage auch Effizienz garantieren. Wer energieautark leben will interessiert sich für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher, selbstversorgende Möglichkeiten. Doch die vielen Einzelkomponenten sind platzraubend, Kabelsalat droht. Vaillant bietet „All-in-One-Wärmepumpen“ an. In einem gemeinsamen Gehäuse werden Wärmepumpe, Warmwasserspeicher, Lüftungsanlage und Hydraulik kombiniert – mit geringem Platzverbrauch. Die Pumpen lassen sich zudem individuellen Wünschen anpassen.

Zentral Lüften, dezentral Lüften, Wärmepumpe ja oder nein – eine Antwort auf diese Fragen kann es nur bei Betrachtung des individuellen Objektes geben. Eins bleibt aber sicher. Nur eine bewohnerfreundliche Belüftung garantiert Gesundheit für das Haus und die Bewohner. Das gut zu planen, lohnt sich ganz bestimmt.

Wolfram Hülscher

 

 

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Lüftung & Klima
news-7842 Fri, 06 May 2022 15:15:49 +0200 Schlüsselinstrument Kommunale Wärmeplanung https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/schluesselinstrument-kommunale-waermeplanung-7842.html Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) und der Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) haben auf ihrer 7. gemeinsamen Veranstaltung auf den Berliner Energietagen 2022 mit Expert*innen über die Chancen und Herausforderungen der Kommunalen Wärmeplanung diskutiert. Den ersten Impuls gab dabei Robert Riechel (Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH), der zunächst den wissenschaftlichen Diskussionsstand sowie weiteren Handlungs- und Forschungsbedarf aufzeigte. Er unterstrich zudem die Notwendigkeit, die Wärmeplanung im Zuge der wärmepolitischen Debatte stärker in den Fokus zu nehmen. Gleichzeitig wies er auf den weiteren Forschungsbedarf in Hinblick auf die Vielfalt möglicher Aufgaben, die konkrete Ausgestaltung in der Praxis sowie auch bei den erforderlichen Rahmenbedingungen hin.

Anschließend wurden ausgewählte Praxisbeispiele durch Vertreter der Stadtwerke München GmbH sowie der Stadt Heidelberg vorgestellt. Dabei wurden auf Basis der konkreten Erfahrungen vor Ort u. a. Herausforderungen bei der Durchführung der Wärmeplanung an- und Politik-Empfehlungen für eine flächendeckende Einführung ausgesprochen.

„Verbände-Talk“ über Rahmenbedingungen der Kommunalen Wärmeplanung

Im Zentrum der Veranstaltung stand der „Verbände-Talk“, an dem Christian Maaß, Leiter der Abteilung II (Wärme, Wasserstoff, Effizienz) im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Martin Bendig, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg, BEE-Geschäftsführer Wolfram Axthelm und VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing teilnahmen. In der Diskussion herrschte Einigkeit darüber, dass planerische Ansätze im Zuge der Wärmewende spürbar gestärkt werden sollten: „Die Wärmeplanung ist ein relativ neues politisches Instrument, für welches Akzeptanz geschaffen werden muss. Daher ist für eine flächendeckende Einführung entscheidend, dass die Rahmenbedingungen erheblich verbessert werden. Dazu gehört etwa eine umfassende Finanzierung und attraktive Beratungsangebote “, unterstrich VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing.

Neben der planerischen Tätigkeit müssten gleichzeitig die Investitionsbedingungen für den Umbau der unterschiedlichen Versorgungsinfrastrukturen vor Ort verbessert und die Technologieoffenheit vor Ort gewahrt werden. „Angesichts der globalen Preiskrise der fossilen Energiewirtschaft gilt es Tempo zu machen. Die zügige Dekarbonisierung im Bereich der Wärme ist heute auch eine soziale Aufgabe. Die Implementierung der Erneuerbaren Energien in vorhandene Infrastrukturen wird dafür entscheidend. Die Potenziale bei Solarenergie, erneuerbarer KWK und Geothermie im urbanen Raum sind hoch“, sagte Wolfram Axthelm, Geschäftsführer im Bundesverband Erneuerbare Energie.

Direkter Austausch auf der Präsenzveranstaltung

Abschließend hoben Liebing und Axthelm den Wert des direkten Austausches hervor: Erstmals seit 2019 fanden die Berliner Energietage zumindest in Teilen wieder als Präsenzveranstaltung statt. Der direkte Austausch sowie die persönlichen Diskussionen am Rande seien unverzichtbar. Beide sprachen ihre Hoffnung aus, dass der politische Diskurs nun wieder verstärkt in physischen Terminen erfolgen könnte.

Zum Thema

Die Bundesregierung plant die flächendeckende Einführung der Kommunalen Wärmeplanung. Hierzu soll gemeinsam mit den Bundesländern ein gesetzlicher Orientierungsrahmen geschaffen werden. Doch auch auf Ebene der Länder gibt es zahlreiche Initiativen – so etwa in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Hessen.

Quelle: BEE / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7841 Fri, 06 May 2022 14:51:03 +0200 Verbrauch von Gas und Öl beim Heizen reduzieren https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/verbrauch-von-gas-und-oel-beim-heizen-reduzieren-7841.html Der Krieg in der Ukraine hat die Preise bei Gas und Öl weiter in die Höhe getrieben. Durch sparsames Verhalten und kleinere Modernisierungsmaßnahmen kann beim Heizen mit Öl und Gas Energie gespart werden. Das Serviceportal Intelligent heizen gibt Tipps. Die Preise für Gas und Öl sind bereits im vergangenen Jahr deutlich gestiegen: Laut Statistischem Bundesamt wurde im Zeitraum von Januar bis Dezember 2021 das Heizöl um 31 Prozent teurer, beim Gas waren es acht Prozent. Der Krieg in der Ukraine hat zu weiteren Preissteigerungen geführt. Und es ist damit zu rechnen, dass im Laufe des Jahres 2022 das Heizen mit Öl und Gas noch teurer wird. Energie sparen und so effizient wie möglich heizen, ist also angesagt.

Einfache Einspartipps beim Heizen mit Gas und Öl

Es gibt ein paar ganz einfache Verhaltensregeln im Umgang mit Gas oder Öl, die dazu beitragen, Energie einzusparen:

1. Bewusst heizen: Viel Heizenergie geht dadurch verloren, dass die Heizung ohne großes Nachdenken einfach aufgedreht wird. Doch jeder Grad Wärme zählt bei der Energiebilanz: sechs Prozent Energie können Sie allein dadurch einsparen, indem Sie die Raumtemperatur um ein Grad senken.

2. Raumtemperatur an Nutzung anpassen: Für den Wohnbereich empfiehlt das Umweltbundesamt eine Raumtemperatur von 20 Grad, das entspricht der Stufe 3 auf einem Standardthermostat. Für den Schlafbereich sind es 17 und die Küche 18 Grad.

3. Nicht ohne Deckel kochen: Beim Kochen auf einem Gasherd gehört immer ein Deckel auf den Topf. Ebenfalls energiesparend: die Töpfe konsequent der Größe entsprechend auf die Kochstellen platzieren, für kleinere Töpfe reicht eine kleinere Flamme aus. So stellen Sie sicher, dass keine Wärme verloren geht.

4. Entlüften und Lüften: Eine gute Zirkulation der Luft ist sowohl für die Heizung als auch für die Raumtemperatur wichtig. Luftprobleme in der Heizung führen dazu, dass die Anlage ineffizient läuft. Durch das Entlüften Ihrer Heizung schaffen Sie Abhilfe und sparen Heizkosten. Auch das korrekte Lüften der Räume stellt eine effektive Methode dar, um Energie zu sparen. Hierbei gilt: Stoßlüften statt Dauerlüften.

Mit der richtigen Technik beim Heizen mit Gas und Öl sparen

Mehr als 70 Prozent der Haushalte in Deutschland 2021 werden mit Gas oder Öl beheizt, etwa die Hälfte der Heizungen arbeiten mit einer veralteten Technik. Durch die richtige Pflege und Wartung sowie den Austausch von einzelnen Komponenten können Sie beim Heizen mit Öl oder Gas ebenfalls viel erreichen:

1. Heizkurve einstellen: Wichtig beim Heizen mit Gas und Öl ist, dass der Heizkessel die richtige Menge an Wärme abgibt. Neuere Anlagen verfügen über eine Regelungstechnik, die es ermöglicht, dass der Heizkessel in Abhängigkeit zur Außentemperatur Wärme erzeugt. Diese Funktion wird auch Heizkurve genannt und stellt sicher, dass der Kessel das Heizwasser auf eine bestimmte Temperatur bringt – je nachdem, wie kalt oder warm es draußen ist. Ist die Heizkurve gut eingestellt, gibt der Kessel immer die richtige Wärmemenge ab und verbraucht nie mehr als nötig. Ein Heizungsbauer kann die Heizkurve auf Ihren Bedarf einstellen.

2. Thermostatventile sparen Energie: Thermostate an den Heizkörpern regulieren den Durchfluss des warmen Wassers und halten die Raumtemperatur konstant auf dem eingestellten Wert. Mit programmierbaren Thermostatventilen sparen Sie wertvolle Energie: Bis zu zehn Prozent Ihrer Heizkosten können Sie damit einsparen.

3. Hydraulischer Abgleich: Große Wärmeverluste beim Heizen mit Öl oder Gas entstehen, wenn sich das Heizwasser nicht gleichmäßig im Haus verteilt. Hier gibt es ebenfalls eine einfache Maßnahme, mit der Sie viel bewirken können: den hydraulischen Abgleich. Dabei nimmt ein Fachmann die einzelnen Komponenten der Anlage – Heizkessel, Pumpe und Thermostatventile – unter die Lupe und berechnet, wie diese eingestellt werden müssen, damit sich das Heizwasser gleichmäßig verteilt. Der hydraulische Abgleich ist außerdem eine Voraussetzung, wenn Sie für die Sanierung Ihrer Heizung Fördermittel beim BAFA oder der KfW beantragen möchten. Bei einer Heizungsoptimierung erhalten Sie eine Kostenrückerstattung in Höhe von 20 Prozent der Nettokosten.

4. Heizungsrohre dämmen: Je besser Ihr Haus „verpackt“ ist, umso weniger Wärme geht ungenutzt nach außen: Große Wärmeverluste verursachen ungedämmte Heizungsrohre. Wenn Sie Ihre Heizungsrohre isolieren, können Sie im Jahresdurchschnitt fünf bis zehn Prozent an Heizenergie einsparen. Für die Rohrdämmung gibt es gesetzliche Vorgaben, diese sind im Gebäudeenergiegesetz (GEG) festgelegt.

5. Gas – und Ölheizungen brauchen Pflege: Die Öl- oder Gasheizung sollte regelmäßig gewartet werden: Es empfiehlt sich, den Heizkessel nach jeder Heizsaison reinigen zu lassen, da sich sonst eine Staubschicht bildet und das den Verbrennungsprozess beeinträchtigen kann. Durch die regemäßige Wartung stellen Sie sicher, dass die Heizung einwandfrei läuft. Sie können damit Energiekosten von bis zu zehn Prozent einsparen. Einen Fachhandwerker in Ihrer Nähe finden Sie in der Handwerkersuche.

Beim Austausch Ihrer alten Heizung gegen eine neue gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten. Besonders hoch fallen diese aus, wenn Sie erneuerbare Energien einbinden. Was Sie ein Austausch kosten und wie viel Sie durch die Förderung einsparen würden, können Sie ganz einfach mit Online-Tool für Fördermittel herausfinden.

Quelle: Intelligent heizen / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-7840 Fri, 06 May 2022 09:36:48 +0200 Hygiene bei Raumluft und im Sanitärbereich https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/hygiene-bei-raumluft-und-im-sanitaerbereich-7840.html Das Thema Hygiene hat in Zeiten von Corona noch einmal an Bedeutung gewonnen. Hier stehen zum einen Lüftungsanlagen und Klimatechnik im Fokus. Zum anderen spielt Hygiene im Bereich Sanitär sowohl bei der Wasseraufbereitung als auch im Generationenbad weiter eine entscheidende Rolle. Die Luftqualität in Innenräumen und die damit verbundene Auswirkung auf das gesundheitliche Wohlbefinden wird kurzfristig sowie langfristig in der Gebäudeplanung immer wichtiger. Treiber sind die Pandemie, aber auch sich weiter verschärfende Effizienzanforderungen an Wohn- und Nichtwohngebäude.

Lüften reicht nicht

Es ist bekannt, dass die Haupt-Ansteckungsgefahr mit CoV-2-Viren, die die gegenwärtige Covid-19-Pandemie ausgelöst haben, nicht von den Schmierinfektionen ausgeht, sondern über Tröpfchen und Aerosole erfolgt. Damit rückt das Thema Luftreinigung verstärkt in den Blickpunkt.

Tröpfchen und Aerosole dienen Viren als Transportvehikel. Viren können sich bis zu drei Stunden auf diese Weise im Luftraum halten. Der Effekt des Lüftens ist, dass eine möglicherweise virenbelastete Aerosolkonzentration über den Luftaustausch verdünnt wird. Darüber kann die Virenkonzentration dauerhaft aber nicht so verringert werden, dass das Infektionsrisiko signifikant sinkt. Das, was Querlüften nicht schafft, können gemäß der Raumgröße und Personenzahl ausgelegte Luftreiniger erfüllen.

Entwicklungen am Markt

Einige Klimatechnik-Hersteller haben auf Covid-19-Pandemie reagiert und bieten Lösungen zur mobilen Luftreinigung an. Der Filtervorgang ist in mobilen Luftreinigern oft stufenweise untergliedert. Vorfilter halten Grobstoffe ab, um die nachgeschalteten Feinfilter nicht unnötig zu beladen. Der Einbau zentraler Lüftungsanlagen konnte in der augenblicklichen Situation häufig nicht schnell genug umgesetzt werden. Gerade darum gilt es, neue gebäudetechnische Standards zu definieren und zu etablieren, die die technische Luftreinhaltung zumindest in öffentlichen Gebäuden bei Neubau und der Sanierung verpflichtend macht. Je nach Situation kann dies eine Mischung aus mobilen und festinstallierten Lösungen sein.

Verschärfte Effizienzanforderungen

Ein zweiter Treiber für den Bedeutungszugewinn von Raumlufttechnik sind verschärfte Effizienzanforderungen an Wohn- und Nichtwohngebäude. Die neue Ampel-Regierung will schrittweise die Standards für wesentliche Ausbauten, Umbauten und Erweiterungen von Bestandsgebäuden im Gebäudeenergiegesetz (GEG) anpassen, so dass die auszutauschenden Teile dem EH 70 entsprechen. Zum 01. Januar 2025 soll außerdem der Neubau-Standard KfW-EH 40 gelten.

Lüftungsanlagen werden zum Standard

Die Gebäude werden immer dichter ausgeführt. Der Lüftungsbedarf der Menschen aber bleibt – nicht nur, um verbrauchte Luft auszutauschen, sondern auch, um zum Beispiel Luftfeuchte, Gerüche oder Schadstoffe aus der Raumluft zu entfernen. Damit entsteht ein neues Effizienz-Problem, denn wenn heute schon die Wärmeverluste eines Gebäudes zu 50 Prozent auf das Konto von manuellem Lüften geht, dann wird sich dieser Wärmeverlust-Anteil prozentual in Zukunft noch erhöhen. Im Neubau und bei umfassender Sanierung werden Wohnungslüftungsanlagen darum zum Standard.

Hygiene im Sanitärbereich

Im Bereich Sanitär spielt die Hygiene eine große Rolle, etwa bei der Trinkwasser-Bereitstellung. In Trinkwasserleitungen von Wohngebäuden ist der Zirkulationsbetrieb heute der dominierende Betriebszustand bzw. der technische System-Standard. Er dient beispielsweise dazu, die vorgeschriebenen Hygieneanforderungen in Deutschland umzusetzen und zu erfüllen: Wenn zwischen der Erzeugung warmen Wassers und der Entnahmestelle mehr als 3 l Inhalt liegen und Trinkwasseranlagen in Mehrfamilienhäusern mehr als 400 l warmes Wasser speichern, müssen die Systeme regelmäßig auf Legionellen beprobt werden (DVGW Arbeitsblatt W 551). Laut DIN 1988 sollten permanent hohe Temperaturen > 55 °C im System gehalten werden, um einer Legionellenbildung vorzubeugen. Andererseits dient der Zirkulationsbetrieb auch dazu, den Komfort an den Zapfstellen für den Verbraucher zu erhöhen, weil über die Zirkulation sehr schnell warmes Wasser zur Verfügung gestellt wird. Dann sind die Leitungen nicht mehr mit kaltem Wasser gefüllt, das sonst erst abfließen müsste.

Temperatur über Sollwert

Durch einen permanenten Zirkulationsbetrieb bei zugleich geringer Zapfentnahme können allerdings die Warmwassertemperaturen mitunter deutlich über den gewünschten Sollwert steigen, wenn sie mit zentralen Frischwassersystemen kombiniert werden, was mehr und mehr der Fall ist. Bisweilen sind Temperaturen >65 °C in solchen Systemen keine Seltenheit, wie Praxismessungen zeigen.

Leitungsverluste heute gering

Das Problem zu hoher Warmwasser-Temperaturen im Zirkulationsbetrieb ist ein inzwischen auch hausgemachtes. Die Primärtemperatur wird in Pufferspeichern u. a. zur Deckung des Spitzenbedarfs auf min. 70 °C gebracht. Die Wärmeverluste in den Leitungssystemen sind im Neubau heute aber längst nicht mehr so groß wie in alten Bestandsgebäuden – das ist zu begrüßen, schafft aber auch neue technische Herausforderungen, die auf der IFH/Intherm mit Experten beleuchtet, diskutiert und mit Lösungen versehen werden können.

Unerwünschte Effekte

Die Rücklauftemperatur ist in dem oben skizzierten Fall entsprechend hoch und sie stört nicht nur die Temperaturschichtung im Pufferspeicher empfindlich. In der Folge kann sie auch die Funktionalität des Wärmeerzeugers einschränken oder seine Effizienz mindern. Wärmepumpen bspw. schalten dann sogar oft auf Störung. Nebenbei steigt das Verkalkungsrisiko bei hohen Umlauftemperaturen deutlich an und der eigentlich gewünschte Warmwasserkomfort, den der Zirkulationsbetrieb bewirken soll, wird gleich wieder egalisiert, was konkret beim Duschen passiert: Der Nutzer muss zunächst während des Warmwasserbezugs wegen zu heißen Wassers kaltes Wasser zumischen, während das System parallel nachgeregelt, um den Sollwert zu erreichen, aber aufgrund der eingestellten Zumischung dann zu kalt ausfällt, so dass der Nutzer ein zweites Mal nachregeln muss, dieses Mal heiß. Das eigentliche Problem in diesen zirkulationsbasierten Systemen in Verbindung mit zentralen Frischwasserstationen liegt in der trägen Regelung. Sie reagiert nur, statt vorausschauend zu agieren.

Hygiene und Komfort im Badezimmer

Corona hat das Thema berührungslose Armaturen aktuell gemacht. Diese sind seit vielen Jahren z.B. in Hotels, in der Gastronomie, in Einkaufshäusern und in Firmenzentralen zu finden. Sie versprechen an diesen stark frequentierten Orten mehr Sauberkeit und Hygiene, da Kontakte an den Armaturen entfallen. In Corona-Zeiten wachsen hierfür nochmal das Bewusstsein und die Wahrnehmung. Darüber hinaus bieten berührungsfreie Armaturen auch starke Design- und Ausdrucksmöglichkeiten in Richtung Wertschätzung von Kunden, Mitarbeitern und Gästen. Im privaten Bereich mit wenigen Kontakten an einer Zapfstelle werden sie vermutlich weiter die Ausnahme bleiben, doch möglicherweise wächst auch hier im Zuge der Pandemie das Interesse.

mh

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Lüftung & Klima
news-7839 Fri, 06 May 2022 08:51:26 +0200 Zwei Jahre fehlender Austausch nachgeholt https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/zwei-jahre-fehlender-austausch-nachgeholt-7839.html Vor kurzem ging die Messe IFH/Intherm zu Ende. Vier Tage lang herrschte auf dem Messegelände Nürnberg energiegeladene Aufbruchsstimmung. Nach der pandemiebedingten Pause konnten sich Handwerk, Handel und Industrie Ende April 2022 endlich wieder treffen, Produkte anfassen und ausprobieren, intensive Gespräche führen und Geschäfte von Mensch zu Mensch tätigen. Die Herausforderungen für die Gesellschaft und die SHK-Branche sind enorm. Die Corona-Krise hält an und zu den langfristigen Themen der Branche wie Fachkräftemangel und Energiewende kommen nun noch Gaskrise, Lieferengpässe und Inflation hinzu. „Wenn man den Blick auf die aktuellen gesellschaftlichen Umbrüche richtet, wird klar, dass ein Umdenken stattfinden muss. Ein ›Weiter so wie bisher‹ ist für uns alle nicht mehr möglich. Direkte Gespräche auf Augenhöhe sind jetzt besonders wichtig, um gemeinsam neue Lösungsansätze zu finden und die Umsetzungsmöglichkeiten auszuloten“, sagt Dieter Dohr Geschäftsführer der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, der Veranstalterorganisation der IFH/Intherm. „Mit der Messe bieten wir das qualitative Netzwerk für die SHK-Branche in Präsenz, das mittlerweile weit in die virtuelle Welt hineinreicht und den Radius über das Messegelände in Nürnberg hinaus erweitert.“

Mit diesem verstärkten Netzwerkgedanken rückt die IFH/Intherm alle Marktpartner in den Fokus. Handwerk und Großhandel konnten sich direkt bei ihren Ansprechpartnern der Industrie über neue Produkte und Trends informieren und austauschen. 341 Aussteller haben die IFH/Intherm als Gelegenheit wahrgenommen, um ihre neuen Lösungen vorzustellen, Reaktionen einzufangen und Feedback zu bekommen.

Zum Glück wieder Messe

„Das Zufriedenheitsgefühl bei Herstellern und Handwerk auf der IFH/Intherm ist überwältigend“, meint Dr. Wolfgang Schwarz, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes SHK Bayern. „Das Konzept Messe begeistert wieder. Viele haben mit dem Erleben der IFH/Intherm erst begriffen, was sie so lange vermisst haben.“ Und Wolfgang Becker, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes in Baden-Württemberg ergänzt: „Die Stimmung war großartig und mit den Besucherzahlen sind wir ebenfalls mehr als glücklich. Wir hatten die Hoffnung, dass viele Menschen bei dieser Messe zusammenkommen. Alles über 20.000 Besucher hätte mich schon glücklich gemacht. Dass es nun 29.600 Besucher geworden sind, ist fantastisch. Noch glücklicher machen mich aber die positiven Rückmeldungen aller Beteiligten. Was wir hier erlebt haben, geht weit über reine Zahlen hinaus und wird Einfluss auf die gesamte SHK-Messebranche haben.“

Kommunikation und Wissensvermittlung sind entscheidend

Um neben den vielen Entscheidungsträgern vor Ort noch mehr Menschen zu erreichen, nutzte ein zunehmender Anteil an Ausstellern die IFH/Intherm für ihre Content-Produktion und erweiterte die Beteiligung weit über die Messelaufzeit hinaus virtuell. So hat sich Georg Fischer zum Beispiel zum ersten Mal mit einem neuen Messekonzept präsentiert. „Wir sind in diesem Jahr mit einem komplett neuen Netzwerkgedanken auf die Messe gekommen. Messe ist für uns heute Event und Community. Mit unserem Standkonzept haben wir unsere analoge Präsenz auf der IFH/Intherm mit der digitalen Welt verbunden und so ein neues Messeerlebnis geschaffen, von dem wir nachhaltig die nächsten Monate noch profitieren“, erklärt Marketingleiter René Habers. Produziert wurde live auf der Messe im Podcast und TV-Studio, teils in hybriden Veranstaltungen mit zugeschalteten Experten. Zu hören und zu sehen sind die Beiträge noch über die IFH/Intherm hinaus, individuell und rund um die Uhr abrufbar.

Das Fazit des Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie fällt positiv aus. Präsident Uwe Glock bringt es auf den Punkt: „Die IFH/Intherm war ein erfrischender Neuanfang der Präsenzmessen für die SHK-Branche. Viele Entscheider der deutschen Heizungshersteller zeigten durch ihre Teilnahme Interesse an der Top-Messe IFH/Intherm und nutzten sie erfolgreich für persönliche Kontakte mit dem Handwerk.“

mh

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Dämmung & Fenster
news-7838 Fri, 06 May 2022 08:38:17 +0200 Die richtige Flächenheizung finden https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/die-richtige-flaechenheizung-finden-7838.html Der Flächenheizungsfinder ist ein nützliches Tool für Praktiker in der Energieberatung. Er zeigt den Weg zu den vielfältigen Möglichkeiten für Fußboden, Wand, Decke und Außenbereiche. Mehr als jedes zweite Ein- und Zweifamilienhaus wird heute bereits mit einer Flächenheizung ausgestattet. Wirtschaftlicher und energieeffizienter Betrieb, thermische Behaglichkeit und ideale Systemtemperaturen für die Nutzung von Wärmepumpen und erneuerbarer Energien sind die Gründe bei der Entscheidung. Neben der Heizfunktion bietet sich darüber hinaus für die Sommermonate die „stille“ Flächenkühlung über das vorhandene Flächenheiz- und Kühlsystem an. Doch auch für den Außenbereich gibt es zahlreiche Lösungen. Um das richtige System für das Projekt zu finden und mängelfrei zu installieren, müssen bei der Planung und Herstellung einige Aspekte berücksichtigt werden und die Einschaltung von Fachunternehmen wird zwingend empfohlen. Hierbei hilft der Flächenheizungsfinder des Bundesverbands Flächenheizungen und Flächenkühlungen BFV e.V.

Unter www.flaechenheizung.de stellen sich ca. 50 spezialisierte Unternehmen mit ihren Kompetenzen vor. Damit werden an einer Stelle für alle denkbaren Anforderungen und Anwendungen passende Anbieter aufgezeigt. Über eine Filterfunktion hat der Nutzer die Möglichkeit, für sein spezielles Projekt schnell und einfach passende Unternehmen mit Kontaktdaten und weiterführenden Informationen zu finden. Gleich, ob Neubau oder Modernisierung, elektrisch oder wasserbasiert, die Suche lässt sich passgenau gestalten.

Abgefragt werden beispielsweise die Höhe des Fußbodenaufbaus und ob ein Nass- oder ein Trockenaufbau gewünscht wird. Spezielle Anwendungen wie Bäder, Freiflächen oder Kühldecken finden genauso Erwähnung wie Komponenten für Steuerung, Verrohrung oder unterschiedliche Materialien für Systemplatten. Auch Planungs- und Montageservice sind aufgeführt. So lässt sich die Lösung für die Flächenheizung schnell, individuell und objektbezogen mit einem kompetenten Partner planen.

Vier Flächen, 74 Kriterien

Nachdem der Flächenheizungsfinder in den vergangenen zwei Jahren bereits intensiv genutzt wurde, hat der BVF e. V. nun eine überarbeitete Version des Finders vorgestellt.

Was ist neu?

  • Vier unterschiedliche Finder für Boden, Wand, Decke und Außenfläche

Der Nutzer bekommt die Möglichkeit zu selektieren für welche Fläche er ein Heiz- und/oder Kühlsystem sucht. Hier werden Boden, Wand, Decke sowie Außenflächen als Auswahlmöglichkeiten angeboten.

  • Mehr spezifische Kriterien und Kategorien in jedem Bereich

Je nach selektiertem Bereich werden in der neuen Version die Kriterien angepasst, d. h. beispielsweise, dass die verschiedenen Arten der Decklage nur bei den Deckensystemen auswählbar sind oder die Aufbauhöhe beim Boden anders dimensioniert ist.

  • Übersichtlicher Aufbau mit Abfrage der Kriterien oberhalb der Ergebnisliste

Nach Auswahl jedes Kriteriums wird die Ergebnisliste angepasst, d. h. dem Nutzer steht sofort eine Auswahl zu seiner Suche zur Verfügung.

Die Systeme der Flächenheizung und -kühlung decken ein vielfältiges Anwendungsspektrum ab und können bei entsprechender konstruktiver Ausgestaltung auch in der Altbausanierung eingesetzt werden. Daher ist der Punkt Modernisierung ein elementares Kriterium bei Boden, Wand und Decke.

mh

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Heizung & Warmwasser
news-7837 Thu, 05 May 2022 14:10:44 +0200 Mit elektrischen Flächenheizungen zur Klimaneutralität https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/mit-elektrischen-flaechenheizungen-zur-klimaneutralitaet-7837.html Am 22. und 23. Juni findet in Bad Nauheim das BVF Symposium 2022 statt. Das diesjährige Symposium zeigt, dass Niedrigtemperatursysteme der Flächenheizungen und -kühlungen in Kombination mit den richtigen Wärmeerzeugern und der Nutzung regenerativer Energien ein wesentlicher Bestandteil auf dem Weg zum klimaneutralen Gebäudebestand sind. Zu Beginn referiert Prof. Dr.-ing. Bert Oschatz vom ITG Dresden. In der ersten Studie 2019 des ITG Dresden konnte aufgezeigt werden, dass die modernen elektrischen Flächenheizungen in hochwärmegedämmten Gebäuden mit Photovoltaik eine gute Alternative zu anderen gängigen Heizsystemen darstellen und wirtschaftlich sind. Mit der neuen ITG Studie aus 2022 zeigen Prof. Oschatz und der BVF nun auf, welchen Beitrag das all electric building inklusive elektrischer Flächenheizungen zur Klimaneutralität in den Jahren 2020-2050 beitragen kann. In diesem Zusammenhang wird auch der Nachweis geführt, das erneuerbare Energien weit mehr als 65 Prozent des Nutzwärmebedarfs in diesen modernen Gebäuden abdecken können. Fossile Energien werden in dieser technischen Konzeption nicht mehr benötigt.

Ergänzt werden die Ergebnisse der Studie um Praxisdaten der elektrischen Flächenheizung im all electric building, präsentiert von Markus Gundendorfer von der my-PV GmbH.

Wassergeführte Flächenheizung

Die wassergeführte Flächenheizung beleuchtet Prof. Oschatz in einem weiteren Vortrag mit Blick auf Industrie- und Lagerhallen. Hier skizziert er die Möglichkeiten, diese mit erneuerbaren Energien zu beheizen und erläutert, welche Faktoren wesentlichen Einfluss auf den Gesamtenergiebedarf nehmen. Ein spannendes Thema, das unter Einbezug verschiedener Normen und Berechnungsmöglichkeiten auch im Hallenbau Möglichkeiten bietet, Niedrigtemperatursysteme und damit erneuerbare Energien einzusetzen.

Flächenheizung und -kühlung in Kombination

Im weiteren Verlauf des BVF Symposiums referiert Prof. Thomas Giel von der Hochschule Main zu verschiedenen Aspekten rund um Flächenheizung und Flächenkühlung. Stichworte sind hier u. a. die Kombination mit kalten Nahwärmenetzen oder Wärmepumpen, Sanierungslösungen für den Gebäudebestand sowie thermische Behaglichkeit. Zudem werden Praxisbeispiele für energetische Sanierung mit wassergeführten Systemen von BVF Mitgliedsunternehmen vorgestellt.

BVF Award 2022

Auf dem BVF Symposium wird auch der BVF Award vergeben. Mit dem Award werden Produkte, Projekte oder Personen ausgezeichnet, die richtungs- und zukunftsweisend für die Flächenheizung und -kühlung sind. Auch für den BVF Award 2022 gibt es wieder eine Vielzahl von Nominierungen, die spannende Produkte und Projekte zeigen. Alle Infos und Anmeldung finden Sie hier.

Quelle: BVF / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-7836 Thu, 05 May 2022 13:39:24 +0200 Sanierungen lohnen sich mehr denn je https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/sanierungen-lohnen-sich-mehr-denn-je-7836.html Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) hat gemeinsam mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) eine Studie zur Wirtschaftlichkeit von Sanierungsmaßnahmen veröffentlicht. Fazit: Energetische Modernisierungen lohnen sich mehr denn je. „Die Neubewertung von Maßnahmen zur energietechnischen Modernisierung ist eindeutig: Auf Basis aktueller Energiepreise und trotz hoher Baupreise und anziehender Zinsen ist die Entscheidung, zu modernisieren, sinnvoller denn je. Die energietechnische Modernisierung von Wohngebäuden ist ein ökonomisch und ökologisch sinnvoller Schritt, der die EigentümerInnen von Wohngebäuden zudem von den Risiken stark volatiler Energiepreise entlastet“, sagt Dr. Eberhard Hinz, der die Studie gemeinsam mit Dr. Andreas Enseling vom Institut Wohnen und Umwelt (IWU), im Auftrag der DENEFF verfasst hat.

„De facto kann sich angesichts aktueller Heizkosten und gleichzeitig attraktiver Förderung niemand mehr leisten, nicht zu sanieren“, sagt Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der DENEFF. Umso unverständlicher sei es, dass das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) seit der Veröffentlichung des Entlastungspakets hier noch keine Taten habe folgen lassen und notwendige und naheliegende Maßnahmen weiter aufschiebe. Dazu gehöre die Vertagung der geplanten ersten Novelle des Gebäudeenergiegesetzes auf das Sommerpaket, wodurch wichtige Energiesparpotenziale unangetastet blieben.

Planungssicherheit für Verbraucher*innen

Auch bei entscheidenden Weichenstellungen wie der Einführung von Mindeststandards zur Sanierung der schlechtesten Gebäude mit den höchsten Energierechnungen seien bislang keine Fortschritte erkennbar, an denen der Markt sich orientieren könne, moniert die DENEFF. Hier lägen aber die großen Einsparpotenziale und unter Stakeholdern herrsche große Einigkeit, dass diese schnell eingeführt werden sollten. Gleiches gelte selbst für schnell umsetzbare Effizienzanforderungen für bestehende Heizungsanlagen.

Die Studie zeigt unter anderem deutlich, dass sich selbst Sanierungen auf ambitionierte Effizienzhausniveaus in allen untersuchten Baualtersklassen der Ein- und Zwei-Familienhäuser durch die aktuellen Fördermöglichkeiten absolut lohnen. Die Förderung bleibe wichtig, um bei den Anfangsinvestitionen ambitionierte und klimazielkompatible Maßnahmen zu unterstützen. „Die Bundesregierung muss die Fördermittel deutlich und langfristig zuverlässig aufstocken. Das schaffte mehr Planungssicherheit für Verbraucher*innen, wäre gut fürs Klima und führte zu mehr Energieunabhängigkeit Deutschlands“, sagt Dr. Thomas Engelke, Leiter des Teams Energie und Bauen beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).

Quelle: DENEFF / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7835 Wed, 04 May 2022 10:24:02 +0200 Durch Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften zu günstigeren Strompreisen https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/durch-erneuerbare-energie-gemeinschaften-zu-guenstigeren-strompreisen-7835.html Das Konzept Energy Sharing ermöglicht es Nutzer*innen, Wind- und Photovoltaikanlagen zu errichten und den erzeugten Strom gemeinschaftlich über das Verteilnetz zu nutzen. Wie so ein Szenario aussehen würde, hat das Bündnis Bürgerenergie (BBEn) in einem Konzeptpapier dargelegt. Die Forscher*innen des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) haben auf der Grundlage des Konzeptpapiers nun eine Potenzialstudie für Energy Sharing vorgelegt. Sie errechneten die möglichen Potenziale von Energy Sharing sowohl für den Ausbau erneuerbarer Energien als auch für die Teilhabe von Bürger*innen. Darüber hinaus zeigt die Studie den volkswirtschaftlichen Nutzen und schätzt Kosteneffekte für Stromverbraucher*innen ab.

Die Studie kommt zum Ergebnis, dass 90 Prozent aller Haushalte in Deutschland mit vergünstigtem Energy-Sharing-Strom versorgt werden könnten. Wird angenommen, dass Privatpersonen mindestens zwölf Prozent der Investitionskosten für die Anlagen in ihren Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften beisteuern, ergeben sich private Investitionen in Höhe von 6,5 Milliarden bis 12,8 Milliarden Euro. Jede Person wäre so im Durchschnitt mit rund 100 bis 200 Euro selbst an den Anlagen beteiligt.

Zudem konnten die Wissenschaftler*innen vom IÖW belegen, dass die verbrauchsnahe Energieerzeugung entlastend auf die Stromnetze wirken kann – insbesondere, wenn ein Anreiz für eine Lastverschiebung geschaffen wird, also dass der grüne Strom vor allem zu den Zeiten verbraucht wird, wenn die Erneuerbare-Energien-Anlagen ihn erzeugen.

Energy Sharing schafft breite Bürgerbeteiligung und Unabhängigkeit von Energieimporten

„Eine erfolgreiche Energiewende kann nur erreicht werden, wenn die Bürger*innen eingebunden werden. Die Menschen müssen von neuen Solar- und Windanlagen in ihrer Region profitieren“, sagt Energieexpertin Dr. Astrid Aretz vom IÖW. „Der Krieg Russlands in der Ukraine hat uns allen vor Augen geführt, wie wichtig eine unabhängigere Energieversorgung ist. Energy Sharing kann der entscheidende Baustein sein, um den Menschen die Möglichkeit zu einer selbstbestimmten Energieversorgung zu bieten“, ergänzt Katharina Habersbrunner, Vorständin im Bündnis Bürgerenergie.

Die Bundesregierung hat sich vorgenommen, bis 2030 einen Anteil von 80 Prozent erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch zu erreichen. „Für diese hohen Zubauraten innerhalb kürzester Zeit braucht es die Akzeptanz und Investitionsbereitschaft der Menschen vor Ort. Energy Sharing ist dafür das perfekte Instrument“, ist Carolin Dähling überzeugt, stellvertretende Bereichsleiterin Politik und Kommunikation bei Green Planet Energy. „Mit Energy Sharing können alle Bürger*innen durch verringerte Stromkosten vom Ausbau erneuerbarer Energien in ihrer Region profitieren, selbst wenn sie nur über geringe Mittel für eine finanzielle Beteiligung oder kein eigenes geeignetes Dach verfügen“, ergänzt Felix Schäfer, Vorstand der Bürgerwerke.

Umsetzung ist durch europäisches Recht geboten

Die Europäische Union hat Energy Sharing bereits 2019 in der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (Art. 22) mit einer Umsetzungsfrist bis Mitte 2021 verankert. Die neue Bundesregierung hat sich folgerichtig die Umsetzung von Energy Sharing in den Koalitionsvertrag geschrieben. Der regulatorische Rahmen muss jetzt geschaffen werden, damit sich Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften bilden und wirtschaftlich arbeiten können. Diese sollten das Stromnetz nutzen können und einen finanziellen Vorteil erhalten, wenn sie selbst erzeugten Strom aus „ihrer“ Anlage zeitgleich und regional verbrauchen.

Quelle: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7834 Wed, 04 May 2022 09:13:07 +0200 Schieflage bei Gebäudeförderung beenden https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/schieflage-bei-gebaeudefoerderung-beenden-7834.html Das Heizen in den bestehenden Gebäuden gehört zu den größten Klimagas-Verursachern in Deutschland. 60 Prozent aller Fördermittel flossen in der Vergangenheit in den Neubau. Eine Novelle des BEG sollte daher den Fokus klar auf die Wärmewende im Bestand legen. „Nur wenn wir die Weichen so stellen, dass der Gebäudebestand modernisiert und die Gas- und Ölheizungen ausgetauscht werden, können wir Klimaneutralität im Gebäudesektor erreichen und uns von importiertem Erdgas unabhängig machen“, erklärt ifeu-Geschäftsführer Dr. Martin Pehnt.

Denn den knapp 20 Millionen bestehenden Wohngebäuden und 2 Millionen beheizten Nichtwohngebäuden in Deutschland stehen jährlich nur 110.000 Wohnneubauten und gut 11.000 beheizte neue Nichtwohngebäude gegenüber. Aktuelle Zahlen zeigen, dass in der Vergangenheit 60 Prozent aller Fördermittel in den Neubau gegangen sind. „Mit so einer Schieflage in der Gebäudeförderung können wir die größten CO2-Emittenten nicht erreichen“, sagt Pehnt. Die jetzt von der Bundesregierung neu beratene „Bundesförderung Effiziente Gebäude“ (BEG) müsse massiv in die Gebäudesanierung umgelenkt werden.

Förderung im Gebäudebestand sichert soziale Akzeptanz der Wärmewende

Im Gebäudebestand seien die Sanierungsraten weiter viel zu gering und der Klimaschutz komme kaum voran. „Die Fokussierung der Förderung auf den Gebäudebestand sichert gleichzeitig soziale Akzeptanz und Bezahlbarkeit der Wärmewende“, erklärt Pehnt.

Der Gesetzgeber müsse darum mit dem Tabu brechen, wonach gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen nicht gleichzeitig gefördert werden dürfen, wie es bisher der Fall ist. „Angesicht der hohen notwendigen Investitionen ist es unabdingbar, im Gebäudebestand gleichzeitig die richtigen Vorgaben für den Klimaschutz zu machen und die Umsetzung finanziell zu fördern“, sagt Pehnt. „Außerdem schlagen wir eine ganze Reihe neuer Akzente in der BEG vor.“

Das ifeu fordert im Einzelnen (Auswahl):

  • Die BEG sollte langfristig mit gesetzlich garantierten Mitteln ausgestattet sein und so Planungssicherheit für Gebäudeeigentümer*innen und Marktakteure schaffen.
  • Fokussierung der Neubauförderung auf die Bereitstellung von Wohnraum für benachteiligte Bevölkerungsschichten, beispielsweise begrenzt auf die Förderung sozialen Wohnraums oder Neubau in schwierigen Lagen.
  • Eine deutliche Reduktion der Anzahl unterschiedlicher Fördersätze und -boni sowie eine weitestgehende Vereinfachung erscheint sinnvoll: das schafft Transparenz, erleichtert die Kommunikation und reduziert Transaktionskosten bei Fördermittelgeber und -empfänger*innen.
  • Die Fördersätze für alle Einzelmaßnahmen sollten vereinheitlicht werden. Denn Effizienzmaßnahmen an der Gebäudehülle und der Anlagentechnik erhalten derzeit signifikant niedrigere Förderquoten. Das ifeu schlägt eine Basis-Förderquote von 30 bis 35 Prozent für alle Fördertatbestände vor. Durch eine Anpassung der Fördersätze wird auch erreicht, dass Gebäude durch Dämmung, Austausch von Heizkörpern und hydraulischen Abgleich „NT ready“ (Niedertemperatur) werden. Dies betrifft insbesondere die Förderquote für Biomasse-Heizungen, die auch wegen der Nutzungskonkurrenz bei Holz und anderen Biomassen abgesenkt werden sollte.
  • Zur Sicherstellung des effizienten Betriebs von Wärmepumpen sollte die Einführung eines Qualitätsnachweises bei der Inbetriebnahme sowie eine Überprüfung nach einem Jahr erfolgen.
  • Der Öltauschbonus sollte durch einen „Problemgebäudebonus“ z. B. für Einzelöfen und Etagenheizungen ersetzt werden.
  • Ein sozialer Förderbonus sollte bei einem hohen Anteil mietpreisgebundener Wohnungen oder bei Mietpreisobergrenzen geschaffen werden.
  • Suffizienz-Elemente und Maßnahmen zur Förderung einer Kreislaufwirtschaft und klimafreundlicher Materialien sind in die Förderung aufzunehmen.
  • Ein flankierendes Kredit-Programm sollte den Zugang zu zinsarmem Kapital auch ohne Hausbankenprinzip zulassen, um auch finanzschwächeren Haushalten eine Modernisierung zu ermöglichen.

Die vollständige Stellungnahme des ifeu für den „Ausschuss Klimaschutz und Energie Gebäudeförderung: Zielkompatibel, langfristig planbar und kurzfristig wirksam gestalten“ gibt es hier zum Download.

Quelle: ifeu / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7833 Tue, 03 May 2022 16:41:21 +0200 Angenehme Raumtemperaturen im Sommer https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/angenehme-raumtemperaturen-im-sommer-7833.html Alte, energetisch schlechte Gebäude lassen Innenräume im Hochsommer schnell aufheizen. Dauerhaft hohe Raumtemperaturen belasten die Gesundheit und senken die Produktivität. Mit Maßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz lässt sich diese Entwicklung abmildern. Eine gute Dämmung von Dach und Wänden schützt das Haus nicht nur im Winter vor Wärmeverlusten, sondern senkt gemeinsam mit gut verschatteten Fenstern auch den Eintrag sommerlicher Hitze. Für zusätzliche Abkühlung sorgt eine Lüftung des Hauses in den Nacht- und Morgenstunden, wenn die Außentemperaturen noch niedrig sind.

„Die Hauptursache für sommerliche Hitze bleibt zwar die ungehinderte Sonneneinstrahlung durch große Fensterflächen. Sommerwärme dringt aber auch durch das ungedämmte Dach ins Haus. Besonders effizient, sicher und Komfort bringend ist daher eine Dachdämmung mit Mineralwolle. Neben der hohen Dämmwirkung schützt dieser nichtbrennbare Dämmstoff zugleich vor Lärm“, sagt Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

Gutes Klima, bessere Energiebilanz

Eine gut gedämmte Gebäudehülle ist somit auch Voraussetzung für einen guten sommerlichen Wärmeschutz. Dabei gilt: Je niedriger der U-Wert, also je besser das Außenbauteil gedämmt ist, desto besser ist der sommerliche Wärmeschutz. So ist zum Beispiel der Wärmeeintrag durch eine nur leicht gedämmte Altbau-Dachfläche mit einem U-Wert von 0,7 W/(m²·K) ca. fünf Mal höher als durch eine moderne, gut gedämmte Dachfläche mit dem für Effizienzhäuser üblichen niedrigen U-Wert 0,14 W/(m²·K).

Eine Mineralwolldämmung trägt im Sommer dazu bei, Temperaturschwankungen auszugleichen bzw. den Wärmeeintrag ins Gebäude zu reduzieren. Das verbessert nicht nur die Behaglichkeit, sondern schont auch Klima und Geldbeutel. Während die Dämmung aus Glas- oder Steinwolle im Winter die benötigte Heizenergie senkt, hilft sie im Sommer, den Betrieb von Klimaanlagen und damit Energiekosten sowie den CO2-Ausstoß zu minimieren oder ganz zu vermeiden.

Quelle: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7832 Tue, 03 May 2022 16:10:00 +0200 Nachfrage nach erneuerbaren Heizsystemen stieg https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/nachfrage-nach-erneuerbaren-heizsystemen-stieg-7832.html Die Nachfrage nach regenerativen Heizungssystemen stieg im ersten Quartal 2022 rapide an, wie der DAA WärmeIndex zeigt. Gleichzeitig nahm das Interesse an fossilen Heizungssystemen deutlich ab. Wie der DAA (Deutsche Auftragsagentur) WärmeIndex zeigt, hängt das Interesse an erneuerbaren beziehungsweise fossilen Heizungssystemen eng mit politischen Entwicklungen zusammen. Im Zuge der wachsenden Spannungen zwischen Russland und der Ukraine stieg das Interesse an den regenerativen Heizungssystemen Wärmepumpe, Solarthermie und Pelletheizung bereits eklatant an. Als die Krise sich in Kalenderwoche 7 weiter zuspitzte, ließ die ohnehin geringere Nachfrage nach fossil betriebenen Systemen nochmals nach. Nach der Eskalation des Konfliktes in Kalenderwoche 8 stieg das Interesse an erneuerbar betriebenen Heizungssystemen noch weiter.

Hohe Energiepreise und vorgezogenes Heizungs-Austauschprogramm

Neben den stark gestiegenen Energiepreisen für Gas und Öl können zudem energie-politische Entscheidungen das zunehmende Interesse an erneuerbar betriebenen Heizungssystemen verstärkt haben. Mit dem „Energie-Entlastungspaket“ vom 24.0 März 2022, der angekündigten „Wärmepumpen-Offensive“ sowie dem vorgezogenen Termin der Pflicht zum Heizungstausch von 2025 auf 2024 betonte auch die Politik die Dringlichkeit – die zudem durch die im Rahmen der Diskussion um Sanktionen über-deutlich gewordene Abhängigkeit von russischem Gas und Öl in den Fokus gerückt ist.

Im ersten Quartal 2022 stieg im Vergleich von Kalenderwoche 13 zu Kalenderwoche 1 die Nachfrage nach Wärmepumpen mit rund 783 Prozent am stärksten an, gefolgt von den regenerativen Systemen in Gänze mit rund 509 Prozent. Solarthermie verzeichnete einen Anstieg um 368 Prozent. Die Nachfrage nach Gasheizungen hingegen wuchs um rund 53 Prozent, die nach Ölheizungen um 7 Prozent.

Über den WärmeIndex

Der DAA WärmeIndex stützt sich auf die Online-Nachfrage nach sowohl regenerativ als auch fossil betriebenen Heizungssystemen und wird von DAA aus Hamburg erhoben. DAA ist einer der größten deutschen Online-Dienstleister und Portalbetreiber für regenerative Energietechnik und ist auf Anfragen zu den Themen Heiztechnik, Photovoltaik, Sanierung und Energieeffizienz spezialisiert.

Der DAA WärmeIndex basiert auf den Anfragen nach Heizungssystemen, die auf den Portalen von DAA abgegeben wurden. Für die mit fossilen Brennstoffen betrieben Systeme betrachtet DAA hierfür die Öl- und Gasheizung, für die mit erneuerbaren Energien betriebenen Heizungen hingegen Wärmepumpe, Solarthermie und Pelletheizung. Der DAA WärmeIndex gibt damit Aufschluss über das aktuelle Interesse an erneuerbar und fossil betriebenen Heizungssystemen, stellt diese gegenüber und gewährt Einblicke in den Markt.

Quelle: DAA / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-7831 Mon, 02 May 2022 13:41:46 +0200 Wirtschaftlich, ökologisch und Kinderlärm gewachsen https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/wirtschaftlich-oekologisch-und-kinderlaerm-gewachsen-7831.html Der natürliche und wohngesunde Baustoff eignet sich gut für den Bau von Kindertagesstätten oder Schulen. Im rheinland-pfälzischen Urmitz entstand eine Kita mit Leichtbeton-Mauersteinen. Die neue Kindertagesstätte in der Verbandsgemeinde Weißenthurm befindet sich am Ortsrand, der Rhein ist in nächster Nähe. Dazu ist das beliebte Naherholungsgebiet des „Örmser Rings“ ebenfalls in direkter Nachbarschaft. Dank des offenen Konzepts werden in der Kita bis zu 115 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren betreut.

Für die Planung und Umsetzung war Dipl.-Ing. (FH) Architekt Peter Meurer verantwortlich. Die Verbandsgemeinde beziehungsweise der Architekt setzten keine auffällige „Villa Kunterbunt“ auf das Baugrundgrundstück, sondern entschieden sich für einen unauffälligen eingeschossigen Flachbau in unregelmäßiger Rechteckform. Dieser gibt sich eher an den Außenanlagen als Kindertagesstätte zu erkennen, als durch das Gebäude selbst. In Massivbauweise errichtet, mit einem leicht erdfarben abgetönten Putz und einigen in markantem Grün gehaltenen Bauteilen ist dennoch klar, dass es sich dabei weder um ein Wohngebäude noch um einen Gewerbebau handelt.

Klar Architektursprache

Das Gebäudekonzept ist auch für Laien gut ablesbar: Ein Gebäudeeinschnitt auf der Zugangsseite markiert die Eingangssituation und schafft einen witterungsgeschützten Vorbereich. Die Gruppenräume sowie der Mehrzweckraum sind durch farbige vorspringende Einrahmungen rund um die Fensterflächen betont. Zwischen den Gruppenräumen sorgen Terrasseneinschnitte für eine räumliche Gliederung. Mit Lärchenholzdielen am Boden, an den Wänden und der Decke heben sie sich leicht von der dezenten Fassadenfarbe ab. Als witterungsgeschützte Freiräume erweitern sie dabei die Gruppenräume. Der Grundriss ist gekennzeichnet durch eine langgestreckte Mittelachse, der beidseitig je ein zweiachsiger Gebäudekomplex angesetzt ist. Das geht zwangsläufig in die Breite, doch dem Flachdach aufgesetzte Oberlichter ermöglichen auch innerhalb des Gebäudes eine hervorragende natürliche Belichtung der „Spielflure“. Das alles ist sehr stimmig und im hohen Maße kosteneffizient.

Kosten sind relativ

Besonders bei öffentlichen Kostenträgern hat sich mittlerweile die Erkenntnis durchgesetzt, dass neben den Baukosten besonders auch die Betriebs- sowie Entsorgungskosten die Wirtschaftlichkeit einer Baumaßnahme entscheidend bestimmen. Monolithische Bauweisen sind daher gegenüber Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) zunehmend die erste Wahl. So auch hier, wo sich Architekt und Verbandsgemeinde für eine monolithische Bauweise mit regional hergestellten Leichtbetonsteinen von KLB Klimaleichtblock entschieden. Und damit regional nicht nur im Hinblick auf die Produktion, sondern auch auf den Rohstoff-Bezug: Denn im heimischen Neuwieder Becken befindet sich eines der größten Abbaugebiete für Bims, der für die Stein-Herstellung verwendet wird.

Wärmetechnisch und bauphysikalisch ein Primus

Der für das Außenmauerwerk verwendete „KLB-Plan-Block SW1“ ist ein sogenannter Wärmedämmblock, der über eine herausragende Wärmeleitfähigkeit von λR ≥ 0,10 W/(mK) verfügt. Je nach Rohdichte- und Festigkeitsklasse ermöglicht er so den Bau monolithischer Außenwände, die den GEG-Anforderungen an Effizienzhäuser entsprechen. Mit einer Steinstärke von 42,5 cm, 15 mm Innenputz sowie 20 mm konventionellem Silikatputz an der Außenfläche, erreichen die Außenwände der Kindertagesstätte einen U-Wert von 0,23 W/(m2K). Grundlage hierzu ist die Verlegung der Steine in KLB-Dünnbettmörtel, der Wärmebrücken über Fugen auf ein Minimum reduziert. In Kombination mit dreifachverglasten Holz-Aluminiumfenstern und einem hochwärmegedämmten Flachdach sind somit niedrige Energiekosten sichergestellt. Ein weiteres Entscheidungskriterium für den Leichtbeton-Mauerstein war seine hervorragende Putzanhaftung, die eine gute Weiterverarbeitung ermöglicht und aufgrund der hohlraumfreien Anhaftung auch bauphysikalisch mit hoher Sicherheit überzeugt. Durch die Verwendung von Sonderbauteilen, wie zum Beispiel Fertigteilstürzen oder Deckenabmauerungssteinen, wurde die Systemsicherheit in Bezug auf Wärmebrücken oder Spannungsrisse durch Materialwechsel weiter erhöht.

Ein schlüssiges Materialkonzept

Ein Großteil der Innenwände ist in einer Stärke von 24 cm tragend ausgeführt. Nämlich vor allen Dingen dort, wo Schallschutz gefordert war: zwischen den Gruppen- und Mehrzweckräumen. Vereinzelt finden sich auch leichtere, nichttragende Trennwände mit 11,5 cm Wandstärke. Die Innenwände ebenfalls mit KLB-Mauersteinen auszuführen lag auf der Hand: Denn mit den verwendeten KLB-Plan-Schalldämmblöcken erreichen die Innenwände bei einer Druckfestigkeit fk von 10,0 NM/m2 respektable Schalldämmwerte Rw von bis zu 62,5 dB. Das sind starke Argumente für den Wandbaustoff. Diese wären jedoch bedeutungslos gewesen, wenn die baubiologischen Werte nicht gleichermaßen gepasst hätten. Die Leichtbetonsteine von KLB bestehen zu einem Großteil aus vulkanischem Naturbims sowie Blähton – Rohstoffe mit hervorragenden umweltverträglichen Eigenschaften. Dieses baubiologisch und schallschutztechnisch überzeugende Konzept wurde komplementiert durch weiche Kautschukbodenbeläge sowie abgehängte Akustikdecken aus Holzwolle-Leichtbauplatten. Bei der Materialauswahl wurde insgesamt auf weitestgehend natürliche und nachhaltig produzierte Produkte geachtet.

Energetisch alles im Lot

Mit der komprimierten Gebäudegrundform sowie der energetisch hochwertigen Ausführung der Außenwände und des Flachdaches wurden die Grundvoraussetzungen für einen niedrigen Energieverbrauch geschaffen. Dezentrale Warmwasserversorgung an den Entnahmestellen, eine durchgängige LED-Beleuchtung in allen Räumen sowie eine solarstrombetriebene Beschattungsanlage der Oberlichter sind weitere energetische Bausteine, die in die Zukunft gedacht sind. Weitere Energie wird durch die Beheizung über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe sowie dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung eingespart. Mittlerweile fast schon Neubaustandard ist die Photovoltaik-Anlage auf dem Flachdach. 77 Module mit einer Leistung von je 325 Wp liefern insgesamt 25,03 kWP. In Summe steht die Kindertagesstätte so für ein durch und durch modernes Baukonzept – über bauphysikalisch und baubiologisch hoch leistungsfähige Leichtbeton-Mauersteine bis hin zur Nutzung modernster Haustechnik.

Quelle: KLB Klimaleichtblock / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7830 Mon, 02 May 2022 11:59:32 +0200 Wissenswertes rund ums Heizen https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/wissenswertes-rund-ums-heizen-7830.html In Deutschland startet die Heizperiode am 1. Oktober und endet am 30. April. Dies ist zwar keine gesetzliche Regelung, dennoch hat sich dieser Zeitraum auch in der Rechtsprechung etabliert. Einige Dinge sollten Sie bei der Heizperiode auf jeden Fall beachten. Die klassische Heizperiode in Deutschland

In Deutschland gibt es wie eingangs gesagt keine konkrete gesetzliche Regelung zur Heizperiode. Üblicherweise startet die Heizperiode am 1. Oktober und endet am 30. April. In diesem Zeitraum müssen Vermieter*innen sicherstellen, dass die Heizungsanlage einwandfrei funktioniert. Abweichungen hiervon gibt es je nach Region und Witterung. Neben der Dauer des Heizens spielen auch einzuhaltende Mindesttemperaturen für Wohnräume eine Rolle. Sofern keine besonderen Vereinbarungen im Mietvertrag getroffen wurden, müssen Vermieter*innen innerhalb der Heizperiode Raumtemperaturen von 20 bis 22 Grad Celsius gewährleisten. Lediglich zwischen 24 Uhr bis 6 Uhr kann diese auf mindestens 16 Grad Celsius abgesenkt werden. Mieter*innen sind übrigens nicht zum Heizen verpflichtet, solange sie dafür sorgen, dass keine Kälteschäden in der Wohnung entstehen.

Ab wann sollte geheizt werden?

Generell sollte ein verschwenderischer Umgang mit Heizenergie vermieden und sich genau überlegt werden, wann die Heizung eingeschaltet wird, rät das Serviceportal Intelligent heizen. Wer in einem Eigenheim wohnt, kann das individuell handhaben. Mieter*innen sind verpflichtet zu heizen, wenn es draußen kalt wird, da sonst die Wohnräume auskühlen und somit eine erhöhte Gefahr für Schimmelbildung und andere Kälteschäden entsteht. Als Grenzwert dient hier die durchschnittliche Außentemperatur von 16 Grad Celsius. Wird dieser Wert unterschritten, steigt die Gefahr von Kälteschäden und die Wohnräume sollten beheizt werden.

Was im Sommer gilt

Das Heizen im Sommer gehört nicht zur üblichen Heizperiode. Hier gelten daher auch andere Richtwerte. So sind Vermieter*innen verpflichtet die Heizung in Betrieb zu nehmen, wenn absehbar ist, dass die Außentemperaturen unter die 16 Grad Celsius sinken. Dann muss auch der Mieter wieder gewährleisten, dass die Raumtemperaturen keine Schäden durch Auskühlung verursachen.

Die perfekte Raumtemperatur

Die optimale Raumtemperatur kann je nach Wohlbefinden und Raum variieren. Der Richtwert liegt bei etwa 20 bis 23 Grad Celsius. Für den Wohnbereich werden 20 Grad Celsius, für Schlafräume zwischen 16 und 19 Grad Celsius empfohlen. Im Bad darf es mit 23 Grad Celsius auch etwas wärmer sein, in der Küche gelten 18 Grad Celsius als vollkommen ausreichend.

Welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Heizperiode hat

Mit dem Klimawandel und den steigenden Temperaturen liegt die Annahme nahe, dass sich mit weniger kalten Wintern die Heizperiode verkürzt und damit auch weniger Energie aufgewendet werden muss. Doch diese Schlussfolgerung trügt. Denn im Gegenzug werden auch die Sommer immer heißer, was zu einer Steigerung der benötigten Energie zur Kühlen – wie etwa durch Klimaanlagen – führt.

Energiesparend und klimafreundlich heizen

Generell sollten Räume nicht zu stark aufgeheizt werden. Nachts kann die Temperatur um drei bis fünf Grad gesenkt werden. Das gilt auch für Räume, die tagsüber nur wenig genutzt werden. Schon das Senken um nur 1 Grad Celsius kann den Energiebedarf um 6 Prozent reduzieren. Darüber hinaus sollten die Heizkörper immer freistehen und nicht durch Möbel oder Vorhänge verdeckt werden. Denn nur so kann sich die erwärmte Luft gut im Raum verteilen. Mögliche Wärmeverluste durch Schlitze an den Fenstern können durch geschlossene Rollläden oder Vorhänge verringert werden. Die Heizkörper sollten zudem einwandfrei funktionieren und vor Beginn der Heizperiode entlüftet werden. Zur Unterstützung der Regulation eignen sich intelligente Thermostate, die direkt am Heizkörper angebracht werden können.

Quelle: Intelligent heizen / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-7829 Fri, 29 Apr 2022 10:56:06 +0200 Für ein zukunftsfähiges Zuhause https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/fuer-ein-zukunftsfaehiges-zuhause-7829.html Mit der nationalen Informationskampagne „Zukunft Zuhause – Nachhaltig sanieren“ will die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) die Sanierung von Ein- und Zweifamilienhäusern in Gang bringen. Hauptziele: Kosten senken, Energie sparen, weniger Treibhausgasemissionen und mehr Klimaschutz. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde sagt zum Auftakt der Kampagne am 27. April: „Russlands Ukraine-Krieg lässt keinen Zweifel daran, dass wir in Energiefragen eine Zeitenwende erleben. Unabhängigkeit in der Versorgung erreichen wir nicht allein durch die Abkehr von fossilen Energieträgern und den Ausbau der erneuerbaren Energien. Zum Schlüsselfaktor wird auch die Energieeffizienz.“

Deutschland stehe vor einer „Herkulesaufgabe“, so Bonde. „Bis 2045 sollen bundesweit Gebäude nach den Zielen der Politik klimaneutral sein, also keine Treibhausgase wie Kohlendioxid mehr ausstoßen. Bereits bis 2030 sollen die Emissionen im Gebäudesektor um 44 Prozent sinken. Dafür müssen wir uns alle zusammen ins Zeug legen.“ Die DBU-Initiative „Zukunft Zuhause“ will nach Bondes Worten dazu ihren Beitrag leisten – praxisbezogen und lösungsorientiert. Bonde: „Wir geben Tipps, wie das funktionieren kann, vom Heizen übers Dämmen bis hin zum Lüften.“

Etwa 16 Millionen Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland

DBU-Projektleiter Andreas Skrypietz erläutert, warum sich bei „Zukunft Zuhause“ alles um Ein- und Zweifamilienhäuser dreht: „Unter den bundesweit rund 19 Millionen Wohngebäuden sind etwa 16 Millionen Ein- und Zweifamilienhäuser. Diese sind wiederum verantwortlich für ungefähr zwei Drittel der Kohlendioxid-Emissionen im Wohngebäudebereich – obwohl lediglich 28 Prozent der deutschen Bevölkerung dort wohnt.“ Genau diese Hausbesitzenden solle die neue DBU-Kampagne erreichen, so Skrypietz. Seine Hoffnung: Ein breitgefächertes Angebot aus Vorträgen, Beratungen und Aktionen in den Kommunen sowie Videos, Broschüren, Termin- und Kontakthinweise auf der Webseite sollen Initialzündung für eine umfassende Haussanierung werden.

Enormes Einsparpotenzial bei Energiekosten

Die Wirkung könnte tatsächlich groß sein: Nach aktuellem Stand verbucht Deutschland pro Jahr Treibhausgas-Emissionen in Höhe von insgesamt etwa 739 Millionen Tonnen Äquivalenten an Kohlendioxid (CO2e). Ein- und Zweifamilienhäuser haben daran auf Basis einer Studie der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (Arge) einen Anteil von ungefähr 110 Millionen Tonnen CO2e. Skrypietz: „Da bietet sich also ein enormes Einsparpotenzial.“ Ein Grund dafür: Fast zwei Drittel der Gebäude in Deutschland wurden vor 1977 errichtet – und damit vor der ersten Wärmeschutzverordnung. Erst danach gewann zum Beispiel die Dämmung von Wänden, Dach und Kellerdecken an Bedeutung. Skrypietz: „Allein bei dem Thema gibt es unzählige Alternativen mit mehr als 100 Materialien – von Styropor über Glaswolle bis hin zu exotischen Stoffen wie Seegras, Stroh und Zellulose.“ Durch Dämmung und zusätzliche Maßnahmen, so Skrypietz, „kann man bisherige Energiekosten in dem Bereich um bis zu 80 Prozent senken“.

Klimaschutz als besondere Komponente der Handwerks-Ausbildung

Den Besitzerinnen und Besitzern von Ein- und Zweifamilienhäusern soll daher im Zuge der DBU-Kampagne „Zukunft Zuhause“ nachhaltiges Rüstzeug an die Hand gegeben werden, um mit einem entsprechenden Grundwissen zunächst die Möglichkeiten einer Sanierung auszuloten „und dann vor Ort kompetente Ansprechpartner zu finden“, sagt der DBU-Projektleiter. Das können nach seinen Worten Experten der Kommunen sein oder etwa Quartiersmanager. „Außerdem versteht die Stiftung sich als Drehscheibe, um Kontakte zu Landfrauenverbänden, Volkshochschulen, Verbraucherzentralen sowie zu Handwerksbetrieben und entsprechenden Organisationen wie Handwerkskammern oder Kreishandwerkerschaften herzustellen“, sagt Skrypietz. Er verbindet damit zugleich einen Appell: „Wir brauchen die Betriebe zur Umsetzung der Vorhaben. Zugleich könnte unsere Initiative auch ein Anreiz für die Unternehmen sein, Klimaschutz zu einer besonderen Komponente in der Ausbildung zu machen.“

Thermografie-Rundgänge, Energie-Erlebnispartys und Eisblock-Wetten

Dass Sanierung neben harter Arbeit auch Spaß machen kann, stellt die DBU-Kampagne ebenfalls unter Beweis. Im Herbst und Winter sollen Thermografie-Rundgänge zum Aufspüren von Wärmelecks in den Häusern angeboten werden, und nach einer erfolgreichen Sanierung sind mit allen Beteiligten Energie-Erlebnispartys geplant. Eine Gaudi versprechen auch die sogenannten Eisblock-Wetten. Skrypietz: „In einem gedämmten und einem ungedämmten Modellhaus wird jeweils 200 Kilogramm Eis platziert. Bei der Wette soll geschätzt werden, wie viel Eis nach einer bestimmten Zeit übrigbleibt. Das ist quasi Dämmung zum Anfassen.“

Quelle: DUB / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7828 Fri, 29 Apr 2022 10:18:19 +0200 Ausbau von Windrädern in Baden-Württemberg stagniert https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/ausbau-von-photovoltaik-in-baden-wuerttemberg-stagniert-7828.html Der Windenergiezubau im Südwesten ist deutlich zu gering: Nur drei neue Windenergieanlagen wurden im ersten Quartal 2022 errichtet. Für die Versorgungssicherheit und den Klimaschutz in Baden-Württemberg sind bis 2030 im Schnitt 100 neue Windenergieanlagen pro Jahr erforderlich. Von Januar bis März 2022 gingen im Südwesten drei neue Windenergieanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 13,5 Megawatt in Betrieb. Das zeigen vorläufige Zahlen des Marktstammdatenregisters. Bei den drei neuen Anlagen handelt es sich um den Bürgerwindpark Bretzfeld-Obersulm, an dem knapp 100 Bürger*innen sowie sechs örtliche Bürgerenergiegenossenschaften finanziell beteiligt sind.

Flaute beim Windenergieausbau muss ein Ende haben

Der unzureichende Zubau macht Politik und Fachleuten große Sorgen. „Die Hypothek wächst von Monat zu Monat. Jedes nicht gebaute Windrad macht es schwieriger, den für Versorgungssicherheit und Klimaschutz so dringend benötigen Ökostrom zu erzeugen. Es müssen nun rasch mehr Windenergieanlagen genehmigt werden, damit die Flaute beim Windenergieausbau ein Ende hat“, sagt Franz Pöter von der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg (EE BW). Die Anzahl der zuletzt in Baden-Württemberg erteilten Genehmigungen – im gesamten Jahr 2021 lediglich zehn, seit Jahresbeginn 2022 immerhin neun – wäre dafür aus Sicht der Branche bei weitem nicht ausreichend.

Um das landesweit gültige Ziel der Klimaneutralität 2040 zu erreichen, ist ein dynamischer Zuwachs der Windenergie notwendig. 2021 gingen lediglich 28 neue Windenergieanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von rund 114 Megawatt in Betrieb. Dieser Wert muss sich laut Plattform EE BW schnellstmöglich verdoppeln, und ab Mitte des Jahrzehnts bei über hundert Anlagen pro Jahr liegen.

Die Berechnung geht von einem Leistungszuwachs von aktuell vier auf künftig rund sechs Megawatt pro Anlage aus. Für den Zeitraum von 2030 bis 2040 ist der Leistungszuwachs pro Anlage schlecht zu prognostizieren, daher ist eine verlässliche Aussage der erforderlichen Zahl von zu errichtenden Windrädern pro Jahr nicht möglich.

Zuwachs bei der Photovoltaik

Verhalten optimistisch schätzt Pöter die Entwicklung bei der Photovoltaik ein. Das zweite große Standbein der erneuerbaren Stromerzeugung kommt auf 9.850 neue Anlagen mit einer installierten Gesamtleistung von rund 170 Megawatt. Durch Nachmeldungen können sich die vorläufigen Zahlen noch etwas steigern. 2021 wurden insgesamt rund 620 Megawatt installiert. Doch auch bei der Solarstromerzeugung ist die Bilanz getrübt: Nötig sind künftig durchschnittlich fast 2.000 Megawatt pro Jahr bis 2030.

Bei Wasserkraftwerken, Biogas- und Holzenergieanlagen ist schon seit längerem kein nennenswerter Ausbau zu verzeichnen. Auch bei der tiefen Geothermie lässt der Durchbruch in Baden-Württemberg noch auf sich warten. Dabei sind diese Erneuerbaren mit ihrer planbaren Erzeugung für die Versorgungssicherheit besonders wichtig; gerade in Zeiten eines drohenden Erdgaslieferstopps. Daher sollte deren Leistung ebenfalls ausgebaut werden, fordert die Plattform EE BW.

Studie zeigt Ausbaubedarf bis 2040

Eine Ende 2021 veröffentlichte Studie der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg zeigt, wie viel Erneuerbare für eine komplett klimaneutrale Energieversorgung erforderlich sind: Die installierte Leistung zur Erzeugung von erneuerbarem Strom muss sich bis 2040 auf mindestens 52 Gigawatt verfünffachen. Dafür ist beim Ausbau eine erheblich höhere Geschwindigkeit als in den vergangenen zehn Jahren erforderlich.

Die Photovoltaik und die Windenergie sollen im Jahr 2040 zusammen rund 70 Prozent des bis dahin gestiegenen Bruttostromverbrauchs in Baden-Württemberg decken. Um das zu erreichen, muss die installierte Leistung der auf Dächern, Fassaden und im Freiland installierten Photovoltaik-Module bis 2040 mehr als verfünffacht werden, von heute knapp sieben auf rund 39 Gigawatt. Bei der Windenergie vergrößert sich die nötige installierte Leistung bis 2040 um den Faktor sieben von heute 1,6 Gigawatt auf dann 11,5 Gigawatt.

Quelle: Plattform EE BW / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7827 Thu, 28 Apr 2022 14:37:34 +0200 Bei der Brennstoffwahl flexibel bleiben https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/bei-der-brennstoffwahl-flexibel-bleiben-7827.html Um bei der Stromversorgung unabhängig zu sein, lohnt sich eine Investition in Kraft-Wärme-Kopplung. Die Blockheizkraftwerke (BHKW) von RMB/ENERGIE bieten Flexibilität bei der Wahl des Brennstoffs – auch nach der Anschaffung. Sieben Blockheizkraftwerke des neoTower-Lieferprogramms des norddeutschen BHKW-Hersteller RMB/ENERGIE sind sowohl für Erdgas und als auch für den Flüssiggasbetrieb geeignet. Dies gilt für die neoTower-Modelle 2.0, 5.0, 7.2, 11.0, 16.0 und 20.0. Die Modelle in der Leistungsklasse 25 bis 50 kW folgen in Kürze. Bei der Installation entscheidet man sich zunächst für eine bestimmte Gasart, also Erd- oder Flüssiggas.

Der Wechsel des Brenngases bei den oben aufgeführten neoTower-BHKW ist mit geringstem Aufwand jederzeit möglich. Dafür müssen lediglich die Gasregelstrecke und einige Einstellungen in der Steuerung des Gasmotors angepasst werden. Mit den genannten Modellen lässt sich ein Leistungsspektrum von 2,0 bis 20 kW je Gerät abdecken. Obendrein sind die Geräte kaskadierbar, was eine noch breitere Leistungsabdeckung ermöglicht. Weiterhin sind alle neoTower-Geräte für Wasserstoffbeimischungen bis zu 40 Prozent geeignet.

Quelle: RMB/ENERGIE / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-7826 Thu, 28 Apr 2022 13:48:15 +0200 Erneuter Stopp von Fördermitteln https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/erneuter-stopp-von-foerdermitteln-7826.html Bereits nach wenigen Stunden waren am 20. April die Fördermittel für die Neubauförderung von effizienten Gebäuden mit Energiehausstandard (EH) 40 ausgeschöpft. Der Energieberaterverband GIH sieht durch den erneuten Vertrauensverlust in die Politik einen weiteren Dämpfer für die Akzeptanz der Energiewende im Gebäudesektor. Jürgen Leppig, Vorsitzender des GIH, wisse von nicht wenigen Mitgliedern seines Verbandes, die aufgrund chaotischer Bedingungen ernsthaft überleben, mit der Energieberatung aufzuhören. „Der Frust sitzt tief. Viele Beratende haben ihren Kunden schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate Hoffnung auf Fördergelder für ihre energetisch ambitionierten Neubauten gemacht – nur um sie nun zum zweiten Mal zu enttäuschen.“ Von daher könne er auch gut verstehen, dass manche Kunden sich fragen, ob sie für die erhaltenen Beratungsleistungen überhaupt bezahlen sollen.

Was dringend benötigt werde, sei mehr Transparenz in der Abwicklung von Programmen und mehr Verlässlichkeit vonseiten der Politik, so Leppig weiter. „Nur dann besteht die Chance, das schon mehrfach verspielte Vertrauen in die Förderung des Bundes wiederherzustellen.“ Außerdem sei es unabdingbar, die Förderprozesse endlich zu professionalisieren. „Es kann doch nicht sein, dass im digitalen Zeitalter die Bearbeitung von Standard-Förderanträgen zum Teil mehrere Monate benötigt.“ Oft seien durch Zins- und Baupreiserhöhungen die Fördermittel in dieser Zeit wieder mehr als aufgebraucht.

Was jetzt gilt

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klima (BMWK) erklärte die „Stufe 1 der neuausgerichteten Neubauförderung“ noch am gleichen Tag für beendet. Am Donnerstag, den 21. April begann sogleich die „Stufe 2“ der staatlichen Förderung, die bis zum 31. Dezember 2022 laufen soll.

Aktuell können bei der KfW Anträge für die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in dem Programm „Effizienzhaus/Effizienzgebäude 40-Nachhaltigkeit“ gestellt werden. Allerdings gelten für dieses Programm strengere Kriterien: Die Neubauförderung gilt nur noch für Bauvorhaben mit dem „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ (QNG) des Bundesbauministeriums. Um das QNG-Siegel zu erhalten, muss ein Bauvorhaben bestimmte Kriterien in Bezug auf Treibhausgasemissionen, den Primärenergiebedarf im Gebäudelebenszyklus, Schadstoffe in Baumaterialien, Barrierefreiheit und auf die angewendeten Ressourcen erfüllen.

Quelle: GIH / Delia Roscher

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Finanzierung
news-7825 Wed, 27 Apr 2022 13:33:32 +0200 ZSW nimmt Forschungsanlagen für Perowskit-Tandemsolarzellen in Betrieb https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/zsw-nimmt-forschungsanlagen-fuer-perowskit-tandemsolarzellen-in-betrieb-7825.html Solarzellen mit zwei stromerzeugenden Halbleitern wird eine große Zukunft vorhergesagt, da ihr möglicher Wirkungsgrad deutlich höher ist als der herkömmlicher Einfachsolarzellen. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hat nun zwei neue Beschichtungsanlagen in Betrieb genommen. Solarmodule werden immer leistungsfähiger. Der Grund sind höhere Wirkungsgrade durch Fortschritte in Forschung und Produktion. Darüber hinausgehende Wirkungsgradsteigerungen der einzelnen Bauelemente – also der Solarzellen – werden aber immer schwieriger und aufwändiger. So liegt die Effizienz der marktbeherrschenden Siliziumzellen bereits nahe dem praktischen Limit von rund 27 Prozent.

Tandemsolarzellen: Die nächste Generation der Photovoltaik

Einen Ausweg aus dem Dilemma bieten Tandemsolarzellen. „Sie bestehen aus unterschiedlichen, übereinander geschichteten Solarzellen“, erklärt Dr. Jan-Philipp Becker, der neue Leiter des ZSW-Fachgebiets „Photovoltaik: Materialforschung“. „Die Schichten nutzen zusammen die Breite des Sonnenlichtspektrums besser aus als die jeweilige Einfachsolarzelle.“

Die obere Solarzelle wandelt das Licht im sichtbaren Teil des Sonnenspektrums in Strom um, die darunterliegende das Licht im infrarotnahen Spektrum. Durch die Kombination weisen die Tandemsolarzellen einen höheren möglichen Wirkungsgrad auf, der in den kommenden Jahren deutlich über die 30-Prozent-Marke steigen wird. Mittlerweile stehen mehrere Varianten von Tandemzellen zur Verfügung.

Hocheffizient, leichtgewichtig, flexibel

Besonders interessant sind Tandemsolarzellen mit sogenannten Perowskit-Schichten als lichtabsorbierendem Material. Perowskite sind Materialien, die die gleiche Kristallstruktur aufweisen wie das gleichnamige natürliche Mineral. Einige Verbindungen dieser Materialklasse zeigen hervorragende optische und elektronische Eigenschaften und sind reichlich und kostengünstig auf der Erde verfügbar. Als zweite absorbierende Schicht setzen die Forscher*innen des ZSW auf Zellen aus Kupfer, Indium, Gallium und Selen (CIGS), aus Silizium oder erneut Perowskit, aber mit angepasstem spektralem Empfindlichkeitsbereich. Die Kombination der verschiedenen Zelltypen – Perowskit-CIGS, Perowskit-Silizium oder Perowskit-Perowskit – bietet eine aussichtsreiche Möglichkeit, den Wirkungsgrad weiter deutlich zu steigern.

Im Fall von Tandemsolarzellen mit dem Duo Perowskit-Perowskit oder Perowskit-CIGS gibt es neben der hohen Effizienz weitere Vorteile: Als Dünnschichttechnologie können die Module auch auf Kunststoff- oder Stahlfolien hergestellt werden und sind dann leichtgewichtig und flexibel. Dadurch eignen sie sich hervorragend für Anwendungen über Obstplantagen, im Fahrzeugdach oder in der gebäudeintegrierten Photovoltaik.

Forschungsanlagen in Betrieb genommen

Um die Entwicklung auf dem Weg zur Marktreife voranzutreiben, hat das ZSW nun zwei Anlagen in Betrieb genommen: Eine zur Herstellung von Perowskit-Dünnschichtsolarzellen und eine für CIGS-Dünnschichtsolarzellen. Tandemsolarzellen mit Siliziumhalbleiter können auf verschiedenen Siliziumzellen externer Partner hergestellt werden.

„Im Institut bestehen nun hervorragende Bedingungen für die Entwicklung von Tandemsolarzellen, insbesondere was die Prozesstechnik für die Herstellung von Solarzellen im Vakuum unter hochreinen Laborbedingungen betrifft. Damit wollen wir die physikalischen Grenzen der Technologie ausloten“, sagt Becker. Dabei helfen auch die bereits vorhandenen, umfangreichen Möglichkeiten zur Materialanalytik. Die hergestellten Solarzellen und -module können nach der Fertigung umfassend analysiert und im eigenen Testlabor Solab sowie im Freifeld auf ihre Langzeitstabilität getestet werden. Mit den neuen Anlagen sollen innovative Prozesse für die Solarindustrie weiterentwickelt werden, die damit effizientere und kostengünstigere Solarmodule auf den Markt bringen können.

Langjährige Erfahrung ist von Vorteil

Das ZSW nutzt bei der Entwicklung seine über 30-jährige Erfahrung in der CIGS-Technologie. Die Fachleute am Institut haben die Dünnschichtphotovoltaik entwickelt, optimiert und zur Serienproduktion begleitet. Dies wollen sie nun mit den Tandemsolarzellen fortsetzen, bei denen sie bereits gute Wirkungsgrade erzielt haben.

Die vier Beschichtungskammern des Perowskit-Clusters sind um einen Zentralroboter herum gruppiert und können verschiedenste Solarzellenschichten herstellen – mit „gesputterten“ transparenten Schichten, verdampften metallischen oder organischen Schichten sowie einer optimierten Vakuumbeschichtung von Perowskiten in einer Vakuumkammer. In der Anlage sind künftig Mehrkomponenten-Perowskit-Schichten mit hoher Homogenität und Reproduzierbarkeit herstellbar. Erste Optimierungen im Zellaufbau mit aufgedampften organischen Elektronenleiterschichten hat das ZSW bereits erfolgreich durchgeführt.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat die beiden Anlagen im Rahmen der Projekte „CAPITANO“ und „CIGS-Cluster“ gefördert.

Quelle: ZSW / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7824 Wed, 27 Apr 2022 13:13:51 +0200 Lüftungslösung für Sanierungen https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/lueftungsloesung-fuer-sanierungen-7824.html Das freeAir Lüftungssystem von bluMartin eignet sich zum Nachrüsten in Bestandsgebäuden. Es ist durch die hocheffiziente Wärmerückgewinnung förderfähig und sehr energiesparend. Zudem entspricht das Lüftungssystem KfW-Förderprogrammen. Das Sanierungsmodul lässt sich mithilfe einer 350 mm Kernbohrung und einer Trockenbauverkleidung in jede Außenwand integrieren. Aufwendiges Aufstemmen der Außenwand ist nicht erforderlich. Die serienmäßige Sensorsteuerung ermöglicht eine bedarfsgerechte Luftführung. Eine hohe Energieeffizienz und eine angenehme Raumluft sind somit garantiert.

Optimale Lüftungslösung

Durch den Einbau der Wohnraumlüftung mit intelligentem Feuchtemanagement wird außerdem die Bausubstanz geschützt. In Kombination mit dem Überströmer feeAir plus wird auf Zuluftleitungen komplett verzichtet. Das vereinfacht die Planung und den Einbau vor allem bei Sanierungen. Das neue Modul ist eine optimale Lösung für Bestandsgebäude und die Zukunft des Sanierens.

Förderfähig und effizient

Das Lüftungssystem freeAir von bluMartin ist durch die hocheffiziente Wärmerückgewinnung förderfähig und sehr energiesparend. Somit kann das Lüftungssystem sowohl für Neubauten als auch für Sanierungen eingesetzt werden, da es den Anforderungen der entsprechenden KfW-Förderprogramme entspricht. Das bewährte Lüftungssystem freeAir ist eine optimale Lösung und ist mit einer kurzen Lieferzeit zeitnah verfügbar für den Einbau.

Quelle: bluMartin / Delia Roscher

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Lüftung & Klima
news-7823 Tue, 26 Apr 2022 15:48:27 +0200 Save the Date: B.KWK-Jahreskongress https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/save-the-date-bkwk-jahreskongress-7823.html Am 26. und 27. September 2022 findet der 14. Jahreskongress des Bundesverbands Kraft-Wärme-Kopplung e. V. in Berlin statt. Das Programm folgt in Kürze. Ob maßgeschneiderte Kombinationen verschiedener Energietechnologien im Bereich der kommunalen Strom- und Wärmeversorgung, erneuerbare Brennstoffe, rechtliche und planerische Aspekte oder die Nutzung industrieller Abwärme – der diesjährige Kongress behandelt die Möglichkeiten für und mit der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in der Energiewende. Neben Kompetenz aus der Praxis, wissenschaftlichen Ansätzen und konzeptionellen Fragestellungen wird ein Fokus der Veranstaltung auf politische Zusammenhänge gerichtet sein.

Viele relevante Themen auf dem „KWK – Innovativ, Erneuerbar!“

Den Auftakt bildet am 26. September ab 18 Uhr ein energiepolitischer Abend in Form einer Podiumsdiskussion mit Bundestagsabgeordneten über die Potenziale der KWK und deren politischer Realisierung in der im Wandel begriffenen Energieversorgung. Im Anschluss bietet ein geselliges Abendprogramm Zeit für den persönlichen Austausch.

Am 27. September folgt der Kongress mit einem Fachvortragsprogramm aus Beiträgen unter anderem zur Verfügbarkeit von erneuerbaren Gasen, der Wärmewende und Dekarbonisierungsstrategien in der kommunalen Energieversorgung. Auch die regenerative Versorgungssicherheit mit KWK, Speicherkraftwerke, Möglichkeiten für eine klimaneutrale Industrie und rechtliche Rahmenbedingungen in KWKG und EEG stehen auf dem Programm.

Die Rahmendaten

Energiepolitischer Abend, 26. September 2022, 18 Uhr

Roadrunner´s Paradise Club, Saarbrücker Str. 24, 10405 Berlin

Kongress, 27. September 2022, 9:00 – 16:30 Uhr

Leonardo Royal Hotel Alexanderplatz, Otto-Braun-Str. 90, 10249 Berlin

Quelle: Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7822 Tue, 26 Apr 2022 14:57:10 +0200 Update von DGNB-Navigator ist online https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/update-von-dgnb-navigator-ist-online-7822.html Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DBNB) hat eine neue Version ihres Navigators veröffentlicht. Der DGNB-Navigator dient der Planung und Bewertung von nachhaltigen Bauprodukten. Neben einem neuen Erscheinungsbild mit verbesserter Nutzerfreundlichkeit gibt es auch neue Funktionen. Die Nachhaltigkeitsqualität von Bauprodukten ist abhängig von dem Kontext, in dem sie eingesetzt werden. Aus diesem Grund zertifiziert die DGNB selbst auch keine Produkte. Vielmehr geht es um die transparente Bereitstellung von relevanten Produktinformationen in Bezug auf das nachhaltige Bauen.

„Die Auswahl von geeigneten Bauprodukten und Materialien sind ein Schlüssel für mehr Nachhaltigkeitsqualität in der gebauten Umwelt“, erklärt Johannes Kreißig, Geschäftsführender Vorstand der DGNB. „So haben diese auch bei rund der Hälfte der Kriterien der DGNB Zertifizierung eine direkte Auswirkung auf das Ergebnis und damit die Gesamtperformance des Gebäudes.“

Förderung von Informations- und Datentransparenz

Die Online-Plattform dient als Tool zur Planung und Bewertung von nachhaltigen Bauprodukten. Dabei schlägt der DGNB Navigator die Brücke zwischen der Planung, den produktspezifischen Anforderungen der DGNB Zertifizierung und dem Informationsangebot von Herstellern zu den vielfältigen Aspekten der Nachhaltigkeit.

Bauproduktehersteller können den DGNB Navigator als Schaufenster für ihre Produkte nutzen, indem sie die relevanten Kennwerte für die Zertifizierung zur Verfügung stellen. Architekten und Planende verwenden den DGNB Navigator als Rechercheplattform für eine fundierte Produktentscheidung – auch unabhängig von einer möglichen Zertifizierung. DGNB Auditoren nutzen den Navigator in Zukunft zusätzlich für Dokumentationszwecke bei der Einreichung von zertifizierten Projekten.

Neues Design und mehr Funktionalitäten

„Mit dem Relaunch vollzieht der DGNB Navigator einen wichtigen Evolutionsschritt“, erklärt Johannes Kreißig. Die sichtbarste Neuerung ist das modernere, nutzerfreundliche und responsive Design der Website. Innerhalb der Produktdatenbank wurden die Filtermöglichkeiten verbessert, um gezielter zur gewünschten Auswahl zu gelangen. Optimiert wurde zudem die Performance der gesamten Seite. Die Plattform ist zweisprachig in deutscher und englischer Sprache verfügbar.

Inhaltlich gibt es auf den Produktdetailseiten zwei Erweiterungen im Vergleich zur bisherigen Darstellung. Zum einen werden Produktlabels, die von der DGNB im Rahmen der Zertifizierung offiziell anerkannt werden, hervorgehoben. Dies vereinfacht die Nachweisführung bei der Einreichung von Projekten für Auditoren. Zudem wird die Qualitätsstufe, die ein Produkt im DGNB Kriterium ENV1.2 „Risiken für die lokale Umwelt“ erreicht, mit angegeben. Diese bewertet Produkte im Hinblick auf die enthaltenen Schad- und Risikostoffe und damit mögliche negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen, die die Gebäude nutzen, sowie auf die Umwelt.

Neue Dokumentationsplattform zu Schad- und Risikostoffen in Bauprodukten

Genau zu diesem Themenfeld gibt es auch eine zentrale Erweiterung des neuen DGNB Navigators. So wurde rund um das Kriterium ENV1.2 eine eigene Dokumentationsplattform programmiert. Bei allen Projekten, die Auditoren künftig zur DGNB Zertifizierung einreichen, soll die entsprechende Nachweisführung über diesen zulassungsbeschränkten Teil des Navigators erfolgen. „Da diese Informationen auch für alle weiteren Nutzer dieses internen Bereichs sichtbar und verwendbar sind, entsteht hier sukzessive eine einzigartige Wissensdatenbank rund um den Einsatz geeigneter Bauprodukte“, sagt Kreißig.

Auch für Hersteller wird diese Erweiterung des Navigators künftig spannend sein. „Perspektivisch können sie so über die DGNB Informationen erhalten, welche ihrer Produkte in zertifizierten Projekten häufig zum Einsatz kommen“, erklärt Kreißig. „Dies hilft ihnen bei der Entscheidung, welche ihrer Produkte sie im öffentlichen Bereich des Navigators darstellen sollten.“

Produktdatenbank des Navigators als Rechercheplattform kostenfrei nutzbar

Während der neue Dokumentationsbereich für zertifizierte Projekte ausschließlich für DGNB Auditoren und Consultants sowie für registrierte Hersteller zugänglich ist, ist die Nutzung des öffentlichen Navigator-Bereichs mit der integrierten Produktsuche unter www.dgnb-navigator.de für alle Interessierten auch weiterhin kostenlos. Lediglich Hersteller, die ihre Produkte ins Schaufenster der Plattform stellen wollen, zahlen eine Schutzgebühr. Diese unterscheidet sich abhängig davon, ob ein Unternehmen Mitglied bei der DGNB ist.

Für Mitgliedsorganisationen ist das Einstellen von bis zu drei Produkten kostenlos. Bis zu 10 Produkte können für eine jährliche Nutzungsgebühr von 480 Euro präsentiert werden. Wer bis zu 50 Produkte hochladen möchte, zahlt 850 Euro pro Jahr. Für Nicht-Mitglieder der DGNB belaufen sich die jährlichen Kosten auf 370 Euro (bis zu drei Produkte), 980 Euro (bis zu 10 Produkte) oder 1850 Euro (bis zu 50 Produkte). Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

In den kommenden Wochen bietet die DGNB eine Vielzahl von digitalen Informationsterminen an, um den neuen Navigator im Detail vorzustellen. Darunter befinden sich Seminare für Hersteller, für Auditoren sowie für weitere Interessierte.

Quelle: DGNB / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7821 Mon, 25 Apr 2022 10:30:57 +0200 Bauchemie warnt vor Baustellen-Stopps https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/bauchemie-warnt-vor-baustellen-stopps-7821.html Der Krieg in der Ukraine führt zu massiven Verfügbarkeitsproblemen und Kostenanstiegen für Hersteller bauchemischer Erzeugnisse in den Bereichen Energieversorgung, Rohstoffe und Logistik. Auch die Corona-Pandemie ist längst nicht überwunden. Die Deutsche Bauchemie warnt daher vor Baustellen-Stopps. Nahezu alle maßgeblichen Verbände der Bauwirtschaft in Deutschland haben in den letzten Wochen auf die schwerwiegenden Konsequenzen des Ukrainekrieges für die Branche hingewiesen. Rohstoffverfügbarkeit und Materialversorgung, drastische Energiepreisanstiege und Probleme im internationalen Fracht- und Logistikmanagement sind hier die zentralen Positionen. Die bauchemische Industrie spürt die Auswirkungen immer deutlicher. Dauert diese Situation an, rechnet die Branche mit einem Stillstand auf vielen wichtigen Baustellen.

Energiepreise

Die Gaspreise sind weiter massiv angestiegen, seit Kriegsbeginn um über 70 Prozent, so der Verband der Chemischen Industrie (VCI). Die anhaltende Unsicherheit über die Zuverlässigkeit russischer Gaslieferungen verstärkt den Preistrend nach oben deutlich. Sollte es zu einem Lieferstopp kommen, würde es nach Experten-Aussagen einen weiteren deutlichen Preissprung nach oben geben. Erdgas ist mit einem Anteil von über 43 Prozent der wichtigste Energieträger für die Chemische Industrie. Explodierende Gaspreise ziehen auch die Preise für die Stromerzeugung stark nach oben. Kritisch ist die Lage beim Diesel. Rund 14 Prozent des hierzulande vertankten Diesels stammen aus russischen Raffinerien. Spekulationen an den internationalen Märkten treiben die Preise weiter. Gleichzeitig sind Gas-, Öl-, Strom- und Dieselpreise einer enormen Preisvolatilität unterworfen, was die Planbarkeit massiv erschwert. Es muss jederzeit mit kurzfristig weiter steigenden und stark schwankenden Preisen gerechnet werden. Die angespannte Lage der Unternehmen aufgrund der hohen Energiepreise spitzt sich laut VCI seit Kriegsbeginn zu.

Rohstoffe

Für die Branche wichtige Rohstoffe und Komplementärprodukte sind auf dem Beschaffungsmarkt derzeit nicht in ausreichender Menge verfügbar, darunter z. B. Bitumen. Nach Medienberichten haben große Raffinerien bereits angekündigt, kurzfristig weniger Bitumen herstellen zu können. Das kann relativ zeitnah zu Materialverknappung auf den Baustellen führen. In einer Mitgliederbefragung des VCI im März 2022 zeigten sich 79 Prozent der Unternehmen schwer oder sehr schwer betroffen von den Engpässen bei den Vorprodukten und den hohen Rohstoffkosten; sie sprechen von einer deutlichen Verschlechterung der Produktionsbedingungen in den letzten Wochen.

Lieferketten und Logistik

Die unter anderem durch Corona bestehenden Probleme in den globalen Zuliefernetzwerken würden durch den Krieg in der Ukraine verschärft und Produktionseinbußen erhöhen sich, diagnostiziert das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft. Rund 60 Prozent der Industrieunternehmen melden zusätzliche Störungen in der Lieferkette und Logistik als Folge des Krieges, erklärte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK) Mitte März. Logistik-Dienstleister beklagen den Abgang zahlreicher osteuropäischer Kraftfahrer, die als Kriegsfreiwillige ihre Heimat verteidigen möchten; die Kosten für Logistikservices steigen deshalb und aufgrund der Dieselpreisentwicklung stark an. Aktuelle Probleme entstehen zudem durch den Lockdown in Wirtschaftsmetropolen wie Shanghai, Shenzhen, Changchun und Tangshan. So ist etwa der Yantian-Hafen in der Wirtschaftsmetropole Shenzhen zwar geöffnet, die Verladung von Containern hat sich aber deutlich verlangsamt, weil Hafenarbeiter und Lkw-Fahrer zu Hause bleiben. Diese Verzögerungen werden in Europa über kurz oder lang zu spüren sein.

Schon Ende letzten Jahres hatte die Deutsche Bauchemie auf die Folgen der Lieferkettenstörungen und die daher notwendigen deutlichen Preisanpassungen für bauchemische Produkte hingewiesen. Trotz der seitdem durchgeführten Preismaßnahmen hat sich der deutliche Margenrückgang z. B. von PCE-basierten Betonzusatzmitteln, ölbasierten Betontrennmitteln, oder Polypropylen-basierten Polymerfasern fortgesetzt, da die Kostenerhöhungen nicht kompensiert werden konnten.

Maßnahmen

Das Bundesbau- und das Bundesverkehrsministerium haben Ende März einen Erlass veröffentlicht, mit dem das Thema Lieferengpässe und Stoffpreisänderungen für den gesamten Bundesbau einheitlich geregelt werden soll. Der Erlass ordnet für bestimmte Baustoffe wie zum Beispiel Epoxidharze, Stahl oder Bitumen die Anwendung der Stoffpreisgleitklausel an. Ein wichtiger Punkt für die Anwendbarkeit der Stoffpreisgleitklausel ist die Verkürzung des Mindestabstands zwischen Angebotsabgabe und Einbau von sechs auf einen Monat. Dadurch können, anders als in der Vergangenheit, auch viele kurzlaufende Bauverträge in die Preisgleitung einbezogen werden.

Die Erhöhung der Flexibilität in den Lieferkonditionen ist nicht nur bei öffentlichen Aufträgen unbedingt erforderlich. In der Vergangenheit wurde den Kunden häufig ein fester Jahrespreis bzw. ein über die Dauer eines Bauprojektes fixierter Produktpreis angeboten – dies ist jetzt nicht mehr möglich.

Die Unternehmen der Deutschen Bauchemie rechnen mit einem dauerhaft hohen Preisniveau bauchemischer Erzeugnisse. Darüber hinaus hat die Branche wie die Wirtschaft insgesamt mit der hohen Inflationsrate zu kämpfen. Sie soll nach Schätzungen von Experten in diesem Jahr auf durchschnittlich deutlich über 5 Prozent steigen. Das war in Deutschland zuletzt vor über 40 Jahren der Fall, die Inflationsrate kletterte damals nach der zweiten Ölpreiskrise auf 6,3 Prozent.

Quelle: Deutsche Bauchemie / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7820 Mon, 25 Apr 2022 09:42:37 +0200 Wie die Landwirtschaft ihre Flächen doppelt nutzen kann https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/wie-die-landwirtschaft-ihre-flaechen-doppelt-nutzen-kann-7820.html Am Boden wachsen Kulturpflanzen, darüber oder daneben erzeugen Solarmodule erneuerbaren Strom. So können Landwirtinnen und Landwirte ihre bewirtschafteten Flächen doppelt nutzen. Das Fraunhofer ISE hat nun seinen Leitfaden über Agri-Photovoltaik aktualisiert. Das Potenzial der Technologie ist groß: Mit rund vier Prozent der deutschen Agrarflächen und hoch aufgeständerter Agri-PV könnten circa 500 Terawattstunden Strom erzeugt werden, was in etwa dem heutigen Strombedarf in Deutschland entspricht. Auch die Kosten können sich inzwischen sehen lassen. Mit Stromgestehungskosten zwischen sechs und elf Cent pro Kilowattstunde ist die Agri-PV heute durchaus konkurrenzfähig mit anderen Stromerzeugungstechnologien. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir dazu im Vorwort des Leitfadens: „Kluges technisches Knowhow ist der Weg, um die Photovoltaik auszubauen, ohne der Landwirtschaft wertvolle Flächen zu entziehen. Mehr noch: Die speziellen Solaranlagen können den Betrieben neue Einkommensquellen bieten. Zum anderen erhöhen sie die Resilienz.“

Leitfaden soll praktische Hinweise geben

Der Leitfaden beschreibt die internationale Entwicklung der noch jungen Technologie, etwa in den USA, Frankreich oder Chile, und zeigt erfolgreiche Anwendungsbeispiele. Zugleich weist er auf Hürden für die Nutzung von Agri-PV in Deutschland hin. „Dass die Agri-PV in die Regelausschreibungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) aufgenommen werden soll und die Flächen nicht mehr aus der EU-Agrarförderung fallen, sind wichtige Voraussetzungen für den Ausbau der Agri-PV“, sagt Max Trommsdorff, Gruppenleiter Agri-Photovoltaik am Fraunhofer ISE. „Bei der Ausgestaltung der EEG-Novelle erscheint nun wichtig, dass hoch aufgeständerte Anlagen in den ersten Jahren der Förderung eine realistische Chance erhalten, im Wettbewerb mit herkömmlichen Freiflächenanlagen einen Zuschlag bei den Ausschreibungen zu erhalten. Eine Prämie von einem halben Cent pro Kilowattstunde wird dafür sicherlich nicht ausreichend sein.“

Die Autorinnen und Autoren des Leitfadens kommen von den Forschungsinstituten Fraunhofer ISE und Karlsruher Institut für Technologie KIT, der Universität Hohenheim, der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf sowie dem Unternehmen BayWa r.e. und der Kanzlei Becker Büttner Held Rechtsanwälte (BBH). Die Publikation umfasst nun 72 Seiten, ist kostenfrei und steht online zunächst auf Deutsch zum Download bereit. Eine englische Übersetzung folgt.

Über Agri-Photovoltaik

Die Agri-Photovoltaik bringt Solarstromerzeugung und Landwirtschaft unter einen Hut. Eine Fläche kann so gleichzeitig der landwirtschaftlichen Nahrungs- und Futtermittelproduktion als auch der Solarstromerzeugung dienen. Das reduziert die Konkurrenz um landwirtschaftliche Flächen und trägt zu einer effizienteren Landnutzung bei. Darüber hinaus kann die Agri-PV Schutz vor Hagel-, Frost- und Dürreschäden bieten und macht Schutzfolien und andere Materialien überflüssig. Auch kann eine Reduktion der Windlasten und der Sonneneinstrahlung zu einem geringeren Wasserverbrauch in der Landwirtschaft beitragen. Bei manchen Ackerfrüchten können die aufgeständerten Solarmodule sogar zu einem Anstieg der landwirtschaftlichen Erträge führen, haben Forschungsprojekte wie APV-RESOLA gezeigt. Darüber hinaus schafft die Solarstromerzeugung stabile zusätzliche Einkommensquellen für Landwirtschaftsbetriebe und erhöht damit die Resilienz vieler Höfe gegenüber Ernteausfällen.

Quelle: Fraunhofer ISE / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7819 Fri, 22 Apr 2022 14:17:48 +0200 Interesse an Solarenergie wächst https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/interesse-an-solarenergie-waechst-7819.html Der Bundesverband Solarwirtschaft registriert ein wachsendes Verbraucherinteresse an der Anschaffung eigener Solaranlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung und von Solarspeichern. Über 2,5 Millionen Haushalte in Deutschland Solarkollektoren. Der Verband führt dieses auf die explodierenden Energiepreise und den wachsenden Wunsch vieler Bürger*innen zurück, sich infolge des Ukraine-Krieges unabhängiger von russischen Energieimporten zu machen. 

Aus klima- und geopolitischen Gründen dürften viele Gas- und Ölheizungen in den kommenden Jahren ausgetauscht und vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Solartechnik in Kombination mit anderen erneuerbaren Energien gilt in den Augen vieler Energieexpert*innen für viele Gebäude dabei als beste Wahl.

Solarkollektoren als Effizienz-Booster

Millionen von Gasheizungen wurden jedoch erst in den letzten Jahren neu installiert. Für viele Immobilienbesitzer*innen kommt ein kompletter Tausch des Heizsystems deshalb vorerst nicht in Betracht. „Diese Heizungen brauchen jetzt zumindest einen solaren Effizienz-Booster. Bestehende Gas- und Ölheizungen lassen sich problemlos mit Solarwärme-Kollektoren nachrüsten. Je nach Beschaffenheit des Gebäudes sinken die Ausgaben für Gas oder Öl dann sofort um 25 bis 50 Prozent. Die Abhängigkeit von fossilen Energiequellen verringert sich entsprechend“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW).

Im Falle einer späteren Umstellung der Heizung z. B. auf Bioenergie oder Umweltwärme können die Solarkollektoren problemlos weiter betrieben werden. Sie würden dann Kosten für den Bezug von Pellets oder Wärmepumpenstrom einsparen, so Körnig. Anschaffung und Einbau einer neuen Solar-Heizung wird vom Bundesamt für Wirtschaft mit bis zu 45 Prozent der Kosten gefördert, die solarthermische Nachrüstung bestehender Gasheizungen mit 30 Prozent.

Der überwiegende Teil deutscher Eigenheimdächer ist nach BSW-Angaben technisch geeignet und groß genug, um sowohl Solaranlagen zur Wärmeerzeugung (Solarthermie) als auch zur Stromerzeugung (Photovoltaik) zu tragen. Bereits über 2,5 Millionen Haushalte nutzen in Deutschland Solarkollektoren als Effizienz-Booster zur Raum- und Wassererwärmung und rund 2 Millionen Haushalte zur Stromerzeugung.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e. V. / Delia Roscher

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Solarenergie
news-7818 Fri, 22 Apr 2022 13:38:13 +0200 Kostengünstiger Hebel für den Klimaschutz https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/kostenguenstiger-hebel-fuer-den-klimaschutz-7818.html Deutschland sucht kurzfristig Wege zu höherer Unabhängigkeit von Öl und Gas. Durch steigende Energiepreise wird die Energieeffizienz und speziell die Wärmedämmung zu einem wichtigen Faktor in Politik und Wirtschaft. Eine Schlüsseltechnologie der energetischen Altbausanierung stellt dabei die Einblas- und in-situ-dämmung dar. Seit den achtziger Jahren gibt es die Einblasdämmung, die laut dem Fachverband Einblasdämmung mittlerweile von 500 Firmen bundesweit ausgeführt wird. Die Ausführungsart, Dämmstoffe über einen Einblasschlauch in zweischalige Außenwände, Innendämmungen, Dächer und Gebäudetrennwände einzublasen, ist schnell erlernbar. Auch die Ausführung dauert meist nur einen halben bis einen Tag. Die Kosten sind meist gering und über die Bundesförderung bis zu 20 Prozent förderbar.

Eine Studie des Energieinstitutes Hessen beweist nun, dass die Einblasdämmung auch Klimaschutz-Potenzial hat. Rund 185 TWh Heizenergie könnten pro Jahr damit für immer eingespart werden, entsprechend 59 Mio. Tonnen CO2, bei möglichen 2,5 Mrd. m² Gebäudehüllfläche. Die Investitionskosten zahlen sich im Durchschnitt nach acht Jahren zurück und liegen pro sanierten Bauteil bei Einfamilienhäusern ohnehin bei max. 4.000 EUR. Auch die Wohnungswirtschaft kann ihre Dachböden, Kehlbalkenlagen, ungedämmten Dachschrägen und unebenen Kellerdecken kostensparend und Mieten entlastend damit dämmen. Die Einblasdämmung kann zu einer Schlüsseltechnologie für die Beschleunigung der Wärmewende werden: funktionierend, einfach, schnell ausgeführt, bezahlbar und kompromisslos ökologisch.

Die Studie gibt es auf der Website des Fachverbands Einblasdämmung zum kostenlosen Download.

Quelle: Fachverband Einblasdämmung / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7817 Thu, 21 Apr 2022 15:08:49 +0200 Pioniere der Bauwende gesucht https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/pioniere-der-bauwende-gesucht-7817.html Auch in diesem Jahr sucht die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. und die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. Vorbilder der Nachhaltigkeit im Bausektor. Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Architektur feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. „Der Gebäudesektor rückt sehr viel stärker in den öffentlichen Fokus – endlich, wenn wir uns dessen außerordentliche Rolle für den Klima- und Ressourcenschutz, die Klimaanpassung unserer Städte und die Nachhaltigkeit ganz allgemein vor Augen führen“, sagt DGNB Präsident Prof. Amandus Samsøe Sattler. „Insbesondere der verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Umgang mit dem Gebäudebestand nimmt dabei mehr denn je eine Schlüsselfunktion ein.“

Beispiele, die zeigen, was heute schon möglich ist, prämiert der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Architektur. Die nominierten und ausgezeichneten Projekte zeichnen sich dadurch aus, dass sie Innovation, Nachhaltigkeit und eine hohe architektonische Qualität vereinen. Sie geben Antworten, wie der Bausektor den großen Herausforderungen unserer Zeit wirksam begegnen kann. „Wir suchen Vorbilder, die die längst überfällige Bauwende aktiv mitgestalten und zum Nachahmen animieren“, erklärt Samsøe Sattler, der auch in diesem Jahr den Juryvorsitz übernimmt.

In der Jury engagieren sich im Jubiläumsjahr des Wettbewerbs neben Prof. Amandus Samsøe Sattler noch Prof. Thomas Auer (Technische Universität München), Sabine Djahanschah (Deutsche Bundesstiftung Umwelt), Andrea Gebhard (Bundesarchitektenkammer), Martin Haas (haascookzemmrich - STUDIO2050), Architektin Angelika Hinterbrandner, Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner (Stadt Karlsruhe), Markus Lehrmann (Architektenkammer Nordrhein-Westfalen), Reiner Nagel (Bundesstiftung Baukultur), Marika Schmidt (mrschmidt Architekten) und Prof. Dr. Guido Spars (Bundesstiftung Bauakademie).

Bewerbung bis zum 24. Juni möglich

Auch 2022 zeichnet der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Architektur Projekte aus, die in besonderem Maße für die Transformation im Bauwesen stehen und gleichzeitig gestalterisch herausragend sind. Gesucht wird die Nachfolge des Projekts „Einfach Bauen“ in Bad Aibling, das sich im letzten Jahr erfolgreich durchsetzen konnte.

Bauherrinnen und Bauherren, Architektinnen und Architekten sowie Nutzerinnen und Nutzer können online bis zum 24. Juni ihre Projekte einreichen. Gesucht sind sowohl Neubauten als auch Bestandsbauten oder umfassende Umbaumaßnahmen, die den Ansprüchen nachhaltiger Architektur gerecht werden. Das Siegerprojekt wird im Rahmen der Verleihung des 15. Deutschen Nachhaltigkeitspreises am 2. Dezember 2022 in Düsseldorf bekanntgegeben und ausgezeichnet.

Neben der DGNB und der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeit wird der Preis unterstützt durch die Bundesarchitektenkammer, den Bund Deutscher Architekten, die Bundesstiftung Baukultur sowie Caparol.

Quelle: DGNB e.V. / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-7816 Thu, 21 Apr 2022 14:38:21 +0200 Wie Wärmepumpen zur mehr Energieunabhängigkeit und Klimaschutz beitragen https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/wie-waermepumpen-zur-mehr-energieunabhaengigkeit-und-klimaschutz-beitragen-7816.html Energieeffiziente Wärmepumpen können die Abkehr von fossilen Brennstoffen unterstützen und zu Energieunabhängigkeit beitragen. Doch dafür muss der Bestand von derzeit einer Million Wärmepumpen auf vier bis sechs Millionen bis 2030 drastisch steigen. Energieexpert*innen des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, haben untersucht, was die Umrüstung auf diese Technologie hemmt und wie Barrieren überwunden werden können. Beim ökologischen Umbau des Gebäudesektors, wie ihn die Bundesregierung plant, spielen Wärmepumpen eine zentrale Rolle. Langfristig können sie die herkömmlichen CO2-intensiven Öl- und Gasheizungen ersetzen. Dabei nutzen sie Umgebungswärme aus unterschiedlichen Quellen wie Boden, Grundwasser und Luft zum Heizen und können mit erneuerbar erzeugtem Strom betrieben werden. „Um die Pariser Klimaschutzziele zu erreichen, muss auch das Einsparpotenzial an Treibhausgasen im Gebäudebestand durch die Umrüstung auf Wärmepumpen so rasch wie möglich genutzt werden“, sagt ISOE-Energieexperte Immanuel Stieß. „Großer Nachholbedarf besteht insbesondere bei Mehrfamilienhäusern. Hier sind Wärmepumpen bislang noch kaum in Betrieb.“

Insbesondere als Teil von sogenannten Trigenerationssystemen, die Wärme-, Kälte- und Stromerzeugung kombinieren, können Wärmepumpen die Ökobilanz signifikant verbessern und zugleich Strom- und Heizkosten deutlich senken. In dem europäischen Forschungsverbund „TRI-HP – Trigenerationssysteme für die Nutzung verschiedener erneuerbarer Energiequellen“, an dem Immanuel Stieß und sein Team beteiligt waren, wurden solche Systeme untersucht. „Ein Großteil des für den Betrieb der Trigenerations-Wärmepumpen benötigten Stroms kann durch Photovoltaik vor Ort gewonnen werden“, sagt Stieß. „Die Nutzung von Sonnenenergie auf dem eigenen Dach macht den Betrieb dieser Wärmepumpen besonders energieeffizient, autark und kostengünstiger als fossil betriebene Heizungen.“

Technologie für die Wärmepumpen der nächsten Generation

Ein weiterer Vorteil dieser innovativen Wärmepumpensysteme ist, dass sie auch ohne synthetische Kältemittel auskommen, die ein sehr hohes Treibhauspotenzial haben. Stattdessen nutzen sie natürliche Kältemittel wie Propan oder CO2, wodurch sie im Betrieb besonders umwelt- und klimafreundlich sind. „In dieser Kombination stellen Trigenerationssysteme die Technologie für Wärmepumpen der nächsten Generation dar, eine Schlüsseltechnologie auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit und mehr Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen“, sagt Stieß.

Doch der ISOE-Forscher weiß auch: Technik alleine macht noch keinen Klimaschutz. Technische Innovationen müssten auch bekannt sein und von den Anwender*innen und Entscheidungsträger*innen akzeptiert werden. In einem mehrstufigen Dialogprozess mit Investor*innen, Architekt*innen, Eigentümer*innen von Immobilien sowie Installateur*innen in vier europäischen Ländern, darunter Deutschland, haben Stieß und Kollegen ermittelt, wo nicht-technische Hürden, Anreize und Widerstände beim Thema Wärmepumpen liegen und welche ökonomischen, organisatorischen und kommunikativen Anforderungen und Bedürfnisse zu berücksichtigen sind, damit diese Technologie erfolgreich eingesetzt werden kann.

Energieeffiziente Lösungen im Wärmesektor ökologisch und sozial notwendig

„Im Dialog mit den Praxisakteuren haben wir gesehen, dass im Gebäudebestand die größte Herausforderung für den Einbau von Wärmepumpensystemen liegt,“ sagt Immanuel Stieß. „Denn wie jede energetische Ertüchtigung in bestehenden Häusern und Wohnungen muss auch der Umstieg auf eine Wärmepumpe gut geplant werden. Das ist mit anfänglichen Investitionskosten verbunden, denen aber dann später Einsparungen im Betrieb gegenüberstehen.“ Doch mit Blick auf die Pläne des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, wonach ab 2025 jede neu eingebaute Heizung auf der Basis von mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien betrieben werden muss, ergibt sich aus Sicht des Energieexperten zumindest im Neubau ein Gelegenheitsfenster, um die energieeffizienten Systeme zu etablieren.

Die möglichst schnelle Abkehr von fossilen Brennstoffen für die Wärmeerzeugung sei aber nicht allein mit Blick auf Klimaziele, sondern auch aus sozialer Sicht entscheidend. „Vor allem Haushalte, die zur Miete wohnen, müssen wegen der aktuell enorm steigenden Preise für fossile Energieträger einen immer größeren Anteil ihres Einkommens für Energiekosten aufwenden. Das trägt erheblich zur Belastung von geringen und mittleren Einkommensgruppen bei.“

Gesamtsystem verstehen: Schulungsoffensive für Fachverbände und Hersteller

Damit die Wärmewende vorankommt, müsse zunächst die ökologische Bedeutung von Wärmepumpen für die Einsparung von CO2 und Treibhausgasen ins öffentliche Bewusstsein rücken. Aber auch auf der Planungsebene bestehe Handlungsbedarf: Die befragten Stakeholder in Deutschland, der Schweiz, Spanien und Norwegen bezeichneten den höheren Aufwand für eine erfolgreiche Planung und Installation innovativer Wärmepumpen sowie die damit verbundenen hohen Investitions- und Vorlaufkosten als großes Hemmnis. „Es fehlen Blaupausen für eine vereinfachte Planung, die es Heizungsinstallateur*innen, Fachplaner*innen und Architekt*innen erleichtern, die Größe und Leistung einer Anlage an die Anforderungen von Gebäuden und Nutzer*innen anzupassen. Zudem ist vielfach das Fachwissen im Umgang mit den komplexen Systemen bei einigen zentralen Akteuren noch nicht vorhanden“, sagt Stieß.

Insgesamt komme der Aus- und Fortbildung der beteiligten Handwerker*innen eine besondere Bedeutung zu. Eine Schulungsoffensive sei notwendig, damit die innovativen Wärmepumpensysteme in Wohngebäuden routiniert geplant, installiert, in Betrieb genommen und gewartet werden können. Der akute Fachkräftemangel erschwere Aus- und Fortbildungsmaßnahmen allerdings, er wird von befragten Stakeholdern als Hürde wahrgenommen.

Standardisierte Lösungen entwickeln für bessere Marktakzeptanz

Zur Verbesserung der Marktakzeptanz empfehlen die ISOE-Forscher, dass Wärmepumpen zum einen stärker standardisiert und leichter installierbar werden. Kompakte, platzsparende Systeme oder Module, die fertig konfektioniert und einfach mit Komponenten anderer Hersteller kombiniert werden, erhöhen die Praxistauglichkeit sowohl für neue als auch für bestehende Gebäude. Die Lösungen müssen nach Einschätzung der Anwender leicht zu installieren und zu bedienen sein. Deshalb würden kombinierte Pakete, etwa eine Wärmepumpe mit Photovoltaik, intelligenter Steuerung und thermischem Speicher, von Investor*innen wie Architekt*innen sehr geschätzt.

Eine vergleichsweise übersichtliche Antragstellung zur Förderung von Wärmepumpensystemen durch interessierte Abnehmer wird ebenfalls als wichtig erachtet. Zudem gebe es einen Bedarf an neuen Finanzierungs- und Geschäftsmodellen, zum Beispiel eines sogenannten Wärme-Contracting, um die Marktverbreitung innovativer Wärmepumpensysteme zu verbessern.

Quelle: ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser