enbausa.de - Energetisch Bauen und Sanieren https://www.enbausa.de/ Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen de-DE EnBauSa Thu, 02 Feb 2023 12:53:22 +0100 Thu, 02 Feb 2023 12:53:22 +0100 TYPO3 EXT:news news-8082 Wed, 01 Feb 2023 11:32:26 +0100 Nichtwohngebäude als flexible Akteure des Energiesystems https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/nichtwohngebaeude-als-flexible-akteure-des-energiesystems-8082.html Gebäude und Quartiere müssen zukünftig auf fluktuierende Stromerzeugung reagieren können, um die Klimaziele der Bundesregierung bis 2050 zu erreichen. Im Projekt „FlexGeber – Demonstration von Flexibilitätsoptionen im Gebäudesektor und deren Interaktion mit dem Energiesystem Deutschlands“ hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE drei Case Studies bei Unternehmen durchgeführt. Ziel des im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung geförderten Projekts war es, neuartige Wärme- und Kälteerzeugungstechnologien sowie Lösungen zur Reduzierung der CO2-Emissionen und zur Integration erneuerbarer Energien zu demonstrieren. Neben der effizienten Nutzung und Verknüpfung von Strom, Wärme und Kälte wurde erprobt, wie Industrie und GHD-Sektor (Gewerbe, Handel, Dienstleistungen) in die Energiewirtschaft eingebunden werden können. Dafür wurden drei Case Studies analysiert, die Flexibilitätspotenziale des Nichtwohngebäudebestandes erhoben und Hemmnisse für Markt- und Betreibermodelle identifiziert.

„Bislang sind Liegenschaften mittelständischer Industrieunternehmen oder des GHD-Sektors nur primärenergetisch betrachtet worden, nicht als Akteure im Energiesystem. Die in ihnen schlummernden Potenziale zur Bereitstellung von Flexibilität sind bisher nur unzureichend erforscht worden, eine Lücke, die unser Projekt geschlossen hat“, erklärt Dr. Jessica Thomsen, Teamleiterin Dezentrale Energieversorgung und Märkte am Fraunhofer ISE.

Das Projekt hat gezeigt, wie durch eine ganzheitliche Energiesystembetrachtung auch in mittelständischen Organisationen ein Transformationspfad in eine treibhausgasneutrale Zukunft gefunden werden kann. Dabei kann der Grad der Eigenversorgung vor allem durch Photovoltaik in Kombination mit Wärmepumpen oder thermischen bzw. elektrischen Speichern gesteigert werden. Dies reduziert die Energiekosten sowie CO2-Emissionen. Allerdings ist ein flexibler, netzdienlicher Betrieb mit dem aktuellen rechtlichen Rahmen und den installierten Messtechniken kaum zu realisieren. Zur Hebung relevanter Flexibilitätspotenziale müssen unter anderem die Tarifstruktur des Elektrizitätsbezugs reformiert und die technologischen Voraussetzungen geschaffen werden, um die Bereitstellung von Flexibilität wirtschaftlich interessant zu gestalten. So könnten die Netzentgelte dynamisiert und an die Netz- oder Systemerfordernisse angepasst werden.

Lösungen für Strom, Wärme und Kälte

Zunächst wurde bei den Unternehmen Hermann Peter KG Baustoffwerke und Taifun-Tofu GmbH sowie am Campus Heidenhofstraße des Fraunhofer ISE eine Energiesystemanalyse durchgeführt. Das Projektkonsortium entwickelte und installierte dafür detaillierte Messkonzepte zur Erfassung von Energiedaten. Auf Basis dieser Daten bildeten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer ISE die Energiesysteme der Case Studies im Energiesystemmodell DISTRICT ab und erhoben das technische Potenzial der Flexibilisierung von Strom-, Wärme- und Kältenutzung.

So wurden am Fraunhofer ISE ein Kältenetz und ein Kaltwasserspeicher mit 200 Kubikmetern Volumen installiert. Durch den Austausch mehrerer kleiner, dezentraler Kälteanlagen konnte so die Systemeffizienz gesteigert werden. Der Kältespeicher ermöglicht es zudem, einen größeren Teil der Last durch freie Kühlung zu decken und die Kälteanlagen flexibler zu betreiben, z. B. entlang eines sich ändernden Strompreises. Auch die wichtige Rolle von Wärmepumpen wurde durch das Projekt unterstrichen.

„Die Vorortanalysen haben uns gezeigt, welche Möglichkeiten es für uns gibt, den Prozesswärmebedarf CO2-neutral zu gestalten“, erklärt Alfons Graf, Verantwortlicher „Technischer Ausbau“ beim Projektpartner Taifun Tofu GmbH. Diese Erkenntnisse sollen bei zukünftigen Investitionsentscheidungen berücksichtigt werden.

Flexibilitätspotenziale ohne Anreize nicht nutzbar

Die vom Projektteam für den Nichtwohngebäudesektor erhobenen Flexibilitätsoptionen wurden in ein regionales und deutschlandweites Energiesystem- und Energiemarktmodell eingebunden, um deren Interaktion mit dem Energiesystem und die damit verbundenen Auswirkungen zu bewerten. Um das negative und positive Flexibilitätspotenzial für Deutschland abzuschätzen, erhob das Team den Nichtwohngebäudebestand und berechnete das Flexibilitätspotenzial für verschiedene Technologien.

Um die berechneten Flexibilitätspotenziale einordnen zu können, wurden sie mit der prognostizierten Residuallast (Bedarf an Strom, der nicht durch erneuerbare Energien abgedeckt werden kann) für Deutschland im Jahr 2045 verglichen. Dabei zeigte sich, dass allein die Nichtwohngebäude ein relevantes Flexibilitätspotenzial besitzen, das bis zu 3,2 Prozent der Residualenergie im Jahr 2045 entspricht.

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts lag in der rechtlichen Analyse der Hemmnisse, die derzeit eine Nutzung der Flexibilitätspotenziale verhindern. Diese Analyse wurde vom Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM) als weiterer Projektpartner durchgeführt. Sie ergab, dass ohne ökonomische Anreize für die Bereitstellung von Flexibilität Unternehmen aktuell die finanziellen und nicht-finanziellen Aufwendungen zur Erschließung der Potenziale nicht kompensieren können. Das Projektteam entwickelte daher eine Roadmap und eine Handreichung, die notwendige Rahmenbedingungen für die Flexibilisierung aufzeigen. Ein zentrales Hemmnis sind die Netzentgelte: Eine Reformierung, die einen Strombedarf in Anlehnung an das Stromangebot fördert (z. B. Anreiz zu Spitzenlasten bei Solarstrom-Spitzen), würde die Flexibilisierung wirtschaftlich interessanter machen.

Quelle: Fraunhofer ISE / Delia Roscher

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Solarenergie
news-8081 Fri, 27 Jan 2023 11:36:17 +0100 Wandmodule aus Stroh https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/wandmodule-aus-stroh-8081.html Im letzten Jahr verbuchte die Lorenz-GmbH 21 Häuser, die mit ihren Stroh-Holz-Modulen gebaut wurden. Dafür wurden 300 Tonnen Stroh in eigens konstruierte Maschinen verfüllt. Seit 2019 hat das Start-up jährlich seine Produktion verdoppelt. Für 2023 kalkuliert der geschäftsführende Gesellschafter Rainer K. Schmidt mit einer Vervierfachung der verarbeiteten Strohmenge. „Wir haben bereits mehrere Großprojekte im Volumen von 3,2 Millionen Euro in der Pipeline,“ sagt Schmidt, der viele Jahre den Vertrieb von PV-Modul-Hersteller Q-Cells weltweit aufgebaut hat. In Taucha bei Leipzig, wo Vertrieb, Engineering und Verwaltung sitzen, kommen 2023 neue Arbeitsplätze hinzu, so etwa ein Bauingenieur, der die Schnittstelle zu Planer*innen und Architekt*innen bei der konkreten Umsetzung von Projekten bildet.

Hausbau mit Stroh-Holz-Modulen

Bundesweit würden bislang rund 50 Häuser pro Jahr in lastabtragender Strohbauweise errichtet, eine Quote von 0,06 Prozent. Schmidt führt dies auf die manuelle Arbeitsweise zurück, die wenig Vertrauen erwecke, viel Zeit auf der Baustelle in Anspruch nimmt und schon im Genehmigungsverfahren oft Schwierigkeiten bereite. Dagegen sei sein Verfahren mit DIN-genormten, zertifizierten und seriell gefertigten Dach-, Wand-, Giebel- und Bodenmodulen eine vertrauenswürdige Alternative, die zudem beliebig skalierbar ist. So steht bereits die zweite Fertigungslinie, zumal die Wandmodule preislich vergleichbaren Lösungen entsprechen.

Im Schnitt, so rechnet Schmidt vor, braucht ein neugebautes Haus mit 140 Quadratmetern Wohnfläche demnach Module, die im branchenüblichen Rastermaß von 62,5 Zentimetern produziert werden, im Volumen von 450 Quadratmetern, was abzüglich der herstellungsbedingten Emissionen netto noch 25 Tonnen CO2 binde.

Auf 110 Kilogramm je Kubikmeter werden die Halme überlappend verdichtet, um den bestmöglichen Dämmwert zu erzielen. Aktuell gibt es drei Produkte in den Wanddicken DD34 (= 34 cm) für Außenwände, DD18 für Innenwände und DD24 etwa für Produktionsgebäude oder Tiny Häuser. Aktuell kommen die Lorenz-Module zu 75 Prozent bei Neubauten zum Einsatz und zu einem Viertel bei Sanierungen. Letztere sind vor allem Schwimmbäder und Schulen aus den 1960er und 1970er Jahren.

Die Lieferzeit liegt aktuell bei drei Monaten, kann bei dringendem Bedarf aber auch halbiert werden.

Rohstoff Stroh

Angesichts von vier Millionen Tonnen Stroh, die bundesweit pro Jahr anfallen, ist der nachwachsende Rohstoff in genügenden Volumina regional überall vorhanden. Trifft Schmidts Prognose ein, wird er mit 40.000 Quadratmetern Wand- und Bodenmodulen im laufenden Jahr 2000 Tonnen CO2 in dem verarbeiteten Stroh binden. Und weil die Herstellung und Logistik bis hin zur Montage deutlich weniger CO2 emittiert, kam die Lorenz GmbH 2022 mit ihrer Produktinnovation beim 15. Deutschen Nachhaltigkeitspreis unter die sechs Finalisten.

Quelle: Lorenz GmbH / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-8080 Thu, 26 Jan 2023 11:24:18 +0100 Starkes Wachstum bei Wärmepumpen https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/starkes-wachstum-bei-waermepumpen-8080.html Der Absatz von Heizungswärmepumpen stieg im Jahr 2022 laut einer aktuellen Absatzstatistik auf 236.000 Geräte und damit um 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zur weiteren Beschleunigung des Wärmepumpenausbaus fordert der Bundesverband Wärmepumpe eine rasche und konsequente Umsetzung der angekündigten Novelle des Gebäudeenergiegesetzes sowie weitere Maßnahmen zur Entlastung des Strompreises. „Der Markthochlauf ist in vollem Gange, die Menschen haben offensichtlich verstanden, dass die Wärmepumpe die beste Alternative zum Heizen mit fossilen Energieträgern ist. Die Technologie gibt wichtige Antworten auf die Krisen unserer Zeit: mehr Klimaschutz durch immer mehr CO2 freies Heizen und weniger Abhängigkeiten von Gasimporten. Darauf müssen wir jetzt weiter aufbauen. Die von der Bundesregierung bereits für das Jahr 2024 ausgegebene Zielmarke von 500.000 Geräten ist ehrgeizig, aber erreichbar“, betont Paul Waning, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP). „Die Industrie hat in einem schwierigen Umfeld mit Personal- und Lieferengpässen gezeigt, dass sie mit einer klugen Priorisierung und innovativen Lösungen auf einen massiven Nachfrageanstieg reagieren kann. Ebenso sind die Handwerkerorganisationen intensiv bemüht, die notwendigen Schulungen und Fortbildungen anzubieten.“

Allerdings brauche es nach dem Wachstum von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr eine ähnliche Steigerung in den Folgejahren. Dieses Wachstum ist nicht nur vom Handeln der Industrie abhängig, sondern vor allem vom Nachfrageverhalten der Verbraucher*innen, bemerkt Dr. Martin Sabel als Geschäftsführer des Branchenverbandes. „Wir haben die klare Erwartung an die Politik, die Rahmenbedingungen für Wärmepumpen in den nächsten Monaten weiter zu verbessern.“

Handlungsbedarf bei Gebäudeenergiegesetz, Strompreis und Industrieförderung

Der BWP fordert von der Bundesregierung, die in Aussicht gestellte Novelle des Gebäudeenergiegesetzes schnell vorzulegen. Konkret geht es um die Regelung, dass ab dem kommenden Jahr jede neue Heizung mit mindestens 65 Prozent Erneuerbaren Energien betrieben werden soll. Die Wärmepumpe würde zur Standardlösung, um diese Vorgabe zu erfüllen. Die aktuelle Marktdynamik zeigt, dass Fachhandwerk, Heizungsindustrie und Verbraucher*innen diese Umstellung bewältigen können und wollen. Dafür brauchen sie aber dringend eine gesetzliche Planungssicherheit. „In weniger als einem Jahr sollen die entsprechenden Regelungen bereits in Kraft treten. Die Branche erwartet jetzt eine zügige Umsetzung der von der Koalition bereits öffentlich in Aussicht gestellten Neuregelungen“, sagt Dr. Sabel.

Ebenso wichtig seien entsprechende Maßnahmen bei den Energiepreisen: „Die Verbraucher*innen benötigen eine klare Orientierung, dass sich der Wechsel vom Gas- oder Ölkessel zur strombetriebenen Wärmepumpe rentiert. Die im Dezember beschlossenen Gas- und Strompreisbremsen sind wichtige sozialpolitische Maßnahmen, die auch Wärmepumpenhaushalten helfen. Für eine nachhaltige Lenkungswirkung muss aber vor allem der Strompreis weiter entlastet werden. Wir fordern daher eine Mehrwertsteuerabsenkung auf 7 Prozent und eine Absenkung der Stromsteuer auf das europarechtlich zulässige Minimum von 0,1 Cent pro Kilowattstunde. Es ist völlig unverständlich, warum die Mehrwertsteuer für das klimaschädliche Erdgas reduziert wurde, für den immer grüner werdenden Strom zum Betrieb einer Wärmepumpe aber nicht.“

Ein weiteres Instrument sei die effiziente Nutzung des Flexibilitätspotenzials von Wärmepumpen, etwa zum Ausgleich von Spitzenlasten im Stromnetz oder zur Speicherung von eigenem PV-Strom. Der BWP erwarte viel von den neuen Regelungen, die die Bundesnetzagentur gerade dazu ausarbeitet.

In Erwartung des weiteren Markthochlaufs geht die Wärmepumpenindustrie derweil massiv in Vorleistung und investiert in den Ausbau bestehender Produktionsanlagen sowie in die Errichtung neuer Werke. Damit investiert sie auch in die Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland, was neue Arbeitsplätze schafft und bestehende Jobs absichert. „Der Ausbau der Wärmepumpenbranche geht mit großen Chancen für den Industriestandort Deutschland einher. Die US-Amerikanische Regierung hat das bereits erkannt und mit dem Inflation Reduction Act massive Subventionen für die dortige Wärmepumpenindustrie angekündigt. Jetzt müssen industriepolitische Instrumente auch von Deutschland und der EU ergriffen werden“, sagt Dr. Martin Sabel. Die oftmals diskutierten Superabschreibungen sowie zinsgünstige Kredite könnten beispielsweise die Liquidität der Branche beim Aufbau neuer Fertigungskapazitäten sicherstellen und bestehende Anhängigkeiten reduzieren.

Technologiesegmente: Luft-Wasser-Wärmepumpen dominieren weiter den Markt

Von den 236.000 Heizungswärmepumpen waren 205.000 Geräte Luft-Wasser-Wärmepumpen (+ 61 Prozent gegenüber dem Vorjahr), davon rund 104.000 Monoblock-Geräte (+ 68 Prozent) und 65.000 Split-Geräte (+ 49 Prozent). Sole-Wasser-Wärmepumpen legten um 15 Prozent zu, 31.000 erdgekoppelte Anlagen wurden 2022 verkauft. Auch die Anzahl der speziell auf die Erwärmung von Trinkwasser ausgelegten Warmwasser-Wärmepumpen hat sich im letzten Jahr stark erhöht: Um über 90 Prozent auf 45.500 Geräte.

Quelle: Bundesverband Wärmepumpe (BWP) / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-8079 Wed, 25 Jan 2023 07:55:00 +0100 Neue Bautrends im Fokus https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/neue-bautrends-im-fokus-8079.html Besucher*innen der Baumesse Chemnitz erwartet vom 3. bis 5. Februar 2023 ein breit gefächertes Programm mit den neuesten Bautrends, einem interessanten und hochkarätig besetzten Vortragsprogramm, Handwerksaufführungen und zahlreichen Mitmachaktionen. Gestartet wird nach der offiziellen Eröffnung mit einer Podiumsdiskussion zu Lösungsansätzen für Bau- und Wohnkonzepte, die den veränderten Bedingungen am Energiemarkt und dem Erreichen der gesteckten Klimaziele sowie dem Wunsch vieler „Häuslebauer“ nach mehr Einklang mit der Natur Rechnung tragen. Unter der Überschrift „Autarkie vs. Zentralisierung“ diskutieren dabei unter anderem der Schweizer Solar-Pionier Josef Jenni – Erbauer des ersten völlig mit Sonnenenergie versorgten Hauses in Europa – sowie Vertreter aus Politik und Bauwirtschaft über entsprechende Denkansätze und Praxisbeispiele aus Chemnitz, Sachsen und der Welt.

Das Thema der Podiumsdiskussion zieht sich auch durch eine Vielzahl der Fachvorträge an den drei Messetagen. Ebenso wird es eine Sonderschau innerhalb der Messe geben, die sich mit der Thematik „Autarkes Wohnen“ beschäftigt. Highlight hier wird das Freilandhaus ANTON mit biodynamischen Holz-Lehm-Wänden der in Dresden ansässigen Constantia GmbH, einem Unternehmen der Lebens-Welt. Darüber hinaus wird das Wasserstoff-Kompetenzzentrum Terra.Hub aus Ursprung seine Erfahrungen bei der Herstellung und Nutzung von grünem Wasserstoff präsentieren. Die FASA AG aus Chemnitz zeigt, wie die solarthermische Wärmeunabhängigkeit für Alt- und Neubauten funktionieren kann.

Weitere Aussteller komplettieren das Themengebiet mit all seinen Facetten. Alle Aussteller der Sonderschau verstehen sich als Visionäre, die andere mit ihrem Engagement mitnehmen wollen, in eine gemeinsame, nachhaltig gestaltete Zukunft. Es geht ihnen nicht darum, sich vom Versorgungsnetz abzukoppeln, sondern darum, selbst mehr Kapazitäten zu erzeugen, die von der Gemeinschaft genutzt werden können.

Aber auch für all jene, die selbst unternehmerisch tätig sind, hält vor allem der Eröffnungstag ein Highlight parat: Ein dreistündiges Seminar (13:00 – 16:00 Uhr) zum Thema „Kundenbindung – Vom Kunden zum Fan“ mit Paul Johannes Baumgartner, Motivationscoach, Vortragsredner und Radiomoderator. Unterhaltsam und informativ zugleich verrät er, wie es Ihnen gelingen kann, dass Ihre Kund*innen zu Ihren Fans werden.

Die Tickets für das Coaching zum Preis von 150 Euro (inkl. Messeeintritt) sind hier erhältlich.

Infos zu den Eintrittspreisen für die Baumesse Chemnitz finden Sie hier. Eintrittskarten, die im Vorverkauf erworben wurden, berechtigen am Tag des Messebesuchs zur kostenfreien An- und Abfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im Verbundraum Mittelsachsen.

Quelle: Baumesse Chemnitz / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-8078 Tue, 24 Jan 2023 04:55:00 +0100 Änderungen erleichtern Mieter*innen Zugang zu sauberem Sonnenstrom https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/aenderungen-erleichtern-mieterinnen-zugang-zu-sauberem-sonnenstrom-8078.html Der Elektrotechnik-Verband VDE veröffentlichte ein Positionspapier mit dem Vorschlag, Balkonkraftwerke mit einer Leistung bis zu einer „Bagatellgrenze“ von 800 Watt künftig an das Hausnetz anzuschließen. „Geduldet“ werden sollen dabei endlich auch herkömmliche Schuko-Steckdosen. Speziell dafür hatte sich der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, Ende Dezember in einem offenen Brief ausgesprochen. Damit entfällt ein entscheidendes Hemmnis, das Verbraucher*innen, die per Balkon-PV Solarstrom für den eigenen Verbrauch erzeugen wollen, bis zuletzt verunsichert hatte. Ebenso zulässig sein soll der Balkon-Solar-Betrieb an jedem Stromzähler-Typ, also selbst an Zählern, die sich rückwärts drehen, wenn gerade mehr Strom ins Hausnetz eingespeist als verbraucht wird. Eine weitere Erleichterung für Nutzer*innen ist die vereinfachte Anmeldung. Sie soll nur noch bei der Bundesnetzagentur erforderlich sein soll, nicht mehr aber bei den jeweiligen Netzbetreibern.

„Diese Änderungen sind schon seit langem überfällig. Dass sie nun endlich kommen, ist ein echter Durchbruch“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand der Ökoenergiegenossenschaft Green Planet Energy: „Wir haben dafür über Jahre gestritten und Verbraucher*innen bei juristischen Verfahren unterstützt. Nun ist die Blockade endlich überwunden.“ Die Umsetzung der VDE-Vorschläge in der derzeit entstehenden Produktnorm für solche Module und in entsprechenden Gesetzen wird es Millionen Mieter*innen erleichtern, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen.

In die Freude über den Erfolg, zu dem die Arbeit der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) entscheidend beigetragen hat, mischt sich für Tangermann aber auch ein Wermutstropfen: „Alleine wir von Green Planet Energy setzen uns schon seit 2016 intensiv für Balkon-PV ein. Schon damals konnten Module mit zertifizierten Wechselrichtern de facto sicher über eine Schuko-Steckdose betrieben werden“, sagt Sönke Tangermann. „Durch die massive Blockade vor allem von Netzbetreibern haben wir Jahre für die Energiewende verloren, zahllose Kilowattstunden an sauberer Energie sind uns so entgangen.“

Quelle: Green Planet Energy / Delia Roscher

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Solarenergie
news-8077 Mon, 23 Jan 2023 11:15:16 +0100 Schon vor dem Ablauf der Frist auf erneuerbare Wärme umsatteln https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/schon-vor-dem-ablauf-der-frist-auf-erneuerbare-waerme-umsatteln-8077.html Wer eine mehr als 30 Jahre alte Heizung betreibt, muss diese unter Umständen austauschen. Hauseigentümer*innen sollten daher in diesem Jahr prüfen, ob ihr Heizkessel vor 1993 eingebaut wurde. Fachleute raten, bereits deutlich vor der gesetzlichen Verpflichtung einen konkreten Plan zu entwickeln. Rund zwei Millionen Heizungen in Deutschland dürften älter als 30 Jahre alt sein, schätzen Expert*innen. Sie sind in der Regel so ineffizient, dass sie nicht nur das Klima, sondern auch den Geldbeutel belasten. Zudem drohen sie unerwartet auszufallen. Daher hat der Gesetzgeber ein Betriebsverbot für Ü-30-Heizungen verfügt – mit Einschränkungen. Ausnahmen gelten für Niedertemperatur-Heizkessel und Brennwertkessel. Für Konstanttemperaturkessel endet die Betriebserlaubnis nach drei Jahrzehnten.

Konstanttemperaturkessel müssen raus, außer man wohnt schon lange im Haus

Die Eigentumsverhältnisse in Wohngebäuden spielen auch eine Rolle: Wer in einem Gebäude mit weniger als drei Wohneinheiten eine Wohnung zum 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat, darf die Heizung weiter betreiben. Bei einem Eigentümerwechsel tritt dann die Austauschpflicht in Kraft. Dann hat man zwei Jahre Zeit, die Heizung zu tauschen.

Wie man das Alter der Heizung ermitteln kann, wissen Expert*innen. „Meist findet sich die Altersangabe auf dem Typenschild am Heizkessel. Auf dem Schild ist auch der Hersteller und die Heizleistung angegeben“, sagt Jörg Knapp vom Fachverband Sanitär-Heizung-Klima Baden-Württemberg. „Bei manchen Heizkesseln befindet sich das Schild unter einer Abdeckung und ist daher nicht ganz einfach zu entdecken.“ Wer nicht fündig wird, kann das Alter der Heizung möglicherweise der Rechnung, einem Protokoll des Schornsteinfegers oder einem Datenblatt der Heizung entnehmen. „Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, sich direkt an Expertinnen und Experten zu wenden“, sagt Knapp. „Fachleute aus der Sanitär- und Heizungsbranche sind in der Lage, bei der Wartung der Heizung Alter und Heizungstechnik zu bestimmen. Auch im Rahmen einer Energieberatung oder bei der Reinigung des Kamins können entsprechende Fachleute das Alter der Heizung feststellen.“ Vor Ort können die Fachleute außerdem eine Empfehlung abgeben, ob es sich lohnt, die Heizung bereits vor Ablauf der 30 Jahre auszutauschen.

Beim Heizen gehört erneuerbaren Energien die Zukunft

Wer eine neue Heizung erwirbt, sollte nicht mehr auf Öl und Erdgas setzen. Das reduziert den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2). Zu den klimafreundlichen Heizungen zählen vor allem Wärmepumpen und – mit Abstrichen – auch Holz- und Pelletheizungen. Erstere können gut mit Photovoltaikanlagen kombiniert werden, letztere mit Solarthermieanlagen. Auch der Anschluss an ein Wärmenetz liefert oft Wärme aus regenerativen Quellen oder Abwärme. Ist ein Heizungstausch auf Basis erneuerbarer Energien geplant, sollten Hauseigentümer*innen berücksichtigen, dass die Erneuerbaren-Heizungen umso effizienter werden, je niedriger die erforderliche Temperatur des Heizungswassers, die sogenannte Vorlauftemperatur, ist. In manchen Fällen sollte daher vor beziehungsweise mit dem Heizungstausch noch die ein oder andere Sanierungsmaßnahme erfolgen, etwa eine Wärmedämmung oder der Einbau größerer Heizkörper. Das verringert die Vorlauftemperatur.

Die Wärmewende zuhause lohnt sich. Erneuerbare-Energien-Heizungen schonen nicht nur das Klima, angesichts steigender Kosten für Erdgas und Öl werden erneuerbare Energien im Betrieb langfristig günstiger sein. Und dass, obwohl die Anschaffungskosten für Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien nach Abzug der Förderung aktuell meist höher als die von Öl- und Erdgasheizungen sind. Wärmepumpen und Holzheizungen sind außerdem nicht von der ab 2024 wieder steigenden CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe betroffen. Ein weiterer Pluspunkt: Die Nutzung erneuerbarer Wärme macht unabhängiger von den Preisschwankungen fossiler Energien.

In Baden-Württemberg sind Erneuerbare-Heizungen sogar gesetzlich gefordert. Im Südwesten müssen alle neuen Heizungen in bestehenden Gebäuden zu mindestens 15 Prozent durch erneuerbare Energien unterstützt werden. Das sieht das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) des Landes vor. Auch bundesweit soll ein – noch viel höherer – Pflichtanteil bald der Fall sein. Die Bundesregierung plant, dass zum 1. Januar 2024 jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen muss. Öl- und Gasheizungen sind aber auch aus einem anderen Grund keine zukunftsfähige Heizung mehr. Ab den 2030er-Jahren sollen sie mit einer immer kürzeren Vorgabe zur Betriebszeit belegt werden. Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden, Baden-Württemberg sogar bis 2040. Öl- und Gasheizungen haben in da keinen Platz mehr. „Eine rein mit fossilen Brennstoffen betriebene neue Heizung lohnt sich daher bereits heute nicht mehr“, sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau.

Gebäudeenergieberatung klärt über die Fördermöglichkeiten auf

Wenn Hauseigentümer*innen bei der Wahl der passenden Heizung die richtige Wahl treffen wollen, sollten sie eine professionelle Gebäudeenergieberatung durchführen lassen. Fachleute beraten vor Ort und wissen auch, welche Förderprogramme zur Verfügung stehen. Ihre Dienstleistung wird bis zu 80 Prozent finanziell unterstützt, das sind maximal 1.300 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern und maximal 1.700 Euro bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten.

Quelle: Zukunft Altbau / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-8076 Fri, 20 Jan 2023 11:14:41 +0100 Solaranlage mit patentiertem Auflagersystem auf Sandwichpaneelen installiert https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/solaranlage-mit-patentiertem-auflagersystem-auf-sandwichpaneelen-installiert-8076.html Der PV-Montagesystemexperte Aerocompact stattet sein bisher größtes Sandwichpaneeldach mit seinen Unterkonstruktionen aus. Die Berliner Solarfirma securenergy GmbH hat das Schienensystem COMPACTMETAL TR des österreichischen Herstellers auf zwei Neubauhallen im brandenburgischen Nuthe-Urstromtal installiert. Komplexe Statik

„Die Statik war sehr komplex“, berichtet Johann Egger, Projektleiter bei securenergy. „Normalerweise hätten wir eine Kurzschiene genommen.“ Das sei bei Sandwichpaneelen aber nicht ohne weiteres möglich, weil sich die Schichten voneinander ablösen können, wenn man die Unterkonstruktion direkt auf der Oberschicht der Paneele verschraubt. „Außerdem war der Pfettenabstand mit bis zu drei Metern sehr groß. Wir brauchten eine stabile Lösung, die auch hohen Schnee- und Windlasten standhält. Das Aerocompact-System hat uns überzeugt,“ erklärt er.

Selbsttragende Konstruktion

Aerocompacts patentiertes Befestigungssystem COMPACTMETAL TR ist die erste Lösung auf dem Markt, die Sandwichpaneele weder belastet noch beschädigt. Denn die Schiene liegt bei diesem Konzept nicht direkt auf dem Dach auf, sondern wird mit selbstbohrenden Stützschrauben direkt mit der darunterliegenden Pfette verbunden. Weil sich die PV-Unterkonstruktion vollständig darauf abstützt, werden weder Druck- noch Zugkräfte durch Wind oder Schnee in die Sandwichpaneele eingeleitet, was undichte Stellen oder eine Loslösung der Außenschale verhindert. Distanzstücke garantieren, dass der Abstand zwischen der Schiene und dem Dach gleichmäßig eingehalten wird.

Von Paneelherstellern empfohlen

„Unser Auflagerkonzept wird von vielen Paneelherstellern empfohlen“, sagt Produktmanager Albert Vonbun von Aerocompact. Dabei ist der Montageaufwand sehr überschaubar. „Wir waren 30 Prozent schneller als erwartet. Das hat uns sehr positiv überrascht“, freut sich Projektleiter Egger und ergänzt: „Die Lösung kombiniert die Vorzüge leichte Handhabbarkeit und schnelle Montage aus der Welt der Kurzschiene mit einer überragenden Stabilität.“

Über Aerocompact

Aerocompact wurde 2014 von Mathias Muther in Österreich gegründet. Das Unternehmen produziert und vertreibt PV-Montagelösungen für Flachdächer, Schrägdächer und Metalldächer sowie für Freilandsysteme. Neben seinem Stammsitz in Satteins/Vorarlberg verfügt der Experte für PV-Montagelösungen über Standorte in Nüziders/Vorarlberg und Wien. Darüber hinaus hat Aerocompact vier Tochtergesellschaften in Österreich, Deutschland, den USA und Indien und zusätzlich eigene Vertriebspräsenzen in neun Ländern. Insgesamt sind weltweit rund 130 Mitarbeiter beschäftigt. Die Herstellung der Unterkonstruktionen erfolgt in eigener Produktion in Vorarlberg sowie über Produktionspartner in verschiedenen Ländern. Die Produkte des Unternehmens wurden bereits in über 50 Ländern installiert.

Quelle: Aerocompact / Delia Roscher

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Solarenergie
news-8075 Thu, 19 Jan 2023 14:48:11 +0100 Vögel mit modernem Glas schützen https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/voegel-mit-modernem-glas-schuetzen-8075.html Für Vögel stellen Fenster und Glasfassaden ein Problem dar, da sie diese nicht als Barriere wahrnehmen. Eine UV-Beschichtung oder ein Laserdruck sind Lösungsansätze. Die Kollision mit Glas zählt zu den größten unnatürlichen Todesursachen für Vögel. Doch Vogelschutzglas ermöglicht erstmals, architektonisch ansprechende Gebäude mit viel Glas zu schaffen, die durch intelligente technische Lösungen zudem energieeffizient sind.

Ursachen für Vogelschlag

Im Glas spiegelt sich die Umwelt und Vögel sind nicht in der Lage, dieses Spiegelbild von der Realität zu unterscheiden. Beim Versuch, das reflektierte Ziel zu erreichen, prallen sie gegen die Scheibe. Vögel können außerdem transparente Glasscheiben nicht als Barriere wahrnehmen. Wenn eine Glasscheibe einen scheinbar freien Flugweg blockiert, prallen Vögel dagegen. Bei Häusern besteht diese Gefahr bei Verglasungen über Eck oder wenn durch ein zweites Fenster an der Rückwand eine Durchflugsmöglichkeit suggeriert wird. Die Gefahr des Vogelanpralls verstärkt sich zusätzlich, wenn sich für Vögel attraktive Ziele hinter dem Glas befinden, wie zum Beispiel Bepflanzungen.

„Um die Gefahren durch Vogelschlag zu begrenzen, haben industrienahe Forschung und Unternehmen eine ganze Reihe von Lösungen entwickelt, die sich in der Praxis bereits bewähren. Dazu gehören zum Beispiel Beschichtungen, klar sichtbare Markierungen auf den Scheiben ebenso wie technische Lösungen, die für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar oder auch nur von außen sichtbar sind“, erklärt BF-Geschäftsführer Jochen Grönegräs.

UV-Beschichtung

UV-beschichtete Gläser sind für das menschliche Auge kaum sichtbar, da die Reflexion dieser speziellen Beschichtung hauptsächlich im ultravioletten Bereich erkennbar ist. Viele Vögel sind dank eines zusätzlichen Zapfens auf ihrer Netzhaut im Gegensatz zum Menschen in der Lage, dieses UV-Licht und somit das Glas wahrzunehmen. Dies hilft den Tieren, das Glas rechtzeitig als Hindernis zu erkennen. Diese Beschichtungen können entweder im Scheibenzwischenraum oder auf der äußeren Glasoberfläche aufgetragen werden.

Laserdruck

Mit einem besonderen Laserdruckverfahren wird die Oberfläche der Scheibe mit einem hauchdünnen Aufdruck versehen, der nicht ertastet werden kann. Die leichte Reflektion des Aufdrucks macht durch breite Lichtstreuung ein Hindernis erkennbar. Die dabei verwendete Druckfarbe ist für den Menschen äußerst dezent.

Nur von außen sichtbar

Es gibt auch besondere Beschichtungen, die mehr als die UV-Technik nutzen, aber nur von außen zu sehen und von innen kaum für das menschliche Auge wahrnehmbar sind. Solche Beschichtungen werden auf der Außenfläche aufgebracht.

Verbundsicherheitsglas (VSG)

VSG ist ein Verbundglas aus zwei oder mehr Flachglasscheiben, die übereinandergelegt und durch eine reißfeste und zähelastische Folie miteinander verklebt werden. Bei den Vogelschutzlösungen wird die jeweilige Folie direkt mit einem Punktmuster versehen. Dieses Punktmuster kann von Menschen aus einer Entfernung von mehr als zwei Metern nicht mehr wahrgenommen werden.

Siebdruck: Muster in allen Formen und Farben

Bei Punktraster-Beschichtungen durch Siebdruck, Säureätzung oder Laser werden Muster auf die Scheibe aufgetragen, um es für Vögel sichtbar zu machen. Diese können sehr dezent als Muster gestaltet werden, oder aber Logos, komplexe Designs und Symbole enthalten.

Ein neues Beschichtungsverfahren ergänzt das bisher eingesetzte Siebdruck-Verfahren. Die sichtbaren, metallischen Markierungen sind dabei ertastbar und in Mustern wie Punkten oder Linien zu erhalten. Die Chrom-Markierungen erzeugen maximalen Kontrast sowohl in Reflexion als auch in Transmission und kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn Vogelschutz mit einem attraktiven Design kombiniert werden soll.

Profilbauglas (U-Glas)

Profilbauglas, auch Profilglas oder Industriegussglas genannt, ist eine spezielle Art des Ornamentglases. Es wird unter Hitzeeinwirkung im Maschinenwalzverfahren hergestellt und kann sowohl klare als auch strukturierte Oberflächen aufweisen.

„Viele Beschichtungstechnologien verbinden die Vorteile von Wärmeschutz- bzw. Isoliereigenschaften mit den Eigenschaften von Vogelschutzglas. So werden Vogelschutz, Tageslichtbedarf und Energieeffizienz in Einklang gebracht“, erklärt BF-Geschäftsführer Grönegräs.

Der Begriff „Vogelschutzglas“ ist übrigens nicht rechtlich definiert oder geschützt, und es gibt keine offizielle Norm für Vogelschutzglas in Deutschland oder der EU. Verbraucher*innen können sich allerdings an unabhängigen Studien orientieren und sich dann beraten lassen, welche Vogelschutzmaßnahme zu ihrem Bauvorhaben passt.

Quelle: Bundesverband Flachglas / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-8074 Wed, 18 Jan 2023 04:55:00 +0100 Clever sparen, ohne zu frieren https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/clever-sparen-ohne-zu-frieren-8074.html Je kälter es draußen ist, desto weiter werden Heizungen aufgedreht. Aufgrund der Energieknappheit und den hohen Energiepreisen keine gute Idee. Der gezielte Einsatz von Rollläden und anderen Sonnenschutzprodukten hilft dabei, die Heizkosten zu senken, ohne zu frieren. Weniger Heizkosten

Wer Rollläden vor Fenstern, Balkon- und Terassentüren hat, sollte sie an sonnigen Tagen möglichst öffnen und das Heizen zumindest teilweise der wärmenden Sonnenstrahlung überlassen. Nachts und an besonders kalten Tagen sollten Rollläden und Co. dagegen möglichst geschlossen bleiben. Zwischen Ihnen und der dahinter liegenden Glasscheibe bildet sich dann eine isolierende Luftschicht, die den Wärmeverlust deutlich verringert. In Kombination mit innenliegendem Sonnenschutz wie Plissees oder Rollos lässt sich der Effekt noch steigern, weil sich damit an der Innenseite der Glasscheibe eine weitere Isolierschicht erzeugen lässt. Per Zeitschaltuhr, Smart-Home-Steuerung oder über Wettersensoren erledigt der Sonnenschutz das Energiesparen automatisch und besonders effektiv, selbst wenn niemand zuhause sein sollte.

Beim Nachrüsten auf Details achten

Moderne Sonnenschutztechnik lässt sich problemlos nachrüsten. Um herauszufinden, welche Lösung zu den Bedürfnissen der Hausbewohner*innen und der Einbausituation passt, ist ein Beratungstermin vor Ort ideal. Dabei kann auch gleich ein Blick auf die Dämmung vorhandener Rollladenkästen und Gurtdurchführung geworfen werden. Hier verbergen sich häufig weitere Einsparmöglichkeiten. „Fenster, Balkon- und Terrassentüren sind die großen Schwachstellen vieler Häuser. Selbst in gut gedämmten, modernen Gebäuden geht über sie ein großer Teil der teuer bezahlten Heizungswärme verloren. Noch schlimmer sieht es in Gebäuden aus, in denen sie schon Jahrzehnte alt sind“, sagt Dipl.-Ing. Björn Kuhnke, Technikexperte des Bundesverbands Rollladen + Sonnenschutz e.V. (BVRS).

Schlussendlich ist das Einsparen von Heizkosten nicht nur gut für die Haushaltskasse, sondern leistet einen wichtigen Beitrag zur CO2-Einsparung und somit zum Klimaschutz. Der nachträgliche Einbau und die Sanierung von wärmedämmenden Rollladen wird deshalb vom Staat und über die Bundesförderung für effiziente Gebäude für Einzelmaßnahmen (BEG EM) bezuschusst.

Quelle: Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V. (BVRS) / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-8073 Tue, 17 Jan 2023 04:55:00 +0100 Neue Regel greift bei rund 34.000 Dächern pro Jahr https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/neue-regel-greift-bei-rund-34000-daechern-pro-jahr-8073.html Am 1. Januar 2023 ist die finale Stufe der Photovoltaik-Pflicht im Südwesten in Kraft getreten: Bei einer grundlegenden Dachsanierung müssen Eigentümer*innen von Gebäuden eine Photovoltaikanlage installieren. Dabei müssen mindestens 60 Prozent der solargeeigneten Dachfläche mit Photovoltaikmodulen beleget werden. Wer eine Photovoltaikanlage errichtet, erzeugt günstigen Solarstrom. Das macht unabhängiger vom Stromversorger, widerstandsfähiger gegen die steigenden Strompreise und trägt zu einem klimaneutraleren Strommix bei. Je nach Größe der Anlage und dem Strombedarf wird in Wohngebäuden rund ein Drittel des Ökostroms für die Beleuchtung und elektrischen Geräte selbst verbraucht. Hauseigentümer*innen, die einen Solarstromspeicher, ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe haben, können den wirtschaftlich lukrativen Eigenverbrauch des Stroms vom Dach noch weiter steigern.

Den Teil, der nicht selbst genutzt werden kann, speist die Anlage gegen eine Vergütung in das öffentliche Netz ein. Diese wurde im Sommer 2022 deutlich angehoben: Der Vergütungssatz für Hausdachanlagen unter zehn Kilowatt installierter Leistung liegt nun bei 8,2 Cent pro Kilowattstunde. Das sind rund 30 Prozent mehr als zuvor. Inzwischen ist auch eine Volleinspeisung wieder attraktiv. Hier liegt die Vergütung bei 13 Cent pro Kilowattstunde.

60 Prozent des Dachs müssen belegt werden

„Wer künftig sein Dach grundlegend saniert, muss mindestens 60 Prozent der für Solarenergie geeigneten Dachfläche mit Photovoltaikmodulen ausstatten“, sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau. „Diese Regel ist der vierte und letzte Schritt im Klimaschutzgesetz Baden-Württembergs bezüglich der Photovoltaik-Pflicht.“ Vorher galt dies schon beim Neubau von Wohn- und Nichtwohngebäuden und Parkplätzen. Die 60 Prozent sind dabei als Mindestanforderung zu verstehen. Oftmals ist auch die Installation einer größeren Solaranlage bis hin zu einer vollständigen Abdeckung der geeigneten Dachfläche sinnvoll. Dies gilt zum Beispiel für die Eigentümer*innen, die bereits eine Wärmepumpe betreiben, ein E-Auto nutzen oder eine solche Anschaffung planen. Sie reduzieren mit der größeren Anlage die Kosten für den gestiegenen Stromverbrauch. Außerdem sinken bei größeren Anlagen die relativen Kosten. Meist ist eine Vergrößerung der Anlage sinnvoll, um den zusätzlich erzeugten Strom einzuspeisen.

Definition: Was ist eine grundlegende Dachsanierung?

Als grundlegende Dachsanierung gelten Baumaßnahmen, bei denen die Abdichtung eines Flachdachs oder die Eindeckung eines Steildachs großflächig erneuert wird. Dabei ist es unerheblich, ob eine Wiederverwendung der Baustoffe erfolgt oder nicht. Aber es gibt auch Ausnahmen: Wenn Baumaßnahmen ausschließlich zur Behebung kurzfristig eingetretener Schäden vorgenommen werden – wie etwa Sturmschäden – dann handelt es sich nicht um eine grundlegende Dachsanierung.

Zudem muss es sich mindestens um eine zusammenhängende Dachfläche von 20 Quadratmetern handeln, sonst gilt die Dachfläche als nicht ausreichend für eine Solarnutzung geeignet. Als solargeeignet gelten Dachflächen außerdem, wenn sie ausreichend von der Sonne beschienen werden. „Damit sind nicht verschattete oder nur wenig verschattete Dachflächen gemeint, die nach Süden, Osten oder Westen ausgerichtet sind“, erklärt Tina Schmidt vom Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg. „Dächer mit einer Dachneigung von mehr als 20 Grad, die nach Norden zeigen, stuft die Landesregierung als nicht geeignet ein.“

Für eine Solarnutzung grundsätzlich als ungeeignet gelten kleine Gebäude mit einer Nutzfläche von weniger als 50 Quadratmetern. Denkmalgeschützte Gebäude sind nicht prinzipiell von der Solar-Pflicht ausgenommen, hier erfolgt eine Einzelfallprüfung. Zudem ist es möglich, einen Härtefallantrag bei der unteren Baurechtsbehörde zu stellen, wenn die Installation einer Photovoltaikanlage einen unverhältnismäßig hohen wirtschaftlichen Aufwand verursachen würde. Diese Anträge haben inzwischen allerdings nur noch im Einzelfall Erfolg.

Ein Beispiel

Geht man bei einem freistehenden Einfamilienhaus von rund 100 Quadratmetern solargeeigneter Dachfläche aus, sind mindestens 60 Quadratmeter des Dachs zu belegen. Das ergibt eine installierte Leistung der Solaranlage von rund zwölf Kilowatt. Eine Photovoltaikanlage kostet derzeit pro Kilowatt Leistung rund 1.600 bis 1.900 Euro, die gesamte Beispielanlage also rund 21.000 Euro. Mit ihr können je nach Ausrichtung der Anlage rund 12.000 Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugt werden. Das ist mehr als dreimal so viel, wie der durchschnittliche Haushaltsstromverbrauch einer Familie beträgt – allerdings ohne Wärmepumpe und E-Auto.

Spätestens zwölf Monate nach der Errichtung der Anlage müssen die Eigentümer*innen der unteren Baurechtsbehörde eine Bestätigung der Bundesnetzagentur zukommen lassen, dass die Photovoltaikanlage im Markstammdatenregister registriert worden ist.

Andere Erfüllungsmöglichkeiten des Gesetzes

Es stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, das Gesetz zu erfüllen. Hauseigentümer*innen können die Anlagen statt aufs Hausdach auch in unmittelbarer räumlicher Umgebung installieren. Dazu zählt beispielsweise die Fassade, der Carport oder der Garten. Die Verpachtung der Dachfläche an Dritte, die dort eine Solaranlage installieren und betreiben, ist ebenfalls möglich. Eine weitere Option ist die Installation einer solarthermischen Anlage, die das Brauchwasser erwärmt oder die Heizung unterstützt. Damit haben Eigentümer*innen einen Spielraum bei der Umsetzung der Photovoltaik-Pflicht.

Das Potenzial der Solar-Pflicht ist hoch. Jedes Jahr greift sie bei geschätzt 27.000 Wohngebäuden und 7.000 Nichtwohngebäuden in Baden-Württemberg, deren Dächer für eine Solarnutzung geeignet sind und auf denen bisher noch keine Photovoltaikanlage installiert wurde.

Die wichtigsten Daten der Photovoltaik-Pflicht in Baden-Württemberg im Überblick

  • Seit 1. Januar 2022: Neubau von Nichtwohngebäuden
  • Seit 1. Januar 2022: Neubau von offenen Parkplätzen mit mehr als 35 Stellplätzen
  • Seit 1. Mai 2022: Neubau von Wohngebäuden
  • Seit 1. Januar 2023: bei grundlegender Dachsanierung von Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden

Die Details sind in der Photovoltaik-Pflicht-Verordnung des Umweltministeriums Baden-Württemberg geregelt.

Quelle: Zukunft Altbau / Delia Roscher

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Solarenergie
news-8072 Mon, 16 Jan 2023 09:40:15 +0100 Fachmesse mit starken Partnern https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/fachmesse-mit-starken-partnern-8072.html Die Volta X – Fachmesse für Energiewirtschaft der Messe Stuttgart GmbH – wird von regionalen und internationalen Unterstützer*innen zu einer Bühne für Austausch und Diskurs aufgebaut. Als internationaler und innovativer Wirtschaftsstandort bietet Stuttgart mit seinem Netzwerk aus Unternehmen, Wissenschaft und Forschung wichtige Impulse. Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg setzt sich besonders für ein starkes Engagement in der Energiewende in Deutschland und Baden-Württemberg sowie für den Umbau unseres Energiesystems ein. Die Volta-X unterstützt es beim Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im Land und präsentiert Best-Practice-Erfahrungen.

e-mobil BW GmbH

Mit einem großen Netzwerk und viel Engagement auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene gestaltet die e-mobil BW GmbH den Wandel der Mobilität in Baden-Württemberg – und das branchenübergreifend über die gesamte mobile Wertschöpfungskette. e-mobil BW unterstützt die Volta-X mit Beratung, Wissen und Impulsen und bringt ihre Expertise und Sprecher*innen im Rahmenprogramm der Fachmesse ein.

Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH

Mit zahlreichen Projekten und Angeboten unterstützt die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) die wirtschaftliche Entwicklung des Standorts Region Stuttgart. Mit ihr laufen Gespräche zur Beteiligung der WRS und ihrem Unternehmensnetzwerk am Rahmenprogramm der Volta-X. Damit bietet die WRS die Möglichkeit, zu präsentieren, zu vernetzen und neue Geschäftsbeziehungen zu knüpfen.

Die Volta X Energy Systems Expo findet vom 28. bis 30. März 2023 in Stuttgart statt.

Quelle: Messe Stuttgart GmbH / Delia Roscher

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Solarenergie
news-8071 Fri, 13 Jan 2023 04:55:00 +0100 Staatliche Zuschüsse für neue Pelletheizung https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/staatliche-zuschuesse-fuer-neue-pelletheizung-8071.html Als Ersatz für Öl-, Kohle- und Gasheizungen fördert der Staat auch im Jahr 2023 den Heizungstausch. Für Pelletheizungen gibt es hierfür mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) über eine Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen zwei Möglichkeiten. In den meisten Fällen werden dabei 20 Prozent der Investitionskosten erstattet. Erste Möglichkeit: BEG

Die BEG wurde zum 1. Januar 2023 erneuet angepasst: 20 Prozent Förderung erhalten Besitzer*innen von Ein- oder Mehrfamilienhäusern, wenn sie eine alte Öl- oder Kohleheizung, eine Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung oder eine mindestens 20 Jahre alte Gasheizung gegen eine Holzzentralheizung zum Beispiel mit Pellets ersetzen. Wird eine andere Heizungsart ausgetauscht oder bleibt eine fossile Heizung in Betrieb, beträgt der Fördersatz 10 Prozent. Die Förderung wird für bis zu 60.000 Euro an anrechenbaren Kosten pro Wohnung gezahlt. In einem Einfamilienhaus erhält ein klimafreundliches Heizsystem mit Holz so bis zu 12.000 Euro vom Staat. Voraussetzung ist, dass die neue Heizung mit einer Solarthermieanlage oder einer Wärmepumpe kombiniert wird. Dabei ist auch eine Warmwasser-Wärmepumpe möglich. Anträge müssen vor Auftragsvergabe beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden.

Zweite Möglichkeit: Steuererklärung

Für Haushalte, für die eine Solaranlage nicht passt oder wo nur der Heizkessel getauscht werden soll, können für die Investition in eine klimafreundliche Pelletheizung ebenfalls 20 Prozent der Investition erstattet werden. Dafür müssen die Kosten im Rahmen der Steuererklärung geltend gemacht werden. Die Förderung wird dann innerhalb von drei Jahren von der zu zahlenden Einkommenssteuer abgezogen. Dabei dauert es länger als bei der BEG, bis man sein Geld auf dem Konto hat. Vorteil der Steuerförderung ist aber, dass man die Förderung auch noch nach dem Einbau der neuen Pelletheizung in Anspruch nehmen kann.

Quelle: Deutsches Pelletinstitut / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-8070 Thu, 12 Jan 2023 11:44:49 +0100 Frische Luft ohne zusätzliche Energiekosten https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/frische-luft-ohne-zusaetzliche-energiekosten-8070.html In der kalten Jahreszeit sollte auf regelmäßiges Lüften nicht verzichtet werden. Wer frische Luft ohne zusätzliche Energiekosten haben möchte, sollte sich Fensterfalzlüfter genauer ansehen. Frische Luft trägt zum menschlichen Wohlbefinden bei und ist vor allem auch für die Gesundheit wichtig. Mit dem Lüften werden in der Luft enthaltene Feuchtigkeit sowie Schadstoffe und Gerüche aus den Innenräumen abtransportiert. Damit wird nicht nur zuverlässig der Schimmelbildung vorgebeugt, sondern der Luftaustausch senkt auch die Heizkosten.

„Um feuchte Luft zu erwärmen wird wesentlich mehr Energie benötigt, als wenn frische und somit Luft mit weniger Wassergehalt erwärmt werden muss“, erklärt Thomas Verhoeven, Geschäftsführer bei Regel-air. „Dadurch, dass keine frische Luft in einen Innenraum strömt, wird die von Mensch und Tier beim Kochen, Duschen oder Waschen erzeugte Feuchtigkeit nicht abtransportiert. Dann lässt sich die Luft schwerer erwärmen.“ Außerdem setzt sich die Feuchtigkeit auch im Mauerwerk, im Mobiliar oder ähnlichem fest. Das bedeutet: Statt die Heizkosten zu senken, steigen sie sogar an.

Fensterfalzlüfter für permanenten Luftaustausch

Luftfeuchtigkeit kann nur abtransportiert werden, wenn es einen regelmäßigen oder kontinuierlichen Luftaustausch gibt. Da hilft auch im Winter regelmäßiges Lüften. Das kann dadurch geschehen, dass alle zwei bis drei Stunden die Fenster richtig weit geöffnet werden – was allerdings dann ein Abkühlen der Räumlichkeiten zur Folge hat. Eine clevere Alternative sind Fensterfalzlüfter. „Die sorgen für einen permanenten Luftaustausch und zwar ohne, dass die Temperatur in den Räumen sinkt“, sagt Thomas Verhoeven.

Das liegt daran, dass der konstante leichte Luftstrom, der durch die Fensterfalzlüfter fließt, sich auf dem Weg nach außen in die Räume bereits erwärmt. „Auf dem Weg vom Eintritt in die Fensterfalz bis zum Einströmen in den Raum erwärmt sich die Luft um bis zu zehn Grad“, weiß Verhoeven. So sorgt ein Fensterfalzlüfter also konstant für frische Luft, ohne dass zusätzlich die Heizkosten explodieren. Da Fensterfalzlüfter auch ohne zusätzliche Energiezufuhr rein aufgrund physikalischer Gesetze ihre Aufgabe bewältigen, entstehen auch da keine zusätzlichen Kosten.

Fensterfalzlüfter sind nachrüstbar. Sie lassen sich im Neubau genauso verwenden wie im Altbau oder in Denkmalschutz-Objekten. Zudem können Fensterfalzlüfter auch Zuluft für Abluftanlagen und raumluftabhängige Gasthermen und Kaminöfen liefern. Damit ist der Einsatz von Fensterfalzlüftern wohl die einfachste und günstigste Lösung, um auch in der kalten Jahreszeit zuverlässig für frische Luft ohne zusätzliche Heiz- und Energiekosten zu sorgen.

Quelle: Regel-air / Delia Roscher

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Lüftung & Klima
news-8069 Wed, 11 Jan 2023 04:55:00 +0100 Vorteil Warme Kante https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/vorteil-warme-kante-8069.html Mit dem technischen Fortschritt und den stark erhöhten Anforderungen an die Energiebilanz von Gebäuden sind auch die Eigenschaften von Fenstern und deren Verglasung immer besser geworden. Damit einhergehend stiegen auch die Ansprüche an den Randverbund von Mehrscheiben-Isolierglas. Durch die mittlerweile gängige Doppel- und Dreifachverglasung hat sich die Energiebilanz neu eingebauter Fenster gegenüber Vorgänger-Modellen deutlich verbessert. Das liegt nicht zuletzt an den Zwischenräumen zwischen den Scheiben. Sie leisten bei Mehrfachverglasung hervorragende Arbeit für die Dämmung – wenn das Gesamtkonzept stimmt. Denn für die Energiebilanz der Fenster ist neben der Qualität der Verglasung und der Fensterprofile auch der Übergang von der Verglasung zum Rahmen ein entscheidender Bereich. An diesem Übergang spielen die Abstandhalter zwischen den Fensterscheiben eine zentrale Rolle für eine effektive Dämmung und damit für die Wärmebilanz.

Wärmebrücken lassen sich vermeiden

Mit den früher gebräuchlichen Isolierglas-Abstandhaltern aus Aluminium können in Fenstern und Fassaden unerwünschte Wärmebrücken entstehen.  Sie begünstigen das Entweichen wertvoller Heizenergie. Gelangt der Wärmestrom über diese Wärmebrücken nach außen, so sinkt die Temperatur im Randbereich der raumseitigen Glasoberflächen. Das wiederum führt zu einem erhöhten Risiko von Tauwasser- und Schimmelbildung. Diese Gefahr aber lässt sich vermeiden. Denn moderne Abstandhalter aus innovativen Materialien wie Kunststoff oder Edelstahl vermeiden verlässlich die Bildung von Kondensat und sichern so dauerhaft die Qualität von Verglasung, Fenster und Fassade.

„Zauberformel“ Warme Kante

„Kaum eine Wärmebrücke lässt sich so einfach beseitigen wie diejenige, die vom Aluminium-Abstandhalter zwischen Glas und Rahmen ausgeht“, erklärt Jochen Grönegräs, Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Flachglas (GGF). Denn durch den Einsatz von Materialien mit deutlich geringerer Wärmeleitfähigkeit als Aluminium können die Wärmeverluste im Randbereich einer Isolierglasscheibe laut GGF mehr als halbiert werden. Die Kurzformel: Warme Kante. Sie beschreibt den wärmetechnisch verbesserten Isolierglas-Randverbund. „Und der spart wertvolle Heizenergie, minimiert das Tauwasserrisiko und verbessert die U-Werte von Fenstern und Fassaden“, betont Grönegräs.

Zur Erläuterung: Der Wärmedurchgangskoeffizient, kurz U-Wert, in der Einheit W/(m²K) beschreibt die flächenbezogenen Energieverluste. Je höher der Wärmedurchgangskoeffizient, desto schlechter die Wärmedämmeigenschaft des Bauteils. Der U-Wert eines Fensters (Uw) setzt sich aus den Einzelwerten für Glas und Rahmenprofil zusammen. Hinzu kommt ein Aufschlag für die Wärmebrücke, der so genannte Psi-Wert. Er bezieht sich auf die Länge der sichtbaren Glaskante und beschreibt die zusätzlichen Wärmeverluste in diesem Bereich. Sie werden hauptsächlich durch die Wärmeleitung über den Isolierglas-Randverbund verursacht. „Hier können die gefährlichen Wärmebrücken entstehen, quasi kalte Kanten, die es zu vermeiden gilt“, sagt Grönegräs. Je kleiner der Psi-Wert, desto weniger Wärme geht über den Glasrandbereich des Fensters verloren.

Varianten an Abstandhaltern

Wie aber genau kommt man zur Warmen Kante und erhält einen möglichst kleinen Psi-Wert? Die Isolierglashersteller haben eine Vielzahl unterschiedlichster Abstandhalter-Produkte zur Verfügung, um die Wärmebrücke am Glasrand zu minimieren. Bezüglich der Verarbeitungstechnik wird zwischen Hohlprofilen und flexiblen Systemen unterschieden: Aus den Hohlprofilstangen werden für den Zusammenbau von Isolierglasscheiben Abstandhalterrahmen gefertigt. Bei den flexiblen Systemen wird ein vorgefertigtes Schaumprofil von der Rolle oder thermoplastisches Material aus dem Fass von vollautomatischen Applikatoren direkt auf die Scheibe aufgetragen.

Vor dem Hintergrund der Vielfalt an Abstandhalter-Systemen hat der Bundesverband Flachglas (BF) im Arbeitskreis Warme Kante in Zusammenarbeit mit Prüfinstituten Datenblätter mit repräsentativen Psi-Werten für Warme-Kante-Abstandhaltersysteme entwickelt, die seit mehr als zehn Jahren eine verbindliche Richtschnur für die Branche bilden. Der einschlägige BF-Arbeitskreis Warme Kante hat sich erfolgreich nicht nur mit physikalischen Aspekten thermisch verbesserter Isolierglas-Randverbünde beschäftigt, sondern auch konkret mit der „Gebrauchstauglichkeit“ der Systeme. Dabei ging es um die Dauerhaftigkeit von Mehrscheiben-Isolierglas ebenso wie um die Entwicklung von geeigneten Prüfmethoden. „Nach mehr als zwei Jahrzehnten sind auf dieser Grundlage verlässliche Richtwerte für die Branche entstanden, zum Wohle von Verbrauchern und Umwelt“, resümiert Grönegräs.

Quelle: Bundesverband Flachglas / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-8068 Tue, 10 Jan 2023 04:52:00 +0100 Bewerbungsphase für den BVF Award 2023 gestartet https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/bewerbungsphase-fuer-den-bvf-award-2023-gestartet-8068.html Innovative und richtungsweisende Technik im Bereich Flächenheizung und Flächenkühlung wird vom Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e. V. (BVF) mit dem BVF Award ausgezeichnet. Ab sofort sind Bewerbungen möglich. Mit dem BVF-Award zeichnet der Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen (BVF) jedes Jahr Marktteilnehmer für ihre Leistungen im Bereich Flächenheizungen und -kühlungen aus. Er unterstreicht die Innovationskraft, Qualität und Zukunftsfähigkeit der ausgezeichneten Produkte und wird von einer Fachjury vergeben.

Die Überreichung des BVF Awards findet auf dem BVF Symposium statt. Die Netzwerkveranstaltung findet in diesem Jahr am 22. und 23. November 2023 in Erfurt statt. Seit 2019 ist die Vergabe des Preises auch für Nicht-Mitglieder des Verbandes möglich.

Die Bewerbungsphase für den BVF Award 2023 läuft von Januar bis Ende Juni 2023. Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen, Handwerker*innen oder Planer*innen, die auf dem Markt der Flächenheiz- und -kühlsysteme aktiv sind. Zur Teilnahme am Wettbewerb muss lediglich eine Kurzvorstellung oder -präsentation des Projekts, Produktes oder der vorzuschlagenden Person bei der BVF Geschäftsstelle eingereicht werden. Bewerbungen oder Empfehlungen sind direkt an die BVF Geschäftsstelle unter info@flaechenheizung.de mit dem Betreff „Bewerbung BVF Award“ möglich.

Weitere Informationen unter www.bvf-award.de oder unter der Telefonnummer 0231 618 121 30.

Quelle: BVF / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-8067 Mon, 09 Jan 2023 13:34:46 +0100 Kopp SmartFlex: Erste und bislang einzige faltbare Solaranlage https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/kopp-smartflex-erste-und-bislang-einzige-faltbare-solaranlage-8067.html Kopp präsentiert eine innovative Photovoltaiklösung für den privaten und gewerblichen Bereich: SmartFlex besteht aus vier ausklappbaren PV-Modulen. Das System wird montagefertig geliefert und kann auf jedem Flachdach installiert werden. „Solaranlagen sind einer der wichtigsten Pfeiler für den Ausbau sauberer und nachhaltiger Energieerzeugung. Mit dem neuen SmartFlex-System erleichtern wir Solarteurbetrieben die Montage und Auftraggebern den Einstieg in die selbstbestimmte Energieversorgung. Damit leisten wir einen weiteren Beitrag zur Energiewende und auch für den Umweltschutz“, sagt Stephan Dörrschuck, Geschäftsführer von Kopp.

SmartFlex besteht aus vier ausklappbaren PV-Modulen, wird zusammen mit allen notwendigen Komponenten in wiederverwendbaren Boxen montagefertig geliefert und kann in kürzester Zeit auf jedem Flachdach installiert werden. Zouhair Kefi, Leiter der Division Energy & Home Automation bei Kopp: „Wir verwenden für die SmartFlex-Systeme leistungsstarke PV-Module mit hoher Qualität und außerordentlicher Effizienz. Das garantiert den Investoren eine höhere Rentabilität.“

Leistungsstark und höchst flexibel

Die Kopp SmartFlex-Module sind ausgeklappt ca. 6,8 m2 groß und erbringen eine Leistung von 1,6 kWp. Je nach Dachgröße und Energiebedarf können beliebig viele Module unkompliziert und ohne Verankerung auf dem Dach mit nur einem Werkzeug zusammengeschlossen werden. Dank des mitgelieferten Ballastmaterials hält das System auch starkem Wind und anderen extremen Wetterverhältnissen problemlos stand.

Spart Zeit, Geld, Aufwand und personelle Ressourcen

Am Ort der Montage hebt ein Kran die Module aus ihren Lieferboxen heraus auf das Dach, wo sie anschließend von nur zwei Solarteur*innenn aufgeklappt und miteinander verbunden werden. Die so verkürzte Bauzeit hilft vor allem gewerblichen Kund*innen, die andernfalls ihre Produktion oder den Publikumsverkehr während der Bauphase unterbrechen müssten. Das System spart zudem Solarteurbetrieben aufgrund der schnellen Montage personelle Kapazitäten und verringert die anstrengende körperliche Arbeit auf ein Minimum, was besonders bei schlechtem Wetter von Vorteil ist. Ein weiteres Plus: mehr Flexibilität in den Wintermonaten. Denn selbst eine größere Anlage kann mit Blick auf wenige regen- oder frostfreie Tage kurzfristig installiert werden. So können Solarteur*innen ihre Aufträge über das ganze Jahr strecken oder zahlreiche zusätzliche annehmen.

Nachhaltige Prozesskette – von der Vorplanung bis zur Lieferung

Ausschlaggebend dafür ist die serviceorientierte Produktions- und Lieferkette. Kopp SmartFlex wird inklusive Modulträgern, Ballastmaterial, Kabel und Bautenschutz in der Produktionsstätte in Kahl am Main vollständig vormontiert, gefaltet und in wiederverwendbare Transportkisten verpackt. Diese teils patentierten Prozesse garantieren einerseits eine einheitliche Qualität und verringern andererseits das Müllaufkommen und entsprechende Entsorgungskosten. Auch eine Demontage wäre aufgrund der ankerlosen „Plug ‚n‘ play“-Technologie unkompliziert umsetzbar, was Kopp SmartFlex auch für Mietobjekte sehr interessant macht. „Mit dem neuen Produkt deckt Kopp alle Prozesse ab, von der technischen Planung über die Produktion bis hin zur Lieferung“, sagt Zouhair Kefi: „Wir bieten damit eine weitere, revolutionäre Lösung für den wachsenden Bedarf an autonomer Energieversorgung mittels Sonnenstrom an.“

Quelle: Kopp / Delia Roscher

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Solarenergie
news-8066 Thu, 05 Jan 2023 09:53:15 +0100 Photovoltaik auf dem Hausdach https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/photovoltaik-auf-dem-hausdach-8066.html Seit 1. Januar 2023 sind die Ertrags- und Umsatzsteuern bis zu einer installierten Leistung von 30 Kilowatt pauschal entfallen. Darauf weist das Solar Cluster Baden-Württemberg hin. Trotz gestiegener Anlagenkosten sind daher weiterhin sechs Prozent Gewinn pro Jahr möglich. Mit dem Jahreswechsel sind Photovoltaikanlagen günstiger geworden. Seit dem 1. Januar 2023 ist die Umsatzsteuer für neue Solarstromanlagen bis 30 Kilowatt installierter Leistung von 19 auf null Prozent gesunken. Außerdem entfällt die Einkommenssteuer für die solaren Erträge. Bei der Ertragssteuer gilt die Befreiung rückwirkend zum 1. Januar 2022. Auch der Aufwand für die Inbetriebnahme von Anlagen in dieser Größenordnung wird kleiner. Bei ihnen ist dann nicht mehr die Anwesenheit des Netzbetreibers erforderlich. Ein*e Elektroinstallateur*in reicht dafür aus.

Eine weitere Neuerung sollte auch zum 1. Januar erfolgen, wurde aber auf den 14. September 2022 vorgezogen: Neue Anlagen mit einer installierten Leistung bis 25 Kilowatt können künftig auch mehr als 70 Prozent der Nennleistung in das öffentliche Netz einspeisen. Jede Kilowattstunde Solarstrom im Netz zählt, so die Devise. Solarstrom verdrängt teuren Strom aus Erdgas und senkt die Preise.

Bereits seit Mitte 2022 erhalten neu errichtete Photovoltaikanlagen eine höhere Vergütung für den in das Netz eingespeisten Strom. Die attraktivere Einspeisevergütung gilt für kleinere und größere Neuanlagen und bleibt bis zum 31. Januar 2024 unverändert bestehen. „In Verbindung mit den rasant gestiegenen Strompreisen lohnen sich Photovoltaikanlagen daher weiterhin finanziell. Und dass, obwohl die Anlagen inzwischen teuer geworden sind“, sagt Franz Pöter vom Solar Cluster Baden-Württemberg.

Einspeisevergütung ist gestiegen

Für kleinere Hausdachanlagen sind die Kosten für die installierte Kilowattstunde Leistung von durchschnittlich rund 1.300 Euro auf inzwischen 1.700 bis 2.000 Euro gestiegen. Die Einnahmen der Anlage erhöhen sich jedoch auch, da die Einspeisevergütung attraktiver geworden ist. Betreiber*innen von Photovoltaikanlagen erhalten 20 Jahre lang eine gleichbleibende Vergütung für jede eingespeiste Kilowattstunde Solarstrom. Bei Teileinspeisung liegt der Vergütungssatz für Hausdachanlagen unter zehn Kilowatt installierter Leistung nun bei 8,2 Cent pro Kilowattstunde. Das sind rund 30 Prozent mehr als zuvor. Größere Anlagen bis 40 Kilowatt installierter Leistung erhalten für den über zehn Kilowatt hinausgehenden Anlagenteil 7,1 Cent. Mehr Geld für die Einspeisung macht die Anlage finanziell lohnender.

Hinzu kommt: Der höhere Strompreis macht es lukrativer, so viel wie möglich von dem günstigeren Solarstrom selbst zu verbrauchen. Aktuell kostet eine Kilowattstunde Strom aus dem Netz bei bestehenden Verträgen im Schnitt mindestens 40 Cent. Die Kilowattstunde Solarstrom vom Dach ist dagegen mit rund 14 Cent deutlich günstiger. Wer seinen Solarstrom selbst verbraucht, spart also auf jeden Fall 26 Cent pro Kilowattstunde. Insbesondere dieser Umstand sowie die gestiegenen Vergütungsansätze führen dazu, dass die teurer gewordenen Anlagen immer noch gewinnbringend sind.

Welche Anlagengröße ist die richtige?

Fachleute raten, je nach finanzieller Leistungsfähigkeit, das Dach voll mit Solarmodulen belegen lassen. „Je größer die Anlage, desto günstiger wird der Einkauf pro Kilowatt installierter Leistung“, erklärt Franz Pöter. „Anlagen mit über 15 Kilowatt installierter Leistung sind bereits für rund 1.400 Euro pro Kilowatt zu haben.“ Die Solarstromkosten sinken daher auf rund elf bzw. zwölf Cent pro Kilowattstunde.

Kurzfristig betrachtet sind größere Anlagen etwas weniger profitabel. Bei ihnen wächst der Anteil des ins Netz eingespeisten Stroms, die Einspeisevergütung ist dafür nicht ganz kostendeckend. Hauseigentümer*innen sollten aber bedenken, dass sie sich künftig verstärkt Wärmepumpen und Elektroautos zulegen werden. Das erhöht den Stromverbrauch. Wer dann eine größere Solaranlage hat, kann den gestiegenen Strombedarf äußert gewinnbringend mit dem mit dem günstigen Solarstrom decken. Das schützt darüber hinaus vor weiter steigenden Strompreisen. Zudem ist es klimafreundlich und verbessert die persönliche CO2-Bilanz.

Volleinspeisung mit eigenen Tarifen

Wer sich eine neue Solarstromanlage zulegt, kann künftig auch den gesamten Solarstrom einspeisen. Bei der Volleinspeisung winken höhere Vergütungsansätze als bei der Teileinspeisung: Für den Anlagenteil bis zehn Kilowatt installierter Leistung sind sie auf 13 Cent pro Kilowattstunde gestiegen. Für den Anlagenteil von zehn bis 40 Kilowatt gibt es immer noch 10,9 Cent. Das Modell der Volleinspeisung lohnt sich vor allem bei größeren und deswegen günstigeren Anlagen und einem geringen Stromverbrauch.

Das Flexi-Modell ist eine weitere Neuerung: Anlageneigentümer*innen können ab 2024 zwischen Volleinspeisung und Teileinspeisung wählen. Der Wechsel ist vor jedem neuen Kalenderjahr möglich. Wer beispielsweise eine große Anlage mit Volleinspeisung hat und sich nun ein Elektroauto kauft, darf dann zur Teileinspeisung wechseln. Auf einem Haus können künftig auch zwei Anlagentypen angemeldet werden, eine zum teilweisen Eigenverbrauch und eine zur Volleinspeisung.

Die Vergütung für Photovoltaikanlagen im Überblick

1. Januar 2023 bis 31. Januar 2024

Wohngebäude

Vergütung Photovoltaikanlagen Anlagenteil bis 10 Kilowatt installierter Leistung

- Teileinspeisung: 8,2 Cent pro Kilowattstunde

- Volleinspeisung: 13 Cent pro Kilowattstunde

 

Vergütung Photovoltaikanlage Anlagenteil ab 10 bis 40 Kilowatt installierter Leitung

- Teileinspeisung: 7,1 Cent pro Kilowattstunde

- Volleinspeisung: 10,9 Cent pro Kilowattstunde

(Diese Anlagengrößen können auch in die Direktvermarktung gehen. Dann gilt als anzulegender Wert der Vergütungssatz zuzüglich 4,0 ct/kWh Marktprämie.)

Quelle: Solar Cluster Baden-Württemberg / Delia Roscher

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Solarenergie
news-8065 Wed, 04 Jan 2023 10:23:23 +0100 Strompreisbremse nicht aus Solarumsätzen finanzieren https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/strompreisbremse-nicht-aus-solarumsaetzen-finanzieren-8065.html Eine Umfrage zeigt: Die Bevölkerungsmehrheit begrüßt die Strompreisbremse, lehnt aber die geplante Form ihrer Finanzierung mittels einer umfassenden Umsatzabschöpfung bei Betreibern von Erneuerbaren Energien ab. Ein neues Rechtsgutachten hält den Gesetzesentwurf für unvereinbar mit dem Grundgesetz. Eine Bevölkerungsmehrheit begrüßt die von der Bundesregierung geplante Strompreisbremse, lehnt jedoch die vorgesehene Form ihrer Finanzierung mittels einer umfassenden Umsatzabschöpfung bei Betreibern Erneuerbaren Energien ab. Dies geht aus den Ergebnissen einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage hervor. Nach einem veröffentlichten Gutachten der auf Wirtschaftsrecht spezialisierten Berliner Anwaltskanzlei RAUE verstoße der Gesetzesentwurf gegen das Grundgesetz. Die juristische Analyse kommt u. a. zu dem Ergebnis, dass die geplante Erlösabschöpfung wie zuvor schon die gescheiterte Gasumlage eine unzulässige Sonderabgabe darstelle.

Das Gutachten und die Umfrage wurden vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) beauftragt. Hauptgeschäftsführer Carsten König appellierte an die Bundestagsabgeordneten, den Gesetzesentwurf zur Finanzierung der Strompreisbremse derart zu entschärfen, dass die Investitionssicherheit der Solarbranche sowie der Klimaschutz nicht in Mitleidenschaft gezogen und eine Klagewelle vermieden werde. Das Gesetz wurde Anfang Dezember in den Bundestag eingebracht. Die Solarbranche hatte wiederholt davor gewarnt, dass die Strompreisbremse nicht zu einer Energiewendebremse werden dürfe und die Bundesregierung gebeten, die Spielräume der EU-Vorgaben vollumfänglich zu nutzen und erhebliche Kostensteigerungen bei Errichtung, Finanzierung und Betrieb neuer EE-Projekte zu berücksichtigen.

Nach den Ergebnissen der durch das Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführten Umfrage unter 2.040 Bürger*innen im wahlfähigen Alter wollen nur 19 Prozent derer, die eine Meinung zu diesem Thema haben, die Strompreisbremse hauptsächlich aus den Umsätzen von Erneuerbaren Energien und anderen Energieträgern abgeschöpft sehen. 61 Prozent präferieren als Finanzierungsquelle vielmehr entweder „Zufallsgewinnen“ von Atom- und Kohlekraftwerken (35 Prozent) oder das allgemeine Steueraufkommen (26 Prozent). 20 Prozent könnten sich eine moderate Sonderabgabe oder Steuer auf einen Teil der Gewinne aller Energieerzeuger vorstellen.

Nach Einschätzung der Juristin Anna von Bremen, Autorin des Rechtsgutachtens, verstößt der vorgelegte Entwurf eines Gesetzes zur Einführung einer Strompreisbremse und zur Änderung weiterer energierechtlicher Bestimmungen nicht nur gegen die zugrundeliegende EU-Notfallverordnung, sondern ist auch unvereinbar mit nationalem Verfassungsrecht. Die geplante Erlösabschöpfung dürfte wie zuvor schon die gescheiterte Gasumlage in eine unzulässige Sonderabgabe umschlagen, warnt sie. Letztlich sei die Abschöpfung eine Staatsfinanzierung, deren finanzverfassungsrechtliche Voraussetzungen aber nicht vorlägen. Der Gesetzesentwurf verletze zudem elementare Grundrechte insbesondere der Betreiber von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien. Die Besteuerung fiktiver Gewinne stelle eine Verletzung des Eigentumsrechts dar. Sie verstoße zudem gegen die EU-Notfallverordnung, nach der das Funktionieren der Stromhandelsmärkte nicht verzerrt und einzelne Marktteilnehmer nicht diskriminiert werden dürfen.

Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft / Delia Roscher

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Solarenergie
news-8064 Tue, 03 Jan 2023 14:35:19 +0100 Henning Ellermann ist neuer Geschäftsführer der DENEFF https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/henning-ellermann-ist-neuer-geschaeftsfuehrer-der-deneff-8064.html Henning Ellermann ist seit 1. Januar 2023 Geschäftsführer der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF) und bildet mit Christian Noll, geschäftsführender Vorstand, die neue Doppelspitze. Bianca Hannemann übernimmt die Bereiche Finanzen & Controlling sowie Human Resources. Er tritt damit die Nachfolge von Martin Bornholdt an, der den Verband gemeinsam mit Christian Noll seit dessen Gründung im November 2011 als die Stimme der Energieeffizienz aufbaute. Bornholdt widmet sich mit dem kommenden Jahr der Gründung seines eigenen Unternehmens im Bereich nachhaltiger Wärme und wird somit der Effizienzbranche erhalten bleiben. 

Sein Nachfolger, Henning Ellermann, ist seit 2016 bei der DENEFF tätig und verantwortet bislang den Bereich Energieeffizienz in Gebäuden. Seit zwei Jahren ist er Teil der Geschäftsleitung. In seiner neuen Funktion als Geschäftsführer wird der studierte Politikwissenschaftler und Wirtschaftshistoriker die strategische Ausrichtung, Organisationsentwicklung und das unternehmerische Netzwerk des Verbands verantworten. Zuvor wirkte Ellermann als Wirtschaftsreferent an der Israelischen Botschaft in Berlin mit Fokus auf Cleantech sowie als Unternehmensberater im Investor Consulting bei Germany Trade & Invest, die Außenwirtschaftsagentur des Bundeswirtschaftsministeriums, im Themenfeld Energieeffizienz.

Zeitgleich wird Bianca Hannemann, seit 2018 Büroleiterin der DENEFF, in die Geschäftsleitung aufrücken. Als Teil der Geschäftsleitung wird Hannemann die Themen Finanzen & Controlling sowie Human Resources verantworten. Die studierte Biologin hat zuletzt eigenständig große Controlling- und Buchhaltungs-Projekte bei einem größeren sozialen Träger geleitet. Zuvor war sie bei einer Beratung zu Energieeffizienz-Projekten im pädagogischen Bereich beschäftigt.

Der Vorstand der DENEFF dankt Martin Bornholdt für die prägende und beispiellose Aufbauarbeit des Verbandes, der inzwischen über 240 Mitglieder*innen zählt, sowie ein Team in der Geschäftsstelle aus 25 Mitarbeitenden.

Quelle: DENEFF / Delia Roscher

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Solarenergie
news-8063 Mon, 02 Jan 2023 14:52:37 +0100 Deutsche Bauchemie startet Green-Deal-Kampagne https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/deutsche-bauchemie-startet-green-deal-kampagne-8063.html Als Sprachrohr der Branche hat die Deutsche Bauchemie die Green-Deal-Kampagne aufgesetzt. Bauchemie-Produkte leisten heute schon – in der Regel unbemerkt – einen großen Beitrag zur Erreichung der EU-Klimaneutralitäts-Ziele. Die Europäische Kommission verfolgt das Ziel, die EU bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden zu lassen. Bereits 2030 sollen die CO2-Emissionen um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 sinken. Auf dem Weg dahin sind der Bau- und Gebäudesektor besonders wichtig. Die Deutsche Bauchemie hat als Sprachrohr der Branche nun eine Green-Deal-Kommunikationskampagne aufgesetzt. Ina Hundhausen, Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Bauchemie: „Diese Kampagne soll der Politik und der interessierten Öffentlichkeit den zentralen Beitrag bauchemischer Produkte für den Klimaschutz und die Nachhaltigkeit aufzeigen.“

Ein Verständnis dafür sei gerade jetzt wichtig, da in der derzeit angespannten Situation der gesamte europäische Rechtsrahmen der Branche sowohl im Hinblick auf das Bauprodukterecht als auch das Chemikalienrecht überarbeitet wird. Der Gesetzgebungsprozess für die Bauproduktenverordnung ist bereits in vollem Gange, der Vorschlag für eine überarbeitete REACH-Verordnung soll 2023 vorgelegt werden.

Nachhaltige Erfolgsgeschichten aus der Baupraxis

Die Kampagne, die zeitgleich zur Weltklimakonferenz gestartet wurde, erläutert anhand konkreter Beispiele, wie Bauchemie zur Erreichung der Green-Deal-Ziele und insbesondere des Klimaschutzziels beiträgt. Das übergeordnete Motiv lautet: „CO2-Einsparung im Bau. Nur mit uns!“ Herzstück ist eine spezielle Kampagnenseite auf der Homepage der Deutschen Bauchemie mit nachhaltigen Erfolgsgeschichten. Diese zeigen beispielsweise, wie mittels Polymerfasern im Beton die Stahlbewehrung ersetzt und dadurch CO2-Emissionen reduziert werden können oder wie innovative Vergussmörtel den Bau von Offshore-Windenergieanlagen beschleunigen. Flankiert wird der digitale Auftritt von Social-Media-Posts und Anzeigen auf LinkedIn.

Der Kampagnenstart erfolgte im Europäischen Parlament: Jede*r deutsche Abgeordnete fand an seiner Bürotür im Europäischen Parlament einen Türanhänger mit dem Kampagnenslogan und einem QR-Code, der zur Kampagnenseite führt. Die Kampagne begann im November 2022 digital, in 2023 sind weitere Publikationen und Print-Anzeigen in ausgewählten Medien sowie Plakatwerbung in Brüssel geplant.

Quelle: Deutsche Bauchemie / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-8062 Fri, 16 Dec 2022 04:55:00 +0100 So heizen Sie während des Weihnachtsurlaubs effizient https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/so-heizen-sie-waehrend-des-weihnachtsurlaubs-effizient-8062.html Weihnachten ist Reisezeit: Viele besuchen Familien, Verwandte und Freunde, um gemeinsam die Feiertage zu genießen. Doch welche Heizungseinstellung ist während der Abwesenheit optimal? „Die richtige Raumtemperatur ist ein Kompromiss zwischen Energiesparen und Schutz der Heizungsanlage vor Frostschäden sowie der Wohnung vor Schimmel“, sagt Markus Lau, Technikexperte beim Deutschen Verband Flüssiggas e. V. (DVFG). „Wer während des Weihnachtsurlaubs eine zu hohe Raumtemperatur wählt, verschwendet unnötig Heizenergie. Zu wenig oder gar nicht Heizen kann hingegen zu Schimmelbefall und schlimmstenfalls Frostschäden führen.“ Mit diesen Tipps können Sie Ihre eigenen vier Wände entspannt in den Weihnachtsurlaub verabschieden.

Thermostate runterdrehen, aber Heizung nicht ausschalten

Vor der Abreise an alles gedacht? Neben den Geschenken für die Lieben gehört dazu auch eine Anpassung der Heizleistung. Die Heizung sollte während der Abwesenheit nicht komplett ausgeschaltet, sondern die Heizköper-Thermostate oder Regler für die Fußbodenheizung nur heruntergedreht werden. Der Grund: Sinken die Temperaturen in Wohnung oder Haus kontinuierlich unter 14 Grad, droht Schimmel. Auch für den Schutz der gesamten Heizungsanlage ist es wichtig, die Heizleistung auf niedriger Stufe zu belassen. Bei Außentemperaturen unter dem Gefrierpunkt drohen ansonsten Frostschäden an Heizkörpern und Heizungsleitungen. Im schlimmsten Fall platzen sogar Rohre, da sich gefrierendes Wasser ausdehnt und mehr Platz beansprucht. Häufig wird der Wasserschaden erst entdeckt, wenn das Eis in den Leitungen wieder auftaut. Deshalb gilt insbesondere in schlecht gedämmten Häusern und Altbauwohnungen: „Während der Abwesenheit die Raumtemperatur unbedingt auf mindestens 14 Grad halten. Das entspricht der Einstellung der Nachtabsenkung auf dem Heizkörper-Thermostat“, erklärt Markus Lau.

Mit der richtigen Raumtemperatur Geld sparen

Doch auch zu hohe Zimmertemperaturen können ineffizient sein – und unnötig Energie verschwenden. Daher lohnt es sich, die üblicherweise optimale Raumtemperatur von 20 Grad während der Abwesenheit deutlich zu senken. „Wer die Temperatur beispielsweise von 20 Grad auf 14 Grad reduziert, spart rund 36 Prozent Energie“, sagt Markus Lau. „Das sind vermeidbare Energiekosten, die das Weihnachtsbudget und das Klima schonen.“ Zum Hintergrund: Wird die Raumtemperatur um ein Grad abgesenkt, spart dies rund sechs Prozent Energie ein. Gerade in Zeiten hoher Energiepreise lohnt sich die Anpassung von 20 Grad auf 14 Grad: In einem Einfamilienhaus mit 110 qm Wohnfläche, das mit Flüssiggas (LPG) beheizt wird, ist bei einem zweiwöchigen Weihnachtsurlaub eine Ersparnis von über 50 Euro möglich.

Smarten Thermostaten die Steuerung überlassen

Also direkt vor der Abfahrt, an allen Heizkörpern das Thermostat auf Nachtabsenkung stellen? Nicht unbedingt. Mit smarten Thermostaten lassen sich Heizkörper noch exakter steuern, als es von Hand möglich wäre – meist ganz bequem per Smartphone-App. Mit aktiviertem Urlaubsmodus kann die Temperatur aller Heizkörper automatisch gesenkt werden – und pünktlich zur Rückkehr wieder erhöht. „Häufig lässt sich die Temperatur sogar von unterwegs regulieren“, sagt Markus Lau. Auch Fußbodenheizungen lassen sich ebenfalls über smarte Systeme steuern. „So sind Wohnung und Haus auch nach den Festtagen bei Verwandten und Familie pünktlich zur Rückkehr warm und gemütlich.“ 

Energieträger Flüssiggas

Flüssiggas (LPG) – nicht zu verwechseln mit verflüssigtem Erdgas (LNG, Methan) – besteht aus Propan, Butan und deren Gemischen und wird bereits unter geringem Druck flüssig. Der Energieträger verbrennt CO2-reduziert und schadstoffarm. Die erneuerbaren Varianten sind als biogenes Flüssiggas und als Dimethylether (rDME) verfügbar. Flüssiggas wird für Heiz- und Kühlzwecke, als Kraftstoff (Autogas), in Industrie und Landwirtschaft sowie im Freizeitbereich eingesetzt.

Quelle: Deutscher Verband Flüssiggas / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-8061 Thu, 15 Dec 2022 04:55:00 +0100 Potsdam auf Platz eins der „Energieeffizientesten Städte 2022“ https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/potsdam-auf-platz-eins-der-energieeffizientesten-staedte-2022-8061.html Unter der Schirmherrschaft vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und Herrn Staatssekretär Dr. Patrick Graichen wurde die Auszeichnung für den energieeffizientesten Gebäudebestand in Deutschland verliehen. Initiator des Wettbewerbs ist der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle e.V. (BuVEG). Staatssekretär Dr. Patrick Graichen: „Ich beglückwünsche den Oberbürgermeister Mike Schubert und die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Potsdam zum energieeffizientesten Gebäudebestand. Ohne weitere Steigerung der Energieeffizienz durch ehrgeizige Sanierungen und die Transformation der Wärmeversorgung auf Erneuerbare Energien sind unsere Klimaziele nicht zu erreichen. Mehr Klimaschutz im Gebäude bedeutet auch niedrigere Energiekosten und mehr Versorgungssicherheit, das ist aktuell wichtiger denn je und ein gutes Vorbild.

Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle e.V. (BuVEG): „Der Gebäudesektor hat nach wie vor gewaltigen Nachholbedarf, seine CO2-Einsparziele zu erreichen. Für signifikante Fortschritte bei der Reduzierung des Energieverbrauchs von Gebäuden ist es unerlässlich, die Sanierungsquote flächendeckend in Deutschland zu erhöhen.“

Mike Schubert, Oberbürgermeister der Stadt Potsdam: „Über die Auszeichnung als Energieeffizienteste Stadt in Deutschland 2022 freue ich mich sehr und nehme diesen Preis stellvertretend für die Bürgerinnen und Bürger von Potsdam gern entgegen. Gerade in Anbetracht des Kriegs in der Ukraine und der Auswirkungen für die Energiepreise ist es dringend geboten, den Verbrauch in Gebäuden drastisch zu senken. Die Stadt Potsdam wird mit diesem Preis für ihr ambitioniertes Vorgehen in den vergangenen Jahren belohnt.“

Grundlage der Erhebung sind mehr als eine halbe Millionen Datensätze der Immobilienplattform „ImmobilienScout24“ aus dem Zeitraum von zwölf Monaten, August 2021 bis August 2022, die unabhängig analysiert und ausgewertet wurden. Die Stadt Potsdam belegt den ersten Platz unter den besten 50 Städten, im Vorjahr führte die Stadt Offenbach am Main (2. Platz in 2022) die Rangliste an. Der Preis wurde im Jahr 2021 erstmals verliehen.

Quelle: Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle e. V. / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-8060 Wed, 14 Dec 2022 04:55:00 +0100 Ökostromkund*innen besonders sensibel fürs Stromsparen https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/oekostromkundinnen-besonders-sensibel-fuers-stromsparen-8060.html Der Öko-Energieversorger naturstrom AG hat untersuchen lassen, wie die Deutschen ihr Energieverbrauchsverhalten seit Krisenbeginn einschätzen und wie sie voraussichtlich auf die geplante Strompreisbremse reagieren werden. Fazit der bevölkerungsrepräsentativen Umfrage: Die Einsparbereitschaft war und ist groß, unter Ökostromkund*innen ist sie sogar etwas stärker ausgeprägt. Eigene Einsparbemühungen

38 Prozent der Befragten gaben an, im Zuge der geplanten Strompreisbremse ihre Einsparbemühungen noch weiter erhöhen zu wollen, 31 Prozent haben nach eigener Einschätzung bereits ihr individuelles Einsparpotenzial ausgeschöpft. Von den Ökostromkund*innen unter den Befragten wollen 41 Prozent ihre Stromsparbemühungen intensivieren, 38 Prozent sind der Auffassung, die ihnen zur Verfügung stehenden Sparmaßnahmen bereits umgesetzt zu haben.

„Die große Mehrheit der Bevölkerung reagiert auf die fossile Energiekrise und spart Strom. Etliche Haushalte nehmen zudem die geplante Strompreisbremse als Motivation, ihren nicht durch den Preisdeckel erfassten Verbrauchsanteil zu reduzieren“, bilanziert Dr. Kirsten Nölke, Vorständin der naturstrom AG. „Damit zeichnet die Umfrage ein Bild der Hoffnung. Viele Menschen scheinen verstanden zu haben, dass es trotz der geplanten Entlastungen wichtig ist, weiterhin Strom zu sparen. Einerseits, um den eigenen Geldbeutel zusätzlich zu schonen. Andererseits aber auch, um sicher durch den Winter zu kommen und die Abhängigkeit von russischem Gas und anderen fossilen Energieträgern weiter zu reduzieren.“

Strom und Gas sparen

Auch die bisherigen Appelle der verschiedensten politischen Akteure, die seit Beginn der fossilen Energiekrise Strom- und Gaseinsparungen anmahnen, scheinen gehört worden zu sein. 38 Prozent der Befragten geben an, seitdem ihre Bemühungen intensiviert zu haben, Strom oder Gas zu sparen. Fünf Prozent haben seit Beginn der Energiekrise in ihre eigene umweltfreundliche Energieerzeugung investiert, also in eine Photovoltaik- oder Solarthermieanlage, in eine Wärmepumpe oder Pelletsheizung. Weitere fünf Prozent planen einen solchen Schritt konkret und haben bereits entsprechende Installationsbetriebe angefragt. Nur ein relativ geringer Anteil von 13 Prozent der Befragten gibt an, angesichts der Energiekrise nichts am eigenen Energieverbrauchsverhalten geändert zu haben und dies auch nicht für die Zukunft zu planen.

„Die Bevölkerung hat vorgelegt und ihre Verbräuche reduziert, das zeigen neben der Selbsteinschätzung der Verbraucher*innen in unserer Umfrage auch wissenschaftliche Untersuchungen zum tatsächlichen Gasverbrauch“, sagt Kirsten Nölke von naturstrom. „Gleichwohl ist es wichtig und auch notwendig, dass die Haushalte und Unternehmen entlastet werden. Die politischen Beschlüsse müssen aber auch in der Praxis umsetzbar sein, das muss der Gesetzgeber bei aller nötigen Eile beachten.“

Das Marktforschungsunternehmen YouGov hatte im Auftrag von naturstrom 2056 Menschen in Deutschland befragt, bevölkerungsrepräsentativ nach Alter (ab 18 Jahren), Geschlecht und Region. Die Umfrage basiert auf Online-Interviews, erhoben wurden die Daten vom 14. bis 16. November.

Quelle: naturstrom / Delia Roscher

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Solarenergie
news-8059 Tue, 13 Dec 2022 04:55:00 +0100 15. EUROSOLAR Stadtwerke-Konferenz https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/15-eurosolar-stadtwerke-konferenz-8059.html Vom 21. bis 22. März 2023 veranstaltet EUROSOLAR e.V. in Kooperation mit den Stadtwerken Pfaffenhofen a. d. Ilm, Bürgerenergie Bayern e. V. und der Bürgerenergiegenossenschaft Pfaffenhofen a. d. Ilm die 15. EUROSOLAR Stadtwerke-Konferenz „Energiewende durch Bürger und Kommunen“. Die zweitägige Fachveranstaltung findet im Festsaal des Rathaus Pfaffenhofen an der Ilm statt. Die 15. EUROSOLAR Stadtwerke-Konferenz, die ursprünglich im Oktober 2022 durchgeführt werden sollte, wurde auf Grund der Energiekrise und den daraus folgenden wirtschafts- und sozialpolitischen Problemen auf März 2023 verschoben. Mit dem Neustart im Jahr 2023 können die Erkenntnisse des Winters und Frühjahrs genutzt werden.

Den Auftakt der Konferenz wird Dr. Axel Berg, Vorsitzender von EUROSOLAR Deutschland, mit seinem Grußwort geben. Außerdem werden Thomas Herker, erster Bürgermeister der Stadt Pfaffenhofen a.d. Ilm, und Markus Käser, Vorstandsvorsitzender der Bürgerenergie Bayern e. V., die Vertreterinnen und Vertreter von Kommunalversorgern und anderen Energiewende-Akteuren begrüßen.

Die diesjährige Konferenz bietet auch im weiteren Verlauf hochkarätige Beiträge. Nach der Vorstellung von Praxiserfahrungen aus der kommunalen Versorgungswirtschaft aus Pfaffenhofen a. d. Ilm durch Stefan Eisenmann, Vorstand Stadtwerke Pfaffenhofen a. d. Ilm, werden Geschäftsmodelle für eine dekarbonisierte lokale Infrastruktur vorgestellt. Hierfür wird Baerte de Brey, Internationaler Geschäftsführer von ElaadNl, die Systemintegration von Elektrofahrzeugen als Speicher für erneuerbare Energien am Beispiel der Stadt Utrecht darstellen. In diesem Zusammenhang wird Dr.-Ing. Martin Thema, Power-to-Gas Experte, einen Vortrag mit dem Titel „Kann erneuerbares Gas fossiles Erdgas ersetzen?“ halten.

Thematisch von Bedeutung wird die Kooperation von Stadtwerken und Genossenschaften sein, die gemeinsam das Tempo für die lokale Energiewende erhöhen können. Weiter sollen Wege zur Umsetzung des regionalen Energiemarktes aufgezeigt werden. Belebt wird dieses Themengebiet unter anderem durch Oliver Eifertinger und Becker Büttner Held, (rechtssichere Ausschreibungen für Regionalstrom). Abschließend werden Micha Klewar, Becker Büttner Held, und Andreas Herschmann, von der Bürgerenergiegenossenschaft Pfaffenhofen a. d. Ilm, Rahmenbedingungen von Stadtwerken und Genossenschaften für Wind, Solar und Wasserstoff darlegen.

Das komplette Konferenzprogramm finden Sie hier.

Quelle: EUROSOLAR e. V. / Delia Roscher

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Solarenergie
news-8058 Mon, 12 Dec 2022 09:54:06 +0100 Winter- und Sommersonne optimal nutzen https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/winter-und-sommersonne-optimal-nutzen-8058.html Wer ein Haus baut, muss an vieles denken. Lage und Himmelsrichtung sind nicht nur für das Grundstück, sondern auch für den Grundriss mit den Öffnungen in der Fassade an vielen Stellen entscheidend. Gerade bei der Fensterplanung muss auf einiges geachtet werden. Die Ausrichtung der eigenen vier Wände sollte für die Planung von Fenstern und Türen genau bedacht werden. Nur so lässt sich später ein Optimum an Wohnkomfort erzielen, der sich auch für den Geldbeutel lohnt.

Seit einigen Jahren sind in der Architektur ebenso wie bei Verbraucher*innen zunehmend größere Fenster beliebt. „Mit großen, auch bodentiefen Fenstern, lässt sich sozusagen die Natur ins Haus holen. Besonders auf der Südseite bieten sich große Fensterflächen an. Das gilt umso mehr, wenn diese, wie so häufig, auf Balkon oder Terrasse führen“, erklärt VFF-Geschäftsführer Frank Lange. Durch solch eine Ausrichtung auf die Sonnenseite, können große Fenster dort in der kalten Jahreszeit für besonders hohe solare Wärmegewinne sorgen, indem sie die Sonneneinstrahlung und damit kostenlose Energie ausnutzen. Denn auch im Winter kann die tiefstehende Sonne noch viel wärmen. Das ist andererseits auf der Nordseite naturgemäß weit weniger der Fall.

Wohltuender Schatten

Wird im Winter jeder wärmende Sonnenstrahl gern genutzt, so ist man im Sommer oft für wohltuenden Schattenwurf dankbar. Den können an der Fassade auf natürliche Weise auskragende Elemente schaffen, das sind z. B. Markisen oder Balkonplatten. „Nicht nur zum Ausspannen am Feierabend auch für das Wohlfühlprogramm der eigenen vier Wände bieten sich Balkone auf den Südseiten der Häuser an. Denn die Balkonplatten kühlen die darunter liegenden Wände durch ihren Schattenwurf“, erläutert Lange.

Gebäudehülle als Ganzes betrachten

Das Beispiel des Schattenwurfs zeigt: Bei der Planung von Fenstern und Türen gilt es, stets die Gebäudehülle insgesamt zu berücksichtigen. Es empfiehlt sich zudem eine integrale Planung. Hinter dem sich technisch anhörenden Begriff verbirgt sich ein ganzheitlicher Ansatz: Fenster werden mit dynamischen Eigenschaften ausgestattet. Dazu gehören auch Elemente zur komfortablen Bedienung wie automatisch betriebener Sonnenschutz. „Gerade angesichts immer höherer Temperaturen im Sommer zahlen sich die Vorteile aus. Der Bedarf an Kühlenergie für Klimaanlagen lässt sich durch automatisierten Sonnenschutz im Haus stark reduzieren“, erklärt Fensterexperte Lange.

Eine gute Planung macht es je nach Lage des Hauses sogar möglich, auf Klimaanlagen mit ihrem häufig beträchtlichen Strombedarf zu verzichten. Im Idealfall können Gebäude so ausgerichtet werden, dass sie auch in längeren Hitzeperioden ohne Klimaanlage auskommen. Dazu muss eine gute Nachtauskühlung im Sommer gewährleistet sein. Dafür wiederum sind automatisierte Fenstersysteme das Mittel der Wahl. Hierfür erfassen Sensoren die Raumtemperatur, CO2-Werte und Luftqualität und regulieren dementsprechend die Öffnung der Fenster. „So ist immer für das richtige Maß an Sauerstoff und frischer Luft gesorgt“, betont VFF-Geschäftsführer Lange.

Raumnutzung im Fokus

Nicht nur das Haus als Ganzes, auch den Zweck einzelner Räume gilt es gut vorab zu bedenken. „Ob für Nachtruhe oder das Heim-Büro, gerade im Arbeits- und Schlafzimmer will man es ruhig haben. Schallschutzfenster garantieren, dass störende Geräusche draußen bleiben“, sagt Lange. Neben der Lage und Ausrichtung der Fenster ist auch an deren Öffnungsart zu denken. In Küche und Bad verwenden Bauherren gerne Dreh-Kipp-Fenster mit einer Festverglasung, durch die sich die Fensterbänke als Stellfläche nutzen lassen, während man den oberen Teil zum Lüften öffnet. Bei großformatigen Fenstern kommen entweder 2-flüglige Fenster ohne festen Mittelpfosten oder Schiebekonstruktionen zum Einsatz. „Je größer und schwerer der Fensterflügel wird, umso eher sollte dieser als Schiebeflügel ausgeführt werden. Diese sind bedienerfreundlich und können sehr elegant wirken“, sagt Fensterexperte Lange. Der Trend zu schönen, großen Fenstern hat viele Vorteile, denn Tageslicht und Lüftung sind wichtig für Gesundheit und Wohlempfinden. Auf die richtige Planung kommt es an, um darüber hinaus die solaren Gewinne richtig nutzen zu können.

Quelle: Verband Fenster + Fassade / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-8057 Fri, 09 Dec 2022 04:55:00 +0100 ISH 2023 vom 13. bis 17. März 2023 https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/ish-2023-vom-13-bis-17-maerz-2023-8057.html Welche Energie nutzen wir zum Heizen, was sorgt für hygienisch saubere Luft und wie viel Wasser benötigen wir? Diese Fragen sind vor dem Hintergrund knapper Energieressourcen, Pandemie und Klimawandel so aktuell, wie nie zuvor. Lösungen präsentieren die Ausstellenden auf der ISH vom 13. bis 17. März 2023 in Frankfurt am Main. 2022 starteten viele verwandte Branchen wieder mit Messepräsentationen und zeigten damit, wie wichtig und notwendig der persönliche Austausch nach wie vor ist. Die ISH, die führende Innovationsschau für Wasser, Wärme und Luft, geht im März 2023 wieder an den Start. Stefan Seitz, Leiter Brand Management ISH, beantwortet fünf Fragen über die Aktualität des anstehenden, internationalen Branchentreffpunkts.

Die Zeit bis zur ISH 2023 vergeht schnell. Mit welchen Erwartungen blicken Sie auf die kommende Veranstaltung?

Stefan Seitz: Vorfreudig, sehr aufmerksam und gespannt – das trifft es, glaube ich, ganz gut. Es gab zwar 2021 eine ISH digital, aber die persönliche Begegnung hat einfach gefehlt. Insofern freue ich mich sehr darauf, unsere Aussteller auf ihren Ständen zu besuchen, die Neuheiten für eine nachhaltige Zukunft selbst zu entdecken und darüber in den unmittelbaren Austausch zu gehen. Denn die Themen der ISH treffen absolut den Nerv der Zeit. Auf der international führenden SHK-Veranstaltung präsentieren nationale und internationale Unternehmen, die marktfähigen Lösungen der Industrie für die Themen Wasser, Wärme und Luft. Aber ich bin auch realistisch und weiß, dass wir aktuell von externen Faktoren, ob geopolitischer oder konjunktureller Natur, beeinflusst werden. Deshalb bin ich momentan sehr konzentriert darauf, wie sich die Lage weiterentwickelt, aber meine Grundhaltung ist natürlich optimistisch.

Welche Themen stehen im Fokus?

Stefan Seitz: Die ISH 2023 steht unter dem Motto „Lösungen für eine nachhaltige Zukunft“. Es dreht sich alles um Innovationen, die auf die Erreichung der Klimaschutzziele einzahlen und einen verantwortungsvollen sowie effizienten Umgang mit den verfügbaren Ressourcen ermöglichen. Nachhaltigkeit ist das ganz große Thema. Sie ist das verbindende Element zwischen ISH Energy, bestehend aus Wärme und Luft, und ISH Water. Im Bereich Energy bedeutet das, dass wir zukünftig unabhängiger von fossilen Energieträgern werden und den Anteil an erneuerbaren Energien schnell steigern müssen. Eine nachhaltige Nutzung und Versorgungssicherheit sind aber auch im Hinblick auf unser Trinkwasser geboten. Die letzten äußerst trockenen und heißen Sommer haben uns das deutlich vor Augen geführt. Im Bereich Water bezieht sich Nachhaltigkeit aber auch auf die eingesetzten Materialien – sowohl in der Produktion als auch bei der Installation. Sie umfasst eine effiziente Warmwasserversorgung und reicht bis hin zu langlebigen Konzepten für die Badgestaltung. Diese sollte zukünftig auf alle Generationen und Bedürfnisse ausgelegt sein.

Was für eine ISH erwartet uns 2023? Sind die Marktführer dabei?

Stefan Seitz: Die letzte reguläre ISH fand 2019 statt. Seitdem hat sich viel verändert. Das betrifft sowohl die Dynamik der Branche als auch das Marketinginstrument Messe. Corona, geopolitische Entwicklungen und die sich teilweise eintrübenden Konjunkturprognosen in Teilmärkten der ISH haben dazu geführt, dass die Teilnahmeentscheidung, sowohl bei den Besuchenden als auch bei den Ausstellenden, sehr viel kurzfristiger fällt. Aus diesem Grund sind die Planungsarbeiten immer noch im Gange und es kommen täglich neue Anfragen hinzu. Eine weitere Folge ist, dass einzelne Aussteller sich kurzfristig entscheiden, von ihrer Teilnahme an der ISH zurückzutreten. Dies ist leider aktuell der Fall, allerdings nur im Bereich Water und mehrheitlich bei nationalen Herstellern. Als Grund nennen die Firmen hauptsächlich die sinkende Investitionsbereitschaft im Sanitärmarkt, die gestiegenen Energiepreise und die allgemeine weltpolitische Lage. Dennoch unterstreichen alle weiterhin die Bedeutung der ISH als Leitmesse für die Branche und das ihnen die Entscheidungen sehr schwergefallen sind. Diese Entwicklung ist natürlich sehr bedauerlich. Glücklicherweise ist die Mehrzahl der führenden Firmen in allen Bereichen der ISH weiterhin präsent. Aktuell haben bereits 1.250 Unternehmen ihren Vertrag unterzeichnet. Dies entspricht 70 Prozent im Vergleich zu 2019. Hinzu kommen noch 320 Firmen die aktuell einen Platzierungsvorschlag vorliegen haben oder in den nächsten Tagen einen erhalten. Deshalb ist es aktuell schwer abzuschätzen, zu welcher finalen Zahl wir kommen. Heute kann ich lediglich sagen, dass wir die Unterstützung der Mehrzahl aller ISH Aussteller haben. In der Berichterstattung steht zum jetzigen Zeitpunkt im Fokus, welche Absagen zu vermelden sind. Es lohnt sich aber darauf zu schauen, wer alles dabei ist. Denn das ist weiterhin der Großteil der Unternehmen, und diese freuen sich auf die ISH im März 2023.

Welche Themen gibt es wo zu sehen und was ist neu auf der ISH 2023?

Stefan Seitz: Im Bereich ISH Energy setzen wir einen noch stärkeren Fokus auf die Zukunftstechnologien im Wärmemarkt. Die Elektrifizierung schreitet in diesem Segment stark voran. Deshalb konzentrieren wir die Anbieter von Wärmepumpen, Home Energy Management Systemen und Energiespeicherung sowie Hersteller mit Komplettwärmesystemen in Halle 12, wohingegen wir in Halle 11.0 einen Schwerpunkt auf die Anbieter von Holzwärme, Abgastechnik legen, sowie auf Wärmetechnik und -übergabe. In Halle 10 finden Besucherinnen und Besucher weiterhin das Angebot rund um Anlagen-, Raum- und Gebäudeautomation, Mess- und Prüfgeräte sowie Gebäude Energiemanagement. In Halle 9 stehen, wie zur Vorveranstaltung, Lösungen für die Wärmeverteilung und in Halle 8 Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik im Mittelpunkt. Das Ostgelände steht ganz im Zeichen des Bereichs Water. Die absolute Neuheit ist hier die Halle 5. Die ISH ist eine der ersten Veranstaltungen, die die neu gebaute Halle mit Installationstechnik und Software in Betrieb nimmt. Installationstechnik ist darüber hinaus in den Hallen 4.0 und 6.0 zu sehen. In Halle 6.1 sind Werkzeuge und Befestigungsmaterial zu finden. Die Erlebniswelt Bad ist in den Hallen 2, 3, 4 und im Forum zu Hause. In Halle 1 befindet sich das Angebot zum International Sourcing. Damit lädt das einzigartige, praxisnahe und internationale Angebot für die SHK-Branche im März 2023 dazu ein, Lösungen für die wichtigsten Fragen unserer Zeit zu entdecken.

Wie digital ist die Branche für März 2023 aufgestellt?

Stefan Seitz: Zur letzten ISH 2021 ist die Branche rein digital zusammengekommen. Das war eine wertvolle Erfahrung, hat aber auch gezeigt, dass die persönliche Begegnung unverzichtbar ist. Die Messe Frankfurt hat mittlerweile viele verschiedene Veranstaltungsformate erprobt. Das Learning daraus ist, dass digitale Angebote eine perfekte Ergänzung für die physische Veranstaltung sind. Deshalb begleiten wir die ISH 2023 in Frankfurt mit einer digitalen Plattform. Parallel zum Branchentreffpunkt in Frankfurt stellen wir die ISH Digital Extension bereit. Sie bleibt dann noch eine Woche länger bis zum 24. März 2023 nutzbar. Dadurch können alle die Zeit auf der Messe optimal nutzen und beispielsweise im Nachgang verpasste Programmpunkte ansehen. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit zielgerichtet Kontakt aufzunehmen. Über KI-gestütztes Matchmaking lassen sich passende Geschäftspartner finden, um mit ihnen auf der Messe oder digital in Kontakt zu treten.

Einen tagesaktuellen Einblick über alle Aussteller, die dabei sind, gibt der ISH Contactor.

Quelle: ISH / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-8056 Thu, 08 Dec 2022 04:55:00 +0100 Schub für gebäudeintegrierte Photovoltaik https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/schub-fuer-gebaeudeintegrierte-photovoltaik-8056.html Eine neue TÜV Rheinland-Zertifizierung bietet eine Lösung, gebäudeintegrierte Photovoltaik-Module bereits vor dem Verkauf einem unabhängigen und standardisierten Prüf- und Qualitätssicherungsverfahren zu unterziehen. Bisher gab es keine Prüfnorm für BIPV-Anlagen (Building-Integrated-Photovoltaik). TÜV Rheinland erweitert sein vielfältiges Dienstleistungsportfolio für Nachhaltigkeit um eine weltweit einzigartige Prüfnorm (2 PfG 2796/02.22) zur Zertifizierung von gebäudeintegrierten Photovoltaik-Modulen (Building-Integrated-Photovoltaik, kurz BIPV). Das bereitet den Weg für die vor Inbetriebnahmen von BIPV-Anlagen vorgeschriebenen Prüfungen und Qualifizierungen, einschließlich der Vorbereitungen auf eine bauaufsichtliche Zulassung.

Bisher keine Prüfnorm für BIPV-Anlagen

Allein in Deutschland ist laut Statistischem Bundesamt im vergangenen Jahr der Anteil installierter Leistung sämtlicher ans Netz angeschlossener PV-Anlagen um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Dennoch gab es bisher keine Prüfnorm für BIPV-Anlagen, die diesen die Einhaltung vereinheitlichter Sicherheits- und Qualitätsstandards attestiert. Die Folge: Intransparenz und Qualitätsmängel sowie damit verbundene Unsicherheiten auf dem BIPV-Markt.

„Die neue TÜV Rheinland-Zertifizierung bietet eine Lösung, gebäudeintegrierte Photovoltaik-Module bereits vor dem Verkauf einem unabhängigen und standardisierten Prüf- und Qualitätssicherungsverfahren zu unterziehen“, erklärt Lukas Jakisch, Abteilungsleiter Solar bei TÜV Rheinland. Die Fachleute von TÜV Rheinland untersuchen Eigenschaften der Photovoltaikmodule, die sowohl für Gebäudeanforderungen als auch elektrotechnische Anforderungen relevant sind. Dabei berücksichtigen sie sowohl die European Construction Product Regulation CPR 305/2011 als auch die Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU sowie die CENELEC-Normen. „TÜV Rheinland ist marktführend im Bereich Zertifizierung von PV-Produkten und -Anlagen. „Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass zertifizierte Produkte strengsten Anforderungen der Qualitäts- und Sicherheitsprüfung genügen“, sagt PV-Experte Lukas Jakisch.

Hintergrund

Aktuelle BIPV-Normen (EN 50583 und IEC 63092) sind keine verpflichtende Produktzertifizierung. Sie dienen jedoch als fachliche Grundlage zur Entwicklung der 2 PfG 2796 TÜV Rheinland-Norm. Diese bietet die Anforderungen an die Qualifizierung und Zertifizierung von BIPV-Modulen, um das Vertrauen der Händler, Hersteller und Abnehmer in deren Qualität durch eine Produktzertifizierung zu stärken.

Quelle: TÜV Rheinland / Delia Roscher

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Solarenergie
news-8055 Wed, 07 Dec 2022 04:55:00 +0100 EE-fit-Test: Ist das eigene Haus fit für eine Wärmepumpe? https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/ee-fit-test-ist-das-eigene-haus-fit-fuer-eine-waermepumpe-8055.html Wärmepumpen benötigen eine niedrige Vorlauftemperatur. Ob das eigene Haus mit einem solchen Temperaturniveau ausreichend warm werden würde, lässt sich mit einem Test ganz einfach selbst herausfinden. Wärmepumpen nutzen die Umgebungsluft, das Grundwasser oder das Erdreich als Wärmequelle. Mit Strom heben die Geräte die Umweltenergie auf ein höheres Temperaturniveau und liefern so Wärme für Heizung und Warmwasser. Damit stromsparend geheizt werden kann, sollte der Temperaturunterschied zwischen der Umweltenergiequelle und dem Heizsystem möglichst gering sein. Die maximale Vorlauftemperatur der Heizung sollte daher nicht über 55 Grad Celsius liegen, besser darunter.

Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, die das Wasser hat, wenn es den Heizkessel verlässt und zu den Heizkörpern gepumpt wird. In alten, ungedämmten Gebäuden mit kleinen Heizkörpern und fossilen Heizkesseln sind im Winter je nach Gebäudestandard oft 70 Grad Celsius Vorlauftemperatur üblich. Energetisch sanierte und neue Häuser brauchen deutlich weniger, da bei geringeren Energieverlusten weniger Heizleistung im Raum zur selben Raumtemperatur führt. Deshalb reicht in gut gedämmten Häusern und Häusern mit Fußbodenheizung auch an kalten Wintertagen eine Vorlauftemperatur von unter 50 Grad Celsius aus, um die Wohnräume auf 20 Grad zu erwärmen.

Test ist in vielen Einfamilienhäusern durchführbar

Ob das eigene Gebäude 70, 60 oder nur 50 Grad Vorlauftemperatur benötigt, ist daher entscheidend, wenn es um den Einsatz einer Wärmepumpe geht. Mit Hilfe eines kleinen Experiments kann man dies herausfinden. Der EE-fit-Test ist in vielen Einfamilienhäusern durchführbar. In Mehrfamilienhäusern sollte man diesen Test nur abgestimmt mit allen Bewohner*innen durchführen.

So gehen Eigentümer*innen konkret vor: Zuerst muss die Außentemperatur deutlich unter null Grad liegen. Gut ist eine Frostperiode von mehreren Tagen. Auf einem Display am Heizkessel oder einer Temperaturanzeige am Vorlaufrohr wird die Vorlauftemperatur angezeigt. Am Displaymenü oder per Drehknopf kann man die Temperatur auf die gewünschten 50 bis 55 Grad absenken. Ist dies aufgrund des Reglertyps nicht möglich, sollte man sich an eine Fachperson wenden. Diese kennt auch andere Wege, die Vorlauftemperatur abzusenken, etwa über die Heizkennlinie.

Nach der Absenkung die Thermostate auf drei stellen

Anschließend müssen alle Thermostate an den Heizkörpern auf die Zieltemperatur 20 Grad aufgedreht werden. Das entspricht der Stufe drei. Ist es nach einigen Stunden entsprechend warm, ist das Haus für eine Wärmepumpe geeignet. Bleibt es dagegen in den eigenen vier Wänden zu kalt, herrscht Optimierungs- und meist auch Sanierungsbedarf. Neben kleineren Anpassungen führt dann oft kein Weg an energetischen Maßnahmen – zumindest einzelner schlecht gedämmter Bauteile – des Gebäudes vorbei.

Quelle: Zukunft Altbau / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-8054 Tue, 06 Dec 2022 04:55:00 +0100 RAL Gütezeichen zeichnet energieeffiziente Produkte aus https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/ral-guetezeichen-zeichnet-energieeffiziente-produkte-aus-8054.html Gleich mehrere RAL Gütezeichen bieten Orientierung bei der Auswahl von Produkten, die den Energieverbrauch effektiv reduzieren helfen und beim verantwortungsvollen Konsum unterstützen. Für die Anerkennung von RAL Gütezeichen im Produkt- und Dienstleistungsbereich ist seit 1925 RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung zuständig. Dichte Fenster und Türen verringern Energieverbrauch

Veraltete und undichte Fenster und Türen können sich als wahre Energiefresser erweisen. Fenster ohne Wärmedämmverglasung oder undichte Rahmen halten die Wärme nicht in den Räumen. Dies führt nicht nur zu steigenden Heizkosten, sondern kann auch Feuchteschäden zur Folge haben. Die RAL Gütezeichen für Fenster und Haustüren kennzeichnen Produkte, mit denen diese Baukomponenten modernisiert werden und die Wohnräume so wieder zu einem energieeffizienten und angenehmen Ort gemacht werden können.

Das RAL Gütezeichen Fugendichtungskomponenten und -systeme steht für hochwertige und langlebige Produkte, die innen luftdicht, in der Mitte wärme- und schalldämpfend sowie außen dicht gegen Schlagregen sind. Zugleich sind sie offen für die Dampfdiffusion, sodass Luftfeuchtigkeit abgeführt werden kann. So sorgen sie für eine energetisch ausgewogene Gebäudehülle und vermeiden zugleich Feuchteschäden und Schimmelbildung. Außerdem ist mit gütegesicherten Fugendichtungen und einer fachgerechten Abdichtung, die durch das RAL Gütezeichen sichergestellt sind, eine bis zu 25 Prozent effektivere Energienutzung möglich.

Auch Mehrscheiben-Isolierglas senkt dank seiner wärmedämmenden Eigenschaften die Energiekosten, schützt vor Schall und hält bei der Verwendung von Verbundsicherheitsglas Einbrecher ab. Bei gemäß dem RAL Gütezeichen Mehrscheiben-Isolierglas gütegesicherten Produkten können sich Käufer*innen auf eine lange Lebenszeit sowie hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards verlassen. So bleibt der Randverbund dicht und das Glas behält seine Dämm- und Sicherheitseigenschaften. Für die Einhaltung der Gütesicherung sorgen die strengen Güte- und Prüfbestimmungen, die dem Gütezeichen zugrunde liegen. 

Durch hochwertige Dämmung Wärmeverluste reduzieren

Eine hochwertige Dämmung ist heutzutage unverzichtbar, denn sie spart Energie und trägt dadurch erheblich zum Schutz der Umwelt bei. Allein eine sachgemäß verarbeitete und eingebaute Dachdämmung kann zu einer Reduktion der Heizkosten um bis zu 20 Prozent führen. Außerdem sorgt eine gute Dämmung für ein angenehmes Wohnklima und verhindert gesundheitsschädliche Schimmelbildung.

Erzeugnisse aus Mineralwolle mit dem entsprechenden RAL Gütezeichen sind bei sachgerechter Verwendung gesundheitlich unbedenklich zu verarbeiten und stehen vor allem für einen qualitativ hochwertigen Dämmstoff. Wenn es um die Dämmung geht, ist Mineralwolle dank ihrer vielseitigen Produkteigenschaften bei Bauherren stets eine beliebte Wahl und zählt oft zu den unverzichtbaren Baustoffen. Die Isolierung von Gebäuden durch Mineralwolle kann den Bedarf an Heizenergie bzw. Kühlleistung erheblich verringern und sorgt gleichzeitig für ein gemütliches Raumklima. Mineralwolle, die das RAL Gütezeichen trägt, ist zudem frei von Chemikalien und hemmt im Brandfall die Ausbreitung von Feuer.

Fassadendämmungen gehören heutzutage bei den meisten Neubauten zum Standard und sorgen fachgerecht angebracht dafür, dass kostspielige Wärmebrücken an Außenwänden gar nicht erst entstehen. Aber auch bei Bestandsbauten lohnt sich eine Wärmedämmung der Fassade im Verbundsystem. Betriebe, die das RAL Gütezeichen Wärmedämmung von Fassaden im Verbundsystem führen, stellen sicher, dass die Dämmung fachgerecht durchgeführt wird.

Quelle: RAL / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-8053 Mon, 05 Dec 2022 14:09:12 +0100 GreenAkku schenkt Kund*innen Mehrwertsteuer https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/greenakku-schenkt-kundinnen-mehrwertsteuer-8053.html GreenAkku erstattet seinen Kund*innen die Mehrwertsteuer für selfPV-Pakete. Weitere Aktionen sind bis Ende des Jahres geplant. Im laufenden Kalenderjahr 2022 hat GreenAkku bereits über 100.000 Mini-PV-Anlagen ausgeliefert. In den neun Jahren zuvor waren es rund 220.000 Anlagen, die bei GreenAkku gekauft und von den Kund*innen installiert wurden. Insgesamt liefern die 320.000 Solaranlagen jedes Jahr mindestens 128 Millionen kWh dezentralen Sonnenstrom, geht man von einem durchschnittlichen Jahresertrag von 400 kWh aus, den bereits ein kleines Balkonkraftwerk im Durchschnitt im Jahr produziert. Die Haushalte, die eine Mini-PV-Anlage betreiben, tragen so mit steigender Tendenz zur Energiewende bei.

Nun können alle, die sich eine Anlage zulegen oder die bestehende erweitern möchten, freuen: Denn GreenAkku übernimmt ab sofort bis auf weiteres und solange der Vorrat reicht die gesetzliche Mehrwertsteuer von 19 Prozent.

Solaranlagen auch im Winter nutzbar

Balkonsolaranlagen liefern im Winter verhältnismäßig gute Erträge. Dies liegt an der tiefstehenden Sonne. Auf die meist senkrecht aufgehängten Solarpanels treffen die Sonnenstrahlen in einem günstigeren Winkel als im Sommer, wenn die Sonne hoch steht. Um die Bürger*innen noch in diesem Winter zum Kauf zu motivieren, erstattet GreenAkku bei seinen selfPV-Komplettpaketen die 19 Prozent Mehrwertsteuer. Dazu gehören nicht nur Balkonsolaranlagen mit einem oder zwei PV-Modulen, sondern auch Anlagen mit bis zu acht Panels. Ein Beispiel: Kostete ein selfPV Komplettpaket mit einem Canadian Solar 410 Wp Solarmodul mit Bosswerk Modulwechselrichter MI301 bisher 559 Euro inklusive MwSt., erhalten Kund*innen ihre PV-Anlage nun für nur 469 Euro plus 29 Euro Speditionsversand. Damit werden in diesem Fall 90 Euro gespart, wodurch sich die Investition in Solar auch im Geldbeutel schneller amortisiert.

Vorteile von steckfertigen Solarsystemen

Steckerfertige Solarsysteme sind in der Anschaffung vergleichsweise günstig. Eine Balkonsolaranlage mit einem 410 Wp Solarmodul liefert – je nach Bedingungen und Standort in Deutschland – zwischen 300 und 400 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr und entlastet einen Haushalt jährlich um 90 bis 120 Euro. Mit zwei Solarmodulen lässt sich das Doppelte an Solarstrom und Einsparungen bei der Stromrechnung erreichen. Die Erfahrungen aus den bereits tausendfach installierten Anlagen zeigen, dass sich Mini-Solaranlagen für Käufer*innen nach circa fünf Jahren amortisieren.

selfPV gewährt 12 Jahre Garantie auf die Solarmodule und eine lineare Leistungsgarantie über 25 Jahre auf 85 Prozent der Nennmodulleistung. GreenAkku bietet darüber hinaus ein breites Portfolio an passendem Zubehör, zudem gibt es alternative Solarkraftwerke in unterschiedlichsten Leistungsstufen im Programm.

Quelle: GreenAkku / Delia Roscher

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Solarenergie
news-8052 Wed, 30 Nov 2022 15:17:14 +0100 Gute Aussichten für die Wintermonate https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/gute-aussichten-fuer-die-wintermonate-8052.html Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) hat eine interaktive Grafik zu den deutschen Gasspeicherständen veröffentlicht. Sie zeigen, wie hoch die aktuellen Speicherfüllstände sowie Einspeicher- und Entnahmeraten jedes einzelnen Speichers sind und wie sich die Reichweite des gesamtdeutschen Systemspeichers ermitteln lässt. Im Zusammenhang mit der Diskussion einer möglichen Gasmangelsituation im Kontext der globalen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine hat sich die öffentliche Aufmerksamkeit auf sogenannte Untertagegasspeicher und deren Reichweite für eine Wintervorsorge gerichtet. Diese tief unter der Erdoberfläche gelegenen Kavernen- und Porenspeicher sichern gerade im Winter zusätzlich zu alternativen Importen, die den Ausfall von russischem Pipelinegas kompensieren, die Versorgung Deutschlands mit Erdgas. Entscheidend mit Blick auf die Reichweite ist jedoch, welchen tatsächlichen Füllstand die Speicher aufweisen und wie sie im Laufe des Winters abgerufen werden.

Auf seiner Website hat der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) allgemein verständlich dargestellt, wie hoch die aktuellen Speicherfüllstände sowie Einspeicher- und Entnahmeraten jedes einzelnen Speichers sind und wie sich die Reichweite des gesamtdeutschen Systemspeichers ermitteln lässt, sprich: wie gut Deutschland über diesen Winter kommt und wie gut die Startbedingungen für das nächste Gaswirtschaftsjahr sind.

„Im Grundsatz wollen wir durch diese Berechnung die Diskussion um verfügbare Gasmengen versachlichen. Deutschland ist mit Gasvorräten gut unterwegs für diesen Winter, trotz der massiven Rückschläge, die es durch Zerstörung der Infrastrukturen gegeben hat“, sagt Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender des DVGW. Linke verweist damit auf den mutmaßlichen Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines Ende September. Bis dahin hatte Russland über die Offshore-Fernleitung Nord Stream 1 nur noch reduziert und sukzessive immer weniger Gas nach Deutschland geliefert.

Verantwortlich entwickelt wurde das Prognose-Tool von der Explicatis GmbH, einem technischen Dienstleister des DVGW. „Mit der Prognosefunktion ist es Nutzern des Tools möglich, Einstellungen in den Parametern ‘Importzuflüsse’, ‘Wetterlage’ und ‘Veränderungen des Verbrauchs’ zu variieren. So lassen sich etwa der angenommene Verlauf des Winters oder die Menge der Einsparungen individiuell einstellen“, erläutert Explicatis-Geschäftsführer René Keller.

Im Wesentlichen verfügt die interaktive Grafik nun über folgende Features:

  • Aktuelle Informationen zu Gasspeichern
  • Aktueller Füllstand (in Prozent und in TWh)
  • Aktuelle Reichweite (Datum) – basierend auf realistischenPrognosewerten
  • Einhaltung der gesetzlichen Zielvorgaben

Reichweitenprognose

  • Visualisierung des bisherigen Gasabsatzes 2022, im Vergleich mit historischen Referenzdaten
  • Prognose für den Gasabsatz im Winter 2022/23 unter Berücksichtigung exogener Ereignisse wie Wetter und Einspareffekte
  • Berechnung und Visualisierung des erforderlichen Speichereinsatzes und des Füllstandsverlaufs unter Berücksichtigung der Prognoseparameter und der Importzuflüsse

Füllstandshistorie

  • Taggenaue Abfragemöglichkeit der historischen Gasspeicherfüllstände (kumuliert deutschlandweit, pro Bundesland und pro Gasspeicher)
  • Tagesaktuelle Visualisierung der Gasspeicherfüllstände, rückwirkend für mehrere Jahre

Alle gegenwärtigen Variationen wurden konservativ ohne die im Laufe des Winters eintreffenden zusätzlichen LNG-Mengen-Bezüge über die deutschen Terminals gerechnet und sind daher gesichert. „Selbst wenn sich die schlechteste aller Prognosen bewahrheiten sollte, wovon nicht auszugehen ist, wird Deutschland bei Beibehaltung des gegenwärtigen weitsichtigen Kurses diesen Winter gut bewältigen”, resümiert DVGW- Vorstandsvorsitzender Gerald Linke. „Dennoch sei darauf hingewiesen, dass dem Winter 2022/23 ein weiterer folgen wird. Die Vorbereitungen für den Winter in einem Jahr werden maßgeblich davon beeinflusst werden, wie wir uns in diesem Jahr verhalten, d. h. wie viel an Gas wir als Basis für 2023/2024 vorhalten können. Leichter wird es in jedem Fall, wenn es dann noch signifikante Restmengen in unseren Erdgasspeichern gibt. Daher ist es auch weiterhin angebracht, zum Sparen aufzufordern bzw. an einen energiebewussten und effizienten Einsatz des Energieträgers zu appellieren.”

Quelle: DVGW / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-8051 Wed, 30 Nov 2022 14:48:45 +0100 Tipps zur Kosteneinsparung durch effizientes Heizen mit Fußbodenheizung https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/tipps-zur-kosteneinsparung-durch-effizientes-heizen-mit-fussbodenheizung-8051.html Bei der Reduzierung von Heizkosten spielt die Optimierung der Fußbodenheizung eine wesentliche Rolle, da es sich um ein Niedertemperatursystem als Wärmeverteilsystem handelt. Sie ermöglicht ein behagliches Raumklima und führt gleichzeitig zu geringeren Heizkosten im Vergleich zu anderen Wärmeverteilsystemen, da die Vorlauftemperatur deutlich niedriger ist. Eine Fußbodenheizung überzeugt durch ihre extreme Langlebigkeit. Werden die Rohre mit einer Lebensdauer von mindestens 50 Jahren nicht beschädigt, gibt es keine Abnutzungserscheinungen. Durch das richtige Nutzerverhalten sowie den Einbau moderner, nachrüstbarer Regelungstechnik können auch bei älteren Systemen Energiekosten eingespart werden. Ein weiterer Vorteil von Fußbodenheizungen ist die Kombinierbarkeit mit allen regenerativen Wärmeerzeugern, wie etwa Wärmepumpen, solarthermischen Anlagen und Photovoltaik-Systemen.

Welche Möglichkeiten Nutzer*innen von Fußbodenheizungen haben, führt ein neues Infoblatt des Bundesverbands für Flächenheizungen und Flächenkühlungen e. V. aus. Das Infoblatt reiht sich damit in die in den letzten Jahren erschienenen, praxisorientierten Hilfen des BVF ein. Bisher wurden bereits Tipps zur Modernisierung bestehender Fußbodenheizungen sowie elektrischer Fußbodenheizungen sowie Tipps zur Nachrüstung von Deckensystemen herausgegeben.

Auf vier Seiten zeigt der BVF, wie man mit wenigen Maßnahmen das Heizsystem effizienter betreiben und somit Energie sparen kann. Kurz gefasst werden die folgenden Aspekte beleuchtet:

  • Jährliche Wartung mit möglichen Maßnahmen
  • Selbst-Monitoring des Energieverbrauchs
  • Durchführung des hydraulischen Abgleichs
  • Einbau und Aktualisierung von Regelungstechnik zur Einzelraumregelung

Auch das richtige Lüftungsverhalten spielt eine wichtige Rolle im Rahmen der Möglichkeiten zur Kosteneinsparung und abschließend zeigt das Infoblatt, welche Hilfen der Verband über das Infoblatt hinaus zur Steigerung der Effizienz der Fußbodenheizung geben kann. Das Infoblatt steht auf flaechenheizung.de zum Download zur Verfügung.

Mit Hilfe des neuen Infoblatts „Tipps zur Kosteneinsparung durch effizientes Heizen mit einer Fußbodenheizung“ zeigt der BVF, wie mit neuer Regelungstechnik, Anpassung der Heizkurve und Heizgrenztemperatur sowie einem hydraulischen Abgleich die optimale und damit effiziente Funktion der Fußbodenheizung für die nächsten Jahrzehnte gesichert werden kann und dabei Einsparpotentiale von bis zu 20 Prozent an Heizkosten möglich sind.

Quelle: BVF / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-8050 Wed, 30 Nov 2022 14:33:28 +0100 Nachhaltiges Bauen mit Ziegeln https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/nachhaltiges-bauen-mit-ziegeln-8050.html Bei der Planung eines 2021 errichteten Mehrfamilienwohnhauses in Auerbach (Oberpfalz) setzte das Bayreuther Architekturbüro RK Next Architekten auf die ökologischen und bauphysikalischen Vorzüge des besonders umweltgerechten Wandbaustoffes Ziegel. Das massive Mauerwerk leistet einen wesentlichen Beitrag zur ganzjährigen Wohnbehaglichkeit indem es durch Zwischenspeicherung Temperatur- und Luftfeuchteschwankungen ausgleicht. Viel mehr landschaftliche Idylle ist beinahe unmöglich. Die einstige Bergbaustadt Auerbach mit ihren rund 10.000 Einwohner*innen hat als Tor zum Naturpark Fränkische Schweiz in seiner Umgebung alles an Naturschönheiten zu bieten, was die Region nicht nur bei Tourist*innen so beliebt macht. Nach Jahren der Stagnation bei der Einwohnerentwicklung – infolge der Schließung der Erzgrube in den 80er Jahren – geht es auch hier mittlerweile bergauf.

Nachverdichtung mit moderner Architektur

Die Attraktivität schlägt sich auch durch eine erhöhte Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt nieder. Ein Grund mehr für die regional tätige Vermietungsgesellschaft Bachmann Gebäude GmbH, ihr Wohnraumangebot zu vergrößern. An einem Standort ihres verwalteten Wohneigentums am Stadtkern von Auerbach gab es zwei kleinere Altgebäude, die ursprünglich saniert und erweitert werden sollten. Aufgrund schlechter Bausubstanz entschied sich der Bauherr jedoch für einen Abriss und den Neubau eines Mehrfamilienwohnhauses auf dem freiwerdenden Grundstück.

Auf die Umsetzung moderner Architektur wurde – neben der geforderten Einbindung in die bestehende Bebauung – vom beauftragten Architekturbüro RK Next Architekten (Bayreuth) der Geschwister Julia und Max Küfner viel Wert gelegt. „Der Baukörper sollte sich in Form und Funktion dem vorhandenen kleinstädtischen Ensemble anpassen und trotzdem mit einer zeitgemäßen Fassade den heutigen Gestaltungsansprüchen genügen“, umschreibt der zum Projektteam gehörende Architekt Sebastian Greiner das Planungsmotto. Zentrale Stilmittel waren dabei die auf drei Gebäudeseiten angeordnete Holzverschalung ab dem ersten Obergeschoss und die besondere Betonung der Balkone als architektonisches Gestaltungselement. Ansonsten orientierte sich der kompakte dreigeschossige Baukörper mit seinem T-förmigen Grundriss in Gebäudehöhe und seinem Satteldach an der bestehenden Nachbarbebauung. Auf eine Unterkellerung des Neubaus wurde verzichtet und der benötigte Technikraum für die PV-Anlage im Erdgeschoss vorgesehen.

Flexible Grundrisse und offene Gestaltung

Beim Zuschnitt der sehr flexibel konzipierten Wohnungen wurde auf ein möglichst breit gestreutes Wohnraumangebot geachtet. Den Raumbedarf durchschnittlicher Haushalte berücksichtigen – neben vier kleineren Wohneinheiten im Erdgeschoss – die auf den drei Obergeschossen befindlichen sieben Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen mit Wohnungsgrößen von 70 bis 90 m².

Ein Highlight stellt darüber hinaus die Penthouse-Wohnung im ausgebauten Dachgeschoss mit einer Wohnfläche von 140 m² dar. Auffällig sind hier die Ausblickmöglichkeiten, die in mehreren Richtungen und gleich durch zwei angeordnete Balkone sowie eine großzügig dimensionierte Dachterrasse von 37 m² vorhanden sind. Eine attraktive Ausstattung kennzeichnet aber alle Wohneinheiten. Wesentliches Merkmal ist die offene Gestaltung von Wohn- und Esszimmer mit integriertem Küchenbereich wie sie mittlerweile im modernen Wohnungsbau üblich ist. Für ein hohes Maß an Behaglichkeit und Tageslichtdurchflutung der Innenräume sorgen eine eingebaute Fußbodenheizung in allen Räumen sowie Fenster beziehungsweise Zugänge zu den Balkonen, die bis zum Boden reichen. Einen barrierefreien Zutritt zu allen Wohnungen ermöglicht ein installierter Aufzug.

Tannenholzfüllung sichert hohe Nachhaltigkeit

Die Wahl des Außenwandbaustoffes wurde maßgeblich bestimmt durch die besonders vielfältigen Anforderungen an die Gebäudehülle. Neben garantierter hoher Nachhaltigkeit sollte sie vor allem zum geforderten Energieeffizienzhausstandard KfW 40 beitragen. Außerdem waren wegen der Gebäudehöhe und der Grundstückslage auch statische und schallschutztechnische Aspekte zu berücksichtigen. Die intensive Beratung durch das Ziegelwerk Schönlind, das die Unternehmensgruppe Leipfinger-Bader mit Stammsitz in Vatersdorf (Niederbayern) betreibt, gab letztlich den entscheidenden Ausschlag. Der empfohlene „Unipor W07 Silvacor“-Mauerziegel erwies sich als die optimale Lösung, weil die geforderte hohe Nachhaltigkeit nicht zu Lasten von Standfestigkeit und Schallschutz (Druckfestigkeit fK = 2,2 MN/m², Schalldämm-Maß Rw = 48 dB) ging. Dabei liegt die besondere ökologische Qualität des Ziegels in seiner für Wandbaustoffe einzigartigen Füllung aus nachwachsenden Tannenholzfasern. Dafür wurde der Silvacor-Baustoff im Jahr 2017 als bestes Innovationsprodukt mit dem renommierten „Architects‘ Darling Award“ ausgezeichnet.

Aufgrund der angestrebten Wohnbehaglichkeit war für den Bauherren insbesondere die Speicherfähigkeit des massiven Silvacor-Ziegels entscheidend, da diese wichtig für ein angenehmes Wohnklima ist. Ein Aspekt, der angesichts immer häufigerer sommerlicher Hitzeperioden zukünftig beim Wohnungsbau zunehmende Bedeutung gewinnen wird. Das massive Außenmauerwerk speichert dabei tagsüber die durch Sonneneinstrahlung erzeugte übermäßige Sonnenwärme und gibt sie erst während der kühleren Nachtstunden langsam an die Innenräume ab. Ähnliches gilt für den natürlichen Ausgleich von Luftfeuchteschwankungen.

Bewährte Zusammenarbeit mit Ziegelhersteller

Von der Qualität der hergestellten Ziegel musste die mit der schlüsselfertigen Errichtung betraute Baufirma HD-Bau Wohnen GmbH nicht überzeugt werden. „Mit dem Ziegelwerk Leipfinger-Bader standen wir bereits vor diesem Bauprojekt im partnerschaftlichen Kontakt“, erklärt hierzu der auf Seiten des ortsansässigen Bauunternehmens für das Projekt zuständige Bautechniker Thomas Meyer. „Hohe Materialgüte und der gebotene Service, von der beratenden Unterstützung während der gesamten Bauphase bis hin zu praxisnahen Verarbeitungs-Vorführungen auf der Baustelle, trugen auch bei diesem Projekt zu der von uns angestrebten hohen Mauerwerksqualität bei.“

Die permanente Weiterentwicklung des Leistungsangebots bezieht sich bei Leipfinger-Bader nicht nur auf die hergestellten Mauersteine und ein ausgefeiltes Zubehörprogramm. Ein weiteres Beispiel für die Innovationskraft der familiengeführten Gruppe ist bei diesem Projekt auch die Vermauerung des Silvacor-Ziegels mit sogenannten Mörtelpads von Franken Maxit (Azendorf), welche im Hause Leipfinger-Bader mitentwickelt wurden. „Die beim Silvacor-Ziegel bauaufsichtlich zugelassene Alternative zur Dünnbettvermörtelung hat sich aus unserer Sicht als sehr effiziente, zeitsparende Mauertechnik erwiesen“, stellt Meyer zufrieden fest. „Die Logistik wird bei Einsatz der Trockenmörtelplatten durch den Wegfall der sonst erforderlichen aufwendigen Mörtelzubereitung deutlich vereinfacht.“ Auch Nebenarbeiten wie die Reinigung von Hilfsmitteln erübrigen sich. Die Vermörtelung ist zudem – gegenüber dem herkömmlichen Mörtelauftrag mit dem Mörtelschlitten oder der Maurerkelle – für den Verarbeiter bequemer und damit ergonomischer.

Nachhaltig auch bei der Energieversorgung

Der hohe ökologische Anspruch beinhaltete – außer effizienter Energieeinsparung durch baulichen Wärmeschutz – zwangsläufig eine besonders umweltschonende Energieversorgung. Infolge der zentralen Forderung nach hoher Nachhaltigkeit wurde eine leistungsfähige Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher eingeplant. Dadurch kann tagsüber erzeugter Sonnenstrom autark für den abendlichen Stromverbrauch zwischengespeichert werden. Er wird deshalb nicht wie bei den meisten PV-Anlagen in das öffentliche Netz eingespeist.

Der rücksichtsvolle Umgang mit den Energieressourcen bestimmte auch die Festlegung der Heiztechnik: Dafür wurde im Rahmen einer über das Wohnhaus-Projekt hinausgehenden Heizungsplanung eine Heizzentrale erbaut, die neben den errichteten zwölf Wohneinheiten eine weitere Wohnung sowie eine Betriebshalle mit Fernwärme aus verbrannten, sogenannten Hackschnitzeln versorgt. Sie bestehen ressourcenschonend aus anderweitig nicht verwertbaren, kleingehackten Reststoffen aus der Forstwirtschaft oder Holzverarbeitung. Die errichtete Heizzentrale ist mit entsprechend großem Holzreste-Lagerraum gleich für zehn weitere geplante, zu beheizende Wohneinheiten ausgelegt.

Unproblematische, reibungslose Bauabwicklung

Dank der harmonischen Zusammenarbeit aller Baubeteiligten konnte das Projekt sehr zügig umgesetzt werden. Schon nach einem dreiviertel Jahr Bauzeit waren im August 2021 die Bauarbeiten abgeschlossen. „Letztlich zahlte es sich aus, dass schon in der Frühphase der Planung die Genehmigungsbehörden und auch die Öffentlichkeit über die Details des Projektes ausführlich informiert wurden. Durch den offenen fairen Umgang miteinander und die gemeinschaftliche Abstimmung der einzuhaltenden Rahmenbedingungen gab es keine unnötigen Verzögerungen durch Einsprüche“, erklärt Greiner. So wurde auch der auffällige graue Endanstrich der Fassaden problemlos genehmigt.

Quelle: Leipfinger-Bader / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-8049 Tue, 29 Nov 2022 15:43:37 +0100 Clever Wäschetrocknen an kalten Tagen spart Energie https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/clever-waeschetrocknen-an-kalten-tagen-spart-energie-8049.html Der Winter steht vor der Tür und es stellt sich die Frage: Die Wäsche von nun an drinnen oder weiterhin draußen zum Trocknen aufhängen? Beide Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile, die wir aufzeigen. Das Trocknen im Freien hat zwei klare Vorteile: Es fallen keine Energiekosten an und die Feuchtigkeit der Wäsche bleibt außerhalb der eigenen vier Wände. Dadurch wird Schimmelbildung im Wohnraum vermieden. Doch wer seine Kleidung in der kalten Jahreszeit im Freien trocknen will benötigt einen geeigneten Platz für Wäscheständer oder -leine und viel Geduld. Aufgrund der niedrigen Temperaturen ist die Wäsche oft auch nach Tagen noch klamm.

Schneller geht das Wäschetrocknen im Winter im beheizten Wohnraum. Um die Gefahr der Schimmelbildung möglichst gering zu halten, ist in diesem Fall regelmäßiges Lüften besonders wichtig. „Durch die Fensterlüftung geht allerdings teure Heizwärme verloren“, erklärt Christine Maginot-Rohde von der Initiative HAUSGERÄTE+. „In der kalten Jahreszeit ist es daher effizienter einen Wäschetrockner zu benutzen.“ Besonders sparsam arbeiten Trockner mit Wärmepumpentechnologie, die auch mit der besten Energieeffizienzklasse A+++ ausgezeichnet sind. Diese Topgeräte verbrauchen im Vergleich zu herkömmlichen Kondensationstrocknern bis zu 70 Prozent weniger Energie. „Beim Gerätekauf lohnt es sich daher, die auf dem Energielabel angegebenen Verbrauchswerte miteinander zu vergleichen“, sagt Maginot-Rohde. „Zudem verfügen viele Wärmepumpentrockner über besondere Trockenprogramme, die speziell für Winterkleidung interessant sind, z. B. für Wolle, Daunen oder Outdoorkleidung.“

Hohe Schleuderzahl reduziert Stromverbrauch

Wie hoch der Energieverbrauch des Wäschetrockners ist, hängt letztlich auch von der Nutzung und dem Standort des Gerätes ab. Die Beladung spielt nur eine untergeordnete Rolle, da sich die Trockenzeiten an die Beladungsmenge anpassen. Eine hohe Schleuderzahl der Waschmaschine reduziert die Kosten für das Trocknen zusätzlich. Wird die Kleidung mit 1.400 Umdrehungen pro Minute statt mit 800 geschleudert, ist weniger Restfeuchte in der Kleidung und der Stromverbrauch des folgenden Trocknungsgangs sinkt um etwa 30 Prozent. Für einen energiesparenden Betrieb sollte außerdem das Flusensieb nach jedem Trockenvorgang gereinigt werden, damit die Luftzirkulation nicht beeinträchtigt und die Trocknungszeit unnötig verlängert wird. Auch der Kondensator (Wärmetauscher) sollte von Zeit zu Zeit gesäubert werden. Da dieser bei Wärmepumpentrocknern nicht herausnehmbar ist, gibt es zusätzliche oder mehrteilige Flusensiebe. Manche Modelle sind auch mit einer automatischen Flusenreinigung des Kondensators ausgestattet. Das normale Flusensieb muss bei diesen Geräten aber trotzdem manuell gereinigt werden.

Wäschetrockner erleichtern die Wäschepflege

Im Gegensatz zu luftgetrockneter Kleidung ist die Wäsche aus der Maschine weich und flauschig. Das ist gerade bei Frotteehandtüchern oder Bettwäsche sehr angenehm. Auf Weichspüler beim Waschen kann dadurch verzichtet werden, was nicht nur für die Umwelt

gut ist, sondern auch für empfindliche Menschen, die zu Allergien neigen. Ein weiterer Vorteil: Die Kleidung aus dem Trockner ist nahezu knitterfrei, unliebsames Bügeln ist oft nicht mehr nötig. Wärmepumpentrockner verfügen zudem über vielfältige Spezialprogramme (auch mit Dampf), da sie im Vergleich zu konventionellen Geräten mit geringerer Hitze arbeiten und somit besonders gewebeschonend sind. Selbst empfindliche Textilien wie Wolle, Kaschmir oder Seide werden durch die geringen Temperaturen, einer angepassten Trommelbewegung sowie einen ständigen Wechsel der Drehrichtung der Trommel gleichmäßig und sanft getrocknet.

Quelle: Initiative HAUSGERÄTE+ / Delia Roscher

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Solarenergie
news-8048 Mon, 28 Nov 2022 14:05:11 +0100 Deutschland ist nicht Wasserstoff-ready https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/deutschland-ist-nicht-wasserstoff-ready-8048.html Eine Analyse von E.ON, die auf Daten des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) basiert, ergab: Deutschland ist nicht ausreichend vorbereitet auf den Hochlauf der Wasserstoff-Wirtschaft. Mit Blick auf das Jahr 2030 stellt sich heraus, dass weder die inländische Erzeugungskapazität von grünem Wasserstoff ausreicht, noch der deutsche Importbedarf gedeckt werden kann. Das Ziel der H2-Bilanz-Analyse ist klar: In Zukunft den aktuellen Status Quo des Wasserstoffhochlaufs in Deutschland aufzuzeigen. In die Analyse fließen außerdem die konkreten Projektvorhaben bis 2030 und darüber hinaus ein. Indikatoren sind unter anderem die Erzeugungskapazität von grünem Wasserstoff, Importmengen, Infrastruktur und Kosten. Die Analyse der Daten ergibt: Deutschland ist nicht Wasserstoff-ready.

Unter Berücksichtigung aller bis zum Jahr 2030 geplanten Projekte zum Aufbau von Elektrolysekapazität ergibt sich eine Erzeugungsleistung von 5,6 Gigawatt – das ist nur etwas mehr als die Hälfte der nationalen Erzeugungskapazität, die laut Bundesregierung bis 2030 erreicht werden soll. Wenn der Aufbau von nationaler Wasserstoffproduktion nicht schneller voranschreitet, erhöht sich der vorhandene Importbedarf noch weiter. Auch hier zeigt die H2-Bilanz eine große Lücke: Ausgehend von der dena-Leitstudie, die einen Wasserstoffbedarf von 66 Terawattstunden bis 2030 zugrunde legt, beträgt die Importlücke Stand heute 50,5 Terawattstunden. Das entspricht etwa dem monatlichen Erdgasverbrauch in Deutschland im September 2022.

Infrastruktur muss ausgebaut werden

Darüber hinaus fehlt die Infrastruktur, um den Wasserstoff von den Grenzen des Landes – insbesondere den Häfen – bis zu den Kund*innen zu transportieren, die für ihre Umstellung auf grüne Technologien darauf angewiesen sind. Es gibt aktuell erst 417 Kilometer Wasserstoff-Netze – das sind weniger als 0,1 Prozent des deutschen Gasnetzes.

E.ON Vorstand Patrick Lammers: „Wir brauchen einen Markt für grünen Wasserstoff – für eine nachhaltige Dekarbonisierung, aber auch für die Diversifizierung von Energiequellen. Der globale Wettbewerb um Investitionen in die Wasserstoffindustrie hat nun begonnen. Wir stehen in Deutschland und Europa an einem Scheideweg: Jetzt wird sich zeigen, ob der Aufbau dieses neuen Marktes bis 2030 gelingt. Unsere Wettbewerbsfähigkeit und das Gelingen des Wasserstoff-Hochlaufs sind davon abhängig, ob nun zügig die richtigen Weichen in Politik und Regulierung gestellt werden.“

So weist E.ON darauf hin, dass es auf EU-Ebene immer noch keine Definition von grünem Wasserstoff gibt. Das hemmt Investitionsentscheidungen, weil Anlagenbetreiber nicht wissen, ob ihre heutige Planung die Kriterien erfüllen wird.

Unsicherheit bremst auch den Aufbau eines Wasserstoff-Netzes. Der Vorschlag der EU-Kommission zur Entflechtung, das sogenannte Unbundling, würde es langfristig nicht erlauben, Erdgas- und Wasserstoff-Netze innerhalb eines Unternehmens zu führen. Damit würde den Gasnetzbetreibern der Anreiz fehlen, ihre Netze auf H2 umzurüsten.

Wasserstoff muss zu öffentlichem Interesse werden

Darüber hinaus ist das Förderumfeld in Deutschland noch nicht ausgereift genug, damit bis zum Jahr 2030 eine vollständig neue Industrie entstehen kann. Der Markthochlauf erfordert einen pragmatischen Finanzierungsrahmen für Investitionen in Wasserstoffprojekte. Um Unternehmen zur Umstellung auf grüne Alternativen zu bewegen, bedarf es einer Unterstützung bei den Betriebskosten.

Die Genehmigungsverfahren für Produktion und Import von Wasserstoff benötigen eine massive Beschleunigung. Die für Windenergie und Photovoltaik geplante gesetzliche Einstufung als „von überragendem öffentlichem Interesse” muss auch für Wasserstoffprojekte gelten. Für den Bau neuer Wasserstoffleitungen ist diese Regelung in der aktuellen Gesetzgebung bereits aufgenommen worden, allerdings nur befristet bis Ende 2025. Die große Investitionsphase wird wahrscheinlich aber erst danach eintreten. Nur, wenn diese Befristung aufgehoben wird, gibt es langfristige Planungssicherheit.

Die H2-Bilanz wird von sofort an alle sechs Monate veröffentlicht. Die wissenschaftliche, datenbasierte Herangehensweise soll einen Beitrag dazu leisten, dass an den richtigen Stellschrauben für einen erfolgreichen Wasserstoff-Hochlauf gedreht wird.

Quelle: E.ON / Delia Roscher

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Solarenergie
news-8047 Thu, 24 Nov 2022 13:51:00 +0100 Wie im Bad Energie gespart werden kann https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/wie-im-bad-energie-gespart-werden-kann-8047.html Wer mit Gas heizt, sollte die Warmwasserbereitung dezentralisieren. Elektronische Durchlauferhitzer funktionieren unabhängig von der Heizung. So kann in den wärmeren Monaten Geld und Ressourcen gespart werden, da die Heizung komplett ausgeschaltet ist. Elektronische Durchlauferhitzer erwärmen das Wasser unmittelbar dann, wenn es durch das Gerät strömt. Wird die zugehörige Armatur geschlossen, schaltet sich das Gerät aus. Es geht also keine Energie durch Zirkulation, Verteilung und Speichern des Wassers verloren. Bei modernen vollelektronischen Durchlauferhitzern erfassen Sensoren die Zu- und die Auslauftemperatur sowie die Durchflussmenge.

„Elektronische Durchlauferhitzer modulieren ihre Leistungsaufnahme“, erläutert Adeline Wagner von der Initiative Wärme+. „Das heißt, sie berechnen anhand der Einlauftemperatur und der Durchflussmenge, wie viel Leistung benötigt wird, um die gewünschte Auslauftemperatur zu erreichen. So müssen für eine Dusche bei 38°C zum Beispiel nur 16 kW aufgenommen werden, statt der maximalen Leistung von 24 kW.“ Das Wasser wird so immer gradgenau auf die gewünschte Wassertemperatur erwärmt – vom ersten Tropfen an und ohne unangenehme Temperaturschwankungen. Weitere Vorteile von elektronischen Durchlauferhitzern: Sie benötigen wenig Platz, und smarte Modelle bieten komfortable Steuerungsmöglichkeiten.

Großes Sparpotenzial durch kurze Leitungswege

Durchlauferhitzer sind meist in der Nähe der Verbrauchsstelle angebracht, damit muss das Wasser nicht über weite Wege verteilt werden. Schon indem die Geräte das Wasser dort erwärmen, wo es gebraucht wird, ergibt sich ein beträchtliches Sparpotenzial im Vergleich zu einer zentralen Warmwasserversorgung.

Um energieeffizient zu sein, muss die Größe des Durchlauferhitzers zum individuellen Bedarf passen. Für das Badezimmer ist ein sogenannter Komfort-Durchlauferhitzer (18 bis 27 kW) geeignet. Er ist für die Versorgung mehrerer Zapfstellen gedacht, an denen häufig größere Mengen Warmwasser gebraucht werden, beispielsweise für Dusche, Badewanne und Handwaschbecken. In kleinen Wohnungen kann er sogar die gesamte Warmwasserversorgung übernehmen, wenn Küche und Bad nebeneinander liegen. Für Zapfstellen, an denen hohe Temperaturen gewünscht sind, der Wasserbedarf aber gering ist, eignen sich Kompakt-Durchlauferhitzer (13,5 kW) – wie bei der Küchenspüle. Mit ihrer kleinen Bauform finden sie dort im Unterschrank ihren Platz. Wo nur punktuell warmes Wasser benötigt wird, etwa am Handwaschbecken des Gäste-WCs oder im Keller, reicht ein Klein-Durchlauferhitzer (3,5 kW) aus.

Smarte Bedienung bei vollelektronischen Modellen

Noch größeren Komfort als elektronische Durchlauferhitzer bieten vollelektronische Modelle. Bei diesen Geräten reguliert ein Motorventil die Durchflussmenge. Dadurch können auch hohe Temperaturen sicher erreicht werden und eine Badewanne lässt sich automatisch befüllen. Über ein Display am Gerät oder eine App ist es zudem möglich, den individuellen Wasser- und Energieverbrauch im Blick zu behalten. Mit diesem Monitoring können Nutzerinnen und Nutzer auf ihren Verbrauch direkt reagieren und Duschzeiten oder die Wassertemperatur regulieren.

Die Initiative Wärme+ hat eine Broschüre zum Thema „Elektronische Durchlauferhitzer“ herausgebracht. Diese steht zum kostenlosen Download bereit.

Quelle: Initiative Wärme+ / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-8046 Tue, 22 Nov 2022 11:14:40 +0100 Grundwasserspeicher für Wärme- und Kälteversorgung https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/grundwasserspeicher-fuer-waerme-und-kaelteversorgung-8046.html Thermische Aquiferspeicher speichern erwärmtes Wasser unter der Erde und pumpen es bei Bedarf herauf. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben nun ermittelt, dass Deutschland ein beträchtliches Potenzial für Niedertemperatur-Aquiferspeicher aufweist. Mehr als 30 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland entfallen derzeit auf das Heizen und Kühlen von Gebäuden. Die Dekarbonisierung dieses Sektors kann daher einiges an Treibhausgasemissionen einsparen und wesentlich zum Klimaschutz beitragen. Zur saisonalen Speicherung und flexiblen Nutzung von Wärme und Kälte eignen sich Aquiferspeicher, also wasserführende Schichten im Untergrund. Wasser besitzt eine hohe Fähigkeit, thermische Energie zu speichern, und das umgebende Gestein wirkt isolierend. Aquiferspeicher werden durch Bohrungen erschlossen, um beispielsweise Wärme aus Solarthermieanlagen oder Abwärme aus Industrieanlagen unter der Erde zu speichern und bei Bedarf heraufzupumpen. Sie lassen sich ideal mit Wärmenetzen und Wärmepumpen kombinieren. Als besonders effizient haben sich oberflächennahe Niedertemperatur-Aquiferspeicher (engl. Low-Temperature Aquifer Thermal Energy Storage – LT-ATES) erwiesen: Da die Temperatur des Wassers nicht viel höher ist als die der Umgebung, geht während der Speicherung wenig Wärme verloren. 

Mehr als die Hälfte der Fläche in Deutschland ist sehr gut oder gut geeignet 

Welche Regionen in Deutschland sich für Niedertemperatur-Aquiferspeicher eignen haben Forschende am Institut für Angewandte Geowissenschaften (AGW) und in der Nachwuchsgruppe Nachhaltige Geoenergie des KIT untersucht. „Zu den Kriterien für einen effizienten LT-ATES-Betrieb gehören geeignete hydrogeologische Gegebenheiten wie die Produktivität der Grundwasserressourcen und die Grundwasserströmungsgeschwindigkeit“, erklärt Ruben Stemmle, Mitglied der Forschungsgruppe Ingenieurgeologie am AGW und Erstautor der Studie. „Wichtig ist auch ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Heiz- und Kühlenergiebedarf. Dieses lässt sich annäherungsweise über das Verhältnis von Heiz- und Kühlgradtagen ermitteln.“ 

Die Forschenden haben die hydrogeologischen und klimatischen Kriterien in einer räumlichen Analyse kombiniert. Dabei zeigte sich, dass 54 Prozent der Fläche in Deutschland in den kommenden Jahrzehnten bis 2050 sehr gut oder gut für LT-ATES geeignet sind. Die Potenziale konzentrieren sich im Wesentlichen auf das Norddeutsche Becken, den Oberrheingraben und das Süddeutsche Molassebecken. Visualisiert sind sie detailliert auf einer Karte, welche die Forschenden mit einem Geoinformationssystem (GIS) anhand einer multikriteriellen Entscheidungsanalyse erstellt haben.

Klimawandel wird Potenzial für Aquiferspeicher vergrößern 

Wie die Studie weiter ergeben hat, werden die für LT-ATES sehr gut oder gut geeigneten Flächen für den Zeitraum 2071 bis 2100 voraussichtlich um 13 Prozent wachsen. Dies ist vor allem durch einen relativ starken Zuwachs bei den sehr gut geeigneten Flächen bedingt und zurückzuführen auf einen steigenden Kühlbedarf, also auf den Klimawandel. In Wasserschutzgebieten sind Aquiferspeicher nur eingeschränkt und in Einzelfällen zulässig. Dadurch fallen elf Prozent der technisch sehr gut oder gut geeigneten Flächen weg. „Alles in allem zeigt unsere Studie jedoch, dass Deutschland ein großes Potenzial für die saisonale Wärme- und Kältespeicherung in Aquiferen besitzt“, sagt Stemmle.

Quelle: KIT / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-8045 Mon, 21 Nov 2022 15:07:24 +0100 Drei Maßnahmen, mit denen Eigentümer*innen Energie sparen können https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/drei-massnahmen-mit-denen-eigentuemerinnen-energie-sparen-koennen-8045.html Viele Eigentümer*innen wollen unsanierte Wohngebäude so schnell wie möglich energetisch sanieren – besonders bei den gestiegenen Energiekosten. Da aber viele Handwerksbetriebe ausgelastet sind und die Lieferzeiten einzelner Materialien lange dauern, stellen wir Ihnen drei Maßnahmen vor, bei denen Sie selbst aktiv werden können. Sanierungen können bis zu 20 Prozent Energie einsparen. Daher wollen viele Eigentümer*innen zeitnah sanieren. Viele Maßnahmen können Heimwerker*innen selbst übernehmen: Fenster abdichten, Kellerdecke dämmen und die Vorlauftemperatur der Heizung niedriger einstellen. Kompliziertere Sanierungsmaßnahmen wie die Dämmung der Fassade oder der Fenstertausch sollte man Fachleuten überlassen – ihnen aber möglichst alle verfügbaren Informationen zum energetischen Zustand des Hauses zusammenstellen.

Maßnahme 1: Alte Fenster abdichten, Kellerdecke und Rohre selbst dämmen

Um Heizkosten zu sparen, kann man kleinere Maßnahmen selbst durchführen. Beispielsweise alte, zugige Fenster an Schwachstellen durch Kunststoff-Profile, Dichtbänder oder selbstklebende Schaumstoffbänder abdichten, undichte Rollladenkästen nach Möglichkeit von innen mit einer Dämmung versehen und hinter den Heizkörpern Reflexionsfolien – besser noch in Kombination mit Dämmplatten – anbringen, um die Strahlungswärme zurück in den Raum zu lenken. Auch die Spalte unter der Haus- oder Wohnungstüre mit einer Bürsten- oder Falldichtung zu verbessern, reduziert den Wärmeverlust.

Eine besonders effiziente Maßnahme, um die Heizrechnung zu senken, ist die nachträgliche Dämmung der Kellerdecke. „Sie ist eine der wenigen Sanierungsmaßnahmen, die man häufig selbst und ohne professionelle Unterstützung umsetzen kann“, erklärt Frank Hettler von Zukunft Altbau. „Als Dämmstoff eignen sich unter anderem Hartschaumplatten aus Polystyrol oder Polyurethan, Mineralwolleplatten sowie Naturdämmstoffe, beispielsweise Holzfaserplatten oder Zelluloseplatten.“ Die Dämmplatten werden an die Kellerdecke geklebt, gedübelt oder mit einem Schienensystem befestigt. Gänzlich ungedämmte oder nur dünn gedämmte Heizleitungen an der Kellerdecke sollten gut mit vorgefertigten runden Dämmschalen eingepackt werden, und zwar deutlich dicker als der Rohrdurchmesser. Heizkosteneinsparungen von bis zu zehn Prozent sind dadurch möglich.

Die oft gesetzlich verpflichtende Dämmung der Decke zum Dachboden ist bauphysikalisch etwas komplizierter und erfordert manchmal eine fachliche Beratung, kann dann aber in vielen Fällen ebenfalls in Eigenregie erfolgen.

Maßnahme 2: Vorlauftemperatur absenken und hydraulischen Abgleich durchführen lassen

Sind die kleineren Maßnahmen erledigt, spart man schon einiges an Energie und kann so die Vorlauftemperatur der Heizung absenken. „Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, die das Wasser hat, wenn es den Heizkessel verlässt und zu den Heizkörpern gepumpt wird“, erklärt Jörg Knapp vom Fachverband Sanitär-Heizung-Klima Baden-Württemberg. „Je niedriger die Vorlauftemperatur ist, desto geringer sind die Heizkosten – denn die Heizungsanlage muss das Wasser weniger stark aufheizen.“

Die Einregulierung der Vorlauftemperatur, auch Parametrierung der Heizkurve genannt, sollte man Fachleuten überlassen. „In alten, ungedämmten Gebäuden mit kleinen Heizkörpern sind im Winter je nach Gebäudestandard oft 70 Grad Celsius bei der Vorlauftemperatur üblich“, sagt Knapp. Energetisch sanierte und neue Häuser werden hingegen auch an kalten Wintertagen mit einem Vorlauf von unter 50 Grad Celsius innen 20 Grad warm, da bei geringeren Energieverlusten weniger Heizleistung im Raum zur selben Raumtemperatur führt. Mit den kleineren energetischen Sanierungsmaßnahmen in Eigenregie kann die Vorlauftemperatur in den unsanierten Häusern oft um 10 Grad, etwa von 70 auf 60 Grad, abgesenkt werden.

Übrigens: Häufig ist die Vorlauftemperatur der Heizung von der Inbetriebnahme der Anlage an eher zu hoch eingestellt. Die optimale Vorlauftemperatur zu finden, erfordert meistens mehrere Kontrollschleifen. Im Zweifelsfall wird daher oft eher eine zu hohe als eine zu niedrige Temperatur eingestellt. Das fällt in der Nutzung nicht auf, macht sie sich aber energetisch negativ bemerkbar.

Ein hydraulischer Abgleich trägt auch dazu bei, dass die Vorlauftemperatur der Heizung etwas niedriger eingestellt werden kann. Dieser sollte ebenfalls von Fachleuten durchgeführt werden. Bei einem hydraulischen Abgleich ermitteln sie mit einer Heizlastberechnung, wie viel Heizwasser jeder einzelne Heizkörper braucht, wie hoch der Druck der Heizpumpe sein muss und welche Einstellung das Unterteil des Ventils am Heizkörper benötigt, damit sich die Wärme effizient und sparsam im Haus verteilt.

Maßnahme 3: Schwachstellen dokumentieren und weitere Sanierung planen

Die Maßnahmen in Eigenregie und die kleineren Optimierungen durch Fachleute sparen Energie und Geld. Zugleich bereiten sie das Haus auf das Heizen mit erneuerbaren Energien vor. Denn insbesondere Wärmepumpen arbeiten umso effizienter und stromsparender, je niedriger die Vorlauftemperatur ist. „Komplett ausreichend sind diese ersten Maßnahmen aber nicht, um das Eigenheim zukunftsfähig zu machen“, sagt Frank Hettler. „Die Umsetzung weiterer Sanierungsmaßnahmen durch Fachleute, etwa eine Fassaden- oder Dachdämmung, sind daher in den meisten Fällen nötig.“ Sie senken die Vorlauftemperatur weiter ab auf ein erforderliches Niveau von maximal 55 Grad. Ist die Fassade bereits gut gedämmt oder existieren neue Wärmeschutzfenster, kann das Niveau auch bereits durch die Einstellungsoptimierung erreicht werden, so dass keine weiteren Sanierungsschritte notwendig sind.

Wer dagegen noch Sanierungsbedarf am Haus hat, sollte die Bausubstanz und verbliebenen Schwachstellen soweit es geht gut dokumentieren und bei einem Termin an die jeweilige Fachperson übergeben. Dann ist es für die Fachleute einfacher, den energetischen Zustand des Hauses zu ermitteln. Hauseigentümer*innen können vor einem solchen Termin zunächst einmal prüfen, ob und wo es durch einzelne Fenster zieht, die Terassentür undicht ist oder Wände im Winter kalt sind. Der Wärmeverbrauch in Kilowattstunden, am besten über mehrere Jahre erfasst, ist ebenfalls eine wichtige Information. Wurden alle Räume durchgehend beheizt und liegt der Wert pro Quadratmeter und Jahr über 80 Kilowattstunden, besteht meist energetischer Verbesserungsbedarf. Zudem hilft es für die Expert*inneneinschätzung, wenn möglichst präzise Informationen zu den verbauten Materialien, der Beschaffenheit der Außenbauteile – allem voran der Dämmstärken und -materialien vorhanden sind. Ebenfalls sinnvoll sind Informationen zu vorangegangenen Sanierungen, sowie eine fachliche Einschätzung zur Traglast des Dachs. Letztere wird benötigt, um herauszufinden, ob die Installation einer Photovoltaikanlage möglich ist.

Übrigens: Die finanzielle Unterstützung ist nach wie vor gut. Der Staat fördert die energetische Sanierung mit bis zu 45 Prozent, die Energieberatung mit 80 Prozent. Kommunale Programme ermöglichen weitere Hilfen. Diese können mit der Bundesförderung kombiniert werden.

Quelle: Zukunft Altbau / Delia Roscher

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Dämmung & Fenster
news-8044 Mon, 21 Nov 2022 10:48:12 +0100 Der Weg in die Versorgungssicherheit https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/der-weg-in-die-versorgungssicherheit-8044.html Nach zwei Jahren im digitalen Format fand der Fachkongress für Holzenergie vom 8. bis 9. November 2022 als Präsenzveranstaltung im Congress Centrum Würzburg statt. Unter dem Motto „Versorgungssicher, klimaschonend, innovativ – nachhaltige Holzenergie“ begrüßte der Fachverband Holzenergie im BBE (FVH) gemeinsam mit dem Co-Veranstalter, der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), 250 Teilnehmer*innnen. Zum Start des 22. Fachkongresses für Holzenergie hob Bernd Heinrich, Vorstand im Fachverband Holzenergie (FVH) im Bundesverband Bioenergie e. V. in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung der Holzenergie hervor: „Holz ist unsere größte heimische erneuerbare Energiequelle und gerade mit Blick auf eine von fossilen Energieimporten unabhängige Wärmeversorgung unverzichtbar. Nicht nur der Klimaschutz, sondern auch die Souveränität Deutschlands erfordern es, dass wir uns dringend von fossilen Energieträgern lösen und alle nachhaltig zur Verfügung stehenden Optionen nutzen. Jede energetisch genutzte Tonne Holz – sei es Altholz, Waldrestholz oder Reste aus der Holzindustrie – schützt das Klima und sorgt für ein Stück Energieunabhängigkeit.“ In 12 Fachforen präsentierten und diskutierten mehr als 60 Expert*innen aus der Wissenschaft, Politik und Praxis aktuelle Themen rund um die moderne Holzenergie.

Heinrich wies zum Start des Kongresses auf die aktuellen Herausforderungen der Branche hin und kritisiert eine mangelnde Unterstützung durch die Politik: „Die Liste der politischen Baustellen für die Holzenergiebranche ist lang und reicht von geplanten Einschränkungen der Waldnutzung, kaum zu erfüllenden Anforderungen in Förderprogrammen bis hin zur geplanten Abschöpfung bei Stromerlösen – um nur einige Themen zu nennen. Wir beobachten mit zunehmendem Unverständnis, dass inmitten der größten Energiekrise die Politik der modernen Holzenergie vielfach Steine in den Weg legt, anstatt diese freizuschaufeln. Die Holzenergiebranche steht bereit, ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Energie- und Wärmewende zu leisten, wenn die Politik sie denn lässt.“ Er verwies darauf, dass die Bundesregierung eine knappe Verdreifachung des Anteils erneuerbarer Wärme von aktuell 16,5 Prozent auf 50 Prozent in 2030 anstrebt, wozu massive Umrüstungen auf erneuerbare Energien in Privathaushalten, Gewerbe und Industrie oder bei Wärmenetzen gehören.

Der FVH-Vorstand betonte, dass die Nachhaltigkeit der Holzenergie durch umfangreiches Fachrecht gesichert sei. „Wir nutzen in Deutschland weniger Holz, als jedes Jahr im Wald nachwächst und nutzen die Holzsortimente energetisch, für die es keine sinnvolle stoffliche Verwertungsmöglichkeit gibt, wie z. B. Althölzer. Umfangreiche rechtliche Regelungen stellen die Nachhaltigkeit – und damit auch die Klimaneutralität – der Holzenergie sicher. Uns besorgt, dass Teile der Politik dies offensichtlich ignorieren und die heimischen Ressourcennutzung aufgrund falscher Annahmen einschränken möchten.“ Heinrich verwies darauf, dass erst vor knapp zwei Wochen rund 550 Wissenschaftler*innen in einem Schreiben an die Spitzen der EU klargestellt haben, dass in der Forstwirtschaft stofflich nicht verwertbare Holzsortimente anfallen und die nachhaltige energetische Nutzung klimaneutral sei. Dies sei wichtiger Rückenwind für die Branche und eine faktenbasierte Energie- und Forstpolitik, so der FVH-Vorstand.

Quelle: Fachverband Holzenergie (FVH) / Delia Roscher

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Heizung & Warmwasser
news-8043 Thu, 17 Nov 2022 12:57:24 +0100 Hochleistungs-Lüftungsgerät mit platzsparender Deckeninstallation https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/hochleistungs-lueftungsgeraet-mit-platzsparender-deckeninstallation-8043.html VALLOX präsentiert sein neues Lüftungsgerät airDIRECT 1000 D: Das trotz hoher Lüftungsleistung von bis zu 1.000 m³/h ist sehr leise Gerät ( Bei hohen Corona-Inzidenzen soll zugunsten frischer Luft auf Wärme verzichtet werden – das heißt regelmäßig Fenster auf und Energie raus. Durch die hohen Heizkosten soll nun die Raumluftqualität das Nachsehen haben: Fenster bleiben zu, der CO2-Gehalt und die Virenlast steigen.

Dazu kam bislang das Problem der Installation. Selbst wenn ein Schulträger sich für ein modernes, energiesparendes Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung entscheiden wollte, scheiterte diese Vorhaben an mangelnden Platz für den nachträglichen Einbau eines zentralen Gerätes mit aufwendigem Rohrnetz.

Nachträglicher Einbau und platzsparende Deckeninstallation

„Mit unserem neuen Deckengerät airDIRECT 1000 D füllen wir eine Lücke im Markt und Lösen das Lüftungs-, Energie- und Platz-Dilemma an Schulen, Kitas oder Behörden“, sagt Malte Knief, Geschäftsführer der VALLOX GmbH in Dießen am Ammersee. „Dieses neue Lüftungsgerät mit einer hohen Wärmerückgewinnung von bis zu 93 Prozent spart enorm Energie. Es wird einfach unter der Decke aufgehängt und macht den nachträglichen Einbau so leicht wie noch nie. Mit seiner hohen Luftleistung von bis zu 1.000 m3/h fällt es von der Kapazität her eigentlich in die Kategorie zentraler Lüftungsgeräte. Eine aufwendige Peripherieverlegung in Boden oder Decke ist aber nicht erforderlich. Man benötigt lediglich zwei Mauerdurchführungen und keine weitere Verrohrung, da die Zuluftverteilung direkt am Gerät erfolgt,“ erläutert der Lüftungsexperte.

Trotz der hohen Luftleistung arbeitet das Gerät äußerst leise. Je weniger nah das Gerät an seiner Kapazitätsgrenze betrieben wird, desto leiser arbeiten die Ventilatoren. Selbst bei voller Auslastung bleibt die Geräuschlast bei unter 35 dB. „Das ist sehr leise und stört keinesfalls den Unterricht“, ergänzt Knief.

Einfache Wartung

Die leicht zu öffnende Gerätetür mit Wartungsschalter, herausnehmbare Wärmetauscher, Filter und Ventilatoren machen die Wartung kinderleicht. Ausgestattet mit CO2-Sensor für den automatisierten Betrieb und effizientem Filter für Pollen, Keime, Staub und Schmutz ist es ein ideales Gerät zum Nachrüsten für Räume, in denen kein Platz für ein Standgerät wie das im Sommer 2021 von VALLOX auf den Markt gebrachte airDIRECT 750 CC.

„Bei den hohen Energiekosten derzeit hat sich solch ein Gerät schnell amortisiert“, erklärt Geschäftsführer Knief. „Aber noch viel wichtiger sollte uns sein, dass wir mit dieser Technologie zukunftsweisend sind. Die Gesundheit in Räumen ist genauso wichtig wie das Energiesparen. Die Ressourcen werden immer knapper, gleichzeitig wächst die Belastung unsere Umwelt und Luft durch Abgase, Pollen, Keime und Viren. An der Technologie zur Lösung dieser Probleme mangelt es nicht. Es kommt nur noch darauf an, dass wir diese auch flächendeckend einsetzen.“

Quelle: VALLOX / Delia Roscher

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Lüftung & Klima