enbausa.de - Energetisch Bauen und Sanieren https://www.enbausa.de/ Energetisch Bauen und Sanieren - Nachrichten und aktuelle Entwicklungen de-DE EnBauSa Fri, 20 Mar 2020 22:43:11 +0100 Fri, 20 Mar 2020 22:43:11 +0100 TYPO3 EXT:news news-6932 Fri, 20 Mar 2020 08:47:00 +0100 Corona-Pandemie gefährdet Fertigstellung von Solarparks https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/corona-pandemie-gefaehrdet-fertigstellung-von-solarparks-6932.html Infolge der Corona-Pandemie kommt es bei der Planung und Fertigstellung von Photovoltaik-Solarparks in Deutschland inzwischen teilweise zu Verzögerungen. Große Klimaschutzprojekte drohen ihre Förderfähigkeit zu verlieren und zu scheitern, da sie die gesetzlichen Fristen zur Fertigstellung nicht mehr einhalten können. Ihre Ursache haben diese Verzögerungen häufig in längeren Lieferzeiten für Solarkomponenten, aber auch in Personalengpässen im Handwerk und bei Bauämtern sowie bei Satzungsbeschlüssen von Bebauungsplänen.

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW) appelliert deshalb an die Bundesregierung, die Realisierungsfristen bei Solarparks im Rahmen der EEG-Auktionen zu verlängern und Strafzahlungen erst bei längeren Verzögerungen zu verhängen. „Derartige Umstände Höherer Gewalt dürfen nicht dazu führen, dass wertvolle Klimaschutzprojekte platzen und Projektierer in ihrer Existenz bedroht werden. Wir hoffen, dass der Gesetzgeber hier schnell für Abhilfe sorgen wird“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW.

Der BSW stellte darüber hinaus klar, dass das Investoreninteresse an der Photovoltaik unbenommen von vorübergehenden Projektverzögerungen ungebrochen hoch sei. Die PV-Ausschreibungen der Bundesnetzagentur seien mehrfach überzeichnet. Der BSW erwartet, dass sich das auch bei künftigen Solarauktionen nicht ändern wird.

Der BSW forderte die Bundesregierung auf, die Photovoltaik-Ausbauziele von derzeit rund 2,5 Gigawatt im Jahr auf 10 Gigawatt zu erhöhen. „Eine stärkere Solarisierung der Energieversorgung ist nicht nur klimapolitisch überfällig. Sie wäre auch ein willkommener Konjunkturmotor für Mittelstand und Handwerk – im zweistelligen Milliardenbereich allein in den kommenden drei Jahren“, so Körnig.

Höchste Akzeptanzwerte in der Bevölkerung und Erzeugungskosten im solaren Kraftwerksmaßstab bereits ab 4 Cent je Kilowattstunde würden eine deutliche Beschleunigung der Energiewende ermöglichen. Es gebe keinen Grund mehr, den PV-Ausbau weiterhin so stark zu deckeln. Vielmehr drohe andernfalls infolge des Atom- und Kohleausstiegs eine Stromerzeugungslücke und die Klimaziele seien nicht einlösbar, so die Warnungen des BSW. Dies hatten zuletzt übereinstimmend unter anderem Wissenschaftler des Fraunhofer ISE, Marktforscher von EuPD Research und des Think-Tank Agora festgestellt..

Dazu kommt der Ausbaudeckel von 52 Gigawatt. Die Branche vermutt,d ass dieser im Sommer erreicht wird. Dann gibt es keine Förderung mehr. Das Kabinett müsste sich dazu einigen. Das fordern Solaruntenehmen schon seit Monaten. Quelle: BSW Solar / pgl

 

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Solarenergie
news-6936 Fri, 20 Mar 2020 08:01:00 +0100 Entscheidung fördert Mieterstromprojekte https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/entscheidung-foerdert-mieterstromprojekte-6936.html Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat einem Energieversorgungssystem für ein Wohngebiet den Status einer Kundenanlage zugesprochen. Die Bürgerenergiegesellschaft konnte damit die Feststellung des Kundenanlagenstatus gegen einen Beschluss der Bundesnetzagentur durchsetzen. Die Einstufung von Stromleitungsanlagen als Kundenanlage ist entscheidend. Gelten Photovoltaikanlagen und Blockheizkraftwerke als Kundenanlage, fallen keine Netzentgelte an. Von der Entscheidung hängt auch ab, ob Fördermittel nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) sowie dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) in Anspruch genommen werden können, heißt es von der Kanzlei Rödl & Partner. Sie hat die Bürgerenergiegesellschaft vor Gericht vertreten. Der Status als Kundenanlage sei häufig entscheidend, ob die Anlage wirtschaftlich ist und klimaschützende Energieversorgungskonzepte realisiert werden. Die im Rahmen dieser Versorgungskonzepte angebotene Strombelieferung von Letztverbrauchern, den sogenannten „Mieterstrom“-Produkten, belebe als neues Geschäftsmodell für Stadtwerke und Energieversorger den Wettbewerb, heißt es in der Mitteilung der Kanzlei.

„Mit über 200 Letztverbrauchern in einem kleinen Wohnquartier hat das Oberlandesgericht die quantitativen Vorgaben der neuen BGH-Formel voll ausgeschöpft. Damit wurde eine wirtschaftliche Grundlage für zahlreiche innovative Projekte der Wärmewende geschaffen“, kommentiert Energierechtsexperte Joachim Held von Rödl & Partner die Entscheidung. Das OLG hat zudem die Refinanzierung durch verbrauchsunabhängige Entgelte anerkannt. „Damit ermöglicht das Urteil Betreiber- und Bürgerbeteiligungsmodelle für Arealversorgungsanlagen.“

Das Verfahren zu der zentralen Rechtsfrage der wettbewerblichen Unbedeutendheit von Kundenanlagenarealen ordne sich größenmäßig etwa in der Mitte zwischen den vom Bundesgerichtshof erst vor kurzem als Kundenanlage anerkannten 20 Wohneinheiten und den als Kundenanlage zurückgewiesenen 550 Wohneinheiten ein. Mit dem Beschluss sei daher eine weitere Klärung des Begriffs der Kundenanlage, insbesondere im Hinblick auf zulässige Größenverhältnisse zukünftiger Mieterstromprojekte, verbunden.

Die Praxis zeigt laut Kanzlei, dass in Wohnhochhäusern des sozialen Wohnungsbaus und anderer Immobilienobjekte bereits vielfach Kundenanlagen mit wesentlich mehr Wohneinheiten anzutreffen seien. Deshalb sei die Entscheidung auch von weitgehender wirtschaftlicher Bedeutung für den Bestand. Zu große Bestands-Kundenanlagen müssten mit hohen Nachforderungen von Netzentgelten und Rückzahlung von KWKG- und EEG-Förderung rechnen, soweit das Versorgungskonzept nicht an die neue Rechtslage angepasst wird. al

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Solarenergie
news-6933 Thu, 19 Mar 2020 07:59:00 +0100 Eine Messstation reicht für mehrere Wohnungen https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/eine-messstation-reicht-fuer-mehrere-wohnungen-6933.html Mit einer eingebundenen Wetterstation soll der Security Transmitter io von Somfy die Sonnenschutzanlagen der einzelnen Wohnungen bei hohen Windgeschwindigkeiten oder auch Frost schützen. Gleichzeitig kann der Sicht- und Sonnenschutz individuell je Wohneinheit bedient werden. Mit nur einer Wetterstation auf dem Dach soll der Security Transmitter io alle Sonnenschutzanlagen eines Gebäudes sichern. Die Anbringung von einzelnen Sensoren je Fassade und Etage sind laut Hersteller nicht mehr notwendig. Zieht beispielsweise ein Sturm auf, fährt der außen liegende Sonnenschutz in die obere Endlage und ist somit sicher vor Schäden. Auch weitere Wettereinflüsse wie Regen, Schnee, Eis oder auch Hagel werden vom Sicherheitssignal-Sender berücksichtigt. Darüber hinaus können Sicherheitsfunktionen wie der Feueralarm eingebunden werden.

Das Signal eines einzigen Messgebers auf dem Dach wird dabei an beliebig viele Wohnungen verteilt. Kommt es zu einer Überschreitung der in der Wetterstation eingestellten Parameter, werden diese Signale per Kabel bis zur jeweiligen Fassade weitergeleitet. Von dort aus wird das verdrahtete Sicherheitssignal in ein io-Funksignal umgewandelt und an die Sonnenschutzanlage der jeweiligen Wohnung übertragen, eignet sich dementsprechend auch für den Geschosswohnugbau. Somfy wirbt außerdem mit der einfachen Installation. Der Security Transmitter io werde in einer Unterputzdose möglichst nah an der Fassade angebracht. Der Nutzer hat außerdem die Möglichkeit Smart-Home-Komponenten des TaHoma-Ökosystems von Somfy einzubinden. Quelle: Somfy / al

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Dämmung & Fenster
news-6928 Thu, 19 Mar 2020 07:57:00 +0100 Verband will aktuellen Strompreis behalten https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/verband-will-aktuellen-strompreis-behalten-6928.html Das EEG soll novelliert werden. In der Diskussion fordert der Bundesverband Geothermie (BVG) Verbersserungen, um den weiteren Ausbau der Tiefen Geothermie zur Stromerzeugung zu sichern. Er regt etwa an, den aktuellen Strompreis beizubehalten. „Das naturverträgliche Ausbaupotenzial der Geothermie in Deutschland wird aktuell bei weitem nicht gehoben“, sagt Erwin Knapek, Präsident des BVG. Die Tiefe Geothermie biete die Möglichkeit, Strom- und Wärmeproduktion sowie die immer wichtiger werdende Kälteproduktion zu koppeln. Eine fünfprozentige Degression ab 2021 entzöge der Tiefen Geothermie die verlässliche Entwicklungsgrundlage. Deswegen sei eine weitere Förderung durch das EEG wichtig.

Die Branche hat nun aufgrund der Novellierung der Ereuerbare-Energien-Gesetz Vorschläge für den Ausbau der Erneuerbaren Energie erarbeitet. Der Bundesverband sieht die wichtigste Maßnahme darin, den Degressionsmechanismus anzupassen und den aktuellen Strompreis von 25,2 Cent pro Kilowattstunde beizubehalten. Im aktuellen EEG ist eine kalendergesteuerte Degression von fünf Prozent ab 2021 vorgesehen. Dies mache Geothermie-Projekte für Unternehmen wirtschaftlich unkalkulierbar, aufgrund der gegebenen langen Realisierungszeiten. Daher schlägt der BVG eine Degression gekoppelt an das Ausbauziel von 100 Megawatt Strom vor.

Gezielte Förderung

Durch gezielte Fördermechanismen, beispielsweise ein Flexibilitätszuschlag wie bei Biogas, könnten gleichzeitig EEG-Zuwendungen eingespart werden, heißt es von Seiten des Verbandes. Eine Förderung von Projekten, die gleichzeitig Strom und Wärme oder Kälte produzieren, würde zusätzlich zur Wärmewende beigetragen. Ein Programm zur Kreditrisikoabsicherung, ähnlich des KfW-Programmes „Fündigkeitsrisiko Tiefe Geothermie“, verkürzt aus Sicht des BVG die Projektentwicklungszeiten und senkt die Stromgestehungskosten. Auch der Abbau bürokratischer Hürden, etwa bei Genehmigungsverfahren, sowie zusätzliche Anreize im Bereich Forschung und Technik könnten zur Verbesserung der Situation der Tiefen Geothermie in Deutschland beitragen. Quelle: BVG / al

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Heizung & Warmwasser
news-6929 Thu, 19 Mar 2020 07:44:00 +0100 App berechnet Kosten für Heizungstausch https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/app-berechnet-kosten-fuer-heizungstausch-6929.html Die App "Intelligent fördern" soll es Fachhandwerkern und (Energie-)Beratern ermöglichen, schnell und unkompliziert die Kosten für den Heizungstausch zu berechnen. Dem Nutzer werden die Austauschkosten angezeigt, abzüglich der neuen BAFA-Förderung für Heizen mit erneuerbaren Energien und inklusive Einbau durch den Fachhandwerker. Die App ist für Michael Pietsch, Präsident der VdZ, ein digitales Werkzeug für Fachhandwerker, mit sie prüfen können, ob der vom Kunden vorgesehene Heizungstausch förderfähig ist. "Als Ergebnis erhalten sie nicht nur die Aussage, ob und zu wie viel Prozent die neue Heizung staatlich bezuschusst wird", sagt Pietsch. Es würden außerdem die Investitionskosten abzüglich Förderprämie und Einbaukosten angezeigt. "Mit diesen "Restkosten" vor Augen wird dem Kunden transparent aufgeschlüsselt, welche finanziellen Mittel er zur Verfügung stellen muss und wie viel er vom Staat geschenkt bekommt", führt Pietsch aus. Zusätzlich steigere die App durch die passgenau aufbereiteten Informationen die Bekanntheit der neuen Fördermöglichkeiten im Handwerk und mache den Fachhandwerker fit für Beratungsgespräche über Förderhöhen beim Einbau von Heizungen mit erneuerbaren Energien.

Die Berechnung der tatsächlichen Investitionskosten ist laut VdZ einfach und bedürfe nicht mehr als vier Klicks. Zunächst wird das aktuelle Heizgerät angegeben. Hierbei hilft die hinterlegte Vorauswahl. Anschließend wird das neue Heizgerät ausgewählt. In Schritt drei werden die Investitionskosten eingetragen. Diese beinhalten den Gerätepreis und die Installationskosten. Zur weiteren Berechnung kann der Fachmann die hinterlegten Beispielkosten nutzen. Diese setzen sich zusammen aus einem Durchschnittspreis für den jeweiligen Gerätetyp sowie einem Durchschnittspreis für die Installation. Alternativ kann ein konkreter Wert angegeben werden. Die Durchschnittspreise basieren auf der Heiztechnik für ein Einfamilienhaus. Auch hier kann über das freie Eingabefeld für ein größeres Projekt kalkuliert werden. Im letzten Schritt wird die Förderung geprüft. Als Ergebnis wird eine Kostenaufstellung mit Angabe des Restbetrags für den Endkunden ausgespielt.

Hinweise für Antragsverfahren

Zudem biete die App weiterführende Informationen und Tipps für Fachhandwerker und (Energie-) Berater zum Thema Heizungsförderung und Heizungstausch, so der VdZ. Der Nutzer erhalte beispielsweise Hinweise zum Meistern des BAFA-Antragsverfahrens. Ein Überblick über weitere Fördermöglichkeiten wie etwa der steuerlichen Förderung oder über die Förderprogramme der KfW sowie zentrale Marketingargumente für den Heizungstausch gibt es zudem. Entwickelt wurde die App von der VdZ - Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik und ihren Mitgliedern entwickelt. Die Applikation ist ein Angebot der Verbraucherplattform "Intelligent heizen". Entwickelt wurde die VdZ-App zusammen mit Hottgenroth Software. Quelle: VdZ / al

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Heizung & Warmwasser
news-6930 Wed, 18 Mar 2020 07:54:00 +0100 Contracting-Lösungen können CO2-Ausstoß reduzieren https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/contracting-loesungen-koennen-co2-ausstoss-reduzieren-6930.html Der Statusreport "Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen" des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) gibt dem Leser konkrete Hinweise für Planung und Dimensionierung sowie den Betrieb von Mikro-KWK-Systemen. Tipps zur Abrechnung von Wärme- und Stromerzeugungskosten sind ebenso zu finden wie die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Förderung von KWK-Anlagen. Mikro-KWK-Anlagen können sowohl in Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern sowie Gewerbebetrieben einen großen Teil der elektrischen und thermischen Grundlast erzeugen. Jährlich werden zirka 700.000 Heizsysteme installiert, davon entfielen im Jahr 2018 nur etwa 0,3 Prozent auf Mikro-KWK-Anlagen, sagt der VDI. Unter angemessenen Rahmenbedingungen ist bis 2030 ein Anteil von mehr als fünf Prozent möglich. Die Autoren weisen darauf hin, dass der Gesetzgeber gefordert ist, um das zu erreichen. Wichtig seien langfristige Rahmenbedingungen, die Investoren Sicherheit in ihren Entscheidungen geben. Gleichzeitig müssten die bestehenden Hindernisse in Gesetzen und Verordnungen beseitigt werden, um auch der Wohnungswirtschaft einen wirtschaftlich tragfähigen Zugang zu dieser klimaschonenden und effizienten Technologie zu ermöglichen.

So könnte gerade in der Wohnungswirtschaft durch bereits bestehende Contracting-Lösungen schnell der CO2-Ausstoß reduziert werden. In einer Contracting-Lösung übernimmt ein Energiedienstleister die Objektversorgung mit Strom und Wärme. Planung, Errichtung, Finanzierung, Betrieb sowie Wartung und Instandhaltung werden vom Contractor als Komplettpaket angeboten. Dadurch würde das wirtschaftliche Risiko bezüglich Investition und Betrieb nicht vom Endkunden getragen.

Die Ungleichstellung von Contracting und Eigenbetrieb bezüglich der Fälligkeit zur Zahlung der EEG-Umlage stellt ein wesentliches Hemmnis zur Markteinführung dar, stellen die Autoren fest. Weil der Contracting-Geber die EEG-Umlage auf den Strom erheben muss, den er an den Endkunden beziehungsweise Mieter liefert, stocke der weitere Ausbau. Würde beispielsweise der Eigentümer eines Einfamilienhauses die gleiche KWK-Anlage im gleichen Objekt selbst betreiben, fiele die EEG-Umlage nicht an.

Der Statusreport, eine Überarbeitung vom Oktober 2013, hat herausgearbeitet, dass Hersteller bereits ein breites Spektrum an KWK-Technologien für unterschiedlichste Einsatzbereiche anbieten und zwar vom Einfamilienhaus bis zum Nahwärmekonzept für ganze Straßenzüge oder Großobjekte. Zukünftig würden Brennstoffzellen-Heizgeräte eine weitere innovative Variante bieten. Auch die Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK) wird laut der Studie in den kommenden Jahren einen neuen Markt für diese Technologie erschließen können. Bund, Länder und Versorger hätten deswegen zahlreiche Förderprogramme aufgelegt, um die Verbreitung dieser klimaschonenden Technologie als einen Teil der Energiewende zu forcieren. Quelle: VDI / al

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Heizung & Warmwasser
news-6931 Wed, 18 Mar 2020 07:23:00 +0100 Studie: Aus energetischer Sicht lohnt sich Baustoff-Recycling https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/studie-aus-energetischer-sicht-lohnt-sich-baustoff-recycling-6931.html Recycling von Baustoffen schont Ressourcen wie Kies, Kalkstein oder Basalt. Zudem ist es häufig sinnvoller, Abbruchmaterial wieder aufzubereiten, anstatt Baumaterial aus natürlichen Rohstoffen neu zu gewinnen. Das ist das Ergebnis einer Sondierungsstudie des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und die Intecus GmbH. Zehn verschiedene Bauproduktgruppen wurden für die Studie in den Blick genommen – Beton, Ziegel, Kalksandstein, Gips, Flachglas, mineralische Dämmstoffe, Kunststoffprofile, sonstige Kunststoffe, erdölbasierte Dämmstoffe und Bauholz. Die Forscher prüften, inwieweit sich das Recycling von Baumaterial aus energetischer Sicht lohnt. "Die Herausforderung bestand darin, eine Methode zu entwickeln, die es uns ermöglicht, die Energieaufwände zu vergleichen - zum einen jene, die beim Recycling der einzelnen Baustoffe anfallen und zum anderen diejenigen, die für die Herstellung neuer Baustoffe aus natürlichen Ressourcen erforderlich sind", erklärt Karin Gruhler, Projektverantwortliche im IÖR.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass aus energetischer Sicht das Recycling von Bauschutt und Abbruchmaterial in der Regel sinnvoll ist. Doch lohnt sich laut den Autoren das Recycling nicht für alle Baumaterialien gleichermaßen. Große Unterschiede gibt es zum Beispiel zwischen mineralischen Materialien und Kunststoffen. "Die Energiebilanz spricht bei Kunststoffen immer für das Recycling. Bei mineralischen Produkten kommt es auf die Qualitätsanforderung der neuen Verwendung an", sagt Gruhler. Innerhalb der mineralischen Materialien hat jedes Bauprodukt seine eigene Spezifik. Die Wiederverwendung von Gipskartonplatten etwa braucht deutlich mehr Energie als der Abbau und die Aufbereitung von Naturgips. Der neue Einsatzzweck des Abbruchmaterials ist entscheidend. Davon hängt ab, welchen Qualitätsanforderungen das Material genügen soll, wie es aufbereitet und welche zusätzliche Energie dafür unter Umständen aufgewendet werden muss.

Prozessketten aus energetischer Sicht analysiert

Für die Studie entwickelten die Forschenden einen einheitlichen Bilanzrahmen. Für jede der Bauproduktgruppen wurde ermittelt, wie viel Energie erforderlich ist, um aus Abbruchmaterial einen Baustoff herzustellen, der einem neu gewonnen gleichwertig ist und im Hoch-, Tief- oder Landschafts- und Gartenbau zu neuem Einsatz kommen kann. Zudem wurden für jede der Bauproduktgruppen zwei bis drei beispielhafte Nutzungen in Form charakteristischer Prozessketten vom Rückbaumaterial bis zur Einsatzvariante nachgezeichnet und aus energetischer Perspektive analysiert.

Die Studie wurde vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau gefördert. Sie hatte auch das Ziel, Wissenslücken und Problemfelder und damit weiteren Forschungsbedarf aufzudecken. So wurde deutlich, dass längst nicht zu allen Schritten der Recycling-Prozessketten hinreichend aussagekräftige Informationen zur Verfügung stehen. Kaum brauchbare Daten liegen etwa zu den tatsächlichen Energieverbräuchen von Produktionsmaschinen vor, die beim Baustoff-Recycling zum Einsatz kommen. Unklar ist auch, wie es sich mit Energieverbräuchen für den Transport verhält. Die Ergebnisse gelten für die Forschenden deshalb nicht abschließend. Quelle: IÖR / al

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Dämmung & Fenster
news-6926 Tue, 17 Mar 2020 07:46:00 +0100 Anzahl der Nachladungen beinahe halbiert https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/anzahl-der-nachladungen-beinahe-halbiert-6926.html Eine optimale Temperaturschichtung im Pufferspeicher soll die Exergiemaschine des Unternehmens Varmeco leisten. Seit einem Jahr ist ein Prototyp bei einer Bildungseinrichtung in Betrieb. Mit ihm lassen sich Anschlussbedingungen für Fernwärme einhalten. Die Zirkulation in Warmwasserbereitungsanlagen ist für viele Stunden der Hauptverbraucher. Dabei lässt sich die Temperaturschichtung im Pufferspeicher nicht aufrechterhalten. So ist es oben zu kühl und unten zu warm für einen optimalen Betrieb. Trotz des kleinen Verbrauchs ist Nachladen unvermeidlich, um eine hygienische Warmwasserbereitung sicherzustellen. Dieses erfolgt jedoch bei einer sehr hohen Rücklauftemperatur zur Wärmequelle. Das drückt den Wirkungsgrad von Kesseln und Blockheizkraftwerken. Bei Fernwärme lassen sich die Anschlussbedingungen oft nicht einhalten. Der Einfluss der Warmwasserzirkulation zeigt sich zum Beispiel bei den Unterkünften einer Bildungseinrichtung, die Dieter Herrmann vom Staatlichen Hochbauamt Heidelberg betreut. Als stellvertretender Leiter der Abteilung Technik hatte er jahrelang das Problem, dass der Fernwärme-Rücklauf dort häufig über den geforderten 50 Grad lag.

Warmwasserbereitung im Vergleich

Seit etwa einem Jahr nutzt die Bildungseinrichtung in einer ihrer beiden Unterkünfte einen Prototyp der „Exergiemaschine" für die Temperaturschichtung im Pufferspeicher, die das Unternehmen Varmeco gemeinsam mit der BMS-Energietechnik entwickelt hat. Die andere Unterkunft bezieht die Energie zur Warmwasserbereitung ebenfalls aus Fernwärme. Deren Anlage blieb jedoch unverändert, sodass sich der Nutzen ableiten lässt.

Der Vergleich der Gebäude zeigt laut Varmeco, dass mit der Exergiemaschine die Anzahl der Nachladungen an Werktagen beinahe halbiert werde. Die Rücklauftemperatur sei von durchschnittlich 51 auf zirka 33 Grad gesunken. Zugleich hebe die Exergiemaschine die Vorlauftemperatur zum Bereitstellen von Warmwasser an. Herrmann erklärt, dass die Wärmepumpe der Anlage die gewünschte Temperaturschichtung im Pufferspeicher wieder herstellt, auch bei einem reinen Zirkulationsbetrieb. "Dadurch haben wir oben im Speicher stets hohe Temperaturen für eine hygienische Warmwasserbereitung und im unteren Bereich stellt sich eine ausreichend niedrige Temperatur ein, um die Fernwärmestation mit einem Rücklauf weit unter 50 Grad Celsius zu bedienen."

Wärmepumpe für große Temperaturspreizung ausgelegt

Die in die Exergiemaschine eingebaute einstufige Wasser-Wasser-Wärmepumpe ist dem Hersteller zufolge für eine große Temperaturspreizung von etwa 50 Kelvin im Pufferspeicher ausgelegt. Die beiden Wasserkreisläufe entnehmen dazu Wasser aus der Mitte des Speichers. Ein Kreislauf leitet das Wasser zum Kondensator der Wärmepumpe, wo es erhitzt wird, bevor es in den oberen Teil des Speichers gelangt. Der andere Kreislauf führt über den Verdampfer und leitet das dort heruntergekühlte Wasser anschließend in den unteren Speicherbereich. Da die Exergiemaschine unabhängig vom Heizwärme- oder Warmwasserverbrauch eine Temperaturschichtung im Pufferspeicher herstellt, steigert sie laut Varmeco oft auch die Effizienz.

Herrmann ist zufrieden, da mit dem Prototypen auch die zu hohe Rücklauftemperatur des Nachbargebäudes mit kompensiert werde. So könnten die Anschlussbedingungen des Fernwärmeanbieters eingehalten werden, und zwar auch an den Wochenenden, wenn die meisten Besucher der Bildungseinrichtung zuhause seien. Quelle: Varmeco / al

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Heizung & Warmwasser
news-6923 Mon, 16 Mar 2020 08:40:00 +0100 BDR Thermea Gruppe produziert grünen Wasserstoff https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/bdr-thermea-gruppe-produziert-gruenen-wasserstoff-6923.html Die BDR Thermea Group erzeugt in Italien grünen Wasserstoff mit einer PV-Anlage. Diesen nutzt das Unternehmen für Tests an Prototypen von Wasserstoff-Kesseln. In talien erzeugt Baxi., die italienische Tochtergesellschaft der BDR Thermea Gruppe, seit 2018 eigenen Strom aus 6.000 Quadratmetern PV-Kollektoren auf dem Dach seiner Fabrik. Mit diesem Strom werden laut dem Unternehmen täglich rund 4.000 Kessel produziert. Damit werde die Freisetzung von mehr als 400 Tonnen CO2 pro Jahr verhindert.

Nun nutzt das Unternehmen den gewonnenen Strom zudem für den Betrieb von Elektrolysegeräten, die den Strom in Wasserstoff umwandeln. Mit diesem Wasserstoff werden Prototypen getestet, die mit hundertprozentigem Wasserstoff und Wasserstoff/Erdgas-Gemischen betrieben werden. "Damit haben wir eine durchgängige Energiekette geschaffen: Solarstrom erzeugen, Wasser durch Elektrolyse in Wasserstoff umwandeln und diesen dann für neue Innovationen nutzen", erklärt Peter Snel, technischer Direktor bei der BDR Thermea Gruppe

Neben der Effizienz liege ein weiterer Vorteil darin, dass Wasserstoff für längere Zeiträume gespeichert werden kann, um saisonale Schwankungen zu überbrücken. Laut der BDR Thermea Gruppe wachse das Interesse an effizienten Wärmeerzeugern mit Wasserstoffbetrieb in der EU stetig. Für den thermischen Komfort und die Warmwasserproduktion würden 40 Prozent des Primärenergieverbrauchs zu Buche schlagen.

Seit Juni 2019 testet das Unternehmen unter realen Bedingungen die ersten hocheffizienten Wasserstoffkessel in Rozenburg in den Niederlanden, die mit reinem Wasserstoff betrieben werden. Diese wurden in Bassano del Grappa konzipiert und entwickelt. Im vergangenen November erhielt BDR Thermea als erstes Unternehmen in Europa die Zertifizierung für die Verwendung von Wasserstoffbeimischungen für Haushaltskessel in den Niederlanden. Überdies nimmt der Hersteller am britischen Hy4Heat-Programm teil und untersucht Wasserstoff-Pilotprojekte in Europa. Quelle: BDR Thermea Gruppe / al

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Heizung & Warmwasser
news-6927 Thu, 12 Mar 2020 08:23:00 +0100 Nachwachsende Rohstoffe werden für Dämmstoffhersteller wichtiger https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/nachwachsende-rohstoffe-werden-fuer-daemmstoffhersteller-wichtiger-6927.html Bei Dämmstoffen herrscht vielfach die Meinung, dass das Innovationspotential ausgereizt ist. Andreas Holm, Chef des Forschungsinstituts für Wärmedämmung, hatte dem im Interview mit EnbauSa.de widersprochen und neue Entwicklungen sowohl bei nachwachsenden Rohstoffen als auch bei Wärmedurchgangswerten angekündigt. Auf der Fachmesse Dach und Holz gaben einige Hersteller Auskunft wo die Reise hingehen kann. Ein Segment in dem viel in Bewegung ist, sind Produkte auf Basis von Polyurethan. Hersteller Bauder hat BaucerEco S erstmals gezeigt. Dafür würden, so Bauder, mehrheitlich nachwachsende und recycelte Rohstoffe verwendet. Zum Einsatz kommen Biomasse aus nachwachsenden Rohstoffen und recycelte Wertstoffreste für den Dämmstoff sowie Schichten aus Muschelkalk und sortenreinem PP als Deckschichten.

Auch der Rohstofflieferant Covestro setzt auf alternative Rohstoffe und stellte auf der Dach und Holz entsprechende Konzepte vor. Fernando Resende, Marketing Manager Building and Construction des Unternehmens berichtete von einer neuen Schaumkomponente, die einen 20 Prozent geringeren CO2-Fußabdruck habe als bislang eingesetzte Produkte. Für Hartschaum-produkte seien entsprechende Lösungen ebenfalls in Arbeit, allerdings wahrscheinlich erst in einem Zeitraum zwischen fünf und zehn Jahren marktreif. Ein wesentlicher Baustein von Polyurethanprodukten ist MDI. Covestro setzt bei diesem an und will dafür umweltfreundlichere Lösungen finden.

Holz geht auch bei hohen Beranschutzanforderungen

Innovationen gab es aber nicht nur bei Dämmung aus Polyurethan, sondern auch bei Dämmung aus Holz. Brennbarkeit ist in vielen Einsatzgebieten noch ein Handicap. Gutex hat auf diese Anforderung reagiert und mit Pyroresist auf der Messe eine Holzfaserdammplatte gezeigt, die schwer entflammbar ist und nicht glimmt. Sie erfüllt nach Aussagen des Herstellers die gesetzlichen Brandschutzanforderungen für die Dämmung von Fassaden gemäß Musterbauordnung. Nach Abschluss der noch laufenden Anwendungszertifizierung soll sie ohne aufwändige Brandschutzgutachten sowohl im mehr geschossigen Wohn- und Gewerbebau als auch in der städtischen Nachverdichtung einsetzbar sein. Baurechtlich werde der Anwendung des Produkts in Fassaden von Gebäuden bis zu den Klassen 4/5 nichts im Wege stehen, ist der Hersteller sicher.

Steico war unter anderem mit seinen reißfesten Dampfbrems-, Luftdichtungs-, Unterspann- und Unterdeckbahnen für den Innen- und Außenbereich von Dach-, Wand- und Deckenkonstruktionen vertreten. Außerdem hat das Unternehmen eine wärmedämmende Holzfaser-Unterdeckplatte mit aufkaschierter Unterdachbahn gezeigt. Sie wird direkt über den Sparren verlegt und sorgt für nur einen Arbeitsgang für Dämmung und Witterungsschutz. Verfügbar in Standard-Plattenstärken bis 160 mm.

Auch Digitalisierung war ein Thema, bei dem sich die Messebesucher breit informieren und Systeme ausprobieren konnten. An elf Stationen stand das hautnahe Erleben neuer Technologien im Vordergrund, Experten zeigten auf, wie ein Einstieg in das Thema gelingt, weshalb es zukünftig so wichtig ist und welche Entwicklungen die Branche dabei in den kommenden Jahren bewegen Fokus liegt auf Umwelt und Effizienz. Hottscan war mit seinem 3D-Laserscanner vertreten. Er erleichtert Vermessungsarbeiten für Handwerk und Planer. Mit Laserdistanzmessungen erhalten die Benutzer in wenigen Minuten ein komplettes 360° Fotopanorama. WinWorker zeigte seine Software, mit der Handwerksprofis Aufträge vom Angebot bis zur Schlussrechnung strukturiert abwickeln können. von Pia Grund-Ludwig

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Dämmung & Fenster
news-6924 Thu, 12 Mar 2020 07:37:00 +0100 Wohnungsbau mit Building Information Modeling automatisiert https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/wohnungsbau-mit-building-information-modeling-automatisiert-6924.html 60 Prozent aller Bauprojekte werden zu spät oder mit erheblichen Mängeln fertig gestellt, sagt das Unternehmen Planstack. Dieses will mithilfe von Building Information Modeling (BIM) eine Vielzahl von Prozessen und Abläufen in der Baubranche vereinfachen. Im Schnitt benötige ein Bauunternehmen für die Bemusterung und die Planung von Sonderwünschen 50 Stunden pro Wohnung. Das liege unter anderem an den ineffizienten Prozessabläufen. Die Gründer Linda Mayr, Alexander Koslowski und Sascha Schütz wollen mit Planstack agiles Arbeiten auf die Baustelle bringen. Dazu wird eine webbasierte Anwendung genutzt, in der alle Projektbeteiligten auf einer zentralen Plattform zusammengeführt werden.

Alle Aufgaben von der Bemusterung über das Sonderwunsch- und Mängelmanagement bis hin zur Schlüsselübergabe werden in der Software koordiniert. Käufer erhalten einen eigenen Zugang zur Anwendung und können ihre Bemusterung und Sonderwünsche online planen. Das Bauunternehmen erhält alle Informationen zur gewünschten Ausstattung und bearbeitet die Aufgaben im digitalen Projektmanagement-Tool. Auch Nachunternehmer und Gewerke können direkt in Planstack beauftragt werden. Die Kommunikation läuft über einen Echtzeit-Messenger.

Planstack setzt bei der Bemusterung auf BIM. Damit ist es möglich das Bauprojekt digital zu planen und anschließend real zu bauen. Zum Soll-Ist-Abgleich können die BIM-Modelle direkt in der Anwendung visualisiert werden. Der Vorteil von BIM steckt in den der Vielzahl der vorhandenen Informationen. Es werden außer den 2D- oder 3D-Zeichnungen auch Daten wie Herstellerangaben, Material, Kosten und Zeitpunkt des Einbaus übermittelt. So können Abläufe, Termine und Kosten genau geplant und aufeinander abgestimmt werden. Durch die detaillierte Aufgabenplanung und Zuweisung an alle Projektbeteiligten werden Engpässe und Baumängel frühzeitig erkannt und können behoben werden. Quelle: Planstack / al

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Finanzierung
news-6925 Thu, 12 Mar 2020 07:29:00 +0100 Batteriesysteme mit hoher Effizienz überzeugen https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/batteriesysteme-mit-hoher-effizienz-ueberzeugen-6925.html Effiziente Stromspeicher sind für die Energiewende notwendig, ergab die Stromspeicher-Inspektion 2020 der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin). Bei dieser überzeugten Fronius, RCT Power und KOSTAL mit hoher Effizienz. Die Forschungsgruppe Solarspeichersysteme der HTW Berlin hat für die Studie 21 Solarstromspeicher von 14 Unternehmen verglichen. Zum dritten Mal untersuchten die Forscher die Energieeffizienz von Batteriesystemen für Solarstromanlagen, darunter neue Geräte von Fronius, GoodWe, IBC Solar und KACO. Bewertet werden die Speicher nach dem System Performance Index (SPI), der von der HTW Berlin entwickelt worden ist. Insgesamt haben zwei Systeme von RCT Power und Fronius die Wissenschaftler überzeugt. Bei Fronius fiel ihnen der mittlere Wechselrichterwirkungsgrad im Entladebetrieb von 97,3 Prozent auf. Die Systeme von RCT Power konnten mit Reaktionszeiten unter 0,4 Sekunden punkten. Zudem fand bei ihnen ein System von VARTA Beachtung, das einen Batteriewirkungsgrad von 98,0 Prozent und Standby-Verbrauch von lediglich zwei Watt hat.

Wie wichtig die Energieeffizienz der Solarstromspeicher ist, verdeutlichen die Autoren an einem Beispiel aus der Studie. In einem weniger effizienten getesteten System gingen jährlich aufgrund hoher Umwandlungsverluste fast 1100 Kilowattstunden verloren. Das seien 600 Kilowattstunden mehr als beim Testsieger von Fronius. „Die Energiewende braucht effiziente Stromspeicher“, sagt Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin und Mitautor der Studie.

Die Messergebnisse der Forscher von mehreren Zehn-Kilowatt-Geräten widerlegten zudem die Aussage, dass Speichersysteme mit größeren Wechselrichtern bei kleinen Leistungen nur geringe Wirkungsgrade vorweisen können. Positiv ist dies für diejenigen zu werten, die nicht nur ihre Haushaltsgeräte, sondern auch ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe mit Solarstrom effizient versorgen möchten.

Insgesamt zieht die Studie ein positives Fazit: Bei der Entwicklung von neuen Speichersystemen werde immer häufiger auf geringe Speicherverluste geachtet. Durch den Fokus auf hohe Wirkungsgrade im Teillastbereich und geringe Standby-Verbräuche konnten viele Hersteller die Effizienz ihrer Produkte deutlich verbessern. Es seien immer mehr technisch ausgereifte Speichersysteme am Markt erhältlich, die mit einer hohen Effizienz überzeugen. Deren Einsatz in Verbindung mit Photovoltaik-Anlagen werde jedoch häufig durch regulatorische Hürden wie die EEG-Umlage auf selbstgenutzten Solarstrom eingeschränkt. „Damit Speichersysteme den dringend erforderlichen Ausbau der Solarenergie in Deutschland voranbringen können, muss die Bundesregierung endlich die Handbremse beim Klimaschutz lösen“, so Quaschning. Quelle: HWT Berlin / al

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Solarenergie
news-6920 Wed, 11 Mar 2020 09:20:00 +0100 Geringe Investionen in Gebäude sparen bis zu drei Millionen Tonnen CO2 https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/geringe-investionen-in-gebaeude-sparen-bis-zu-drei-millionen-tonnen-co2-6920.html Eine neue Studie des E.ON Energy Research Center zeigt, dass sich mit geringen Investitionen im Gebäudebereich hohe CO2-Einsparungen erzielen lassen. Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH Aachen), der Umweltcampus Birkenfeld und das Institut für Luft- und Kältetechnik Dresden haben die Studie erstellt. Dieser zufolge ließen sich im Bereich der Klima- und Lüftungstechnik durch wirtschaftliche Maßnahmen jährlich bis zu drei Millionen Tonnen CO2 im Gebäudebereich einsparen. Einem Bereich, der für rund 35 Prozent der gesamten CO2-Emissionen verantwortlich ist.

Die Investitionen rechnen sich laut Günther Mertz, Geschäftsführer der Verbände der Technischen Gebäudeausrüstung, die die Studie in Auftrag gaben, nach kurzer Zeit. Bei der Installation von Wärmerückgewinnungssystemen oder bei der Betriebsoptimierung beispielsweise würden sich negative Vermeidungskosten in Höhe von über 200 Euro pro Tonne CO2 ergeben. Beim Einsatz neuer Kälteanlagen, etwa in Supermärkten, Hotels oder Bürogebäuden, würden die Vermeidungskosten bei 107 Euro pro Tonne CO2 liegen.

Nach Ansicht des FGK laufe Deutschland Gefahr, seine Klimaschutzverpflichtungen nur über den Zukauf von CO2-Zertifikaten aus anderen EU-Staaten erfüllen zu können. Dadurch drohten dem Bundeshaushalt Belastungen in Milliardenhöhe. Aus diesem Grund erachtet es Professor Dirk Müller von der RWTH Aachen für sinnvoll, in CO2-Vermeidungsmaßnahmen in Deutschland zu investieren, statt in Zertifikatzukäufe aus anderen EU-Staaten. Quelle: Fachverband Gebäude-Klima/al

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Finanzierung
news-6921 Wed, 11 Mar 2020 08:07:00 +0100 Siegenia bringt selbsttätig regelnden Lüfter auf den Markt https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/siegenia-bringt-selbsttaetig-regelnden-luefter-auf-den-markt-6921.html Der neu entwickelte Lüfter von Siegenia nutzt den vorhandenen Bauraum von Fenster- oder Hebe-Schiebe-Elementen aus. Zudem lässt sich die Zuluft an den Bedarf angepasst steuern. Die Einbauweise des feuchtegeführten Lüfters "Aeromat flex HY" von Siegenia ermöglicht es, ihn dezent in die Gebäudehülle zu integrieren. Laut Hersteller wird dabei nicht in die Funktionalität von Fenstern und Hebe-Schie­be-Türen eingegriffen. Der Lüfter kann flexibel waagerecht oder seitlich vom Fenster integriert werden. Dabei bleiben die Einbruchhemmung, Schalldämmung und Schlagregendichtigkeit unbeeinträchtigt. Zudem ist das Lüften bei heruntergelassenen Rollläden und Beschattungen möglich.

Ein Vorteil ist Siegenia zufolge die an den Bedarf angepasste Steu­erung der Zuluft gemäß DIN 1946-6, die in Abhängigkeit von der Luftfeuchtigkeit im Raum geregelt wird. Möglich macht dies die Regelklappe des Lüfters, die auf die Änderung der Feuchtigkeit reagiert. Die  Frischluftzufuhr lässt sich in Abhängigkeit von der erfor­derlichen Luftwechselrate durch den Einsatz mehrerer Lüfter pro Fenster erhöhen. Optional sind Schalldämmmodule mit einer Schalldämmung von bis zu 51 Dezibel erhältlich.

Aufgrund der Nutzung von vorhandenem Bauraum für die Montage bleiben die Fertigungsprozesse von Fenstern beziehungsweise Hebe-Schiebe-Türen unverändert und müssen nicht unterbrochen werden. Er­reicht wird dies durch den Verzicht auf Ausfräsungen an den Elementen. Für Flexibilität und eine einfache Montage vor Ort sorgt ein teleskopierbarer Kanal, der die Anpassung an unterschiedliche Profiltiefen erlaubt. Quelle: Siegenia/al

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Lüftung & Klima
news-6922 Tue, 10 Mar 2020 11:12:00 +0100 Mehr Geld für Städtebau und sozialen Wohnungsbau https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/mehr-geld-fuer-staedtebau-und-sozialen-wohnungsbau-6922.html Die Große Koalition stellt für den Städtebau und sozialen Wohnungsbau mehr Mittel zur Verfügung. Doch noch immer befindet sich das Baubeschleunigungsgesetz nicht in der parlamentarischen Beratung. "Der Koalitionsausschuss hat wichtige und richtige Schwerpunkte gerade im Bereich des sozialen Wohnungsbaus und der Städtebauförderung auf den Weg gebracht. Diese müssen jetzt schnell umgesetzt werden", sagte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, über die Beschlüsse des Koalitionsausschusses.

Allerdings befindet sich das Baubeschleunigungsgesetz noch immer in der Abstimmung zwischen dem Innenministerium und dem Justizministerium. Die Wohnungswirtschaft fordert deshalb, dass dieses Gesetz nun auch in die parlamentarische Beratung geht. "In der Vergangenheit wurden zahlreiche Verschärfungen im Bereich des Mietrechts beschlossen. Damit werden aber keine neuen Wohnungen gebaut. Jetzt brauchen wir endlich ein Baubeschleunigungsgesetz", sagte Gedaschko. 

Mit den Beschlüssen des Koalitionsausschusses ist unter anderem eine Erhöhung und Verstetigung der Mittel für den sozialen Wohnungsbau verbunden. 2018 bis 2021 sind über die ursprünglich zugesagten Entflechtungsmittel hinaus 2,5 Milliarden Euro vorgesehen. Anschließend soll den Ländern jährlich eine Milliarde Euro zur Verfügung gestellt werden.

Weiter wurde beschlossen, Beschleunigungspotenziale im Planungsverfahren zu nutzen. Hierzu wurde ein umfassendes Eckpunktepapier über Maßnahmen der Bundesregierung zur Planungsbeschleunigung beschlossen.

Für die Wohnungswirtschaft spiele vor allem die bessere Verzahnung und mögliche Zusammenlegung des Raumordnungsverfahrens und Planfeststellungsverfahrens eine Rolle, führt Gedaschko aus. Auf diese Weise könnten langwierige Mehrfachbefassungen der Behörden sowie der Öffentlichkeit vermieden werden. Die Wohnungswirtschaft unterstützt die Digitalisierung von Planungs- und Genehmigungsverfahren. Wichtig sei dabei, dass daneben auch die Möglichkeiten der Digitalisierung zur Beschleunigung des Wohnungsbaus genutzt würden. Häufig sei festzustellen, dass die freiberuflichen Architektur- und Planungsbüros über modernste Ausstattung verfügen, die kommunalen Bauämter jedoch nicht. Quelle: GdW / al

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Finanzierung
news-6919 Tue, 10 Mar 2020 08:26:21 +0100 So lässt sich Wärme aus Abwasser gewinnen https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/so-laesst-sich-waerme-aus-abwasser-gewinnen-6919.html Energie aus Schmutzwasser? Mit dieser Heizoption sind Planer noch wenig vertraut. Doch erste Versuche zeigen: Diese Art der Wärmegewinnung kann durchaus wirtschaftlich sein. Ob das Nudelwasser nach dem Kochen, das Abwasser der Waschmaschine oder das Seifenwasser nach einem Bad: In Haushalten wird Energie im wahrsten Sinne des Wortes den Abfluss heruntergespült. Denn das Wasser ist warm, es ließe sich als Energiequelle nutzen. Das wäre nicht nur nachhaltig, sondern könnte auch Kosten sparen.

Systeme, die sich dieses Prinzip zunutze machen, gibt es bereits. Die Funktionsweise: Statt direkt zur Kläranlage zu fließen, durchläuft das warme Abwasser einen Wärmetauscher, der meist in der Kanalisation installiert ist. Dort erwärmt das alte Bade- und Kochwasser der Haushalte wiederum kaltes Wasser. Eine Wärmepumpe macht die so gewonnene Energie nutzbar – mit geringem Stromeinsatz, versprechen die Produzenten solcher Anlagen. Eine erzeugte Kilowattstunde Wärme bestehe zu drei Vierteln aus Abwasser und nur zu einem Viertel aus Strom, heißt es etwa bei Uhrig-Bau. Diese Art der Wärmegewinnung funktioniert, weil selbst in Kälteperioden die Temperatur des Abwassers mindestens zwölf Grad Celsius beträgt.

 

 

100 Terrawattstunden Wärme gewinnen

Noch sind Architekten mit dieser Heizoption aber wenig vertraut. "Bis Ende 2018 sind etwa 120 Abwasserwärmenutzungsanlagen installiert worden, bei denen die Abwärme aus dem Kanal genutzt wird", weiß Ulf Theilen, Professor am Kompetenzzentrum für Energie- und Umweltsystemtechnik der Technischen Hochschule Mittelhessen. Das Potenzial scheint jedoch groß zu sein. Theoretisch könnten im laufenden Jahr rund 100 Terawattstunden Wärme aus dem Abwasser gewonnen werden, was etwa 14 Prozent des Wärmebedarfs im Gebäudebereich entspricht. Das will eine Studie aus dem Jahr 2017 des Forschungsinstituts Enervis herausgefunden haben. Das ließe sich nochmals deutlich steigern, wenn auch Industrie- und Gewerbebetriebe ihre Abwässer in die Kanalisation einspeisen würden. Unternehmen und Verbraucher könnten so rund 1,3 Milliarden Euro einsparen und knapp zehn Millionen Tonnen CO2 vermeiden, heißt es in der Studie. Die Prognosen dürften einigermaßen genau sein. Schließlich kann das Abwasseraufkommen präzise vorher berechnet werden. Energie aus dem warmen Abwasser der Haushalte bietet also eine hohe Zuverlässigkeit.

Damit sich der Einsatz lohnt, muss meist eine ganze Siedlung an einem Strang ziehen. Denn laut Hersteller wie Uhrig-Bau braucht es einen Leistungsbedarf von etwa 20 Kilowatt, um mit Energie aus Abwasser auch heizen oder kühlen zu können. Das entspricht etwa zehn Wohneinheiten. Eines der europaweit größten Projekte entsteht derzeit auf dem 22 Hektar großen Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Bad Cannstatt. Im sogenannten Neckarpark soll ein neues Stadtquartier mit 850 Wohnungen sowie Gewerbeeinheiten entstehen. Und für diese Neubauten soll Abwasser als Hauptwärmequelle genutzt werden. Dazu sind Wärmetauscher an der Sohle eines neuen Kanals auf einer Länge von etwa 300 Meter befestigt. Den restlichen Strom sollen vor allem Solaranlagen bringen. Im vergangenen Herbst wurden zudem zwei Pufferspeicher mit einem Fassungsvermögen von jeweils 115 Kubikmeter Warmwasser errichtet. Wird mehr Wärme produziert als benötigt, können die Kübel sie aufnehmen. Die Gesamtkosten für das Projekt sollen sich auf 7,6 Millionen Euro belaufen. Weitere bekannte Beispiele sind etwa die Ikea-Filiale in Berlin-Lichtenberg, das Rathaus im bayerischen Fürth oder drei große Gebäude in Frankfurt am Main.

 

 

Situation vor Ort ist entscheidend

Ob sich ein solches System lohnt, hängt aber stark vom Einzelfall ab. "Die Situation ist von Ort zu Ort verschieden", sagt Hans Erhorn, Chefberater in der Abteilung für Energieeffizienz und Raumklima am Fraunhofer-Institut für Bauphysik. "Die Versorgungsvariante ist besonders im innerstädtischen Bereich interessant, weil hier Alternativen wie eine Erdreichanbindung schwierig bis unmöglich sein können." Voraussetzung sei aber eine anzuschließende Bausubstanz mit geringem Energiebedarf, sagt Erhorn. Entsprechend unterschiedlich fallen auch die Investitionskosten aus. Anlagenbauer Uhrig-Bau rechnet mit etwa 500 bis 1000 Euro pro Kilowatt Wärmetauscherleistung. Darin enthalten sei die Produktion und der Einbau sowie die Verrohrung bis zum Schacht. Auf der anderen Seite biete Energie aus Abwasser unter guten Voraussetzungen Wärmegestehungskosten von etwa sieben bis acht Cent pro Kilowattstunde Heizleistung. "Verschiedene Projekte haben gezeigt, dass Abwasserwärmenutzungsanlagen bei Mehrfamilienhausanlagen oder Gewerbeimmobilien wirtschaftlich sind", sagt Hochschulprofessor Theilen.

Für alleinstehende Einfamilienhäuser ist der Wärmetauscher in der Kanalisation finanziell hingegen kaum wirtschaftlich. Eine kleine Lösung, das warme Wasser nicht ganz zu verschwenden, gibt es trotzdem. "Insbesondere Wärmetauscher, die direkt in den Ablauf von Duschen oder Badewannen eingebaut werden", sagt Theilen. Durch die Abwärme des Duschwassers wird das kalte Wasser über einen Zulauf zur Mischarmatur von etwa zehn Grad auf bis zu 27 Grad aufgewärmt. Je nach Hersteller ist mit einem Mehrkostenaufwand von 1100 bis 1500 Euro zu rechnen, zudem dürfte noch die aufwändigere Montage den Preis leicht erhöhen. Bis sich ein solches System lohnt, dürfte einige Zeit vergehen. Bei einem Drei-Personen-Haushalt, sagt Theilen, könnten sich die Mehrkosten nach zehn bis 15 Jahren amortisieren. Von Laurin Meyer

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Heizung & Warmwasser
news-6904 Tue, 10 Mar 2020 00:05:00 +0100 Weichen gestellt: WDVS von HECK Wall Systems nur noch mit Steinwolle https://www.enbausa.de/daemmung/heck-wall-systems.html Als erster Systemhalter wird sich HECK Wall Systems ab 2021 vollständig auf Wärmedämmverbundsysteme konzentrieren, in denen nichtbrennbare Steinwolle als Flächendämmstoff eingesetzt wird. Verarbeiter, Architekten und Investoren profitieren von dieser Spezialisierung auf Steinwoll-WDVS. news-6918 Mon, 09 Mar 2020 09:03:44 +0100 Solarunternehmen warnen vor Auftragseinbruch https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/solarunternehmen-warnen-vor-auftragseinbruch-6918.html Laut Bundesnetzagentur liegt der Zubau an PV-Power derzeit bei 50 Gigawatt (GW). Der Solardeckel, der ein baldiges Ende der Förderung bedeuten würde, greift bei 52 GW. Experten rechnen mit der Erreichung des Deckels in den kommenden Wochen. Die Bundesregierung hat angekündigt, den Deckel aufzuheben, ein entsprechendes Gesetz aber noch nicht verabschiedet. Aus der Solarbranche kommen nun Warnungen: Die Aufträge würden kleiner, da keiner mehr wisse, ob er noch unter den Deckel falle, sagt die Bundestagsfraktionen Bündnis 90/ Die Grünen.

Die Zustimmung für eine Verlängerung der Förderung ist quer durch alle politischen Lager groß. Vier von fünf CDU/CSU-Anhängern sprechen sich inzwischen für eine Weiterführung der Förderung von Solarstromanlagen auf Dächern aus. Das sind 8 Prozentpunkte höher als bei einer vergleichbaren Umfrage vor einem Jahr. Auch die Anhänger anderer im Bundestag vertretenen Parteien sprechen sich mit nur einer Ausnahme zu jeweils mehr als 80 Prozent für das Fortbestehen der Solarförderung und damit die umgehende Streichung des Solardeckels aus. AfD-Wähler vertreten diese Meinung zu 67 Prozent.

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft warnt: "Dieser Verhandlungspoker, der den Klimaschutz und tausende Solarjobs gefährdet, kann nicht aufgehen. Den Wählern beider Koalitionspartner fehlt dafür gleichermaßen das Verständnis." Die große Mehrheit aller Befragten spricht sich dafür aus, die dringend notwendige Abschaffung des Solarförderdeckels nicht länger mit Fragen des Mindestabstands von Windkraftanlagen zu vermischen. Unter den Anhängern der Großen Koalition fordern 75 Prozent, beide Aspekte politisch voneinander zu trennen.

„Das ist ein klarer Arbeitsauftrag an die Regierung. Die Beschlüsse zur Streichung des Solardeckels müssen nun umgehend und ohne Vorbedingungen umgesetzt werden. Wir richten einen dringenden Appell an den Deutschen Bundestag, den bereits in wenigen Wochen drohenden Ausbaustopp mittels eines parlamentarischen Eilverfahrens in letzter Minute noch abzuwenden", so Körnig. Andernfalls drohe nach dem Markteinbruch bei der Windkraft noch in diesem Frühjahr ein massiver Einbruch auch bei der Installation neuer Solarstromanlagen. pgl

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Solarenergie
news-6917 Mon, 09 Mar 2020 08:41:20 +0100 Vorbeugende Wartung optimiert Ertrag von Windkraft https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/vorbeugende-wartung-optimiert-ertrag-von-windkraft-6917.html Windräder sind eine reichhaltige Datenquelle. Wie sich diese Informationen besser nutzen lassen, ist Thema des Forschungsprojekts WiSA big data („Wind farm virtual Site Assistant for O&M decision support – advanced methods for big data analysis“). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Vorhaben über einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt 2,6 Millionen Euro. Im Rahmen von WiSA big data analysieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Institutionen zusammen mit Partnern aus der Industrie große Mengen an zeitlich hochaufgelösten Betriebsdaten von Windenergieanlagen. Neue und erweiterte Analyseverfahren sollen helfen, Fehler im Betrieb der Windenergieanlagen frühzeitig zu erkennen und die Instandhaltung der Anlagen zu optimieren.

In modernen Windenergieanlagen werden große Mengen an Betriebsdaten in hoher zeitlicher Auflösung erfasst. Bislang werden diese aber nur in Teilen und in Form von zehnminütigen Mittelwerten archiviert und nicht vollständig ausgewertet. Zudem überlagert häufig ein Messrauschen die Daten, was die Analyse erschwert. „In unserem Verbundprojekt wollen wir diesen Schatz an Daten heben und mit neuen und erweiterten Analyseverfahren nutzbar machen“, so Projektkoordinator Professor Joachim Peinke vom Zentrum für Windenergieforschung (ForWind) an der Universität Oldenburg. „Die Auswertung der Daten soll uns helfen, Fehler im Betrieb von Windenergieanlagen frühzeitig zu erkennen oder auch vorhersagen zu können.“ Es bestehe jedoch noch beträchtlicher Forschungsbedarf, um das Potenzial der in den Daten enthaltenen Informationen zu erschließen.

Die erfassten Daten beinhalten Wetterdaten, Informationen aus Reparatur- und Wartungsberichten und hochfrequente Sensormessungen wie beispielsweise Rotordrehzahl, Leistung und Temperaturen. Die Projektpartner wollen diese Daten auf einer speziell entwickelten Hard- und Software-Plattform sammeln, verwalten, analysieren und bewerten. Ziel des Projekts ist es, einen virtuellen Assistenten für die Windindustrie zu entwickeln. Dieses Werkzeug soll eine genauere Fehlerdiagnose ermöglichen und den Betreibern von Windparks Entscheidungshilfen bieten, um Windenergieanlagen vorausschauend zu warten.

„Durch die Auswertung der Daten werden wir wesentlich genauer als bisher bestimmen können, wann Unregelmäßigkeiten auftreten und was die bestmögliche Vorgehensweise ist. So kann der Windparkbetreiber schnell reagieren und die Anlage zügig wieder in Normalbetrieb nehmen“, so Peinke. Ein solcher virtueller Assistent würde vor allem die aufwendige Wartung und Instandhaltung von Windenergieanlagen auf See vereinfachen und somit dazu beitragen, Windstrom günstiger zu erzeugen.

Das Projektkonsortium will in WiSA big data die Brücke von fundierter Methodenforschung hin zur Erprobung im industriellen Einsatz schlagen. Neben der Universität Oldenburg mit dem Zentrum für Windenergieforschung (ForWind), dem Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) und der Abteilung Wirtschaftsinformatik / Very Large Business Applications (VLBA) sind sechs weitere Partner im Verbundprojekt beteiligt: die Universität Duisburg-Essen, das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES, das Institut für Informatik OFFIS e.V., die Ramboll Deutschland GmbH, die Ocean Breeze Energy GmbH & Co. KG und die Deutsche Windtechnik X-Service GmbH. Quelle: IDW / pgl

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Solarenergie
news-6914 Fri, 06 Mar 2020 07:25:00 +0100 Vor dem Sommer PV-Anlage und Batteriespeicher überprüfen https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/vor-dem-sommer-solaranlage-und-batteriespeicher-ueberpruefen-lassen-6914.html Photovoltaikanlagen auf dem Dach können im Winter von Schnee, Eis, Hagel und Laub beschädigt werden. Das reduziert möglicherweise die Stromerträge in der sonnenreichen Jahreszeit deutlich. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer sollten deshalb rechtzeitig einen Solaranlagencheck in Auftrag geben. Dazu rät das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau. Nur ein Fünftel der jährlichen Stromerzeugung einer Solaranlage entfallen auf die Monate Oktober bis März. Im Herbst und Winter entstehen jedoch die meisten Schäden an den Solarmodulen auf dem Dach. Die Gründe sind Niederschläge, Vereisungen und Verunreinigung durch Vögel, herunterfallende Blätter oder Silvesterraketen. „Auch kleine, versteckte Mängel können die Leistung der Anlage im Sommer empfindlich stören und sollten nicht unterschätzt werden“, weiß Frank Hettler von Zukunft Altbau.

Solarstrom-Geräte selbst überprüfen

Ob die Anlage die kalte Jahreszeit größtenteils unbeschadet überstanden hat, können Hauseigentümer mit einfachen Schritten selbst überprüfen. Das gilt nicht nur für Photovoltaik-Anlagen, die Solarstrom erzeugen, sondern auch für Solarthermieanlagen, mit denen Wasser erwärmt und gegebenenfalls die Heizung mit Sonnenenergie unterstützt wird. Auch bei Batteriespeichern lässt sich nachvollziehen, ob die Speicherung von Solarstrom für Bedarfszeiten noch einwandfrei funktioniert. Dadurch wird sichergestellt, dass möglichst viel der produzierten Energie auch selbst genutzt werden kann..
Photovoltaikanlagen und Solarstromspeicher lassen sich mit einem Überwachungssystem leicht eigenständig kontrollieren: Auf digitalen Plattformen erhalten Hauseigentümer per Smartphone oder Computer Zugriff auf die Ertragsdaten der Anlage beziehungsweise die Leistung des Stromspeichers. So lassen sich die Daten mit den Werten des Vorjahres oder mit Durchschnittswerten aus dem Internet vergleichen (siehe Infobox.). Starke Abweichungen nach unten beim erzeugten und gespeicherten Solarstrom sind ein Indiz für Defekte. Eine automatische Warnmeldung zeigt übrigens an, wenn Störungen die Funktionsfähigkeit der Geräte einschränken.

Detaillierter Check durch Fachleute

Neben der elektronischen Überwachung ist eine einfache jährliche Sichtprüfung der Solaranlage und des Speichers zu empfehlen. Dies können auch die Eigentümer vornehmen. Aber: Nicht alle Schäden sind sichtbar. Eine genaue Überprüfung und mögliche Reparaturen sollten Fachhandwerkern vorbehalten bleiben. Das geschulte Personal kontrolliert den Speicher sowie die komplette Solaranlage, samt Befestigung, elektrischer Anschlüsse, Verkabelungen, Verglasung und Wechselrichter.
„Bei Solaranlagen ist eine professionelle Kontrolle alle zwei bis drei Jahre sinnvoll. Gibt es keine Auffälligkeiten, reicht bei Solarstromspeichern eine detaillierte Prüfung alle drei bis vier Jahre aus“, erklärt Martina Riel vom PV-Netzwerk Baden-Württemberg. „Hauseigentümer sollten darauf achten, dass der Energiespeicher in einem eher kühlen Raum steht. Das verlangsamt den Alterungsprozess von Lithium-Ionen-Akkus.“ Die empfohlene Temperatur liegt in der Regel zwischen null und 20 Grad Celsius – eine Garage oder ein warmer Heizungskeller sind also ungeeignet. Genaue Angaben, welche Temperatur ein Speicher aushält, ohne an Leistung zu verlieren, stehen auf dem Datenblatt.

Wärmemengenzähler erleichtert Solarthermie-Check

Wer eine Solarthermieanlage besitzt, kann mit einem Wärmemengenzähler den Ertrag mit früheren Werten vergleichen. Auch hier gilt: Liegen die Erträge deutlich unter den Werten des vergangenen Frühjahrs, könnte die Anlage über den Winter geschädigt worden sein. Besitzen Hauseigentümer keinen Zähler, können sie die Grundfunktionen der Anlage von Hand überprüfen. Wenn die Sonne auf die Anlage scheint, sollte sich die warme Leitung der Solarthermieanlage wärmer anfühlen als die kalte und die Pumpe normal laufen. Ist das nicht der Fall, ist eine professionelle Inspektion ratsam. Handwerker überprüfen dabei die Umwälzpumpe, die Regelung und den Frostschutz und entlüften die Kollektoren. Die Kosten für den Frühjahrscheck lassen sich steuerlich absetzen. Mit einem Wartungsvertrag wird sichergestellt, dass die Wartung regelmäßig erfolgt. Handwerker überprüfen die gesamte Anlage dann automatisch alle ein bis zwei Jahre. Quelle: Zukunft Altbau / pgl

 

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Solarenergie
news-6896 Fri, 06 Mar 2020 07:20:00 +0100 Datenbasiert zu optimierten Energiesystemen kommen https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/datenbasiert-zu-optimierten-energiesystemen-kommen-6896.html Die Energiewende in die Städte zu bringen – darauf zielt Greenventory. Das Start-up bietet Versorgern, Netzbetreibern und Gemeinden hochaufgelöste Daten und Softwaretools zur vorausschauenden Planung eines nachhaltigen Energiesystems. Bei der automatisierten Inventarisierung, Analyse und Optimierung verbindet die Lösung Strom, Wärme und Mobilität. Das Hightech-Unternehmen ist als Spin-off aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hervorgegangen. Neueste energiewirtschaftliche Erkenntnisse gelangen dank greenventory direkt in Unternehmen, Städte und Quartiere. Ziel der Ausgründung mit Sitz in Freiburg ist „Data-driven decision support in energy“. Mit Daten und Softwaretools leistet greenventory eine zeitlich und räumlich hochaufgelöste automatisierte Inventarisierung, Analyse und Optimierung von kundenspezifischen Energiesystemen. So können Versorger, Netzbetreiber und Gemeinden ihre Energie- und Klimaziele einfacher, schneller und kostengünstiger erreichen.

Ganzheitliche Systemanalyse: Wärme, Strom und Mobilität

Die Software trägt verschiedene Datenquellen wie Satellitenbilder, statistische Daten, Klimadaten und Daten aus dem Internet of Things automatisiert zusammen. Anschließend analysiert sie die Daten mit Algorithmen der Künstlichen Intelligenz, reichert sie an und verknüpft sie mit Energiesimulationsmodellen. So schafft sie eine spezifische, räumlich und zeitlich hochaufgelöste Datenbasis für das Energiesystem. Diese Datenbasis enthält alle energierelevanten Gebäudeparameter, bezieht die Netzinfrastruktur sowie Potenziale für Photovoltaik, Windkraft und Biomasse ein. Synthetische Profile berücksichtigen Verbrauch und Erzeugung. In einer ganzheitlichen Systemanalyse betrachtet greenventory Wärme, Strom und Mobilität gemeinsam. „Wir zeigen unseren Kunden individuell, wie sie Energie effizienter nutzen, den Anteil regenerativer Quellen erhöhen und diese Verbesserungsmöglichkeiten transparent kommunizieren können“, erklärt Kai Mainzer, ehemaliger Leiter der Gruppe Erneuerbare Energien und Energieeffizienz am Institut für Industriebetriebslehre und Industrielle Produktion (IIP) des KIT, einer der Gründer.
Die Datenbasis kann als Grundlage für eine zeitreihenbasierte Netzplanung dienen: So können Unternehmen und Gemeinden Technologieszenarien und künftige Versorgungskonzepte schon früh in die Planung einbeziehen, was nachträgliche Netzverstärkungen überflüssig machen kann. Planer und Besitzer von Immobilien können darüber hinaus Konzepte nach eigenen Zielkriterien vorgeben, beispielsweise CO2-Neutralität. In einer Optimierungsrechnung lässt sich dann für jedes Gebäude der kostengünstigste Transformationspfad zum gewünschten Ziel berechnen. So lassen sich Energieversorgungs- und Klimaschutzkonzepte, beispielsweise für Produktionsstandorte, Händlernetze oder Quartiere, in deutlich kürzerer Zeit und deutlich höherer Qualität als bisher erstellen.

Gründer mehrfach ausgezeichnet

Die Software  wurde bereits in mehr als 20 Projekten mit Energieversorgern, Netzbetreibern und Städten erfolgreich eingesetzt. Zudem wurden die Gründer für ihre innovativen Ideen ausgezeichnet: Mainzer bekam für seine Dissertation „Analyse und Optimierung urbaner Energiesysteme – Entwicklung und Anwendung eines übertragbaren Modellierungswerkzeugs zur nachhaltigen Systemgestaltung“ den UMSICHT-Wissenschaftspreis 2019 vom Verein zur Förderung der Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik e. V. sowie den Dissertationspreis 2019 der Gesellschaft für Operations Research e.V. (GOR) verliehen. Die Dissertation von Sven Killinger „Anlagenscharfe Simulation der Photovoltaik-Leistung basierend auf Referenzmessungen und Geodaten“ wurde mit dem Sparkassen-Umwelt-Preis 2018 ausgezeichnet. Alle drei Gründer von greenventory erhielten überdies den ersten Preis beim MakeItMatter-Award 2019 der ElektrizitätsWerke Schönau (EWS) und der Freiburger Gründerplattform Smart Green Accelerator. Dieser Preis richtet sich an Start-ups, die innovative Ideen auf technischer Ebene zur Energiewende beitragen und dabei Aspekte eines dezentralen Energiesystems einbeziehen. Quelle: KIT / pgl

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Dämmung & Fenster
news-6911 Thu, 05 Mar 2020 07:48:00 +0100 Niedersachsen stärkt PV-Nutzung auf Landesimmobilien https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/niedersachsen-staerkt-pv-nutzung-auf-landesimmobilien-6911.html „Seit 2017 bezieht Niedersachsen für landeseigene Gebäude 100 Prozent Ökostrom. Nun wollen wir den nächsten Schritt gehen und die Dächer unserer Gebäude für Photovoltaik-Anlagen nutzen“, erklärte der Niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers.

Für rund 3000 landeseigene Gebäude wurde ein Photovoltaikkataster in Auftrag gegeben, das seit Anfang des Jahres vorliegt. Damit wurde für jedes der untersuchten Gebäude die Größe und Neigung der Dachfläche, der mögliche Stromertrag, die nutzbare Wärmemenge für Solarthermieanlagen (Warmwasser) und auch beeinträchtigende Dachstrukturen wie Schornsteine, Lüftungsanlagen, Dachgauben, Bäume erfasst.

Insgesamt wurden Gebäude mit einer Dachfläche von rund 2,6 Mio. m² untersucht. 1,5 Mio. m² davon weisen eine mittlere bis sehr hohe Sonneneinstrahlung (Solarpotenzial) auf und wären prinzipiell für Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) geeignet. Untersucht werden muss jedoch in jedem Einzelfall, ob die Statik und die vorhandene Dacheindeckung die Errichtung einer PV-Anlage zulässt. Auch der Denkmalschutz ist ein wesentliches Kriterium.

Hilbers möchte das Potenzial für den Klimaschutz nutzbar machen. Die größte Mobilisierung der Möglichkeit für PV-Anlagen sieht Hilbers in der Aktivierung privaten Kapitals. Daher möchte der Finanzminister die Dachflächen privaten Investoren und Versorgungsunternehmen zur Verfügung stellen. Hilbers: Wir brauchen neben eigenen Investitionen Privatkapital, um die Energiewende zu schaffen. Dort, wo das Land den Strom kontinuierlich selbst verbrauchen kann, soll es die Dachfläche selbst nutzen. Falls dies nicht möglich sein sollte, sollen die Flächen zur Nutzung zur Verfügung gestellt werden. Im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens ist beabsichtigt, potenzielle Betreiber von PV-Anlagen auf die Möglichkeit aufmerksam zu machen, landeseigene Dachflächen für „Solarstrom“ zu nutzen. Quelle: KEAN / pgl

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Solarenergie
news-6910 Thu, 05 Mar 2020 05:52:00 +0100 Boomende Baukonjunktur hemmt Innovationsdruck bei Fenstern https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/boomende-baukonjunktur-hemmt-innovationsdruck-bei-fenstern-6910.html Seit 36 Jahren ist Professor Jörn P. Lass in der Fenster- und Fassadenbranche tätig. Den Anfang machte eine Ausbildung zum Glaser und Fensterbauer. Seit dem Januar ist Lass nun Leiter des Instituts für Fenster- und Fassadentechnik (ift Rosenheim) und tritt damit in die Fußstapfen des langjährigen Institutsleiters Professor Ulrich Sieberath. Druckentspanntes Isolierglas dürfte künftig verstärkt den Markt durchdringen, berichtet er im EnBauSa-Interview. Diese ermöglicht Vierfach- oder Fünffach-Verglasungen, mit denen erhebliche Energieeffizienzeinsparungen einhergehen dürften. Wo sehen Sie derzeit die größten Herausforderungen für die Fensterbranche?

Lass: In der Fensterbranche haben die Betriebe aktuell mit ganz verschiedenen Problemen zu kämpfen. Ein Thema ist der Nachwuchsmangel und die Weiterbildung der Mitarbeiter. Hier gibt es eine Überalterung und die Betriebe müssen sich der Aufgabe stellen, junge Menschen für Fenster, Türen und Fassaden, zu begeistern, damit diese Produkte weiterentwickelt und in einer entsprechenden Qualität auf den Markt gebracht werden können. Außerdem sehe ich starke Veränderungen was das Informations- und Kaufverhalten der Kunden anbelangt. Wir haben es mit der Generation World Wide Web zu tun und die informiert sich ganz anders über die Produkte. Die Hersteller müssen sich der digitalen Transformation stellen. Das geht beim Informations- und Kaufverhalten los und geht über die Arbeitsvorbereitung und Produktion bis hin zu den Produkten, die digitaler werden müssen, und zu Montage und Service. Und dann spielt natürlich auch das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle – angefangen bei den Stoffkreisläufen, über die Energieeffizienz in der Nutzungsphase bis zum Recycling der Produkte.

Sehen Sie für einzelne Produktgruppen Nachteile, was die Etablierung von Stoffkreisläufen anbelangt, etwa für Fenster aus Verbundmaterialien?

Nein, denn wir haben bei den meisten Produkten eine sehr gute Zerlegbarkeit. Bei Verbundwerkstoffen, etwa faserverstärkten Kunststoffen, ist es etwas schwieriger, aber mit Stahl armierte Kunststofffensterprofile lassen sich sehr gut trennen und da ist das Recycling kein Problem. Sowohl die Kunststoff- als auch die Aluminiumindustrie unternehmen erfolgreich große Anstrengungen, um die Recyclingquote weiter zu erhöhen.

In Sachen Energieeffizienz werden die Fenster seit Jahren immer besser. Sehen Sie auch für die Zukunft noch Verbesserungspotenzial?

Hier kann man über die vergangenen Jahre eine gewisse Stagnation beobachten, die U-Werte können nicht mehr so stark verbessert werden. Das hat damit zu tun, dass wir momentan keinen so großen Innovationsdruck am Markt haben, da die Hersteller mit einer boomenden Baukonjunktur zu tun haben und gesetzliche Verschärfungen nicht geplant sind. Nichtsdestotrotz gibt es neue Produkte am Markt, die sich aber noch nicht etabliert haben – seien es Vakuumgläser, druckentspannte Isoliergläser, neue Dämmstoffe wie Aerogele oder Vakuumisolationspaneele. Zudem muss das Thema der dezentralen Lüftung mit Fenstern wieder stärker thematisiert werden und dann natürlich die Themen Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit der Produkte. Hier wird es spannend bleiben, was da an neuen Materialien auf den Markt kommt, die entweder auf einer nachhaltigeren Rohstoffbasis hergestellt werden, oder besser in den Werkstoffkreislauf zurückgeführt werden können. Ich würde Innovation aber nicht nur auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit beziehen, sondern beispielsweise auch auf die Nutzbarkeit der Produkte, zum Beispiel für körperlich eingeschränkte Personen, und das Thema Sicherheit.

Wann rechnen Sie bei Technologien wie Vakuumisoliergläser oder druckentspanntem Isolierglas mit dem Durchbruch?

Vakuumisolationspaneele begleiten mich schon die vergangenen 20 Jahre in dieser Branche. Eigentlich ist klar, dass das der nächste Schritt sein müsste, aber der große Durchbruch hat im Markt noch nicht stattgefunden. Es sind mittlerweile auch in Europa einige Produktionen für Vakuumisoliergläser vorhanden. Daher kann man davon ausgehen, dass die jetzt verstärkt in den Markt kommen. Es bleibt abzuwarten, wie der Markt darauf reagiert. Beim druckentspannten Isolierglas gab es in jüngster Zeit noch einmal Forschungsprojekte der Industrie, bei denen Produkte zur Marktreife gebracht wurden und die auf den letzten Messen gezeigt wurden. Das Interesse ist groß und ich erwarte hier eine zunehmende Marktdurchdringung.

Mehrfachgläser machen die Fenster schwerer

Der Fokus liegt zwar zurzeit  auf der Reduzierung der Klimalasten und der Integration von Verschattung und Lichttechnik, aber ich kann mir auch Mehrfachaufbauten vorstellen, also Vier- oder Fünffach-Verglasungen mit erheblichen Energieeffizienzsteigerungen. Aber auch hier bleibt abzuwarten, ob der Markt das wirklich annimmt. Schließlich gehen damit andere Parameter in die Höhe, beispielsweise das Gewicht der Fenster.

Gibt es von Seiten der Verarbeiter, also derjenigen, die die Fenster einbauen, Druck auf die Hersteller, dass die Produkte leichter werden müssen?

Die Verarbeiter stehen selbst unter Druck, weil es immer schwieriger wird, Mitarbeiter zu finden, die bereit sind, die Montage dieser schweren Bauelemente zu übernehmen. In der Fertigung kann man das über Automatisierung lösen, auf der Baustelle geht das noch nicht, auch wenn schon erste Probeversuche mit Exoskeletten laufen, die in der Industrie und Logistikbranche bereits eingesetzt werden.

Ein weiteres Thema, das schon seit vielen Jahren in der Branche diskutiert wird, ist die Digitalisierung der Produkte. Auch hier hat der große Durchbruch meiner Wahrnehmung nach noch nicht stattgefunden. Woran liegt das?

Das hängt einerseits mit den Produkten selbst zusammen. Viele Hersteller haben dafür noch kein durchgängiges, schlüssiges Konzept. Teilweise werden auf bestehende Produkte adaptierte Lösungen angeboten. Hinzu kommt, dass neue Qualifikationen der Mitarbeiter im Bereich Elektrik, Elektronik und EDV erforderlich sind, um diese Dinge umzusetzen. Diese Personalqualifikation ist häufig am Markt nicht vorhanden. Da ist noch eine gewisse Scheu zu beobachten, was elektrische oder elektronische Komponenten am Fenster angeht. Am ehesten funktioniert das momentan noch bei Industrietoren, Verschattungen und Haustüren.

Wie kann man die Qualität der Fenstermontage sicherstellen? Welche Rolle spielen hier die angrenzenden Gewerke?

Bei der Montage wird häufig so gearbeitet wie in vergangenen Zeiten. Hier wäre eine Entkopplung der Bauprozesse ein großer Vorteil. Ich denke da zum Beispiel an Montagezargen, die man einsetzen könnte, die es ja auch schon seit Jahrzehnten am Markt gibt und die in anderen Ländern wie Italien oder Österreich deutlich stärker genutzt werden. In Deutschland ist das aus meiner Sicht bisher an Kosten- und Logistikgründen gescheitert, dadurch, dass ich eine zusätzliche Anfahrt habe und dass ich einen zusätzlichen Rahmen produzieren muss. Wenn man auf solche Montagezargen-Lösungen geht, würde das aber dazu führen, dass das Produkt Fenster deutlich später in den Baukörper gebracht werden kann. Damit wird verhindert, dass es bereits in der Bauphase zu Beschädigungen kommt. Die Nachfolgegewerke wie Putz- und Malerarbeiten könnten an die Zargen ohne Probleme anschließen und müssten keine so großen Schutzmaßnahmen ergreifen. Und auch über die Nutzungsdauer sehe ich durchaus Vorteile, etwa dass der Austausch der Fenster wesentlich einfacher ist. Allerdings müsste man den Bauherren davon überzeugen, in der Bauphase etwas mehr Geld für einen Nutzen in der Zukunft zu investieren, und das ist schwierig. Derzeit beschäftigt sich das ift im Rahmen eines Forschungsprojekts damit, wie die Montage mit Montagezargen verbessert werden kann.

Gibt es in der Praxis viele Beschädigungen von Fenstern während des Brauprozesses?

Ja, durchaus. Es ist nicht unüblich, dass wir schon kurz nach Fertigstellung des Bauvorhabens zu Begutachtungen von Schäden gerufen werden, die im Bauprozess entstanden sind – seien es Feuchteschäden, mechanische Beschädigung der Oberflächen, oder dass Scheiben verätzt sind, weil Mörtelprodukte auf die Scheiben gekommen sind oder Ähnliches. Hier hat der Unternehmer das Problem, dass er bis zur Abnahme für sein Produkt verantwortlich ist, auch wenn andere Gewerke die Schäden verursacht haben.

Interview: Silke Thole

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Dämmung & Fenster
news-6916 Thu, 05 Mar 2020 01:17:00 +0100 Recycling ist entscheidend für Ökobilanz von Dämmstoffen https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/recycling-ist-entscheidend-fuer-oekobilanz-von-daemmstoffen-6916.html Welche Dämmstoffe schonen die Umwelt langfristig am besten: Synthetische aus Erdöl, mineralische oder erneuerbare aus nachwachsenden Rohstoffen? Ein neues Forschungsprojekt gibt Aufschluss und weist den Weg zum Einstieg in eine zukünftige Kreislaufwirtschaft. Die Stärken und Schwächen der verschiedenen Dämmstoffe in ihrer Ökobilanz zu erkennen und dabei auch die anschließende Entsorgung einzubeziehen war das Ziel des Forschungsprojekts „Ganzheitliche Bewertung von verschiedenen Dämmstoffalternativen“. Erarbeitet haben die Studie das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) und Natureplus. Die finanzielle Unterstützung lag bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (dbu) und dem Umweltministerium Baden-Württemberg.

Bewertet wurden die gängigsten Dämmstofftypen auf Basis mineralischer, nachwachsender und synthetischer Rohstoffe. Die Unterschiede im Wärmedurchlass wurden durch die Umrechnung in entsprechende Dämmstoffstärken ausgeglichen. In Anrechnung kamen auch die Möglichkeiten einer stofflichen Verwertung in anderen Produkten oder eine Rückführung in den Produktionskreislauf. Diese findet heute allerdings kaum statt.

Heute sind nachwachsende Rohstoffe vorn

Geht man von der aktuellen Situation der Bauwirtschaft aus, schneiden im Vergleich aller Dämmstofftypen die Holzfaser-Einblasdämmung sowie Hanf- und Jutematten wegen ihrer umweltfreundlichen Herstellung und geringen Umweltlasten in der Entsorgung am besten ab.

Darauf folgen als 2. Wahl Zellulose-Einblasdämmstoffe, die heute ohne HBCD hergestellten Polystyrol-Platten (EPS) sowie Holzfasermatten und auf dem dritten Rang die meisten übrigen Dämmstoffe in Platten- und Mattenform (PU-, XPS-Platten, trocken produzierte Holzfaserdämmplatten, Steinwolle-Platten, Glaswolle-Matten, Mineralschaumplatten). Am schlechtesten schneiden in diesem Vergleich wegen der hohen Energiemenge bei der Herstellung nass produzierte Holzfaserdämmplatten und Schaumglasplatten ab.

Wichtig: Der Vergleich basiert allein auf den Ökobilanzdaten und berücksichtigt weder Schadstoff- und Umweltbelastungen etwa durch Mikroplastik, noch materialtypische Unterschiede wie Brennbarkeit, Feuchteresistenz oder Belastbarkeit. Bei Hanf- und Juteprodukten gilt die gute Bewertung, solange sie aus Restbiomasse beziehungsweise sekundären Rohstoffen wie gebrauchten Kakaosäcken gefertigt werden.

Ökobilanz der Dämmstoffe verbessert sich durch Verwertungsverfahren

Bei der Dämmung von Bauteilen, in denen Dämmstoff-Platten verklebt werden (WDVS), liegen beim heutigen Stand einer Entsorgung in der Müllverbrennung nachwachsende Rohstoffe fast gleichauf mit HBCD-freiem EPS. Erst wenn der Einstieg in eine Kreislaufwirtschaft gelingt, erlangen Dämmplatten aus EPS Vorteile. Voraussetzung dafür ist, dass EPS stofflich verwertet und wieder in die Produktion zurückgeführt wird. Ein stoffliches Recycling geht allerdings nur mit Neuware, die seit einigen Jahren ohne das Flammschutzmittel HBCD hergestellt wird.

Der Großteil des zukünftigen Abfallaufkommens sind allerdings in früheren Jahrzehnten verbaute EPS-Dämmstoffe, die mit HBCD belastet sind. Diese ließen sich mit dem vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV entwickelten CreaSolV-Verfahren trennen und wiederverwerten. Diese Technik kommt derzeit allerdings nur als Demonstrationsanlage in kleinem Maßstab zur Anwendung.

Angesichts der Komplexität der Materie legen ifeu und natureplus großen Wert auf eine differenzierte Bewertung der Studienergebnisse und eine Gesamtbetrachtung. Ein isoliertes Herausgreifen einzelner Aspekte, wie bereits von Industrieseite geschehen, werde nicht als zielführend angesehen, so die Autoren der Studie.

Kreislaufwirtschaft reduziert den ökologischen Rucksack

Während heute alte Dämmstoffe überwiegend in Müllverbrennungsanlagen oder Anlagen der Zementproduktion entsorgt werden, zeigt die Studie die spezifischen Vorteile einer stofflichen Verwertung: Aufbereitete Altmassen aus den Dämmstoffen können zu (anderen) Produkten weiterverarbeitet oder auch als Rohstoff in die ursprüngliche Produktion zurückgeführt werden. Dies reduziert den Ressourcenverbrauch und verbessert ihre Ökobilanz signifikant.

Voraussetzung für eine stoffliche Verwertung sind recyclinggerechte Konstruktionen und Baustoffe. Gedämmte Bauteile dürfen also nicht aus Materialmixen und unlösbaren Verbunden bestehen. Zudem werden gute stoffliche Verwertungswege benötigt, wie sie die Studie skizziert, oder welche noch zu entwickeln sind.

Insgesamt zieht die Forschungsstudie das Fazit, dass bestimmte Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen hinsichtlich der Ökobilanz die Nase vorn haben, aber nicht für alle Anwendungsbereiche einsetzbar sind. Dämmstoffe aus mineralischen oder synthetischen Rohstoffen haben ein breiteres Anwendungsspektrum. Sie brauchen für eine gute Ökobilanz künftig in deutlich größerem Umfang ein stoffliches Recycling für den Einstieg in eine „Kreislaufwirtschaft“, um ihren großen ökologischen „Rucksack“ etwas leichter zu machen. Quelle: Natureplus / pgl

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Dämmung & Fenster
news-6913 Wed, 04 Mar 2020 08:03:00 +0100 In Esslingen entsteht klimaneutrales Quartier https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/in-esslingen-entsteht-klimaneutrales-quartier-6913.html Ein Neubauprojekt in Esslingen soll zeigen, dass eine klimaneutrale Quartiersversorgung möglich ist. Deshalb wird ein Elektrolyseur integriert, der Solarstrom in Wasserstoff umwandelt. Damit könnten künftig auch die Autos der Anwohner betankt werden. In der Esslinger Neuen Weststadt entsteht derzeit ein klimaneutrales Stadtquartier, das als Blaupause für künftige Quartiersentwicklung dienen könnte. Auf 100.000 Quadratmetern werden seit drei Jahren über 500 Wohnungen, Büro- und Gewerbeflächen sowie ein Neubau der Hochschule Esslingen gebaut.

Was dem Quartier noch fehlt, ist das technische Herz: In einer unterirdischen Energiezentrale soll in diesem Jahr ein Elektrolyseur installiert werden, der den Solarstrom von den Dächern nutzt, um grünen Wasserstoff herzustellen. Dazu haben der Stromanbieter Polarstern, Professor Manfred Norbert Fisch (vom Steinbeis-Innovationszentrum EGS aus Stuttgart) und die Stadtwerke Esslingen die Firma Green Hydrogen Esslingen GmbH gegründet, die nun - gefördert vom BMWi – die Power-to-Gas-Lösung im Quartier umsetzt.

„Wir haben mit diesem Konzept die Elektrolyse in die Stadt hineingeholt“, erklärt Tobias Nusser vom Steinbeis-Innovationszentrum EGS. „Es gibt in Deutschland schon einige Anlagen im Ein-Megawatt-Bereich, aber die stehen alle auf der grünen Wiese, zwar in der Nähe der Erzeuger, aber in der Regel fern vom Ort des Energiebedarfs in den Städten.“

Fossile Brennstoffe werden ersetzt

Die Lage im Quartier hat zwei Vorteile: Die Transportwege für die Nutzung des grünen Wasserstoffs sind verkürzt und die Abwärme des Elektroyseprozesses wird nutzbar für die Wärmeversorgung der benachbarten Gebäude. Der Nutzungsgrad von Elektrolyseuren, der sonst bei etwa 60 Prozent liegt, lässt sich so auf bis zu 90 Prozent steigern, hoffen die Beteiligten.

„Die Gebäudetechnik richten wir dazu auf diese Wärmequelle aus, wir nutzen ein Niedertemperatursystem und ersetzten so fossile Brennstoffe wie zum Beispiel Erdgas“, erklärt Nusser. Und das gleich doppelt: Denn während die Abwärme das Quartier selbst heizt, können auch andere Esslinger den grünen Wasserstoff nutzen. Denn dieser soll zusätzlich ins Gasnetz eingespeist werden und dort den Anteil fossilen Gases senken.

„Wasserstoff-Cent“ für Einspeisung ins Gasnetz

Die Stadtwerke arbeiten derzeit an einem Geschäftsmodell dafür, denn noch ist Erdgas deutlich günstiger als grüner Wasserstoff. „Eine Art Wasserstoff-Cent für die Förderung von klimafreundlicherem Gas könnte das ausgleichen“, sagt Nusser. Ausgehend von einem Gaspreis von 6,15 Cent pro Kilowattstunde könnte dieser Beitrag bei etwa 0,05 Cent liegen. Für eine typische Familie würde dies Mehrkosten von unter einem Euro pro Monat bedeuten.

Weitere Einsatzzwecke für die 400 Kilogramm Wasserstoff, die der Elektrolyseur am Tag produzieren soll, gibt es ebenfalls. Eine Abfüllstation könnte im Laufe des Tages das Rohrbündel eines Trailers füllen, der den Wasserstoff dann zu Industriekunden fährt. Auch die Idee einer Tankstelle für Brennstoffzellenfahrzeugen besteht. Einen großen Speicher wird es in Esslingen jedoch nicht geben, Green Hydrogen Esslingen spart sich den aufwendigeren Bau und das entsprechende Genehmigungsverfahren. 30 Kilogramm reichen, denn der Wasserstoff soll direkt abgenommen werden.

Erst einmal müssen die Projektpartner aber die Planung abschließen. Die Genehmigungserteilung nach dem BImSchG inklusive Öffentlichkeitsbeteiligung wird für Anfang April erwartet. Professor Fischs Ingenieursbüro EGS-Plan erarbeitet derzeit die Planung der Energiezentrale, die Versorgungs- und die Anlagentechnik, im April beginnt der Bau des Elektrolyseurs. Ende des Jahres soll er den ersten grünen Wasserstoff liefern.

„Unsere Betriebsweise wird sich dann aber auch nach der Verfügbarkeit von Erneuerbaren richten, das ist ein wichtiger Aspekt des Projekts“, erklärt Nusser. Er rechnet mit etwa 4.000 – 5.000 Stunden Laufzeit im Jahr – etwa 50 Prozent  der Zeit wird also Wasserstoff produziert. Zwar könnte der Elektrolyseur auch durchgehend Strom aus dem Netz ziehen, doch Teil des Forschungsprojektes ist eben auch, den energiewendedienlichen Bezug von überschüssigem Netzstrom zu erproben. Quelle: Energiewendebauen / pgl

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Heizung & Warmwasser
news-6908 Wed, 04 Mar 2020 07:10:00 +0100 Mehrheit der Deutschen offen für smarte Thermostate https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/mehrheit-der-deutschen-offen-fuer-smarte-thermostate-6908.html Die Heizung per Sprachbefehl höherdrehen, die Temperatur ohne Nachregeln automatisch halten oder vergessene Heizkörper von unterwegs per Smartphone abschalten – das alles ist dank smarter Thermostate schon heute möglich. 35- bis 44-Jährige haben vernetzte Heizkörpersteuerung am häufigsten im Einsatz. Kostenersparnis ist das wichtigste Argument, so eine aktuelle Umfrage von EON. „Dass die Deutschen solchen technischen Innovationen mehrheitlich offen gegenüberstehen, zeigt eine aktuelle E.ON Umfrage: 57 Prozent der Deutschen können sich den Einsatz von smarten Thermostaten vorstellen oder nutzen diese sogar schon“, erklärt Jonas Prudlo, bei E.ON verantwortlich für Energielösungen. Männer sind dieser Technologie gegenüber aufgeschlossener (61 Prozent) als Frauen (53 Prozent). Nur ein Drittel aller Befragten kann der intelligenten Heizungssteuerung nichts abgewinnen.

Am häufigsten werden die vernetzten Heizungshelfer bereits von der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen genutzt: 16 Prozent von ihnen haben entsprechende Systeme schon im Einsatz, weitere 49 Prozent können sich die Nutzung vorstellen. Am skeptischsten ist die ältere Generation ab 55 Jahren, hier liegt die Quote der Nutzer zwar bei neun Prozent, allerdings sagen 44 Prozent, dass sie sich eine Verwendung von smarten Thermostaten nicht vorstellen können.

E.ON hat auch nachgefragt, warum sich Nutzer intelligente Thermostate zugelegt haben oder sich dies vorstellen können. Mit einem Zustimmungswert von 64 Prozent ist die Kostenersparnis mit deutlichem Abstand das stärkste Argument, der Effizienzgewinn ist 44 Prozent der Befragten wichtig, den Komfortgewinn schätzen 40 Prozent, die Steuerung aus der Ferne nennen 38 Prozent und der Klimaschutz ist für 32 Prozent ein bedeutender Aspekt. Quelle: Eon / pgl

 

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Heizung & Warmwasser
news-6906 Tue, 03 Mar 2020 07:14:00 +0100 Wie man mit Stromspeicher im Haus zum Selbstversorger wird https://www.enbausa.de/solarenergie/aktuelles/artikel/wie-man-mit-stromspeicher-im-haus-zum-selbstversorger-wird-6906.html Wer möglichst unabhängig vom Stromversorger werden will, muss die Installation eines Stromspeichers in Betracht ziehen. Bei der Auswahl des Heimspeichers muss man eine kluge Wahl treffen. Das anfangs besonders günstige Gerät kann sich langfristig als teure und wenig flexible Version entpuppen. EnBauSa.de-Gastautor Pratrick Jüttemann, Betreiber des unabhängigen Kleinwindkraft-Portals, gibt in diesem Gastbeitrag Tipps für die Speicherauswahl. Wer keinen eigenen Strom produziert ist vollständig abhängig vom diktierten Strompreis des Energieversorgers. Immer mehr Gewerbebetriebe und Privathaushalte akzeptieren das nicht mehr und investieren in eigene Energietechnik. Das Rückgrat als Energiequelle bildet dabei die Photovoltaik. Mit eigenem Solarstrom kann man nichts mehr falsch machen. Sofern das Dach nicht verschattet und statisch geeignet ist. Nur mit PV-Anlage wird man einen Autarkiegrad von rund 30 Prozent erreichen. Ein Drittel des eigenen Strombedarfs deckt man selbst. Gleichbedeutend mit einer noch immer hohen Abhängigkeit vom Stromversorger, der rund 70 Prozent des Stroms liefert.

Der Schlüssel für eine hohe Selbstversorgung mit sauberem Strom ist der Batteriespeicher im Keller. Mit Stromspeicher und Solarstromanlage kann eine Autarkie von 50 bis 70 Prozent erreicht werden. Die Stromrechnung des Energieversorgers reduziert sich deutlich. Wie kann man eine Vollversorgung eines Gebäudes mit eigenem Ökostrom erreichen? Hier ist die Kleinwindkraftanlage das letzte Puzzlestück. Sie liefert im windstarken Herbst und Winter den Strom. Das ist gleichzeitig die Heizperiode. Der Strom der kleinen Windkraftanlage deckt deshalb auch optimal den Bedarf einer Wärmepumpe ab. Die Formel für 100 Prozent Energieautarkie lautet somit:  Photovoltaik + Speicher + Kleinwindkraft + Wärmepumpe.

Ein wichtiger Hinweis darf nicht fehlen: eine Kleinwindanlage kann nur an einem windstarken Standort aufgestellt werden. Viele Grundstücke mitten in dicht bebauten Gebieten kommen deshalb nicht in Frage.

Wirtschaftlichkeit des Batteriespeichers

Bei der Beurteilung der Wirtschaftlichkeit stehen die Kosten der Kilowattstunde Strom im Vordergrund. Was kostet die Kilowattstunde Strom des Energieversorgers? Kann ich diesen Preis durch meine eigene Stromproduktion unterbieten? Für Stromspeicher gilt: Zu den Kosten der Speicherung muss die Erzeugung gerechnet werden. Angenommen der von der Batterie bereitgestellte Strom kostet 20 Cent pro kWh. Dann müssen die Erzeugungskosten der PV-Anlage von rund 10 Cent pro kWh dazugerechnet werden. In der Summe wären das 30 Cent pro kWh. Dieser Wert entspricht ungefähr dem Strompreis für Haushalte.

Alles in allem sind Batteriespeicher für Haushalte wirtschaftlich auf Augenhöhe mit der Versorgung durchs öffentliche Stromnetz. Sofern bei der Auswahl des Geräts eine gute Entscheidung getroffen wird. Das anfangs günstige Gerät kann langfristig die weniger wirtschaftliche Option sein. Weil die bereitgestellte Strommenge geringer ist als bei anderen Batteriespeichern. Dadurch steigen die Kosten für die Kilowattstunde Speicherstrom.

Generell steht man bei der Auswahl eines Batteriespeichers vor einem Zielkonflikt: je größer die Speicherkapazität und Selbstversorgung, desto geringer die Wirtschaftlichkeit des Speicherstroms. Bevor man sich Angebote zu Stromspeichern beziehungsweise Photovoltaikanlage und Speicher machen lässt, sollte man sein Ziel bestimmen: Soll der Speicher eine maximale Wirtschaftlichkeit oder einen besonders hohen Autarkiegrad ermöglichen?

Eine gute Regel für einen wirtschaftlichen Stromspeicher ist die 1:1:1-Regel. Ausgehend vom jährlichen Stromverbrauch des Hauses werden die Leistung der PV-Anlage und die Speicherkapazität der Batterie bestimmt. Die Daumenregel: Je Megawattstunde Jahresstromverbrauch (= 1.000 kWh) wählt man ein Kilowatt Leistung der Photovoltaikanlage und eine Kilowattstunde nutzbare Speicherkapazität (Nettokapazität). Ein Beispiel: Liegt der jährliche Stromverbrauch des Gebäudes bei 5.000 Kilowattstunden (= 5,0 Megawattstunden), wählt man eine Photovoltaikleistung von fünf Kilowatt und eine Nettokapazität des Speichers von fünf Kilowattstunden.

Tipps für Auswahl und Kauf des Stromspeichers

  • Bei Gerätewahl unabhängige Testergebnisse nutzen: Typisch für einen jungen Markt wie gebäudeintegrierte Stromspeicher ist, das es viele Hersteller und Gerätemodelle mit hoher Diskrepanz beim Gesamtwirkungsgrad gibt. Der Markt ist unübersichtlich und wenig transparent. Die Lösung: auf unabhängige Testergebnisse zurückgreifen. Dazu zählt die regelmäßige Stromspeicher-Inspektion der HTW Berlin.
  • Erweiterbarkeit mit Speichermodulen: Lieber heute einen relativ kleinen und wirtschaftlichen Stromspeicher kaufen, als ihn von Anfang an zu groß zu dimensionieren. Wer in den nächsten Jahren mehr Speicherkapazität benötigt, kann nachrüsten. Deshalb sollte man prüfen, wie ein Stromspeicher später mit zusätzlichen Akkus erweitert werden kann.
  • Hohe Kompatibilität für Funktionsausbau des Systems: Die Aufgaben eines Batteriespeichers gehen weit über das reine Speichern von Energie hinaus. Das Gerät übernimmt wichtige Funktionen des Energiemanagements. Welche Funktionen soll der Stromspeicher in Zukunft abdecken? Das Gerät sollte ein zukunftsfähige Ausstattung haben. Damit auch in mehreren Jahren das System flexibel erweitert werden kann. Das gilt beispielsweise für die Kopplung einer Ladestation fürs neue E-Auto.

Weitere Tipps für die Auswahl und den Kauf eines Stromspeichers fürs Eigenheim gibt es auf dem Kleinwindkraft-Portal. Der Online-Leitfaden richtet sich an kleine Gewerbebetriebe und private Hausbesitzer, die ihre Stromversorgung selbst in die Hand nehmen wollen. von Patrick Jüttemann

 

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Solarenergie
news-6905 Tue, 03 Mar 2020 07:03:00 +0100 Gelsenkirchen erprobt serielle Baugenehmigung https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/gelsenkirchen-erprobt-serielle-baugenehmigung-6905.html Die Stadt Gelsenkirchen wendet als erste Stadt in Nordrhein-Westfalen die sogenannte referenzielle Baugenehmigung an. Bei seriellen Bauvorhaben mit baugleichen Häusern im gleichen Bebauungsplangebiet muss eine Bauaufsicht nur für wenige Referenzgebäude das übliche Genehmigungsverfahren durchführen. Das soll den Bauprozess beschleunigen. Die auf der referentiellen Baugenehmigung basierenden Häuser sind als sogenannte Bezugsgebäude vom Projektentwickler lediglich anzuzeigen. Einen entsprechenden Passus hat die Landesregierung in der Landesbauordnung (BauO NRW 2018) in Paragraph 66 Absatz 5 verankert. „Gelsenkirchen und Vista Reihenhaus sind gemeinsam Vorreiter bei der Umsetzung dieses neuen Verfahrens, das die Landesregierung in der Landesbauordnung 2018 für das serielle Bauen eingeführt hat. In Gelsenkirchen waren für alle Gebäude im Baugebiet lediglich vier Baugenehmigungen notwendig, was das gesamte Verfahren erheblich vereinfacht hat. Das zeigt: Die neue Landesbauordnung wirkt und schafft ein Klima für Neubau in Nordrhein-Westfalen“, sagt Ministerin Ina Scharrenbach bei ihrem Besuch vor Ort.

Normalerweise hätte der Bauträger für jedes der in Gelsenkirchen geplanten 91 Reihenhäuser jeweils eine eigene Genehmigung bei der städtischen Bauaufsicht einholen müssen. Dass für das gesamte neue Quartier zwischen Richard- und Europastraße nur vier Baugenehmigungen nötig waren, ist der referenziellen Baugenehmigung zu verdanken.

Zeit und Ressourcen gespart

Auf dem rund 20.000 Quadratmeter großen Baugebiet entstehen zwei verschiedene Reihenhaustypen. Bei beiden Reihenhaustypen ist jeweils zwischen Mittel- und Endhäusern zu unterscheiden – folglich waren insgesamt nur vier Genehmigungen für Referenzgebäude notwendig. „Das ist gegenüber 91 Baugenehmigungen natürlich ein riesiger Unterschied. Das gesamte Verfahren lief dadurch erheblich schneller und kosteneffizienter“, erklärt Martin Dornieden, Geschäftsführer von Vista.

In Gelsenkirchen hatten Stadtspitze, Stadtentwicklung und Bauaufsicht ein starkes Interesse, die neuen Möglichkeiten der Landesbauordnung erstmals in NRW nutzen zu können. „Wir haben uns gerne der Herausforderung gestellt, die referenzielle Baugenehmigung erstmals anzuwenden und freuen uns sehr darüber, damit die Entwicklung eines neuen Quartiers in unserem Stadtzentrum unterstützen zu können“, erläutert Stadtdirektorin Karin Welge. „Neuer, bezahlbarer Wohnraum ist auch in Gelsenkirchen ein Thema. Daher haben wir die Chance ergriffen, bei baugleichen Gebäuden die Genehmigungspraxis zu vereinfachen und damit zu beschleunigen.“

Immobilienverband lobt Pioniertat

Der Verband der mittelständischen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft BFW Nordrhein Westfalen bewertet den ersten Praxistest des neuen Genehmigungsverfahrens durchweg positiv. „In der Baukostensenkungskommission NRW haben wir mit den kommunalen Spitzenverbänden das neue Instrument diskutiert. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die referenzielle Baugenehmigung erspart Zeit und schont die ohnehin schwache Personaldecke in den kommunalen Baubehörden, "dringend benötigter Wohnraum wird schneller verfügbar“, so Geschäftsführerin Elisabeth Gendziorra. Quelle: Vista / pgl

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Finanzierung
news-6895 Mon, 02 Mar 2020 07:10:00 +0100 Verbände fordern Zuschüsse für Anbindung an Wärmenetze https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/verbaende-fordern-zuschuesse-fuer-anbindung-an-waermenetze-6895.html Der Bundesverband Geothermie sieht gemeinsam mit weiteren Verbänden der Energiebranche sowie kommunalen Vertretungen Nachbesserungsbedarf bei der Förderung von hocheffizienten Wärmenetzen im Marktanreizprogramm (MAP) des Bundes. Die Verbände fordern, dass zukünftig auch für den Anschluss an Netze, die überwiegend mit erneuerbaren Energien wie Geothermie, Abwärme oder KWK bespeist werden, eine teilweise Erstattung der Investitionskosten erfolgt. Bislang wird ein direkter Zuschuss nur für gebäudenahe Heizsysteme gezahlt. „Die Anpassung des Marktanreizprogramms Anfang des Jahres war ein sehr guter Schritt und hat die Investition in Geothermieanlagen mit Wärmepumpen deutlich attraktiver gemacht. Konsequenterweise muss auch der Anschluss an ein geothermisches Wärmenetz ebenso stark angereizt werden. Ich fordere das Bundeswirtschaftsministerium dazu auf, an dieser Stelle nachzubessern“, sagt Dr. Erwin Knapek, Präsident des Bundesverbandes Geothermie.

Gerade in Städten sehen die Verbände einen Anschluss an ein effizientes Wärmenetz mitunter als einzige Möglichkeit an, um alte Ölheizungen in den Gebäuden zu ersetzen und eine positive Klimaschutzwirkung zu erreichen. Förderfähig sollen die Anschlüsse sein, wenn das Wärmenetz die EU-Definition für effiziente Fernwärme- und Fernkälteversorgung erfüllt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Wärmenetz zu mindestens 50 Prozent mit erneuerbaren Energien wie Geothermie versorgt wird. Eine Änderung der Förderrichtlinie ist im Rahmen einer Verordnung des Bundeswirtschaftsministeriums möglich.

Geothermie nutzt die im Erdreich und Grundwasser vorhandene Wärmenergie zur Bereitstellung von Heiz- und Kühlenergie sowie Stromproduktion. Die Ressourcen sind nach menschlichem Ermessen unerschöpflich und werden deutschlandweit aktuell aus Tiefen von bis zu 6.000 Meter gefördert. Ihre Nutzung ist nachhaltig, effizient, umwelt- und klimafreundlich sowie nahezu überall und jederzeit möglich. Der Verbrennung von Brennstoffen und deren Import aus politisch instabilen Ländern wird vermieden.

Diese Verbände unterstützen die Forderung des Bundesverbandes Geothermie:

  • Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)
  • AGFW | Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e. V.
  • Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB)
  • Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) e. V.
  • Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. (DGRV)

Quelle: Bundesverband Geothermie e.V. / sth
 

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Heizung & Warmwasser
news-6909 Mon, 02 Mar 2020 07:10:00 +0100 Zubau von Pelletfeuerungen legt 4,3 Prozent zu https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/zubau-von-pelletfeuerungen-legt-43-prozent-zu-6909.html Im Jahr 2019 war ein leichter Aufwärtstrend in der Pelletbranche festzustellen, berichtet der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV). Ein Meilenstein war die Rekordproduktion von mehr als 2,82 Millionen Tonnen Holzpellets. Der Zubau an Pelletfeuerungen ging mit 34.650 nur langsam um 4,3 Prozent voran. Aufgrund der deutlich verbesserten Förderbedingungen für erneuerbare Wärme geht der DEPV für dieses Jahr von einem deutlich stärkeren Marktwachstum aus. Der Produktionsrekord belege, dass Holzpellets als heimischer Brennstoff eine Versorgung mit klimafreundlicher Wärme auch im größeren Maßstab leisten können, so der DEPV. Knapp ein Viertel der deutschen Pelletproduktion (24,1 Prozent) wird in Säcke abgefüllt und für Pelletkaminöfen hierzulande oder im benachbarten Ausland genutzt. „Wir würden uns freuen, wenn Produktionssteigerungen in Zukunft nicht ganz so stark exportgetrieben wären, sondern mehr Pellets direkt in der Region genutzt würden“, so Martin Bentele, Geschäftsführer des DEPV. „Momentan hat die Witterung noch einen deutlich stärkeren Einfluss auf den Pelletverbrauch als der Anlagenzubau. Das hilft nur bedingt, die Ziele aus dem Klimaschutzplan 2030 zu erreichen.“

Die 2019 durch Pelletfeuerungen erzielte Einsparung von 3,45 Millionen Tonnen CO2 belege, welch wichtige Rolle die kleinen Presslinge bei der Erreichung der Klimaziele 2030 spielen können. Holzpellets aus Deutschland zeichnen sich dem Verband zufolge durch hochwertige Qualität aus: 97,2 Prozent wurden in der Premiumklasse ENplus A1 hergestellt. Der Hauptrohstoff sind Späne direkt aus dem Sägewerk. Als Land mit der europaweit höchsten Sägewerksdichte und dem damit verbundenen Anfall von Resthölzern ist Deutschland auch bei der Pelletproduktion international führend. Für das laufende Jahr rechnet der DEPV mit einem moderaten Anstieg der Pelletproduktion auf 3 Millionen Tonnen.

Mit rund 34.650 im Inland abgesetzten Pelletfeuerungen wurde das Vorjahresergebnis (33.225) um 4,3 Prozent erneut übertroffen. Zugebaut wurden im Einzelnen 19.000 Pelletkaminöfen, 15.000 Pelletkessel und wasserführende Pelletkaminöfen mit einer Leistung bis 50 kW sowie 650 Kessel/Pellet-KWK-Anlagen größer 50 kW. Insgesamt wurden durch Pelletfeuerungen auf diese Weise im Jahr 2019 bundesweit rund 11,3 Terawattstunden Endenergie zur Verfügung gestellt. Das machte etwa 6,5 Prozent der erneuerbaren Energien im Wärmesektor beziehungsweise knapp ein Prozent des gesamten Wärmeverbrauchs in Deutschland aus. „

Laut DEPV-Geschäftsführer Martin Bentelezeigen Kunden seit Anfang des Jahres ein großes Interesse am Heizen mit Pellets.“ Er sieht darin ein gutes Zeichen für das laufende Wirtschaftsjahr und freut sich über die steigende Nachfrage. „Leider gibt es noch zu wenige auf erneuerbare Energien spezialisierte Heizungsbauer. Aus diesem Grund bieten wir zusammen mit den SHK-Innungen und unseren Mitgliedern Infotage zur neuen Förderung an und qualifizieren in über 100 Schulungen zum Pelletfachbetrieb.“

Für das Jahr 2020 rechnet der DEPV mit der Zunahme des Zubaus an Pelletfeuerungen um 6.200 Stück auf 40.850 Anlagen (gegenüber rd. 34.650 Feuerungen 2019), davon etwa die Hälfte Pelletkaminöfen. Die Versorgung mit Pellets sei aufgrund des nachhaltigen Rohstoffangebots gesichert. „Wer in Zukunft klimafreundlich heizen will, kommt nicht an der Pelletheizung vorbei!“, so Bentele.

Der Preis für Pellets war auch im Jahr 2019 stabil. Im Jahresdurchschnitt zahlten Heizungsbetreiber für eine Tonne Pellets 251,22 EUR, was 5,02 ct/kWh entspricht. Das waren 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr, aber 8,0 Prozent weniger als 2013. Heizöl war 2019 im Schnitt mit 6,88 ct/kWh 37 Prozent teurer als die Holzpresslinge, Gas mit durchschnittlich 6,23 ct/kWh 24 Prozent teurer. Quelle: DEPV / sth

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Heizung & Warmwasser
news-6898 Sun, 01 Mar 2020 09:29:00 +0100 Aufschwung in der Bauwirtschaft hält weiter an https://www.enbausa.de/finanzierung/aktuelles/artikel/aufschwung-in-der-bauwirtschaft-haelt-weiter-an-6898.html Laut dem Statistischen Bundesamt hat das Bauhauptgewerbe 2019 einen Umsatz von insgesamt 135 Milliarden Euro erzielt. Das sind 6,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings fiel das Ergebnis im Dezember 2019 schwächer aus als im Vormonat. Saison- und kalenderbereinigt war der Auftragseingang rund 4,9 Prozent niedriger als im November. „Mit Blick auf das abgelaufene Jahr 2019 ist festzuhalten: Noch hält der Aufschwung in der Bauwirtschaft im neunten Jahr an. Dies ist letztlich eine Gegenreaktion auf die 15 Jahre anhaltende Zurückhaltung bei Investitionen in die Infrastruktur und im Wohnungsbau, die zu einem immensen Investitionsstau geführt hat, den die Bauwirtschaft nun sukzessive abarbeitet.“ Mit diesen Worten kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), die Entwicklung.

Um mit der Nachfrage nach Bauleistungen Schritt zu halten, haben die Bauunternehmen seinen Angaben zufolge 2019 rund  33.400 Mitarbeiter eingestellt. Die Gesamtzahl der Beschäftigten betrage damit rund 870.000 (+4 Prozent). Für 2020 rechnen wir mit 885.000 Beschäftigten. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 waren es nur noch rund 705.000 Beschäftigte.

„Klar ist, dass dieser Kapazitätsaufbau nur fortgesetzt werden kann, wenn die politischen Rahmenbedingungen dies zulassen. Dafür braucht es Investitionen, die über die aktuelle Legislaturperiode hinausgehen und nicht nur kurzfristigen Aktionismus. Daher sollte die Bundesregierung sowohl die Förderung durch das Baukindergeld verlängern als auch für eine dauerhafte Anhebung der linearen Abschreibung sorgen,“ forderte der Hauptgeschäftsführer des größten Branchenverbandes der Bauwirtschaft.

Preisentwicklung verliert an Dynamik

Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes erreichte der Umsatz im Wohnungsbau in 2019 gut 49 Mrd. Euro; (+5,1 Prozent), im Wirtschaftsbau 49,2 Mrd. Euro; (+9 Prozent) und im öffentlichen Bau 36,6 Mrd. Euro; (+5,8 Prozent).

„Für 2020 prognostizieren wir insgesamt ein Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe von 5,5 Prozent auf gut 142 Mrd. Euro. Die Dynamik der Preisentwicklung für Bauleistungen hat sich im Jahresverlauf 2019 von knapp +6 Prozent auf +4,5 Prozent abgeschwächt. Die Fortsetzung dieses abgeflachten Niveaus erwarten wir auch in 2020, sodass der Umsatz real noch um ca. 1 Prozent wachsen wird. Treiber der Entwicklung bleibt der Wohnungsbau. Auch hiermit begründet sich unsere Forderung, die investiven Impulse zu verstetigen," so Pakleppa. Quelle: Zentralverband Deutsches Baugewerbe / sth

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Finanzierung
news-6903 Fri, 28 Feb 2020 07:16:00 +0100 Ingenieurkammer plädiert für Lüftungsanlagen an Schulen https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/ingenieurkammer-plaediert-fuer-lueftungsanlagen-an-schulen-6903.html Die Bundesingenieurkammer hat ein Positionspapier zur Verbesserung der Luftqualität in Schulen und Kitas vorgestellt. Die an Schulen immer noch übliche Fensterlüftung reiche nicht aus, um für gute Luft zu sorgen, heißt es darin. Die Bundesingenieurkammer Empfliehlt daher den Einsatz mechanischer Lüftungsanlagen. „Gerade erst hat der Bund 3,5 Mrd. Euro Unterstützung für kommunale Investitionen zur Sanierung, zum Umbau und zur Erweiterung von Schulgebäuden zugesichert. Dabei sollte die ausreichende Belüftung von Klassenzimmern unbedingt berücksichtigt werden“, so Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer, Präsident der Bundesingenieurkammer. „Denn für ein gutes Lernklima braucht man gute Luft. Sie steigert nicht nur das Wohlbefinden und die Gesundheit, sondern auch die Leistungsfähigkeit.“

Nach wie vor setze man bei Schulgebäuden trotz voller Klassenzimmer auf Fensterlüftung, obwohl diese in der Praxis de facto kaum die Anforderungen an ausreichende Luftqualität sicherstellt. Daher empfiehlt die Bundesingenieurkammer in ihrem Positionspapier den Einsatz mechanischer Lüftungsanlagen. Diese sorgen nicht nur durch gute Luftqualität für bessere Lernbedingungen, sondern bringen auch weitere Vorteile, wie Schutz vor Außenlärm, Reduzierung von Außenluftschadstoffen und Pollen. Zusätzlich leisten effiziente Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung einen wichtigen Beitrag zu Heizenergieeinsparung und Klimaschutz.

Diese Empfehlung bezieht sich nicht nur auf Schulen, sondern gleichermaßen auf Kindergärten und alle anderen Einrichtungen, in denen größere Gruppen von Menschen sich über eine längere Zeit in geschlossenen Räumen aufhalten. „Was in Versammlungsstätten im Sinne guter Luftqualität gängige Praxis ist, sollten wir auch unseren Kindern nicht vorenthalten“, unterstrich der Präsident der Bundesingenieurkammer abschließend.  Quelle: Bundesingenieurkammer / sth

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Lüftung & Klima
news-6885 Thu, 27 Feb 2020 07:43:00 +0100 Lüftungsrichtlinie bringt neue Berechnungsvorgaben https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/lueftungsrichtlinie-bringt-neue-berechnungsvorgaben-6885.html Die neue Fassung der DIN-Norm 1946-6 ist an vielen Stellen konkreter, Berechnungen sind einfacher geworden. Am Ergebnis dürfte sich jedoch kaum etwas ändern, sagen Experten. Je dichter die Gebäudehülle, desto besser? Wenn es um die Energetik geht, trifft das zweifelsohne zu. Schließlich reduziert eine gute Dämmung die Wärmeverluste. Das spart nicht nur Energiekosten, sondern schont darüber hinaus die Umwelt. Allerdings: Auch die Luft bleibt in gut gedämmten Häusern länger in den Wohnräumen – und mit ihr Feuchtigkeit oder Schadstoffe von Textilien und Möbelstücken. „Je dichter die Gebäudehülle, desto besser muss auch die Lüftung sein“, sagt Michael Haibel, Wissenschaftlicher Leiter im Labor für Raumlufttechnik an der Hochschule Biberach. Früher war bei schlechterer Dämmung dieser Luftaustausch, die sogenannte Luftinfiltration, über Leckage gewährleistet. Heute müssen jedoch meist technische Lösungen her.

Neue Fassung der DIN-Norm 1946-6 ist konkreter

Wie der Luftaustausch in Wohnungen stattfinden muss, regelt hierzulande die DIN-Norm 1946-6. Im Dezember wurde diese Richtlinie überarbeitet. Zunächst die gute Nachricht für Fachleute und Bauherren: Die neue Fassung sei an manchen Stellen konkreter, die Anforderungen wurden teils reduziert, erklärt Haibel. Dennoch sollten die Änderungen gut beachtet werden. Weist der zuständige Architekt oder Planer nicht auf ein fehlendes Lüftungskonzept oder die Nichterfüllung der Norm hin, ist er bei Schimmelschäden haftbar.

Das Grundprinzip der Norm wurde beibehalten: Ein Gebäude muss zumindest zum Feuchteschutz ein Mindestmaß an Luftwechsel von selbst sicherstellen – also auch ohne regelmäßiges Fensterlüften durch seine Bewohner. Ob ein Haus luftdurchlässig genug ist, klärt ein Fachmann deshalb in einem sogenannten Lüftungskonzept.

Die Rechnung: Ist der notwendige Luftstrom (Sollwert) zum Feuchteschutz größer als die tatsächliche Luftinfiltration (Istwert)? Dann muss zwangsläufig eine technische Lösung her. Ein solches Lüftungskonzept ist verpflichtend für alle Neubauten, aber auch bei der Sanierung mancher Altbauten. Das gilt, wenn mehr als ein Drittel der Fenster ausgetauscht wird oder mehr als ein Drittel der Dachfläche neu gedämmt wird. Existiert ein solches Konzept, ist der Bewohner rechtlich verpflichtet, sich auch daran zu halten.

Berechnungsmethoden für Lüftung sind anders

Geändert haben sich nun jedoch die Berechnungsmethoden der Luftströme: So wurde etwa die Formel für die natürliche Luftinfiltration (Istwert) deutlich vereinfacht. Faktoren wie der Wohnungstyp und das Windgebiet sind nun in einem Koeffizienten zusammengefasst – und können aus einer Tabelle abgelesen werden. Daneben sind jetzt nur noch zwei weitere Faktoren für die Berechnung der Luftinfiltration nötig. Dazu gehört das Volumen der Wohneinheit und der sogenannte „Blower-Door-Wert“, der die Luftdichte eines Hauses mithilfe eines Druckverfahrens misst.

Bei der Berechnung des notwendigen Volumenstroms (Sollwert) zum Feuchteschutz berücksichtigen Planer nun zusätzlich die typische Belegung der Wohnung. Denn wie viel Feuchtigkeit sich im Gebäude bildet, hängt schließlich maßgeblich von der Anzahl der Bewohner ab. Auf das Endergebnis dürfte das jedoch nahezu keinen Einfluss haben, meinen Experten. „Beide für das Konzept zur ermittelnden Volumenströme verringern sich“, erklärt der Anlagenhersteller Stiebel Eltron. Die Entscheidung, ob eine lüftungstechnische Maßnahme notwendig ist, falle deshalb nahezu identisch zum Vorgänger der Norm aus.

Plötzlich weniger Lüftungsanlagen dürfte es durch die Novellierung also nicht geben, dafür aber andere Anlagen: Denn in der DIN 1946-6 werden neuerdings auch kombinierte Lüftungssysteme berücksichtigt, die im Alltag bereits häufig verbaut werden. Dazu gehören zum Beispiel Querlüftung- oder Zu- und Abluftsysteme, die mit einem Entlüftungssystem kombiniert sind. „Beim Aufbau und dem Betrieb von Lüftungssystemen ist die novellierte Fassung konkreter und klarer als die Vorgängerfassung“, sagt Raumlufttechniker Haibel.

Planer dürften solche hybriden Anlagen bislang nach deutlich strengeren Regeln ausgelegt haben – nämlich nach der sogenannten Nennlüftung. Diese verlangt über den bloßen Schutz vor Feuchtigkeit hinaus, dass im Normalbetrieb der Wohnung auch die Hygiene und Gesundheit, also etwa der Schutz vor Schadstoffen, gewährleistet sind. Laut dem neuen Kapitel zu kombinierten Lüftungssystemen reicht eine Lüftung zum Feuchteschutz aber vollkommen aus. „Das wird insbesondere planenden und ausführenden Unternehmen hinsichtlich der technischen Sicherheit zugutekommen“, sagt Haibel.

Systeme mit zentraler Zu- und Abluft müssen zwar weiterhin nach der strengeren Nennlüftung ausgelegt werden. Doch immerhin wurden hier die Berechnungsparameter reduziert. „Bei einer 130 Quadratmeter großen Wohnung schrumpft die geforderte Nennlüftung beispielsweise von bisher 155 um 19 Prozent auf 125 Kubikmeter pro Stunde“, rechnet Anlagenhersteller Stiebel Eltron vor. „Die Anforderungen wurden nicht verschärft, sondern eher leicht verringert.“ Um die Änderungen im Detail zu verstehen, bieten einige Hersteller sowie private Akademien auch Kurse an. Daneben helfen Onlinerechner dabei, ein Lüftungskonzept anhand der Gebäudedaten zu erstellen. von Laurin Meyer

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Lüftung & Klima
news-6893 Thu, 27 Feb 2020 06:37:00 +0100 Finanztip: Heizstrom lohnt sich ab 6.000 KWh pro Jahr https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/finanztip-heizstrom-lohnt-sich-ab-6000-kwh-pro-jahr-6893.html Mehr als 2,5 Millionen Haushalte in Deutschland heizen mit Strom, sie haben also entweder eine Wärmepumpe oder eine Nachtspeicherheizung. Für beides gibt es spezielle, oft sehr günstige Stromtarife. Doch nutzen noch viel zu wenig Verbraucher diese Möglichkeit, Geld zu sparen, berichtet der Informationsdienst Finanztip. Eine aktuelle Finanztip-Untersuchung zeigt: Wer die Nachtspeicherheizung oder Wärmepumpe mit günstigem Heizstrom anstatt mit normalen Haushaltsstrom betreibt, kann bis zu 30 Prozent sparen. Allerdings wird dafür ein zweiter Stromzähler benötigt, der zusätzlich kostet. Mit Strom Heizen ist teuer: Aktuell kostet die Kilowattstunde Strom bei hohem Verbrauch rund 29 Cent. Dennoch sorgen in Deutschland etwa 1,6 Millionen Nachtspeicherheizungen sowie rund eine Million Wärmepumpen für wohlige Wärme. Diese Haushalte können 20 bis 30 Prozent sparen, wenn sie anstatt normalem Haushaltsstrom zum Heizen speziellen Heizstrom beziehen. „Heizstrom gibt es aktuell für rund 22 Cent pro Kilowattstunde“, erklärt Ines Rutschmann, Energie-Redakteurin bei Finanztip. „Er ist vor allem deshalb günstig, weil die Netzbetreiber die Belieferung der Anlagen mit Strom unterbrechen können, um das Stromnetz zu entlasten.“ 

Bei Wärmepumpen rechnet sich Heizstrom ab 6.000 KWh 

Um den günstigen Heizstrom zu nutzen, benötigen Haushalte mit Wärmepumpe einen zweiten Stromzähler sowie ein Steuerungsgerät, um die Stromzufuhr zu stoppen. „Die Kosten dafür müssen Verbraucher selbst tragen“, erklärt Rutschmann. „Wenn die Wärmepumpe und alle anderen Geräte aber mehr als 6.000 Kilowattstunden pro Jahr verbrauchen, lohnt sich die Investition.“ Ein moderner Stromzähler kostet rund 100 Euro im Jahr, ein Steuerungs-Gerät zusätzlich etwa 30 Euro jährlich. Dem stehen nach Berechnungen von Finanztip Einsparungen von rund 200 Euro pro Jahr gegenüber. Ist die benötigte Strommenge geringer als 6.000 Kilowattsunden, etwa weil zusätzlich eigener Solarstrom produziert wird, lohnt sich der zweite Zähler oft nicht. 

Wer Haus oder Wohnung mit einer Nachtspeicherheizung beheizt, kann auch ohne zweiten Stromzähler einen Nachstromtarif nutzen. Diese Tarife sind aber oft nur geringfügig günstiger als herkömmlicher Haushaltsstrom. Die Finanztip-Expertin rät deshalb in jedem Fall zur Investition: „Für Haushalte mit Nachtspeicherheizung lohnt sich der Einbau eines zweiten Zählers und eines Steuerungsgeräts fast immer.“ Mit zwei Zählern und einem Spezial-Tarif für den Heizstrom spart eine Familie in einer 80-Quadratmeter-Wohnung durchschnittlich 230 Euro im Jahr. Günstige Heizstrom-Tarife finden Verbraucher auf den beiden großen Vergleichsportalen Check24 und Verivox.  Quelle: Finanztip / sth

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Heizung & Warmwasser
news-6891 Wed, 26 Feb 2020 08:07:00 +0100 Tado-Studie bescheinigt Deutschland guten Dämmstandard https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/tado-studie-bescheinigt-deutschland-guten-daemmstandard-6891.html Im europäischen Vergleich verlieren Deutschlands Häuser nur wenig Wärme. Dies zeigt eine Studie des Münchner Unternehmens für intelligentes Raumklima-Management Tado. Die Studie wurde zwischen Dezember 2019 und Januar 2020 in 80.000 Haushalten durchgeführt, um Aufschluss über die Gebäudedämmung zu erhalten. Dabei wurde gemessen, wie groß der Wärmeverlust eines Hauses mit 20 ºC Innentemperatur bei einer Außentemperatur von 0º C über einen Zeitraum von fünf Stunden durchschnittlich ist. In Deutschland sank die Temperatur in diesem Zeitraum nur um 1 ºC, während die Temperatur in französischen Haushalten um 2,5 °C und in britischen sogar um 3º C fiel. Dies lässt sich Tado zufolge unter anderem dadurch erklären, dass die Gebäudesanierung in Deutschland seit Jahren ein wichtiges Thema ist. Häuser werden nach Industrienormen und Bauvorschriften errichtet. Vor allem auch die umfassenden Sanierungen nach der Wiedervereinigung und viele Neubauprojekte begründen den moderneren Gebäudebestand. Nur Norwegens Häuser sind effizienter; sie verloren im Schnitt sogar nur 0,9 ºC Wärme.

Doch trotz des stetig wachsenden energetischen Standards der Gebäude in Deutschland gibt es noch erhebliche Effizienzpotenziale, vor allem bei älteren Häusern. Sie verbrauchen bis zu fünf Mal mehr Energie als nach 2001 errichtete Neubauten. Zudem verbrauchen Haushalte neuerdings wieder mehr Energie.

„Gerade im Gebäudebereich wird bisher viel Potential zum Energiesparen vergeben. Durch die Digitalisierung und intelligente Algorithmen eröffnen sich hier ganz neue Möglichkeiten. Das Raumklima und der Einsatz von Ressourcen wird individuell genau an die Bedürfnisse der Bewohner angepasst. Zudem geben digitale Systeme wie beispielsweise smarte Thermostate den Nutzern mehr Transparenz über ihren Energieverbrauch”, erklärt Christian Deilmann, Mitgründer und CPO von Tado.

Die intelligenten Tado-Thermostate für Heizungen und Klimaanlagen sparen automatisch Energie, wenn keiner zuhause ist oder ein offenes Fenster erkannt wurde. Außerdem passt sich das System an die Wettervorhersage an, stellt ausführliche Echtzeit-Berichte zur Verfügung und gibt dem Nutzer Empfehlungen zur Verbesserung des Raumklimas. Seit Anfang des Jahres werden auch solche smarten Thermostate gefördert und können von der Steuer abgesetzt werden. Quelle: Tado / sth

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Heizung & Warmwasser
news-6901 Tue, 25 Feb 2020 10:47:37 +0100 Schüco verfolgt ehrgeizige CO2-Einsparziele https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/schueco-verfolgt-ehrgeizige-co2-einsparziele-6901.html Schüco, Anbieter von Fenstern und Fassadensystemen, will seine absoluten CO2-Emissionen bis 2025 um 30 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 2018 reduzieren. Die anspruchsvollen CO2-Minderungsziele, die Schüco gemeinsam mit dem WWF (World Wide Fund for Nature) für seine Geschäftstätigkeit erarbeitet hat, tragen dazu bei, die globale Erderhitzung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Das bestätigte jetzt die Science Based Targets initiative (SBTi), die Unternehmen beim Übergang in eine kohlenstoffarme Wirtschaft unterstützt. Umweltzertifizierte Gebäude, nachhaltige Energiekonzepte, mehr Energieeffizienz in der Herstellung von Materialien: Technisch betrachtet gibt es Schüco zufolge viele Möglichkeiten, um die CO2-Emissionen im Bausektor zu senken. Dennoch hinke die Branche deutlich hinterher, so das Unternehmen – sowohl den Minderungszielen der Bundesregierung als auch den wissenschaftsbasierten Klimazielen zur Begrenzung der Erderhitzung auf 1,5 Grad. Eine klimaverträgliche Bauweise sei aber dringend notwendig, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen.  

„Gebäude, die wir heute bauen oder unter energetischen Gesichtspunkten sanieren, werden über Jahrzehnte genutzt. Sie bestimmen also maßgeblich mit, wie viel Energie wir in Zukunft zum Wohnen und Arbeiten benötigen. Auch der Ressourcenverbrauch in der Bauphase schlägt dabei zu Buche. Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt zügig die richtigen Maßnahmen ergreifen“, sagt Andreas Engelhardt, persönlich haftender Gesellschafter der Schüco International KG. „Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner WWF haben wir analysiert, wie wir als Unternehmen zu diesem Richtungswechsel beitragen können. Ein Ergebnis davon sind klar definierte CO2-Minderungsziele. Wir freuen uns sehr, dass die SBTi diese Ziele nun verifiziert hat.“

Klimaneutralität ist für 2040 geplant

Konkret strebt Schüco an, seine absoluten CO2-Emissionen bis 2025 um 30 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 2018 zu reduzieren. Das Ziel bezieht gleichberechtigt die Emissionen aus der eigenen Produktion (Scope 1), der bezogenen Energie (Scope 2) sowie aus der Herstellung aller Vormaterialien, der Weiterverarbeitung und der Nutzung von Schüco-Produkten (Scope 3) ein. Darüber hinaus verfolgt das Unternehmen die Vision, bis 2040 keine klimaschädlichen Emissionen mehr zu verursachen. Grundlage dafür ist eine Klimabilanz über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg, die Schüco als eines der wenigen Unternehmen der Baubranche im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt hat.

Die hinter den Zielen stehenden absoluten CO2-Einsparungen wurden von der SBTi geprüft und als wissenschaftsbasiert anerkannt. Das heißt, dass sie dem Dekarbonisierungsgrad entsprechen, der aus Sicht der Klimawissenschaft erforderlich ist, um das 1,5-Grad-Limit einzuhalten. Damit gliedert sich Schüco in die Reihe der unternehmerischen Vorreiter in Deutschland ein – Unternehmen, deren Klimaziele ehrgeiziger sind, als die von der Bundesregierung vorgegebenen.

„Unternehmen spielen eine entscheidende Rolle, um die Klimaziele von Paris zu erreichen. Schüco sendet mit seinen Ambitionen ein starkes Signal, dass auch Unternehmen bereit sind, in der Klimakrise Verantwortung zu übernehmen“, sagt Eberhard Brandes, Geschäftsführender Vorstand des WWF Deutschland. „Der WWF begrüßt, dass Schüco mit seinem ambitionierten Minderungsziel Maßstäbe für die Baubranche setzt.“

Kreislauffähige Produkte und energieeffiziente Gebäudelösungen als Hebel

Im Laufe des Jahres wird Schüco die nun bestätigten Klimaziele in Kooperation mit dem WWF in konkrete Maßnahmen überführen und im Geschäftsalltag verankern. Den größten Hebel sehen die Partner dabei in der Bereitstellung von nachhaltigen, maximal energieeffizienten Gebäudelösungen. Dieser Ansatz umfasst den zielgerichteten Einkauf von Werkstoffen sowie die Produktion von nachweislich ressourcenschonenden und umweltfreundlicheren Produkten. Nachhaltigkeit bedeutet für Schüco außerdem, dass die Fenster-, Tür- und Fassadensysteme nach Ablauf der Nutzungsphase in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden. Das Unternehmen legt deshalb bei seinen Produkten großen Wert auf die Kreislauffähigkeit der eingesetzten Materialien und achtet in der Konstruktion zunehmend auf die spätere Trennbarkeit der Werkstoffe.

Seit 2011 erfasst Schüco seine klimarelevanten Emissionen auf Basis des GHG-Protokolls. Um künftig das volle Reduktionspotenzial auszuschöpfen, wird der Fenster- und Fassadenspezialist allen Unternehmensbereichen Verantwortung für die Umsetzung der Maßnahmen übertragen. Entsprechende Zielvereinbarungen sollen dabei die Motivation erhöhen, Energie- und Ressourcenverbräuche systematisch weiter zu minimieren.

Die Kooperation zwischen Schüco und dem WWF besteht seit Ende 2018 und wurde zunächst für drei Jahre vereinbart. Im Rahmen der Zusammenarbeit vereinen die Partner ihre jeweiligen Fachexpertisen, um unter anderem einen Beitrag dazu leisten, das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen. Die gemeinsam erarbeitete wissenschaftsbasierte Klimastrategie markiert für Schüco den ersten Meilenstein. Ein weiterer Schwerpunkt der Kooperation liegt auf der Erarbeitung von Maßnahmen für verantwortungsvolle Wertschöpfungsketten, um die Nachhaltigkeit in der Herstellung und dem Einkauf von Werkstoffen zu erhöhen. Quelle: Schüco / sth

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Dämmung & Fenster
news-6899 Tue, 25 Feb 2020 09:31:32 +0100 Coronavirus: Messe Light + Building wird auf September verschoben https://www.enbausa.de/lueftung/aktuelles/artikel/coronavirus-messe-light-building-wird-auf-september-verschoben-6899.html Die Messe für Licht- und Gebäudetechnik Light + Building wird auf den September verschoben. Als Grund nennt die Messe Frankfurt das unerwartete Auftreten von Covid-19 in Italien seit dem vergangenen Wochenende. Dieses habe eine neue Bewertung der Situation in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt erfordert. Die Kooperationspartner der internationalen Fachmesse, ZVEI und ZVEH, unterstützen das Vorgehen der Messe. Angesichts der Verbreitung des Coronavirus werde bei Durchführung der Light + Building eine mehrstufige gesundheitliche Prüfung von Messegästen aus China verlangt, die durch die Messe Frankfurt nur mit unverhältnismäßigem Aufwand realisiert werden könne, so die Messe in einer Presseerklärung. Hinzu kämen vermehrt Reiserestriktionen, die es potenziellen Besuchern wie Ausstellern erschweren, an der Messe teilzunehmen. Aus diesem Grund habe man sich für eine Verschiebung der Light + Building entschieden. Dieser Entschluss wird ebenfalls von den Kooperationspartnern der Light + Building, dem Fachverband Elektroinstallationssysteme sowie dem Fachverband Licht im ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) und dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) mitgetragen. Auch die wichtigsten italienischen Verbände unterstützen die Entscheidung. China und Italien stellen nach Deutschland sowohl die größte Aussteller- als auch Besuchergruppe.

Die Industrie habe deutlich gemacht, dass sie die Plattform zur Geschäftsanbahnung unbedingt braucht, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die aus der Light + Building resultierenden Chancen möchte die Messe Frankfurt für alle Marktteilnehmer noch in der laufenden Saison realisieren: Deswegen wird die Fachmesse verschoben und findet zwischen Mitte und Ende September 2020 in Frankfurt am Main statt. Quelle: Messe Frankfurt / sth

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Lüftung & Klima
news-6889 Tue, 25 Feb 2020 06:39:00 +0100 Absatz von Gasheizungen ist fünf Prozent gestiegen https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/absatz-von-gasheizungen-ist-fuenf-prozent-gestiegen-6889.html Gasheizungen waren 2019 erneut die erste Wahl bei Bauherren und Modernisierern – fast 80 Prozent haben sich für dafür entschieden. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) hervor. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 748.000 neue Wärmeerzeuger installiert. Dabei setzen immer mehr Deutsche auf Gasheizungen. Der Absatz von Wärmerzeugern mit Gas-Brennwerttechnik ist im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent angestiegen und erreichte somit ein neues Rekordhoch.

Besonders im Gebäudebestand liegt großes Klimaschutzpotenzial, denn deutsche Heizungen sind im Schnitt 17 Jahre alt, berichtet die Brancheninitiative Zukunft Erdgas. „30 Millionen Tonnen CO2 könnten jährlich eingespart werden, wenn man heute alle veralteten Wärmeerzeuger durch moderne Gasheiztechnik austauscht – und das zu sozialverträglichen Preisen. Die Ablösung von alten Ölheizungen wird seit Jahresbeginn stark gefördert, die Wärmewende kommt also in Schwung“, erklärt Dr. Timm Kehler, Vorstand der Brancheninitiative.

Um Verbraucher für das Potenzial der energetischen Gebäudemodernisierung zu sensibilisieren, hat Zukunft Erdgas die Heizungsmodernisierungsaktion „Raustauschwochen“ ins Leben gerufen. Während des Aktionszeitraums werden Modernisierer für den Einbau einer Gasheizung durch die teilnehmenden Energieversorger mit umfangreichen Prämien belohnt. So konnten der Initiative zufolge bereits mehr als 18.000 veraltete Heizungen durch moderne Gasheiztechnik ersetzt werden. Über die gesamte Lebensdauer würden dadurch mehr als 1 Million Tonnen CO2 eingespart.

Durch die innovative Brennstoffzellenheizung lasse sich der CO2-Ausstoß sogar noch weiter reduzieren, so Zukunft Erdgas weiter. Mit ihrer Hilfe könnten Hausbesitzer hocheffizient und emissionsarm Strom und Wärme erzeugen. Gleichzeitig habe sie gegenüber anderen Heiztechnologien die geringsten Energiekosten. Mehr als 9.000 Förderbescheide für die stationäre Brennstoffzelle wurden seit Beginn des Technologieeinführungsprogramms im Sommer 2016 bewilligt.

„Das Klimaschutzpotenzial der Heizungsmodernisierung hat endlich Rückenwind der Politik. Wir erwarten, dass immer mehr Kunden, die in der Nähe eines Gasnetzes wohnen, sich bei der Ablösung ihrer alten Ölheizung für eine moderne Gasheizung entscheiden. Rund jedes sechste Wohngebäude ist bislang nicht an das Gasnetz angeschlossen, obwohl es in einer Straße mit Gasleitung steht. Der Wechsel hin zu emissionsarmem Gas ist schnell getan und gleichzeitig gut für das Portemonnaie und die Umwelt, schließlich werden so bis zu 50 Prozent CO2 eingespart“, so Kehler abschließend. Quelle: Zukunft Erdgas / sth

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Heizung & Warmwasser
news-6888 Mon, 24 Feb 2020 09:44:04 +0100 EPS-Platten halten ökologischem Vergleich Stand https://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/eps-platten-halten-oekologischem-vergleich-stand-6888.html Für die Dämmung von Bauteilen, an denen Dämmstoffplatten eingesetzt werden können, ist expandierter Polystyrol-Hartschaum (EPS) aus ökologischer Sicht die beste Wahl. Das geht laut Industrieverband Hartschaum (IVH) aus der Studie "Ganzheitliche Bewertung von verschiedenen Dämmstoffalternativen" hervor, die das Ifeu-Institut und der Verband Natureplus durchgeführt haben. Die Ergebnisse der Studie wurden vergangene Woche im Rahmen des BauZ! Kongresses für zukunftsfähiges Bauen auf der Bauen & Energie Messe Wien präsentiert. In der Untersuchung werden nahezu alle Dämmstoffe in verschiedenen Bauteilen aus ökologischer Sicht unter Einbezug des ganzen Lebensweges inklusive Verwertung miteinander verglichen. Darunter sind Dämmplatten aus mineralischen, synthetischen sowie nachwachsenden Rohstoffen (Mineralfaser, Mineralschaum, Schaumglas, EPS, XPS, PU, Holzfaser). Im Ergebnis über alle betrachteten Umwelt-Wirkungskategorien und Indikatoren schneiden laut Studie die Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen in Einblas- oder Mattenform bauteilunabhängig am besten ab. Bei den plattenförmigen Dämmstoffen, die für Außenwand, schweres Flachdach und die Kellerwand außen benötigt werden, sind EPS-Platten die vorteilhafteste Option, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass am Ende der Lebensdauer eine stoffliche Verwertung stattfindet.

Serena Klein, Sprecherin der Geschäftsführung des Industrieverbandes Hartschaum (IVH): „Die Autoren heben die praktizierte Nachhaltigkeit von EPS hervor. So wird beispielswiese die Rücknahme und anschließende Weiterverarbeitung von sauberen Baustellen-Verschnittresten seit über 30 Jahren systematisch bei allen EPS-Herstellern des IVH grundsätzlich gleich erfolgreich durchgeführt. Ebenso werden bei der Produktion anfallende Abschnitte wiederverwertet.“ Aber auch bei der werkstofflichen Verwertung von Styropor-Abfällen aus Abbruch oder Rückbaumaßnahmen weise das Dämmmaterial ein Alleinstellungsmerkmal auf. Die im Rahmen der Initiative PolyStyreneLoop in den Niederlanden errichtete Industrieanlange ermögliche eine geschlossene Kreislaufwirtschaft für Alt-EPS – ein echtes Recycling im Sinne von Cradle-to-Cradle (C2C).

Die dort angewendete Verfahrenstechnik basiert auf dem CreaSolv-Verfahren, mit dem aus EPS aus Abriss- oder Umbaumaßnahmen das Basismaterial Polystyrol wiedergewonnen und erneut für die Dämmstoffproduktion eingesetzt werden kann. Gleichzeitig wird das im EPS enthaltene Flammschutzmittel in Einzelstoffe zerlegt, die dann einer neuen Nutzung zugeführt werden können.

Werden die EPS-Platten wie im Status Quo entsorgt haben sie "im Treibhauseffekt und fossilem kumulierten Energieaufwand je nach Anrechnung des energetischen Nutzens (etwas) schlechtere Werte auch als Mineralfaserplatten (Steinwolle) und teilweise Glaswollematten", heißt es in der Studie. Quelle: IVH / sth

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Dämmung & Fenster
news-6887 Mon, 24 Feb 2020 08:13:00 +0100 Klimapaket wirkt bislang vor allem bei Heizungen https://www.enbausa.de/heizung/aktuelles/artikel/klimapaket-wirkt-bislang-vor-allem-bei-heizungen-6887.html Der Deutsche Sanierungsindex Desax zeigt für den Januar einen sprunghaften Anstieg des Interesses an neuen Heizungen. Eine Erklärung könnten die höheren Fördersummen sein. Bei der Gebäudehülle gab es aber noch kein Plus. Die Werte für den DESAX lagen im Januar bei 376 für das Segment Heizung, bei 174 im Bereich Dach und Dämmung und bei 152 im Bereich Fenster. Der DESAX bildet ab, wie viele Menschen sich online Angebote in unterschiedlichen Segmenten der Gebäudesanierung einholen. Im Januar ist das Interesse an Sanierung auch in den vergangenen Jahren stets höher gewesen als in den Vormonaten. Ein so enormer Ausschlag wie bei den Heizungen ist allerdings ungewöhnlich.

Im Vorjahr lagen die Januarwerte bei Heizungen bereits auf einem Rekordhoch, damals aber bei 298. Die Januar-Werte des Vorjahres waren 161 bei Dach und Dämmung und  148 bei Fenstern. Hier fällt das Plus also deutlich weniger ins Gewicht. Das deutet darauf hin, dass die bessere Förderung aus dem Klimapaket derzeit vor allem dem Heizungsbereich zugute kommt. Die Investitionen dort sind geringer, die Erfolge auf der Kostenseite einfacher nachweisbar. Positive Effekte einer optimierten Gebäudehülle wie mehr Behaglichkeit scheinen die Kunden noch nicht zu überzeugen.

Der Sanierungsindex DESAX basiert auf einer Auswertung von Angebotsanfragen, die bei der Deutschen Auftrags-Agentur (DAA) eingehen. Basis des DESAX sind die Werte aus dem Jahr 2012. Ein Indexwert von 100 bedeutet also, dass genausoviele Anfragen eingegangen sind wie durchschnittlich 2012. Der Index wird gemeinsam von EnBauSa.de und Dämmen und Sanieren herausgegeben und soll für mehr Transparenz im Sanierungsmarkt sorgen. pgl

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Heizung & Warmwasser