2011 soll die Umstellung erfolgen

Energetischer Mietspiegel in Hamburg nimmt Form an

Mietspiegel können Energieverbrauch abbilden. © DBU

Mietspiegel sollen künftig die Energiebilanz eines Gebäudes mit berücksichtigen. In Darmstadt und einigen wenigen Städten ist dies bereits, in Hamburg ist es in Arbeit.

In Hamburg nimmt die Debatte um einen Mietspiegel, der Komponenten der Energieeffizienz beinhaltet, Form an. Der Hamburger Mietspiegel sei die Grundlage für die Preisbildung auf dem freifinanzierten Wohnungsmarkt, in den 2011 auch eine energetische Komponente einfließen müsse, sagte Matthias Kock von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt.

Energetische Standards von Wohngebäuden seien in zunehmendem Maße mietpreisbildend. Auch angesichts der enormen Energiepreissteigerung und der zwingend erforderlichen Reduzierung des CO2-Ausstoßes sei dies unumgänglich. Dabei werde das System des Tabellenmietspiegels nicht verlassen: Aufgeteilt nach Baualtersklassen, wolle man möglicherweise die energetischen Kennwerte nach Verbrauch als ein Wohnwertmerkmal erheben und ausweisen.

Zahlreiche Akteure versprechen sich von der Einbeziehung der Energieeffizienz eines Gebäudes in den Mietspiegel Anreize zur Sanierung. In Darnstadt gibt es seit einigen Jahren einen solchen Mietspiegel, allerdings mit einem anderen Modell. Dort dürfen auf die Kaltmiete nach Effizienz gestaffelte Aufschläge verlangt werden.

Die Forderung nach Mietspiegeln, die die Energiebilanz berücksichtigen, vertritt auch der Deutsche Mieterbund. Mietspiegel, die Komponenten der Energieeffizienz mit einbeziehen, müssten stärker gefördert werden, fordert Mieterbund-Präsident Franz-Georg Rips unlängst auf dem Energieeffizienzkongress der Dena in Berlin. pgl

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