Europäisches Parlament stärkt Lüftung im Gebäude

EU-Gebäuderichtlinie nimmt nächste Hürde

Modell der Gebäude des EU-Parlaments in Brüssel. © Ehlerding

Die führenden deutschen Verbände der technischen Gebäudeausrüstung begrüßen die Entscheidung des EU-Parlamentsausschusses für Industrie, Forschung und Energie ITRE zur Reform der europäischen Richtlinie zur Energieeffizienz von Gebäuden, die Themen Lüftung und Luftqualität verstärkt in die Gesetzgebung aufzunehmen. Kritik gibt es an den Regeln zur Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge.

Der maßgebliche Ausschuss des Europäischen Parlaments hat sich in seinem Kompromisstext darauf geeinigt, die Themen Luftqualität und Lüftung stärker in den Fokus der europäischen Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) zu rücken. Der Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung, der Fachverband Gebäude-Klima und der Herstellerverband Raumlufttechnische Geräte begrüßen die Einigung. Sie sprechen sich für eine rasche Fortführung des Entscheidungsprozesses im bevorstehenden Trilog zwischen der EU-Kommission, dem Europäischen Rat und dem EU-Parlament aus.

"Das EU-Parlament hat maßgebliche Anregungen der TGA-Branche zur EPBD übernommen", sagt Günther Mertz, Geschäftsführer der drei TGA-Verbände. Die gesetzlich vorgeschriebene energetische Inspektion von Lüftungsanlagen sei ein effektiver Weg, um nicht nur die Energieeffizienz der Lüftungsanlagen wirtschaftlich zu verbessern, sondern auch um thermischen Komfort und Innenraumluftqualität im Gebäude sicherzustellen.

Als unzureichend bewertet dagegen der Norwegische Elektrofahrzeug-Verband die jüngste Version der Gebäuderichtlinie in Bezug auf die Ladeinfrastruktur von Elektroautos. Sie sieht vor, dass in neuen Gebäuden mit mindestens zehn Stellplätzen wenigstens einer mit einer Lademöglichkeit ausgestattet sein soll – so wie im Vorschlag der Kommission. Zuvor hatte der Umweltausschuss in seiner Stellungnahme gefordert, es müssten drei von zehn Stellplätzen sein.

Dazu sagte der Sprecher der Norwegian Electric Vehicle Association, Petter Haugneland: "Richtig wäre, wenn in neuen Gebäuden jeder Stellplatz eine Lademöglichkeit hätte." In Oslo müsse einer von zwei Stellplätze in neuen Gebäuden eine Lademöglichkeit haben und die Verkabelung müsse auf eine komplette Versorgung ausgerichtet sein. Dies sieht allerdings auch die EU-Richtlinie vor. Quelle: TGA-Verband / sue

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