DEN: Energieberater sollten Corona-Lüftungskonzepte in Kitas und Schulen begleiten

Corona-Infektionsschutz und Energiesparen verbinden

Das Deutsche Energieberater-Netzwerk will den Corona-Infektionsschutz durch die Überarbeitung raumlufttechnischer Anlagen (RLT) verbessern und gleichzeitig Räumen in Kitas und Schulen energietechnisch optimieren. © Pixabay

Das Deutsche Energieberater-Netzwerk DEN will den Corona-Infektionsschutz durch die Überarbeitung raumlufttechnischer Anlagen (RLT) verbessern und gleichzeitig Räumen in Kitas und Schulen energietechnisch optimieren. DEN-Landessprecher Dietmar Rieth und DEN-Energieberater Uwe Neumann schlagen vor, effiziente Lüftungsgeräte mit hohem Energiesparpotential einzusetzen.

Ab Mitte Oktober soll die Förderrichtlinie „Bundesförderung Coronagerechte Um- und Aufrüstung von raumlufttechnischen Anlagen in öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten“ in Kraft treten. Die Förderung sieht Zuschüsse für die Um- und Aufrüstung stationärer raumlufttechnischer Anlagen vor, die dem Ziel dienen, den Infektionsschutz zu erhöhen. Insgesamt stehen hierfür 500 Millionen Euro bis 2024 zur Verfügung, davon 200 Millionen Euro im Jahr 2021. Die Förderung soll bis zu 40 Prozent der förderfähigen Ausgaben betragen, die bei 100.000 Euro gedeckelt sind. Gefördert werden RLT-Anlagen in Gebäuden und Versammlungsstätten von Ländern und Kommunen sowie von Trägern, die überwiegend öffentlich finanziert werden und nicht wirtschaftlich tätig sind. „Damit kann eine seit über zehn Jahren von uns als unabhängige Energieberater in allen Energiekonzepten für Schulen, Kitas, kommunale- und institutionelle Bürogebäude empfohlene Vorgehensweise endlich mit einer separaten Förderrichtlinie – über die bisherigen KFW Förderungen hinaus - in die Praxis umgesetzt“, sagt Dietmar Rieth.

Aus Sicht des DEN liege hier auch eine große Chance gleichzeitig energetische Sanierungen voranzutreiben sowie Energie und CO2 einzusparen. Effiziente Lüftungsgeräte wären im Hinblick auf die Klimaschutzziele für 2030 ein großes Energieeinsparpotenzial. Mit effizienter Wärmerückgewinnung bei einem Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent entstünden ökologische wie auch wirtschaftliche Vorteile gegenüber der Fensterlüftung, da keine Wärme ungenutzt an die Umwelt abgegeben wird.

Während der Planungen zur Sanierung müssten das zu verwendende Lüftungskonzept sowie die eingesetzten Anlagenkomponenten hinsichtlich der hygienischen und in Bezug auf die energetischen Anforderungen geprüft und auf die jeweiligen Nutzungsbedingen abgestimmt werden, so Rieth und Neumann. Im Idealfall würden die Planungen in ein energetisches Gesamtkonzept eingebunden. Dass die zu sanierenden Anlagen die an sie gestellten Anforderungen erfüllen können, solle die Anlage regelmäßig gewartet und instandgehalten werden. Für diese Planungsaufgaben bedürfe es erfahrener Fachleute, so die beiden Ingenieure. Qualifizierte Beratungen für solche energiesparenden Maßnahmen werden über die KFW gefördert, wenn die Energieberater als Energieeffizienz-Experten für diese Gebäudetypen gelistet sind. Quelle: DEN / al

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