Umsatz bei Heizungen mit Erneuerbaren rückläufig

Rekord bei Stromerzeugung mit Erneuerbaren

Beim Gesamtverbrauch an Strom, Wärme und Kraftstoffen steigt der Anteil Erneuerbarer über 10 Prozent. Der Umsatz bei Heizungen auf Basis Erneuerbarer war 2009 aber rückläufig.

Die Erneuerbaren Energien haben bei der Stromerzeugung erneut zugelegt. Das belegen Zahlen des Berichts "Erneuerbare Energien in Zahlen", des Bundesumweltministeriums. Die Stromerzeugung aus Wind, Biomasse, Wasser, Sonne und Erdwärme liegt mittlerweile bei einem Anteil von 16,3 Prozent (2008: 15,2 Prozent). Auch beim Gesamtverbrauch an Wärme, Strom und Kraftstoffen ist der Anteil der erneuerbaren Energien 2009 gestiegen und hat erstmals die 10-Prozent-Marke überschritten (10,4 Prozent nach 9,3 Prozent im Jahr 2008).

Getrübt wird das Bild jedoch, wenn man sich die Wärmeerzeugung durch Erneuerbare anschaut. Die ist nach wie vor von starken Schwankungen geprägt und vor allem von den Preisen für Öl und Gas abhängig. Sind die teuer, steigt die Nachfrage nach Eneuerbaren Wärmeerzeugern an. Nur noch bei jeder dritten Neuinstallation von Heizungen wurden 2009 Erneuerbare Energien mit verwendet. Im Vorjahr waren es noch 45 Prozent. Die Investitionen in Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien in Deutschland lagen bei 20 Milliarden Euro.

Das belegen auch die Umsatzzahlen für die Anlagen, die mit erneuerbaren Energien heizen für das erste Halbjahr 2010. Sowohl bei der Solarthermie als auch bei den Holzheizungen blieben die Umsätze in den ersten sechs Monaten 2010 deutlich zurück im Vergleich zum Vorjahr. Experten führen dies vor allem auf das Hin und Her beim Marktanreizprogramm zurück. Es gab eine Haushaltssperre, die im Mai 2010 zu einem Mittelstopp geführt hat. Sie wurde im Juli 2010 wieder aufgehoben. Anträge, die zwischen Mai und Juli gestellt wurden, mussten neu gestellt werden.

Die Branche versucht derzeit, die Politik von Vorschlägen zu einer haushaltsunabhängigen Finanzierung des Marktanreizprogramms über eine Erneuerbare-Wärme-Prämie zu überzeugen. Vor allem die Regierungsparteien sind davon aber nicht wirklich begeistert. Pia Grund-Ludwig

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