Heizung und Warmwasser
Quelle: Pia Grund-Ludwig

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Brüninghoff realisiert als Bauherr sein erstes ÖPP-Projekt in Hannover

Kita wird als Passivhaus gebaut

Eine Holzverschalung aus vorvergrauter sibirischer Lärche prägt die Außenansicht der Kindertagesstätte. © Brüninghoff

Im Rahmen eines ÖPP-Projekts (Öffentlich-private Partnerschaft) errichtet Brüninghoff derzeit für die Stadt Hannover eine achtgruppige Kindertagesstätte. Das Gebäude wurde als Passivhaus geplant. Das Konzept setzt auf eine nachhaltige, energieeffiziente und wirtschaftliche Bauweise.

Tragende Brettsperrholzwände bilden die Außenwände des Gebäudes. Die Wandelemente werden mit integrierten Fenstern im Werk vorgefertigt und in einem Stück auf die Baustelle geliefert. Der Aufbau der insgesamt 49 Zentimeter dicken Außenwände besteht von innen nach außen aus einer GK-Beplankung, einer Installationsebene, einer Wärmedämmung, der Brettsperrholzwände, einer Ebene aus WLG 032 Dämmung und Fassadenriegeln sowie einer diffusionsoffenen Fassadenfolie. Eine Lattung nebst Konterlattung bildet die Unterkonstruktion für die Holzverschalung aus sibirischer Lärche.

Die Innenwände bestehen aus Kalksandstein sowie Ortbeton und sind mit Innenputz sowie Wandbelägen versehen. Die Geschossdecken werden in Ortbeton ausgeführt und unterseitig mit einer Abhangdecke versehen, die Teile der Haustechnik aufnimmt. Oberhalb wurden Estrich und ein Bodenbelag aus Linoleum auf Elastikmatte aufgebracht. Das Dach besteht aus einer monolithischen Stahlbetondecke nebst Gefälledämmung und extensiver Begrünung. Das Gebäude ist auf einer Zerrplatte gegründet, die unter- und oberseitig gedämmt ist.

88 PV-Module auf dem Dach

Für die Haustechnik wird eine dezentrale reine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung verbaut. Die Geräte sind in der Abhangdecke der jeweiligen Räume untergebracht. Sie gewährleisten einen Mindestluftwechsel, der ein gutes Raumklima in der Kita sicherstellt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Fensterflügel nachts zu öffnen und eine Querlüftung über vorgelagerte, einbruchgesicherte Lüftungsgitter in der Fassade zu gewährleisten. Somit kann die Raumtemperatur in den Sommermonaten heruntergekühlt werden. Mit einer Photovoltaikanlage wird zudem auf die Nutzung erneuerbarer Energien gesetzt. 88 Photovoltaik-Module auf dem Dach erzielen hier eine Leistung von 30 Kilowatt-Peak. Die Heizungsanlage konnte aufgrund der gedämmten und dichten Bauweise niedrig dimensioniert werden. Der Jahresheizenergiebedarf der Kita beläuft sich auf knapp 14 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.

Um dem Brandschutz gerecht zu werden, wurde ein dreiseitiger Laubengang als umlaufender zweiter Flucht- und Rettungsweg geplant. Die Fenster verfügen über bestimmte Sperreinrichtungen und hoch angesetzte Griffe. Die Türen und Fenster sind mit einem Fingerklemmschutz ausgestattet. Die Verglasung besteht aus bruchsicherem Verbundsicherheitsglas.

Stadt kauft Kita von Bauherr

Brüninghoff ist bei dem Projekt Bauherr und übernimmt die schnittstellenübergreifende Gesamtkoordination der einzelnen Gewerke. Die Landeshauptstadt ist der Auftraggeber, der den Passivhausstandard vorgegeben hat. Ist das Gebäude nach der geplanten Bauzeit von anderthalb Jahren fertig, wird die Stadt Hannover das Gebäude vom Bauherren kaufen, der für Planung, Bau und Finanzierung zuständig ist sowie für die Wartungsarbeiten im Zuge der verlängerten Gewährleistung. Quelle: Brüninghoff / al

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