Zuschüsse verhindern Umstieg auf Erneuernbare

Grüne kritisieren Subventionen für Heizungstausch

Zuschüsse für Heizungstausch laufen weiter. © MHG

Die Bundesregierung hat 2017 fast 150 Millionen Euro an Zuschüssen für neue Öl- und Gasheizungen aus Steuermitteln vergeben. Dazu kommen rund 500 Mullionen Euro an vergünstigen Krediten für den Heizungstausch. Das stößt auf Kritik von Seiten Bündnis 90/ Die Grünen, die einen Ausstieg aus der Förderung für Heizungen auf Basis fossiler Energien favorisieren.

Auch 2018 gibt es Subventionen für den Heizungstausch: In den ersten vier Monaten wurden fast 22.000 Heizungen mit 53 Millionen Euro bezuschusst und 290 Millionen an Krediten vergeben.

Gleichzeitig gehen jedoch die Förderungen für den Tausch von Gas- und Ölheizungen seit Jahren zurück, so die Antwort auf eine kleine Anfrage der Fraktion. 2013 wurde der Tausch von 2.488 Ölheizungen bezuschusst, 2017 waren es noch 908. Bei den Gasbrennwertkesseln waren es 2013 eine Stückzahl von 15.279 Anlagen, im vergangenen Jahr 3.425. Auch die Kreditvoumina sind deutlich zurückgegangen. Eine Steigerung gab es beim Heizungspaket, das neben dem Tausch auch eine Optimierung der Heizung fordert.

Die Grünen kritisieren, dass Union und SPD  fossile Heiztechnik für weitere Jahrzehnte zementierten und den Umstieg auf Erneuerbare Energien verhinderten. "Es ist absurd, wenn die Bundesregierung auf die Frage nach den richtigen Technologien für die Energiewende im Wärmebereich auf den Markt verweist, während sie gleichzeitig den Heizungsmarkt mit Millionen-Subventionen zugunsten von Öl- und Gasheizungen verzerrt", kritisiert Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik. Quelle: Bündnis 90 / Die Grünen / pgl

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