Beim Wärmeverbrauch zeichnet sich noch kein Durchbruch ab

Gebäude bleiben harte Nuss bei der Energiewende

Im Heizungskeller ist die Energiewende noch nicht angekommen. © VdZ

Im Gebäudebereich wird es schwierig, die Ziele der Reduktion des Wärmeverbrauchs zu erreichen. Das zeigt der 5. Monitoringbericht Energiewende.

Das Bundeswirtschaftsministerium hat im 5. Monitoringbericht Energiewende auch eine Bilanz zum Einsatz Erneuerbarer Energien zur Wärmeerzeugung und zur Gebäudesanierung vorgelegt. Das Ministerium setzt dabei einen klaren Fokus auf Effizienz, um den Ausbau Erneuerbarer Energien auf Basis eines geringeren Verbrauchs zu realisieren.

Als wichtigste Herausforderungen nennt der Bericht bei der Effizienzpolitik das Voranbringen der Energieeffizienz im Gebäudebereich, die Etablierung der Energieeffizienz als Rendite- und Geschäftsmodell und die Erhöhung der Eigenverantwortlichkeit. Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch liegt derzeit bei 14,9 Prozent und soll 2020 bei 18 Prozent liegen.

Bei den insgesamt 22 zentralen Maßnahmen bleibt der Bericht vage und spricht in einigen wichtigen Bereichen von "Weiterentwicklung", ohne konkretere Schritte vorzuschlagen oder die bereits Bestehenden zu gewichten. So steht die Energiekampagne des Hotel- und Gaststättenverbands gleichgewichtet neben dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm. Angekündigt wird das Effizienzlabel für alte Heizungen.

Im Gebäudebereich, der ein eigenes Kapitel im Bericht hat, wird auf den ersten Blick offensichtlich dass es schwierig werden wird, die vorgegebenen Reduktionsziele zu erreichen. Der Wärmebedarf soll gegenüber 2008 bis 2020 um 20 Prozent sinken, bislang zeigt sich hier eher ein Oszillieren nach oben und unten als ein klarer Trend. Notwendig ist eine Reduktion um 2,1 Prozent, erreicht werden derzeit 1,7 Prozent. Außerdem ist der Primärenergiebedarf in Gebäuden 2015 wieder einmal gestiegen anstatt zu sinken. Auf die starken Schwankungen geht der Bericht nicht ein, sondern spricht vom "richtigen Pfad zur Reduktion des Primärenergiebedarfs".

Die zentralen Maßnahmen zeigen, dass es in diesem Bereich schwierig bleiben wird. An konkret greifenden Maßnahmen nennt der Bericht das Programm zur Förderung der Heizungsoptimierung durch hoch effiziente Pumpen und den hydraulischen Abgleich. Dessen Wirkung wäre direkt sichtbar, fällt aber kaum ins Gewicht. Relativ neu ist der individuelle Sanierungsfahrplan. Das ist aber ein Beratungsinstrument, das wenn überhaupt mittelfristig Erfolge bringt durch ein Aufeinanderaufbauen konkreter Schritte. von Pia Grund-Ludwig

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