Gebäude aus den 50er Jahren auf Passivhaus-Niveau saniert

Eidgenossen müssen nicht mehr heizen

Der Gebäudekomplex der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft aus den 1950er Jahre genügt den heutigen Bedürfnisse nicht mehr. © Schwarz Architekten Zürich

Der Gebäudekomplex der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft im Kanton Zürich wird nach umfassender Sanierung demnächst eingeweiht. Das Gebäude aus den 50er Jahren erfüllt nun den Minergie-Standard, der mit dem Passivhaus-Standard vergleichbar ist.

Der nüchterne Zweckbau wurde bei laufendem Betrieb saniert. Deshalb mussten die Arbeiten mit geringsten Immissionen für Wissenschaftler und Studenten stattfinden. Das administrative Hauptgebäude, Hörsaal und Labortrakt wurden mit einer Außenhülle aus Holz-Fertigelementen verkleidet und speziell gedämmt. Fenster und Fensterbänke wurden demontiert, neue Fenster mit 3-fach-Verglasungen und einem U-Wert von rund 0,9 eingesetzt. Die Dämmstärke beträgt rund 25 Zentimeter.

Ein intelligentes Wärme- und Lüftungssystem übernimmt die Steuerung der kompletten Gebäudetechnik. So kann die Abwärme der Kälteanlage zur Erwärmung des Warmwassers genutzt werden und die Abwärme des Abwassers wiederum vom Sanitärraum. Zudem wurde das ganze Dach komplett mit Solarpanelen belegt. Im Gebäude ist somit kein statisches Heizsystem mehr notwendig, denn die geringe Heizlast wird über die leicht erhöhte Zuluft-Temperatur abgedeckt.

Die Planer von Schwarz Architekten aus Zürich haben damit gezeigt, dass auch ein in die Jahre gekommener Gebäudekomplex zu einem Energiespargebäude aufgerüstet werden kann. In punkto Energieverbrauch ist er einem Neubau ebenbürtig. Quelle: wsl.ch / sue

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