Heizung und Warmwasser
Quelle: Pia Grund-Ludwig

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VdZ entwickelt Applikation für Fachhandwerker

App berechnet Kosten für Heizungstausch

Fachhandwerker können die App "Intelligent fördern" nutzen, um Investitionskosten berechnen zu lassen. © Anne Leipold

Die App "Intelligent fördern" soll es Fachhandwerkern und (Energie-)Beratern ermöglichen, schnell und unkompliziert die Kosten für den Heizungstausch zu berechnen. Dem Nutzer werden die Austauschkosten angezeigt, abzüglich der neuen BAFA-Förderung für Heizen mit erneuerbaren Energien und inklusive Einbau durch den Fachhandwerker.

Die App ist für Michael Pietsch, Präsident der VdZ, ein digitales Werkzeug für Fachhandwerker, mit sie prüfen können, ob der vom Kunden vorgesehene Heizungstausch förderfähig ist. "Als Ergebnis erhalten sie nicht nur die Aussage, ob und zu wie viel Prozent die neue Heizung staatlich bezuschusst wird", sagt Pietsch. Es würden außerdem die Investitionskosten abzüglich Förderprämie und Einbaukosten angezeigt. "Mit diesen "Restkosten" vor Augen wird dem Kunden transparent aufgeschlüsselt, welche finanziellen Mittel er zur Verfügung stellen muss und wie viel er vom Staat geschenkt bekommt", führt Pietsch aus. Zusätzlich steigere die App durch die passgenau aufbereiteten Informationen die Bekanntheit der neuen Fördermöglichkeiten im Handwerk und mache den Fachhandwerker fit für Beratungsgespräche über Förderhöhen beim Einbau von Heizungen mit erneuerbaren Energien.

Die Berechnung der tatsächlichen Investitionskosten ist laut VdZ einfach und bedürfe nicht mehr als vier Klicks. Zunächst wird das aktuelle Heizgerät angegeben. Hierbei hilft die hinterlegte Vorauswahl. Anschließend wird das neue Heizgerät ausgewählt. In Schritt drei werden die Investitionskosten eingetragen. Diese beinhalten den Gerätepreis und die Installationskosten. Zur weiteren Berechnung kann der Fachmann die hinterlegten Beispielkosten nutzen. Diese setzen sich zusammen aus einem Durchschnittspreis für den jeweiligen Gerätetyp sowie einem Durchschnittspreis für die Installation. Alternativ kann ein konkreter Wert angegeben werden. Die Durchschnittspreise basieren auf der Heiztechnik für ein Einfamilienhaus. Auch hier kann über das freie Eingabefeld für ein größeres Projekt kalkuliert werden. Im letzten Schritt wird die Förderung geprüft. Als Ergebnis wird eine Kostenaufstellung mit Angabe des Restbetrags für den Endkunden ausgespielt.

Hinweise für Antragsverfahren

Zudem biete die App weiterführende Informationen und Tipps für Fachhandwerker und (Energie-) Berater zum Thema Heizungsförderung und Heizungstausch, so der VdZ. Der Nutzer erhalte beispielsweise Hinweise zum Meistern des BAFA-Antragsverfahrens. Ein Überblick über weitere Fördermöglichkeiten wie etwa der steuerlichen Förderung oder über die Förderprogramme der KfW sowie zentrale Marketingargumente für den Heizungstausch gibt es zudem. Entwickelt wurde die App von der VdZ - Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik und ihren Mitgliedern entwickelt. Die Applikation ist ein Angebot der Verbraucherplattform "Intelligent heizen". Entwickelt wurde die VdZ-App zusammen mit Hottgenroth Software. Quelle: VdZ / al

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Kommentare (1)

  1. Koch norbert
    at 26.03.2020
    Als Energieberater habe ich heute die App installiert und auch gleich mal ausprobiert. Nachdem ich die Aktuelle Heizung auf "Neubau" gestellt habe, wird im nächsten Step abgefragt nach meinem wunsch für die neue Heizung. Hier fehlt aber komplett die Biomasseheizung. Es werden nur Auswahlmöglichkeiten für Öl oder Gas gegeben. Holzpellets oder Wärmepumpe fehlt hier komplett. Dies zeigt doch, dass hier eine Lobby im hintergrund steht, die nicht auf Erneuerbare Energien steht.
    Also ist die App sicher nicht zu empfehlen

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