Ungenutztes Effizienzpotential ist immer noch hoch

Büroinvestoren geben Wirtschaftlichkeit Vorrang

Investoren in Büroimmobilien legen großen Wert auf Wirtschaftlichkeit. © I. Lizarazo

Wirtschaftlichkeit ist immer noch das wichtigste Kriterium für Nutzer und Investoren von Büroimmobilien. Nachhaltigkeit und Effizienz gewinnen Relevanz. Das hat die Dena in einer Studie herausgefunden.

Befragt wurden Entscheidungsträger von 20 der wichtigsten Büroimmobilieninvestoren und von 20 großen Büroflächenmietern in Deutschland hinsichtlich der Themen Energieeffizienz, Nutzungsdauer und Sanierungszyklen. "Unsere Studie zeigt, dass bei Büroimmobilien noch viel ungenutztes Potenzial vorhanden ist, um den Energiebedarf von Nichtwohngebäuden zu senken. Insbesondere der Abbau von Investitionshemmnissen und das kontinuierliche Monitoring der Wirksamkeit von Effizienzmaßnahmen sind wichtige Schritte zum Gelingen der Energiewende", sagt Christian Stolte, Bereichsleiter Energieeffiziente Gebäude bei der Dena.

Es gibt in Deutschland insgesamt 323.700 Büro- und Verwaltungsgebäude mit 382,4 Millionen Quadratmetern Nutzfläche. Ihr Energieverbrauch beträgt zirka sechs Prozent des gesamten Gebäudesektors. Der durchschnittliche Energieverbrauch liegt bei 136 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.

Die hohe Nachfrage nach Investmentobjekten führt zu einem starken Wettbewerb unter den Investoren, sodass der Energiebedarf und der Energieverbrauch keine entscheidenden Kriterien beim Erwerb einer Büroimmobilie sind. Den Objektwert zu steigern, die Nebenkosten zu senken und die Flächen besser vermieten zu können: Dies sind die Hauptgründe für die energetische Modernisierung für die Investoren. Für die befragten Nutzer von Büroimmobilien hingegen sind Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte Teil ihrer Unternehmenskultur, sodass energetische Verbesserungen, wie beispielsweise die Umstellung auf LED-Beleuchtung, in der Regel von ihnen selbst umgesetzt werden. Der Imagegewinn und die Steigerung des Immobilienwertes sind für Nutzer die wichtigsten Argumente für eine energetische Sanierung.

Mit den gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen sind die befragten Investoren sehr unzufrieden, insbesondere hinsichtlich behördlicher Auflagen und finanzieller Fördermöglichkeiten. Von den Nutzern werden diese deutlich zurückhaltender und weniger kritisch kommentiert.

Die Studie verdeutlich auch, so das Fazit, dass weiterhinein insgesamt erheblicher Mangel an grundlegenden statistischen Daten zur Beschreibung des Bürogebäudebestands und seiner energetischen Qualität bestehe. Eine permanente Überprüfung der Umsetzung der Energiewende im Bereich der Büro-und Verwaltungsimmobilien könne nicht fortlaufend stattfinden. Quelle: Dena / pgl

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