Rohstoff MDI steht derzeit nicht ausreichend zur Verfügung

Lieferengpass bei Dämmung aus PIR und PUR

Hersteller von PUR-Produkten haben derzeit Lieferprobleme. © Puren

Engpässe bei der Produktion des Rohstoffs MDI sorgen derzeit für Lieferprobleme bei Dämmung auf Basis von PUR und PIR. Die Hersteller müssen teilweise Bestellungen zurückweisen und sich bei bereits angenommenen Lieferverträgen auf höhere Gewalt berufen.

Die Produktion des Rohstoffs erfolgt in großtechnischen Anlagen in Europa, Nordamerika und Asien. Diese seien in den vergangenen Monaten von technischen Störungen betroffen gewesen, außerdem hätten vorgesehene Wartungszyklen angestanden, so der Branchenverband IVPU auf Anfrage von EnbauSa.de. Bei einem Lieferanten aus den USA kam Hochwasser dazu. Zwei der Anlagen in Deutschland und den Niederlanden haben die Produktion wieder aufgenommen haben, so der IVPU weiter. Es können aber einige Wochen dauern, bis der Rohstoff wieder in ausreichender Menge zur Verfügung stehe.

Nachfrage nach PUR ist groß

Aufgrund der guten Baukonjunktur sei die Nachfrage hoch. MDI wird außer in PUR/PIR-Hartschaum-Dämmplatten auch in Montageschäumen, Klebstoffen und Farben sowie als Bindemittel für die Herstellung von Holzfaserdämmstoffen bei Herstellung im Trockenverfahren verwendet.

In Deutschland sind PU-Dämmstoffe seit einigen Wochen nur sehr eingeschränkt lieferbar. Die Hersteller haben begonnen, ihre Kunden darüber zu informieren. "Auch im Juni haben wir leider mit der Rohstoffknappheit zur Herstellung von PIR-Dämmplatten zu kämpfen. Wir gehen davon aus, dass wir aktuell lediglich 80 Prozent der benötigten MDI Menge zur Verfügung haben werden. Eine laufende Fertigung ist weiterhin nicht uneingeschränkt möglich", so Gerhard Einsele, Leiter Marketing und Vertrieb bei Bauder. Man werde versuchen, "laufende Flachdach- und Steildachbaustellen mit Material zu versorgen und auch die Läger unserer Partnerhändler im Auge zu behalten", sagte Einsele weiter. "Neben etwaigen Lieferverzögerungen können wir darüber hinaus auch verlängerte Bearbeitungszeiten bei der Angebotserstellung und Auftragsbestätigung nicht ausschließen", räumt Puren ein.

Mit einer Entspannung sei erst in der zweiten Jahreshälfte zu rechnen, so der IVPU, er könne aber keine genauen Angaben zur Lieferfähigkeit machen. pgl

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