Quelle: DEUTSCHE ROCKWOOL

Projekt

Förderprojekt der EU unterstützt Aus- und Weiterbildung in der Bauwirtschaft

Die Modernisierung und strategische Ausrichtung von Qualifikationen in der Bauwirtschaft ist das Ziel des EU- Projekts „Blueprint for Skills in Construction“. Bis Ende 2022 soll die Blaupause für die Ausarbeitung eines neuen sektoralen strategischen Ansatzes für die Aus- und Weiterbildung in der Bauwirtschaft entwickelt werden.

Dabei sollen die neuen internationalen Anforderungen bei der Energieeffizienz, Digitalisierung und der Kreislaufwirtschaft aufgenommen werden. Im nächsten Schritt sind dann Anpassungen an die Aus- und Weiterbildung im eigenen Land geplant.

Beteiligt sind 24 europäische Partner, überwiegend nationale Verbände sowie Akteure aus der Aus- und Weiterbildung in der Bauwirtschaft. Als größter und ältester Branchenverband für die Bauwirtschaft ist auch der Zentralverband Deutsches Baugewerbe in dem von der EU-Kommission mit vier Millionen Euro geförderten Projekt vertreten. Koordiniert wird das EU-Projekt durch die spanische Stiftung Fundación Laboral de la Construcción, eine gemeinsame Bildungseinrichtung der spanischen Regierung und dem dortigen Bauverband und der Gewerkschaft.

„Die Bauwirtschaft ist eine dynamische Branche: Die Megatrends Digitalisierung und Klimaneutralität stellen neue Anforderungen an die Fachkräfte in der Bauwirtschaft. Daher ist es richtig, dass wir mit dem Projekt ‚Blueprint for Skills in Construction‘ aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in die Aus- und Weiterbildungssysteme einbringen“, erklärte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, anlässlich einer in Berlin stattfindenden Fachtagung der Projektbeteiligten.

Pakleppa weiter: „Die baugewerblichen Unternehmen aus Mittelstand und Handwerk sind der Motor der Fachkräftesicherung in der Baubranche. Sie bilden über 75 Prozent der Auszubildenden aus. Die Einbeziehung neuer Kompetenzen und Qualifikationen in das System der dualen Ausbildung ist daher für uns ein zentrales Anliegen der nächsten Jahre.“

Das Projekt startete im Januar 2019 als Erasmus+-Initiative und Teil des Aktionsprogramms zu den Sector Skills Alliances. Verschiedene Ergebnisse sind bereits umgesetzt: Neben einer Analyse des Aus-Bildungsbedarf gibt es auf der Blueprint-Webseite (www.constructionblueprint.eu) eine interaktive Karte mit guten Beispielen für Aus- und Weiterbildungsangeboten. Nach unbürokratischer Registrierung steht interessierten Studenten, Baufachkräften, Lehrenden und Bildungsanbietern eine Serie von kostenlosen Online-Kursen zur Verfügung. Ab September 2022 wird ein Portal zu Qualifikationen und Fertigkeiten, das sog. European Construction Skills Observatory, zugänglich sein, das helfen soll, europaweit Qualifikationsangebot und -nachfrage zu antizipieren und abzustimmen.

Quelle: Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) / Delia Roscher

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