Alte Heizungspumpen sind Stromfresser

Alte Pumpen an Gas- oder Ölheizungen brauchen unter Umständen mehr Strom als ein Herd oder ein Kühlschrank. Eine alte Heizungspumpe verursacht in einem typischen Familienhaus innerhalb von 20 Jahren Stromkosten von 2.000 bis 3.000 Euro, eine moderne Pumpe zum Teil weniger als 300 Euro, so Angaben der Stiftung Warentest.

Die alten Pumpen in der Heizung sind mit 100 Watt meist zu leistungsstark, zwischen 10 und 25 Watt Leistung reichen völlig aus. Wenn Sie sich für die Installation einer Pumpe entscheiden, können Sie im Jahr knapp 100 Euro sparen. Der Austausch kostet zirka 500 Euro. Einsparungen sind auch mit geregelten Standardpumpen möglich, die Leistung und damit auch Stromverbrauch dem jeweiligen aktuellen Heizbedarf anpassen. Manchmal reicht es bei Pumpen, die mit mehreren Stufen arbeiten auch schon, die niedrigste Stufe einzustellen und zu testen, ob die Leistung ausreicht.

Zwar wird der Austausch der Heizungspumpe selbst seit dem 1. September 2010 nicht mehr von der KfW gefördert, aber der Einbau einer effizienten Umwälzpumpe ist Voraussetzung für Zuschüsse des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die Modernisierung der Heizung. Das heißt, dass Zuschüsse für eine neue Pelletheizung oder eine effiziente Wärmepumpe vom BAFA nur dann bewilligt werden, wenn nachgewiesen wird, dass gleichzeitig eine effiziente Heizungspumpe eingebaut wurde.  

In manchen Regionen wird der Austausch der Heizungspumpe durch den örtlichen Energiedienstleister gefördert. Es lohnt sich also, dort nachzufragen.

Mit Hocheffizienzpumpen für die Heizung lassen sich laut Herstellern wie Wilo oder Grundfos bis zu 80 Prozent der Antriebsenergie gegenüber Altgeräten einsparen. Vergleichsweise neu auf dem Markt sind dezentrale Pumpen. Anstelle der üblichen Heizungsventile zur Temperaturregulierung werden diese Minipumpen direkt an die Heizkörper gesetzt. Die lassen sich noch feiner abstimmen als geregelte Heizungspumpen. Gepumpt wird dann nur, wenn in einzelnen Räumen Wärme benötigt wird

So viel Strom verbraucht Ihre Heizungspumpe

Wenn Sie genau wissen möchten, wie viel Strom Ihre Heizungspumpe verbraucht, müssen Sie das Typenschild der Pumpe anschauen. Das ist meistens direkt vorne auf der Heizungspumpe. Darauf stehen mindestens der Hersteller (zum Beispiel Grundfos oder Wilo) und die Leistung in Watt. Bei Pumpen mit manueller Stufenschaltung steht auf dem Schild eine Tabelle mit der Leistung der jeweiligen Stufe. Bei einer Pumpe ohne Stufenschaltung ist nur ein Leistungswert zu sehen.

Um zu wissen, ob die Pumpe für die Heizung richtig dimensioniert ist, kommt es auf den Verbrauch an. Den können Sie mit unserem Pumpencheck ermitteln.

Vor dem Austausch der Pumpe sollten Sie einen hydraulischen Abgleich Ihrer Heizung vornehmen lassen. Dann kommen Sie vielleicht mit einer weniger stromfressenden Heizungspumpe aus.