Konstruktion erlaubt Trennung zwischen Dämmung und Fassade

Vorhangfassaden sind Warmfassaden

Die Vorhangfassade stellt eine leichte, nichttragende Außenwand dar, die in einem Bauteil Innenraum- von Außenklima über mehrere Geschosse hinweg trennt. Sie wird an einer hierfür vorgesehenen Unterkonstruktion am Tragwerk des Gebäudes befestigt. Geregelt sind Vorhangfassaden über die DIN EN 13830 Vorhangfassaden - Produktnorm.

Ausgeführt werden sie beispielsweise in Pfosten-Riegelbauweise, als Elementfassade oder als Doppelfassade. Vorhangfassaden gehören zu den Warmfassaden. Hier werden Witterungs- und Wärmeschutz von der einschaligen Fassadenkonstruktion übernommen.

Geregelt ist die VHF über die DIN 18516-1 Außenwandbekleidungen, hinterlüftet. Die Konstruktion setzt sich aus der Fassadenbekleidung, der Hinterlüftungszone, der Dämmung und der Unterkonstruktion zusammen. Voraussetzung ist ein statisch tragender Verankerungsgrund.

Die Erstinvestitionen sind zunächst etwas höher, werden jedoch durch eine hohe Lebensdauer und einen geringen Wartungs- bzw. Instandhaltungsaufwand ausgeglichen. Derzeit rechnet man mit Kosten zwischen 80 und 150 Euro pro Quadratmeter.

Vorgehängte hinterlüftete Fassade

Auch die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) wird vor die Tragstruktur eines Gebäudes gehängt. Bei ihr handelt es sich jedoch um eine Kaltfassade, bei der die mehrschalige Außenwandkonstruktion unterschiedliche Funktionen übernimmt.