Plusenergiehaus in Markdorf

Das mitten in der Kleinstadt Markdorf, nahe der Stadthalle und der Fußgängerzone gelegene kleine Einfamilienwohnhaus wurde komplett abgerissen und als Zweifamilienwohnhaus im Passivhausstandard wieder neu aufgebaut.

Das Gebäude beinhaltet eine kleinere Wohneinheit im Erdgeschoss mit 80 m2 und eine zweite etwas größere Wohneinheit mit 113 m2 im Ober- und Dachgeschoss. Beide Einheiten wurden durch eine Holzmassivdecke voneinander getrennt, um den erhöhten Schallschutzanforderungen gerecht zu werden. Dem Wohnbereich im Obergeschoss ist ein großer Balkon vorgelagert. Somit profitieren beide Wohneinheiten von der ruhigen, gut besonnten Lage und dem schönen Freibereich auf der Südseite.

Plusenergiehäuser haben im Gegensatz zu konventionellen Niedrigenergie- und Passivhäusern eine positive Energiebilanz: Sie erzeugen mehr Energie als sie verbrauchen.

Nach PHPP 2007 berechnete energetische Daten:

  • Energiekennwert Heizwärme: 15 kWh/(m²a)
  • Drucktest: 0,36 h-1
  • Primärenergiebedarf: 19 kWh/(m²a) (ohne Haushaltsstrom)
  • Primärenergiebedarf: 68 kWh/(m²a) (mit Haushaltsstrom)
  • Einsparung durch solaren Stom: 68-69 kWh/(m²a)
  • PV-Anlage-Nennleistung: 5,6 Kilowatt peak
  • Erträge: 6400 kwh Leistung pro Jahr

Daten und Fakten

  • Baujahr: 2008 - 2009
  • Bauzeit: 6 Monate
  • Standard: Passivhaus
  • Verbrauch: 15 kWh/m²a
  • Wohnfläche: 193 m² (inkl. Freisitze)
  • Umbauter Raum: 929 m³ (Gebäude)
  • "Plus-Energiehaus" durch 46 m2 grosse PV-Anlage
  • Heizung und Warmwasser: 5 m2 Solarkollektoren für Warmwasserbereitung, Restheizung über Pellets-Ofen
  • Lüftung: Kontrollierte Be- und Entlüftung, Aerex, Lüftungsgerät Reco-Boxx, kompaktes Wärmerückgewinnungs-Zentralgerät mit hocheff. Kreuz-Gegenstromwärmetauscher, energiesparenden Gleichstromventilatoren und elektronischer Konstantvolumenstromregelung für balancierten Lüftungsbetrieb. Leistung: 75m³/h-270m³/h
  • Dämmung: Zellulosedämmung, 36 Zentimeter in Wänden und im Dach
  • Konstruktion: Holzbau
  • Außenwand: Aufbau von: Streichputz, Gipskartonplatte 12,5 mm, OSB 15 mm, Dämmständer 360 mm mit Zellulose-Dämmung (040) 360 mm, DWD-Platte 16 mm, Stamisol-Folie UV-beständig, Lattung, horizontale Holzverkleidung bzw. TrespaplattenU-Wert = 0,12 W/(m²K)
  • Kellerdecke/ Bodenplatte: Betonplatte 180 mm, Dämmung WLG 040, 270 mm, Zementestrich 60 mm, Fliesen 10 mmU-Wert = 0,14 W/(m²K)
  • Dach: Aufbau von (i>a): Streichputz, Gipskartonplatte 12,5 mm, Lattung 30 mm, Intello (luftdichte Ebene), TJI-Träger 400 mm mit Zellulose-Dämmung (040) 400 mm, DWD 16 mm, Konterlattung 30 mm, Lattung 30 mm, Dachziegel, lU-Wert = 0,11 W/(m²K)
  • Fensterrahmen: Striegel, IV 80 mit Schaumkern, U-Wert Rahmen Uf= 0,85 W/(m²K), Uw-Wert = 0,93 W/(m²K) Verglasung: Wärmeschutzverglasung 3-fach 3x4 mm Floatglas 2x16 mm LZRUg-Wert = 0,7 W/(m²K) g-Wert = 60 %
  • Eingangstür: Fa. Striegel IV 80, mit großem Glasausschnitt