Photovoltaik macht Gebäude zum Kraftwerk

Die Nutzung von Solarenergie in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte. Wurden im Jahr 2008 rund 4,3 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Solarstrom auf deutschen Dächern und mit Freiland-Solaranlagen erzeugt, waren es 2012 bereits 28 Milliarden Kilowattstunden. Zurückzuführen ist der Solarenergie-Boom in Deutschland auf die garantierte Einspeisevergütung, die im Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG festgeschrieben ist. Zwar sind die garantierten Vergütungssätze für Solarstrom bereits seit einigen Jahren rückläufig, gleichzeitig sinken aber auch die Kosten von Photovoltaik-Anlagen.

Aktuelle Einspeisevergütung

Der Betrag, den die Netzbetreiber je Kilowattstunde ins Netz eingespeistem Solarstrom an den Betreiber einer Photovoltaik-Anlage zahlen, hängt von der Größe der Anlage und dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme ab. Seit 2012 ändert sich die garantierte Einspeisevergütung für Solarenergie monatlich. Die im Monat der Inbetriebnahme gültige Einspeisevergütung für den solar erzeugten Strom wird für die folgenden 20 Jahre zugesichert. Die Einnahmen, die mit dem Verkauf von Solarstrom erzielt werden können, lassen sich also sehr genau berechnen. » mehr

Leistung einer PV-Anlage

Die Leistung einer Photovoltaik-Anlage wird in Watt peak (Wp) beziehungsweise Kilowatt peak (kWp) angegeben. Dabei steht peak für die Spitzenleistung der Solarstrom-Anlage. Die Größe kWp beschreibt die Leistung von Solarmodulen unter genormten Testbedingungen. Festgelegt sind diese mit 1.000 Watt solarer Einstrahlungsleistung auf einem Quadratmeter Fläche, Temperatur der Zelle 25 Grad Celsius und Air Mass = 1,5. Letzteres heißt, dass der Sonnenstrahl auf seinem Weg das 1,5fache der Atmosphärendicke der Erde durchdringt. All diese Bedingungen sind in der Realität selten. Die reale Leistung weicht also von den Nennwerten ab.

In unseren Breitengraden können mit einer 1 kWp-Photovoltaik-Anlage etwa 700 bis 1.200 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr erzeugt werden. Der durchschnittliche jährliche Stromverbrauch eines Vier-Personen-Haushalts in Deutschland liegt bei etwa 4000 kWh.

Standort und Ausrichtung entscheiden über den Ertrag

Die produzierte Menge Strom (kWh) aus Solarenergie in Photovoltaik-Anlagen hängt hauptsächlich vom regionalen Standort in Deutschland, von der Ausrichtung der Photovoltaik-Module (Himmelsrichtung) und vom Aufstellungs-Neigungswinkel ab. Die optimale Modulausrichtung ist nach Süden mit einer Neigung von zirka 25 bis 38 Grad - abhängig vom Breitengrad des Standortes. Auch bei größeren Abweichungen können Photovoltaik-Anlagen durchaus wirtschaftlich arbeiten. Einige Städte bieten ihren Bewohnern Solarkataster an, mit denen sie im Internet mit nur wenigen Klicks feststellen können, ob sich ein Dach für die Nutzung der Solarenergie mittels Fotovoltaik oder Solarthermie eignet. » mehr

Komponenten einer PV-Anlage

Photovoltaik-Module gelten als wartungsarm und sind äußerst robust. Die Lebensdauer wird von Herstellern mit durchschnittlich 30 bis 40 Jahren angegeben. Weiterhin werden diverse Garantien auf Produkte (2 bis 5 Jahre) und Leistung (meist 90 Prozent auf 10 Jahre und 80 Prozent auf 25 Jahre) gegeben. Zu beachten ist, dass die verwendeten Module für den deutschen Markt zugelassen sind und am besten eine europäische Zertifizierung vorweisen. Nur dann wird im Ernstfall eine Garantie durch den Hersteller übernommen. Weitere unverzichtbare Komponente einer PV-Anlage ist ein Wechselrichter. » mehr

Regeln der Technik sollten eingehalten werden

Wer darauf achtet, dass bei der Installation seiner Photovoltaik-Anlage die Regeln der Technik eingehalten werden, ist auf der sicheren Seite. Damit Laien beurteilen können, ob Solarteure die Regeln der Technik tatsächlich einhalten, hat der Bundesverband Solarwirtschaft BSW den Photovoltaik-Anlagenpass eingeführt. » mehr

Regelmäßige Wartung sichert Erträge

Auch wenn eine PV-Anlage nach der Installation in der Regel viele Jahre problemlos läuft, sollte der Betreiber regelmäßig auf die Erträge schauen. Bei einem Defekt - etwa vom Wechselrichter - gehen diese sofort zurück. Wer das nicht sofort bemerkt, verschenkt bares Geld. » mehr

Batteriespeicher auf dem Vormarsch

Bei Neuanschaffung einer Photovoltaikanlage ist es sinnvoll, über die Ergänzung der Anlage mit einem Batteriespeicher nachzudenken. Bei steigenden Strompreisen ist der Eigenverbrauch von Solarstrom unter Umständen eine lohnende Strategie. Die Preise für Solarstromspeicher sind in den vergangenen zwei Jahren drastisch zurückgegangen. » mehr