Brennwert-Technik mit Öl und Gas

Heizungen mit Brennwert-Technik nutzen nicht nur die Wärme, die im Kessel erzeugt wird, sondern zusätzlich auch die aus dem Abgas. Die im Wasserdampf gebundene Wärme wird mittels Kondensation gewonnen. Somit kann der Energiegehalt des Brennstoffs fast vollständig genutzt werden. Die VdZ nennt Wirkungsgrade von Gasbrennwertheizungen und Ölbrennwertheizungen von bis zu 98 Prozent, der Einspareffekt gegenüber einem älteren Kessel liege dabei bei 30 Prozent. In Verbindung mit Solarthermie zur Warmwasserbereitung könnten sogar 40 Prozent Energie eingespart werden. Förderprogramme machen auch bei bereits bestehenden Anlagen den Tausch erschwinglich.

Geringer Aufwand

Welche Heizung gewählt wird hängt auch davon ab, welche Energieträger zur Verfügung stehen. Als Energieträger bei einer Heizung mit Brennwert-Technik kommen Öl oder Gas zum Einsatz, wobei auch Biokraftstoffe genutzt werden können. Die Kosten für eine Heizung mit Gas-Brennwertkessel liegen zwischen 4.500 und 6.000 Euro, für einen Ölbrennwertkessel etwa 1.500 Euro höher.

Brennwert-Technik spare auf lange Sicht Kosten und schone die Umwelt, sagt der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH). Er berechnet, dass die CO2-Emissionen bei einer Gas-Brennwertheizung mit solarer Heizungsunterstützung gegenüber einem alten Standardkessel um bis zu 55 Prozent geringer sind.

Nach Ansicht der VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V. ist eine Heizung mit Brennwert-Technologie die preisgünstigste und wirtschaftlichste der modernen Heizungstechniken, da für ihre Installation der geringste Aufwand notwendig ist. Teile des alten Heizsystems können weiter genutzt werden. Brennwertanlagen entsprechen dem Stand der Technik und werden in Neubauten mittlerweile überwiegend eingesetzt.