Eigenverbrauch von Solarstrom bringt zwei Prozentpunkte mehr

Rendite stimmt trotz geringerer Einspeisevergütung

Trotz reduzierter Einspeisevergütung liegt die Rendite bei Fotovoltaikanlagen zwischen 7 und 9 Prozent.

Eine Fotovoltaik-Aufdachanlage mit drei Kilowatt Maximalleistung, die ab Juli 2010 ans Netz geht, erwirtschafte bei einer durchschnittlichen Sonneneinstrahlung von 900 Kilowattstunden je Kilowattpeak über eine Laufzeit von 20 Jahren zwar einen um 2.500 Euro geringeren Reingewinn als mit den alten Tarifen, so Berechnungen des Europressediensts. Doch die Rendite liege damit immer noch bei mehr als sieben Prozent. Positive Auswirkungen hätten dabei auch die neuen Eigenverbrauchsregelungen. Bei einem Anteil von 30 Prozent selbstverbrauchtem Solarstrom könne der Betreiber einer typischen 3-KW-Dachanlage die Rendite bei 20 Jahren Laufzeit im Vergleich zur Volleinspeisung um ein bis zwei Prozentpunkte auf über neun Prozent erhöhen. Schafft es der Betreiber, den Anteil an selbstverbrauchtem Solarstrom auf 50 Prozent anzuheben, katapultiert er seine Rendite sogar jenseits der Zehn-Prozent-Marke. Dabei unberücksichtigt ist die Ersparnis, die dadurch entsteht, dass die Strompreise in den nächsten 20 Jahren weiter steigen werden. Die Regelungen zum Eigenverbrauch sind aber nicht unumstritten. Einige Experten warnen davor, dass sie bestehende Lastspitzen verschärfen. Andere sehen sie als Chance für die Netzbetreiber, sich mit der zunehmenden Last aus der solaren Einspeisung auseinanderzusetzen. Für 2010 gehen Marktforscher in Deutschland von einem Gesamtmarkt von sechs bis acht Gigawatt aus, nachdem 2009 noch 3,8 Gigawatt erreicht wurden. pgl

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