EVEU kritisiert Eckpunktepapier des Umweltministeriums

Röttgen will Sanierungspflicht ausweiten

Bundesumweltminister Norbert Röttgen plant nach Angaben des Handelsblatts eine Verschärfung der Nachrüstungspflicht. Da gleichzeitig die Förderprogramme gestrichen werden sollen, erntet er Kritik des Energieberaterverbands EVEU.

Ginge es nach Plänen des Bundesumweltministers Norbert Röttgen, sollen künftig unter anderem die Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern nicht mehr von der Nachrüstungspflicht für ältere Gebäude ausgenommen werden. Das berichtete das Handelsblatt am 21. August 2010. Dem Wirtschaftsblatt liegt ein 25-seitiges Eckpunktepapier des neuen Energiekonzeptes der Bundesregierung vor. Der Energieberaterverband Europäischer Verband der Energie- und Umweltschutzberater (EVEU) kritisiert diese Maßnahme. Vor allem der Zeitpunkt der Ankündigung stößt dem Verband sauer auf, läuft doch zum 30. August auch die Förderung elementarer Programme der KFW aus. "Die Verpflichtung für die Bürger auszuweiten und gleichzeitig alle Förderprogramme zu streichen und zu kürzen ist mehr als unglaubwürdig und wirft kein gutes Licht auf die Ernsthaftigkeit der Klima- und Umweltpolitik der Bundesregierung", ließ der Geschäftsführer des EVEU, Franz Sedlmeier, verlauten. Da ein geringer Energieverbrauch und Kostenoptimierung sowieso im Interesse von Eigenheimbesitzern liege, sei es unsinnig, diese durch neue Regelungen zu erzwingen. Der EVEU plädiert stattdessen für eine höhere Beständigkeit bei den Förderprogrammen und fordert die Abkopplung der Maßnahmen von der gegenwärtigen Haushaltslage, um Handlungs- und Investitionssicherheit zu gewährleisten. Paul-Jasper Dittrich/pgl

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