KfW streicht Programmteile aus "Energieeffizient Sanieren"
Berlin. Wer Einzelmaßnahmen Dämmung, Heizungserneuerung, Fensteraustausch oder Lüftungseinbau plant und mit einer Förderung im Rahmen des KfW-Programms "Energieeffizient Sanieren" mit der Nummer 152 gerechnet hat, muss sich sputen: Schon zum 31. August 2010 stellt die KfW die Förderung der Einzelmaßnahmen ein. Bis dahin sollten Förderanträge gestellt werden, damit noch die Chance auf einen zinsgünstigen Kredit in Höhe von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit besteht. Zum gleichen Zeitpunkt eingestellt wird das Programm 430. Dieses sieht einen Zuschuss für den Kauf eines sanierten Hauses oder einer Eigentumswohnung, die dem Standard eines KfW-Effizienzhauses entsprechen oder für eine umfassende Sanierung vor, die Wohneigentum zum KfW-Effizienzhaus machen. Auch einzelne Sanierungsmaßnahmen oder deren effektive Kombination werden noch bis Ende August bezuschusst. Je nach erreichtem KfW-Effizienzhaus-Standard beträgt der Zuschuss bis zu 13.125 Euro pro Wohneinheit.
Eine weitere Kürzungsmaßnahme betrifft das Programm "Energieeffizient Sanieren – Sonderförderung" (Programm-Nummer 431). Hier werden ebenfalls zum 31. August 2010 wesentliche Teile eingestellt. Betroffen davon ist etwa die Förderung für Maßnahmen zur Optimierung der Wärmeverteilung wie der Einbau effizienter Heizungspumpen oder funkgesteuerten Thermostaten sowie Maßnahmen zum Abbau von Nachtstromspeicherheizungen. Die ebenfalls in diesem Programmteil angesiedelte Förderung der qualifizierten Baubegleitung bei Sanierungsmaßnahmen wird der KfW zufolge weiterhin angeboten. Für die Antragstellung in der Sonderförderung haben Wohnungs- und Hauseigentümer noch bis zum 30. November Zeit. Allerdings müssen die Maßnahmen bis 31. August durchgeführt worden und die Schlussrechnungen gestellt sein.
Nachfrage nach Förderangeboten war unerwartet hoch
"Wir wollen die Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen im Wohngebäudebereich mit zinsverbilligten Krediten und Zuschüssen fortführen. Deshalb konzentrieren wir uns auf die Förderung von KfW-Effizienzhäusern", begründet KfW-Sprecherin Eske Ennen die Streichung der Programmteile. Ziel sei eine möglichst hohe CO2- und Energieeinsparung. Daher bleibe das Förderangebot der KfW-Effizienzhäuser für Neubau und Sanierung in der Kredit- und Zuschussvariante unverändert bestehen. Ennen zufolge war die Nachfrage nach den Förderangeboten im ersten Halbjahr 2010 unerwartet hoch. "Wir haben fünf Milliarden Euro Fördergelder zugesagt, 2009 waren es im ersten Halbjahr nur 3,7 Milliarden." Dabei habe die Anpassung der KfW-Förderkonditionen an die Energieeinsparverordnung 2009, die in Stufen erfolgte, zu Sondereffekten geführt. "Vor jedem Anpassungstermin gab es einen besonders großen Andrang", so Ennen.
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