SMA meldet Lieferschwierigkeiten bei Wechselrichtern

Studie: Einspeisevergütung führt zu Run und Einbruch

Die Einspeisevergütung ist umstritten, das könnte zu einem kurzfristigen Run auf Fotovoltaik und anschließenden Katzenjammer für die Solarbranche führen. Wechselrichter werden schon knapp.

In der ersten Jahreshälfte wird die Nachfrage nach Fotovoltaikanlagen um 40 Prozent höher ausfallen als erwartet, so die Marktbeobachter Simon-Kucher and Partners. Sie gehen von Installationen in Höhe von 600 Megawatt aus. Das entspräche einem Umsatzvolumen von 1,9 Milliarden Euro. Es werde massive Vorzieheffekte aufgrund der Debatte um die Reduzierung der Einspeisevergütung geben. Dann werde das Volumen einbrechen, vermutet Philip Grothe, Partner bei Simon-Kucher. Er rät den Solarunternehmen zu Investitionen in Marketing und Vertrieb, um die Flaute bewältigen zu können. Parallel dazu meldet SMA, ein großer Hersteller von Wechselrichtern, bereits jetzt Lieferengpässe. Die hatte es bereits während der letzten Umsatzralley für Fotovoltaik Ende 2009 gegeben. Die Nachfrage nach den Produkten sei durch die Debatte um die Einspeisevergütung enorm gestiegen, so SMA. Außerdem gebe es derzeit eine enorme Verknappung von elektronischen Bauteilen und Halbleitern auf dem Weltmarkt, deshalb könne man nicht in geplantem Umfang fertigen. Man wolle die Kapazitäten hochfahren, aber die Liefersituation bleibe bis Ende des zweiten Quartal kritisch, meldet SMA. Dann dürfte sich die Lage aber sowieso entspannen, wenn wie bislang vorgesehen die erste Phase der Reduzierung der Einspeisevergütung zum 1. Juli in Kraft tritt. Nach den bisherigen Plänen gibt es dann 16 Prozent weniger für Solarstrom vom Dach, aber mehr für eigenverbrauchten Strom. pgl

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