Einschaltgeschwindigkeit mit 1,5 m/s vergleichsweise gering

Kleinwindkraftanlage zur Selbstmontage auf dem Dach

Der Savonius-Rotor von MRT Wind ist für die Aufdachmontage gedacht. © MRT Wind

Die Kleinwindkraftanlage für die Dachmontage des Allgäuer Unternehmens ist auf einen jährlichen Stromertrag von knapp 1700 Kilowatt ausgelegt. Dazu muss der Wind durchschnittlich mit 4 Metern pro Sekunde wehen.

Eine Kleinwindkraftanlage für die Dachmontage, die bereits ab einer Windgeschwindigkeit von 1,5 Metern pro Sekunde Strom erzeugt, bietet das Unternehmen MRT Wind aus dem Allgäu an. Die Nennleistung der Vertikalachsanlage WG 100 beträgt 1,3 kW. Die meisten Kleinwindkraftanlagen in dieser Leistungsklasse schalten sich erst bei Windgeschwindigkeiten über 2,5 Metern pro Sekunde ein. Es gibt aber auch Anlagen, deren Einschaltgeschwindigkeit ebenfalls unter 2 Metern pro Sekunde liegt. Ein Beispiel ist die Airvvin Vertical R1K der Kölner Axeptor AG mit einer Einschaltgeschwindigkeit von 1,6 m/s.

Das Besondere am Generator aus dem Allgäu ist der kompakte Aufbau. An einer zwei Meter hohen Leichtmetall-Stange sind insgesamt 20 Kunststoffschaufeln befestigt. Diese 50 Zentimeter breiten Windfänger sind spiralförmig angeordnet um die senkrecht stehende Welle. Geliefert wird ein fertiger Bausatz aus Windradsegel, Generator, Wechselrichter und Gehäuse, der sich dem Hersteller zufolge innerhalb eines Tages selbst auf dem Dach eines Hauses installieren lässt. Die 1,3 kW-Variante kostet 7.000 Euro, die leistungsfähigere Version mit 4,0 kW Leistung 10.000 Euro.

Damit ist die Kleinwindkraftanlage deutlich teurer als große Windkraftanlagen oder Fotovoltaikanlagen, die sich inzwischen mit unter 2.000 Euro je kW Leistung errichten lassen. Allerdings zielt MRT Wind mit seinen Kleinanlagen auf die Dachinstallation etwa in Innenstädten. Hier spielt das System die Vorteile einer Vertikalachsanlage voll aus – lautloser Betrieb und Unabhängigkeit von der Windrichtung.

Die Kleinwindkraftanlage WG 100 ist auf eine jährliche Stromgewinnung von 1.680 Kilowattstunden Strom ausgelegt, die sie laut MRT Wind bereits bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von vier Metern erreicht. Auf einem Hausdach in Finning am Ammersee erbringe eine solche Anlage einen Jahresertrag von knapp 1.700 Kilowattstunden, in Kempten bei durchschnittlich fünf Metern pro Sekunde seien es knapp 2.200 Kilowattstunden. 

Quelle: MRT Wind GmbH / sth

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