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Einspeisevergütung macht Fotovoltaik attraktiv

Nahaufnahme einer Photovoltaikanlage. © BSW-Solar.
Ein Teil der Sonnenstrahlung wird in elektrische Energie umgewandelt. © BSW-Solar.

In Deutschland wird weltweit am meisten Strom mit Fotovoltaik produziert. Allein 2008 stieg die Menge des fotovoltaisch produzierten Stroms um 40 Prozent auf 4,3 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Der Anteil an der deutschen Stromerzeugung lag damit bei einem halben Prozent. Zurückzuführen ist der Boom auf die garantierte Einspeisevergütung. Die neueste Fassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vom Januar 2009 sieht eine Degression der Einspeisevergütung vor. Zudem sichert sie auch Anlagenbetreibern, die den erzeugten Strom selbst verbrauchen, eine ganrantierte Vergütung zu.

Installation von Fotovoltaik bedarf guter Planung

Bei richtiger Konzeption sind Fotovoltaikanlagen eine gute Kapitalanlage. Im Sommer 2009 haben die Finanzexperten der Stiftung Warentest Renditen um die 7 Prozent errechnet. Dazu sind jedoch bei der Planung der Anlage verschiedene Punkte zu beachten.

Aktuelle Vergütungssätze

Derzeit wird die Einspeisevergütung für 20 Jahre zugesichert. Das Anschlussjahr bestimmt die Höhe der Vergütung. Daher gilt meist: Je später die Erstinbetriebnahme erfolgt, desto geringer ist die zugesicherte Mindestvergütung.

Die Leistung einer Fotovoltaik-Anlage wird in Watt peak (Wp) beziehungsweise Kilowatt peak (kWp) angegeben. Dabei steht peak für die Spitzenleistung der Fotovoltaik-Anlage. Die Größe kWp beschreibt die Leistung von Solarmodulen unter genormten Testbedingungen. Festgelegt sind diese mit 1000 Watt Einstrahlungsleistung auf einem Quadratmeter Fläche, Temperatur der Zelle 25 Grad Celsius und Air Mass = 1,5. Letzteres heißt, dass der Sonnenstrahl auf seinem Weg das 1,5fache der Atmosphärendicke der Erde durchdringt.

All diese Bedingungen sind in der Realität selten. Die reale Leistung weicht also von den Nennwerten ab. In unseren Breitengraden können mit einer 1 kWp-Fotovoltaik-Anlage etwa 700 bis 1200 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr erzeugt werden. Der durchschnittliche jährliche Stromverbrauch eines Vier-Personen-Haushalts in Deutschland liegt bei etwa 4000 kWh.

Standort und Ausrichtung entscheiden über Energieausbeute - Solarkataster helfen

Die produzierte solare Strommenge (kWh) in Fotovoltaik-Anlagen hängt hauptsächlich vom regionalen Standort in Deutschland, von der Ausrichtung der Fotovoltaik-Module (Himmelsrichtung) und vom Aufstellungs-Neigungswinkel ab. Die optimale Modulausrichtung ist nach Süden mit einer Neigung von zirka 25 bis 38 Grad - abhängig vom Breitengrad des Standortes. Auch bei größeren Abweichungen können Fotovoltaik-Anlagen durchaus wirtschaftlich arbeiten.

Einige Städte bieten ihren Bewohnern Solarkataster an, mit denen sie im Internet mit nur wenigen Klicks feststellen können, ob sich ein Dach für Fotovoltaik oder Solarthermie eignet.

 

Verschiedene Fotovoltaik-Module stehen zur Wahl

Fotovoltaik-Module gelten als wartungsarm und sind äußerst robust. Die Lebensdauer wird von Herstellern mit durchschnittlich 30 bis 40 Jahren benannt. Weiterhin werden diverse Garantien auf Produkte (2 bis 5 Jahre) und Leistung (meist 90 Prozent auf 10 Jahre und 80 Prozent auf 25 Jahre) gegeben. Zu beachten ist, dass die verwendeten Module für den deutschen Markt zugelassen sind und am besten eine europäische Zertifizierung vorweisen. Nur dann wird im Ernstfall eine Garantie durch den Hersteller übernommen.

Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Modul-Arten, von denen einige noch in der Entwicklung sind.

Wechselrichter komplettiert die Fotovoltaik-Anlage

Um den von den Fotovoltaik-Modulen erzeugten Strom optimal ins Netz des Energieversorgers einzuspeisen, ist ein leistungsfähiger Wechselrichter sowie die richtige Auslegung zur Nutzung der optimalen Leistungsbereiche, erforderlich. Wechselrichter stellen das Bindeglied zwischen den Fotovoltaik-Modulen auf dem Dach und dem öffentlichen Stromnetz dar. Diese wandeln den produzierten Solarstrom von Gleichstrom in Wechselstrom um.

Die Wechselrichter (WR) haben in der Regel eine Gewährleistung von 5 Jahren. Eine Verlängerung auf 10 Jahre ist bei vielen Anbietern gegen Aufpreis möglich. Für einen Austausch der Wechselrichter sollten angemessene Rücklagen gebildet werden.

Laufende Überwachung ist geboten

Ob die Fotovoltaikanlage richtig läuft, ist einer der wichtigsten Punkte, die der aufmerksame Betreiber immer im Blick haben sollte. Wie viel die Fotovoltaikanlage an Strom produziert, kann man mit einem Blick auf den Einspeisezähler feststellen. Warum die ständige Kontrolle so wichtig ist, liegt auf der Hand. Jede produzierte Kilowattstunde bedeutet bares Geld für den Betreiber. Der Solarenergieförderverein hat auf seiner Internetseite einige Anlagenbetreiber aufgeführt, die ihre Daten bekanntgeben.

Einhaltung von Technikregeln senkt Versicherungsprämie

Die Mannheimer Versicherung hat 7 Regeln der Technik erarbeitet, an die sich Installateure bei der Errichtung von Fotovoltaikanlagen halten sollten. Werden diese Regeln eingehalten, sind die Versicherungsbedingungen meist günstiger.

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