Kaum noch PV-Module und Wechselrichter zu haben
Tübingen. Zwar ist es für die Solarstrombranche nichts Neues, dass die Nachfrage zum Jahresende anzieht, aber 2009 ist die Jahresendrally bei Fotovoltaik-Modulen und Wechselrichtern besonders ausgeprägt. Und sie begann deutlich früher als 2008. Inzwischen sind kaum noch Module zu haben. Der Installateur, der doch noch welche ergattert, steht als nächstes vor dem Problem, an Wechselrichter heranzukommen. Die waren dieses Mal schon vor den Modulen knapp.
"Die Nachfrage ist buchstäblich explodiert. In dieser Form war der sprunghafte Anstieg für uns nicht absehbar", berichtet Sandra Christiansen, Sprecherin von Wagner und Co. Solartechnik. "Bei Wagner kommen Neubestellungen auf eine Warteliste und werden nach Eingang abgearbeitet", berichtet Rolf Schmidt von der Tübinger Installationsfirma Suntech. Auch anderswo sei es äußerst schwierig, an Fotovoltaikmodule und Wechselrichter zu kommen. Und wenn noch etwas zu haben sei, dann zu deutlich erhöhten Preisen. "Die Einkaufspreise nähern sich den Endkundenpreisen an", so Schmidt, dessen Leute derzeit nahezu pausenlos auf Dächern in und um Tübingen herum im Einsatz sind.
Sowohl Schmidt als auch Christiansen empfehlen Hausbesitzern, die derzeit eine Fotovoltaikanlage auf ihrem Dach planen, sich auf 2010 zu konzentrieren. "Wir empfehlen, jetzt Beratungstermine zu vereinbaren, damit 2010 frühzeitig installiert und so möglichst lange von der Einspeisevergütung für 2010 profitiert werden kann", sagt Christiansen. In den milden Wintern hierzulande sei auch eine Montage im Januar oder Februar denkbar. Allerdings sollten die Interessenten frühzeitig einen Installationsbetrieb buchen. Und bei den Beratungsterminen Geduld aufbringen. Da die Handwerker derzeit stark ausgelastet sind, seien kurzfristige Termine eher die Ausnahme.
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