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Fachbuch gibt Anwendungsbeispiele und beleuchtet Forschung

BINE informiert zu großen Solarwärmeanlagen

12.08.2013, 07:10

Kollektoren auf Dächern
Neues Stadtquartier "Am Ackermannbogen" in München mit solar unterstütztem Nahwärmesystem: Die Kollektoren sind im Mittel um 18,5 Grad geneigt und leicht nach Südosten ausgerichtet. © Welter, Stadt München

Die Technik solarthermischer Anlagen für große Gebäude und Wohnsiedlungen ist inzwischen marktreif, kommt aber noch immer viel zu selten zum Einsatz. Dabei muss der Ausbau der Solarwärme-Erzeugung in Deutschland annähernd verdoppelt werden, um die von der Bundesregierung im Nationalen Aktionsplan für Erneuerbare Energien festgelegten Ziele zu erreichen. Ausbaupotenziale bieten sich vor allem im Mietwohnungsbereich, in Hotels, Krankenhäusern, Altenheimen, Gewerbebetrieben, aber auch in Wohnsiedlungen. Das neu erschienene BINE-Fachbuch "Solare Wärme für große Gebäude und Wohnsiedlungen" bietet einen fundierten Überblick über Anlagentechnik, Systemauslegung, Wirtschaftlichkeit und ausgewählte Pilotanwendungen in diesen Anwendungsbereichen.

Es arbeitet die Erfahrungen der Förderprogramme "Solarthermie-2000" und "Solarthermie2000plus" kompakt auf und widmet sich aktuellen Entwicklungen wie Zukunftsperspektiven. Die Autoren des ersten Teils, der sich mit "Solaranlagen in großen Gebäuden" befasst, sind Professor Elmar Bollin und Klaus Huber vom Lehrstuhl für Gebäudeautomation, Haustechnik und Solartechnik an der Fachhochschule Offenburg. Der zweite Teil "Solar unterstützte Nahwärme und saisonale Wärmespeicher" stammt von Dirk Mangold, Institutsleiter von Solites - Steinbeis Forschungsinstitut für solare und zukunftsfähige thermische Energiesysteme. Ihm oblag die wissenschaftliche Programmleitung für solare Nahwärme und saisonale Wärmespeicher des bundesweiten Förderprogramms Solarthermie2000 plus.

Die Breitenförderung solarthermischer Systeme konzentrierte sich bislang auf Solarwärmeanlagen in Ein- und Zweifamilienhäusern. Das große Potenzial im Mietwohnungsbereich, in Hotels, Krankenhäusern, Altenheimen, Gewerbebetrieben, aber auch in Wohnsiedlungen ist dagegen kaum erschlossen – trotz beachtlicher Fortschritte in der Technologieentwicklung. Die für große solarthermische Anlagen entwickelte Systemtechnik wurde inzwischen in über 50 Pilot- und Demonstrationsanlagen erprobt.

Die solar unterstützte Nahwärme mit Langzeit-Wärmespeichern ist die zweite Technologie in diesem Bereich. "Sie bedeutet den Einstieg in eine dauerhaft zukunftsfähige Wärmeversorgung größerer Liegenschaften oder ganzer Siedlungen. Ihre technische Umsetzung ist für viele Beteiligte jedoch oft noch Neuland und verursacht moderate Mehrkosten im Vergleich zu konventionellen Nahwärmesystemen", fasst Dirk Mangold zusammen. Die ersten Pilotanlagen gingen 1996 in Betrieb und brachten inzwischen den erfolgreichen Nachweis der Funktionsfähigkeit beziehungsweise der Umsetzung im Siedlungsmaßstab. Quelle: BINE Informationsdienst / sth

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