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Projekte in Frankreich und Deutschland gestartet

Solaraufzüge finden Einzug in Wohnhäusern

27.05.2015, 08:30

In Frankreich ist ein mit Solarenergie betriebener Aufzug in Betrieb genommen worden, in Deutschland stattet Schindler derzeit ein Neubauprojekt nördlich von Hamburg mit Aufzügen aus, die allein mit Solarkraft betrieben werden können.

Mit dem Batteriesystem brauche der Aufzug Gen2 Switch im Betrieb weniger Strom als eine Mikrowelle, sagt Otis, das den Aufzug im französischen Réze in der Nähe von Nantes installiert. Er ist mit vier Solarmodulen auf dem Dach des Gebäudes verbunden und soll im Schnitt zu 80 Prozent mit PV-Energie arbeiten. Bei Ausfällen der Solarmodule wird das verbaute Batteriesystem eingeschaltet, das bis zu 100 Fahrten im Gebäude ermöglicht. Die Antriebsvorrichtung gestattet es, dass die vom Aufzug generierte Energie in den Batterien gespeichert wird.

Schindler hat einen Solaraufzug als Pilotanlage seit mehr als zwei Jahren in Barcelona in Betrieb und installiert demnächst sieben Aufzüge in einem Neubau der Baugenossenschaft Adlershorst. In den kommenden zwei Jahren entstehen dort 108 barrierefreie Wohnungen im KfW-Standard 55.

Die Installation der ersten Aufzüge ist in der zweiten Jahreshälfte geplant. Der Schindler 3300 Solaraufzug lässt sich zu 100 Prozent mit Solarenergie betreiben. Fehlt Sonne, greift der Aufzug auf den eingebauten Energiespeicher zu, der aus der Solaranlage oder aus einer Spannungsversorgung mit 230 Volt gespeist wird. Auch Bremsenergie kann in den Speicher fließen, das ist sonst nur bei größeren Anlagen möglich. Je nach Projekt kosten die Aufzüge noch zwischen 15 und 30 Prozent mehr als konventionelle Anlagen. Der Vorteil ist allerdings die höhere Verfügbarkeit bei einem Stromausfall im Gebäude. Einsatzbereich für Anlagen dürfte vor allem dort sein, wo Bauherren Wert legen auf Nachhaltigkeitszertifikate. pgl 

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