Fensterintegrierte Lüftung wird zur Alternative

Tübingen. Fensterintegrierte Lüftungssysteme sind auf dem Vormarsch, bieten sie doch die Möglichkeit, Bestandsgebäude vergleichsweise einfach nachzurüsten. Im Gegensatz zu einfachen Fensterfalzlüftern, durch die Frischluft einströmt und die bei Überschreiten eines bestimmten Winddrucks schließen, kommen vermehrt Fenster oder Fenstersysteme mit integrierten Lüftungsgeräten mit Wärmerückgewinnung auf den Markt.
Gleich zwei dieser Systeme sind im Januar auf der Messe Bau 2011 im Rahmens des Preises für Produktinnovation "Praxis Altbau" ausgezeichnet worden: VentoTherm von Schüco und die Gemeinschaftsentwicklung der Profine Group und Zehnder PremiVent.
"Fensterintegrierte Lüftungssysteme stellen in Altbauten eine interessante Alternative zum Einbau zentraler oder dezentraler Lüftungsgeräte dar", bestätigt Professor Peter Müller, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer des Europäischen Testzentrums für Wohnungslüftung TZWL. Im jüngst erschienenen TZWL-Bulleting, das rund 130 Geräte auflistet, sind die Geräte dennoch nicht zu finden. "Wir testen und veröffentlichen nur die Geräte, bei denen die Hersteller das wünschen", sagt dazu Müller, der sich sicher ist, dass sich das bald ändern wird.
"Wir werden den Test durch das TZWL schnellstmöglich nachholen", bestätigt Sven Seidel, der bei Schüco im technischen Innendienst für VentoTherm verantwortlich zeichnet. Das fensterintegrierte Zu- und Abluftsystem mit Luftfilter ist bereits seit 2008 auf dem Markt. Zuletzt habe das Interesse stark zugenommen, nicht zuletzt aufgrund der neuen Verpflichtungen, die mit der Veröffentlichung der DIN 1946-6 einhergehen. Die Zuwachsrate bei den abgesetzten Einheiten zwischen 2008 und 2010 beträgt Seidel zufolge 400 Prozent. Die tatsächliche Stückzahl zähle jedoch zu den Firmeninterna.
Bei Lüftungsgeräten mit Wärmerückgewinnung werden zur Beurteilung der Effizienz oft unterschiedliche Angaben gemacht. Die einen Hersteller geben den Wärmerückgewinnungsgrad an, andere den Wärmebereitstellungsgrad. Laut Peter Müller, Geschäftsführer des Europäischen Testzentrums für Wohnungslüftung TZWL, gibt der Wärmerückgewinnungsgrad an, welche Wärmemenge aus der Abluft gewonnen wird. |
|---|
Kommentar schreiben
Eine Verwendung dieses Textes durch Dritte ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich. Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.
Meldung vom





