Raumwärmebedarf liegt derzeit bei 131 kWh/qm

Energieschleudern werden weniger

Der Raumwärmebedarf sinkt leicht. © VdZ

Der Energieverbrauch für Raumwärme in Deutschlands Mehrfamilienhäuser ist 2010 um 2,3 Prozent gefallen.

Der Energieverbrauch in Deutschlands Mehrfamilienhäuser sinkt seit Jahren deutlich. Zu diesem Ergebnis kommt der Ista-IWH-Enerfieeffizienzindex für die Abrechnungsperiode 2010.

Gegenüber dem Jahr 2009 ist der Energiebedarf für Raumwärme bundesweit um 2,3 Prozent gesunken. Im Jahresmittel betrug der Rückgang 2,4 Prozent seit 2005. In den Alten Ländern gab es Nachhholbedarf bei der Sanierung des Gebäudebestands. Der wurde teilweise behoben, es kam zu einer stärkeren Reduzierung des Wärmebedarfs in den westlichen Bundesländern, und hier besonders im Süden der Republik.

Starke Reduzierungen des Energiebedarfs gab es aber nicht nur dort, wo bislang viel Energie verbraucht worden ist. Am südlichen Oberrhein, in den Regionen Regensburg, Oberland oder München gab es gute Ausgangswerte, aber dennoch hohe Einsparungen. Nachgeholt haben Regionen wie Schleswig-Holstein-Ost, der mittlere Oberrhein, Starkenburg oder Emscher-Lippe. Sie starteten auf hohem Niveau und liegen nun auf Bundesdurchschnitt. Mit durchschnittlich 131.1 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche liege der Energieverbrauch immer noch weit weg von den Klimazielen der Bundesregierung, so die Studie.

Grundlage des ista-IWH-Energieeffizienzindex sind Energieverbrauchskennzahlen, berechnet nach dem Verfahren VDI-3807. Der Index enthält daher ausschließlich den Endenergieverbrauch für Raumheizung. Die Berechnung der regionalen Kennwerte erfolgt dabei in mehreren Schritten. Zunächst werden gebäudespezifische Energieverbrauchskennzahlen errechnet. Grundlage sind dabei die eingesetzten Rohenergiemengen für Raumwärme, die mit ihrem Heizwert multipliziert den gebäudespezifischen absoluten Heizenergieverbrauch einer Abrechnungsperiode in Kilowattstunden abbilden. Die so ermittelte Energiemenge für Raumheizung wird danach um die regionalen klimatischen und witterungsbedingten Einflüsse der betreffenden Periode bereinigt und durch die beheizte Wohnfläche des Gebäudes dividiert. Die so berechneten Energiekennzahlen werden im Anschluss für Raumordnungsregionen aggregiert.

Quelle: IWH / pgl

Eine Verwendung dieses Textes ist kostenpflichtig. Eine Lizenzierung ist möglich.
Bitte nehmen Sie bei Fragen Kontakt auf.

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

(wird nicht veröffentlicht)

Bitte tragen Sie hier die im Bild dargestellte Zeichenfolge ("Captcha") ein.
Dies dient der Vermeidung von Spam.

CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.