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Grüne: "Tropfen auf den heißen Stein"

Verbände begrüßen Label für alte Heizungen

16.08.2015, 09:48

Der Gesetzentwurf für ein Label für alte Heizungen liegt vor. In der Heizungsbranche stößt er auf Zustimmung, Bündnis 90 / Die Grünen monieren, das sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Der Spitzenverband des deutschen Heizungsbauerhandwerks, der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), und der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) begrüßen die vom Bundeskabinett getroffene Entscheidung, das Effizienzlabel für Heizungsaltanlagen umzusetzen. "Von den in Deutschland installierten 20,5 Millionen Heizungsanlagen entspricht nur etwa ein Viertel dem Stand der Technik", so Manfred Greis, Präsident des BDH. "Das neue Bestandslabel für Altanlagen ist ein gutes Instrument, um den bisher schleppenden Modernisierungsmarkt im Heizungsbereich in Schwung zu bringen". Das deutsche Heizungsbauerhandwerk stehe in den Startlöchern, zum einen, um das Heizungslabel anzubringen und zum anderen, um moderne energieeffiziente Heizungsanlagen einzubauen, so Manfred Stather, Präsident des ZVSHK.

Beide Verbände begrüßen, dass das Label für den Betreiber einer Altanlage kostenlos ist und dass auf Zwangsmaßnahmen bei der Heizungsmodernisierung verzichtet wird. Wichtig sei es nun, dass mit dem Ausstellen des Labels auch eine neutrale Beratung über die technischen Möglichkeiten neuer Heizsysteme sowie über die Möglichkeit der Einkopplung von erneuerbaren Energien erfolge. Zudem müsse über Möglichkeiten der Förderung durch KfW und BAFA informiert werden.

"Der Sanierungsstau im Heizungskeller ist seit Jahren der große Verhinderer für eine nachhaltige Energiewende. Die Effizienznoten sollen an das Gewissen der Verbraucher appellieren, überalterte, ineffiziente Geräte auszutauschen", befürwortet Karl-Heinz Stawiarski, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wärmepumpe, die Gesetzesinitiative.

"Das geplante neue Label für alte Heizungen ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein", meint dagegen Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik bei Bündnis 90 / Die Grünen. Bunte Aufkleber allein reichten nicht aus, die Energieeffizienz im Wärmemarkt voranzubringen. "Insbesondere Vermieter werden dadurch keinen ausreichenden Anreiz bekommen, alte Kessel auszutauschen, die derzeit noch – auf Kosten ihrer Mieter – zu viel Energie verbrauchen", so Verlinden weiter. Die Bundesregierung habe den Kern der EU-Energieeffizienz-Richtlinie bisher nicht zufriedenstellend umgesetzt. "Sie kann nicht sicherstellen, dass in Deutschland jährlich mindestens 1,5 Prozent Energie eingespart werden. Damit riskiert die Bundesregierung nicht nur hohe Strafzahlungen, sondern gefährdet auch das Gelingen der Energiewende." Die Grünen fordern eine massive Förderung von Quartierssanierungen besonders dort, wo viele einkommensschwache Haushalte zur Miete wohnen. Für Hauseigentümer eigne sich eine ausführliche Beratung wie ein Sanierungsfahrplan deutlich besser zur Planung der Erneuerung der Heizungsanlage als ein Aufkleber, meint Verlinden. pgl

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