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Filter ist für kleine Anlagen geeignet und nachrüstbar

Filtersystem für Holzheizung reinigt sich selbst

25.08.2009, 06:29

Kuhrmann, Böhm, Rawe
Die Erfinder: Hermann Kuhrmann, Tobias Böhm und Julius Rawe (v.l.n.r.).

Wissenschaftler der Fachhochschule Gelsenkirchen haben einen kleinen, kompakten Feinstaubfilter für Holzfeuerstätten erfunden. Das Besondere: Der Filter reinigt sich selbst, lässt sich nachrüsten und eignet sich auch für kleine Anlagen und ist besonders sicher.  

Feinstaub, der bei der Verbrennung von Biomasse – etwa von Holzpellets und Hackschnitzeln – entsteht, muss gemäß den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten mit entsprechenden Filtern aus dem Abgas entfernt werden. Bisher gab es solche Filter mit entsprechenden Sicherheitsstandards allerdings nur für große Holzfeuerstätten mit einer Kapazität von weit über 50 Kilowatt wie sie etwa in Mehrfamilienhäusern vorkommen.  

Im Labor für Immissionsschutz der Fachhochschule Gelsenkirchen haben Tobias Böhm, Hermann Kuhrmann und Julius Rawe einen nass reinigenden Elektrofilter erfunden, der sich für Holzfeuerstätten mit einer Leistung ab 15 Kilowatt bis 150 Kilowatt und damit auch für Einfamilienhäuser eignet.

Als "AL-Top" wird das Filtersystem nun bei der Kamener Firma Schräder in Serie gehen. Dem Lizenznehmer für die Serienproduktion zufolge sind auch Strom- und Wasserverbrauch des Systems vergleichsweise niedrig. Die Filterverschmutzung werde über eine spezielle Druckmessung erfasst. Sei ein bestimmter Schwellenwert erreicht, werde der Filter mit Sprühwasser gereinigt, so dass die bei anderen Elektrofiltern erforderliche manuelle Reinigung und Entsorgung des Staubs entfalle. Nach der Reinigung nehme der AL-Top automatisch wieder den Betrieb auf. 

Der AL-Top werde bereits stark nachgefragt, heißt es weiter. "Besonders groß ist das Interesse von Biomassekesselherstellern aus dem In- und Ausland", sagt Miterfinder Tobias Böhm. sth

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