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Knapp 60 Prozent fordern ehrgeizigeres Vorgehen

Bürger stehen positiv zur Energiewende

10.11.2014, 08:15

Haaggasse in Tübingen
In einer Umfrage finden knapp 70 Prozent eine bessere Gebäudedämmung wichtig. © Baumann

Es gibt eine hohe Zustimmung zur Energiewende. 85 Prozent der Befragten finden es gut, dass Energie künftig überwiegend aus Erneuerbaren erzeugt wird. Eine deutliche Mehrheit von knapp 60 Prozent findet sogar, dass die Energiewende noch beschleunigt werden sollte. Das sind die Ergebnisse einer Umfrage, die Stiebel Eltron in Auftrag gegeben hat.

Spannend sind die Gründe, die die Befragten angeben. Am wichtigsten war ihnen, die Energiekosten zu senken, gefolgt von der Unabhängigkeit von Öl- und Gasimporten. Klimaschutz und CO2-Einsparungen wurden als weniger wichtig bezeichnet. Das ist eine zwiespältige Botschaft. Sie ist positiv, da die Bürgerinnen und Bürger auf konkreten Nutzen für sich durch die Energiewende bauen in Form geringerer Heiz- und Stromkosten. Das kann aber andererseits bedeuten, dass die Zustimmung bei zurückgehenden Preisen für fossile Energieträger wieder kippt. Bereits heute haben 58 Prozent bei der Umfrage angegeben, gerne mehr zur Energiewende beitragen zu wollen, sich das aber nicht leisten zu können.

Zwei Drittel gaben an, so viel Strom und Wärme wie möglich selbst erzeugen zu wollen. Die Frage der Selbstversorgung und Unabhängigkeit von Importen dürfte auch durch die Ukraine-Krise befeuert werden.

Interessant waren auch die Aussagen dazu, wo die größten Kosten entstehen. Eine deutliche Mehrheit war der Meinung, dass dies bei Strom sei und hatte die in der Regel viel höheren Heizkosten nicht im Blick. Spannend auch die Antworten auf die Frage, wo im Detail man sich vorstellen kann, Energie zu sparen. Eine große Rolle spielt erwartungsgemäß der Stromsektor, da er auch im Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung steht. Erstaunlich aber die Unterschiede bei Optionen der Gebäudesanierung. Nur 43 Prozent halten den Austausch der Heizung für wichtig, knapp 70 Prozent eine bessere Gebäudedämmung. Angesichts des anhaltenden Dämm-Bashings ist das verwunderlich. Immerhin 50 Prozent halten die Anschaffung einer Solaranlage für wichtig. pgl

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