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Experten sehen auch bei Erneuerbaren Bedarf an mehr Impulsen

Bei Primärenergie werden die Klimaziele weit verfehlt

19.11.2015, 08:30

Eine Expertenkommission hat den Monitoring-Bericht Energie der Bundesregierung bewertet. Das Urteil ist relativ klar: In vielen Bereichen muss nachgelegt werden, wenn die selbst gesteckten Ziele noch erreicht werden sollen, vor allem in der Gebäudesanierung.

Deutschland muss einen nationalen Beitrag erneuerbarer Energien zum Bruttoendenergieverbrauch von 18 Prozent im Jahr 2020 erfüllen. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch ist aber 2014 gegenüber 2013 nur geringfügig auf 13,5 Prozent gestiegen. "Die Bundesregierung sollte Wege aufzeigen, die Stagnation des Erneuerbare-Energien-Anteils jenseits des Elektrizitätssektors zu überwinden", fordern die Wissenschaftler.

Ähnlich sieht es beim Primärenergieverbrauch aus. Er soll bis zum Jahr 2020 im Vergleich zu 2008 um 20 Prozent reduziert werden. In den vergangenen sechs Jahren von 2008 bis 2014 konnte er temperaturbereinigt um 6,5 Prozent reduziert werden, zur Zielerreichung ist in den verbleibenden sechs Jahren bis 2020 mehr als eine Verdoppelung dieser Rate notwendig. "Dies erfordert erhebliche zusätzliche Anstrengungen, zumal gerade in den vergangenen vier Jahren der Zielpfad erkennbar verfehlt wurde", mahnen die Experten.

Gute Nachrichten gab es beim Raumwärmebedarf, der sei bezogen auf das Zielbasisjahr 2008 bis 2014 um nahezu 10 Prozent zurückgegangen, trotz einer höheren Wohnfläche. Das ist jedoch nur eine bedingt positive Botschaft, denn der Umstieg auf Erneuerbare erfolgt nur langsam, zudem werde eine Bewertung durch Datenunsicherheiten und wiederholte Umstellungen der Berechnungsmethodiken erschwert, so die Fachleute in ihrem Positionspapier. Eine höhere Datentransparenz sei für die Bewertung des Fortschritts zum Erreichen des 14-Prozent-Ziels im Jahr 2020 unabdingbar. "Der Einsatz erneuerbarer Wärme war im Jahr 2014 war rückläufig. Der Monitoring-Bericht führt dies auf die milde Witterung zurück, liefert jedoch keine Begründung dafür, warum auch der prozentuale Anteil abgenommen hat", heißt es in der Stellungnahme der Wissenschaftler weiter. pgl

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