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Wärmepumpen profitieren von Marktanreizprogramm

Anträge auf Förderung Erneuerbarer stagnieren

21.01.2016, 08:30

Wärmepumpe
Wärmepumpen profitieren von besserer Förderung. © Stiebel Eltron

Im April 2015 hat das BAFA die Förderkonditionen für die Integration erneuerbarer Energien bei Heizungen deutlich verbessert. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehört, dass auch im Neubau die Förderung erneuerbarer Energien im Rahmen der Innovationsförderung wieder möglich ist. Das hat dazu geführt, dass die Zahl der geförderten Anlagen im Jahr 2015 seit April deutlich gestiegen ist. Über das gesamte Jahr 2015 gesehen hat die Zahl der Anträge mit etwas mehr als 58.000 aber gerade mal das Niveau von 2014 erreicht.

Ob der Anstieg der Förderanträge aber dazu geführt hat, dss seit April mehr Anlagen verkauft wurden lässt sich im Moment noch nicht sagen. Die Zahlen zu verkauften Heizungen werden erst in einigen Wochen vorliegen. Klar ist aber anhand der bislang vorliegenden Zahlen, dass die Hersteller von Biomasseheizungen einmal mehr zu den Verlierern gehören. 2014 belegten Biomassseheizungen bei den geförderten Anlagen Platz eins mit insgesamt 28.676 Anträgen. Solarthermie belegte Platz 2, Wärmepumpen Platz 3.

Wärmepumpen machen Boden gut

Dieses Bild hat sich umgekehrt. Wärmepumpen profitieren am stärksten von den neuen Förderrichtlinien. Die Zahl der Anträge auf Förderung von Wämepumpen hat sich verdreifacht, die der Biomasseheizungen im Vergleich zum Vorjahr halbiert. Bei Solarthermie ist die Zahl der geförderten Anlagen im Vergleich des Gesamtjahres etwa gleich geblieben, nach der Änderung der Förderkonditionen jedoch deutlich angestiegen.

 

Die Summe der Anträge auf Förderung blieb über das Gesamtjahr 2015 auf dem Vorjahresniveau. Das Plus seit April konnte gerade mal den Einbruch der ersten drei Monate wettmachen. Für April bis August gab es außerdem Änderungen an der Datenbasis im Bereich der Biomasseheizungen, die zu einem nominalen Plus an Anträgen geführt hat. Rechnet man diesen Effekt heraus, hat das Interesse an Heizungen auf Basis Erneuerbarer sogar eher nachgelassen.

Geringer Ölpreis sorgt für Plus bei Fossilen

Einer der wichtigsten Gründe dürfte der zur Zeit geringe Ölpreis sein. Er hat zu einem enormen Plus bei Ölheizungen geführt. Eine Zunahme bei den verkauften Anlagen von 30 Prozent verzeichnet der BDH von Jahresanfang bis August 2015. Das könnte auch die relativ gute Konjunktur der Solarthermie erklären, die häufig in Kombination mit den fossilen Energieträgern Gas und Öl eingesetzt wird. Sogar Niedertemperaturtechnik, die nicht mehr den Stand der Technik darstellt, fand bei Ölkesseln noch gute Absätze.

Spannend wird zu beobachten sein, wie sich die Zahlen 2016 entwickeln. Ein neues Programm zum Heizungstausch ist Anfang 2016 gestartet, es dürfte aber eher dazu führen, dass fossile Heizungen gegen fossile Heizungen mit besserer Effizienz getauscht werden. Wärmepumpen könnten weiter profitieren. Seit 1. Januar gilt mit 1,8 ein geringerer Primärenergiefaktor für Strom. Je stärker der Anteil regenerativer Energie am Strommix wächst, desto niedriger ist der Primärenergiefaktor. 2015 lag er bei 2,4. Durch die Senkung sinkt automatisch der Primärenergiebedarf von Wärmepumpen, das wirkt sich günstig auf die für die KfW-Förderung wichtige Primärenergiebilanz aus, aber auch auf das Labelling von Neuanlagen. Die erhalten damit einfacher gute Effizienzwerte. von Pia Grund-Ludwig

 

 

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