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Nur sechs Prozent wollen in Barrierefreiheit investieren

Altersgerechter Umbau spielt noch keine Rolle

15.05.2012, 00:00

Altersgerechtes Wohnen gilt im Wohnungsbau als wichtiges Thema der Zukunft, doch die Investitionsbereitschaft ist gering. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) in Auftrag gegeben hat.

Nur sechs Prozent der über 30-Jährigen hat Pläne, Wohnung oder Haus in den nächsten fünf Jahren altersgerecht umbauen lassen. Acht Prozent wollen dies grundsätzlich tun, aber nicht in den nächsten fünf Jahren. Selbst bei den über 50-Jährigen beschäftigt sich nur jeder Vierte mit dem Thema barrierefreies Wohnen.

Das liegt auch an den finanziellen Mitteln. Menschen mit höheren Einkommen sind eher gewillt zu investieren. 19 Prozent derjenigen, deren Nettoeinkommen über 2.500 Euro liegt sind sanierungswillig. Verbandspräsident Manfred Stather sieht Handlungsbedarf auf Seiten der Politik: "Nach Berechnungen des Bundesbauministeriums werden in Deutschland bis zum Jahr 2030 zusätzlich drei Millionen altersgerechte Wohnungen benötigt. Um dies zu erreichen, müssen wir heute den barrierefreien Bau oder Umbau zur vorausschauenden Maßnahme der Altersvorsorge machen."

Der Verband fordert höhere finanzielle Anreize, etwa durch die Wiedereinführung der Zuschussvariante des KfW-Programms "Altersgerechtes Umbauen". Derzeit gibt es bei der KfW nur die Darlehensvariante eines Darlehen bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit. Der Zinssatz lag im Mai 2012 ab 1 Prozent effektiv pro Jahr bei bis zu 30 Jahren Kreditlaufzeit und einem bis fünf tilgungsfreien Jahren. Viele ältere Menschen erhalten aber keinen Kredit mehr oder wollen sich nicht verschulden.

Erforderlich sei auch eine stärkere Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Der ZVSHK will daher gemeinsam mit Politik, Gesundheits- und Wohnungswirtschaft das öffentliche Bewusstsein für altersgerechten Wohnraum schärfen. Quelle: ZVSHK / pgl

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