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Bafa bietet Basisförderung plus Bonus

Wohnanlage mit Solarenergie
Wohnen mit Solarenergie wird gefördert. © BMU

Seit 15. August 2012 gibt es neue Richtlinien für die Gewährung von Zuschüssen aus dem Marktanreizprogramm (MAP). Diese betreffen die Förderung von Solarthermie, Wärmepumpen und Holzheizungen. Im Vergleich zur vorherigen Regelung wurde die Förderung in zahlreichen Segmenten erhöht.

Weitgehend ausgeschlossen ist mittlerweile die Förderung im Neubau. Dort ist der Einsatz Erneuerbarer Energien ohnehin vorgeschrieben. Förderung gibt es teilweise noch für innovative Techniken. Das KfW-Programm 167 erlaubt außerdem die Koppelung von Bafa-Zuschüssen mit einem zinsvergünstigten KfW-Kredit.

Solarthermie – Förderung

Bei Solarthermie gab es mit der Änderung des MAP zum 15. August 2012 einige Anpassungen:

  • Die Basisförderung für Solarkollektoren zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung beträgt 90 Euro/m². Der Mindestbetrag liegt bei 1.500 Euro.
  • Der Kesseltauschbonus (Bonus für den zusätzlichen Austausch eines alten Heizkessels ohne Brennwertnutzung gegen einen neuen Brennwertkessel) beträgt 500 Euro. Fördervoraussetzung ist der hydraulische Abgleich sowie hoch effiziente Umwälzpumpen im Heizwasserkreislauf.
  • Der Kombinationsbonus für Solarthermie plus Wärmepumpe oder Solarthermie plus Biomasse beträgt 500 Euro.

Für alle nach der neuen Förderrichtlinie förderfähigen Anlagen können ab sofort Förderanträge gestellt werden.

Förderfähig sind Anlagen zur Warmwassererzeugung nur als Innovationsförderung, Anlagen zur Raumheizung, Kombianlagen für Warmwasser und Heizung, Anlagen zur Erzeugung von Prozesswärme, zur solaren Kühlung und zur Erzeugung von Wärme für Wärmenetze.

Für Solarthermie gibt es bei kombinierter Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung in Ein- und Zweifamilienhäusern bis 40 Quadratmeter 90 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche. Bei Erstinstallationen in diesem Segment beträgt die Mindestförderhöhe 1.500 Euro.

Der Mindestförderbetrag gilt nicht für Luftkollektoren. Bei Flachkollektoren müssen es mindestens 9 Quadratmeter Kollektorfläche sein und mindestens 40 Liter Pufferspeichervolumen pro Quadratmeter. Bei Röhrenkollektoren sind mindestens 7 Quadratmeter Kollektorfläche gefordert und mindestens 50 Liter Pufferspeichervolumen pro Quadratmeter Kollektorfläche.

Bei neuen Anlagen mit einer Fläche von über 40 Quadratmetern gibt es 90 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche für die ersten 40 Quadratmeter und 45 Euro für jeden weiteren Quadratmeter Kollektorfläche. Das Mindestvolumen des Pufferspeichers sind 100 l/qm. Auch für die Erweiterung von Anlagen auf Ein- und Zweifamilienhäusern gibt es 45 Euro pro Quadratmeter Bruttokollektorfläche.

Für große Kollektoranlagen gibt es eine Förderung aus dem Marktanreizprogramm des Bafa bei über 20 m² Bruttokollektorfläche und durch die KfW bei über 40 m² Kollektorfläche. Sie müssen mindestens drei Wohneinheiten oder bei Nichtwohngebäuden mindestens 500 m2 Nutzfläche versorgen. Der durch Simulation nachgewiesene Kollektorwärmeertrag muss bei mindestens 300 kWh/m²a liegen, bei Trinkwasseranlagen bei 350 kWh/m²a. Förderung gibt es bei dieser Größenordnung auch für Solarkollektoren, die die Wärme in ein Wärmenetz einspeisen, solare Kühlung oder die Erzeugung von Prozessswärme.

50 Euro extra gibt es für besonders effiziente Solarpumpen.

Für Gebäude, die mindestens die Anforderung an ein Effizienzhaus 55 erfüllen, gibt es zusätzlich einen Sonderbonus in Höhe der Hälfte der Basisförderung. Für die Kombination mit anderen förderfähigen Anlagen auf Basis Erneuerbarer beträgt der Bonus 500 Euro. Kombibonus und Effizienzbonus sind kumulierbar.

Bei Anlagen insbesondere in öffentlichen Gebäuden wird auch der Mehraufwand für die Visualisierung der erzeugten Energie mit bis zu 2.400 Euro gefördert.

Anträge auf Basis- und Bonusförderung müssen innerhalb von sechs Monaten nach Inbetriebnahme gestellt werden.

 

Holzheizung – Förderung

Mit dem 15. August 2012 traten neue Förderrichtlinien des Marktanreizprogramms des Bafa für Holzheizungen in Kraft.

Förderfähig sind

  • Pellet- und Holzhackschnitzel-Kessel,
  • Holzpellet-Öfen mit Wassertasche,
  • Kombikessel für Pellets beziehungsweise Hackschnitzel und Scheitholz,
  • emissionsarme Scheitholzvergaserkessel.

Die Förderung beträgt 36 Euro je kW errichteter Nennwärmeleistung. Die Basisförderung beträgt für Pellet-Öfen mit Wassertasche mindestens 1.400 Euro, für Pellet-Kessel mindestens 2.400 Euro und bei Pellet-Kessel mit neuem Pufferspeicher mit einem Mindestvolumen von 30 l/kW 2.900 Euro. Für Scheitholzkessel beträgt die Mindestförderung 1.400 Euro, das Mindestpuffervolumen liegt bei 30 l/kW.

Für alle nach der neuen Förderrichtlinie förderfähigen Anlagen können ab sofort Förderanträge gestellt werden. Dies gilt nicht, wenn für dieselbe Maßnahme bereits ein Antrag gestellt wurde. Für bereits gestellte Anträge sind ausschließlich die bisherigen Richtlinien maßgeblich.

Für Gebäude, die mindestens die Anforderung an ein Effizienzhaus 55 erfüllen, gibt es zusätzlich einen Sonderbonus in Höhe der Hälfte der Basisförderung. Bei Kombination mit einer solarthermischen Anlage ist diese ebenfalls per Bonusförderung förderfähig. Kombibonus und Effizienzbonus sind kumulierbar.

Bei Anlagen insbesondere in öffentlichen Gebäuden wird auch der Mehraufwand für die Visualisierung der erzeugten Energie mit bis zu 2.400 Euro gefördert.

Anträge auf Basis- und Bonusförderung müssen innerhalb von sechs Monaten nach Inbetriebnahme gestellt werden.

Seit dem 1. März 2013 gibt es außerdem die Möglichkeit, Zuschüsse und eine Finanzierung per zinsvergünstigtem Kredit zu kombinieren im KfW-Programm 167.

Wärmepumpen – Förderung

Seit dem 15. August 2012 gelten neue Förderrichtlinien für Zuschüsse des Bafa nach dem Marktanreizprogramm. Förderung für eine Heizung mit Wärmepepumpe gibt es nur für Anlagen im Gebäudebestand.

Für Wärmepumpen gibt es eine Basisförderung von 2.800 Euro für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe oder Sole-Wasser-Wärmepumpe und 1.300 Euro für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Bei Anlagen mit einem neuen Pufferspeicher gibt es bei einem Mindestspeichervolumen von 30 Litern je kW 500 Euro extra, ebenso für die Integration von Solarthermie.

Für eine Heizung mit Wärmepumpe, die eine Leistung von über 10 kW hat, gibt es eine Zusatzförderung. Sie bemisst sich an der Nennwärmeleistung, die 10 kW übersteigt. Für Wasser-Wasser-Wärmepumpen und Sole-Wasser-Wärmepumpen von über 10 kW gibt es pro kW Nennwärmeleistung über 10 kW 120 Euro zusätzlich bis einschließlich 20 kW. Für Anlagen bis 22 kW beträgt die Basisförderung pauschal 4.000 Euro. Maximal werden 50 kW gefördert.

Für eine Heizung mit gasbetriebener Luft-Wasser-Wärmepumpe beträgt die Fördersumme 2.800 Euro plus 100 Euro pro kW ab 10 kW.

Förderfähig sind Anlagen zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, zur Erzeugung von Raumwärme in Nichtwohngebäuden sowie Erzeugung von Prozesswärme und Wärme für Wärmenetze.

Sole/Wasser-Wärmepumpen und Wasser/Wasser-Wärmepumpen müssen Mindestjahresarbeitszahlen von 3,8 (bei Wohngebäuden) beziehungsweise 4,0 (bei Nichtwohngebäuden) erreichen.

Bei Luft/Wasser-Wärmepumpen ist eine Jahresarbeitszahl von 3,5 Fördervoraussetzung, bei elektrisch betriebenen Wasser-Wasser-Wärmepumpen und Sole-Wasser-Wärmepumpen 3,8 und bei gasbetriebenen Wärmepumpen 1,3.

Voraussetzung für die Förderung ist außerdem ein hydraulischer Abgleich des Heizsystems sowie der Nachweis über die Anpassung der Heizkurve.

Es gibt auch einen Effizienzbonus beim Einsatz in gut gedämmten Gebäuden. Die Effizienz des Wohngebäudes wird nach dem zulässigen Transmissionswärmeverlust oder -transferkoeffizienten (HT') gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 bewertet. Bei dem Wohngebäude muss der vorgegebene HT'-Wert von 0,65 W/(m²K) um mindestens 30 Prozent unterschritten werden. Dies ist durch Vorlage eines Energiebedarfsausweises nachzuweisen. Für Nichtwohngebäude wird kein Effizienzbonus gewährt.

Bei Kombination mit einer solarthermischen Anlage ist diese ebenfalls per Bonusförderung förderfähig. Kombibonus und Effizienzbonus sind kumulierbar.

Anträge auf Basis- und Bonusförderung müssen innerhalb von sechs Monaten nach Inbetriebnahme gestellt werden.

Möglich ist seit dem 1. März 2013 auch die Kombination von Bafa-Zuschuss und zinsvergünstigtem KfW-Kredit im KfW-Programm 167.

Kombination von Bafa-Zuschuss und Kredit im KfW-Programm 167

Seit 1. März 2013 gibt es das KfW-Förderprogramm 167, das eine Kombination von KfW-Kredit und Zuschuss durch das Bafa beim Einsatz erneuerbarer Energien erlaubt.

Anträge stellen können alle Träger von Investitionsmaßnahmen an selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäuden sowie Eigentumswohnungen, Ersterwerber von neu sanierten Wohngebäuden oder Eigentumswohnungen. Träger von Investitionsmaßnahmen sind zum Beispiel Privatpersonen, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften, Bauträger, Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts sowie Contracting-Geber (Investor).

Förderfähige Investitionskosten sind die durch die energetischen Maßnahmen unmittelbar bedingten Kosten einschließlich der Planungs- und Baubegleitungsleistungen durch einen Energieberater sowie die Kosten notwendiger Nebenarbeiten, die zur ordnungsgemäßen Funktion der Heizungsanlage erforderlich sind. Dazu zählen auch Heizungsoptimierung und der hydraulische Abgleich.

Es können grundsätzlich Bruttokosten (inklusive Mehrwertsteuer) berücksichtigt werden. Alle Maßnahmen müssen den Bestimmungen des Marktanreizprogramms gemäß der "Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt" in der jeweils geltenden Fassung entsprechen, sofern nicht die Bestimmungen dieses Programmmerkblattes eine anderslautende Regelung vorsehen.

Programmziel ist die ergänzende Kreditfinanzierung in der Kombination mit Zuschüssen der Bafa-Förderung aus dem Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien. Weiterhin ist eine Kombination mit den KfW-Programmen "Energieeffizient Sanieren - Kredit (Programmnummer 151/152) oder - Investitionszuschuss (Programmnummer 430) sowie eine Förderung für eine weiterführende energetische Fachplanung und Baubegleitung aus dem Programm "Energieeffizient Sanieren - Baubegleitung" (Programmnummer 431) möglich

Der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens gestellt werden. Maßgeblich ist der Abschluss des Kaufvertrages als Vorhabensbeginn. Als Programmnummer ist 167 anzugeben. Umschuldungen und Nachfinanzierungen abgeschlossener Vorhaben sind ausgeschlossen. Mit dem Förderprogramm können bis zu 100 Prozent der förderfähigen Investitionskosten einschließlich Nebenkosten finanziert werden.

Der maximale Kreditbetrag beträgt 50.000 Euro pro Wohneinheit. Bemessungsgrundlage ist die Anzahl der Wohneinheiten vor Sanierung. Beim Ersterwerb von sanierten Wohngebäuden/ Wohnungseigentum ist die Bemessungsgrundlage die Anzahl der zu erwerbenden Wohneinheiten gemäß Kaufvertrag.

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