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Bafa bietet Basisförderung plus Bonus

Wohnanlage mit Solarenergie
Wohnen mit Solarenergie wird gefördert. © BMU

Seit 1. April 2015 gibt es neue Richtlinien für die Gewährung von Zuschüssen aus dem Marktanreizprogramm (MAP). Diese betreffen die Förderung von Solarthermie, Wärmepumpen und Holzheizungen. Im Vergleich zur vorherigen Regelung wurde die Förderung in zahlreichen Segmenten erhöht.

Die wichtigste Neuerung: Es gibt in vielen Bereichen wieder Förderung im Neubau, wenn sehr effiziente Systeme eingesetzt werden. Das gilt beispielsweise für Pellet-Kessel mit Brennwertnutzung, große Solarthermieanlagen, auch wenn diese nur zur Warmwassererzeugung genutzt werden und besonders leistungsfähige Wärmepumpen. Das KfW-Programm 167 erlaubt außerdem die Koppelung von Bafa-Zuschüssen mit einem zinsvergünstigten KfW-Kredit.

Solarthermie – Förderung

Bei Solarthermie gab es mit der Änderung des MAP zum 1. April 2015 einige Anpassungen:

Basisförderung (im Bestand)

  • Die Basisförderung für Solarkollektoren zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung in Bestandsbauten beträgt bis zu 140 Euro/m². Der Mindestbetrag liegt bei 2.000 Euro.
  • Bei Anlagen zur Warmwasserbereitung gibt es im Bestand bis zu 50 Euro pro m2, mindestens 500 Euro. Diese Förderung ist neu.

Innovationsförderung (Neubau und Bestand)

  • Gefördert werden Anlagen zwischen 20 m2 und 100 m2. Die Förderung erfolgt entweder nach Kollektorfläche oder nach Ertrag.
  • Im Neubau gibt es für Warmwasseranlagen bis zu 75 Euro pro m2, im Bestand sind es 100 Euro pro m2.
  • Bei Anlagen zur Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung liegen die Förderbeträge bei bis zu 150 Euro im Neubau und bei 200 Euro pro m2 im Altbau.

In der Innovationsförderung gefördert werden Solarkollektoranlagen, deren gelieferte Wärme effektiv der Raumheizung oder Warmwassererwärmung bei Wohngebäuden mit mindestens drei Wohneinheiten oder bei Nichtwohngebäuden mit mindestens 500 Quadratmeter Nutzfläche dient. Alternativ gibt es Förderung für Solarkollektoranlagen zur Raumheizung und Warmwasserbereitung mit einem solaren Deckungsgrad von mindestens 50 Prozent in Gebäuden, in denen der auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogene Transmissionswärmeverlust das 0,7-fache des entsprechenden Wertes des jeweiligen Referenzgebäudes nichtüberschritten wird. Die Höchstwerte der EnEV 2013, Anlage 1 Tabelle 2 dürfen nicht überschritten werden. Förderfähig sind auch Solarkollektoranlagen zur solaren Kälteerzeugung (einschließlich Prozesskälte) oder zur überwiegenden Zuführung von Wärme in ein Wärmenetz.

Bonus

Für Gebäude, die mindestens die Anforderung an ein Effizienzhaus 55 erfüllen, gibt es zusätzlich einen Sonderbonus in Höhe der Hälfte der Basisförderung. Für die Kombination mit anderen förderfähigen Anlagen auf Basis Erneuerbarer beträgt der Bonus 500 Euro. Kombibonus und Effizienzbonus sind kumulierbar. Einen Bonus von 500 Euro gibt es auch für den Anschluss ans Wärmenetz

Koppelung mit KfW-Programmen

Es gibt außerdem die Möglichkeit, Zuschüsse und eine Finanzierung per zinsvergünstigtem Kredit zu kombinieren im KfW-Programm 167.

Anträge auf Basis- und Bonusförderung müssen innerhalb von neun Monaten nach Inbetriebnahme gestellt werden.

 

Holzheizung – Förderung

Mit dem 1. April 2015 sind neue Förderrichtlinien des Marktanreizprogramms des Bafa für Holzheizungen in Kraft.

Förderfähig sind

  • Pellet-Kessel,
  • Holzpellet-Öfen mit Wassertasche,
  • Hackschnitzelheizungen mit Pufferspeicher von mehr als 55 Liter/kW
  • Scheitholzvergaserkessel mit Pufferspeicher von mehr als 55 Liter/kW

Basisförderung (Bestandsbauten)

(5 bis 100 kW)

Für Pellet-Öfen und Pellet-Kessel gibt es bis zu 80 Euro pro Kilowattstunde. Für Pellet-Öfen mit Wassertasche gibt es mindestens 2000 Euro. Für Pellet-Kessel liegt der Zuschuss bei mindestens 3000 Euro, bei Pellet-Kesseln mit neuem Pufferspeicher von mindestens 30 Litern pro Kilowattstunde Heizleistung bei 3500 Euro. Holzhackschnitzelanlagen erhalten pauschal 3500 Euro. Scheitholzvergaserkessel erhalten pauschal 2000 Euro, wenn sie einen Pufferspeicher von mindestens 55 Liter pro Kilowatt Heizleistung haben.


Innovationsförderung (Neubau und Bestand)

(5 bis 100 kW)

Als besonders innovativ werden Brennwertnutzung und Anlagen mit Partikelfilter behandelt.

Für Pellet-Öfen mit Wassertasche, die einen Partikelfilter haben, gibt es im Neubau mindestens 2000 Euro, im Bestand mindestens 3000 Euro.

Pellet-Kessel mit Brennwertnutzung erhalten mindestens 3000 Euro im Neubau, im Bestand 4500 Euro. Die gleichen Beträge gibt es für Anlagen mit Partikelfilter. Bei beiden Technologien wird die Nachrüstung mit 750 Euro bezuschusst.

Bei Pellet-Kesseln mit neuem Pufferspeicher von mindestens 30 Litern pro Kilowattstunde Heizleistung gibt es bei Brennwertnutzung im Neubau mindestens 3500 Euro, im Bestand 5250 Euro. Anlagen mit Partikelfilter erhalten diese Förderbeträge auch. Bei Nachrüstung gibt es 750 Euro.

Bei Holzhackschnitzelanlagen gibt es bei Brennwertnutzung im Neubau mindestens 3000 Euro, im Bestand 4500 Euro. Anlagen mit Partikelfilter erhalten mindestens 3500 Euro im Neubau und 5250 Euro im Bestand. Bei Nachrüstung gibt es 750 Euro.

Scheitholzvergaserkessel erhalten bei Brennwertnutzung im Neubau mindestens 3000 Euro, im Bestand 4500 Euro, Anlagen mit Partikelfilter mindestens 2000 Euro im Neubau und mindestens 3000 Euro im Bestand. Bei Nachrüstung gibt es 750 Euro.

Zusatzförderung per Bonus

Für Gebäude, die mindestens die Anforderung an ein Effizienzhaus 55 erfüllen, gibt es zusätzlich einen Sonderbonus in Höhe der Hälfte der Basisförderung. Für die Kombination mit anderen förderfähigen Anlagen auf Basis Erneuerbarer beträgt der Bonus 500 Euro.

Kombination mit KfW-Programmen

Es gibt außerdem die Möglichkeit, Zuschüsse und eine Finanzierung per zinsvergünstigtem Kredit zu kombinieren im KfW-Programm 167.

Anträge auf Basis- und Bonusförderung müssen innerhalb von neun Monaten nach Inbetriebnahme gestellt werden.

Wärmepumpen – Förderung

Seit dem 1. April 2015 gelten neue Förderrichtlinien für Zuschüsse des BAFA nach dem Marktanreizprogramm. Förderung für eine Heizung mit Wärmepepumpe gibt es nur für Anlagen im Gebäudebestand.

Basisförderung  (Bestandsgebäude)

Für Wärmepumpen gibt es in Bestandsgebäuden Förderung bis zu einer Leistung von 100 kW.

Leistungsgeregelte Luft-Wärmepumpen erhalten mindestens 1500 Euro, sonstige Wärmepumpen mindestens 1300 Euro. Pro Kilowattstunde Leistung gibt es 40 Euro.

Leistungsgeregelte Erd- oder Wasser-Wärmepumpen erhalten mindestens 4500 Euro bei gleichzeitiger Errichtung von Erdsonden, sonstige Wärmepumpen mindestens 4000 Euro. Pro Kilowattstunde Leistung gibt es 100 Euro.

Sorptions- und Gaswärmepumpen bekommen bis zu 4500 Euro.

Innovationsförderung (Neubau und Bestandsbauten)

Bei hohen Jahresarbeitzahlen und einer verbesserten Systemeffizienz erhalten Wärmepumpen im Neubau im Rahmen der Innovationsförderung die gleichen Beträge, die es als Basisförderung im Bestand gibt. Werden in Bestandsbauten besonders effiziente Wärmepumpen mit besonders hoher Arbeitszahl eingesetzt, gibt es 50 Prozent mehr als in der Basisförderung.

Als besonders effizient gelten Sole- oder Erdwärmepumpen mit einer Jahresarbeitzahl vom nindestens 3,8 und eine Luft-Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitzahl von mehr als 3,5. Zur Ermittlung sind Wärmemengenzähler und Stromzähler vorgeschrieben.

Es gibt auch einen Effizienzbonus beim Einsatz in gut gedämmten Gebäuden. Bei Kombination mit einer solarthermischen Anlage oder mit Biomasse ist diese ebenfalls per Bonusförderung förderfähig. Beide Boni betragen 500 Euro.

Anträge auf Basis- und Bonusförderung müssen innerhalb von neun Monaten nach Inbetriebnahme gestellt werden.

Möglich ist seit dem 1. März 2013 auch die Kombination von Bafa-Zuschuss und zinsvergünstigtem KfW-Kredit im KfW-Programm 167.

Kombination von Bafa-Zuschuss und Kredit im KfW-Programm 167

Seit 1. März 2013 gibt es das KfW-Förderprogramm 167, das eine Kombination von KfW-Kredit und Zuschuss durch das Bafa beim Einsatz erneuerbarer Energien erlaubt.

Anträge stellen können alle Träger von Investitionsmaßnahmen an selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäuden sowie Eigentumswohnungen, Ersterwerber von neu sanierten Wohngebäuden oder Eigentumswohnungen. Träger von Investitionsmaßnahmen sind zum Beispiel Privatpersonen, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften, Bauträger, Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts sowie Contracting-Geber (Investor).

Förderfähige Investitionskosten sind die durch die energetischen Maßnahmen unmittelbar bedingten Kosten einschließlich der Planungs- und Baubegleitungsleistungen durch einen Energieberater sowie die Kosten notwendiger Nebenarbeiten, die zur ordnungsgemäßen Funktion der Heizungsanlage erforderlich sind. Dazu zählen auch Heizungsoptimierung und der hydraulische Abgleich.

Es können grundsätzlich Bruttokosten (inklusive Mehrwertsteuer) berücksichtigt werden. Alle Maßnahmen müssen den Bestimmungen des Marktanreizprogramms gemäß der "Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt" in der jeweils geltenden Fassung entsprechen, sofern nicht die Bestimmungen dieses Programmmerkblattes eine anderslautende Regelung vorsehen.

Programmziel ist die ergänzende Kreditfinanzierung in der Kombination mit Zuschüssen der Bafa-Förderung aus dem Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien. Weiterhin ist eine Kombination mit den KfW-Programmen "Energieeffizient Sanieren - Kredit (Programmnummer 151/152) oder - Investitionszuschuss (Programmnummer 430) sowie eine Förderung für eine weiterführende energetische Fachplanung und Baubegleitung aus dem Programm "Energieeffizient Sanieren - Baubegleitung" (Programmnummer 431) möglich

Der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens gestellt werden. Maßgeblich ist der Abschluss des Kaufvertrages als Vorhabensbeginn. Als Programmnummer ist 167 anzugeben. Umschuldungen und Nachfinanzierungen abgeschlossener Vorhaben sind ausgeschlossen. Mit dem Förderprogramm können bis zu 100 Prozent der förderfähigen Investitionskosten einschließlich Nebenkosten finanziert werden.

Der maximale Kreditbetrag beträgt 50.000 Euro pro Wohneinheit. Bemessungsgrundlage ist die Anzahl der Wohneinheiten vor Sanierung. Beim Ersterwerb von sanierten Wohngebäuden/ Wohnungseigentum ist die Bemessungsgrundlage die Anzahl der zu erwerbenden Wohneinheiten gemäß Kaufvertrag.

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