Bafa fördert Energieberatung
Zuschüsse zur Vor-Ort-Energieberatung in Höhe von 300 Euro für Einfamilien- und Zweifamilienhäuser und 360 Euro für Häuser ab drei Wohneinheiten gibt es beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Den Zuschuss müssen die Energieberater/innen beantragen. Sie müssen sich dazu beim Bafa vorab registrieren und Qualifikationen nachweisen. In Baden-Württemberg existiert zudem der Energiespar-Check, der eine erste Beratung für Besitzer/innen von Ein- und Zweifamilienhäusern für 100 Euro bietet. Er ist jedoch nicht so umfangreich wie die Bafa-geförderte Vor-Ort-Beratung. Bundesweit gibt es einen Energiecheck von der Kampagne Haus Sanieren Profitieren.
Wie finde ich einen Energieberater?
Energieberater ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Das bedeutet, dass jeder sich Energieberater nennen darf, auch wenn er nicht dafür qualifiziert ist.
Gute Energieberater erkennt man daran, dass sie eine produktneutrale Beratung durchführen. Sie dürfen nicht einseitig Maßnahmen aus dem eigenen Gewerk oder gar Produkte eines bestimmten Herstellers empfehlen. Außerdem sollten sie Kosten und Nutzen einer Maßnahme plausibel berechnen und gegenüberstellen. Dazu sollte man wissen, wie hoch die Heizkosten sind und fragen, welche Einsparungen durch eine Maßnahme realistisch sind. Meist ist es bei größeren Vorhaben sinnvoll, mehr als einen Fachmann zu hören.
Es gibt Datenbanken, die nur Berater mit einer zertifizierten Aus- und Weiterbildung aufnehmen. Das bietet eine gewisse Sicherheit. Energieberater mit Zertifikat sind in der Beraterliste der Dena, beim Verband der Gebäudenergieberater GIH, bei den Kammern der Architekten und Ingenieure oder den Verbraucherzentralen zu finden.
Schwachstellen mit Thermographie entdecken
Gefördert wird auch Thermographie. Die Kosten für diese Wärmebildaufnahmen, die Wärmelecks in der Fassade aufdecken, liegen zwischen 350 und 500 Euro. Thermographie wird nicht mehr wie früher auch als Einzelmaßnahme gefördert, Zuschüsse gibt es im Rahmen der Vor-Ort-Beratung. Für die zusätzliche Integration thermographischer Untersuchungen zahlt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle einen Bonus in Höhe von 25 Euro pro Thermogramm bis zu höchstens 100 Euro. Aufnahme und Auswertung sollten durch ausgewiesene Experten erfolgen.
Für eine Luftdichtigkeitsprüfung mit Blower-Door-Test gibt es einen Bonus von 100 Euro.
Die kompletten Zuschüsse zur Vor-Ort-Beratung inklusive Boni sind auf 50 Prozent der Kosten begrenzt.







