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Fokus auf Heizung ist umstritten

Ende 2015 startet neues Förderprogramm

26.05.2015, 12:40

Baustelle mit Gerüst
Das Anreizprogramm Energieeffizienz soll neue Akzente setzen. © P. Grund-Ludwig

Die Steuerförderung für die Gebäudesanierung ist komplett vom Tisch. Das unterstrich Alexander Renner, der im Bundeswirtschaftsministerium für energiepolitische Grundsatzfragen im Gebäudesektor zuständig ist, auf der CEB in Stuttgart: "Aus unserer Sicht ist das endgültig", machte er Hoffnungen auch aus Baden-Württemberg zunichte, dass alternative Finanzierungsvorschläge einen Kompromiss noch möglich machen könnten. Auch bei den Berliner Energietagen waren die Aussagen noch nicht so eindeutig.

Auf Bundesebene gibt es mit dem "Anreizprogramm Energieeffizienz" bereits eine Alternative. "Nach derzeitigem Sachstand ist zirka Ende 2015/ Anfang 2016 mit dem Start zu rechnen", so das Bundeswirtschaftsministerium gegenüber EnBauSa.de. Den Wow-Effekt, den ein Steuerbonus gehabt hätte, wird es aber nicht entfalten können, es sei "wenig elegant und aus der Not geboren, nun das für die Steuerförderung engesetzte Geld verplanen zu müssen", kritisiert ein Fachmann. Es enthalte "viele ohnehin geplante Maßnahmen und einige gute Ansätze, insbesondere was das Thema Qualifizierung betrifft. Die Ausstattung ist dabei jedoch leider viel zu gering, um im notwendigen Maße voranzukommen. Das Scheitern der Steuerförderung wird ohnehin nicht geheilt, denn dessen Anreizwirkung auf Eigenheimer kommt kein anderer Ansatz nahe", urteilt Christian Noll, Geschäftsführender Vorstand des Energieeffizienzbündnisses Deneff.

Jürgen Leppig, Bundesvorsitzender des Energieberaterverbands GIH, mahnte, dass ein weiteres Programm nicht dazu führen dürfe, den schon vorhandenen Förderdschungel noch weiter auszubauen: "Hier würden wir uns eine Vereinfachung der Förderungen und deren Harmonisierung bezüglich der unterschiedlichen Rahmenbedingungen wünschen."

Investitionszuschüsse für Heizung mit Brennstoffzellen

Bei den bislang genannten Segmenten gibt es einen Schwerpunkt auf der Anlagentechnik. So soll es unter anderem Investitionszuschüsse für Brennstoffzellen-Heizungen geben. Das dürfte die Unternehmen freuen, die erste Produkte für private Hausbesitzer marktreif haben wie Elcore und Viessmann. Allerdings ist die Zahl der Optionen gerade im Heizungsbereich ohnehin schon enorm und für viele Hausbesitzer, auch für die Berater, eine Überforderung.

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