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Regierungsvorlage steht in der Kritik

Effizienzstrategie Gebäude bleibt unkonkret

20.11.2015, 08:30

Enttäuscht zeigen sich Experten von der durch die Bundesregierung vorgelegten Energieeffizienzstrategie Gebäude. "Die von der Bundesregierung gesetzten Schwerpunkte für die Energieeffizienzstrategie Gebäude 2020 greifen zu kurz", kritisiert Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). Er bemängelt insbesondere, dass nicht quantifiziert werde, mit welchen Maßnahmen die Potenziale Erneuerbarer Wärme und Effizienz in den nächsten Jahren erschlossen werden sollen. Die Strategie mit den bislang angedachten Maßnahmen sei nicht ausreichend. Man müsse sich von Öl und Erdgas verabschieden. Auf dem Dena-Effizienzkongress hatte er gefordert, die Förderung fossil betriebener Heizungen zu verbieten. Außerdem müsse man verstärkt über das Ordnungsrecht nachdenken. Für Autos gebe es schließlich auch einen TÜV.

Christoph von Speßhardt, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz sprach angesichts des Regierungspapiers von "Leerlauf für den Klimaschutz". Obwohl der Klimaschutzbeitrag des Gebäudesektors für das 2-Grad-Ziel als unverzichtbar anerkannt sei, gebe Deutschland seine Vorreiterrolle auf, während Länder wie Frankreich längst ernst machten mit ambitionierten Zielen und Instrumenten. So habe der 2010 angekündigte nationale Sanierungsfahrplan bis heute keine konkrete Gestalt angenommen, die immer wieder beteuerte Vorbildrolle bei der Modernisierung öffentlicher oder sogar nur bundeseigener Immobilien sei bisher nicht sichtbar.

Auch das Urteil der Deutschen Umwelthilfe ist kritisch: "Die vorgeschlagenen Instrumente stehen zum großen Teil genauso bereits im Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE), darunter die freiwilligen gebäudeindividuellen Sanierungsfahrpläne. Für alle zusätzlich erwähnten Maßnahmen und Instrumente mangelt es vollständig an konkreten Zusagen und Umsetzungswegen. pgl

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