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Thermofloc verzichtet auf Bor als Brandschutz

Zellulose wird eingeblasen und dringt in jede Ecke des Dämmraums ein. © Thermofloc

Während viele Hersteller von Holz- und Zellulosedämmstoffen nach wie vor auf Borsäure als Brandschutzmittel setzen, produziert die Firma Peter Seppele GmbH mit Sitz in Feistritz/Drau (Österreich) ihre Zellulosedämmung Thermofloc inzwischen boratfrei. Borsäure wird seit einigen Jahren kritisch bewertet und gilt laut EU-Chemikalienrecht REACH als besorgniserregender Stoff.

Um das Dämmmaterial zu konservieren und um Brandschutzvorgaben einzuhalten, wurde die Zellulose früher mit Zusatzstoffen, Additiven, versetzt. Lange Zeit nutzte man dazu Borsäure. In einer Konzentration von mehr als 5,5 Prozent gilt die Säure jedoch als reproduktionstoxisch. Sie kann die Fortpflanzungsfähigkeit und ungeborene Kinder schädigen. Zudem sind mit Borsäure behandelte Dämmstoffe trinkwassergefährdend.

Laut Hermann Supersperg von der Peter Seppele GmbH setzt man für den boratfreien Thermofloc-Dämmstoff Additive auf mineralischer Basis als Brandschutzmittel ein. Zudem biete man noch eine boratreduzierte Variante an. Der Aufwand für die Umstellung auf boratfreien Brandschutz hat sich in Grenzen gehalten, so Supersperg weiter: "Durch den Einsatz der mineralischen Additive wurde das Verfahren weder aufwändiger noch einfacher - es ist alles gleich geblieben." Auch die Kosten hätten sich nicht verändert.

Der Zellulosedämmstoff Thermofloc war 2013 das erste Produkt, das das Natureplus-Siegel erhielt. Die Natureplus-Prüfrichtlinie für Einblasdämmstoffe aus Zellulose verpflichtet die Hersteller, hohe Standards bei Gesundheits- und Brandschutz der aus recyceltem Altpapier hergestellten Dämmstoffe einzuhalten.

Gegenüber Mineralwolle zeichnet sich Zellulose vor allem dadurch aus, dass es sich auch in Problembereichen wie an Pfetten, Graten und Kehlbalken sowie in Anschlussbereichen – etwa an Dachfenstern oder Gauben – ohne Probleme lückenlos einbringen lässt und so nicht nur für eine bessere Dämmung, sondern auch für eine höhere Dichtigkeit der Gebäudehülle sorgt. Hinzu kommt der bessere sommerliche Wärmeschutz: Die Wärme braucht länger, um die Zellulose zu durchdringen, da deren Dichte höhe ist als die der Mineralwolle. Weiterer Vorteil: die höhere Dichte kommt auch dem Schallschutz zugute. Quelle: Peter Seppele GmbH

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