Meist sind Blauer Engel oder natureplus als Zertifkat notwendig

Städte fördern Öko-Dämmung

Einige Städte unterstützen Bauherren bei Dämmung mit nachwachsenden Rohstoffen. © Gutex

In einigen Städten gibt es spezielle Förderprogramme für das Dämmen mit nachwachsen Rohstoffen. Darauf verweist die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe.

Düsseldorf fördert das Dämmen mit nachwachsenden Rohstoffen im Rahmen des Programms "Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf". Es ist seit Juli 2016 gültig und sieht eine Fördersumme zwischen 10 und 25 Euro pro Quadratmeter Dämmung vor. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Produkte Zertfikate wie den Blauer Engel oder natureplus vorweisen können. Förderfähig ist die Dämmung von Außenwänden, Dächern bei Bestandsbauten.

In Hamburg gibt es Mittel im Rahmen des Programms "Wärmeschutz im Gebäudebestand" auf Basis der Förderrichtlinie für die energetische Modernisierung von Eigenheimen und Mehrfamilienhäusern mit bis zu zwei vermieteten Wohneinheiten. Die Zusatzförderung für Öko-Dämmstoffe liegt bei 10 Euro pro Quadratmeter, wie in Düsseldorf sind auch hier der Blaue Engel oder natureplus gefordert. Förderfähig ist die Dämmung von Fassaden (außer Kerndämmung), Flachdächern, obersten Geschossdecken und Kellerdecke/Sohle im Rahmen von Modernisierungen. Mindestens 80 Volumenprozent des wärmedämmenden Bauteilaufbaus müssen aus dem geförderten Dämmstoff bestehen.

Hannover gewährt einen Zuschuss für das Dämmen mit nachhaltigen Dämmstoffen im Rahmen des "proKlima - Förderprogramm 2017". Für Wohngebäude und Vereine gibt es 5 Euro pro Quadratmeter, verwendet werden müssen Produkte mit natureplus-Siegel. Förderfähig ist die Dämmung von Dach und Außenwand im Rahmen von Modernisierungen

Auch in Münster gibt es ein Programm für den Einsatz von Öko-Dämmstoffen in der Sanierung. Seit zwei Jahren gewährt die Stadt im Rahmen des "Förderprogramms Energieeinsparung und Altbausanierung in der Stadt Münster" 10 Euro pro Quadatmeter bei Verwendung von Produkten mit Blauem Engel oder natureplus. Gedämmt werden können Dach, oberste Geschossdecke, Außen-/Innenwände oder Kellerdecken im Rahmen von Altbausanierungen.

München vergibt Fördermittel im Rahmen des "Münchner Förderprogramms Energieeinsparung (FES)". Es gibt anders als in anderen Städten keine Förderung pro Quadratmeter, sondern nach Gewicht. 30 Cent werden pro Kilogramm gewährt. Und noch ein bayerisches Spezifikum: Der Rohstoff muss in Deutschland oder maximal 400 km von München entfernt geerntet worden sein oder eine FSC - , PEFC - oder Naturland - Zertifizierung aufweisen. Geld gibt es für Dach, Außenwand und unteren Gebäudeabschluss. Gefördert wird auch der Einsatz nachwachsender, Kohlenstoff speichernder Baustoffe in und an der Gebäudehülle, also auch der Holzbau. Dämmstoffe müssen einen Mindestanteil von 80 Prozent an nachwachsenden Rohstoffen haben. pgl

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