Meisterschulungen voraussichtlich ab 2012

Holz- und Bautenschützer sind gefragt

Ein neuer Beruf in der Sanierung ist der Holz- und Bautenschützer. © DHBV

Die Zukunftsperspektiven für qualifizierte Fachleute wie Holz- und Bautenschützer sind so gut wie nie. Ab 2012 können sich Gesellen zum Meister fortbilden.

Zwei Drittel aller Aufträge im Baugewerbe werden mittlerweile an die Branche "Bauen im Bestand" vergeben. Aufgrund dieser Entwicklungen sind die Zukunftsperspektiven für qualifizierte Fachleute wie Holz- und Bautenschützer so gut wie nie, berichtet der Deutsche Holz- und Bautenschutzverband. "Der Bau leidet seit Jahren unter einem Fachkräftemangel, der sich in Zukunft noch verstärken wird", so Friedrich Remes, Geschäftsführer des Verbandes. Hinzu komme, dass sich die Anforderungen auf dem Bau verändert haben. Durch die Ziele der Regierung, den Energiebedarf nicht nur im Neubau, sondern auch im Gebäudebestand drastisch zu senken, brauche der Bau neben den klassischen Berufen wie Zimmermann, Maurer oder Dachdecker vor allem neue Profis für die Sanierung. Von dieser Entwicklung profitiere der Berufszweig Holz- und Bautenschützer bereits heute, so Remes.

Die Ausbildungsinhalte der seit 2007 existierenden Berufe "Holz- und Bautenschützer" sowie "Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten" bieten ein umfangreiches und anspruchsvolles fachliches Spektrum: Die angehenden Fachkräfte erlernen ein vielschichtiges Fachwissen rund um die Sanierung erhaltenswerter Bausubstanz, wobei großer Wert auf Umweltaspekte gelegt wird.

Darüber hinaus haben die ausgebildeten Gesellen schon bald die Möglichkeit für eine Weiterbildung zum Meister. Die ersten Meisterschulungen werden voraussichtlich ab 2012 angeboten. Auch die Vergütung spricht für eine Ausbildung im Holz- und Bautenschutz. Der Verdienst eines Holz- und Bautenschützers entspricht dem des Maurers und Zimmermanns und gehört damit zu den bestbezahlten Berufen am Bau.

Wie gefragt Fachkräfte im Holz- und Bautenschutz sind, belegt die hohe Rate der übernommenen Auszubildenden: Durchschnittlich werden 80 Prozent der Holz- und Bautenschützer nach der Gesellenprüfung von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen. Die restlichen 20 Prozent finden in der Regel – sollten sie den Beruf beibehalten – bei anderen Betrieben eine Festanstellung. Die Auftragslage ist so gut, dass viele Unternehmen Aufträge sogar ablehnen müssen, weil ihnen das nötige Personal fehlt. Somit kann jeder motivierte Auszubildende mit einem sicheren Arbeitsplatz rechnen.

Die Ausbildung zum "Holz- und Bautenschützer" sowie zur "Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten" wird vorwiegend von Betrieben des Holz- und Bautenschutzes oder von Bauunternehmen, die in der Sanierung tätig sind, angeboten. Die überbetriebliche Ausbildung findet im Blockunterricht an den Berufsschul-Standorten Berlin, Friedberg, Krefeld und Weimar statt.

Quelle: DHBV / sth

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