Verbände wollen stärkere Förderung von Sanierung

Baubranche fordert Anreize für den Wohnungsbau

Nach den Verbänden der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft meldet sich auch das deutsche Baugewerbe mit Forderungen zur energieeffizienten Sanierung anlässlich der Koalitionsverhandlungen der neuen Bundesregierung zu Wort. "Die neue Bundesregierung ist aufgefordert, den darniederliegenden Wohnungsneubau wieder in Schwung zu bringen", sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Hans-Hartwig Loewenstein.

Dazu schlug Loewenstein die Einführung eines Optionsmodells vor: In die Baufinanzierung eingebrachtes Eigenkapital kann ebenso wie Tilgungsleistungen für Fremdkapital noch in der gleichen Periode steuerlich abgesetzt werden. Die daraus entstandene Steuerschuld wird verzinst und später nachgelagert versteuert.

Um den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum insbesondere in den Ballungsgebieten zu befriedigen, soll nach den Vorstellungen des Deutschen Baugewerbes die Abschreibung im Mietwohnungsbau verdoppelt werden. Wenn die Anforderungen der Energieeinsparverordnung übererfüllt werden, sollte die AfA in den ersten acht Jahren auf 8 Prozent verdoppelt werden.

"Um Energiesparmaßnahmen an Gebäuden, besonders an selbstgenutztem Wohnraum, zu fördern, schlagen wir die Einführung einer Energiesparprämie in Höhe von 25 Prozent von maximal 20.000 Euro nachgewiesenen Arbeitskosten für energetische Sanierungsmaßnahmen vor. Darüber hinaus sollen die KfW-Programme zur CO2-Gebäudesanierung über 2011 hinaus verstetigt werden", sagte Loewenstein weiter. Sinnvoll wäre aus Sicht der Bauunternehmen auch die Einführung eines ermäßigten Mehrwertsteuersatzes auf arbeitsintensive Dienstleistungen. pgl

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