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Gesamtsanierung ist notwendig

Fenster mit gutem U-Wert müssen Bestandteil der Sanierung sein. © Schüco

Um bauphysikalisch auf der sicheren Seite zu sein, ist ein Sanierungskonzept für die gesamte Fassade erforderlich. Das heißt: Wird die Fassade mit einer neuen Wärmedämmung versehen, müssen die Fenster ebenfalls auf den Prüfstand.

Werden zunächst nur die Fenster ausgetauscht, dann sollte das so geschehen, dass sie auch bei einer anschließenden Dämmung der Fassade korrekt und ohne Wärmebrücken angebracht sind. Neben U-Werten und Energiespareffekten gewinnen Themen wie Reinigung und Wartungsfreundlichkeit an Bedeutung. Gerade die Reinigung macht bei Glasfassaden über die Zeit einen großen Posten aus. Hier können neue Oberflächen, die weniger häufig gereinigt werden müssen, für mehr Nachhaltigkeit sorgen.

Zu einem Sanierungskonzept für die Fassade gehören auch Türen. Türen mit modernen Dichtungen und Schließsystemen verhindern, dass wertvolle Heizenergie entweicht. Neben Fenstern und Türen muss auch die Verschattung durch Rollläden oder Jalousien in die Sanierungskonzepte. Ungedämmte Rollladenkästen sorgen nicht nur für höhere Heizkosten, sondern können auch Wärmebrücken sein, die die Schimmelbildung an einer Fassade befördern. Dämmung lässt sich auch bei bestehenden Rollladenkästen nachrüsten.

Seit dem 1. Februar 2010 ist die CE-Kennzeichnung für Fenster und Außentüren europaweit verpflichtend. Allerdings wird die CE-Kennzeichnung nicht vergeben, sondern eigenverantwortlich vom Hersteller der Fenster und Türen angebracht.

In Zukunft wichtige Entwicklungen wie die Mechanisierung und Elektrifizierung der Fenster und ihre intelligente Vernetzung mit der Gebäudetechnik sollten beim Tausch ebenfalls mit berücksichtigt werden.

 

Nach Angaben des Fachverbands Fenster und Fassade (VFF) gab es Stand Juli 2011 noch 25 Millionen Fenstereinheiten von insgesamt 581 Millionen Einheiten als Fenster mit Einfachglas. Deren U-Wert ist in der Regel schlechter als 4,7 W/m2K. Der U-Wert ist das Maß für den Wärmeverlust eines Gebäudes. Er gibt die Energiemenge an, die in einer Sekunde durch eine Fläche von einem Quadratmeter fließt, wenn sich die beidseitig anliegenden Lufttemperaturen um ein Grad Kelvin unterscheiden.

Je kleiner der U-Wert, desto besser die Wärmedämmung und desto geringer der Heizbedarf. Die Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV) schreibt für Fenster einen Wert von 1,3 W/m2K vor, bei Niedrigenergiehäusern oder Passivhäusern sind diese Werte noch geringer. Diesen Wert erreichen moderne Fenster mit Zweischeiben-Isolierglas. Je nach Ausrichtung der Fenster ist aber notwendig, nicht nur den U-Wert, sondern auch den G-Wert zu betrachten. Er bestimmt die solaren Energiegewinne. Als Richtwert gibt der VFF an, dass ein Fenster mit Dreischeiben-Wärmedämmglas bei einer Größe von 1,3 mal 1,3 Metern in Kunststoffausführung 450 Euro, in Holz 590 Euro, in einer Kombination von Holz und Alu zirka 710 Euro und in Alu-Ausführung zirka 900 Euro kostet (Durchschnittspreise Stand Juli 2011).

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