Dämmung mit Holzfasern
Holzfasern kommen in unterschiedlichen Produkten zum Einsatz. Sie bestehen im Idealfall aus den Resten von heimischem Nadelholz und werden je nach Verwendung mit Wasser, Alaun, Natur-Baumharz (verseift) oder Weißleim versetzt. Auch Restmaterial der Sägewerksindustrie wird hierfür verwendet.
Verwendung von Holzfasern als Dämmstoff
Ein wichtiges Einsatzfeld von Holzfasern ist in Form von Dämmplatten an der Wand, auf dem Boden zur Trittschalldämmung, in der Decke als Schallschlucker und als Unterdachplatte. Die Platten sind je nach Einsatzbereich mit unterschiedlichen Materialien behandelt.
Holzweichfaserplatten haben eine Wärmeleitfähigkeit von 0,039 - 0,052 W/m2K. Die Wärmeleitfähigkeit gibt an, wie viel Wärme das Material durchlässt. Je geringer der Wert, desto besser die Dämm-Wirkung.
Wichtig sind auch Holzfasern, die als Dämmung in Hohlräume eingeblasen werden, etwa bei der Dämmung von Dächern. Diesen Holzfasern werden Ammoniumphosphat und Borate als Schutz vor Brand und Insektenbefall zugesetzt. Sie haben eine Wärmeleitfähigkeit von 0,04 W/m2K.
Verarbeitung von Holzfasern als Baustoff
Die Platten lassen sich gut bearbeiten; Sägen (mechanisch/elektrisch), Bohren, Schraub- und Nagelbefestigung möglich.
Genau wie die Zellulose darf die Holzfasereinblasdämmung nur von lizenzierten Fachbetrieben verarbeitet werden.





