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Velux, Wilo, Saint-Gobain Weber und Firetube prämiert

Vier Anbieter der Baubranche erhalten Ecodesign-Preis

02.12.2012, 07:00

Lichtaktivhaus von Velux
Velux konnte nicht mit dem Lichtaktivhaus punkten. © Velux

Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt haben erstmals den Bundespreis Ecodesign vergeben. Zum Zuge kamen dabei mit der Heizungspumpe Wilo Geniax, dem Lichtaktivhaus von Velux, dem WDVS-System weber.therm A200 und dem Firetube Ofensystem auch vier Produkte aus dem Baubereich.

Bundesumweltminister Peter Altmaier verwies in seiner Rede auf den hohen Einfluss, den das Produktdesign auf die Umweltbilanz eines Produkts hat: "Bis zu 80 Prozent der Umweltauswirkungen eines Produkts werden in der Designphase festgelegt. Wir haben diesen Wettbewerb initiiert, um aufzuzeigen, welch kreatives Potenzial es gibt, um Produkte ökologisch besser zu machen - und wie sich anspruchsvolles Design, Ästhetik und Umweltschutz vereinbaren lassen."

Firetube ist ein modulares Ofensystem. Es vereine durchdachte Umweltstrategie mit Ästhetik, Qualität und Innovation, das minimalistische Design überzeuge durch Modularität und Klarheit, so die Jury. "Im Konzept werden alle Stationen des Produktlebenszyklus bedacht bis hin zum Rücknahmesystem. Die Verwendung von wasserlöslichem Lack ist ein wichtiger Umweltvorteil", betont Jurychef Professor Günter Horntrich von der Köln International School of Design.

"Wilo-Geniax ist ein dezentrales Heizungspumpensystem, das - verglichen mit einer konventionellen Anlage - durchschnittlich 20 Prozent weniger Heizenergie und 50 Prozent weniger Strom verbraucht", begründete Staatssekretärin Ursula Heinen-Esser die Preisvergabe an Wilo.

Beim Putz des Wärmedämmverbundsystems von Saint-Gobain Weber, dem einzigen System mit dem Umweltsiegel Blauer Engel, hat die Jury überzeugt, dass das System ohne Biozide auskommt. Den Preis gab es für "das innovative technische Design - denn der Putz weist das Wasser nicht ab, sondern nimmt es auf und vergrößert die auf der Oberfläche anhaftenden Regen- oder Tautropfen mit Hilfe rein physikalischer Effekte. Dadurch trocknen die Oberflächen schneller. Der ökologische Effekt ist erheblich - für Klima-, Ressourcen- und Gewässerschutz", so Ursula Heinen-Esser.

Das Modellprojekt Velux Lichtaktivhaus zeige, dass sich Energieeffizienz auch in Altbauten verwirklichen lasse, so Jochen Flasbarth, Chef des Umweltbundesamts. Ein typisches Siedlerhaus aus den 50er Jahren decke seinen gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Energien und erzeuge mehr Energie, als es selbst verbrauche. "Die gelungene gestalterische Umsetzung macht es auch für seine Bewohner zu einem Ort, an dem sie sich wohlfühlen können. Dieses Beispiel sollte Schule machen", so Flasbarth.

Von über 300 Bewerbern waren 51 Einreichungen in den drei Wettbewerbskategorien Produkt, Konzept und Nachwuchs für den Bundespreis Ecodesign nominiert. Innovationsgehalt, Gestaltungsqualität und Umwelteigenschaften überzeugten die Jury schließlich bei 14 Einreichungen.

In seiner Rede lobte der Juryvorsitzende die Bandbreite und Qualität der Einreichungen. Diese, so Professor Horntrich, wiesen ein tiefgehendes Designverständnis auf und zeigten, dass die Ideen vom "Grünen Design" in der Realität angekommen seien und einen festen Platz im Designprozess hätten. Quelle: IDZ / pgl

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