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Zahl der Projekte zur Gebäudesanierung sinkt

Markt für Dämmung in Österreich bricht ein

04.05.2016, 08:32

Perimeter-Dämmung am Haus
In Österreich ist die Nachfrage nach Dämmung flau. © Joma

Einschlägigen Förderungen zur energetischen Gebäudesanierung zum Trotz nimmt in Österreich die Talfahrt am Markt für Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) kein Ende. Im Jahr 2015 schrumpfte die Nachfrage nach Vollwärmeschutz um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit 2012 hat der Markt rund zwanzig Prozent seines Volumens verloren, so der aktuerlle Branchenradar von Kreutzer Fischer Partner.

Ursache für die substanzielle Kontraktion des Marktes ist die anhaltend sinkende Sanierungsbereitschaft. Im letzten Jahr brachen die Erlöse im Sanierungsgeschäft um mehr als vierzehn Prozent ein. Zwischen 2012 und 2015 liegt das Minus bei fast dreißig Prozent.

In praktisch allen renovierungsgetriebenen Märkten zieht die anhaltende "Sanierungsverweigerung" insbesondere der privaten Haushalte die Märkte tief nach unten. So schrumpfte im letzten Jahr die Nachfrage aus dem Gebäudebestand etwa auch bei Fassadenputzen um elf Prozent, bei Dämmstoffen um acht Prozent oder bei vorgehängten hinterlüfteten Fassaden um fünf Prozent.

Durch die derzeit niedrigen Energiekosten seien die Rahmenbedingungen für WDVS zudem besonders ungünstig. Allerdings, die Hersteller unternähmen auch von sich aus wenig, um das Interesse an einer neuen Fassade zu erhöhen, so die Analyse der Experten. Nachfragemängeln würde reflexartig mit dem Ruf nach (mehr) staatlichen Förderungen begegnet; selbst wenn mittlerweile den Allermeisten klar sei, dass "Sanierungschecks" und "Handwerkerboni" zwar eine ganz passable Mittelstandsförderung sind, aber keineswegs ein Nachfragehebel. 90 Prozent der einschlägigen Subventionen gingen in Mitnahmeeffekten verloren, so Kreutzer Fischer Partner. Die Marktbeobachter bemängeln, dass die Branchhe selbst zu wenig Antrengungen unternehme, um ein positives emotionales Verhältnis zu den eigenen Produkten zu erzeugen. "Auch Wärmedämm-Verbundsysteme müssen nicht zwingend mit dem Argument 'niedriger Energiekosten' verkauft werden, zumal ein solches aktuell wenig Druck erzeugt. Warum appelliert man nicht an den Sinn nach schönerem, behaglicherem Wohnen, zu dem heute eben auch die entsprechende Wärmedämmung gehört", raten sie. Quelle: Kreutzer Fischer Partner / pgl

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