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Broschüre verdeutlicht flexibles Wandsystem Triotherm von KLB

Leichtbeton-Wandsystem überwindet Funktionstrennung

11.12.2014, 08:20

Leichtbetonwand Triotherm
Großflächige Mauersteine sollen die Kerndämmung vor Witterung und mechanischer Beanspruchung schützen. © KLB

Eine Außenwand hat viele Aufgaben: Sie soll vor Witterung schützen, dämmen, das Haus tragen und ihm zeitgleich ein Gesicht geben. Diesen Anforderungen kommen beim weit verbreiteten zweischaligen Wandaufbau in der Regel unterschiedliche Baustoffe nach. Das Wandsystem KLB-Triotherm hebt diese Trennung auf. In Anlehnung an eine zweischalige Mauerwerkskonstruktion mit außenliegendem Verblendmauerwerk besteht das System aus zwei gemauerten Leichtbetonwänden mit Kerndämmung und Außenputz. Eine Broschüre fasst die Argumente für das Wandsystem zusammen und gibt Tipps zur Verarbeitung.

Das zweischalige Mauerwerk mit Kerndämmung und Außenputz überwindet die klassische Funktionstrennung, die im Normalfall bei herkömmlichen zweischaligen Wänden zugrunde liegt. Diese bestehen häufig aus tragendem Mauerwerk, einer Dämmschicht und einem Verblendmauerwerk. Dabei hat jede Komponente ihre klar abgegrenzte Funktion. Beim Triotherm-Wandsystem dagegen übernehmen die innere und äußere Mauerwerksschale ebenfalls Teile des Wärmeschutzes.

Über den gezielten Einsatz von Naturbims in den KLB-Leichtbetonblöcken wird die Wärmedämmung der Mauerwerkschalen definiert. So kann der Wärmeschutz der Wandkonstruktion insgesamt optimiert werden. Liegt der Fokus beispielsweise auf der statischen Auslastung, muss die innere Mauerwerkschale eine besonders hohe Festigkeit und Rohdichte aufweisen. Infolgedessen kann sie zur Wärmedämmung häufig nur wenig beitragen. Umso wertvoller ist es, dass die Außenwandschale dies durch die Verwendung wärmedämmender Produkte ausgleichen kann. Massives Außenmauerwerk aus Leichtbeton kann somit in Kombination mit Kerndämmung anstatt WDVS zum Einsatz kommen und in seiner Wärmedämmleistung das übliche Verblendmauerwerk um ein Vier- bis Sechsfaches übertreffen.

Über die exzellente Wärmedämmung hinaus, weist dieser Premium-Wandaufbau neben einem hohen Schallschutz auch sehr gute statische Werte auf, so KLB. Nachteile, wie sie beim außenliegenden WDV-System auftreten können, werden mit dieser Wandkonstruktion vermieden. "Da der innenliegende Dämmstoff vor mechanischer Beschädigung sowie vor Feuchteeinflüssen gut geschützt ist, wird das Risiko von Veralgung oder Schimmelpilzbildung deutlich minimiert", betont Diplom-Ingenieur Andreas Krechting. "Selbst starker Schlagregen kann der massiven Außenschale nichts anhaben. So bietet die Wand nicht nur eine hohe Dämmleistung, sondern auch besten Witterungsschutz." Zudem kann die Konstruktion im Fall eines Rückbaus einfach voneinander getrennt und problemlos entsorgt werden.

Nicht nur bei der Entsorgung ist Leichtbeton ein nachhaltiger Baustoff: Bereits in der Herstellung verbraucht er deutlich weniger Energie als andere massive Wandbaustoffe und Dämmprodukte. Der Grund hierfür: Leichtbeton muss weder gebrannt noch autoklaviert werden und hat vulkanischen Ursprung. Einfache Lufttrocknung sorgt dafür, dass die hochwärmedämmenden Steine aushärten und anschließend ausgeliefert werden können.

Triotherm weist auch wirtschaftliche Vorteile auf: Durch die Verwendung von großformatigem Mauerwerk für die Innen- und Außenschale sind deutlich weniger Versetzvorgänge nötig, als bei einer zweischaligen Wand mit äußerem Verblendmauerwerk. Greift der Maurer beispielsweise für die innere und äußere Schale auf KLB-Planhohlblöcke zurück, müssen genau 16 Steine pro Quadratmeter Wand versetzt werden. Das sind ebenso viele wie bei einer einschaligen Konstruktion mit einer Wandstärke von 42,5cm (Format 14 DF) oder 36,5 cm (Format 12 DF). Bei einem herkömmlichen doppelschaligen Wandsystem werden dagegen allein für die tragende Innenwand (Wandstärke: 17,5 cm, Format: 3 DF) 32 Steine pro Quadratmeter verarbeitet. Hinzu kommen noch circa 48 Steine für die äußere Verblendschale. Während für einen Quadratmeter des flexiblen Wandsystems also 16 Versetzvorgänge sowie ein Verputzvorgang benötigt werden, summiert sich der Aufwand für eine übliche doppelschalige Wandkonstruktion auf 80 Versetzvorgänge pro Quadratmeter. Hier wird der zeitliche Vorteil zum Kostenvorteil, da das neue Gebäude schneller errichtet und bezogen werden kann. Quelle: KLB / bba

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