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Zeichen stehen in Deutschland, Polen und UK auf Wachstum

Fenstermarkt in Europa 2014 mit geringen Einbußen

08.04.2015, 08:45

Entkernung eines Hauses und neue Fenster
In Deutschland stehen bei Fenstern die Zeichen auf Wachstum. © B. Baumann

Der Fenstermarkt in Europa und den wichtigsten angrenzenden Ländern ist 2014 um insgesamt 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – von 127,1 Millionen Fenstereinheiten (FE) à 1,3 x 1,3 Metern in 2013 auf rund 126,1 Millionen Fenstereinheiten in 2014 gesunken. Zu dieser Prognose kommt die Arbeitsgruppe für europäische Marktzahlen des Verbandes Fenster + Fassade (VFF). Damit bleibt die Lage noch relativ stabil, nachdem der Markt 2009 um fast 21 Prozent von 161,3 auf 127,9 Millionen FE eingebrochen war und nach positiven Ausschlägen in 2010 und 2011 (plus 3,4 und plus 0,3 Prozent) in 2012 und 2013 leichte Rückgänge von 1,7 und 3,0 Prozent verzeichnen musste.

Von den rund 126,1 Millionen Fenstereinheiten, die für Europa für 2014 prognostiziert werden, entfallen rund 70,1 Millionen auf die 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Rund 24,9 Millionen werden in Norwegen, der Schweiz und der Türkei abgesetzt und rund 31,1 Millionen in Russland und der Ukraine. Die EU-Länder haben damit einen Anteil von rund 55,6 Prozent am europäischen Fenstermarkt, die Gruppe Norwegen, Schweiz und Türkei von rund 19,7 Prozent und die Gruppe Russland und Ukraine von rund 24,7 Prozent. "Die Nachbarstaaten, die nicht in der EU sind, repräsentieren mehr als 44 Prozent des Marktes. Das bietet allen Krisen zum Trotz Chancen für exportorientierte Fenster- und Fassadenbauer und deren Systempartner", so Ulrich Tschorn, Geschäftsführer des VFF.

Der Anteil der einzelnen Rahmenmaterialien hat sich laut der VFF-Studie insgesamt leicht zugunsten von Holz-/Metall-Konstruktionen verändert. Kunststoff-Fenster blieben 2013 bei einem Anteil von rund 61,7 Prozent. Gleichbleibend fielen auch die Werte bei Metall-Fenstern 18,3 Prozent und für Fenster aus Holz mit 15,8 Prozent aus. Eine minimale Steigerung verzeichnen hingegen Holz-/Metall-Konstruktionen. Sie können ihren Anteil von rund 4,1 Prozent in 2012 auf rund 4,3 Prozent in 2013 steigern.

Betrachtet man die für die Fenster- und Fassadenbranche wichtigsten Länder mit dem größten Modernisierungspotenzial auf Basis des vorhandenen Fensterbestands, so lässt sich feststellen, dass die Zeichen in Deutschland, Polen und dem Vereinigten Königreich aktuell auf Wachstum stehen. In Deutschland wuchs der Markt 2013 um 1,1 Prozent, für 2014 werden plus 2,7 Prozent prognostiziert und der Trend für 2015 steht ebenfalls auf Wachstum. Polen musste zwar 2013 ein Minus von 4,6 Prozent verkraften, jedoch werden für 2014 plus 2,7 Prozent prognostiziert und auch der Trend für 2015 ist positiv. Noch besser sieht es im Vereinigten Königreich aus. Ein Plus von einem Prozent in 2013, eine Prognose von plus 3,7 Prozent in 2014 und ein positiver Trend sprechen eine positive Sprache.

Eher verhalten ist die Lage in Russland und Frankreich. In Russland gab der Markt 2013 um ganze 8 Prozent nach, für 2014 wird eine glatte "Null" prognostiziert und die Zeichen für 2015 sehen eher düster aus. Stillstand wird für Frankreich gemeldet: Nach einem Minus von 5,4 Prozent in 2013 und einer prognostizierten "Null" in 2014 wird auch weiterhin von keinen signifikanten Steigerungen ausgegangen. Ein Wechselbad der Gefühle erlebt derzeit die Türkei. Nach einem ordentlichen Plus von 9,6 Prozent wird für 2014 ein größeres Minus von 7,1 Prozent prognostiziert bei allerdings recht freundlichen Aussichten für 2015. "Hier erkennt man ganz eindeutig ein Abbild der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Lage in Europa und dem europäischen Umfeld. Bleibt zu hoffen, dass die Situation sich insgesamt betrachtet wieder stabilisiert", so Tschorn. Quelle: VFF / DS / pgl

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